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Rheinisches Technikum Bingen

für Maschinenbau und Elektrotechnik. 89 |

Drand war int Schlafzimmer der Knaben durch Umfallen ctnei: Petroleumlampe entstanden.

* Breslau, 27. März. In Paritz,, Kreis Dunzlau, wurde em altheidnisches Gräberfeld entbecft. G-tfoa fünfzehn Grabstellen wurden blosgelegt. Zahlreiche Urnen, Töpfe, Näpfe, Schüsseln und Schulen wurden auf­gefunden.

* Leipzig, 27. März. Ein großes Vermächtnis 1 der Stadt zugesallen. Die hier verstorbene Sidonie Groeppler vermachte der Stadt ihr Gesamtvermögen bon über zwei Millionen Mark zu wohltätigen Zwecken.

Lüttich, 26. März. Die fortgesetzte Untersuchnng wegen des letzten Bomben-A ttentates läßt den ver- basteten Anarchisten auch als Urheber der mißglückten Bomben- Attentate vom Jahre 1902 an der Kirche von Belleville und vom Jahre 1903 in St. Dizier erscheinen.

* Paris, 27. März. Ein Telegramm von der Insel Räunivn berichtet, daß ein Cyklon in der Nacht vom 21. zum 22. d. Mts. die g a n z e In s e l v e r w ü st e t habe. Tausende sind ohne Obdach und ohne Nahrung. Die Ernte ist vernichtet. Ueberall sind Trümmerhaufen zu scheu. 24 Tote sind bereits gefunden.

unb Dank verdiene, skussion brachte noch eferal, msbefondae der sich eingehend mh. eine Hmjatzsteuer einb der Vorsitzende, Pioj Referenten und anck

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Versonen weiblichen Geschlechts eine große Vorliebe besitzt, ^iefe Leidenschaft zu befriedigen gelang ihm in schmutziger Weife auf Grund von Verlockungen und Versprechungen, die nuf den ersten Blick die Vermutung erwecken konnten, daß ebftcin Mädchenhandel treibe. Wenigstens versuchte er ver- schiedentlich junge Mädchen zu bestimmen, von Hause durch, lugehen und auf seine Villa in Nizza zu reisen. Daß hierbei l 5 jährige Mädchen in Betracht kommen, erschwert die Fälle in erheblicher Weise und läßt die Vorkommnisse in besonders nreUern Lichte erscheinen nach der moralischen sowohl als nach der strafrechtlichen Seite. Tie Vernehmung des Ebstein entrollte, wie dieBürgerztq." erfährt, ein höchst trauriges Bild durch die zu verhörenden Personen, die sich aus einer größeren Anzahl in dem genannten Alter stehender Mädchen rekrutieren! Einige davon wußten von Aventüren zu er» zählen, die sie mit Ebstein auswärts hatten. Ebstein pflegte sich menschliche Ware nach Marlenheim zu bestellen und dortselbst den Kinderfreund zu spielen. Er soll jetzt 60 000 Mark Kaution angeboten haben, für den Fall, daß man ihn auf freiem Fuße ließe. Die Behörde lehnte aber das Angebot ab.

* Auf einen Schelm anderthalbe. Eine hübsche Anekdote erzählt der Francais: In London stellte kürzlich ein Gentleman seinen Regenschirm, da er ihm für einen Augenblick lästig war, in der Vorhalle eines Bankhauses in einen Winkel. Vorher hatte er an den Griff feine Visiten­karte geheftet und folgende Warnung darauf geschrieben: Dieses Paraplui gehört einem Manne, von dem jeder Faust- schlag feine 200 Kilogramm wiegt. Ich komme wieder. Ein junger Tagedieb, zugleich Gauner und Witzbold, der dort Herumstrich, nahm das Paraplui und hinterließ dafür einen Zettel mit folgender Inschrift: Ich, ich habe Beine, die ihre 18 Kilometer in der Stunde zurücklegen und ich werde nicht wiederkommen.

Ueber den Stand der Bauten auf der Melt­au S st e l l u n g in St. Louis wird von dort geschrieben, daß die verschiedenen Ausstellungspaläste, die von der Bau­direktion der Ausstellung errichtet werden, vollständig fertig sind. Von den auswärtigen Nationen haben fertiggestellt: Mexiko 100 pCt., Frankreich 98 pCt., China 96 pCt., Ceylon 90 pCt., Brasilien 66 pCt., Cuba 36 pCt., Italien 20 pCt., Schweden 1 pCt., England 98 pCt., Kanada 98 pCt., Deutschland 88 pCt., Belgien 55 pCt., Nicaragua 35 pCt., Japan 30 pCt., Oesterreich 6 pCt.

* Kindskopf und Schafskopf. Ein Bauer findet auf einem Acker beim Pflügen einen Schädel, hält ihn für den eines Kindes und sendet ihn, da er ein Verbrechen ver­mutet, an den Kreisarzt mit der Aufschrift: Kindskopf. Nach einiger Zeit erhielt er ihn wieder zurück; auf der Umhüllung stand: Schafskopf.

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* Berlin, 26. März. In der Jungfernheide, nahe dmn Schiffahrtskanal, wurde heute ein Grenadier von der z. Compagnie des Königin-Elisabeth-Garde-Grenadier-Regi- mermtS mit einer Schußwunde im Halse in Uniform be- msztlos aufgefunden. Die Verletzungen sind sehr schwer. Wer die Beweggründe der Tat konnte bisher nichts fest- Mllt werden, da der Kranke nicht vernehmungsfähig ist. - Die Au8stellung für Kinder-W ohlfahrt ist heute Mag feierlich eröffnet worden.

' Berlin, 26. März. Nach einem Telegramm aus Mr wurden heute daselbst zwei Handwerksburschen ver- Met, welche im Verdacht stehen, den im vorigen Jahre an w Witw e Lurtz verübten Raubmord begangen zu haben.

* Charlottenburg, 24. März. Bei dem Abbruch !^i Floragebäudes wurden durch einen Deckeneinsturz Mann verschüttet und teils schwer verletzt.

* Cuxhaven, 27. März. Ein entsetzliches Zr.nndunglück, das drei Menschenleben ge- ioiiret hat, hat sich in Döse zugetragen. Zwei Knaben turn neun und zehn Jahren, Söhne des Zahntechnikers iaambrau§ in Hamburg, die sich bei ihren Großeltern Mielten lind mit )em Dienstmüchen verbrannt. Ter

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Obermeyer's H erba-Seise durch täglichen Gebrauch bei Kovischuvpen und dadurch bedingten fraarausfan mit großem Erfolg angewandt, z. h. i. all. Apoth., Droa. u. Parfrn. St 50 Pfg. u. 1 Mk. 1332

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dächtnismethoden. 19. Wrescher-Zürich: Experimentelles über Assoziation von Vorstellungen. 20. W. Wirth-Leipzig - Demonstration eines Gedächtnis-Apparates und Spieqel- Tachistoskopes. 21. Kate Gordon-Würzburg: lieber das Ge­dächtnis für affektiv bestimmte Eindrücke. 22. Ranschburg- Dudapest: lieber die Bedeutung der Ähnlichkeit beim Er­lernen. Behalten und bei der Reproduktion. 23. R. Müller- Ztraßburg: lieber das Wesen des Reproduktionsvorganges. IV. Verstände stätigkeit. 24. Külpe-Wür^burg: Versuche über die Abstraktion. 25. Spearmann-Leipzig: Die experimentelle Untersuchung psychischer Korrelationen. 26. Elsenhans-Heidelberg: Tie Ausgabe einer Psychologie der Deutung als Vorarbeit der Geisteswissenschaften. V. Be­wußtsein und Schlaf. 27. W. Wirth-Leipzig Zur ^rage des Bewußtseins- und Aufmerksamkeits-Umfanges. 28. Weygandt-Würzburg: Beiträge zur Psychologie des Schlafes. 29. Clapar^de-Genf: Biologische Theorie des Schlafes. VI. Ausdrucksbewegungen und Wil- I en 3 tätigtet t. 30. Henri-Paris: lieber die Koordina­tion von Bewegungen. 31. Ach-Göttingen: Experimentelles über die Willenstätigkeit. 32. Martius-Kiel: Zur Unter­suchung des Einflusses psychischer Vorgänge auf Puls und Atmung. 33. Sommer-Gießen: Demonstrationen: a) Um- letzung des Pulses in Töne: b) Ausdrucksbewegungen in Zorm von Licht- und Farben-Erscheinungen. 34. Kohn- 'amm-Königstein i. T.: Ausdrucksdeterminanten und Aus- r^rucksbewegungen. 35. Ettlinger-München: Einige Bemerk­ungen über Nachahmung. VII. Gefühle und A e sth e- Iti. Elsenhans - Heidelberg: Bemerkungen über die Generalisation der Gefühle. 37. Groos - Gießen: Sie Anfänge der Kunst und die Theorie Darwins. M8. Siebeck-Gießen: Zur Psychologie des Musikalischen. 39. Marbe-Wür^burg: lieber den Rhythmus der Prosa. T;m. Kinderpsycholo aie und Pädagogik. 40. Ilment-Würzburg: Tas psychologische Experiment an Kin- iient. 41. Lay-Karlsruhe: Das Wesen und die Bedeutung her experimentellen Didaktik. 42. W. Stern-Breslau: Die ^prachenentwicklung eines Kindes (insbesondere in gram- mati scher und logischer Hinsicht.i IX. Kriminal- t fychologie. 43. Stumpf-Berlin: lieber Zurechnung. 44. H. Groß-Prag 1. Wert der Zeugenaussagen, deren Prüf- i:ng und Einschätzung, 2. Zur Diagnostik psychischer Tat- hestands-Komplexe. 45. W. Stern-Breslau: Ter gegen­wärtige Stand und die künftigen Aufgaben der Aussage» sirschung. 46. M. Borst-Genf: lieber die Art der Jehlerzähl­ung in der Psychologie der Aussage. X. Psychopatho- Itogie. 47. Sommer-Gießen: Objektive Psychopathologie. 43. Wolff-Basel: Zur Krittk der Lehre von den Sprachstör­ungen. XI. Reaktionsversuche an Normalen und Geisteskranken. 49. Ach^GöttiNgen: lieber das Hippsche Chronoskov. 50. Ziehen-Halle a. S.: Messung der Reaktionszeiten bet Geisteskranken und Geistesgesunden. 511. Watt-Würzburg: Mitteilungen über Reaktionsversuche. . Becker-Bonn: lieber das Chronoskop und Tachistoskop onn Erdmann u. Dodge. Bei dem Kongreß wird eine Beratung über die Weiterführung desselben und über Ein­richtung einer deutschen Gesellschaft für experimentelle pivchologie erfolgen. ZuderAusstellung von Apparaten und Methoden haben sich u. a. noch angemeldet: Ach? Mttingen, S. Alrutz-Upsala, Bin et und Henri-Paris, du 'Lcois-Reymond, B. Erdmann u. Dodge-Bonn, Jaguet-St. Imier, Nagel-Berlin, Ranschburg-Budapest, Spindler und Myer-Göttingen, Klara und William Stern-Breslau, W. Lirth-Leipzig, Zeiß-Jena, Zimmerm ann-LeipAig. Tie Aus­stellung findet in der psychiatrischen Klinik statt. Das gesamte Material wird ebenso wie die Vorträge ii'/ib Demonstrationen in entsprechende Gruppen gebracht norden. Voraussetzung zur Einladung von selten des Ko­mitees ist, daß der Betreffende eine wissenschaftliche Arbeit ai:i8 dem Gebiet der Psychologie oder deren Grenzgebieten veröffentlicht hat. Die Eröffnung findet Montag, den Bi April, früh Vs 10 Uhr, in der großen Aula der llmriberfität statt; die weiteren Sitzungen zum Teil fiter, zum Teil in der Psychiatrischen Klinik und im ipsysi- iallischen Institut. Bisher liegen einschließlich der Vor- irmgenden 70 Meldungen vor, darunter u. a. Jodl-Wien, Htymans-Groningen, Flournoy-Genf, v. Frey-Würzburg, Lsfumpf-Berlin. Hoffen wir, daß Gießen den Mitgliedern de-s Kongresses einen freundlichen Eindruck machen wird.

s. Wies eck, 28. März. Ein eigentÜmlicheSSchau- (piel hatten gestern nachmittag gegen 5 Uhr zwischen Gießen uteb Wieseck zahlreiche Spaziergänger. Querfeldein lief, von (imem kleinen Köter verfolgt, ein wunderschönes unverletztes RtH. Als man den kötrigen Verfolger abhielt, legte sich dal8 Reh nahe beim Dorfe zu Boden und beschloß vor den Eiligen einer großen Menschenmenge sein, nach dem Gebiß jit urteilen, kaum 2 jähriges Leben. Auf Anordnung des mzwischen benachrichtigten ForstwartS wurde das Reh in eines der nächsten Häuser gebracht.

§ Friedberg, 26. März. Am hiesigen Prediger- ferminar fand am Donnerstag vormittag die feierliche Ent - luffung der abgehenden Pfarramts-Kandidaten im Nrisein deS Prälaten Dr. Walz als Mitglied des Ober- kotnsistoriumS-Darmstadt statt. ES gingen diesmal nur sechs Kandidaten ab: Müller, Reichert, Matthäus, Schlaffer, WriShofer und Schwalm.

Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Hacjjbarltaaten. Auf dem Westerwalde ist eS wie int TaunuS aufs neue zu Schneefällen gekommen.

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* Bordeaux, 27. März. Bei den gestern hier ab­gehaltenen Festlichkeiten exvlodierte beim Völlcr- schießen ein Mörser, wobei zahlreickePersonenver- letzt wurden. <5iirm jungen Manne wurde der Ko p vom Rumpfe getrennt. 15 andere wurden verletzt, darunter vier schwer.

* 93 03 en, 27. März. Der Student der Philosophie Eberhard v. Schmidt aus Petersburg hat Selbstmord verübt, angeblich weil ihm eine D u e l l f 0 r d e r u n g ver­weigert worden war.

Petersburg, 26. März. In der Ortschaft Hojtow hat der Grundbesitzer Badow seine Frau und 6 Kinder abgeschlachtet und sich selbst 22 Messerstiche beige­bracht.

*Newyork, 26. März. In den LehmwerkenExel- sior" in Brazel sJndiana) hat ein Dammrutsch statt­gefunden, wodurch zwei Gruben unter Wasser gesetzt wur­den. Dreißig Arbeitern ist der Rückzug ab geschnitten ; man nimmt an, daß alle umgekommen sind.

' Newyork, 26. März. In Egg Harbor-City ha Rudolph Sigel, der Sohn des verstorbenen Generals Sigel, einer Nachbarin gefährliche Stichwunden beigebracht. Er hat ferner einen Waldbrand verur­sacht. Eins seiner Kinder ist verschwunden. Man ver­mutet, daß der Vater e S ermordet hat. Sigel wurde nach heftigem Kampfe überwältigt und in eine Irren­anstalt gebracht, in der er schon früher eingeschlaffen war.

AbgelehnteS Begnadigungsgesuch. Der Hauptmann Falk von Schröter vom 107. Infanterie- Regiment in Leipzig, welcher, wie wir vor einiger Zeit meldeten, im Zeisigwalde bei Chemnitz den Leutnant Schubert aus Dresden im Duell durch einen Schuß iu die Brust tötete und dieserhalb vom Kriegsgericht zu zwei Jahren Festungshaft verurteilt worden war, hatte ein Gnadengesuch eingereicht, dieses ist jedoch vom König von Sachsen abschlägig beschieden worden.

* Der Dreschflegelgraf Pückler hat, wie wir schon kurz erwähnten, in 93er!in wieder eine Rede gehalten, aus der einige Stellen wiedergegeben seien. Pückler Tagte: 93e bei gehört zu denjenigen wenigen Männern, die Schneid haben und der Regierung die Wahrheit sagen, und das ist notwendig. Wie die Herren heute regieren, ist keine Regier­ung, das ist Wurstelei (Sehr richtig!) vor der kein Mensch Respekt haben kann. (Großer Beifall.) Wenn Bebel national wäre und auf christlichem, monarchischem Boden stände, dann könnte er ein famoser Mann werden, mit dem man in manchen Punkten zusammengehen könnte. (Großer Beifall bei den Sozialdemokraten.) Wenn ich in den Reichstag käme, würde ich unter diesen Umständen auch mit Bebel Fühl­ung nehmen und wir würden den Herren von der Regierung die Wahrheit geigen, daß sie die Kränke kriegen und daß sie alle ausreißen. (Stürmischer Bei­fall.) Die mauschelnden Jud en würden dann schleunigst aus dem Reichstage verduften. (Großer Beifall.) Wir brauchen starke Charaktere, Männer und Helden. . . . Sozialdem 0traten sind dumme Kerle, die sich nicht belehren lassen, die den Juden Singer, Stadthagen, und wie die Kerle alle heißen, nachlaufen wie toll und verrückt, das ind dumme Luder. (Stürmischer Beifall.) Wir Antise­miten werden die Sozialisten, die zurückkehren zu ihrem König, gern aufnehmen. Voraussetzung ist, daß sie anständige patriotische Leute sind, die den. Juden ganz gehörig auf das Leder rücken. (Stürmischer Beifall, großer Lärm bei den Sozialdemokraten.)

Ihren Mann erstach die 42 Jahre alte Handels­rau Bertha Pfeiffer in Berlin. Frau Pfeiffer ging vor 7 Jahren mit dem jetzt 31 Jahre alten Handelsmann Max Pfeiffer eine zweite Ehe ein. Das lichtscheue Treiben in der Wohnung und die fortwährenden lärmenden Streitigkeiten unter den Eheleuten führten dahin, daß ihnen der Hauswirt zum 1. April kündigte. Nun wollten sie einen Obsthandel anfangen. Zu dem Zweck kaufte die Frau eine Wiegeschale. Als Pfeiffer diese am 8. März sah, machte er Spektakel, weil ie zerbrochen und unbrauchbar sei. Aus dem Wortstreit entstand bald eine Schlägerei, die damit endete, daß Frau Pfeiffer ein Küchenmesser ergriff und es ihrem Mann in die Bruft stieß. Während der Gestochene das Blut zu tillen versuchte und dann mit seinem 11 Jahre alte Sohne nach der Unfallstation ging, lief seine Frau auf den Flur hinaus und brüstete sich damit, daß sie ve6 ihrem Alten einmal gründlich besorgt" habe. Pfeiffer erhielt auf der Unfallstation einen Verband und ging wieder nach Hause. Zwei Tage später mußte er nach dem Krankenhause gebracht werden, dort ist er jetzt gestorben. Die Frau ist von der Kriminalpolizei festgenommen worden.

' Ein neuer Stern berg. In Straßburg i. Els. liefen schon feit einigen Tagen allerlei Gerüchte um über die Entführung und Deflorierung einer Anzahl kaum der Schule entwachsener Mädchen. Die Sache hatte, wie sich inzwischen herauSstellte, ihre Richtigkeit. Der Uebeltäter ist bereits ver­haftet, und zwar in der Person des Rentners Max Ebstein, einem angeblich sehr reichen Herrn in vorgerückten Lebens­jahren, dessen eigentlicher Wohnort Winzenheim i. Els. ist. Man sagt Ebstein nach, daß er trotz seines Alters ein noch ehr leidenschaftlicher Herr sei und namentlich für jüngere

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Handel und Verkehr. Volkswirtschaft.

R. B. T armstadt, 27. März. Die am Samstag abend stattgehabte Hauptversammlung der hessischen Landes- Hypothekenbank beschloß nach dem Antrag der Ver­waltung, das Aktienkapital von 4,6 Millionen auf 9 Mil­lionen Mark zu erhöhen. Tie beiden Ständekammern hatten dem Antrag der Regierung entsprechend die Kapital­erhöhung bereits genehmigt. Hier hat sich in diesen Tagen eine neue Aktiengesellschaft gegründet, die sich Hessische Ba n k, A.-G., nennt. Tas Aktienkapital ist auf 1 Million Mark festgesetzt. Tie Bank, deren Leitung den beiden Bankiers W. Eschborn und Wilhelm Fries übertragen wurde, wird nach Erledigung der Formalitäten und nach Umbau für Safes, diebes- und feuersichere Ge­wölbe im Hause Wilhelminenstraße 14 (Haus Eschborn) ins Leben treten.

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NniV-rsttäLg-Nachnchten.

Marburg, 27. März. Der bisherige außerordentliche Pro­zessor für mittlere und neuere Geschichte und historische Hilfswiffen- schasten, Direktor des Seminars für historische Hilfswissenschaften, Dr. Haller, ist zum ordentlichen Professor ernannt worden.

Berlin, 26. März. Fräulein Dr. med. Jen n »Springer, die vor sechs Jahren das ärztliche Staatsexamen für die Schweiz in Zürich absolviert hat und seitdem in Berlin als Aerztin praktizert, hat nunmehr auch die deutsche Approbation erlangt und als e r st e Fra u an der Berliner medizinischen Fakultät die er­forderlichen Prüfungen mitgut" bestanden.

Greifswald, 27. März. Der bisherige außerordentliche Professor in der juristischen Fakultät, Dr. jur. et pbil. Erich Jung, ist an Stelle Wilhelm v. Blume's, der als Nachfolger Friedrich Endemcmns nach Halle übersiedelt, als ordentlicher Professor für römisches Recht und deutsches bürgerliches Recht an die Königsberger Universität berufen worden. Jung wirkt seit 1897 als akademischer Lehrer. Geboren 1866 zu Mainz, studierte er in Berlin, Leipzig, Heidelberg und Gießen. 1889 bestand er in Gießen das Fakultätsexamen und 1893 in Darmstadt das Assessorexamen. 1892 promovierte er in Gießen zum Dr. jur. unb 1893 zum Dr. phil. 1897 habilitierte er sich bei der juristischen Fakultät in Gießen für deutsches bürgerliches Recht,' Handelsrecht und Rechtsphilosophie.

Zpielplan der «reinigte« Frankfurter tztadttheater. Opernhaus.

Dienstag den 29. März*):Tie luftigen Weiber von Windsor/ Mittwoch den 30. März geschloffen. Donnerstag den 31. März: Hänsel und Gretel." Hierauf.Ter Herr Kapellmeister". Freitag den 1. April geschloffen. Samstag den 2. April:Robert der Teufel". Sonntag den 3. April, nachmittags halb 4 Uhr:Prin­zessin Goldhaar." Abends 7 Uhr: Neu einstudiert:Joseph unb eine Brüder." Montag den 4. April, nachmittags halb 4 Uhr: Prinzessin Goldhaar." Abends 7 Uhr:Don Juan."

Schauspielhaus.

Dienstag den 29. März:Antigone." Mittwoch den 30. März: Liebesmanöver." Donnerstag den 81. März, abends halb 8 Uhr: Zapfenstreich." Freitag den 1. April geschloffen. Samstag den 2. April: Neu einstudiert:Fedora." Sonntag den 3. April; nachmittags halb 4 Uhr:Zapfenstreich." Abends 7 Uhr:Fedora." Montag den 4. April, nachmittags halb 4 Uhr:Alt-Heidelberg." Abends 7 Uhr:Der Hochtourist." Dienstag den 5. April: Liebesmanöver."

*) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr.