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ttnb er seine Gemahlin nicht glücklich machen werde. Vorgestern früh verließ er das Haus in gewöhnlicher Kleidung und kehrte nicht mehr wieder. Der Mittag verging, die zur Trauung festgesetzte Stunde kam. Man hoffte, daß der Bräutigam doch zurückkehren werde. Die Braut machte HochzeitStoillette, Trauzeugen und Verwandte versammelten sich, aber von Prof. Meißner war keine Spur.
'Lemberg, 26. Mai. In der Beffarabischen Grenzstadt Chocin fanden arge Exzesse gegen Juden statt. 3000 Arbeiter überfielen und mißhandelten sie und zerstörten die Läden. Gendarmerie stellte die Ordnung wieder her.
• Bukarest, 26. Mai. Der Dolmetscher der hiesigen serbischen Gesandtschaft, Kanovic, vergiftete sich wegen angeblicher Ungerechtigkeiten seiner Vorgesetzten.
' Attentat auf einen Erzbischof. Die „Frkf. Ztg." meldet aus Freiburg i. B. vom 26. Mai. Während der heutigen Ordinariatssitzung erschien der 42 Jahre alte Priester Dr. Emil Rieger aus Pforzheim, zuletzt als Studierender der Philologie im Collegium sapientiae, im Sitzungssaal und gab nach einigen, in höchster Erregung ausgestoßenen Erklärungen („Ich will wissen, was über mich beschlossen iftl* „Ich komme als Feind!") einen Revolverschuß gegen den Erzbischof Dr. Rörber ab. Durch herbeigerufene Schutzleute wurde er nach Abnahme des scharfgeladenen Revolvers in Gewahrsam gebracht. Glücklicherweise traf die Kugel weder den Erzbischof noch eins der anwesenden Kollegialmitglieder. Dr. Rieger hat vor Jahren als Benefiziat in Philippsburg seinen Posten und die Erzdiözese anläßlich einer kirchlichen DiSziplinaruntersuchung eigenmächtig verlassen und seine Wiederverwendung im Kirchendienst unmöglich gemacht. Dagegen war ihm durch das Wohlwollen des Erzbischofs die Möglichkeit gewährt worden, die philologischen Studien zu absolvieren, so daß er kürzlich promovieren konnte und das philologische Staatsexamen bestand. Er scheint an periodischen Anfällen von PerfolgungSw ahn zu leiden, die sich auch schon in grundlosen Schmähbriefen an andere Geistliche zu erkennen gaben. Vermutlich wurde er in letzterer Zeit dadurch gereizt, daß ihm wegen der Vorkommnisse in der Vergangenheit die Berechtigung zur Erteilung des Religionsunterrichte? an Mittelschulen nicht erteilt worden war.
Kunst und Wissenschaft.
Stuttgart, 26. Mai. Die Jahresversammlung der deutschen Landesgruppe der internationalen kriminalistischen Vereinigung wurde heute unter dem Vorsitz des Professors Dr. v. Meyer-München eröffnet. Die württembergischen Ministerien der Justiz, des Innern und das Kriegsministerium waren durch die Ministerialräte v. Cronnrüller, v. Schwab, Dr. Köhler und Herrlinger, das Reichsmarineamt durch den Geheimen Admiralitätsrat Feh- lisch, das badische Ministerium des Kultus, der Justiz und des Unterrichts durch Ministerialrat Reichardt, die Stadt Stuttgart durch den Schultheißenarntssekretär Dr. Maltes, die juristische Fakultät Tübingen durch Professor Dr. Heck vertreten. Das Reichsjustizamt hatte sein Fernbleiben entschuldigt, ebenso das hessische Justizministerium. Nach den üblichen Begrüßungsansprachen hielten Professor Dr. Frank- Tübingen und Privatdozerrt Dr. Goldschmidt-Berlin Referate über das Berwaltungsstrafrecht. Die .Versammlung ist von etwa 60 bis 80 auswärtigen Teilnehmern besucht.
Arbeiterbewegung.
Berlin, 26. Mai. Eine Versammlung von 3000 Bäcker- g e s eilen beschloß, den AuSstand in Berlin und den Vororten für beendet ru erklären.
Genua, 26. Mai. Gegenüber der auswärts verbreiteten M elbnng über schwere Ausschreitungen von K o r n t r ä- g e r n im biesigen Hasen wird berichtet, daß" der griechische Darn- vier „Maria" mit einer Ladung Korn an den Silospeichern anlegte. Die Kornträger traten daraufhin in den Ausstanb, weil sie der Einrichtung der Silospeicher feindlich gegenüberstehen. Es sanden nur ganz geringfügige Ruhestörungen statt. Die Ruhe wurde nachmittags wieder ganz hergestellt imb die Ausständigen beschlossen, die Arbeit wieder aufzunehmen; das ist heute geschehen, ohne das; sich ein weiterer Zwischenfall ereignete.
Handel und Verkehr. Volkswirtschaft.
Berliner Börse vom 26. Mai 1904.
(Mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Gießen.) Privat-Diskont 3 Prozent.
Anfangs- u. Schlußkurse.
Oest. Kredit .... 201.60 202.00
Deutsche Bank . . . 219.00 219.00
Darmstädter Bank . . 136.40 136.70
Bochumer Guß . . . 190.60 190.90
Harpener Bergbau . . 197.50 197.75
Tendenz: Befestigt.
D i e Newhorker Börse und die Präsidentenwahl. Die immer wieder hervortretende außergewöhnliche Mattigkeit der Newvorker Börse wird mit auf die bevorstehende Präsidentenwahl zurückgeführt. Roosevelts Wiederwahl ist beinahe über jeden Zweifel erhaben und das gerade ist es, was der Börse und insbesondere den Finanzkönigen nicht in den Kram paßt, da von dem Präsidenten weitere trustfeindliche Eingriffe befürchtet werden. Roosevelt wird um so gefährlicher gehalten, weil er ein ehrlicher Mann ist, der sich einzig von seinen Ueber- zeugringen leiten läßt. Auch das ist — von der anderen Seite betrachtet — wiederum ein Fehler: Roosevelt ist nämlich auch von der Unfehlbarkeit des strengen Schutzzollsystems fest überzeugt und ganz allein dadurch wird das Trustsystem gefördert und es bereichern sich die Einzelnen auf Kosten der Allgemeinheit. Roosevelt attakiert nicht das Uebel, sondern seine Folgen.
Märkte.
(th.) Gießen, 26. Mai. Der heutige Zuchtviehmarkt hatte einen Vorrat von ca. 1000 Stück Großvieh und etwa 250 Stück Kälbern. Trodtzem es nicht an Käufern fehlte, war bessere Milchware weniger begehrt, sodaß hierin der Markt flau war. Es hat die mangelnde Nachfrage nach schweren Milchkühen Wohl seinen Grund in der noch ausstehenden Frequenz der Badeorte. Das Geschäft in Mittelkühen war dagegen recht gut und die erzielten Preise waren gegen den letzten Markt erheblich besser. Geringere Ware war ebenfalls schwer an den Mann zu bringen. Abmelkkühe, welche nicht einmal stark aufgetrieben waren, konnten von den Verkäufern nur mit Verlust untergebracht werden. — Fettvieh war stark begehrt und wurde zu hohen Preisen gekauft. Auch der Kälbermarkt ließ sich sehr gut an. Frankfurt und Wiesbaden machten diesmal den Markt und zahlten besonders Tür gute Ware wieder die alten hohen Preise der letzten Märkte. Die Nachfrage nach Ware 1. Sorte war so stark, daß beauem das doppelte Quantum davon verkauft worden wäre. Kühe frischmelkend und tragend wurden pro Stück verkauft: 1. Qual. 420—470 Mk„ 2. Qual. 360—400, 3. Qual. 260—300 Mk. Abmelkkühe: 160—200 Mk. Es wurde bezahlt für den Zentner Schlachtgewicht: Fette Rinder 1. Qual, l'8 70 Mk. (besonders gute Stücke bis 72 Mk), 2. Qual. 66—67 Mk.. fette Kühe 1. Qual. 53—55 Mk., 2. Qual. 49—51 Mk. Kälber 1. Sorte (über 50 Pfund Schlachtgewicht schwer) 74—78 Mk. (einzelne Stücke bis über 80 Mk.), 2. Sorte (zwischen 40 und 50 Pfund
Schlachtgewicht) 68—71 Mk, 3. Sorte (leichtere Ware) 60—64 Mark Fettvieh und Kälber wurden ganz geräumt, besseres Milchvieh blieben einige Stücke, ältere Abmelkkühe erheblich überständig.
"Kitteratur.
— Soeben erschien von Ludwig Thoma „ Agrieola ", Bauernqeschichten. Mit vielen Zeichnungen von Adolf Holzel und Bruno Paul. 5. und 6. Tausend. (Verlag von AlbertLangen in München.) „Agrieola" ist das Werk, das Ludwig Thomas jungen Ruhm zuerst begründet hat. Sein erstes Buch war sein erster großer Erfolg. Schier überschwänglich hat die Kritik den damals sonst noch ganz unbekannten Verfasser gefeiert, man sah eben auf den ersten Blick, daß hier ein neuer Mann erschienen war, ein Heimatkünstler durch und durch, fein Züchtling eines neuen Schlagworts, sondern ein Heimatkünster aus innerer Notwendigkeit. Und wenn Thoma diesem Buche inzwischen auch so manches neue erfolgreiche Werk hat folgen lassen, der „Agrieola" gehört noch heute zu seinen berühmtesten Büchern. Auch die prächtigen Jllnstra- tionen von Bruna Paul und Adolf Hölzel wirken recht frisch.
Eingesandt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Schutz den jungen Vögeln!
Zu dieser Jahreszeit streifen, so schreibt man uns, Tag und Nacht eine Unmenge Katzen in den Gärten und Anlagen umher, um den jungen Vögeln, die sich jetzt in großer Zahl dort urnher- tummeln und aufhalten, aufzulauern. Wie manches dieser Tierchen ist wohl schon ein Opfer solcher „Haus"-Tiere geworden! Ist es da nicht Recht und Pflicht eines jeden Natur- und Vogel-Freundes, solche „Katzen auf Streifzügen" als „Raubtiere" zu betrachten und zu behandeln? Kann hier nicht der Tierschutzverein einschreiten und gibt es keine Bestimmung über das Umherlaufen-Lassen von Katzen? Oder haben diese etwa mehr Recht als Hunde? Wenn ein Hund frei in Gärten oder Anlagen umherläuft, so wird der Besitzer angezeigt und bestraft; um wieviel mehr ist der Besitzer von frei in den Gärten und Anlagen herumstreifenden Katzen strafbar, da diese doch dabei die Absicht haben, „lebende Wesen" zu vernichten 1 Es wäre wirklich wünschenswert, wenn von maßgebender und interessierter Seite darauf hingewiesen würde, daß diesem Treiben abgeholfen wird; sonst wäre es das beste, wenn die Natur- und Tierfreunde „Selbsthülfe" übten und den Schutz der jungen Vögel energisch und „tätlich" durchführten I H. R.
Vom Ladenschluß.
Mit einer bewundernswerten und ordnungsliebenden Pünktlichkeit sehen wir in der mittleren "Stadt, Seltersweg re., des Abends um 9 Uhr die Geschäftsleute ihre Geschäfte schließen. Anders ist es aber in der oberen Bahnhofstraße; hier sieht man einzelne Geschäfte um V« oder V, 10 Uhr, ja sogar mitunter um 8/< 10 Uhr erst schließen. Dasselbe Verhältnis ist dort auch Sonntags zu finden. Hier wäre es wohl sehr angebracht, wenn die Polizei ihre Aufmerksamkeit auch diesen Geschäften widmen wollte, um dem unlauteren Wettbewerb dadurch ein Ende zu machen. Was dem einen Recht ist, ist dem anderen billig. X.
Kirchliche Nachrichten.
Evangelische Gemeinde.
Trinitatis, den 2 9. Mai. Hottesdienst.
In der Stadtkirche.
Vormittags 8 Uhr: Pfarrer D. Schlosser.
Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten der Matthäus- gemeinde.
Vormittags 91/, Uhr: Pfarrer Schwabe.
Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Marknsgemeinde.
Pfarrer S ch w a b e.
In der Johanneskirche.
Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann.
Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten aus der Johannesgemeinde.
Vormittags 9'/, Uhr: Psarrassistent Schulz.
Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst für die Lukas- gemeinbe.
_ , Pfarrassistent Schulz.
Sonntag abend 8 Uhr: Versammlung und Bibelbesprechung im Konfirmandensaale der Johanneskirche.' Text Ephes. 1, 3—10.
Katholische Gemeinde.
Samstag, ben 2 8. M a i 190 4.
Nachmittags um 5 Uhr unb abenbs um 8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beicht.
Sonntag, ben 29. M a i 1904.
Dreifaltigkeitssonntag.
Vormittags von 6 ’/« Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beicht.
„ um 7 Uhr: Die erste heil. Messe, vor unb in derselben Austeilung ber heil. Kommunion.
„ um 8 Uhr: Die zweite heilige Messe.
„ um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt.
Nachmittags um 27, Uhr: Christenlehre; barauf Anbacht mit Segen.
Dienstag adenb um 67, Uhr ist Mai-Anbacht.
Israelitische Neligionsgemeinde.
Hottesdienst in der Synagoge (Südantagc).
Samstag, ben 28. Mai 1904.
Vorabenb 7.45 Uhr.
Morgens 8.30 Uhr.
Nachmittags 4 Uhr.
Schrifterklärung.
Sabbathausgang 9.15 Uhr.
Meteorologische Beobachtungen
der Station Gießen.
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Sonnenschein Heller Himmel Bew. Himmel
am 25. bis 26. Mai — + 27,10 C.
„ 25. ,, 26. „ = + 12,3 "0.
Neueste Mewunueu.
Originaldrahtmeldnngen des Gießener Anzeigers.
Berlin, 27. Mai. Die Entlassung des antisemitischen Abg. Bruhn aus dem Tegeler Gefängnis hatte zahlreiche Antisemiten mit etwa hundert Equipagen und Droschken nach Tegel geführt, um den der Freiheit wiedergegebenen nach Berlin zu geleiten. Da Aufläufe befürchtet wurden, erwarteten in der Chausseestraße eine Abteilung Schutzleute zu Pferde und zu Fuß den Wagenzug. Es wurden nur immer drei Wagen in einem Abstande von 200 Meter abgelassen, die unter polizeilicher Bedeckung weiter fuhren.
Frankfurt a. M., 27. Mai. Der künftige Lefter befl Berliner Theaters, Ferdinand Bonn, ist in Verhandlungen mit Herrn Richard Kirch über einen Engagements-Vertrag mit einer Jahres gage von 18 000Mk. eingetreten. Zum Vertragsabschluß ist es noch nicht gekommen.
Trier, 27. Mai. Auf einem Eisenbahn-Uebergange der Strecke Trier-Luxemburg wurde ein Wagen mit drei Handelsleuten vom Zuge erfaßt. Der Wagen wurde total zertrümmert und die Insassen schwer verletzt.
Kopenhagen, 26. Mai. Zu Ehren der Mitglieder der internationalen Tuberkulosekonferenz fand "heute abend im Ratbause ein Begrüßungsabend statt, bei welchem der Oberpräsidcnt von Kopenhagen Oldenburg die Anwesenden bewillkommnete. Professor Brouärdel-Paris dankte namens der 112 Teilnehmer an der Konferenz, unter denen sich aus Deutschland 24 befinden.
London, 27. Mai. Der „Standard" meldet über die Einnahme von Kintchou aus Schanghai vom 26. ds.: Zu dem Erfolge der Japaner trugen viel die guten Leistungen ihrer Artillerie bei. Die Japaner eröffneten am Mittwoch ein heftiges Geschütz- feueraufdieHauptmachtderRussenbeiNank- wanting an der schwächsten Stelle der Liautunghalbinsel. Ter Angriff auf Kintchou begann am Donnerstag bei Tagesanbruch. Als die Japaner gegen Mittag Kintschou besetzten, zogen die Russen nach dem südlich gelegenen Hochlande, wo sie den Widerstand fortsehten.
Paris, 27. Mai. Einer Gensaner „Herald"-Meldung zufolge ist die Verteidigung Ost-Koreas jetzt vollständig der koreanischen Armee überlassen. Der Kommandant derselben, General Kim, hat sein Hauptquartier in Hamhung aufgeschlagen. Der Telegraph zwischen Hamhung und Gensan ist unterbrochen. Im Distrikt Tumen gelang es den Russen, stärkerer Viehherden habhaft zu werden. Diese wurden nach Wladiwostok getrieben, wo angeblich Mangel an Nahrungsmitteln herrscht. Gensan ist vom Seeverkehr abgeschnitten, weil seit dem Sinken des einzigen Transportschiffes kein Ersatz möglich war.
Avignon, 26. Mai. Heute ließ sich hier ein Mann, angeblich ein deutscher Handelsreisender, Alfred Mayer, von einem Eisenbahnzuge überfahren. Er wurde getötet. Er soll vorher eine Depesche nach Hamburg gerichtet haben.
Wien, 27. Mai. Erzherzog Friedrich geht in den nächsten Wochen nach London, um anstelle des Kaisers den vorjährigen Besuch König Eduards zu erwidern.
Wien, 27. Mai. Einer hierher gelangten Meldung aus Küstendiel zufolge hat die türkische Polizei im Dorfe Sassa (Bezirk Kotchani) 20 große Explosiv-Bomben entdeckt. Es wurden zahlreiche Verhaftungen vorgenommen. Im Bezirk Malechevo wurde der berüchtigte Pelivano mit einer Gruppe zurückgekehrter Flüchtlinge getötet.
Budapest, 27. Mai. Der Führer der jüngst entdeckten Verschwörung im Wdiz-KioSk, Di-emal Pascha, ist, auf der Flucht nach Paris begriffen, hier eingetroffen. Er erzählte, daß es den übrigen Mitgliedern gelungen sei, gleichfalls in Verkleidung Konstantinopel zu verlassen.
Petersburg, 27. Mai. Amtlich wird gemeldet: Der Minister deS Innern beantragte bei dem ReichSrat die Aufhebung deS Gesetzes, welches den Judeu die Ansiedelung und den Aufenthalt an der Grenze bis zu einer Entfernung von 50 Werft verbietet.
Windhuk, 27. Mai. Die Abteilung des Majors von Estorfs erreichte am 22. Mai mit der 1. Feld-Kompagnie und den Bastards Okamatangara. Laut Aussage von Hottentotten-Ue'berläufern, welche den Hereros vor zwei Tagen entliefen, ständen feindliche Posten etwa 20 Km. nordwestlich von Okamatangara. Häuptling SamuelMa- Herero soll diejenigen Teile der Hereros, welche bereits östlich ausgewichen waren, wieder zum Waterberg herangezogen haben. Dort sollen drei Wagen Munition aus dem Ovambo-Lande mit einer Bedeckung von 60 Ovambos angekommen sein. Die Abteilung Estorfs will in Okamatangara das Eintreffen der Hauptabteilung abwarten, welche Anfang Juni von Okahandja nordwärts in ungefährer Richtung auf Osire vorrücken wird.
Telephonischer Kursbericht
Frankfurt a. 51., 3% Mexikaner 4,/25/o Chinesen . Electric. Sohuckert Nordd. Lloyd . . Kreditaktien . .
27. Mai.
. . 26.35
. . 87.10
. . 105.50
. . 00.00
< . 201.80
3 72% Reicheanleihe . . 101.90 3% do. ... 89.70 31/,% Konsole .... 101.70 3% do......89.60
37a°/n Hessen .... 99.70 37r?6 Oberhessen . . . —.— 4% Oesterr. Goldrente . . 100.80 478 % Oesterr. Silberrente 100.10 4% Ungar. Goldrente . . 99.00 4O/o Italien. Rente . . . 102.80 4%% Portugiesen , . . 60.00 8%. Portugiesen.....58.00
1% C. Türken .... 75.— Türkenlose......127.80
4% Griech. Monopol .-Anl. 47.10 4V,% äussere Argentiner 43.30
. . 185.80
. 136.80
. . 151.00
Berliner Handelsges. . . 152.50
Oesterr. Staatsbahn . . . 186.70
Lombarden.....13,30
Gotthanlbahn.....191.00
Laurahütte......241.00
Bochum ...... 191J0
Harpener ..... 198.50
Tendenz: still.
Diskonto-Kommandil
Darmstädter Bank Dresdener Bank .
Bekanntmachung.
Nachstehende Bekanntmachung bringen wir hiermit zur Kenntnis der Beteiligten mit dem Anfügen, daß etwaige Reklamationen bis zum 23. August 1904 bei Großherzoglicher Bürgermeisterei Rüddingshausen geltend gemacht werden können.
Gießen, den 20. Mai 1904. 4619
.Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
Mecum.
Bekanntmachung, die Offenlegung der Resultate der Flurvermeffung in der Gemarkung Rüddingshausen betreffend.
Tie Grundbesitzer in der Gemarkung Rüddingshausen werden benachrichttgt, daß die Flurkarten nebst der Uebersicht des Flächengehaltes der einzelnen Fluren auf dem Gemeindehaufe zu Rüddings- hausen offengelegt worden sind.
Die Grundbesitzer werden eingeladen, die Restcktate zu prüfen, und ihre etwaigen Bemerkungen, nach Vorschrift des Art 33 im Katastergesetz vom 13. April 1824, innerhalb der gesetzlichen Frist von drei Monaten bei dem Ortsvorstande zur Weiterbeförderung abzugeben.
Die Offenlegungsfrist von 3 Monaten gehr mit dein 23. August 1904 zu Ende unb nach Ablauf berselben kann feine Reklamation mehr angenommen werben.
Darmstadt, ben 16. Mai 1904.
Großherzogliches Katasteramt.
gez. Dr. Lauer.


