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Anfangs- u. Schlußkurse.

Heinrich Trechsler

J

MMWWMRWW

101.86

90.16

101.65

90.00

100.25

161.00

100.80

99.30

102.00

59.80

58.76

202.90

214.90

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Tendenz: Fester.

Ein russisches Kohlensyndikat soll nun

* New y ork, 27. März. Ein Sturm richtete in den Zltaaten zwischen MEgou und Tenessee großen Schaden an.

Um unwahren Verbreitungen von gewisser Seite zu begegnen, meine Firma würde nur Wert auf Lieferung hochherrschaftlicher Woh­nungseinrichtungen legen, habe ch in einem Teil meiner Schaufenster eine sehr billige, jedoch tadellos gearbeitete und, was die Hauptsache ist, neue Einrichtung ausgestellt. Die Preise werden im Geschäft bereitwilligst mitgeteilt.

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2995

Telephonäscher Kursbericht.

t rtenktnrf a. H., 28. März.

leinen bisherigen Erwlaen al? vernünftiger Mensch seinen Teil­habern solche Bersprechungen machen, wie er es getan.

B e u t h c n , O. - S., 26. März. Im Prozeß gegen den Re- dakteur von W o l z k i wegen Beleidigung deS Fürst- k > s ch o s s D r. Kopp zog letzterer im heutigen Termin seinen straf antrag zurück, da der Angeklagte die Erklärung ab- qab, da»; er durch die Zeugenaussagen bereits überzeugt sei, daß von ihm gegen den Fürstbischof gerichteten Behauptungen sich nicht bewahrheiten. Der Gerichtshof erkannte demgemäß auf Ein­stellung des Verfahrens und legte die Kosten dem Antragsteller jur Last.

A eiße, 26. März. Tas Kriegsgericht der zwölften Division verurteilte den Unteroffizier August M i t s ch k e vom sechsten Fußartillerie-Regiment wegen Mißhandlung Unter- «ebener i n 87 Fällen zu drei Monaten Gefängnis.

ve rin isehte».

* Bevölkerungsbewegung im Jahre 1 90 2. Im ganzen wurden im Jahre 1902 457 208 Ehen geschlossen (1901: 468329), die Zahl der Geborenen betrug 2 089 414, darunter 2 024 7.35 Lebendgeborene (2097 838 bezw. 2032 313), die Zahl der Gestorbenen 1 187 171 (1 240014). Im Vergleich zur Gesamtbevölkerung ist gegenüber dem Vor­jahre die Ehezrffer etwas zurückgegangen (von 8,24 auf 7,92 auf 1000 Einwohner), ebenso die Geburtenziffer (von 36,89 aiuf 36,19 v. T.) und die Sterbeziffer (von 21,81 auf 280,56 v. T.). Der Geburtenüberschuß hat absolut und relativ eine nahmhafte Erhöhung erfahren, er ist von 8867 824 oder 15,09 v. T. auf 902 243 oder 15,63 v. T. gestiegen, er übertrifft nicht allein den durchschnittlichen Ge- i-urtenüberschuß deS letzten Jahrzehnts, sondern ist in dieser 6öhe seit 1 841 überhaupt noch nicht erreicht worden. DaS Alter der Heiratenden war bei den Männern in 43,1 fom Hundert der Fälle 25 bis 30 Jahre, bei den weiblichen Personen in 56,2 v. H. der Fälle unter 25 Jahren. Ab» voeichend von der Regel, waren die Frauen älter als die

Statt jeder besonderen Anzeige.

Ein prächtiger Junge angekommen.

Albert Loew und Frau

geb. ZZertha Weyerhoff.

Evefeld, den 27. Marz 1904. 2976

Kandel und Verkehr. Volkswirtschaft.

Berliner Börse vom 26. März 1004=.

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Ein russisches Kohtensyudikat soll nun doch im Entstehen begriffen und seiner Verwirklichung nahegerückt sein. Das Syndikat i»L! nach dem Muster des schon bestehenden Eisensyndikates gebildet lys.rden, also den Werken die Waren abnehmen und ihnen einen Mrlichen Minimalgewinn garantieren.

Männer, die sie heirateten, bei 94 783 Eheschließungen oder HO,7 v. H. der Gesamtzahl. Ehelich waren 1 912 331 unehelich 177 083 oder 8,5 v. H.

MehrlingSgeburten waren unter den Geburten 26 859 (12,7 v. T.), und zwar rm wesentlichen Zwillingsgeburten. Drillingsgeburten waren 277, in Schlesien, Württemberg und Hamburg kam je eine Ni erling ögeburt, in Schlesien sogar eine Fünflin gS- c eburt vor. Im ganzen kamen bei den MehrlingSgeburten i 2 804 Mehrlingskinder 26 867 Knaben, 25937 Mädchen zur Welt. DaS größte Kontingent zu den Sterbe- fkällen stellten die Kinder; 33 v. H. aller Gestorbenen deS Wahres 1902 waren noch nicht ein Jahr alt. Am geringsten üt die AlterSkaffe der Zehn- bis Zwanzigjährigen unter den Gestorbenen vertreten. Mit steigendem Alter erhöht sich auch d?r Anteil an der Summe der Gestorbenen.

Bekanntmachung,

die Reinigung der Schornsteine betreffend.

Wir bringen hiermit zur allgemeinen Kenntnis, daß vom 1. April 1904 bis dahin 1905 der südöstlich der Straße von rrcanffurt nach Marburg gelegene Stadtteil dem Kaminfeger Kell mti) der nordwestlich dieser Straße gelegene Stadttell dem Kamin- Iqetr Zwesch zugeteilt worden ist.

Gießen, am 24. SDlärj 1904. 2984

Großherzogtiche Bürgermeisterei Gießen. Mecum.

den von gestern besagt: Bei dem Angriff der feind­lichen Dampfer auf das Torpedob ootSzilnv" wurden der Schornstein und die Maschine des letzteren beschädigt, ^as Boot trieb infolgedessen in der Nähe des goldenen Berges auf Land, von wo es wieder flott­gemacht wurde. Tie Zahl der Getöteten und Ver­wundeten auf dem ..Szilny" ist noch nichtge- "-?^bokann t. Gegen 5 Uhr 30 morgens bemerkte man südlich von Port Arthur feindliche Torpedoboote, auf welche unsere Batterien das Feuer eröffneten. Gegen 6 Uhr er­schien das feindliche Geschwader am Horizont. Um 6 Uhr 30 eröffneten die Batterien der Halbinsel Tigerschwanz ebenfalls das Feuer Unser Geschwader verließ den Hafen Tie SchiffeBajan",Nowik" undDskold" fuhren an der Spitze und feuerten gleichfalls. Wegen der großen Entfernung des feindlichen Geschwaders wurde das Feuer jedoch bald eingestellt. Um 9 Uhr 15 stellten sich unsere Schiffe auf der Reede in Linie auf, während das japa- nischeGesch wader, offenbar um einem Gefecht aus- zuwcichen, fi . in südöstlicher Richtung zurückzog. Gegen 10 Uhr vormittags verschwand das Geschwader am Horizont.

Petersburg, 28. Marz. Amtlich wird gemeldet: Vizeadmiral Makarow sandte an den Kaiser aus Port Arthur gestern folgendes Telegramm: Ich melde untertänigst. daß der Feind sich z u r ü ck g e z o g e n hat, worauf ich mit der Flotte in den Hafen zurück­kehrte. Tas TorpedobootSzilnp", das infolge Be­schädigungen der Maschine durch ein feindliches Geschoß in der Nacht auf einer Sandbank ausgelaufen war, ist wieder flott gemacht worden, und Tank der Energie der Mannschaft in den Hasen eingelaufen. Ter Kommandeur Kripitzkp ist am Arm leicht verwundet, er hatte seinen Posten nicht verlassen. Auf den Brandern be­fanden sich Höllenmaschinen, deren Trähte von Scharfgeschützen durchschnitten wurden. Tie Leutnants Ke­drow und Asariew und der Fähnrich Pilsudsky gingen auf Befehl an Bord der Tampfer, durchschnitten die elek­trischen Leitungsdrähte und löschten das Feuer, welches dem Feinde den Hafeneingang beleuchten sollte. Auf der Reede fand sich morgend ein schwimmendesTorpedo mit einer Höllenmaschine, die glücklicherwleise be­seitigt wurde. Bei der Beschießung stellte man fest, daß die Tampfer, die als Brander gedient hatten, nicht alt sind, 2000 Tonnen groß und mit kleinkalibriger Ar­tillerie ausgerüstet, waren. Einen Teil der Tampfer werde ich für Hafenzwecke verwenden.

London, 28. März. Nach Privat-Telegrammen aus Tokio ist Admiral Togo entschlossen, Port Ar­thur späte st ens imMaizu nehmen. Tas weitere Land- und Seeprogramm ist vollständig entworfen und ungewöhnliche Ueberrasch ungen stehen bevor. (Na na! T. Red.) Die chinesische Negierung erhebt bei den europäischen Höfen Vorstellungen, weil die russi­schen Uebergriffe die neutrale Haltung Chi­nas erschweren. Japanische Landungen auf chinesi­schem Gebiete in der Nähe der Mandschrei finb zwar nicht erfolgt, aber in nächster Zeit nicht ausgeschlossen.

Kunü und Wissenschaft.

In Paris ist die Witwe Georg HerweghS ge- stsotben. Tie Leiche wird in Liestal bei Basel, wo Herwegh bas Bürgerrecht besaß und begraben ist, bestattet.

AuS dem Herzen von Asien. Nach Photographien v»n Sven Hedin hat die Firma F. A. Brockhaus soeben 8 An- nhhtskarten hergestellt, die den Vorzug haben, etwas Neues und Hmteresiantes zu sein. Wir empfehlen sie nicht nur denjenigen, die etwa beabsichtigen sollten, nach Tibet zu reifen und von da einen OmtB an die lieben Ihrigen zu senden, sondern allen Freunden redender Bilder, besonders aber den Freunden HedinS und seines interessanten neuesten Werkes ,Jm Herzen von Asien".

Märkte.

fa. Frankfurt a. M., 28. März. (Orig^Telear. desGießen. Sfoty ) Amtliche Notierungen der heutigen Fruchtmarktpreise: Z-ilzen Mk. 18.0018.00, Kurhessischer Mk. 18.0018.25, La Plata Ml. 17.7519.00, Kansas Mk. 17.7519.00, Roggen (hiesiger) Miwk 14.2514.75, Gerste (Wetterauer) Mk. 15.0015.25, Franken. Mer Mk. 16,0015,50, Hafer Mk. 13.7514.75, Mais Mk. 12.7513.00, Weizenmehl 0 Mk. 26.7527.26, 2. Qualität Mk. 24.75

bis Mk. 26.25, 3. Qualität Mk. 22.7623.25, Roggenmehl 0 M. 22.5023.00,1. Qualität Mk. 20.0020.50, Weizenkleie Mk. 8.75 ÜÄ Mk. 9.00, Roggenkleie Mk. 10.0010.50, Maiskeime Mk. 10.25 biÄ Mk. 10.50, Franken, Pfälzer, Ried Mk. 00.00000.0. Alles per 190) Kg. ab hier.

fc. Frankftrrt o. M.. 28. März. (Telegr. Orig.-Bericht des Meß. Anz. ). ArMliche 9lotierungen der heutigen Viehmarkt- »reise. Zum Verkaufe standen: 563 Ochsen, 257 auS Oest- ttiicf), 60 Bullen, 9 aus Oestreich, 111 Kühe, Fersen, Stiere unb

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neueste Meldungen.

Originaldrahtmeldnngen des Gießener Anzeigers.

Hanau, 28. März. Nacv langwieriger Krankheit ver­schied Max Oppmar, feit 1895 Mitdirektor des hiesigen Stadttheaters.

Köln, 28. Mär;. Eine zahlreich besuchte allgemeine Krankenkassen-Versammlung beschloß einstim­mig, bei den Kölner Krankenkassen die Familienversicherung wieder aufzuheben, um die Familienmitglieder den zu­gezogenen kassenfreundlichen Aerzten zuzuführen. Dadurch werden den Regierungsärzten von der Handwerkerkasse allein 90 000 Mk. entzogen. Von den zugezogenen Aerzten haben bisher nur zwei sich durch Zahlung von je 15000 Mark absinden lassen. Die übrigen bilden eine Vereinig­ung und verpflichten sich solidarisch die anhängig ge­machten Prozesse durchzu führen.

Magdeburg, 28. März. Im mitteldeutschen Braun­kohlenrevier wurde insgesamt mehreren hundert Bergleuten gekündigt. Die Veranlassung ist in dem Mangel an Absatz infolge des Krieges und der dadurch hervorgerufenen Stockung in der Industrie zu suchen.

Halle a. S., 28. März. In Mitteldeutschland sind Erdbeben aufgetreten. In der Volkstedter Gegend er­folgten starke Erdstöße mit Gewittererscheinungen. In Adorf i. V. und im Erzgebirge wurden drei starke Erdstöße verspürt.

Berlin, 28. März. DemBerl. Tagebl." zufolge be­schloß der vor kurzem begründete Verband Berliner Theaterdirektoren, die Pflege von Klei st s Grab dauernd zu übernehmen.

Berlin, 28. März. Gestern fand im Metropoltheater eine Zusammenkunft Berliner Theaterdirektoren statt. Es handelte sich um Erörterungen einiger polizeitech­nischer Verordnungen, die von den Direttoren als unpraktisch hingestellt wurden. Die Theaterleiter halten z. B. das wiederholte Herunterlassen des eisernen Vor­hanges an einem Abend auf die Dauer für nicht durch­führbar.

Glo gau, 28. März. Der Musketier Klemt von der 7. Kvmpagnie des 58. Infanterieregiments ließ sich von einem Personenzuge überfahren und war sofort tot.

Wien, 28. März. Auf die Schienen der Wiener elek­trischen Straßenbahn wurden von verbrecherischer Hand Patronen gelegt, welche durch, die Wagen zur Ex­plosion gebracht wurden. Unter den Passagieren ent­stand eine großePanik, doch wurde kein ernster Schaden angerichtet. Von den Tätern fehlt jede Spur.

Prag, 28. März. Eine dreiaktige komische Oper von Karl Weinberger nach dem gleichnamigen Werk Fuldas ,/Schlaraffenland" hat bei der Aufführung im hie­sigen deutschen Theater einen großen Erfolg gehÄt. Kom­ponist und Darsteller wurden oft und stürmisch gerufen. Ausstattung und Darstellung waren vorzüglich.

, L. St. Louis, 28. März. Infolge des Protestes des britischen Botschafters in Washington hat die Leitung der Weltausstellung die Konzession auf ein Gelände von 10 Acres, die sie für die Burenkriegausstellung er­teilt hatte, zurückgezogen. Der Botschafter erhob gegen Vorführungen aus dem Kriege Einspruch, die seiner An­sicht nach, durch Wiedergabe gewisser Schlachtszenen die britische Armee lächerlich! zu machen besttmmt waren.

Bom Kriege.

Petersburg, 28. März. Ein amtliches Telegramm des Statthalters Alexejew an den Kaiser aus Muk-

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Literarischer.

Es iE bekannt, daß der Berliner Bürgermeister Georg Reicke, ein Sohn des Königsberger llniversit.'t?- Bibliothekcrrs Prof. Reicke, sich auch jetzt nock<> neben seinen umfangreichen Berufspflichten, mit schöngeistigen Arbeiten beschäftigt. Das vorliegende, im Verlage von Scheuster und Loeffler, Berlin und Leipzig erschienene BuchM ä r t v r e r" zeigt von neuem, daß es sich bei CVorg Reicke nicht etwa um dilettanttsche Besttebungen bandelt. Aus den drei Ein­aktern spricht vielmehr ein Dichter zu uns, mit feinem Verständnis für Eharakterstudien. Am besten gefällt wohl der erste Einakter. DieseMärtyrer" geben ein tiefergrei- fendes Bild, die Heldin ist von schlichter, aber erhabener Größe. Dann folgenTer Sterngucker", der drama^'sch belebteste, undMorgen", ein durch das geistvolle, dem Alltag entrückte Zwiegespräch lebhaft interessierender Ein- akter. Bei allen dreien ist die Anpassung an das jeweilige Milieu und die formvossendete Sprache a 11 u er Fenn e n.

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