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Erscheint tögltd) mtt Ausnahme deS Sonntags.
Die „Lietzener Kamilienblötter" werden dem »Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der »hessische Landwirt erscheint monatlich einmal.
^Weites Blatt. 154. Jahrgang
Gietzener Anzeiger
Freitag 27. Mai 1904
Rotationsdruck und Verlag der Brühl'scheu UntversttätZdruckeret. R. Lange, Gießen.
Redaktion, Expedition ».Druckerei: Schulstr.V.
Tel. Nr. 61. Telegr.-Adr. i Anzeiger Gieße«.
General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Giehen.
Are Heutige Yummer umfaßt 10 Seiten
werden mit Geldstrafe
bis zu
Dr. B r e i d e r t.
der des
1904.
Kreis amt Gießen.
Polizei-Verordnung,
die Verhütung von Waldbränden betreffend.
Zuwiderhandlungen 90 Mark bestraft.
Gießen, den 26. Mai Großherzogliches
Amtliche Nachrichten über Viehseuchen.
Die Rotlauffeuche in Bracht ist erloschen, die Sperre daher aufgehoben.
Dauer von vier Wochen das folgende:
Das Rauchen von Zigarren und Zigaretten, sowie aus ungedeckelten Tabakspfeifen ist außerhalb der chaussierten Ortsvcrbindungswege in Waldungen, deren Umgebung und auf Heiden untersagt.
Keer und Ilotte.
- Aus dem Militär-Wochenblatt. Verseht: Becker, Hauptmann und Adjutant der 29. Feldart.-Brig., als Batteriechef in das 2. Großh. Heff. Feldart.-Rgt.; zum Oberlt. befördert: Lt. Winther im 4. Großh. Hess. Jnf.- Rgt. (Prinz Karl) Nr. 118. — Aus dem Heere scheiden am 4. Juni aus und werden mit dem 6. Juni in der Schutztruppe für Südwestafrika angestellt: Gr. v. Hardenberg (Rudolf), Lt. im 1. Großh. Heff. Drag.-Rgt. (Garde-Drag.- Ngt.) Nr. 23, — im 2. Bat. 2. Feld-RgtS., Frhr. von und zu Egloffstein, Lt. im 1. Großh. Heff. Feldart.. Rgt. Nr. 25, — in der 2. Feld-Battr."
Hauptversammlung der deutschen Kolonial-Kcsellschast.
(Nachdruck verboten.«
S. u. H. S t e t t i n, 26. Mai.
Unter dem Vorsitz des Herzogs Johann Mbrecht zu Mecklenburg trat heute hier die Deutsche Kolomalgesell- chaft zu ihrer Hauptversammlung zusammen. Von bekannten Persönlichkeiten sind u. a. erschienen: Professor Dr. Hans Meyer-Leipzig, Konsistorialpräsident Dr. Stockmann-Münster i. W, Schlagintweit-Munchen, Hofrat Prof, v. Oechelhäuser-Karlsruhe, Ädmiralitätsrat Prof. Dr. Köb- ner-Berlin.
Herzog Johann gedachte zunächst des 80. Geburtstages des Abg. Dr. Hammacher und feierte diesen als einen der Mitbegründer des Deutschen Kolonialvereins und zugleich dessen früheren Vizepräsidenten. Im weiteren gedachte der Redner des Hinscheidens des geschäftsführenden Vizepräidenten der Gesellschaft, Exzellenz v. Pommer-Esche. Hieraus verbreitete sich Herzog Johann Albrecht über die gegenwärtige Lage der Deutschen Kolonialgesellschaft. Man werde heute zum ersten Male zu entscheiden haben über die Verwendung der Mittel, die im Etat der Gesellschaft für die Förderung der Wohlfahrt der Schutzgebiete zur Verfügung ständen. Tie folgenschweren Vorgänge in D eu ti chst Südwestasrika und die anscheinend in absehbarer Zeit bevorstehende Inangriffnahme des Baues der Mrogoro- und der Togohinterlandeisenbahn stellen auch der Deutschen Kolonialgesellschast eine Reihe neuer, ernster Aufgaben. Er trat sodann ein für eine nachhaltige Werbearbeit.
Es wurde in die Tagesordnung eingetreten. An erster Stelle wurde der Jahresbericht der Gesellschaft entgegengenommen. Bezüglich der Uebersiedelung deutscher Frauen und Mädchen nach Deutsch-Süd west- a f r i k a teilt der Bericht mit, daß bis Ende Llpril 1904 30 Personen die Uebersiedelung nach Deutsch-Südwestafrika durch Gewährung freier Ueberfahrt ermöglicht werden konnte, drei Personen mehr als vom 1. 9Jiai 1902 bis 30. April 1903. Wenn man bedenke, daß während der letzten Monate infolge des Hereroaufstandes die Uebersiedelung mit Unterstützung der Gesellschaft ruhen mußte, so gehe hieraus hervor, daß die Tätigkeit der Gesellschaft in dieser Beziehung einen weiteren Umfang annehme. Aus Anlaß mancher unliebsamer Vorkommnisse hat die Gesellschaft an den Reichskanzler das Ersuchen gerichtet, eingehende Bestimmungen über die Befugnisse eingeborener Polt- z ist en in den deutschen Schutzgebieten den weißen Ansiedlern gegenüber zu erlassen. Der Mitgliederbestand der Gesellschaft ist um 449 gestiegen, sodaß die Zahl der Mitglieder heute 31400 beträgt. Die Zahl der Abteilungen stieg um 6 auf 345. Reue Abteilungen bildeten sich u. a. in Pangani, Togo, Windhuk. Im Auslande bestanden am Ende des Jahres 1903 9 Abteilungen.
Die Zentral-Auskunftsstelle für Auswanderer hatte 2941 Auskünfte zu erteilen. Weit mehr als die Hälfte sämtlicher Anfragen bezog sich auf die deutschen Schutzgebiete. Am meisten gefragt war Deutsch-Südwest- asrika, indem sich 574 Auswanderungslustige nach den Verhältnissen in dieser Kolonie erkundigten. Deutsch-Ost- asrika schließt sich mit 293 Anfragen an. Auffälligerweise haben sich die Anfragen über das deutsch-südwestafrikanische Schutzgebiet gerade fett Ausbruch des Herero-Aufstandes bedeutend vermehrt. Den meisten dieser Anfragenden mußte jedoch von einer Uebersiedelung nach der genannten Kolonie dringend abgeraten werden, da denselben in zahlreichen Fällen nicht einmal das nötige Reisegeld, viel weniger das zur Ansiedlung für dort erforderliche Kapital zur Verfügung stand. Was das außerdeutsche Ausland anbetrifft, so zeigte Südbrasilien mit 215 Anfragen die größte Anziehungskraft; es folgen dann die Vereinigten Staaten von Amerika mit 193, Brasilien im allgemeinen mit 102 und Britisch-Südafrika mit 95 Anfragen.
Die Einnahmen der Gesellschaft betrugen in 1903 223 758 Mk., die Ausgaben 205 827 Mk. Das Gesamtvermögen der Gesellschaft beläuft sich auf 2 287 949 Mk. In den Etat für 1904 wurden 266 250 Mk. in Einnahme und Ausgabe eingestellt.
Hierauf beschäftigte sich die Hauptversammlung mü den zahlreich eingelaufenen Anträgen. Die Anträge be- 1 trafen u. a. ein Eintreten der Gesellschaft für die Flottenfrage, den Eisenbahnbau in Deutschk-Ostafrika und Togo, die Errichtung von Regierungsschulen in den Schutzgebieten, die Begründung von Guttapercha- und Kautschuk-Piantagen ’ in Neu-Guinea und die wirtschaftliche Erkundung der Interessengebiete einer Eisenbahn im nordwestlichen Kamerun. Tie Debatten über alle diese Anträge zogen sich bis in die späten Nachmittags stund en hin.
Mit Rücksicht auf die zur Zeit bestehende Gefahr Entstehung von Waldbränden bestimmen wir auf Grund Art. 79 der Kreis- und Provinzialordnung zunächst auf die
Januar bis 4. Februar 1904, namentlich aber der Entsatz von Omaruru, werden in der Geschichte der sübwestafrika- nischen Schutztruppe stets ein ruhmreiches Blatt bilden. Gezeitigt konnten die Erfolge aber nur werden durck die energische, ums ichtige Führung und den todesmutigen, über alles Lob erhabenen Schneid, mit dem Offizier wie Mann den in seiner Zähigkeit nicht zu ulsterschätzenden Herero zurückschlugen."
Der Entsatz von Okahandja und Omaruru.
Tas „Militärwochenblatt" bringt eine sehr anschauliche und packende Schilderung des Entsatzes von Okahandja und Omaruru durch die Kompagnie Franke gleich nach dem Ausbruch des Aufstandes. Das entschlossene Vorgehen Frankes rettete bekanntlich den Besatzungen der beiden von den Hereros schwer bedrohten Stationen das Leben. Wir geben einige Stellen aus dem Bericht, die das Verhalten der Truppen charakterisieren. Unter anderem wird ' erzählt:
„Die in Friedenszeiten in Omaruru stationierte zweite Feldkompagnie (Franke) der Schutztruppe war in der Stärke von 137 Köpfen, 1 Feld- und 1 Gebirgsgeschütz zur Niederwerfung des Aufstandes der Bondelzwarts nach dem Süden gerufen worden. In Gibeon erhielt sie den Auftrag zur Umkehr, um die inzwischen von Herero-Banden eingeschlosse- uen Standorte Mndhuk, Okahandja und Omaruru zu ent- etzen. In viereinhalb Tagen durcheilte sie die über 300 Kilometer betragende Entfernung Gibeon-Mndhuk. Vor Windhuk sand sie am 20. Januar keinen Feind mehr."
Nun ging's nach einem kurzen erfolgreichen Gefecht gegen einen Herero-Trupp aus Okahandja los. Die die Feste belagernden Hereros empfingen die anrückende Kompagnie mit lebhaftem Feuer. Bekannt ist, wie Hauptmann Franke, der Kompagnie weit vorauseilend, durch die Reihen der Hereros in die Feste sprengte. Von Okahandja aus zog Hauptmann Franke auf Omaruru. Unterwegs kam es zu dem bekannten Gefecht am Kaiser Wilhelms-Berg, das mit einem siegreichen Sturm der deutschen Truppen auf die vorzüglich gedeckte Höhenstellung der Schwarzen endete. Der Bericht sagt über diesen Sturm:
„Die Geschütze protzten an der Straße ab, die nach rechts entwickelten Schützen schoben sich, von oben beschossen, unter namenloser Anstrengung in dem zerklüfteten Gelände, teilweise am Bauch unter ben Dornbüschen durchkriechend, gegen die Okahandja-Rivier vor. Nachdem das mit großer Vorsicht auf den rechten Flügel der Schützen gebrachte Gebirgsgeschütz durch etwa 20 Schuß auf 300 bis 600 Meter den Feind zur Flucht aus seinen Schanzen veranlaßt hatte, wurde unter teilweisem Einsinken bis zurHüfte indemTriebsandein Sprüngen das jenseitige Rivierufer erllommen und nach kurzer Ruhepause der Gipfel des Berges erstürmt. Zahlreiche Verwundete und Tote lagen in den natürlichen Felsenschanzen; Felle, Decken und Hausgeräte bewiesen, daß das Hauptlager der Okahandja-Hereros genommen war. Der rechte Flügel wurde um die Kuppe herumgeführt, sodaß auch der letzte Schlupfwinkel nicht entgehen konnte. Schon rückwärts gewenoet, erhielt die Kompagnie nochmals von oben heftiges Feuer, wobei zwei Mann verwundet wurden. Nachdem auch dieser letzte hartnäckige Gegner überwältigt war, wurde Befehl zum Sammeln gegeben."
„Der Sturm auf die aus steilen Höhen gelegene mächtige Stellung hatte sechs Stunden gedauert. Er hatte, mit einem Verluste von drei Verwundeten von Offizieren und Mannschaften in vorzüglicher Haltung ausgeführt, die Kräfte der Sieger so völlig erschöpft, daß an einen Weitermarsch nicht zu denken war. Nach den Anstrengungen der vorangehenden Tage mußte auch am 29. Januar Ruhe gehalten werden."
Nach siebentägigem Marsch über Otjosasu-Käribib tra die Kompagnie vor der bisher von der 2. Ersatzkompagnie unter Stabsarzt Kuhn gehaltenen Station Omaruru ein. Auch dort wurde die Kompagnie von lebhaftem Feuer der in ’ vorzüglicher Stellung verschanzten zehnfachen Ueber- macht der Hereros empfangen. Die Hereros schossen vielfach mit ^wehren 88, aber, das Visier unrichtig handhabend und die große Klappe aufrichtend, meist zu hoch. Ueber den nach längerem Feuergefecht unternommenen Sturm auf die von den Hereros besetzte, der neuen Militärstation benachbarte alle Station heißt es in dem Bericht:
„Der Sturm auf die Station wurde angeordnet. Nicht sogleich wurde der Ms des Kompagnieführers befolgt. Die feindlichen Geschosse hatten die Reihen gelichtet; dabei lag nur die Hälfte der Kompagnie in der Schützenlinie; die übrigen waren von der Artillerie, der Wägenbedeckung, als Pferdehalter und als Sanitätspersonal ■ beschäftigt. Die Sonne brannte heiß vom wolkenlosen Himmel, die Leute hatten so gut wie gar keine Nahr- - un g zu sich genommen und waren durch die Eindrücke des : achtstündigen Gefechts mächtig erschüttert. Als aber ihr schneidiger Führer sich vor sie setzte und gegen , die Station galoppierte, da folgten unter Zusammenraff- : ung der letzten Kräfte die Schützen begeistert und warfen . den Feind aus der alten Station."
„Die erste Ausgabe des Feldzuges, die festen l Plätze von den Hereros zu befreien, war somit", so schließt ! der Bericht, „glänzend gelöst. Die Tage vom 20.
verhängnisvoll werden können. Der auf dem Hofe des Munitionsdepots Posten stehende Lehrer Rawe hörte gegen i/212 Uhr nachts ein Geräusch, als ob nach den dort weidenden Pferden geworfen werde, und zwar in der Richtung des etwa 150 Meter entfernt geleaenen Pulverschuppens. Herr Rawe folgte dem Geräusch, das bald verstummte. 3hin- mehr ließ aber ein neues Geräusch sich hören, als wenn ein Stein beim Pulverschuppen rutschte. Vorsichtig ging R. auf die Umwallung des Schuppens los, konnte aber nichts Verdächtiges bemerken. Das Gewehr über die Schulter hängend, wollte er zurückgehen, als ihm der Gedanke kam, noch einmal innerhalb der Erdumwallung den Schuppen zu umschreiten. In dem Durchstich der Umwallung iefindlich erhielt er plötzlich von oben rechts einen Hieb mit einem Kirri, in dessen Knopf ein Stemmeisen stak. Das Eisen ging durch die Hutkrempe, streifte die Backe und ritzte den Tragriemen des Patronengurtes bis zur Schnalle. Gleich daraus krachte ein Schuß und eine Kugel traf die linke Brustpatronentasche. Sie schlug auf die Patronen, verbeulte die Rahmen und Patronenhülsen und blieb aus den Stahlmantelgeschossen haften. Mit Revolverschüssen trieb Herr Rawe die Angreifer, deren drei festgeftellt wurden, in die Flucht, leider ohne einen zu treffen. Den Kirri bewahrte er sich als Andenken auf.
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UMische Tagesschau.
Das Erbbaurecht.
Unter den vielen Punkten, aus denen sich die soziale ’ Frage zusammensetzt, steht die Wohnungsfrage mit ‘ an erster Stelle; durch das Erbbaurecht soll eine Norm geschaffen werden, wodurch eine gesonderte Behandlung des 1 von der Natur geschaffenen Grund und Bodens und der von Menschenhand errichteten Bauwerke ermöglicht wird, indem die Gemeinde, der Staat, eine sonstige Korporation oder ein Vrivateigentümer ein Grundstück gegen mäßigen Zins (Erbbauzins) auf eine längere Reihe von Jahren zur Verfügung stellt und gleichzeitig das Recht verleiht, auf oder unter der Oberfläche ein Bauwerk zu errichten. Mrd der Erbbau- vertrag nach Ablauf der verabredeten Zeit nicht erneuert, so geht das Bauwerk unter den im Erbbauvertrag festgesetzten Bedingungen in den Besitz des Grundeigentümers über. Mit der Einführung des Erbbaurechts ist es also einerseits auch dem Kapitallosen ermöglicht, ein eigenes Haus zu besitzen, anderseits sind die im Erbbaurecht vergebenen Grundstücke der spekulativen Ausbeutung eines unverdienten Wertzuwachses entzogen, natürlich in der Voraussetzung, daß sie der Steuer nach dem gemeinen Wert unterworfen sind. Die große Bedeutung des Erbbaurechts für die Wohnungsfrage haben die Schöpfer des Bürgerlichen Gesetzbuchs klar erkannt und daher im 3. Buche 4. Abschnitt §§ 1012—1017 eine gesetzliche Norm für seine Handhabung geschaffen; insbesondere wurde durch den § 1012 das früher vielfach unüberwindliche Hindernis beseitigt, daß die auf Pachtland errichteten Gebäude schwer oder gar nicht beliehen werden konnten. — Zunächst tritt, wie die „K. Z." hervorhebt, die praktische Bedeutung des Erbbaurechts natürlich dort zutage, wo Gemeinden über Grundbesitz verfügen, wie es z. B. in Opladen feit dem Erwerb des ausgedehnten früher Ulenbergschen Besitzes durch die Stadt der Fall ist, und diesen der Bebauung erschließen, jedoch verhindern wollen, daß er der Spekulation anheimfällt, wenn durch zufällige Momente, an denen der einzelne jedenfalls kein Verdienst hat, eine Wertsteiger- ung eingetreten ist. So ist es vor kurzem in Düssel- dorf vorgekommen, daß die Stadt städtisches Baugelände einem Bauverein zu außergewöhnlich billigem Preise verkauft, und der Verein diese Bergünsttgung dahin ausgenutzt hat, drei Parzellen mit einem Spekulationsgewinn von rund 20000 Mk. weiter zu verkaufen; in allerjüngster Zeit gingen in Kiel bei ähnlicher Gelegenheit von 122 Grundstücken 46 in zweite Hand über, wovon 28 noch nicht bebaut waren, aber trotzdem mit erheblichem Gewinn verkauft wurden.
Aer Aufstand in Deuisch-SüdwestafriLa.
Berlin, 26. Mai. Gouverneur Leutwein meldet aus Windhuk: Die Hauptabteilung ist Anfang Juni marschbereit. Die Nordabteilung (Zülow) hat am 23. Mar von Outjo den Weitermarsch angetretew Die Kolonne von Estorfs steht bei Okamatangara. Die Hauptmasse des Feindes ist anscheinend bei Waterberg.
Berlin, 26. Mai. Nach Südwestasrrka rücken am 7 Juni wieder neue Truppen aus, 31 Offiziere, 52 Unteroffiziere und 670 Mann. Von den Offizieren sind 22 Preußen 4 Bayern, 3 Sachsen und 2 Württemberger. Die Mannschaften berühren diesmal Berlin nicht, sondern kommen am 5. Juni auf dem Truppenübungsplatz Döberi zusammen Von da marschieren die Truppen am 7. Ium nach denr Bahnhofe in Spandau, um von dort nach Hamburg zu fahren, wo am 8. Juni die Einschiffung erfolgt.
Seinen im Kampf gegen die Herero erlittenen Verwundungen erlag der 34jährige Oberleutnant Paul Griesbach der Sohn des bcsherrgen Berliner Oberpostdirektors Griesbach, Dem Offizier hatte eine feindliche Kuael einen Lendenwirbel verstümmelt. Der Verwundete wurde nach Hamburg transportiert, wo er zunächst im Gamisoulazarett Aufnahme fand. Später wurde er nach dem Eppeildorser Krankenhause geschafft, wo er letzt ferner schweren Verletzung erlegen rst. „
3m Lazarett zu Mndhuk rst letzt der M a t r 0, e 12 ch r 0 - d e r vom Kreuzer Habicht g e st 0 r b e n. Er hatte sich zuletzt im Kampfe bei Owikokorero ausgezeichnet.
Ein Ueb er fall auf ernen Wrndhu ker Posten, der sich, Mitte April ereignet hat, beweist, wie unsicher immer noch die Verhältnisie mitten im Schutzgebiet sind.
Die D-Südwestafr. Z." berichtet darüber: Am 17. April wurde zu Mndhuk ein nächtlicher Angriff auf einen Posten vollführt, der für den Angegriffenen leicht hatte


