Ausgabe 
26.10.1904 Erstes Blatt
 
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Erstes Blatt.

154. Jahrgang

Mittwoch 26. Oktober 1904

Giehener Anzeige

General-Anzeiger

Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen

Gchulflraßs 7« Adresse für Depescheur Anzeiger Gießer». Fernsprechanschluß Nr. bl.

Nr. 252

rf*<iet ßLglich

außer Sonntag».

Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Kessischen Landwirt die Gießener Kamillen» blätter viermal in der Woche beigelegt.

Rotationsdruck u. Ver­lag der Brühl'schen Untveff^Buch-u. Stein- druckeret. 8t Lang«, Redaktion, Ervedttto»

V-»«g»prel-, monatlich 7üPs^ otetteh» iäbrlich Mk. 2.20; durch Abhole- il Zweigstellm monatlich 65 Pf.; durch dtePost Mk. 2.viertel- jährt. auSschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen für bie TageLnummer bis vormittag- 10 Uhr. ZeUenpreiS: lokal 12 W. auswärts 20 Pfg.

Verantwortlich für den pollt und allgem. teil: P. Wittko: für »Stadt und ficmir und .Gerichtsfaal^r August Goetz; für den An­zeigenteil: HanS Beck.

Ate heutige Mmmer umfaßt 10 Seiten.

'age deS

Großen-Linden, Obbornhofen, Steinheim.

Tie englische Admiralität macht bekannt, daß sie nach dem Empfange der Nachrichten von dem tragischen Ereignisse in der Nordsee am 24. Oktober vorläufige Be­fehle zur gegenseitigen U n t e r st st tz um g und zum Zusammenwirken als Vorsichtsmaßregel an das Kanal- und Mittelmeergeschwader, sowie an die Flotte in den heimischen Gewässern gegeben hat.

Der erste Lord der engl. Mmiralität Earl of Sel- borne, der bei einem Festmahl zu Ehren des amerikani­schen Admirals Jewell und der Offiziere des jetzt in den englischen Gewässern befindlichen amerikanischen Geschwa­ders präsidierte, sagte dabei in einer Ansprache: Man er­wartet wohl von mir einige Worte über das tragische Ereignis in der Nordsee. Es ist eine unentschuldbare Freveltat begangen worden. Wenn diejenigen, die für einen so schrecklichen Mißgriff verantwortlich sind, Eng­länder oder Amerikaner gewesen wären, würde England oder Amerika sofort in vollstem Maße um Entschuldigung gebeten, jede nur in ihrer Macht stehende Wiedergutmachung dargeboten und die für den schrecklichen Mißgriff verant­wortlichen Personen bestraft haben. Ich hege keinen Zweifel, daß auch der Kaiser von Rußland und das russische Volk diesen Weg erschlagen werden.

Der engl.' Kolonialminister Lyttle ton kam in einer Rede in Leamington auf den Vorfall zu sprechen und sagte, wir müssen die Tat entweder als das Resultat einer mör­derischen Absicht oder einer argen Nachlässige­leit betrachten. Das' .Vorgehen unserer Regierung, die eine prompte Genugtuung verlangt, ist vollauf gerecht­fertigt. Wir müssen alle dasselbe tun, was unsere Re­gierung in all diesen unruhevollen Zeiten zu tun sich bemüht, nämlich sich durchaus höflich gegenüber der russi­schen Negierung verhalten, indem wir voll vertrauen, daß 'ie prompt die Handlungen, über die wir klagen, ver­werfe, und indem wir ohne weiteres zugeben, daß der Kaiser von Rußland keine vorherige Kenntnis von der Freveltat hatte und in keiner Weise Sympathie für die­selbe hat. Dadurch, daß wir so handeln, werden wir zum Völkerftieden beitragen und der internationalen Höflichkeit dienen.

vvv, alle

-, - -------habe zahlreiche Ein-

geborenenhauser abgerissen, um das Holz zur Feuerung zu ver­wenden.

Tlhüten in einigen Tagen in S«e sche Schiffe, imlche Kontr«- n ff b z n m n ch e n.

Paris, 25. Cl Wie tem> w de Paris" aus Petersburg berichtet wird, sott Lttmirat RvjchdjeSwcnsky aus fonfo.

Amtliche Nachrichten iiber Nirhsruchem

Bei einem Schweine des Ludwig Müller zu Erd­haufen, Kreis Biedenkopf, sind die Vacksteinblattern amtlich festgestellt worden. Es ist Gehöftssperre angeordnet

In Großen-Linden findet eine Gratis-Verlosung von einigen Obstbäumen unter die anwesenden Mitglieder statt.

Zahlreiche Beteiligung ist allerorts erwünscht.

Gießen, den 25. Oktober 1904.

Der Vorfitzende des Vereinsbezirks Gießen des Oberhessischen Obstbauvereins. Hechler.

Bekanntmachung.

Betr.: Vorträge über Obstbau.

Der Obstbautechniker des Oberhessischen Obstbauvereins, Herr H. Wiesner aus Friedberg, beabsichtigt, die nach­benannten Orte des Kreises Gießen zu besuchen, um daselbs Vorträge über Obstbau zu halten und an Obstbäumen prak­tische Unterweisungen zu erteilen.

Die Vorträge beginnen an Wochentagen abends 8 Uhr, am Sonntage abends 7 Uhr.

und Aamadir, haben zu gehen, hr m a n f b (t n b c an Bord fist

Dckanntmachung.

Die unterm 2. September l. Js. angeordnete Sperre der Bismarck st raße, zwischen Südanlage und Wieseck, wird hiermit aufgehoben.

Die unterm 22. September l. Js. angeordnete Sperre der Nordanlage, zwischen Asterweg und Schottstraße, wird hiermit aufgehoben.

Die unterm 24. September l. Js. angeordnete Sperre der Löberstraße, zwischen Bismarck- und Gartenstraße, wird hiermit aufgehoben.

Gießen, den 25. Oktober 1904.

Großherzogliwes ^wlizetamt Gießen.

Herberg.

Bekanntmachung.

Dem Herrn Apotheker Zander in Großen-Linden ist von Großh. Ministerium des Innern, Abteilung für öffent­liche Gesundheitspflege, widerruflich gestattet worden, Sonn­tags, Dienstags und Donnerstags, vormittags von 10 bis 12 Uhr, seine Apotheke zu verlaffen.

Gießen, den 24. Oktober 1904.

Größte 'lic-' - - r^omt Gießen.

I. V.: Tr. Wagner.

Vom Kriegsschauplätze liegen heute keine nennenswerten Nachrichten vor.

Petersburg, 25. Okt. General Ssacharow tele­graphiert heute: Meldungen über Kämpfe in der Nacht zum 25. Oktober sind nicht eingegangen.

Tokio, 25. Okt. Marschall Oyama berichtet: Die <5e» samtzahl der Verluste der Japaner einschließlich der Offiziere in den Kämpfen am S ch a h o an Toten, Ver­wundeten und Vermißten beträgt 15 879 Mann.

T s ch i fu, 25. Okt. (Reuter.) Eine Dschunke, die hier aus An tun g angekommen ist, berichtet: Acht "japa­nische Magazine, welche Mundvorräte, Kleidungsstücke^ Munition und Beutestücke aus der Schlacht am Jalu ent­hielten, si.nd niedergebrannt Das Feuer dauerte zwer Tage. Man vermutet Brandstiftung. Zwei japanische Beamte, die für die Sicherheit der Muga- zine verantwortlich waren, begingen Selbstmord.

Rom, 25. Okt. Aus Mull>en wird berichtet: Tie Fri Brennmaterials wird für beide Armeen kritisch Holzvorräte seien bereits verbrannt, man habe zahlreich

Ueber den Beginn der praktischen Unterweisungen gehen den Herren Bürgermeistern besondere Mitteilungen zu.

Freitag den 28. Oktober in Mendorf a. d. Lahn,

SamStag , 29.

Sonntag , 30.

Montag , 81.

Kvrser zu überbringen, daß er keine Nachrichten von dem kommandierenden Admiral des baltischen Geschwaders bisher er­halten habe und den Zwischenfall auf der Nordsee nur einem sehr b eo auerlichenMiß Verständnisse zufchreiben könne. Der Kaiser wünsche, dem Könige und der brittschen Regierung sein aufrichtiges Bedauern über den beklagenswerten Verlust an Menschenleben zum Ausdruck zu bringen und wolle Schritte ^ur vollständigen Genugtuung der Bettosfcnen tun, so­bald die näheren Umstände klargestellt seien.

Reuter erfährt ferner von einem hervorragenden Mit- gltede der Londoner ruffischen Botschaft, daß eine Ant­wort auf die englische Note noch nicht erwartet werden dürfe. Graf Muckend orf hatte von der Angelegen­heit erst gehört, als er auf der Fahrt von Dover nach London war, und so konnten auch die wesentlichsten Mit­teilungen zwischen der Botschaft und der Regierung erst am Montag abend begonnen werden. Die russische Regier­ung konnte sie daher nicht vor Dienstag in Erwägung ziehen. Ergänzende Einzelheiten wurden noch Dienstag nachmittag telegraphiert. Es dauerte lange, die chiffrierten Depeschen aufzulösen. Der Botschafter ist vollständig davon überzeugt, daß jede Schwierigkeit beseittgt werden würde, sobald die Negierung Einzelheiten aus London erhalten hätte. Er halte die Angelegenheit für einen bedauer­lichen Irrtum, für den er gegenwärtig keine Erklärung habe. Es sei besonders zu bedauern, daß dies sich ereignete zu einer Zeit, wo die Beziehungen zwischen Rußland mit) England herzlicher geworden seien.

Ter russische Botschafter in London Graf Bencken- dorff hatte eine Unterredung mit Lord Landsdowne in dessen Wohnung, wo auch das Parlamentsmitglied für Hüll, Sir Seymour King und andere der Fischerftotte nahe­stehende Personen vorsprachen.

Der russische Botschafter sprach sein persönliches Be­dauern über den Vorfall in der Nordsee ans. Ein amt­licher Ausdruck des «Bedauerns aus Petersburg ist noch nicht eingegangen.

Der Zwisch-ittall in der Nordsee.

Es wird nicht ausbleiben, daß man, zumal im Ausland, bie Behauptung aufstellt, Deutschland habe zwischen England und Rußland wegen der jüngsten Vorkomm­nisse zu vermitteln gesucht. Wie wir erfahren, ist kein Schritt von deutscher Seite geschehen, der auch nur zu einer solchen Annahme berechttgen könnte. Tie Angelegenheit ist von vornherein in Berlin als ausschließlich die beteiligten Machte angehend betrachtet worden. Daß in Berlin der Wunsch nach Vermeidung eines schweren Konflikts im Inter­esse des Friedens gehegt wird, ist gleichwohl begreiflich. Iw diesem Sinne ist es aufzufassen, wenn die ,Nordü. Allg. Ztg." der Erwartung aufeine den Umständen entsprechende sachliche Auseinandersetzung" Ausdruck gibt. Uebrigens hegt man in gut unterrichteten Kreisen Berlins die Ueberzeug- ung, daß der Konflikt bereits der Lösung nahe sei und eine dauernde Verstimmung nicht im Gefolge haben werde.

Nach derN a t.-Z tff." wird die Beschießung keineswegs politische Folgen haben. Anscheinend offiziös schreibt das genannte Blatt weiter:. Dia es sich um ein beklagensivettes Miß­verständnis handelt, wird die englische Negierung durchaus ruhig und maßvoll vorgehen, zumal unzweifelhaft bie russische Re­gierung Genugtuung gewähren und soweit dies möglich ist, Ent­schädigung leisten wird.

Tas englisch-offiziöse Bureau Reuter erfährt, die bri­tische Negierung habe in einer nach Petersburg gesandten Note gewisse bestimmte Forderungen ausgestellt, dar­unter in erster Linie die Forderung wegen einer gebühren­den Entschuldigung für die Gewalttat und volle Ent­schädigung für die Opfer der ungerechtfertigten Hand- tAngsweise der russischen Flotte. Weiter werde auf unver- zilgliche Anstellung einer Untersuchung gedrungen uind zwar unter Bedingungen, welche gewährleisten, daß den Ergebnissen der Untersuchung geeignete Schritte nach- swlgen.

Das Reutersche Bureau meldet aus Petersburg:

Der englische Botschafter Harbin ge teilte der russischen Regierung eine Note seiner Regierung mit, welche einen amt- llchen Berickst über den Vorfall in der Nordsee und die Ansicksten der englischen Negierung hierüber enthält. In der Note wird ferner gesagt, daß die Ueberreichung der Forderungen der briti- ;f)en Negierung, welcte volle Genugtuung verlangen werde, bis aim Empfange der Antwort der russischen Negierung zurück- bestellt sei.

Ter Minister des Auswärtigen Graf Lamsdorff stattete ter eng ischeii Votsmaft einen Besuch ab und ersuchte hardinge, dem Könige und der Regierung die Mitteilung vom

Port Arthur.

Paris, 25. Okt. TemMattn" wird aus Dälnh tele- graphiett: Ein dott eingetroffener chinesischer Handelsmann be­richtet, daß Port Arthur andauernd bombardiert werde. Tas japanische Feuer werde von den russischen Geschützen in bet gleichen Heftigkeit erwidert. Die japanischen Verluste seien zehnmal größer als die der Russen. Täglich treffen Hundette von japanischen Verwundeten in Tvlny ein.: Leit mehreren Tagen kommen täglich Verstärkungen in Talny. an, welche sofort nach Pott Arthur weiter befördett werdens Tie Japaner sollen (!) bereit sein, bei dem endgiltigen Sturm auf Pott Atthur noch 30 000 Mann zu opfern.

Ein neuer Erlaß des Zaren.

Petersburg, 25. Okr. Tie russischeTel.-Ag." meldet aus Charbin von heute: Statthalter Alexejew gab gestern einen kafferlichen Erlaß vom 23. ds. bekannt, nach welchem General Kuropatkin zum Oberbefehlshaber des gesamten Landheeres im Osten ernannt wird und Alexejew alS Statthalter verbleibt. Sodann spttcht der Kaiser dem Statt­halter Anerkennung für seine Tättgkeit bei der Bildung und Kon­zentrierung und für die Oberleitung der Truppen int ÖperationS- gebiete aus. Alexejew dankt sodann den Land- und Seestreit- kräften für ihre Aufopferung; et sei stets stolz gewesen cnf das Vertrauen des Kaisers, welcher ihm die Oberleitung der! tapferen Tnippen übertragen hatte, und hoffe, daß der üarLi Gegner mit Hilfe Gottes vernichtet werden würde.

Kleine Meldungen.

. Bremerhaven, 25. Okt. Ter DampferWillehÄ/^ itö mit den aus Rußland ausgewiesenen 830 Japaner« gestern in See gegangen. Von Bord derWillehad" längÄett- liegendenGera" aus ttchtete der Bevvllmack^iqte der Berliner wpamwien ^sandtschaft, Oda, herzliche Mschiedsworte an ferne. Landsleute^ bte Kopf an Kopf an Bord desWillehad" standen^ und Banzat auf Banzai auf den Norddeutschen Llovd und Teutsch- land ausbrachten. Tie Musikkapelle spielte wiederholt die pantsche Hymne.

Lemberg, 25. Okt. Wie aits Lubaczow berichtet tofrbL' ftnh etwa 70 Kosaken mit Pferden und der gesamten Au8 rüstttng. übet die galizische Grenze geflüchtet, um nicht nach tem Kriegsschauplätze abgehen zu müssen.

261 OK Tas internationale svzia- l r st t sche Bureau rtchiet an die Genossen der europnschen^ Pnlamente eine Note in der die sozialisttschen Patteien mtf* gefordert werden, dem Vorschläge Jaures zu entsprechen, welchcr^ dahin geht, in allen Parlamenten an demselben Tage einen An- ttag ktn zubringen, der die Mächte zu vermittelndem Lin schrei-' ten htnstchtltch des Krieges im äußersten Osten auffordett.

Der Segen des Zarewitsch.

dlnekdote über die Abfahtt der balttsche«^ vlotte rmrd einem englischen Blatte aus St. Detersburg be*;

sie zum letzten Male besichtigte, ließ «s 1 k11 teil Admiral R oschdje swens ki, kommen

und führte ihn m ein Zimmer, in dem die Kaiserin mit dem u ein en Zarewitsch auf dem Sffwße saß. Ter Kaiser ftrderte den

. mtf, die Hand des Kindes zn nehmen. Vorsichtig tat der Admn:al, wie ihm geheißen war, und fand dann in dem zier- lick)en Fäustclvn des Kindes ein kleines Heiligenbild, daS er seit­dem stets trägt. Ter Kaffer aber sagte ernsthaft zu ihm: mrral, mein So bn segnet Sie."

Russische Schiffe in den europäischen Gewässern.

Brest, 25. Okt. Trei russische Torpedojäger mit eincnv Kohlenicbisse passierten heute vormittag westwätts' dlimpfer^' ^Ouessaut.

B r e st, 25. Okt. Außerlrall» des Hastns ankett ein russisches Trmlslwrffchiff. Man glaubt, daß es Kohlen für das baltische Geschwader geladen bat.

Paris, 25. Okt. Ter (recht unzuverlässüte)Mattn" fre* richtet auS Petersburg: Fünf in Dentschlaud aufge­kaufte Hilfskreuzer, nämlich: Ton, Ural, Kuln-m, Terek

Enffchuldigungen geregelt werden, sondern die schuldigen Ge- s ch w a d e r ch e f s' müßten auf das st r e n g ft e b e st r a f t werden., - TieMorning Post" erfähtt, daß Telegramme an den Kom­mandanten des Mittelmeer- und Aermel-Kanal-Geschwaders ge­sandt worden sind.Morning Leader" nennt RoschdjeswenE und seine Mannschaften Gesindel und fordett die sosottige Zurück- berufflng des Admirals und dessen Stellung vor ein Kriegsgettcht.

Tie liberale und ckonsewative Presse Londons ist überein­stimmend der Ansicht, daß England berechtigt sei, die A b b e ru s- ung seinesBotschasters zu verlangen. Mehrere Blätter erllären, die Regierung müsse selbst auf die Gefahr kriegettscher Verwicklungen hin für die Sicherheit der englischen Handelsmattne besorgt sein.

Ein italienffches Militärblatt meldet aus Petersburg, der Zar habe, als er von dem Zwischenfall Mitteilung erhielt^ große Betrübnis an den Tag gelegt. Er habe sofort eine genaue Untersuchung einleiten lassen imb erklärt, daß den Eng­ländern vollste Genugtuung gegeben werden müsse.

Per Krieg zwiscken Japan und Mußland.

T»as FischerbootSnipe" ist in Hüll mit zwei .Ver­endeten desErane" eingetroffen. Der Schiffskörper des Snipe" ist stark beschädigt.

Das FischerbootGuu" ist in Hüll mit drei Verwun­deten an gekommen; snran glaubt, baß sie auch vorn Fischer­bootErane" sind.

Bei der L e i ch e n s ch a u über die verunglückten Fischer erklärte der Vorsitzende, die F-rage, mit der sich die Jury zu beschäftigen habe, sei sehr ernst und vielleicht von inter­nattonaler Bedeutung. DaS Londoner Auswärttge Amt habe ihn ersucht, die Leichen photographieren zu lassen. Außer­dem sollen die Leichen, wenn »möglich, bis zur Besichttauna durch die russische Wvtschast aufbewahrt und die Leichen­schau bis dahin verschoben werden. Der Vorsitzende teilte Wetter mit, daß wahrscheinlich noch ein dritter Fffcher seinen Verletzungen erliegen werde.

n!0 Eduard hat den Familien der Hüller Opfer 200 Psund Sterling (4000 Mk.) überwiesen P

Die Königin übersandte dem Mirgermeister von Hüll 100 Pftmd Sterling für die Witwen undWaisei! der getöteten Fischer, sowie durch die Verletzungen arbeitsunfähig ge­wordener Uscher. In dem Beg-lei tschreiben spricht die Kö­nigin rhre Teilnahme aus und erkundigt sich nach dem Be­finden der Verwundeten.

"TimeS" veröffentlicht jetzt einen sehr ffcbminWn Ar fctet ten Zwischenfall. Es heißt darin u. n.: Wenn die Regierung es unterlassen wlirte, hinreichende Genug- Zu geben, so befinde sich Mlgenblicllich das englische tflemui ÄStt' Gibraltar und Lisjabon, alsa auf drn, Wege deS baltffchen Geschwaders und diese Schiffe sind imstande nötlffensattS selbst unser Reckst zu schützen. Am Schluß heißt es, die ffugelegeuheit fönne nicht bloß durch Entschädigungen uild