(hg) Gießen, 28. Ian. Am Dienstag nachmittag fand <n der Turnhalle des. Realgymnasiums und der Realschule die Geburtstagsfeier des Kaisers für beide Anstallen stall. Tie ^eier begann mll einem vierstimmig
Vurg^Lchwerin, Herzogin Friedrich Ferdinand von Schleswig, Prinz Eitel Friedrich Gegenüber dem Kaiser saß Prinzessin Heinrich zwischen dem König der Belgier und dem Großherzog von Baden. Für Umgebung rmd Gefolge fand Marscl-alltafel statt.
Ter Reichstag beging die Geburtstagsfeier des Kaisers in gewohnter Weise. Graf Ballestrem brachte den Lrinkspruch auf den Kaiser aus, in dem er der bangen Tage der Krankheit des Kaisers gedachte, während der man sehen konnte, wie notwendig der Kaiser ist und wie das deutsche Volt an ihm hängt. Als das Reichstagspräsidium sich dem Kaiser vorstellte, er (Ballestrem) zur Genesung gratulierte und hervorhob, daß das Publikum durch die schnelle Veröffentlichung der Gutachten beruhigt worden sei, antwortete derKaiser: „Ja, Sie habens gut gehabt, ich bin aber zwei Monate herumgegastgeu, ohne zu wissen, ob die Sache gutartig oder bösartig wäre." Als Graf Ballestrem darauf hinwies, daß der Kaiser ttotzdem noch kurz vor der Operation eine Zusammenkunft mit dem Kaiser von Rußland hatte, sagte der Kaiser: „9hin ja, Wenns was Böses gewesen wäre, dann wollte ich doch meinem Sohne angenehme, nachbarliche Verhältnisse hin ter lassen." Graf Ballestrem wandte sich dann gegen die Bestrebungen von Leuten, die die kaiserliche Person in der Oessentlichceit herabsetzen wollen und die nicht nur dem Umsturz angehören, auch gegen derartige Bestrebungen publizistischer Organe, denen der Reichstag sicherlich entgegentreten werde.
Ter „Reichsanzeiger" veröffentlicht eine große Reihe von Ordensverleihungen und anderen Auszeichnungen anläßlich des Geburtstages des Kaisers: Unter anderem erhielten: Kultusminister Tr. S t u d t das Großkreuz des Roten Wlerordens mll Eichenlaub und Schwertern am Ringe; der Minister der öffentlichen Arbellen Budde den 3wten Ablerorden erster Klasse mit Eichenlaub, der vortragende Rat im Ministerium der öffentlichen Arbeiten Geh. Oberbaurat Tr. Phil, et ing. Zimmermann die kgl. Krone zum Roten Adlerorden zweiter Klasse mit Eichenlaub; Prof. Tr. v. Wilamowitz-Möllendorf- Berlin den kgl. Kronenorden zweiter Klasse; der Generalleutnant und Kommandeur der 6. Tivision Deseler, der kgl. Landrat zu Graudenz Conrad und der vortragerrde Rat in der Reichskanzlei Conrad wurden in den erb - lichen Adel st and erhoben. Kriegsminister v. Einem erhielt den Stern und die kgl. Krone zum Roten Adler- oroen zweiter Klasse mit Eichenlaub. Tie Hosstaatsdame der Kaiserin Gräfin Keller erhielt das Prädikat Exzellenz. Generaloberst v. Wittich, Staatssettetär a. D. Admiral H o l l m a n n, Wirkt. Geh. Rat Prof. Hiuzpeter, der Erzbischof von Köln Kardinal Tr. Fischer, General- superllllendent Faber und Bankier v. M e tz l e r - Frankfurt am Main wurden aus besonderem allerhöchsten Vertrauen auf Lebenszeit zu Mitgliedern des Herren- Hauses berufen. Ter Ches des Bankhauses S. Bleichröder Tr. Paul Schwabach -Berlin erhiell den kgl. Kronen- orden dritter Klasse.
Ter „Reichsanz." veröffentlicht eine Reihe von Ordensverleihungen an französische Marineoffiziere. U. (t erhiell Seepräfell Vizeadmiral Gour- d o n den Roten Adlerorden L Klasse und Kontreadmiral Bugard, Kommandeur der Kreuzerdivision des Nordgeschwaders, den Roten Adlerorden 2. Klasse mit dem Stern.
rat davon besaß. Er Halle das Pigment unter einem Baum in der Umgebung Neapels gefunden und drückte den bestimmten Vorsatz aus, sobald er wieder einmal dahin gelange, an der betreffenden Stelle gehörig Umschau zu hallen. Seine Farben bereitete er sich in kleinen Portionen selbst."
Der kalte Eid. In einer kostbaren, Humor- und lebensvollen Bauerngeschicbte aus Bayern, die Ludwig Thoma, der Peter Scdlemihl des „Simplicissimus", .im Februarheft der neuen vornehmen und gediegenen Zeitschrift „Süddeutsche Monatshefte" (München, Verlag der Süddeutschen Monatshefte) erzählt, kommt ein Dauer vor, der eine schwere Sünde aus dem Herzen hat. Er hat nämlich einen Prozeß gegen seinen Nachbar dadurch gewonnen, daß er einen Meinell) geschworen hat. Thoma beschreibt bei diesem Anlaß, wie nach dortiger Bauern- Uadition einer einen falschen Eid schwören kann, ohne sich strafbar zu machen. Er muß nur die Vorsicht üben, daß er während des Schwurs, d. h. während er die rechte Hand hoch hebt, zugleich die Finger der linken Hand nach unten streckt. „Tie ehrwürdige Tradllion sagt, daß auf diese Art der schwur von oben nach unten durch den Körper hindurch in den Boden fährt und als ein kalter Eid keinen Schaden tun kann", nach Analogie des sogenannten kalten Blitz- schlags. Kullurgeschichtlich ist dieses Stückchen von pfiffiger Bauernmoral gewiß sehr interessant, aber es sind nicht die bayrischen Bauern allein, die sich solche Mittel aus- geklügel thaben, um Meineide schwören zu können, ohne ihr Seelenhell zu gefährden. Ein Gegenstück, wenn nicht gar das Vorblld für den „kalten Eid" der bayrischen Bauern, findet sich in den Gepflogenhellen des niedern Volks im römischen Gebiet. Tort ist man mit Schwüren und Beteuerungen der verwegensten Art ebenso rasch bei der Hand, wie mit Flüchen und Verwünschungen; nur muß der Schwörende, wenn er etwas Falsches beteuern will, die Vorsicht gebrauchen, der reservatio mentalis einen äußern Ausdruck zu geben, indem er während der Schwur- haltung hinter dem Rücken oder unter dem Tisch mll der linken Hand die Dernünenbe Geste (Schütteln des Zeigefingers- macht. Tie Zeichensprache der Italiener ist nordischen Völkern wenig verttauc; sollte die Haltung der linken Hand beim „kalten Eid" nicht einfach eine mißverstandene Nachahmung der heimlichen Verneinung des Eids beim römischen Volk sein?
— In der Fortsetzung chres Gastspiels im Frankfurter Schauspiel hause bewährte sich, wie mir in der „Frkf. Ztg" lesen, Frl. Triesch als Interpretin auch der heiteren Muse. Ihr äußerer Erfolg als Cyprienne recht sich den an den vorhergehenden Gastspielabenden errungenen an. Ten stärksten Hellerkellserfolg des Abends erzielte jedoch ein anderer Gast, ein — Mäusck)en, das sich, glücklicherweise während einer Pause, in das Parkett verirrt hatte und einige Tomen zu lauten Ausbrüchen komischen Entsetzens erschreate. Tie zu Anfang ettvas ängstliche Spannung des aufmerksam gewordenen Hauses lujic sich bei der bald bekannt gewordenen Erklärung in allgemeine, stürmische Heiterkeit, die sich erst gar nicht legen wollte und die bei eurer scherzhaften Improvisation oes Herrn Bauer in der ersten Szene des nächsten Alles von Cy- prienne erneut ausbrach.
vorgetragenen nationalen Liede. Alsdann trugen zwei Schüler des Realgymnasiums Gedichte vor. Hierauf folgte eine Ansprache des Prof. Schaumann. Ter Redner behandelle hauptsächlich die jüngste Kolonie des deutschen Reiches, die in Ostasien. Tann sprach ein Untersekundaner ein Gedicht auf den 27. Januar. Ten Schluß der Feier bildete der Vorttag eines Rheinliedes. Ter Saal war mit Tannen und Guirlonden geschmückt. Mllten darunter prangte ein Bild des Kaisers. Von einer öffentlichen Feier war diesmal abgesehen morden.
X Grünberg, 27. Jan. Im dichtbesetzten Saale des Gasthauses zum Rappen fand heute abend die Kaiserfeier statt. Nach der Begrüßung des Bürgermeisters Zimmer hielt Pfarrer Schmidt die Festrede, welche in einem Hoch auf den Kaiser ausklcrng. In bunter Reihenfolge wechselten die Vorträge des Musikvereins, Kirchenchors und Gesangvereins ab mit allgemeinen Liedern und Ausführungen des Krieger- und Gesangvereins.
In Tarmstadt wurde das herkömmliche Festmahl der Beamten und Bürger im ftädt. Saalbau abgehalten. Um 12 Uhr wurde auf dem Marienplatz über die Truppen der Garnison Parade abgehallen. In Mainz war eine ähnliche Feier. In Worms hielt vor den drei großen natioualliberalen Vereinen und zahlreichen Zuhörern der Oberbürgermeister eine große Rede; auch die üblichen Militär- und Schulfeiern fanden dort statt.
(i) Laubach, 27. Jan. Zur Vorfeier von Kaisers Geburtstag fand am Tienstag abend im Gymnasium ein Festaktus statt. Ten erjien Teil bildeten deklamatorische und musikalische Vorträge. Im zweiten Teile der Feier hielt Lehramtsassessor Tr. Adami die Festrede über Ta- citus' Germania; der Bericht des alten römischen Geschichtsschreibers über die Sillen der Deutschen fesselte sehr die zahlreich Anwesenden. Tie allgemeine Feier fand am Tienstag abend im Saal der Traube statt. Vorträge der hiesigen Musikkapelle und zweier Gesangvereine belebten die Feier. Tas Hoch auf Den Kaiser brachte Graf Otto zu Solms-Laubach aus.
§ Butzbach, 27. Ian. Zur Feier von Kaisers Geburtstag hatte unser alles Garnisonstädtchen reichen Flaggenschmuck angelegt Am Vorabend fand Zapfenstreich, heute früh Revellle und mittags Parade im Kasernenhofe statt Am Nachmittag vereinigte ein Festessen unsere Offiziere, Beamten und viele Bürger zu einer patriotischen Feier im hessischen Hof. Am Abend wurden für das Militär vortrefflich arrangierte Feiern veranstaltet. In den Schulen fanden bereits gestern Feierlichkellen statt.
(a) M a r b u r g, 27. Ian. Lei der heutigen a lad emv scheu uaisergeburtstagsseier hiell Prof. Maaß Die Festrede über die Goetheforschung und die klassische Philologie. Im Anschlüsse an die in diesem Jahre statt- sindende Enthüllung des vom deutschen Kaiser der Stadt Rom zum Geschenk gemachten Goethedenkmals, dessen Sockel mit Szenen aus Iphigenie, Wilhelm Meister und Faust verziert werden soll, betonte er, daß sich mit der Goetheforschung bisher vorzugsweise nur Aefthetiker und Philosophen beschäftigt hatten, während der ktassifche Philologe in der Lage sei, manches bisher Unklare oder Tunkte in hellerem ober neuem Lichte erscheinen zu lassen, was er dann an den drei genannten Werken zu erläutern suchte. — Von acht gestellten Preisarbeiten haben nur Ämet eine Bearbeitung gesunden, die germanistische, als Deren Verfasser sich Wilhelm Arndt aus Rinteln ergab, und die von den Tirektoren des llassisch^phllologischen Seminars gestellte Ausgabe, deren Bearbeiter Ferdinand Gaillard aus Mülheim den halben Preis erhielt. Tie Festschrift bringt die Fortsetzung beS Catalogus studiosornm Marporgensüun, die Jahre 1656—1667 umfassend.
Stuttgart, 27. Ian. Bei der deutschen Paroleausgabe zu Ehren des Geburtstages des Kaisers, der auch der preußische Gesandte Gras v. Pressen belloohnte, richtete der König an die versammelten Offiziere und Mannschaften eine An spräche, in der er darauf" hinwies, daß der heutige Tag besonders geeignet sei, den Soldaten ihre Pflichten und das Gelöbnis ins Gedächtnis zurückzurufen, ihre Schuld ig- kell gegen Kaiser und Reich zu tun. Der König fuhr bann fort, er richte diese Worte insbesondere an diejenigen Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften, die demnächst hin- ausziehen werden, um in Deutschsüdwestafrika die deutsche Ehre und das deutsche Recht zu wahren. Er hoffe bestimmt, baß seine Württemberger bem deutschen Namen und ihrem Vaterlande Ehre machen werden.
Stockholm, 27. Ian. Ter König erschien heute in der deutschen Gesandtschaft, um seine Glückwünsche anläßlich des Geburtstages des deutschen Kaisers zu überbringen.
Christiania, 27. Jan. Von hier wurden heute viele Glückwünsche an Kaiser Wllhelln übermittelt, u. a. von bem Polytechnischen Verein und von bem Verein ber bildenden Künste. Die öffentlichen und die privaten Gebäude, sowie die Schiffe im Hafen haben allgemein Flaggenschmuck angelegt. Aus allen Gegenden Norwegens wird gemeldet, baß überall geflaggt ist, gleichwie sonst am Freiheitstage.
Tie Stadtverwaltung von Aalesund sandte bem deutschen Kaiser folgendes Glückwunsch-Telegramm: Tie Stadtverwaltung, zu ihrer ersten Sitzung nach dem Branbe versammelt, spricht anläßlich bes Geburtstages ihre wärmsten Glückwünsche für Eure Majestät aus und banll für die großartigen und überwältigenden Gaben, die doppelt willkommen und segenbringend find durch die wunderbare Schnelligkeit und Tatkraft, mit der Eure Majestät die Hllfe ins Werk setzten. Dadurch haben Eure Majestät mächtig beigetragen die Not zu lindern und uns Mittel und Mut zu unserer Arbeit für möglichst schnelle Wiederaufrichtung unserer Stadt, aus^der Asche verjüngt und mit erneuter Kraft, gegeben. Die Stadtverwaltung von Trontheim und Bergen sandten ebenfalls Glückwunschtelegramme.
Als in Chrcstcania die Bvigademusik beim Promenaben- konzert bie „Wacht am Rhein" spielte, brach das Publikum in begeisterte Hochrufe aus. Tie „Wacht am Rhein" mußte wieberholl werben, ein bei Promenaben- konzerten einzig bastehenber Fall. Tas Musikkorps ber zweiten Brigabe spielte beim Promenabenkonzert ausschließlich beutsche Melodien.
Paris, 27. Jan. Anläßlich des Geburtsfestes des deutschen Kaisers fand heute vormittag in der deutschen evangelischen Christuslirche Fetgottesttenst statt, welchem ber deutsche Botschafter Fürst Radolin, der bayerische Ge- fchaftsträger Graf Moy, bie Herren ber Botschaft mit ihren Tarnen unb eine überaus zahlreiche Gemeinde deiwoynccn. Pastor Streng hiell bie JestpreDigt. Nach bem Gottesdienst nahm der Botschafter in ber Borhalle ber Stirdfe bie Glückwunscl)e der Kolonie entgegen. IL a. erschienen: Fürst Pucbus, Baron Schütter, Gras Moy, die Konsuln Loher, Weipert und Iecklin, bie Pastoren der deutsch-evange
lischen Gemeinde, die Priester der deutfchj-katholifchen Mission, Abordnungen der verschiedenen deutschen Vereine, darunter des Vereins ber Handelsangestellten und des katho- lischen unb evangelischen Jünglingsvereins. Die Handwerker- und Arbeiterkreise waren in bemerkenswerter Zahl vertreten. Bei bem Empfang konzertierten mehrere hervor- ragenbe Künstler des Orchesters der Hosoper. Heute abend fand im Hotel Continental unter bem Vorsitz des Botschaft ters ein Festmahl der Kolonie statt.
Dcrmijcbtc»«
Ruhrort, 27. Jan. Aus ber Zeche , Konstantia * bei Sterkrade verunglückten fünf Arbeiter durch eine Sprengschußexplosion. Zwei sind bereits gestorben.
* Magdeburg, 27. Jan. Bei dem heutigen Salutschießen in der Citadelle wollte ein Schuß nicht losgehen. Bei der Nachforschung nach der Ursache des Versagens erfolgte eine Explosion, wodurch einem Soldaten des Fußartillerie-Regiments der rechte Arm abgerissen unb er außerdem an beiden Augen verletzt wurde. Zwei andere Soldaten erlitten Brandwunden im Gesicht.
• Koburg, 27. Jan. Die EbersdorferChamotte- und Tonwarenfabrik von Hampa, ElcinenS u. Co. brannte in vergangener Nacht völlig nieder. Wassermangel erschwerte Die Löschung des Brandes. Wie das Feuer entstand, ist unbekannt. Ueber 100 Arbeiter sind brotlos.
• Ueterfen, 27. Jan. Wie das ,Uet Tageblatt* meldet, brachen auf bem Karpfenteiche des Fabrikanten Jens sieben Kinder auf dem Eise ein, von denen fünf als Leichen geborgen wurden.
• London, 27. Jan. Bei der Leichenschau deS Finanzmannes Whitaker Wright, ber gestern nach Verkündigung der über ihn ausgesprochenen Zuchthausstrafe tot zusammen- brach, zeigte sich, daß er sich durch Cyankali vergiftete.
* Paris, 27. Jan. Aus Beaune bei Havre wird berichtet : In der hiesigen Mädchenschule fingen die Kleider eines Mädchens Feuer. Der übrigen Kinder bemächtigte sich eine Panik, wobei 50 schwer verletzt wurden. Herbeieilende Gendarmen brachten die Verletzten in benachbarte Häuser, wo ihnen Hllfe zutell wurde. An dem Aufkommen dreier Kinder wird gezweifelt.
* Paris, 27. Jan. Wie ein Telegramm mitteilt, erstickten in Verviers bei einer Feuersbrunst der Älppreteur Kerff nebst Frau und Tochter. Zwei Arbeiter, die aus der zweiten Etage und zwei Kinder, die aus dem ersten Stock sprangen, erhielleu schmerzhafte Brandwunden.
* Bergamo, 27. Jan. In dem Marktflecken Adrata wurde an dem dortigen Apotheker ein angeblich anarchistischer Mord verübt. Ein gewisser Formentitt tötete ihn unter anarchistischen Rufen durch einen Flintenschuß.
* Bern, 27. Jan. Auf dem Furkapaß ist der Berg- ührer Hirschler in einer Lawine umgekommen. Sein fBegleiter wurde verletzt.
* Bukarest, 27. Jan. In Jaisy fand infolge einer Zettungspolemik zwischen den Journalisten Schinteie-Finkel- stein und Spiru Prassin ein Revolverduell statt Prassm wurde beim ersten Kugelwechsel getötet._________________
Hanöel unb Verkehr. Dotküwirtschast.
— Reichsbank. Am 22. Februar wird in Schwarzenberg (Sachfen) eine von der Reichsbankstelle m Zwickau abhängige Reichsbanknebenstelle mü Kaffeneinrichlung unb beschränktem Giroverkehr eröffnet werden. Sie wird auch Wechsel auf Obersachsen- feld und Beierfeld einziehen. Wechsel auf Schwarzenberg, sowie auf Obersachsenfeld unb Beierfeld, welche nach dem 21. k. M. fällig werden, kauft die Reichsbalck von jetzt ab an.
Leberkartelle. Der Ausschuß für die Vorbereitung von Lederkartellen war dieser Tage in Frankfurt a. M. beisammen. Es wurde die Errichtung einer Geschäftsstelle zur Kartellirung der deutschen Lederindustrie beschlossen. Die Errichtung soll durch einen engeren Ausschuß vollzogen werden und die Geschäftsstelle chre Tätigkeit baldigst ausnehmen.
Martte.
L imburg a. d.L., 27. Januar. Fruchtmarkt. Durch» chnittspreise pro Malter. Roter Weizen 13.50 Alt., weißer Weizen 00.00 Alk., Korn 9.80 Mk., Gerste 8.70 3ÄL, Hafer 6.20 Alk., Erbsen 0.00 Att Kartoffeln 00.0 Alt,
Kerichtsjaal.
Berlin 27. Jan. Tas Landgericht I Berlin verurteilte den Redakteur des Berliner Polenblattes ^Dziennü Berlinski" namens Gozdziwicz, wegen Beleidigung des Vollsschullehrers Johann Schroth zu Jeseritz bei Posen, der ftmher Stanislaus Rawrocki hieß, zu 150 Mt. Geldstrafe.
Cherbourg, 27. Jan. Der Soldat, welcher bei der Abreise des italienischen Königspaares einen großen Stein auf bie Eisen bah ngeleije gelegt hatte, wurde vom Kriegsgericht für unzurechnungsfähig erklärt.
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Diarrhoe etc.
Dleltinder gedeihen vorzüglich dabei^^ & leiden
an Verdauungs Störung. i
Hervorragend bewahrt bei
»SrÄDarmkatarrh’
Kinder nie hl
Frisch eiiigreiTOtteu:
la. holländische Anstern.
Car3 Schwaab, Hofdelikatessenhandlung.
Telephon 265.
324
Seltersweg 23.
Wer gern Puddings, Torten unb andere Mehlspeisen ißt, sollte nicht verfehlen „A!a,zena" zu versuchen. Ein Unwersalmittel! Ausgiebig, sehr nahrhaft, außerordenllich leicht verdaulich unb garantiert absolut rein! Aerztlich empfohlen. Seit 50 Jahren be- annt und beliebt._______________________________________________7963
Keinen Hund mag man hinaus schicken
bei dieser Winterkälte, die Menschen aber und selbst die Km» M der müssen erbarmungslos hinaus. Aber da man schon nicht «zu Hause sitzen kann so sollle man sich wenigstens gegen Erkältungen der Atmunasorgane und gegen die böse Influenza » schützen, indem man stets FaY'S ächte Soveuer Mineral-
Pastillen bet sich trägt unb ab und zu eine Pastille nimmt, während man Wmd und Wetter ausgesetzt ist. Das beugt ^4 vor und nützt selbst in schweren Fällen, wenn man bereits , erkältet ist. Tie Schachtel, die nur 8ö Pfg. lostet, reicht auf ein paar Tage unb ist überall erhältlich. 560


