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Bei

Frankfurt a. M., 27. März. Die Erhöhung der Feuersicherheit unserer Theater kommt uns recht euer zu stehen; denn sie hat zu merkwürdigen Folgen ge­ährt. Da das Parkett des Opernhauses nur einen einzigen Ausgang vorne zu beiden Seiten hat, so entfernte man nach dem Theaterbrand in Chikago im ersten Eifer die zwei letzten Parkettlogen links und rechts, um auch am Ende des Parketts einen Ausgang zu schaffen. Nun waren aber beiin Bau des Opernhauses für das Recht auf dauernden Besitz einer Loge größere Summen gezeichnet worden, und die vier Logen­zeichner, denen jetzt ihre Logen genommen wurden, forderten mit entsprechendem Abzug die gezahlten Beträge zurück. Das macht zusammen die Kleinigkeit von 52 467 Mark, deren Bewilligung heute die Stadtverordneten schweren Herzens aussprachen. Außerdem verlangt die Feuerpolizei noch weitere bauliche Veränderungen, die eine Ausgabe von 20 000 Mark erfordern, und endlich soll die bisher immer aus Sparsamkeits­rücksichten verschobene Einführung der elektrischen Beleuchtung de§ Opernhauses noch im Laufe des Sommers ausgeführt werden. Das kostet weitere 400 000 Mark. Nimmt man dazu, daß auch im Schauspielhause, obwohl es erst seit anderthalb Jahren in Benutzung ist, verschiedene auf 4 500 Mark veranschlagte Veränderungen von der Polizei verlangt werden, so ergibt sich, daß die Erhöhung der Feuersicherheit unserer Theater einen Aufwand von rund einer halben Million Mark erfordert.

Aus Stadt und Land.

Gießen, den 28. März 1904.

Gewinne von je 3000 Mk auf Nr. 7617 12662 14673 31700 38426 56595 58394. Ohne Gewähr. Die Schlußziehung findet am Mittwoch statt.

Das zweite Viertel des Jahres steht bevor. Der junge Frühling wird ebensowenig wie der kommende Sommer eine Zeit der Ruhe im öffentlichen Leben sein. Die Parlamente in Berlin und Darmstadt werden ihre Tätigkeit bald nach den Ostertagen aufs neue beginnen. Die hessischen Kammern werden über den neuen Ge- meindesteuergesetz-Entwurf und die Wahlreform Be­schluß zu fassen haben. Zudem erfordern die Ereignisse aus dem ostasiatischen und fast mehr noch auf dem süd­westafrikanischen Kriegsschauplätze, die gerade m den nächsten Monaten die ganze Welt in Atem halten werden, für jedermann die Lektüre einer gut bedienten Tageszeitung.

Man erfährt aus dem zur Zeit der Parlamentstagting bekanntlich zweimal in Gießen ztir Ausgabe gelangenden

Gießener Anzeiger mit größter Schnelligkeit alle bemerkenswerten Vorgänge aus fern und nah.

Der Gießener Anzeiger zeigt sich bemüht, ein tieferes Interesse für alle die Oeffentlichkeit angehenden Tagesfragen wach zu erhalten, die Freude an allem Schönen zu wecken, kurz und prompt über alle aktuellen Dinge von Wert und Bedeutung erschöpfend zu unterrichten.

Der Gießener Anzeiger wird fortfahren, seine Stellung als größtes und bestunterrichtetes Provinziälblatt mit Hilfe seiner bewährten alten und stetig sich mehrenden Zahl tüchtiger neuer Mitarbeiter in Stadt und Land immer mehr auszubauen.

Bestellungen für das 2. Vierteljahr 1904 auf den Gießener Anzeiger nehmen alle Postanstalten, unsere Träger, unsere Zweigstellen und die Expedition Schulstraße 7 in Gießen an.

Zur Vermeidung von Unregelmäßigkeiten in der Zu- stellung empfehlen wir unseren verehrten Postabonnenten die Bestellung umgehend bei den Briefträgern zu erneuern.

Neu eintretende Bezieher erhalten die Zeitung unent­geltlich bis Ende März zugesandt.

L. U. Herr Professor Dr. Pfannenstiel, Direktor der UniversitätS - Frauenklinik dahier, hat den unter sehr günstigen Bedingungen an ihn ergangenen Ruf an die Universität Erlangen abgelehnt.

* Hessisch-Thüringi sche Staatslotterie.

der heute fortgesetzten Ziehung der 6. Klasse sielen ein Ge­winn von 10 000 Mk. auf Nr. 69723 (nach 93onn5),

HeriÄtssaal.

th. Gießen, 28. März. Am Samstag vormittag ocrbanbdt* in der alten Kaserne das S t a n d g e r i ch t. Den Vorsitz W Major v. Schlemmer, als Richter waren bestellt Hauptmann boo- unb Oberleutnant Stephan. Angeklagt war der Musketier M. von der 12. Kompagnie des 116. Insanterie-RegimentS roegci Körperverletzung. Die Beweisaufnahme ergab, daß TL Sylvester nach seiner Heimat beurlaubt, in Diezenbach b. Cfftn- doch a. M. mit Kameraden von den 115 ern und 117 tm loroit einem Seesoldaten in einer Wirtschaft das neue Jahr Qutanfltlanqen hat. Das Töchterchen des Wirtes hatte einige Freundinnen ans dem Ort eingeladen, mit ihr Sylvester zu verleben, dock feierten die jungen Mädchen den Beginn des neuen Jahres für sich allem in einem anderen Zimmer, während die Baterlandsvermdiger m der Wirtsstube sich aufhielten. Um 2 Uhr nachts verließen d-e jungen Mädchen die Wirtschaft, um heimzukehren und wurden von dem Seesoldaten begleitet. Kurze Zeit barauf verließen bet UM und der 116er die Wirtsstube; man traf unterwegs bte TtW auf der Straße, M. gab in unmittelbarer Nähe einen Schuß mi ei Pistole ab, wob-i eines der Mädchen derart am LbersckE vc .etzt wurde, daß es mehrere Wochen in ärztlicher Behänd^, war. M. erklärte, er habe weder die Absicht gehabt, das Mad-.n zu treffen, noch ihm einen Schreck zu verursachen; es sei nur |emt Absicht gewesen, den Mädchen das neue Jahr anzuschießen, x® jungen Mädchen sowie die Kameraden des Angeklagten, we,«e vorn Standgericht als Zeugen vernommen wurden, bestätigten ow. Angaben des Angeklagten, worauf das Gericht ihn zu einer G e. strafe von 30 Mk. event. 10 Tage Gefängnis verurteilte wem festgestellt sei, daß die Verfehlung des Mannes nur iahrla, ig oe- gangen wäre. Das verletzte Mädchen meinte spater aus oe Kasernenhofe zu dem schmucken Soldaten M., er solle nur Strafe bezahlen, wenn er auf Urlaub komme, roofie fie tnm - Geld wiedergeben. Eine Verhandlung gegen den Mu«en w Z. von der 3. Kompagnie des 116. Infanterie-Regiments w g ausdrücklicher Gehorsamsverweigerung und g. Verletzung mußte nach der Vernehmung des geständigen Unge. vertagt werden. Der Mann, welcher aus der Untersuchung b vorgesi'lhrt wurde, wurde plötzlich ohnmächtig und ins L ?

Frankfurt, 26. März. Der Vorsteher der Steuer- Zahlstelle «der Stadthauptkasse, G. Scheld, der sich^ wie schon gemeldet wurde, gestern erschoß, hat Unterschlag­ungen begangen. Im Pfändungsdienst der Steuerzahl­stelle III sind Unregelmäßigkeiten dadurch verübt worden, daß der Vollziehungsbeamte und der mit Leitung und, Ueberwachung der Steuerzahlstelle und des Pfändungs­dienstes betraute Zahlstellen-Vorsteher gemeinschaftliche Sache machten. Der VoNziehungsbeamte unterschlug Gel­der, der Vorsteher deckte die Unterschlagungen durch Fälsch­ungen. Das Treiben beider erreichte ein Ende, als im Januar Versetzungen der Kassenbeamten stattfanden und der Vollziehungsbeamte von der ZahlsteNe fortkam. Andere Beamten der Zahlstelle schöpften Verdacht, stellten hinter des Rücken des Vorstehers eine llnrcg lm/ß gkeit fest, drohten und schritten gestern zur Anzeige bei der Kassenleitung. Der Vorsteher setzte darauf nachmittags gegen 3 Uhr seinem Leben ein Ende, der Vollziehungsbeamte ging flüchtig, wurde abends verhaftet und ist geständig, etwa 4000 Mk. veruntreut zu haben. Dieser Betrag ist gedeckt. Nach dem bisherigen Verlauf der ununterbrochen fortgesetzten um­fangreichen Untersuchung wird die Stadt keinen Schaden erleiden.. Eine schone AusstellungvonGeweihen, Gehörnen und Jagdtrophäen ist im Hause zum Reichsadler, Kaiserstraße 48, vom Verein hirschgerechter Taunusjäger hier- veranstaltet worden. Der Katalog zählt an 700 Num- I mern. Ter Taunus ist mit 61 Nummern vertreten. Ferner

Ausland.

Cherbourg, 27. März. Der Berichterstatter des ersten Kriegsgerichts hat dem Sekretär der Marine mrd- geteilt, daß er sich vor dem Kriegsgerichte wegen Ent­wendung öffentlicher Dokumente und Spro- nageversuchs zu verantworten habe.

Rom, 26. März. DemAvanti" zufolge hat der Staatsanwalt gegen den ehemaligen Unterrichts­minister Nasi und dessen Sekretär die ersten Erhebungen eingeleitet.

Palermo, 26. März. Nach einer Blättermeldung will Chamberlain zum Zwecke eines Zusammentref­fens mit Kaiser Wilhelm seinen Aufenthalt in Pa­lermo solange ausdehnen, bis der Kaiser dort anlangt. Unter diesen Umständen kann ein Zusammentreffen zwischen dem Kaiser und Chamberlain als möglich gelten, wenn auch ein bestimmter Termin dafür noch nicht feststeht.

Konstantinopel, 27. März. Der Sultan hat den mit dem Titel eines Vizeadmirals ausgezeichneten Dr. Jsaae Baja Molho zu seinem Leibarzt ernannt. Dr. Molho entstammt einer spanischen Familie, die mit Tausenden von Glaubensgenossen nach der Vertreibung der Juden aus Spanien Zuflucht im Orient gefunden hat. Er studierte in Konstantinopel und Paris und erwarb sich nach der Rückkehr nach Konstantinopel den Ruf eines be­deutenden Internisten.

Newyork, 26. März. Sensation erregt der gegen Kaution freigelassene englisch, e Anarchist Turner, indem er vor einer Versammlung den Fürsten- mord behandelte. Dieser bedeute eine homöopathische Wiedergabe der Gewaltanwendung, welche im großen die traditionelle Staatsmaxime sei. Feigheit wäre es jedoch, solche Taten anderen von sicherem Versteck aus anzuem­pfehlen. Turner erwartet, das Bundesgericht werde seine Deportation aufheben, weil es unkonstitutionell sei, einen Anarchisten anszuschließen.

TerNewyork-HeralL" streut wieder aus, Deutsch­land habe Absichten auf Venezuela, da letzteres die Entschädigungszahlungen zurückhalte.

beide Abstimmungen. , , N

Stettin, 26. März. Heute mittag lief auf der Werst des Vulkan der neue KreuzerErsatz Merkur" vom Sckapel. Die Taufe vollzog Senator Dr. Klug, der präsi­dierende Bürgermeister von Lübeck im Auftrage des Kaisers. Tas Schiff erhielt den NamenLübecks Dem Taufakt wohnte Vizeadmiral v. Tirpitz und die Spitzen der hie­sigen staatlichen und städtischen Behörden bei.

Leipzig, 26. März. Die angeblich gesicherte Ein­führung des Distriktarztsystems in Leipzig sch.er- terte an der völlig geschlossenen Einigkeit der Leipziger Aerzteschaft, deren Vorgehen durch die einseitige Partei­nahme des Kreishauptmanns von Ehrenstein für den sozialdemokratischen Kassenvorstand ihren lokalen Cha­rakter verloren hat und Sache der gesamten Aerzteschast und aller Ordnungsparteien im Kampfe gegen die So­zialdemokratie geworden ist.

Gefecht bei Owikokoreo, wobei eine große Anzahl tapferer und junger Offiziere ihr Leben fürs Vaterland ließen, drängt es mich, Ihnen, liebe Frau Francois, ganz be- sonders mein Beileid zum Tode Ihres Sohnes auszu- sprechen. Ter Herr verlangte große Opfer von Ihnen. Er wird Ihnen Kraft verleihen, den erneuten Schlag zu ertragen. Ta meine sechs Söhne die Ehre haben, des Königs Rock zu tragen, werden Sie verstehen, daß ich von Herzen den Schmerz einer so schwer geprüften Mutter teile. Auguste Viktoria.

TieNordd. Allg. Zta." schreibt: Gegenüber unserer vollkommen klaren und bündigen Feststellung in Sachen der von dem Ministerium des Innern bestellten Wahlumschläge setzt derVorwärts" sein Gerede fort. In seiner heutigen Ausgabe kommt er auf unsere Erklärung zurück, es sei nur die Lieferung und Abrechnung vor dem Finalabschluß der Generalstaatskasse vorge­schrieben, weil das zur Verfügung stehende Geld nicht auf das nächste Etatsjahr übertragen werden darf, und knüpft daran folgende Bemerkungen:. 1) liegt der Liefer- ungstermin bereits im neuen Etats)ahr, das heißt nach dem 1. April 1904; 2) weiß jeder, der das Abe der Ctatswirtschaft kennt, daß Gelder, die für einen bestimmten Zweck bewilligt werden, aber im Etatsjahr nicht zur Verwendung gelangen, in Rest gestellt und später für denselben Zweck verausgabt werden können, xxe Ucber- tragung des Geldes auf das nächste Matsjahr in dem Sinne, daß eine nochmalige Bewilligung solcher nicht verausgabten Gelder erfolgt, gibt es überhaupt nicht. Tarauf haben wir zu erwidern, daß der Finalabschluß der Generalstaatskasse nickt mit Ende des Matsjahres zu­sammenfällt. Gleich wie auf andere staatliche Kassen wer­den auf die Generalsstaatskasse Zahlungen für Verbind­lichkeiten, die dem früheren Matsjahre zur Last fallen (Restausgaben) und vor dem Finalabschluß fällig werden, bis zu diesem Zeitpunkt angewiesen. Mne große Zahl Fonds darf nicht auf die neue Nechnungsperiode über­tragen werden, sondern ist mit dem Finalabschluß als erspart zu verrechnen. Die Fonds müssen neu bewilligt werden, wenn die auf sie fallenden Zahlungen nicht vor dem Finalabschluß geleistet werden können.

DieNordd. Allg. Zta." veröffentlicht den Wort­laut der Novelle zum Reichsstempelgesetz, deren Grundzüge bereits bekannt sind.

Hamburg, 27. März. Man erfährt zuverlässig, daß fot Bundesrat tatsächlich zuerst über den Beschluß des Reichstages vom 1. Februar 1899 über die Aufhebung des ganzen Jesuitengesetzes (Zentrumscmtrag) abgestimmt wurde. Sämtliche Stimmen der,Bevoll­mächtigten wurden dagegen abgegeben. Daraus wurde die Aufhebung des § 2 (konservativ-freisinniger Antrag) nut der bekannten Majorität angenommen. Das Senats­schreiben an die Bürgerschaft nimmt auch ausdrücklich Bezug auf beide Reichstagsbeschlüsse und konstatiert demzufolge

)( Büdingen, 27. März. Ta in Diebach am Haag bei den Crdarbeiten lFeldrcinigung'l gestern große Knochen gesunden worden sind, sollen die Ausgrabungen von Fach­leuten geleitet werden. .

k. 'Mainz, 27. März. Nach der am 1. Mm er­folgenden Eröffnung der neuen Eisenbahnlinie Mainz-Wiesbaden werden täglich 25 Züge von hier nach Wiesbaden fahren und ebensoviel von dort hier an­kommen. Mit Rücksicht auf die beschränkten Raumvcrhältnisie des Wiesbadner Bahnhofes ist die Anordnung getroffen worden, daß sämtliche von hier in Wiesbaden ankommende Züge auf dem Taunusbahnhof einlanfen, während die von dort hierher fahrenden Züge vom Rhembahnhof abgelassen werden. Nach Vollendung'des Wiesbadner Bahnhofes wird dies natürlich wieder eine Aenderung erfahren.

k. Aus Rheinhessen, 27. März. Die seit mehreren Monaten schwebenden Verhandlungen wegen Erwerbung deS berühmten Lauteren'schen Weingutes in Nier­stein durch die Großherzogl. Domänenverwaltung sind, wie wir hören, jetzt zum Abschluß gelangt. Als Kauf­preis werden 480 000 Mk. genannt. Der große Garten und die Wohngebäude in Nierstein sollen von der Domänen­verwaltung nicht miterworben sein und im Besitz der Familie Lauteren bleiben.

Berlin, 26. März. Tas Landgericht verhandelte gellen und heute gegen die Leiterin der Charlottenvu Naturheil an st altH e p h a t a", Minna Kube,jowie^ Aerzte Dr. Schlesinger und Dr. C o l e m a n n wegen z Fälle fahrlässiger Körperverletzung und eine« t fahrlässiger Tötung, begangen durch unzweckmäßig^.. Handlung Kranker. Der Gerichtshof sprach das Schuldig einem Falle der fahrlässigen Körperverletzung aus, spraw - mann frei und verurteilte die Kube und Dr. Schien « je 300 Mark Geldstrafe, event. 30 Zagen ©efangnu Das Landgericht verurteilte ferner den Erft n b e r G a rn w auS Schöneberg wegen Beleidigung des früher .. Präsidenten Hammacher in Schöneberg, letzt m » .

300 Mark Geldstrafe, den Schriftsteller Dost wegen desselben Herrn und des KriminalkommiffarS Rucks zu ' 6g, den Forstakzessisten Schröder wegen der eiben w zu 20Mart Geldstrafe. Aus dem vernichtende achten der Sachverständige n sei hervorgehob'., w bipL Maschineningenieur be Stoutz (Offenbach) mj J .i n UI. winbt operiere mit ganz geringen mathematischen nenrunu. ,

sehr einseitigen Erfahrungen. Er lebt in FAusionen, w u:1 Leuten, die vom Gymnasium abgehen, anhaften mag . ,

Inhalt seiner Reklame müssen jeden Gebildeten amf? technischen Behauptungen seien ba« was man sich auf technischem Gebiet b en en ton un maschine wirb sich auf Grund des Ganswindtschen feinen Umständen mit einem vierzigpserdrgen Moto ergebe sich aus den Grundprinzipien der Mechan . bunfl

Schätzung müßten mindestens 100 Pferdekräfte tn jgo» «r bracht werden. Der Sachverständige hat schon tm 0 . [eint*

Gutachten abgegeben und wiederholt, ba6L ~ bered)1''* Erfindungen Ganswindt nicht zU ber ben( -

die Versprechungen, die er Jemen SeuM Voraussetzung absehbarer Zeit zu erfüllen. Seme technischen o t » bezüglich der Flugmaschine feien vollstan g @fln«rir4 beruhen auf keiner wissenschaftlichen Grundlag, RedT

werde nicht zu einem Erfolge kommen. Auf Be ff "

anwalts Dr Schwindt erklärte der Sachverständige,, j£nnhU||ti windt weder nach seinem verstände, noro n m Berechnung im Stande fei, die wiffenschastlich-techmsch rich g . -n gut? zustellen. Er könne nicht behaupte^ daß Gonswmo flber n J Glauben sich beiunden habe, auf feinen Fall

sind Gehörne und Geweihe aus Hessen-Nassau, dem Spessart Unter-Franken, dem Odenwald, Hannover, dem Harz, der Uckemuark, West Preußen, Holstein, Württemberg, Tirol Nieder-Oesterreich, Ungarn, der Bukowina, den Leithaberaen und selbst Indien zur Schau gebracht Der Großherzog von Hessen hat eine Sammlung aus dem Kranichsteiner Wild- park, Vierzehn-, Zwölf- und Zehnender, ferner einen Inti- chen Sechsender ausgestellt.

Frankfurt, 27. März. Die Ausbrecher aus dem Klapperfeld sind jetzt bis auf zwei wieder wohl­behalten in ihrem alten Quartier angekommen. Ter gefährliche Silberdicb Peter aus Kilianstädten, der vor kurzem einen großen Silberdicbstahl in der Finkenhost kraße ausoeführt hat, wurde hier wieder eingefangen und dem Gefängnis zugeführt. Mn weiterer Ausbrecher Adam Kaltenback, hatte sick nach seiner Heimat Hechts­heim gewandt. Er wurde gestern in Mainz festgenommen und hier eingeliefert. Es stehen jetzt noch aus der fügen: Rieth, der wegen Abtreibung verfolgt wird, und Martin Bien aus Sossenheim, der wegen Tiebstahls saß. (Kl. Pr.»

Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Im September findet in Mainz der 16. deutsche Feuerwehrtag statt. Tazu werden 4000 bis 5000 Teilnehmer erwartet. Mit dem Verbandstci^ wird eine Ausstellung von Lösch- und Rettungsgeräte ver­bunden sein. Tie Mnführung des Bürgermeisters Göttel- mann als Beigeordneter der Stadt Mainz erfolgt Sams­tag, den 2. April, vormittags um 12 Uhr.

Arbeiterbewegung.

Duisburg, 26. März. Die Belegschaft des Schachtes 1 der ZecheDeutscher Kaiser" sandte heute eine Deputation zur Zechenverwaltung zwecks Wiedereinstellung entlaffener sozialdemo­kratischer Arbeiter. Dabei scheint eine Einigung zwischen Vermat­tung und Belegschaft erzielt zu sein, denn die gesamte Belegschwr ist heute wieder angefahren.

Kiel, 27. März. Im Bäckerge werbe ist von beit Gesellen plötzlich der Aus st and proklamiert worden. Tie Bäckei gesellen fordern Lohnerhöhung und eigene Wohnung. Von 45> Betrieben ist die Forderung bewilligt, dadurch ist die augenblicklich,- Kalamität beseitigt. Die Tapezierer haben sich der Lohn­bewegung angeschloffen.

Marseille, 26. März. Während eines Kamoles im Hafen zwischen Streikenden und der von Gendarmerie unterftitgen Polizeiwache wurde eine Frau getötet; zehn Polizisten und zwanz-.s Streuende wurden verwundet. Auch die Paffagiere eine? vor Linker liegenden Dampfers wurden durch Steinwürse getroffen Als verletzt sind drei englische Matrosen gemeldet. Ein Slrbette: wurde vom Indischen Kai wegen Beleidigung der Polizei verhaltei Da die Verhaftung noch aufrecht erhalten wird, verlang, bat Surealt des Internationalen Syndikats, den Arbeiter fregulnffen. und erklärte, bis eine Entscheidung über die Angelehenheil genos­sen ist, den a l l g e m e i n e n A u s st a n d. Die Arbeiter stellten heute Vormittag die Arbeit ein.

Noudair, 27. März. Eine etwa von 2000 Personen be­suchte Versammlung beschloß, daß am Montag ein allgemeiner Ausstand der Webereiarbeiter beginnen soll.