General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Eichen
Dienstag 26 Juli 1904
Rotationsdruck nnb Vertag der Brühl'fche» UnwerfttätSdruckeret. 5L Lange. Gießen.
Redaktion. Expedition «.Druckerei: Schulstr. V, Tet. Nr. 6L Telegr^Adr, i Anzeiger Gießen.
Kirche und Schule.
Einweihung der Proteflationskirche in Speyer. Die zum Gedächtnis der Protestatton von 1529 zu Speyer errichtete Protestattonskirrhe, ein herrlicher gotischer Bau, soll am 31. August feierlich einge- weiht und ihrer Bestimmung übergeben werden. Zu diesem Baufonds des in noch nicht ganz elf Jahren vollendeten hochragenden Domes, der ein mächtiges Zeugnis protestantischer Glaubensstärke und hoher evangelischer OpferftLudig- keit darstellt, haben auch die Bewohner unseres Großherzogtums und auch 'die Evangelischen rmserer Städte von jeher iu besonderem Maße beigesteuert. Alle Geber sind daher zu der Weihefeier eingeladen, zu der folgendes Programm aufgestellt wurde: Dienstag, 30. August, als Vor>
den Leuchter mngestoßen" tvnmalend so dar, daß er die Stimme immer tiefer Reifen und verlöschen läßt. Die folgende Tenor- Arie stellte dre bekannte geschlitzte Kraft des betr. Dercinsmit- Olieds vor große technische Schwierigkeiten, die so gut über wunden wurden, daß das bon Bach beliebte Passagenwerk der Stimme niast so unangenelnn anffiel. Auch hier war die Geigen begleitung wunderschön, hierauf folgte als Schluß der Kantate ein Choral „Beweis' Dein' Macht, Herr Jesu Christ'.
Las Kirchenkonzert, das kaum mehr als fünfviertel Stunden gedauert hat (auch dies war ein Vorzug, den man, ohne als zlumwarbar verschrieen zu werden, tuobl hervorbeben darf: die melsten musikalischen Darbietungen übersättigen den .ftdrer), bat
Beteiligten große Befriedigung gesunden. Der Kirchengesangverein kann mit Genugtuung auf seine 25jährige Tätigkeit zurücksehen. Hoffentlich entwickelt er sich weiter unter der sachkundigen Leitung seines Dirigenten und bei der freudön'n Mitwirkung seiner Mitglieder. Möchte er nur öfter uns. seine Darbietungen bringen, wenn auch nicht das intensive religiös musikalisch^ Leben zu erzielen ist, ttie z. B. in Leidig, wo au der Wirkungsstätte Bachs, in der Lbomaskträw, jeden Samstag imchnlittag . eilte „Motette" gegeben wird, und jeden Sonntag abwechselnd in mehreren Kirchen ein prachtvolles Kirchenkonzert Hunderte mitten aus ihren Spaziergängen heraus anlockt und zur geistigen Sammlung ruft. R.
' 19(? ^.500 000 Mk. für Heilverfahrenszwecke verausgabt ^emahe 44 000 Versicherte haben behandeln lassen., : Der Kostenaufwand hat im Jahre 1899 etwas über vier ' d^onnl betragen, hat sich seit 1899 also beinahe ver>- : dreifach!. Prozentual auf die Einnahme aus Versichev- ungsbetttägen berechnet, haben die Versicherungsanstalten Berlin, Baden und Heilen die höchsten Aufwendungen gemacht. Diese drei Anstalten (Baden und Hessen haben ungefähr gleiche Aufwendungen) nehmen die ersten Stellen in dieser volkswirtschaftlich und volksgesundheitlich so wichttgen Fürsorge für ihre Versicherten ein. Die Invalid en v ersich erungs anstalt Gr. Lessen bat im Jahre 1903 etwa 422 000 Mk. für Heilverfahrenszwecke vev- ausgabt und nahezu 1400 Pesronen verpflegen und ärztlich? behandeln lassen, um der denselben drohenden FnvalidiS zu steuern und sie ihrem Beruf wieder zurüchugeben. 2ie> Versicherungsanstalten haben insbesondere den Kampf gegen die Lungentuberkulose ausgenommen und im Jahre 1903 über 20 000 tuberkulöse Personen mit einem Kostenaustvand von ungefähr 7 400 000 Mk. in Lungenheilstätten re. behandeln lassen.
** Die Zeit der Sternschnuppenschwärme rückt wieder heran. Der sommerliche Sternschnuppenfall der Monate Juli und August ist an manchen Abenden sehr reich und — klaren Himmel vora usgesetzt — sehr schön zu beobachten. Während der stärkste Strom von Meteoren, die berühmten „Tränen des heiligen Laurentius", freilich erst am 11. August in größter Masse die Erdatmosphäre berührt, sendet er doch bereits einige Vorläufer voraus, die schon Mitte Juli erscheinen. Der Strahlungspunkt dieses Sternschnuppenregens befindet sich im Sternbilde des Perseus, wonach der Meteorschauer überhaupt den Namen Perseiden erhalten hat. Es sei darauf aufmerksam gemacht, daß noch mehrere andere Sternschnuppenfälle in nächster Zeit eintteten können, die von den Sternbildern des Pegasus, der Andromeda, der Casfinia und des Schwans ausgehen, und daß die Ueberwachuug des Himmels während der kommenden Sommernächte recht lohnend ausfallen kann. Auch größere Meteore, die man zum Unterschied von den Sternschnuppen mit dem Ausdruck Feuerkugeln zu bezeichnen pflegt, kommen in dieser Jahreszeit nicht fetten vor.
a. Bad-Nauheim, 25. Juli. Am Sonntag nachmittag 6 y, Uhr verunglückte hier Ecke der Bahnhof- und Ludwigstraße ein Automobil. ES kam in vollem Lauf um die Ecke gefahren, als eS ein Rad verlor und aufs Trottoir gegen eine Bank geschleudert wurde, worauf zwei Damen saßen. Diese kamen glücklicherweise mit dem bloßen schrecken davon. Der Führer und einige Insassen deS Auto- mogils wurden aufs Pflaster geworfen, kamen jedoch mit einigen Hautabschürfungen davon. Das Automobil wurde später zur Reparatur fottgeschafft.
§ Friedberg, 25. Juli. Der Zustand der Ufa bretet alljährlich im Sommer ein trauriges, ja bedenkliches Bild. Das früher klar und munter dahinrauschende Taunus- seit fast 10 Jahren durch die Einleitung der Fakatten Bad-Nauheims verseucht; trübe und schlammig wälzt sich das grüngelbe Wasser dahin und verbrettet einen furchtbaren Geruch, der besonders bei der jetzigen Hitze und' Trockenheit unerttäglich ist. Die sanitären Verhältnisse Frredbergs leiden darunter sehr. Selbst Enten und'Gänse meiden jetzt das Wasser. Die Mühlenbesitzer imd Anwohner der Ufa haben seit Jahren erfolglos gegen den jetzigen Zustand protestiert und Abhilfe verlangt, aber bis jetzt ohne Erfolg. 1
§ Ulfa, 23. Juli. Bei den gestern hier stattgehabten Gemeinderatswahlen wurden von 11 Kandidaten neu gewählt: Hch. Karl Lenz, Hch. Stoll, Joh. Hch. Zimmer, Fr. Sturmfels, Gg. Kd. Roth. Es hatten 215 Wähler von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht.
4* Echzell, 23. Juli. Der 82jährige noch sehr rüftige Landwirt Eichel mann wollte mit seinem 12jährigen Enkels Klee holen. Das ängstliche Pferd wurde durch' Schwärme von Hornissen und Fliegen sehr rmruhig und ging durch. Eichelmann versuchte, das Pferd zu hatten, kam jedoch zu Fall, wurde ein Stück geschleift, schließlich zu Boden getreten und vom Wagen überfahren. Schwer verletzt
Kine Webe des französischen Ministerpräsidenten.
Zu Ehren des Ministerpräsidenten Combes und des Krtegsministers Andrd fand am 24. d. M. in Carcavonne ein großes Festmahl statt, an dem gegen 3600 Personen teilnahmen. Der Ministerpräsident hielt eine Rede, die besonders in den Bemerkungen über die äußere Polittk viel Uebertteibungen enthält. In dieser Rede rechtfertigte er ore innere Politik der Regierung, und wies auf die der den Gemeindewahlen ttotz der gewalttgen Anstrengungen der Opposition und der großen Macht der Kongre- gattonen erzielten Erfolge hin, und die jüngsten Vorgänge, die geeignet seien, eine Lösung der Beziehungen zwischen Staat und Kirche nach den Wünschen derRepubtikaner Herdeizuführen. Die Regierung habe verstanden, Ordnung und Freiheit zu schützen, und gewaltige Ausstande einzudämmen, deren häufiges Vorkommen den Interessen der Arbeiter ebenso schädlich sei, wie der Entwicklung der Industrie. Der Ministerpräsident verwahrte sich dann gegen die Beschuldigung, daß er gegen Unruhestifter unerschöpfliche Nachsicht an den Tag gelegt habe und verwies auf die Lage des öffentlichen Kredits und die Wiederherstellung des Gleichgewichts im Staatshaushalt. Im weiteren Verlaufe seiner Rede führte Combes sodann aus: Wenn demnach unsere innere Polittk es mit jeder unparteiischen Krittk aufnimmt, so ist unsere äu ßere Politik ein Gegenstand des Neides und der Bewunderung für die ganze Welt. Allerdings haben wir keine kriegerischen Abenteuer und keine kolonialen Eroberungen aufzuweisen, aber wir haben die patriottsche Freude, ftstzustellen, daß Frankreich zu keiner Zeit größeres Ansehen un d größere Achtung genossen hat. Niemals ist die Freimütigkeit und Loyalität seiner Diplomatte lauter anerkannt wordert. Niemals sind seine von beständiger Sorge für den Weltfrieden eingegebenen Ratschlage mit mehr Entgegenkommen ausgenommen worden. Wenn die früheren Ministerien auch einen rechtmäßigen Anteil an dieser Lage . haben, so darf doch das gegenwärtige Ministerium ohne Uekerhebung auf seinen überwiegenden Anteil an der Gestaltung dieser Lage zuruckblicken. Gerade das gegenwärtige Ministerium hat das Verdienst, die ersten Schiedsgerichts- t) et träge unterzeichnet und babei bie Gelegenheit wahrge- nomtten zu haben, alte und neue stets zu befürchtende Stteitfragen mit England aus der Welt zu schaffen. Unser V -bündeter Rußland ist im Vertrauen auf die Festigkeit der Bande, die uns mit ihm verknüpfen, der etftc gewesen, der über unsere Bemühungen, uns ankeren Mächten zu nähern, Freude empfunden hat. England hat in Anerkennung des seinem Könige bereiteten würdigen und herzlichen Empfanges unser Abkommen mit ihm der Welt kundgegeben. Noch klingen in unseren -Ohren die begeisterten Zurufe wieder, mit denen in Rout der verehrte Präsident unserer Republik begrüßt worden ifc den die klerikale Reaktion den Italienern als einen gemeinten Feind ihrer ötionalen Einigkeit hinzustellen sich bemühte. Am meisten n cuen wir uns darüber, daß die inneren Gefühle der Völker sich in vollem Einklänge mit den Absichten der Diplomatte befinden, die neuen Abkommen nicht nur als ein gesichertes Unterpfand, fonbern auch als ein wirksames Werkzeug zur Aufrechterhaltung des Weltfriedens zu betrachten, dem: ttotz des aus der Ferne ertönenden Kriegslärmes bleibt der Friede unsere erste Sorge und '/unser fester Entschluß. Nach der Rede, die häufig mit lebhaftem Beifall ausgenommen wurde, begaben sich 'der Ministerpräsident und der Kriegsminister zur Präfektur.
Evangelischer Kircheugesangverein Kietzen.
GießeN, 25. Juli.
. Anr 24. Juli, abendA 8 Uhr, veranstaltete der Evang. Kircherr- gewngverein Gießen zur Feier feinet 25jährigcn Bestehens eine a e i u l i d)_e Musikaufführung in der Stadtkirche zu Gießen, ä? f oer schwülen Sommerhitze hatte sich eine zahlreiche Zuhörerschaft versammelt; auch von auswärts waren Freunde des Vereins und feiner guten Sache herbeigeeilt.
» eröffnete ein Bachsches Orgelstück, das nach
kurzem Präludium eine Fuge über den Namen Bach enthält und zeigt, wie es der Altmeister kirchlicher Musik verstand, selbst nu5 einem einförmigen kurzen Motiv ein herrliches Tonstück
sch^istn. Die vielen technischen Schwierigkeiten überwand Organist Gorlach mit gewohnter Bravour, auch kam dabei unser schönes Orgelwerk zur vollen Geltung.
Es folgte ein acht stimmig er Thor von Peter Cornelius „Liebe, ergeb' ich mich", den der Evang. Kirchengesangverein unter der bewährten Leitung seines Dittgenten, Universitäts-Musikdirektor Traittmann, frisch und rein zu (Wefrör brachte; sehr an- srtechend war bet Wecktselgesang zwischen dem Frauen- und Mannerchor.
In der edlen $erInnung des 126. PsalmS von Hans Hermann 'Altsolo mit Orgelbegleittmg» fand hieraus der Gast, Frl. Dier- l^a r t aus Düsseldorf, Gelegenheit, uns durch ihre sympathische stimme zu entzücken, die von einer für Altstimme ungewöhnlichen Klangfülle und selbst noch in der Höhe sehr ergiebig war.
In den beidlm Dacl'schen geistlichen Liedern für Soli und Chor ^bearbeitet von Wolfrum) „Vergiß mein nickst" und „Dir, Dir, Jehova will ich fingen" hatten Mitglieder des Vereins (Dopran-- und Tenorsolo) ilyr Können in den Dienst der Sache gestellt > >> schau öfter, erfreuten sie uns auch dikSmal mit ihrem s l'önen, klaren Vortrag. Eine wahre Freude war es dann, den dreistimmigen Lhor der städt. 5t1wbenschule „Der Herr ist mein Hirte" (von Naegeli) zu hören. Der hiesige Stadtknaben«
chor unter der vorzüglichen Leitung deS Organisten Görlach hat sich allmählich zu einem treuen Freund nnb Begleiter des evang. Kirchcngesangvereins herausgesungen; seine Darbietungen wirken immer besonders ergreifend oder erquickend. Der reine Ton, die Präzision des Einsatzes und der Durchführung, die Ausspracl>e die Atemteckmik! Das Zarte, Duftende dieses Knabengesanges ist uns Alten immer besonders anheimelnd; ist es doch, als würde unser von den Dornm der Mtäglichkeit überwuchertes Kindergemüt wieder geweckt, wenn ivir diesen Knabenchor singen hören, oder gar singen sehen und merken, wie sie gespannt auf jeden Wink ihres Dirigenten achten. Diesem und seiner kleinen Küiistlerschar sei bei dieser Gelegenheit ganz besonderer Dank ausgesprochen.
Die beiden nächsten Stücke waren Mendelssohns ?lltsolo für Chor und Orgelbegleitung „Herr, wir traun auf Deine Güte" und die Arie „Sei fülle dem Herrn" auS Mendelssohns Oratorium „Elias". Der Meister der „Lieder olyite Motte" bewahrt auch in seiner Kirchenmusik das Melodiöse, die große Singbarkeit. Im Altsolo gefiel uns namentlich die Wärme deS Gefühls, die der Gast in das „Danken freudig immerdar" legte; der Chor nimmt die freubige Stimmung auf und führt das „Danken freudig immerdar" zu einem erhabenen, jitbehiben Schluß.
Ten Schluß des Programms bildete Backes Kantate für Soli und Chor mit Begleitung von Streichinstrumenten und Orgel „Bleib bei uns". Nach der Einleitung, die dem Fugenmeistn' allerdings zu einem großen, selbständigen Teil, den er wesentlich hätte kürzer fasset! können, ausgewachsen ist, setzt die Alt Arie mit „hochgelobter Gottessohn" ein, eine sehr dankbare und schön gesungene Partie, die von reizendem ö^eigenspiel mit Triller und einschmeichelndem „Bitten" nunvoben ist; mit Genuß hörten wir die vorzügliche Geigenbegleitung, die wir einem kunstsinnigen Vereinömitglied verdanken.
Nach dem Chor „Ach bleib bei uns, Herr Jesu Christ", folgte als Baßrezitativ ein Solo eines Verein-Mitglieds, twö uns sehr gefiel; am Sclstuß stellt Bach bnä „Drum hast Du auch
feier: 5 Uhr nachmittags: Enthüllung des Lnther-Denk- mals in der Gedachtnishalle. (Festrede: Prof. Gümbel- Speyer.) 8 Uhr abends: Einläuten des Festtages. 8V2 Uhr abends: Gesellige Vereinigung mit den Gästen in der Schwarhschen Halle. (Begrüßung, Ansprachen der verschiedenen Kirchenregiewmgen und Universitäten.) Mittwoch, 31. August: 6 Uhr: Festgeläute. Choralmusik. 9 Uhr: Aufstellung des Festzuges in der Dreifalttgkeitskirche. 10 Uhr: Einzug in bie GedächtNiskrrche. Weihe. Festpredigt. (Oberhofprediger Dr. Dryander-Berlin) Zu diesem Gottesdienste haben mrc diejenigen Zutritt, welche mit Einladungskarten versehen sind. 12 Uhr: Zweiter Gottesdienst mit Festpredigt. (Oberkonsistorialrat Wessel-Detmold.) iy2 Uhr: Festessen im Stadtsaal. 4 Uhr: Dritter Gottesdienst mit Festpredigt. (Stadtpfarrer Fischenker-Fürth.) 8 Uhr: Glockengeläute und bengalische Beleuchtung der Kirche. Von 3 Uhr nachmittags ab Festversammlungen in der Schwartz- schen Halle und im harten von Schultz. Als Vertreter des Großh. Hess. Oberkonsistoriums werden, wie mir erfahren, Oberkonsistorialprasident Dr. Buchner und Prälat Dr. Walz, als Vertteter der llniversttat Gießen Prof. Eck an der Feier teilnehmen.
Aus Stadt Md Land.
Gießen, den 26. Juli 1904.
** Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten-Versammlüng Donnerstag den 28. Juli 1904, nachmittags 4 Uhr. 1. Mitteilungen 2. Dispensationsgesuch von Karl Nicolaus für die Roonstraße. 3. Desgl. von Fritz Schmitz für die Hamm- straße. 4. Desgl. von Peter Minke für die Hannnstraße. 5. Desgl. von L. Rotherrberger Wwe. für Krofdorfer Weg. 6. Desgl. von Arthur Gräfe für die Frankfurterstraße. 7. Desgl. von L. Hellmold für den Wismarer Weg. 8. Desgl. von V. Moser für den Mesecker Weg. 9.. Desgl. von I. Pfaff für die Stephansstraße. 10. Desgl. von K. Dürr für den Großen Steinweg. 11. Desgl. von Sack & Jug- h.arbt für Südanlage 20. 12. Uebersicht über die wttk- lichen Einnahmen des Realgymnasiums und der Oberrealschule für 1903/04. 13. Voranschlag des Realgymnasiums und der Oberreasschule für 1905. 14. Beschaffung von Farbe zum Anstrich von Brücken. 15. Beschaffung eines Motors für den Steinbrecher. 16. Beschaffung von Bohrzeug. 17. Beschaffung von Fußbodenöl. 18. Vergebung der Tonnenabfuhr. 19. Unterhaltung der Erbbegräbnisse von Labroisse und Hoffmann. 20. Anschluß der Metzger Schreinerschen Wurstfabrik am Seltersweg an das elektrische Leitungsnetz. 21. Festsetzung des durchschnittlichen Tagelohns für die Krankenversicherung. 22. Jagdberechtigung desBrauerei- besihers Gg. Bichler dahier. 23. Feldbereüngung in der Gemarkung Gießen rechts der Lahn; hier: Benennung der neuen Gewanne. 24. Gesuch der Karl Buß Ehefrau dahier um Erlaubnis zum Betriebe einer Automatenschankwirt- schast im Hause Marktplatz 5. 25. Gesuch des August Helfen- bem um Erlaubnis zum Betriebe einer Kantine bei der Kläranlage. 26. Desgl. des Ludwig Gräf bei den Kliniksneubauten. 27. Gesuch des Karl Euler um Genehmigung zum Mirtschastsbettieb im Hause Hammstraße 15.
- Die Sammelausstellung des Hessischen Landwirtschaftsrats von Stein- und Beerenobst auf der großen internationalen Gartenbauausstellung in Düflel- dorf vom 23.-28. Juli dss. J§. In der vom Hessischen LandwirtschastSrat veranstalteten SammelauSstellung aus dem Großherzogtum Heflen wurden in Düsseldorf zwölf Preise erworben, darunter ein hessischer Staatspreis (Obst- und Gartenbauverein Ingelheim), zwei 1. Preise (Obst- und Gartenbauverein Oppenheim und Obst- und Gartenbauverein Lsienheim), ferner fünf 2. und vier 3. Preise. Der Wett- Irewerb war sowohl aus den Nachbargebieten, namenllich aus der Rheinprovinz und Baden, insbesondere aber auch auS dem Auslande, namentlich von Frankreich, Holland und Ungarn, sehr stark.
** Jnvaliden-Versicherung. Das Reichsver- icherungsamt in Berlin hat kürzlich die alljährliche Ueber- icht über die Kosten und Erfolge der HeilbehanLlung (Heilverfahren gemäß § 18 des Invaliden-v-ersichernngsgesetzes) herausgegeben. Daraus ist zu entnehmen, daß die Lanoes- versicherungsanstalten und Kassencinrichtungen im-Jabre
— Bereinigung bildender ü nstler f ü r m 0 n u mentalen Grabmalsbau. Unter diesem Namen ift in Dresden ehre Reibe 5hlnfiter zusamimmgetreten, Mitglieder ver sch-ebener Richtungen. deS Teutfcben Künstlerbundc^ nnb anb.m Bereinigungen nut dem Zweck. Grabdenkmäler ui schassen, bei denen s)(nintcFt, Mater und Bildhauer gemeinsam wirten und jeder im Rahmen bei ganzen Idee ba» Vollendete ferner eigenen Kunst dazu gibt
bkr> 173 Zweites Blatt. 154. Jahrgang
Erscheint täglich mit Ausnahme beS Sonntags. J ®
Die wStetzen« Familienblätter" werden dem f I AW
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