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Nr. 98
Zweites Blatt. 154. Jahrgang
Mittwoch 27.April 1904
Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags.
Die „Gießener Kamillenblätter- werden dem »Anzeiger viermal wöchentlich beigclegt. Der Ehesfische Landwirt" erscheint monatlich einmal.
Gietzener Anzeiger
Rotationsdruck und Verleg der Brü blichen Unwersitätsdruckerei. R. Lange, Gießen.
Redaktion, Expedition ».Druckerei: Schulstr. 1.
Tel. Nr. 5L Telegr.-Adr. r Anzeiger Gießen.
General-Anzeiger, Amtr- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen.
Die heutige Kummer umfaßt 10 Seiten.
Bekanntmachung.
Unter Bezugnahme auf unsere Bekanntmachung vom 20. b. M. bringen wir hiermit zur Kenntnis der Interessenten, daß der Urlaub deS Großh. KreisoeterinärarzteS Neunhöffer auf die Zeit vom 14. Mai bis 6. Juni l. I. verlegt worden ist. Zum Stellvertreter für diese Zeit ist Herr KreiSveterinär- arzt Schmidt in Gießen ernannt worden, sofern eS sich um Vorkommnisse in den Gemeinden deS Kreises Gießen handelt.
Gießen, den 25. April 1904.
Großherzogliches Kreisamt Gießen.
3. 23.: Hechler.
Bekanntmachung.
Betr.: Abhaltung landwirtschaftlicher Vorträge.
Nächsten Sonntag, den JL Mai ds. IS., nachmittags 3 Uhr, findet zu Homberg a. Ohm in der Wirtschaft deS Herrn Karl Schildwächter ein Vortrag des Herrn Oekonomierats Leit Higer von Alsfeld über
„Zweck der Herdbuchführung und Bedeutung der Bullenhaltuug"
statt, woztt die Mitglieder des Vereins und sonstige Interessenten hiermit eingeladen werden.
Die Großh. Herrn Bürgermeister der umliegenden Gemeinden des Kreises Gießen ersuche ich um gefl. ortsübliche Bekanntgabe.
Gießen, den 26. April 1904.
Der Direktor des landw. Bezirksvereins Gießen für Vogelsberger Vieh.
Dr. Kranzbühler, Großh. KreiSamtmann.
Bekanntmachung.
Betr.: Den Umbau der Brücke über die Lumda im Straßenzuge, Straße Grünberg—Londorf—Atzenhain.
Die Brücke über die Lumda am Ortsausgange von Lumda wird umgebaut und demgemäß vom 2. Mai d. I. ab bis auf weiteres für den Fuhrwerksoerkehr gesperrt.
Leichtere Fuhrwerke können bei trockener Witterung den etwa 100 Mieter oberhalb der Brückenbaustelle verlegten provisorischen Uebergang über die Lumda benutzen.
Gießen, den 22. April 1904.
Großher-oglicheS Kreis amt Gießen,
5. 23.: Tr. Kranzbühler.
Der Aiüflveut von Araukreich in Aom.
Rom, 26. April.
Der König und Präsident Loubet besichtigten heute nachmittag das Forum, daS Kolosseum und daS Denkmal des Königs Viktor Emanuel. Sie wurden überall von der Bcvölierung lebhaft begrüßt. Zn Ehren Loubets loar abends ein militärisches Diner, bei dem L o u - bet folgenden Trinkspruch ausbrachte:
„Von ganzem Herzen, Sire, danke ich Ihnen, daß Sie mir die Freude bereitet haben, Ihre schönen Truppen, 8 sowie deren kriegerische Haltung, rtchtigen unb genauen Bewegungen bewundern zu können. Ich erhebe das Glas zu Ihren Ehren. Bewegt von so vielen edlen und gemeinsamen Erinnerungen bitte ich Ew. Majestät um die Erlaubnis, einen herzlichen Gruß unseres Heeres an das Ihrige richten zu dürfen, das gestern das ruhmreiche Werkzeug der Errichtung des großen Italiens war und beute der mächtige Beschützer des gemeinsamen und fruchtbringenden Friedens feines Volles ist."
Die Musik spielte die italienische Nationalhymne.
Der König erwiderte italienisch:
„Herr Präswent! Die höchst schmeichelhaften Worte, die Sie die Güte hatten, an die Truppen zu richten, welche die Ehre hatten, in Ihrer Anwesenheit zu defilieren, sind meinem Herzen sehr angenehm und werden von dem italienischen Heere mit lebhafter Genugtuung ausgenommen lverden. In seinem Namen entbiete ich dem ruhmreichen ftanzösischen Heere einen herzlichen Gegengruß mit dem Wunsche, daß beide Heere fort fahren, eine Garantie des Friedens und der Wohlfahr t beider Völker zu fein."
Die Musik spielte die Marseillaise.
Anläßlich der Anwesenheit des Präsidenten Loubet .toaren abends der Corso Umberto, sowie die angrenzenden Straßen und Plätze glänzend erleuchtet. Eine ungeheure Menschenmenge durchzog die Straßen, um die Illumination in Augenschein zu nehmen.
Der römische Vertreter eines Touloner Blattes interviewte den französischen Minister des Aeußern, Del- ca s s ö, als dieser von einer längeren Konferenz mit dem italienischen Minister des Aeußern, Tittoni, zurücklehrte. Delcasss erklärte, er sei sehr zufrieden. Ter lnnpsang, welcher dem Präsidenten und ihm seitens des italienischen Hofes und der Bevölkerung zuteil geworden sei, habe ihn tief gerührt. Mr baden, so fuhr der Minister fort, das Recht, stolz und glücklich zu sein. Stolz wegen der Gastfreundschaft, die uns Italien zuteil werden ließ, und glücklich wegen der Unterstützung, die die italienische Politik gegenüber Frankreich in der italienischer! Volksmeinung findet. — Zu der Meldung von einer eventuellen Zusammenkunft des Präsidenten Loubet mit dem deutschen Kaiser eickärte Tel.ässe: Sie können dieses Gerücht ruhig dementieren, es wird keine Begegnung stattfinden. Delcasss pjle noch hinzu, daß seitens des Vatikans kein «wischen fall vorgekommen ist. Eine friedliche Politik sei aber auch um so notwendiger, als die Lage im Lrient nicht ohne ernste Besorgnis sei.
Volltische Tagesschau.
Berlin, Rom, Paris.
Jin nettesten „Reichsanzeiger" werden Ordensverleihungen des Kaisers an französische Offiziere bekanntgegeben. Vier Offiziere haben den roteui Adlerorden 3. Kl. empfangen, zwei den Kronenorden 3. Kl. Der Zeitpunkt der offiziellen Bekanntmachung dieser Auszeichnungen, deren Annahme selbstverständlich mit Genehmigung der französischen Heeresleitung und Billigung der französischen Regierung erfolgt, ist nicht übel gewählt. Feiert man in R o m den Präsidenten der Republik, und bringen die Trinksprücke des Königs von Italien — beiläufig machen sie in ihrer ruhigen, von aller Ueberschwänglichkeit freien Sprache einen vortrefflichen Eindruck — die guten Beziehungen zwischen Italien und Frankreich zum Ausdruck, so kann auch von deutscher Seite mindestens auf das Fehlen jeder Differenz zwischen Berlin und Paris hingewiesen werden. Allerdings hat der Kaiser auch früher schon einem hohen französischen Offizier, gelegentlich der Frühjahrsparade im Aöai 1901, den roten Adlerorden 1. Klasse verliehen; insofern ist der Vorgang nicht neu. Auf die nationalistische Presse in Paris, die gewaltigen Lärm schlägt, weil angeblich im letzten Augenblick auf Verlangen unseres Kaisers das Festprogramm in Rom habe geändert werden müssen, dürfte die Mitteilung der Ordensverleihungen wie das rote Tuch auf den Stier wirken. Dabei ist, wie soeben die „Nationalzcg." mitteilt, die Behauptung vollkommen erfunden, daß der deutsche Botschafter vertraulich Einspruch erhoben habe gegen die Teilnahme des italienischen Königspaares an der Einhüllung des Vck'tor Hugo-Denkmals, weil das der Stadt Rom vom Kaiser gewidmete Goethe- Denkmal noch nicht eiugeweiht fei. Die Herrschaften in Paris, die durchaus den Deutschen etwas am Zeug flicken wollen, müssen sich also schon auf etwas besseres besinnen. Uebrtgens ist noch eine andere Auslassung tiefer zu hängen, die sich sehr auffälliger Weise in der als offiziös geltenden römischen „Tribuna" findet. Dies Blatt läßt sich aus Berlin schreiben: Alan sei in Deutschland völlig aus dem Häuschen, weil die italienisch-französische Verständigung befurchten lasse, daß Italien sich nicht länger vom deutschen unb östreichischen Egoismus ins Schlepptau nehmen lasse. „AuS dem Häuschen" scheint uns der Gewährsmann der „Tribuna" zu sein. So viel Albernes ist selten, wie in diesem Falle, in einem Satze gesagt worden. Mr möchten zu gunsten der „Tribuna" annehmen, daß in der Erregung Der Festtage diese seltsame und durch niajt» begründete lln- ireiuu)liüiuit durchschlüpfen konnte.
Hin kaiserlicher Prinz in Ofiasien.
Aus Berlin, 26. April, wird uns geschrieben:
Es erscheint nicht unangebracht, der Auffassung ent- gegenzutreten, als liege dem Besuch deS als Seeoffizier zunt ostasiatischen Geschwader [oniinanoierten Prinzen Adalbert von Preußen am Kaiser Hof zu Peking eine besondere politische Mission zu Grunde. Das ist nicht der Fall. Es handelt sich um eme durch die Höflichkeit gebotene Visite, wie seinerzeit beim Besuch des Prinzen Heinrich von Preußen in Peking. Mit der Stellung Deutschlands in Osta,ien und speziell zum russisch-japanischen Krieg kann deshalb der Empfang des Prinzen Adalbert durch die Kaiserin-Witwe und den Kaiser von China nur insofern in Zuiammenhang gebracht werden, als wohl der Prinz erneut Zeugnis oblegen dürfte für die absolut neutrale Haltung Deutsche lands. Vielleicht um diese letztere in markanter Weise zu kennzeichnen, ist von der Entsendung des Priuz.'n Adalbert in das russische Hauptquartier Abstand genommen worden, denn aus militärischen Gründen verbietet sich diese Entsendung nicht. Im Gegenteil! Die unmittelbare Berührung mit dem Kriegsschauplatz kann nur zur Bereicherung des militärischen Mssens eines jungen Offiziers beitragen. In Petersburg hätte man die Detachierung des Prinzen Adalbert zum russischen Hauptquartier ohne Zweifel sehr gern gesehen unb sie kaum anders gedeutet als im Sinne einer Parteinahme« für; Rußland. Deshalb ist sie besser unterblieben.
Der Krieg zwischen Japan nvd Nußland.
Wie das Reutersche Bureau meldet, war dieBemann- ung des japanischen H and e lsd amp s ers „Goyo- marou" nach Genlan an Land geschickt worden, bevor die Russen das Schiff in den Grund bohrten. Das russische Geschwader ist von Gensan wieder ab gedampft.
In Tientsin erhält sich das Gerüch't, daß die Ja- raner die Befestigungswerke von Niutschwang Montag nacht zerstört haben.
Aus Port Arthur meldet die Russ. Tel.-Agentur: Versuche, die mit Unter feeb oo ten angestellt wurden, int) glänzend gelungen. Im Rayon herrscht Ruhe.
Aus N i u t s ch w a n g meldet Reuter: Zwei Japaner, )ie auf einem von der Presse gecharterten Boote ge- angen worden waren, sind, nachdem sie zwei Wochen in Hast behalten waren, durch die russischen Militärbehörden einem Verhör unterworfen, in Freiheit gesetzt und heute nach Tschisu gebracht worden. Die Behörden erftären, es eien feine neuen Kämpfe am Ialu vorgekommen außer der Zerstörung einiger japanischer Dschunken durch russische Freiwillige. Keine große japanische Truppe nab teilung sei am Jalu angef ommen oder habe ihn an irgend einem Punkte überschritten. Die Russen halten alle früher besetzten Punkte westlich vom Iolu. Dem General Kuropatkin war der Plan des Rückzuges auf Foeng- Hwang-Dschoeng und Liaujang zugcschrieben worden, was aber unbegründet ist.
Der Gesundheitszustand des Großfürsten Cyrill soll besorgniserregend sein. Er fiebere stark, man befürchtet allgemein, daß b<-c "Nervenerschütterung andauere unb in eine ernste Krankheit auSarte. Alle Gerüchte über einen angeblichen M orbversuch auf Kuropatkin werben offiziös dementiert. Der Oberst der be
rittenen Garde, Trubotzkoi, ist nach Oftasien ab gegangen, wo er dem General Kuropatkin attadnert wird. Er ist beauftragt, sich über die persönlichen Bedürfnisse der Truppen zu informieren unb darüber regelmäßig ber Kaiserin Bericht zu erstatten. Ter Zar soll erklärt haben, baß auf russischer Seite alles bereit sei, nur bie Artillerie sei noch nicht vollstänbig organisiert, ba die neuen Geschütze irrtümlich an die polnische Grenze geschickt worden feien. (?!!)
Aarlamrnlanjches.
Berlin, 26. April. In der Budgetkommission des Reichstags wurde heute die Beratung der Reichs- f in an z vor läge bei § 2 fortgesetzt, der dem die Ma- tritularbeiträge der Bundesstaaten behandelnden Artikel 70 der Verfassung eine andere Formulierung geben will. Entgegen dem Wunsche des Staatssekretärs v. Stengel und des bayerischen Bevollmächtigten v. Burkhard wurden nach einem Anträge Müller-Fulda (Ztr.) an dem von der Regierung vorgeschlagenen Wortlaute zwei Streichungen beschlossen, deren Zweck darin besteht, der Möglichkeit eines Abweichens von der bisherigen Finanzgebahrung vorzubeugen. Ein weiterer Antrag Müller-Fulda, durch den auch ein Drittel der Einnahmen aus Zöllen und Tabaksteuer in das System der Ueberweisungen an die Bundes- ftaaten hineingezogen werden soll, wird vom Schatzsekretär bekämpft und schließlich für die erste Lesung wieder zurückgezogen.
Berlin, 26. April. Die Wahlprüfungskom- m i s s i o n des Reichstages beanstandete die Wahl des Abg. Boltz (5. Wahlkreis, Trier) und des polnisch-demokratischen Abg. Korfanty (6. Wahlkreis Oppeln) und beschloß Beweiserhebung.
— Im preuß. Abgeordnetenhause wurde heute zunächst der Zentrumsantrag betr. die Verhinderung des Stillegens von Bergwerkzechen nach kurzer Beratung an eine llgliedrige Kommission v erwiesen. Alsdann wurde die dritte Etatsberatung beendet.
München, 26. April. In der Abgeorbneten- fammer trat bei ber heutigen Beratung des Postetats ber liberale Abg. Diehl im Interesse der Pfalz für die Einführung ber deutschen Einheitsmarke ein, wobei jedoch im übrigen das bayerische Postreservatrecht bei* zubehalten fei. Tre Geschäftswelt in der Pfalz empfinde das Fehlen der Einheitsmarke mehr als das rechtsrheinische Bayern; ebenso habe sich auch die pfälzische Handels- und Gewerbekammer für die Einführung der Einheitsmarke ausgesprochen. Der Zentrumsabg. Schirmer betont, seine Partei fei nach wie vor gegen die Einführung der Einheitsmarke; die Schwierigkeiten für die Geschäftswelt seien nicht so groß, wie ber Vorredner annimmt Im gleichen Sinne spricht sich auch ber Zentrumsabg. Giehrl aus.
Kirche unO Schule.
— Die Hauptversammlung des Vereins beutscher Zeichenlehrer findet vom 23. bis 25. Mai in Mainz, im Wartburgsaale bes Heilig Geist statt An- gemelbet sind Vorträge von Mangoll)-Hanau über; „Die praktische Gestaltung bes Zeichenunterrichts in ber Volksschule auf Grund bes neuen Lehrplanes", von Böhling- Hamburg über: „Gefühlsmäßiges und erkenntnismäßiges Zeichnen als Vorstufe ber künstlerischen Darstellung" unb von Brückner-Dresben: „Vom Ornamentzeichnen". Ferner [mb vorgeseyen eine Aus,ieliung von Lehrmitteln, ein Besuch des „Römisch-germanischen Zentralmuseums", des „Gutenbergmuseums", ein Festbankett mit Damen, eine Rheinfahrt nach Rüdesheim, ein Besuch des Niederwald- dentmals und eine Gratis-Weinprobe in Bingen._______
Aus Deulsch-SüdweftasriKa.
Berlin, 26. April. Nach einem Telegramm deS Gouverneurs Leutwein von heute steht die Kolonne des Niajors v. Glafenapp seit dem 22. April in Otjihaenena, wohin sie wegen bes Ausbruches von Typhus marschiert ist. Bisher sieben Todesfälle. Die Namen sind noch nicht gemeldet Die Missionsstation Otjihaenena ist als Lazarett eingerichtet.
Aus Stadt und Land.
Gießen, den 27. April 1904.
** Die Jahresversammlung bes allgemeinen Vereins für Armen- unb Krankenpflege fanb heute, Dienstag, ben 26. April, nachmittags 6 Uhr im Gemeinbesaal ber Mathäusgcmeinde statt. Der, von bem Vorsitzenoen, Pfarrer D. Sck)losser, vorgetragene Jahresbericht konnte von fröhlichem Gedeihen wenigstens ber Hauptgebiete ber Vereinsarbeit berichten. Ein sehr treues Mitglied hat der Vorstand in dem dm 15. Juni vorigen Jahres verstorbenen Direktor Bansa verloren, einen sehr eifrigen Pfleger in bem am 15. November gestorbenen Schreinermeister Sack, ferner durch Wegzug die Frau Dr. Brüel, die schon dem Vorstand des Frauenvereins angehört hatte. Neu eingetreten ist Beigeordneter Curschmann, der sich bereit finden ließ, die Leitung ber Abteilung für Waisenpflege zu übernehmen. Seitens ber Helferabteilung (Vvrschender: Pfarrer Euler) würben 117 F-amilien in 564 Fällen mit insgesamt 3598.74 Mark unterstützt. Im Schwesternhaus würben 258 Kraute mit 3006 Verpflegungscagen unb 140 Nachtwachen verpflegt. Im Hospiz logierten 91 Gäste mit 432 Ver- pflegungstagen. Im Marthaheim wurhen 48 stellenlose 2ienstmädck>en mit 201 Aecpillgungstagen ausgenommen. In ber Krippe würben 60 Kinder verpflegt. In ber Gemeinbepflege waren bie Schwestern tn 733 Familien tätig nut 21209 Pflegebesuchen, 29 Tagpflegen unb 759 Nachtwachen. Außerdem machten sie in Ueberwach- ung ber Pslegekinoer 414 Besuche. Im M ie t s p a t r o n a t trat nach bem Tode des Herrn Sack Kaufmann Happel als Pfleger des Hauses Gr. Mühlgasse 14 em, und für Herrn


