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Hbrefle füt Depeschen: Änzetger Siegen, ^frritprrrbanldiluB'Jh 51.
Erstes Blatt.
154. Jahrgang
Samstag 26. November 1904
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^ie yentige Mnrvrcr «mfaßt 18 SeitcR.
Z>ie IeinlichLcit?« zum Kevurtslage Sr. Königlichen Koheit brs Hroßgerzogs.
Gießen, 26. November.
Der „Darmst. Ztg." zufolge hat der Kaiser nachstehendes Telegramm an den Großherzog gesandt:
„Deines Geburtstages gedenke ich mit den besten Wünschen für Dich und Deine Braut. Möge sich das kommende Jahr zu einem reichgesegneten für Dein ganzes Leben gestalten.
W i l h e l m."
Der hiesige Gesangverein „Liederkranz", welcher im Jahre 1897 bei der Feier seines 60jährigen Stiftungsfestes von Sr. Königl. Hoh. unserem Großherzog mit dem Silbernen Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen ausgezeichnet wurde, sandte folgendes Telegramm nach Darmstadt ab:
Sr. Königl. Hoheit Ernst Ludwig von Hessen.
Der Gesangverein „L i e d e r k r a n z" - G i e h e n erlaubt sich, feinem geliebten Landesfurften die herzlichsten Glückwünsche zum Geburtstage und zur Verlobung darzubringen.
I. A.: E. A. F a b e r, Vorsitzender.
Darauf lief folgendes Telegramm ein:
Darmstadt, 25. Nov. Gesangverein „Liederkranz", E. A. Faber, Gießen.
Se. Königl. Hob. der Großherzog lassen für aufmerksamen Glückwunsch bestens danken.
gez. Kabinetsrat R ö m h e l d.
Auch der Stammtisch zur „Alten Post" in Gießen erhielt auf ein Glückwunschtelegramm folgendes Antworttelegramm :
Stammtisch „Alte Po st", Gießen.
Se. Kgl. Hob. der Großherzog lassen für aufmerksamen Ge° burtstags^Glückwunsch' bestens dankend.
Geh. Kabinetsrat N ö m h e l d.
Die Feier in Li ch* gestaltete sich, wie man uns von dort schreibt, ganz besonders feierlich. Auf Kosten der Stadt wurde im Heilandschen Saale ein großer Komm ers gefeiert, dem die Aufführung des Theaterstückes „Hase man ns Töchter" durch die Theatergesellschaft G i t t e r m a n n vorausging. Die Kapelle des Infanterie-Regiments Nr. 116 konzertierte. Das Festessen fand im Holländischen Hofe statt.
Aus Darmstadt wird uns geschrieben: Das Militär veranstaltete Zapfenstreich mit Fackelbeleuchtung und die Kapellen des 115. (Leib-Grenadier-)Regirnents und des 23. Dragoner-Regiments konzertierten vor dem Neuen Palais. Morgens früh blies die Infanterie-Kapelle Neveille und brachte darnach dem verlobten Fürstenpaar ein Ständchen. Choräle von der Plattform der Stadtkirche, Festgottesdienst, Schulfeiern, Paroleausgabe, die Abfeuerung von 101 Salutschüssen und Festesten vervollständigten die Feier. Die Technische Hochschule hatte in der Aula einen Festakt, dem die Minister und viele andere Ehrengäste beiwohnten. Prof. Dr. Rösler hielt die Festansprache und später einen wissenschaftlichen Vortrag über „Mikroskopische Metalluntersuchungen". Der akademische Chor trug mehrere Gesänge vor. — Bei dem offiziellen Festessen im prächtig dekorierten Saalbau hielt Staatsminister Rothe die Festrede; er betonte, daß wir diesmal den Geburtstag des Landesherrn im Hinblick auf die heiß ersehnte und hochwillkommene Verlobung mit doppelter Freude feierten, und wünscht unserem allgeliebten Fürsten und seiner künftigen Gemahlin Gottes reichsten Segen. — Am Abend war Galavorstellung im Hoftheater, wo Smetanas Oper „Dalibor" zur Aufführung kam. Sämtliche Fürstlichkeiten, daS hohe Brautpaar, Prinz und Prinzessin Heinrich, Prinz und Prinzessin Friedrich Karl, die fürstlich Solmsschen und die fürstlich Erbach-Schönberg- schen Herrschaften wohnten der Vorstellung bei. Als der Großherzog mit Braut in der Hofloge erschien, brachte ihm das festlich gekleidete Publikum ein dreifaches Hoch dar Die Musik spielte die Flirstenhpmne. Nach dem ersten Akt fuhren die Herrschaften ins Neue Palais, wo Festtafel ltattsand.
Zum Besuch am Groszh. Hofe trafen gestern Se. Hoheit der Prinz und I. Kgl. Hoh. die Prinzessin Friedrich Karl von Hessen, Ihre Hoheiten der Prinz und die Prinzessin Chlodwig von Hessen-PhilippStal- Barchfeld, Ihre Durch!, der Fürst und die Fürstin zu Erbach-Schönberg nebst Prinzessin-Tochter Edda und Ihre Durchl. der Erbprinz und die Erbprinz ess in zu Erbach-Schön berg im Alten Palais em.
Heute früh um V,10 Uhr sind S. K. H. der Groß- bec/oa mit sämtlichen Fürstlichkeiten, auch den Damen, per Automobil nach Stoekstadt zu den Jagden des Frhrn. o Heul gefahren, wovon sie heute Abend zurückkehren.
Ier Krieg.
General Kuroki t ?
Mulden, 25. Nov. Das russische Hauptquartier erhielt von Chinesen die Nachricht, die Leiche General Kurokl's sei in Jnkou eiugetroffen.
Falls sich diese, vorerst freilich sehr unzuverlässige Rach- richt bestätigen sollte, so hätten die Japaner durch den Tod dieses ausgezeichneten Generals einen unersetzlichen Verlust erlitten. Meldungen von seiner schweren Erkrankung sind bereits wiederholt verbreitet worden, indeß weiß man, daß die von Chinesen den Russen zugetragene Nachrichten sonderliche Glaubwürdigkeit nicht verdienen.
Port Arthur
Washington, 25. Nov. „Associated Preß" erfährt aus bester Quelle, die japanische Armee erhielt Befehl, heute den Angriff auf Port Arthur zu erneuern und die .Hauptbefestigungen um jeden Preis zu nehmen.
Tokio, 25. Nov. (Reuter.) Die Laufgräben der Verschanzungen der Forts Erlungschan und Sung- schusan sind genommen, den Russen blieb nur der Besitz der Brustwehren. Die japanischen Kanonen begannen später zu feuern und richteten großen Schaden an. Die Einnahme dieser Forts werde in kurzer Zeit erwartet. Wenn sie genommen sind, scheint die E i n n a h m e P o r t Arthurs in nicht langer Zeit gesichert.
London, 24. Nov. Ter Korrespondent des „Tailp Telegraph" bei Okus Armee drahtet am 22. Nov.: Man erwartet, Port Arthur werde gestürmt werden, weil politische Gründe den schleunigen Fall der Cita- belle erheischen. Beträchtliche Berstärkun gen, meist junge Soldaten, treffen in Dalny ein, wo Hospttäler für 10 000 Mann errichtet werden.
Tas durfte indes recht schwer fein. Denn Lebensmittel hat Port Arthur genug, Munition scheint auch 'da zu sein, das Artilleri efeuer der Japaner macht gar keinen Eindruck mehr, lieber die Stärke der noch vorhandenen Besatzung ist Genaueres freilich nicht >u erfahren, da 'Sie Angaben, die von in Port Arthur gewesenen Leuten gemacht tvotben sein sollen, unzuverlässig erscheinen und den Anschein erwecken müssen, daß diese Leute wenig Ahnung von den militärischen Verhältnissen dort haben. So wollen sie alle General Stössel mehr oder weniger genau kennen, dann Nock seine Frau, aber niemals hört man von der Tätigkeit der anderen Generale, ia nicht einmal ihre Namen werden erwähnt! Und sie sind doch da, wohlbekannt und so tapfer wie Stössel. In Port Arthur befehligen unter Stössel noch acht Generale, deren Namen auch verdienen, genannt zu werden: Nosnarowski ist Stabschef Stöffels, bei den beiden ost- sibirischen Schützendivisionen Nr. 7 und 4 befinden sich die Generale Kondratenko, Zervitzki, Gorbatowsli,^ Fock, Andrö de Bui und Nadjäin, »und die Festungstruppen befehligt General Sstni- ronow.
Vom Kriegsschauplätze am Schaho.
London, 25. Nov. Tas Reutersche Bureau meldet aus dem .Hauptquartier des Generals Kuroki über Fusan vom 24. Nov.: Die Russe n Zeigen an der Front der Armee. Okus einige Tätigkeit. Bei Tagesanbruch griffen Abteilungen an zwei Stellen die auf dem linken der Feind im 3entrinn stehenden Divisionen an. Während der Feind im Zentrum uach kurzem Kampf zu rückgeworfen wurde, hatte der Angriff auf dem linken Flügel das Ergebnis, daß die Japaner nach heißem Kampf Pu- tuen nahmen. Die Russen ließen viele Tote aus dem Sch lacht selbe.
Tokio, 25. Nov. (Reuter.) Ein Telegramm aus dem .Hauptquartier der mandschurischen Armee vom 24. November besagt, daß am 23. November von morgens 1 Uhr ab feindliche Infanterie eine Reihe von Angriffen gegen die japanischen vorgeschobenen Stellungen bei Lametun machte sich aber vor dem Feuer der Javaner nördlich zurückzog. Gleichzeitig feuerte die russische Artillerie' auf die Umgegend bei der Eis en bahn brücke über den Schaho dreißig Schüsse ab, ohne Schaden anzurichten.
M u k d e n, 25. Nov. (Nuss. Tel.-Ag.) Auf der ganzen Front dauern die S ch a r m ü tz e l fort. Die Japaner überschritten in der Stärke von einigen Kompagnien und einer Eskädron die Brücke bei Sigosyr und wurden mit bedeutenden Verlusten in der Nacht vom 23. November zum Rückzüge genötigt. Der Hunho und der Tattseho sind zugefroren. Der flache Wasserstand des Liaoho verhindert die Zufuhr von Lebensmitteln von Inkan. Der Mangel an Eisenbahnwagen verzögert die Zufuhr der Munition und die Fortschaffung BeNvundeter nach Licmjcmg und Dalny.
Deutschland und Frankreich.
Paris, 25. Nov. Anknüpfend an einen in der deutschen Kolonialgesellschaft gehaltenen Vo rtrag über die den deutschen Interessen in Ostasien von japanischer Seite drohenden Gefahren bemerkt das „Journal des Debats": Was in der deutschen Kolonialgesellschast gesagt wurde, ist für unsere Nachbarn nichts neues; es ist nur die genauere und vollständigere Darlegung dessen, was wir seit langem wußten: die deutsche. Regierung hat lediglich dieser Situation Rechnung getragen, indem sie die bekannte Haltung von Anbeginn an beobachtete. Nach Ansicht der deutschen Regierung kämpft Rußland für die weiße Rasse gegen die gelbe und vertritt bie materiellen Interessen aller Europäer in Ostasien; darum hat sich die deutsche Regierung, wenngleich sie eine strikte Neutralität beobachtet, den russisck)en Interessen so günstig gezeigt, daß man von einer deutsch-russischen A n - Näherung sprechen konnte. Wir haben schon hervvrgehoben, daß Deutschland durch dieses Vorgehen allen andcreneuro- päischen Regierungen ein Beispiel weitblickender Politik gab. Eine rujsisch-dcntsche Annäherung dieser Art ist weit entfernt davon, unö zu beunruhigen, und würde vielmehr unseren Beitritt verdienen, wie damals, als Rußland, Deutschland und Frankreich gemeinsam über die Aufrechterhaltung des Gleichgewichts der Kräfte in Ostasien wachten.
England und Rußland.
Petersburg, 25. Nov. Tas Abkommen, bett, das Schiedsgericht zur Entscheidung der Angelegenheit von Hüll wurde heute von Graf Lcrmsdorff und dem englischen Botschafter Hardinge unterzeichnet.
London, 25. Nov. (Reuters Aus Petersburg wird gemeldet, das heute dort abgeschlossene Abkommen betr. den Vorfall in der Nordsee werde Montag in Petersburg veröffentlicht. Tie Form, in welcher die Einladungen an Frankreich und die Vereinigten Staaten ergehen sollen- stehe jetzt zur Beratung.
Die baltische Flotte.
Suez, 25. Nov. Zwei Schlachtschiffe, drei Kreuzes und neun Transportschiffe des russischen Geschwaders sind wohlbehalten auf den Bittcrseen ein getroffen, wo sie während der Nacht ictnfern werden. Sieben Torpedvbvvtszer- störer sind, aus dem Kanal kommend, hier etn getroffen.
Suez, 25. Nov. (Reuter.) Gleich nachdem die russischen Torpedobootzerstörer den Ankerplatz erreicht hatten, gingen zwei von ihnen zur Rekognoszierung fort und kehrten nach einer Stunde zurück. Sie sind sämtlich mit Apparaten für drahtlose Telegraphie aus gestattet. Die englischen und die russischen Seeoffiziere besuchten sich gegenseitig. Während des Passierens durch den Kanal waren Mannschaften cm den Geschützen und Tor- pedolanzierrohren postiert. Der Ankerplatz wird durch die Polizei und Küstenwachtschiffe bewacht. Nach neueren Instruktionen sollen die neun Transportschiffe bie Bitterseen verlassen und beim Licht elektrischer Scheinwerfer nach Suez obgehen, wo sie um 2 Uhr morgens eintreffen sollen. Die Linienschiffe und Kreuzer bleiben in den Bitterseen bis Tagesanbruch.
Berlin, 25. Nov. Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Gegenüber einer Meldung des Reuterschen Bureaus aus Kiel vom 14. November ist na'chf Erhebungen der zuständigen Behörden festzustellen, daß der russische Dampfer .,Ledekol" den Kaiser Wilhelm?an al nicht passiert; hat. _____; j.
Russische Mobilmachung.
London, 25. Nov. Nach Depeschen aus Odessa ertöntet hon autoritativer Seite, b-oü bie russische Regierung beschlossen babe, e ine allgemeine Mobilmachung in sämtlichen europäischen Provinzen auszusühren. im Januar beginnen.
Russische Deserteure.
Lemberg, 25. Nov. Von hier sich aushaltenben.800 mfff- schen Militär-Flüchtlingen, die größtenteils mittellos sind, wurde gestern abend die Hälfte über Krakau nach Wien expediert. Sie sind mit Schiffahrtskarten nach Amerika versehen. 300 andere russische Deserteure haben sich nach Krakau geflüchtet. Mehr als ’OOO Militär-Flüchtlinge haben bereits Krakau sirassiert und reisen nach Hamburg und Bremen, nm sich daselbst einzusch-iffen.
PajkfMe Taoetzsämu.
Wichtige Der'andernngen im diplomatischen Dienste 5$ Reiches sind, wie man hört, in nicht ferner Zeit 51$. erwarten. Im Zusammenhang hiermit soll die Berufung des Kopenhagener Gesandten v. Schoen ins Hoflager stehen, zur Begleitung des Kaisers auf seinen gewohnten! Iaadausflügen? Herr v. Schoen gilt längst als einer der geschultesten, aufgeklärtesten Köpfe unserer Diplomatie und als der Anwärter des nächst frei werdenden Botschafterpostens. Und man behauptet, ein solcher werde demnächst frei werden, da Graf Alvensleben in St. Petersburg — mit 68 Lebensjahren der Doyen der ,Vertteter Deutschlands im Auslande — sich mit Mckttittsgedariken trage. Obwohl Graf Mvensleben beim russischen Kaiserpaare sich besonderen persönlicher! !Vertrauens erfreut, wäre in Anbetracht der gegenwärtigen außerordentlichen politischen Verhältnisse die Verttetung der Interessen des Reiches am Zarenhof durch eine jüngere Kraft empfehlenswert.. Es heißt, darum werde Graf Monts als Botschafter von Rom nach St. Petersubrg übersiedeln. Und damit dürste einem allgemeinen „Revirement"', tote man in der Diplomatensprache sagt, die Bahn geschaffen sein. Denn auch von Herrn v. Radowitz, der seit 12 Jahren im deutschen Botschaftspalais zu Madrid residiert- sagt man, daß er in die deutsche Heimat zurüchukehren tvüusche. Wenn der älteste General aus dem Dienste scheidet, rückt der jüngste Leutnant aus. Im diplomatischen Korps ist es nicht anders. Verschwindet der bejahrteste Botschafter, so er» lueitert sich der Zukunstshorizont des jüngsten Attaches.
Der Geh. Legationsrat Wilhelm v. Schoen ist ein Hesse von Geburt. Er wurde 1851 in Worms als der Sohn des Fabrikanten August Schoen und einer geb. Heyl, einer nahen Verwandten des Frhrn. v. He.ylznHerrn.s- heim, geboren. Er hat die militärische Karriere als Vorstufe zur diplomatischen benutzt, indem er zunächst Offizier im Darmstädter 2. Hess. (Leib-) Dragoner-Regiment Nr. 24 wurde und sich dann zum Auswärtigen Amte kommandieren ließ. Ms LegationSsekretär in Paris erhielt er 1885 von unserem Großherzog den Mel. In Paris rückte er bi§ zum Botschaftsrat auf und galt als die rechte Hanb des Grafen Münster, ja als der eigentliche dirigierende Geist in der Botschaft zu Paris. Für einige Zeit schied er dann aus der Diplomatie aus, um als Oberhosmarschall an die Spitze der Hoftialtung deS Herzogs Mfred von Koburg z.'u treten. Nach dessen Tode kehrte er zu seinem früheren Berufe zurück und übernahm die (5k'fanbtfd)aft am dänischen Hofe. Herr v. Siffoen, der mit einer Tochter des verstorbenen belgischen $efinibtcn de Groote vermählt ist, $0 hört zu den begütertsten deutschen Diplomaten. Er besitzt n. a. das Hofgut Friesenheim in der bahcrifdbtm Pfalz und die prächtige "Villa ..SckwnhänSchen" in Berchtesgaden, in der er öfter die Söhne des .Kaisers während ihres Aufenthaltes in den bayerischen. Bergen als scinc Gäste bcycr« bergen durfte. ‘ ‘


