Die Kretschmann-Briefe.
Bett gelegt haben. Das
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Teil der Insassen der
rrenhänser seien das Produkt des
Telephonischer Kursbericht
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4-o Oesterr. Goldrente . . 101.80 4\6% Oesterr. Silberrente 100.50
4% Ungar. Goldrente .
40/0 Italien. Rente . .
4V2 % Portugieser » . , 80/ , Portugiesen. . . .
1 % C. Türken . . .
Türkenlose
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Reiohsanleihe do.
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Hessen Oberhessen
Ten Geschworenen wird die Frage wegenTotfchlags und mrs Antrag des VetteDigers für den Fall der Verneinung dieser Frage die Frage wegen Körperverletzung mit tödlichem Erfolg vorgelegt.
Oberstaatsanwalt Thwbak», die Verteidigung Rechtsanwalt Mendelsohn. Anher dem Sachverständigen Medizinalrat Ta. Häber- koru waren in der Sache zehn Zeugen zu hören.
Der Angeklagte, welcher äußerlich den Eindruck eines ruhigen nud besonnenen Mannes macht, ist im allgemeinen geständig, die Bluttat am 6. Juni d. I. verübt zu Habern Der Angeklagte erklärt, daß der damals getötete Heinrich Koch ein guter Bekannter, ein Freund von ihm gewesen fei; sie beide hätten in dem Stein- Drnch bei Londorf gearbeitet und seien auch beide aus Rüddings- hansen. Fast täglich seien sie zusammen zur Arbeitsstelle imb abends wieder heimgegangen. Am Tage der Tat habe der Verlebte, der munterer Laune war, Geld zu einem Liter Branntwein aus-
prügelt Schließlich erschien die Polizei, die den Rechts- anroalt und seine ungetreue Gattin zur Wache brachte.
3°/p Mexikaner . . ^VoO/i Chinesen . . Electric. Schlickert , Nordd. Lloyd . .
Kreditaktien . . . Diskonio-Kommaqdit. Darmstädter Bank . Dresdener Bank . , Berliner Handelsges. Oesterr. Staatsbahn . Lombarden . . , Gotthardbahn . , , Laurahfltie . . . . Bochum . . . . . Harponer . . . .
Tendenz: fest.
SVgO/o 8O/0 3V,°/o 3o/o 3Ve% 37,%
vermisstes.
* Wien, 26. Sept. Bei einer Wagenfahrt, die am Sonntag abend der älteste Sohn des Erzherzogs Otto, Erzherzog Karl, unternahm, stürzten bie Pferde. Der Erzherzog sowie sein Begleiter fielen aus dem Wagen, wurden aber nicht verwundet.
. . 101.80
. . 89.70
. . 101.75
. . 89.75
. . 100.20
. . 98.70
ZlniVersttäts-Yachrichten.
— Der Privatdozent Lie. Dr. H. Weinel in Bonn hat, w« rvrr hören, den cm ihn ergangenen Ruf als außerordentlicher Professor der Theologie nach Jena angenommen. Weinel wurde 1874 zu Büdingen geboren und studierte 1892—96 in später in Berlin. In neuester Zett hat er sich durch seine Bortrage mt Rheinland und durch sein vielgenanntes Buch ^Jesus im 19. Jahrhundert (I. C. B. Mohr in Tübingen) bekannt gemacht.
. 100.00 . 104.10 . 62.60 . 61.85
.' 130.40 48.20
. 28.90 . 90.05 . 117.40 . 10610 . 211.10 . 192.00 . 141.75 . 155.30 . 160.60. . 139.75 . 18.40 . 189.20 . 251.00
. 209.00 . 215.00
6 . 13 ft ^orr Eberstadt, 6 ML
14. ^edrub^Bovv. Bellersheim, 5 Mk. '
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. . Neueste Melörmqen.
Orrglualdrahtmeldungen des Gießener Anzeiger.S . ^eiXlcn' 27, Unter der Bezeichnung Knrfttrsten- 0 am m-Theater soll ein elegantes Theater am Kurfürstendamm erbaut werden. Es soll ein intimes Haus im Roccoco- Sttl werden, tn dem man das feine Lustspiel pflegen will. Als Zetter des Unternehmens werden zwei frühere bekannte Direktoren genannt, die hinreichend über eigene Mittel ver- fügen, sodaß die Bildung eines Finanz-Konsortiums nicht nötig ist. <
München, 27. Sept. Das Landgericht verutteilte den Besitzer einer großen Molkerei und königlichen Hof-Lieferanten wegen fortgesetzter Milchpantscherei zu einem Jahre Gefängnis und drei Jahren Ehrverlust.
Paris, 27. Sept. Picard, der französische General- Kommissar bei der Ausstellung in St. Lous, verwies den Direktor der Musikkapelle der französischen Garde republicaine, der bei einem Ausstellungs-Bankett die deutsche Nationalhymne nicht spielen lassen wollte, auf das Ungehörige seines Benehmens, worauf die Hymne unter großem Beifall gespielt wurde. Man glaubt, daß dieser Zwischenfall damit erledigt ist.
Mailand, 27. Sept. Das Zentral-Komitee der italienischen Eisenbahnbeamten beschloß, alle Vorbereitungen für den Generalstreik zu treffen für den Fall, daß die Regierung die Forderungen der Eisenbahner verwerfen sollte.
Vom Kriege.
Petersburg, 27. Sept. Bezüglich der Behauptung in der Presse, die Mandschureiarmee bestehe vorzugsweise aus Reservetruppen, die im Gefecht fast ausschließlich japanischen Feldtruppen gegenüberstanden, weist' der „Rußky Invalid" daraufhin, daß bei Liaujang die japanische Armee 250 000 Mann gezahlt hatte, darunter nicht über 160 000 bis 170 000 Feldtruppen; die übrigen Truppen also 32 bis 35 Proz., hätten der Reserve angehört. In der russischen Mandschurei-Armee gehören gegen 30Prvz.der Truppen der Reserve an. In der Schlacht bei Liaujang nahmen davon unmtttelbar etwas weniger als' 24 Proz. teil. In Zukunft werde die Zahl dieser Truppen im Vergleiche zu den Truppen der Feldarmee allmählich ab- ziehmen.
Hierauf nahm Oberstaatsanwalt Theobbald das Wott jar B^ründ-ung der Anklage und führte einleitend hierzu etwa letzten Jahren sei man erfreulicherweise immer mehr davon überzeugt worden, daß der Alkohol ungeheueres Unglück in der Welt mrricbte. Ein großer ‘--- '
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des D ^ctige" /'Lb euren V' &
• Konstantinopel, 26. Sept. In Smyrna wurde der fünfte pestverdächtige Fall festgestellt; ein Fall hatte tödlichen Ausgang. , - - . - -,-r-— ,L—— v.,
• Eine neue Komposition hat der Kaiser jüngst M seine Lösung vorerst Aussicht vorhanden wäre.' anaereat. Wie die Köniasb ftzrH ötn M Kotin . , -6. Sept. Zum heutigen Markt war die
« 9 ; V* ? e bet Zufuhr von Schweinen sehr stark, doch wurden trotz lebhaften
dem Besuch des Kaisers tn Patth abends dte Strecke ge- Handels stur mäßige Preise erzielt. Der Auftrieb an Bullen, vlafen werden. Einer der Forstbeamten hatte aber kaum J^en und Rindern dagegen war, wohl infolge des ungünstigen einige Stöße ins Horn getan, als ihn auch schon der Kaiser .weniger stark, es wurden aber namhafte Abschlüsse ge-
mit den Worten- .Das ist ja „Hirsch tot"-- unterbrach- als -Kb L
ober etn Leib-ager mernte, daß es ein „Elch tot' ja gar Steul I., Bettenhausen, 8 3H; 2. Wilhelm Storck IV., Berstadt, rucht gebe, bemerkte der Monarch: „Dann muß für's A Wilhelm Bender, Schlosser, jungen, 6 Mk.; 4. Gott- nächste Jahr eins komponiert werden * wred Krämer Ww., Langsdorf, 5 Mk.; 5. Walter Müller, Betten-
♦ Russische Liebenswürdigst cpr, A r J ; 6‘ Wilhelm Kuhn, Hungen, 4 ML; 7. Kaspar
mplhet m"* \ orn Bftf Nreder-Beffingen, 4 Mk.; 8. Wilhelm Hofmann L, Lungen,
rnelöel man. Als vrer Oderkahne bet der russischen 4 Mk. — 2. Vogelsberger Kühe: 1. Joh. Hchi. Leidner, Festung Jcoroo Georgiewsk vorüberfuhren, famen ^illrngeit, 8. Mk.; 2. Wilhelm Strack L, Villingen, 6 Mk.; mehrere Soldaten aus der Festungswache heraus zu den 5 M.; 4^ Theotwr Frutig, Lungen,
Schiffen nahmen hen l u < ? o Mk., 5. Wilhelm Kammerer, Langsdorf, 4 Mk.—Srmmen -
ihn r ^o^vskt fest und brachten taler Rinder: 1. Heinrich Kraft, Hungen, 10 Mk.; 2. Wil-
üjn zur Festung. Laskowski erlangte die Frelhelt wieder, Helm Walter, Langsdorf, 9 Mk.; 3. Johannes Kuhl, Langsdorf, nachdem er fünf Rubel bezahlt hatte, ohne daß die 23er» I * 4- Jakob Karl Seibert, Hungen, 7 Mk.; 5. Ludwig Seip, nehmung durch einen Offizier erfolate Solche Eroreffunaen ? Mk.: 6. Konrad Mehl, Münzenberg, 6 Mk.;
find in lestter Qeit miphprbnG « -•< f 3 I Kneipp, Langsdorf, 6 Mk.; 8. Karl Jung, Vlllingen,
^ letzter Zcü wiederholt an Schiffern verübt worden. 5 M.; 9. Ludnng Rontholer, Langd, 5 Mk.: 10. WMclm Milipp , .Y. , !n ^He-Jdy ll. Dre ,Neue Bad. Landesztg/ Kohlheyer, Hungen, 5 Mk.; 11. Karl Nikel Ww., Hungen, 4 Mk.; oenchtet den folgenden Skandal aus Karlsruhe. Mit Hilfe Will?. Stork IV., Berstadt, 4 Mk.; 13. Karl Hofmann, Ra- eines Kölner Detektivs brachte ein Mannheimer Ne ckits- N'^G^sÄ'' 4 Mk.: 14. H». KMcr XX., Langsdorf, 3 W; anroalt in Mahr mn S «>7 “/ « 5 KE, Hungen, 3 Mk.: 16. Hch. Seibert VI., Lungen
anroalt tn Erjahrung, daß seine Ehefrau intime Bc° 3 M; 17. Otto Hofmann, RobcrtÄmusen, 3 Mk.; 18. Hch; ziehungen zu einem tn Karlsrrthe wohnenden Offizier Jockel VH., Hungen, L Mk.; 19. MIH. Steul, Bettenhausen, unterhielt. Ec begab sich dorthin und versuchte Eintritt in 2 Mk.; 20. siricdrich Seibert, Hungen, 2 Mk.: 21. Wich. Kulm, halbstündiges Lauten mcht geöffnet wurde, schlug er di e Mcckbach, 15 Mk.: 4. August Müller, Berstadt, 15 Mk.: 5. Heiu- Fensterschelben ein, was einen großen Menschenauflauf nch Treudt L, ©riebet, 12 Mk.: 6. Heinrich Schneider, Ulfa, zur Folge hatte. Der Offizier veranlaßte die Frau, das HauS 12Gemeinde Hungen, 10 Mk.; 7b. Gemeinde Nonnen -U verlassen Aus der Sttake mnrhp fip nnn ihrpm ^0 Mk.; 8. Heinrich LrKll, Berstadt, 10 Mk.; 9. Will),
gu ücriapcn. viuf ocr etröBe wurde ste von ihrem Ehemann Wölfersheim, 10 Mk.; 10. Wilhelm Horrak, Reichelsheim, empfangen und vor den Augen des Publikums durchge-18 Mk.; 11. Pachter Stegk, RmgelÄhaußnr, 8 Mk.; 12. Balchasar
Mailand, 27. Sept. Ein Korrespondent des „Cor- rtere della Sera" berichtet aus Rom^ der Minister des Innern begab sich nach Raceonigi, nm^ den König zu ersuchen, die Jnittative zur Vermittelung im russisch-japanischen Konflikt zu ergreifen.'
Mukden, 26. Sept. Die Japaner überschritten den Hunho 75 Wierst von Mukden. Die Erkundung Mischtschenbos gegen Tentar hat ergeben, daß dort Ser Feind nur schwache Kräfte hat. Es wird immer deutlicher, daß die Japaner ihre Hauptmacht nr^ch Osten z-u verschieben. Die bei den Russen befindlichen deutschen Militärattaches wurden wie folgt verteilt: Oberstleutnant Lauen st ein zum Stabe Kuropatkins, Major v. De ttau zum 10. KorM und Runckel zum 1. .Armeekorps. — Ein Arzt, der hier aus Haitscheng eingetroffen ist, meldet, daß die dorttge japanische Garnison Vorbereitungen treffe, in Hattscheng Winter- guarttere zu beziehen.
P ar i §, 27. Sept. „Echo de Paris'" berichtet, der Kar reise heute nach Kffchinew imb begebe sich von dort nach Libau, Nm baltische Flotte zu inspizieren/ die bald darauf nach dem Kriegsschauplaß 'abgehen werde. — Dem „Newyork Herald" gehen aus Tscbifu Berichte über die in den letzten Tagen bei Port Arthur stattgehabten Kämpfe zu. Danach sollen die Japaner drei "Hanptforts und sechs Nebenforts eingenommen haben. Die Japaner hätten 9000 Mann verloren, die Russen 1800 Mann und 5 5 Geschütze. Das Blatt gibt jedoch zu, daß die bisherigen Meldungen aus dieser Quelle wenig zuverlässig gewesen seien. Das Blatt berichtet weiter, Wmiral Wirren beabsichtige, Port Arthur mit den Ueber- resten seiner Flotte zu verlassen. — Ein zweiter 'ranzösischer Dampfer hat die japanische Blockcche durchbrochen und konnte d er Festung Munition und Lebensmittel zu führen.
Petersburg, 27. Sept. Aus Wladiwostok wird berichtet, daß sich unter den Chinesen die Nachricht verbreitet, ne j apanische Armee werde in Bälde vor Wladiwo- tok erscheinen. Da die meist gut unterrichteten Chinesen iu Masse ihre Geschäfte liquidieren und fortziehen, mißt: man dem Gerücht ernste Bedeutung bei. — Das russische Marineblatt Kotlin erklärt die Absicht der russischen Flotte, die Blockade vor Port Arthutr zu brechen, um Wladiwostok oder einen neutralen Hafen zu erreichen, für Unsinn. Ein Blockadebruch habe nur bann Sinn- wenn die Flotte nach, Westen zurückLhrt, um sich mtt der Ostseeflotte zu vereinigen.
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1 ein^ St W? Dreine ,\l besten '^erheben.
M ain-, 26. September.
T*et Geschäftsleiter Friedrich Döller von der „Mainzer ^at M beute vor der ersten Sttafkammer wegen 4>eroffentlnhirng' der Kretschmann-Briefe bezw. wegen Belei- braung des Oberstleutnants <u D Balser in Darmstadt und des M-cymS a. D. Mickel, beide 1870 Angehörige der hessischen Tivffwn, zu verantwotten. Der Angeklagte erklärte, daß ihm eme Veleidigmrg der beiden Herren, die er garnicht kenne, vollständig fern gelegen habe. Tie „Volks'ztg." habe, wie andere ^die Briefe des Generals Kretschinann veröffentlicht. Mtt Rüchrcht auf die Autorität desl Generals hätten sie die Briefe för wahr gehalten. Da sich aber die Unrichtigkeit der Bnefe nrbezug auf die zweite Kompagnie W hessischen Jägerbataillons herausgestellt, und die Hessen sich in Sens durchaus wrrekt verhalten haben, hätte die Zeitung sofort eine berichtigende , abgegeben. Als erster Zeuge wurde Oberstleutnant a. D. Balser bernommen, der über den Aufenthalt der zweiten Kompagnie d^heffischen Gardesägerbataillons beim Durchmarsch und bei der Mckkunst in Sens eingehend Auskunft gab. Danach hätten sich die Heffen in Sens nur korrekt benommen.
gegeben; beide hätten davon gemeinsam soviel getrunken, daß noch ein Rest davon übrig blieb; diesen Rest habe er, der Angeklagte, nach Feierabend mit auf den Heimweg genommen. Unterwegs sei er mit Heinrich Koch zusammen gekommen, man habe W an einer Waldecke gekagett und ganz friedlich auch den Rest des Branntweins getnntfen. Als er nun habe aufbrechen wollen, habe der Verlebte den Vorschlag gemacht, Kirschen zu pflücken, und man sei zu dem Zweck von der Sttaße Londorf-Rüddingshausen m einen Feldweg, der nach Wermelshausen geht, abgebogen, wo Kivschbäume stehen. Hier habe plötzlich 'Heinrich Koeb Schnaps verlangt, und als er erfuhr, daß dieser alle sei, habe er ihm Vorwürfe gemacht, daß er, der Angeklagte, von dem Liter Branntwein den meisten getrunken habe, dabei sott nach der Dar-. -------
stellung des Angellagten der Getötete auf ilm zugetteten sein, D. Mrckel teilte mit, daß die zweite Kompagnie des
als wenn er ihn angreifen wolle. Ter Erstere will dann mit Ml innen Jägerbataillons am 12. November 1870 in Sens ttn seinem schweren Stock einige Sckstage nach dem Kopf des Gegners Mattier gelegen habe.. Es seien keinerlei Ausschreitungen vor- Ä haben, da habe es ihm geschienen, als ob dieser nach der lammen, tnt Gegenteil, der Bürgermeister habe ihm gegenüber zu nach dem Messer greife, er hat ihn gepackt, ist auf ^ure Anerkennung über das Verhalten der Heffen ausgesprochen.
ihn gefallen/ was dann weiter geschehen sei, könne er nicht sagen. B^nehmung zwei weiterer Zeugen wurde die Beweisauf- Er war, so fagt der Angellagte, durch dre Redensatten seines I eueingt erklärt. Der Staatsanwalt hall die Ver-
Freundes vorher zum Zorn gereizt worden und habe zum Messer öffenllrchmrg der Kretschmannbttefe für sehr bedauerlich. Bei gegriffen. Wo er damit hingetroffen habe, weiß er angeblich nicht. Beroffentlnhung habe es ffch um eine Tendenzschttft gehandell.
Tie Absicht, jenen zu töten, habe er nicht gehabt. Nach der Tat Krieg sollte als Greuel dargeftellt werden. Die Gelegenhett will der Angeklagte eilig nach Hanse gegangen sein und sich ins Msk bmutzt werden, der deutschen Armee eins anzuhängen. Tie ~ " "ein Gegner draußen als Leiche im Felde! Kretschmanns, über das Verhalten der Heffen in Sens , . _ orgen äch gefunden wurde, daran hat er! ^Hkn etne Leichtfettigkeit über alle Maßen dar. Dieser Vorwur'
nicht gedacht. lönrre dem General nicht erfrort werden. Die Briefe des Gene-
Tie Beweisaufnahme gestattete sich überaus einfach. I seien aber auch nur für heffen Familie bestimmt gewesen.
Die blutige schwere Tat wurde ohne Zeugen im Dunkel des Es _^effe Frau Lilly. Braun wegen deren Veröffentlichung der Abends gegen 9 llhr auSgefühtt. Ter Getötete wird von den I ^Sßte Vorwurf. Kein Wott dfron sei 'wahr, was über die Zeugen als an gewohnheitsmäßiger Schnar^trinker gescAldert. Hessen rn den Briesen gesagt sei. Er beantrage gegen den An- Ter Angeklagte wird als ein Mestsch geschildett, der, solange er geklagten 300 Mark Geldsttafe und Utteilspublikation. Ter Ver- verheiratet ist, ffch 'ordenllich auffühtte und nüchtern lebte und lunger erinnette an die Veröffentlichung von Erinnerungen^ in diesem Zustande sich auch friedlich auffühtte und Händeln 1^^^^änner wie Bismarck, v. Stosch, und an die aus dem Wege ging; allerdings wurde auch hinzugefügt, daß hlstvrffche Tepefthe von Ems. Unbefangene Leser der Briefe ur- der Angeklagte, angetrunken, sehr reizbar fei und sehr leicht ht Renten anders über die Briefe Kretschmanns als der Staatsanwalt. Zorn gerate. Medizinalrat Tr. Haberkorn erklärte, daß nach TerVetteidiger bestritt im übrigen die Aktivlegitimation der Andern Befund der Leiche des Heinrich Koch z-weifelloS ein Kamps, trwKeller und beantragte Freisprechung. Tas Gericht erkannte ein kurzes Ringen der beiden Gegner stattgefunden haben muß, I daß der Strafantrag von den dazu befugten Personen ge* ehe die Eichen Mefferstiche erfolgt seien Das Opfer der Tat Mt sei. Der Angeklagte wurde zu 100 Mark Geld- deS Angellagten habe zweifellos unten gelegen und sei am Halse straf e v erurteilt. Außerdem wurde die Utteil^mblikation gepackt worden, ehe ihm die schweren Wunden beigebracht worden m„ ,,Mainz er VoVztg.", der „Darmstadter Zeitung und im
feien, welche nach kurzer Zett durch Verblutung den Tod herbei- "Hess. Kameraden" verfügt. sF. Z.) geführt haben. " r
“ Arbeiterbewegung.
Rom, 26. Sept. Man hat iestgestellt, daß der A u S ft a n d in Italien den Arbeitern mehr als 250000 Lire g e - kostet hat. In Mailand allein betrug der durch den Äus- stand venrrsachte Schaden über 50 Millionen Lire, in Turin und Genua je 15 Millionen. Die Blätter setzen ihren Feldzug gegen die Orgamsatoren des Ausstandes tn energischster Sprache fort. a
en der Verbrechen, denn mehr als 50 Prozent 5 * l r Verbrechen sind direkt ober indirekt der Wirkung deS Alkohols zuzureckmen.
Ter vorliegende Fall -eigt, wohin der Mensch kommt, der w , unmäßig ftch deS Branntweingen uff es hingibt. Der Vertreter der Anklaye konmtt -u dem Schluß, daß der Angellagte nach ferner Meinung einen Todschlag begangen habe, daß aber, wenn dre Geschworenen anderer Anffcht seien, die auf Antrag der Ver- roegen Körperverletzung mit töi»! Gießener landwirtkckakrliiüer Wetterdien«.
teidlger, Re^ts-Nwalt imSlIfx^iT^bemeTtt,"er^be vvMommm 88 ..3®it,eru”fl in .Men sür Mittwoch, den
einig mit dem Herrn ObersiaatS^roalt in dem was ”!.e(erortS Morgennebel, bei
den MiVrauch des Genusses öm Mkohol vmgebracht habe^ Ä ^^b°r ettvas warmer.
aber es gehe njcht an, die Tat des Angeklagten <^ersM ^"beres durch die Gießener Wetterkarte.
teilen, als ine3 das GAetz will. Der Petteidiger tritt dafür ein, I . T --------———------——-----
baß dre Tat feines Menten sich guallf^iett als eine Körper- NüllöLl UllU ÜflElhfht
Verletzung mtt tödlichem Erfolg und daß dem Täter mildernde ^VUIZXWU1JUJU}1«
Urnstän^ uicht zu versagen feien. Neue Russische Anleihe. Einem ersten enqlischen
^otzssor Dr Elbs verkündtt nach kurzer Beratung den Matte wird von wirklich maßgebender Sette mttaeteilt
Eäs?1" •"WM- ““ w- «■ S£ ä &"Sm
Tem Antrag des Anklägers gemäß erkannte der Gerichtshof ^TaTX,^ no5^. unberührt sei.
aus eine Gefängnisstrafe von 3 Jahren und 9 Mo- -our tzro ernra-An g e legen heit. Die Hibernia- nateu, wovon ein Monat der erlittenen Untersuchungshaft in Verwaltung hat es bekcrnrttlich abgelehnt, die wichtigen AbreaMung konrntt. Anttäge der Dresdener Bank auf die Tagesordnung der
Generalversan77nlung vom 22. Oktober zu setzen. Die Dresdener Bank hat nun das Amtsgericht zu Herne aufgefordett, sie zur Vervollständigung der Tagesordnung der Versamm- > lung zu ermächtigen. — Es ist noch zu bemerken, daß die Dresdener Bank 26 751000 Mk. Hibernia-Aktien besitzt, von denen 23 751000 Mk. bei der Egfc Seehandlung hinterlegt Und. Die nächste Entscheidung in dem Kampfe wird also ^rs jAmtsgericht zu Herne zu treffen haben, gegen dessen Beschluß wieder Beschwerde erhoben werden kann. Das „B. T." meint mit Recht: Der'Knoten in dem unerguick- luchen Hibernia-Schauspiele schürzt sich 'immer mehr, ohne
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Bekanntmachung.
Samstag den 1. Oktober 1904, nachmittags 3 Uhr, solle« in dem Schnlhause am -lsterweg (©emerbefchule) zwei Unter- richtSknrse für erziehliche Handarbeit mit je dreistündiger wöchentlicher Unterrichtszeit eingerichtet werden. In dem einem derselben werden die Schüler' mit Papparbeiten und in dem anderen mit Kerbschnittarbeiten und Modellieren in Ton beschäftigt. Zl,r Beteiligtmg an dem Unterricht können ältere Schüler der Volksschule sowohl, als auch Schüler der höheren Lehranstalten zugelassen werden.
Für Werkzeuge und Materialien, welche t'en Schülern wahrend der Unterrichtszeit gestellt,verden, sind von jedem derselben 2 Mark Alt entrichten; die Schüler der höheren Lehranstalten haben außerdem noch ein Schulgeld von 4 Mark zu bezahlen.
Anmcldnngcn tt dem Unterricht werden zur augegcbcueu Zeit in genanntem Schulbanfe entgegengcuommeu.
Gießen, den 24. September 1904. Bn/W
Mecum, Oberbürgermeister. Hatz», Rektor.


