Ausgabe 
25.10.1904 Viertes Blatt
 
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Kirchweihfest statt. 38 Jahre sind jetzt verflossen, seit die neue Kirche 1866 ihre Weihe erhielt. Damals zählte unsere, Gemeinde nur etwa 600600, heute ist diese Zahl auf ca. 17001800 angewachsen. Von der früheren Kapelle ist nur noch eine kleine Orgel vorhanden, welche ein hiesiger Ein­wohner besitzt.

§ Lich, 24. Okt. I. I. K. K. H. H. der Großherzog und Prinz Heinrich von Preußen nebst Gemahlin trafen am Sonntag abend 10 Uhr mit Gefolge im fürstlichen Schlosse zum Besuche der hiesigen Herrschaften ein. Die Reise wurde am Morgen mit zwei Automobilen in Hannover an­getreten und erlitt in Cassel durch Benzinsüllung einen zwei­stündigen Aufenthalt. Die Stadt hatte zu Ehren des hohen Besuches reichen Flaggenschmuck angelegt und das Publikum, welches die Straße vor dem Schlosse füllte, begrüßte die hohen Gäste mit brausenden Hurrarufen. Die Weiterreise nach Schloß Wolssgarten erfolgte heute mittag 2 Uhr. Das 8-jährige

bei ein anwesendes Ehrenmitglied die Geschichte des Vereins berichtete und der Gründer und verstorbenen Mitglieder ge« dachte. Am Sonntag nachmittag fand auf Lonys Bierkelle, noch ein Familienfest statt, welches ebenfalls gut besucht roa( und wobei getanzt und gesungen wurde und einige humo­ristische Aufführungen stattfanden.

A* Der kath ol. Gesellenverein feierte am Sonntag sein 7. Stiftungsfest. Dekan Bayer hielt eine Ansprache, wo­raus ein Prolog gesprochen wurde. Ein paar Theaterstücke unterhielten die zahlreichen Anwesenden aufs Beste. Ein Tanz bildete den Schluß.

** Verhaftung. Gestern nachmittag wurde der schon seit etwa 3 Wochen von der Gr. Staatsanwaltschaft Gießen wegen Betrugs verfolgte Maurer S. aus Wieseck durch einen hiesigen Gendarmen verhaftet. Auch hier wollte er wieder die Flucht ergreifen, wurde aber durch den Beamten in den Gärten der Schützenstraße eingeholt. S. ist verheiratet und ein vielfach vorbestrafter Mensch. Er hat sich, ohne nach Hause zurückzukehren, in letzter Zeit in Gießen und Umgegend obdachlos umhergetrieben.

** Unbestellbare Postsendungen. Bei der Ober- Postdirektion in Darmstadt haben im Jahre 1903 18 356 aus Orten des Großherzogtums Hessen herrührende Post- sendungen (und zwar 4238 Briefe, 13468 Postkarten und 650 Drucksachen) vernichtet werden müssen, weil sie weder

Aus Stadt «»d Land.

Gießen, 25. Oktober 1904.

Das Vorlesungsverzeichnis der Landes-

fit Tilsit beschrittenen tengrit WeaeS, Mer Wnigspsatz den glor­reichen Versailler Abschluß. Diese geweihte Stätte müsse eine Mahnung bleiben, die großen Geschicke deS Vaterlandes nirfxt dem Parteigeiste und dem Streite bo3 Tages unterzuordnen, sondern sich allezeit bewußt zu Weihen, daß der große Name Deutschland jedem Deutschen große Pflichten auferlegt, die nicht mit Festes- stinnmmg, mit Worten und Liedern, sondern durch ernste, männ­liche Arbeit erfüllt sein wollen. Der Redner schloß mit einem Hoch auf den Kaiser.

Nachdem der Kaiser che Erlaubnis erteilt hakte, fiel die Hülle. Der Kaiser besichtigte dann das Denkmal und unterhielt sich mit dem Künstler und zahlreichen An­wesenden, insbesondere mit den Mitgliedern der Familie Roon. Abg. Graf Noon wurde als erbliches Mitglied in das Herrenhaus berufen, der Kriegsminister von Einem erhielt den Roten Adlerorden 1. Klasse mit Eichen­laub, der Schöpfer des Denkmals, Hans Magnnssen, den Roten Adlerorden 4. Klasse. 'An dem Denkmale wurden zahlreiche Kränze niedergelegt.

manen; Dr. Helm. . . & - Volksschullehrer nicht geeignet als Re»

" Tie e r ft en T o 11 o r a n b i n n e n t n ® * = B c L r d e o f f i 3 i c r c. In den «Hessischen Schulbl." lesen wir:

.*'Ä1* in mit W. »i d-m R,,-».»! N, 11« m I»°- °»

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1817 promovierte hier Marianne Theodore Eh ar- liche Einjährige ein halbes Jahr gedauert hatte, wurden Lotte Heiland, durch Adoption ihres Stiefvaters von 10 der Einjährigen auS diesem Unterricht verwiesen unb unter Siebold genannt Sie tour geboren am 10. Dezember diesen befanden sich die fünf Volksschullehrer. Der Unterricht 1791 zu Heiligenstadt im Eichsfelde als Tochter des Re- cgc « aussichtslos, so wurde gesagt. DaS Blatt bemerkt gierungsrates Heiland. Beseelt von dem Wunsche, na.d) ,. . sollte eS mit derReserve-Leutnants-Herrlichkeit"

dem Beispiele ihrer Eltern der Menschheit nützlich zu wer- o aeqanqen sein?"

den, erhielt sic Unterricht in her Geburtshilfe teils durch der LCel^chuUeyrer ° chneu u ^n°e g-g ng

ihren Stiefvater, den nachmaligen Mediziiialdixektor Da- \ (. her ^nfnnfpne^eaimentcr

Darmstadt, teils durch ihre Mutter, richt an den Kapitulantenschulen der Jnfanterie-Regmienter

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So kam er auch in eine Mädchenschnlklasse und richtete an die Kleinen eine Reihe von Fragen, die sie ineist prompt beantworteten. Dann fragte der Bischof weiter:Kann mir mm auch eine von Euch sagen, wer wohl da§ bravste Kind auf dieser Welt war?" Darauf allgemeines Schweigen, Endlich streckt eines der kleinsten Mädchen au3 ben hintersten Reihen die Hand in die Höhe und antwortet: Unser Prinzeßchen/ Die Wirkung dieser herzigen Ant-i wort auf die Zuhörer soll eine tiefe gewesen sein.

** Worms, 23. Okt. Bei den hiesigen Stadtver­ordnetenwahlen siegte die gemeinschaftliche Liste des Geselligen Vereins nationalliberaler Bürgerschaft" und des Evangelischen Bundes. Zwei ausgesprochen ultramontane Kandidaten und bisherige Stadtverordnete wurden das Opfer einer Volksstimmung, die aus der bekannten Angelegenheit der Hoensbrochversammmlung (die demnächst stattfinden wird) und des städtischen Theaterraumes, der für diese Versammlung von den Stadtverordneten zur Verfügung gestellt wurde, hervor- qing. Aus dem hiesigen Amtsgerichtsgefängnis sind vorgestern zwei Gefangene entwichen. Der eme, em 34 Jahre alter vielfach vorbestrafter Tünchergeselle von hier batte eine längere Freiheitsstrafe wegen Körperverletzung, falcher Anschuldigung und Unfugs zu verbüßen, während der andere, ein 21 Jahre alter Metzgergeselle van hier wegen Betrugs sich in Untersuchungshaft befand. Die Nachforschunge»' >nach den Flüchtlingen waren bis jetzt erfolglos.

nni v erfität für daSWinterhalbjahr 1904/05 enthält folgende Vorlesungen von allgemeinem Interesse: Entstehung des Christentums; Dr. Holtzmann. Philipp der Großmütige von Hoffen und feine Zeit; Lic. Köhler. Dreieinigkeit und Gott-i Adresfate'n noch dem Absender hotten ^gestellt werden Menschheit, Geschichte und Kritik der alt.irchlichon Le.,re; fönncn> Untcr bcn Sendungen befanden sich allein 6656 Dr. Krüger. Anatomie der äußeren Körperformen; Dr. penne- dcrcn Rückgabe an den Absender lediglich deshalb nicht berg. Schulgesundheitspflege ( für Richt - Mediziner ), war, weil er sich weder auf noch in den Sendungen

Prof. Dr. Kossel. Schiller als Philosoph; 'Lr*ap^ln c genannt hatte. Wie viel Unannehmlichkeiten mögen den Äd-

Dcseendenztheorie und Darwinismus; Dr. von Wagner. - unfr den Absendern durch die Unanbringlichkeit der

Geschichte der französischen Revolution; r,r. Oncken. Sbndungen erwachsen sein, und wie viel ungerechte Vorwürfe Deutsche Geschichte m der Zettder Fremdherrschaft, . der Be- ü6er uzverlässigkeit sind gegen die Postverwaltung und

fremngsknege und deS deutschen Bundes ^05 bis 1850, Beamte erhoben worden. Es kann daher den Schreibern

Dr. Oncken. Erklärung anSgewahlter linttker ildwer e, Postkarten nur innner wieder empfohlen werden,

Dr. Sauer, lieber Sprachgebrauch und Sprachrichtigkeit; ^n Postkarten stets den vollen Namen und die Wohnung Dr. Behaghel. Die Wortbildung de6 deutschen; Dr. ehaghel, L g sibfcnbcr?, sei es handschriftlich, sei es durch Abdruck Geschichte des deutschen Dramas im Jahrhundert, l. -^eil; Stempels anzugebcn, damit ihnen, falls der Empfänger Dr. Collin. Geschichte der deutschen Literatur un 18. Jahr- ermittelt wird, die Sendungen zurückgegeben werden hundert; Dr. A. Strack. Religion und Mythologie der Ger- ^^n.

Nach unseren gestrigen Depeschen ist u .a. auch der Hauptmann v. Burgsdorfs alssicher tot" ge­meldet worden. Hauptmann v. Burgsdorfs, der Bezirks- ches von Keetmanshoop, war, wie wir in unserer gestrigen Wochenschau erwähnten, allein und unbewaffnet zu Hendrik Ditdot geritten, um ihn von )einem kriegerischen Vorhaben abzubringen. Dort wurde er seskgehalten; man glaubte aber annehmen zu dürfen, daß ihm kein Leids geschehen würde, da er seit zehn Jahren nahezu fteundschaftlichen Verkehr mit Hendrik unterhielt und dresem und seinen Leuten nur Gutes erwiesen hatte. Um so schmerzlicher überrascht die Nachricht vom Tode dieses verdienten Offiziers und Beam­ten. Wie es dazu kommen konnte, daß Burgsdorff un- bewaffnet war und den Wrtbois eine gesittete Art der Kriegführung zugetraut wird, ist vorläufig noch ein Rätsel. Vielleicht hat die Besatzung von Keetmanshoop den Versuch gemacht, ihren Führer mit Waffengewalt aus der Hand w SS3&*«w M, I*-. ew»«. I z- ,7. asnSSTm ÄSTSTTOS

KXlÄ'ta taÄÄ «Sl?m> to mebijini- M1^ ^ bM -imgm«--

in^iSmor y 3 ' schon Fakultät in Gießen 1815 die Würde einesDoktors System Stolze-Schrey eingeführt.

dwaiopmund in gegangen "eutwoin der Geburtshilfe" erhielt. Marianne eil and, ihre Kl ein-Lin den, 24. Okt. Gestern fand unser

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fhni3> rr p 1 rt 1*1 pn Unteroffizier Otto!Osiander und Langend.ck und erhielt lol* nach vesonoerer

^oericyeurer. ^nuftabt ihrem Berufe und wurde von hochgestellten

m f Frauen zu Rate gezogen, wie sie unter anderen bei der

Kirche uuo AchUie. Geburt der nachmaligen Königin Viktoria von England

Limburg, 23. Okt. In einer hier heute nachmittag statt- hilfreiche Hand leistete. Marianne Heiland vermählte sich

gehabten allgemeinen Landes v ersa m m l u n g bjr Katho- 1829 mit dem Oberstabsarzt Heidenreich zu Darmstadt und

liken Nassaus, wurde nach Referaten des Stadtpfarrers staxh daselbst am 8. Juli 1859.

und Schulirrspektors, Geistl. Rats Tripp-Limburg. Lebrers Muller- e Arbeitszeit der Gehilfinnen in der

MS MNAtzr«- tttirrn an das Staatsministerium unb das Preußische Abgeord- sowie die Putzmacherinnen, die fremdes Personal beschäftigen, netenhaus zu richten, die grundsätzlich den konfessionellen st^d, so unterrichtet man uns, vielfach noch der Meiniing, Charakter der Schule eingeführt und die nock) bestehenden k § ncue Gesetz vom 1. Juli 1904 habe für sie keine ES!!»«-»-- ............ -.............- .

>ient unb eine sittlick-religiöie Erziehuna der sckmle geroäbrleiitet. gehen. In jedem Betrieb mit fremdem Personal müssen die «^^tes Luh stürzte am SamStag nachnnttag

---'---- neuen Vorschriften anSgehängt werden und daraus kann^,eder.I Lnft ^en au§ dem 3. Stockwerk auf den Hof.

Z>ie Knthüllung des Aoon-Denkmals. mann, der des Lesens Halbwegs kundig ift, klipp unb Hat g( konstatierte so schwere Verletzungen des Kopfes, dasi

Berlin, 24. L-ktober. ersehen, wie viel Stunden die Gehilfen am Tag arbeiten!^ roo()[ jungeS Qe[,en csnbühen muß.

In Gegenwart des Kaisers und der Miserin wurde dürfen SamStagS muh aber d^^beck^um /,6^lhr g Dillenburg, 23. Okt. Im hiesig-« Kurhause sand

heute das Denkmal bes Kriegsministers Grasen Roon ent- aushören und Sonntags sftnHhnH dieser Tage in Gegenwart de8 Regierungs-Prasidentrn von

hüllt. Am Denkmale hatten sich eingefunden der Reichs- oder nur ganz ausnah m s m ei se m Notfällen ita 11 () a f . s- b gSic§5aben beg Eisenbahndirektions-Präsidenten

kanzler, die Minister, die Staatssekretäre, zahlreiche Mtb- Wenn nun dieser oder jener Pst^kus glaubt, er könne nach H g3 Vvrbesprechiing mit den hierzii einge-

gtteder des Reichstages und beider Häuser des preußischen Schluß der Werkstattsarbeit die Gehilsinnen noch Thome-Frarf1« unb ©interlanb-StreifcS über

Landtages, der Oberbürgermeister und der Stabtverord- .'tundenlang zur Ladenarbeit, zum V e r k a ii s e n la den en 3^rfe^cn ^l-ftatL

netenvorsteher von Berlin, die früheren Krregsmrmster ^ Herumtragen von Hüten, Kleidern, Schachteln daS Bahnbau-Proiekt ch

Bronsart von Schellendors und v. 'Goßler 2c. Empfangen er i«mV«u^^utzen, so ist er auf B.-B. Darmstadt, 24. Oft. Em allerliebstes Woü wurde der Kaiser von dem Protektor des Denkmalkomitees ' , b w ftrengen Strafen au8. 2ln aus Kindermund wird uns als verbürgt mitgetei t. Der seit

Prinzen Albrecht und dem Krtegsminrster v. Einem, oern vo z g ? ' / < Gilt» hnt di? Ge- ^reitaa abend rum ersten Male in Darnistadt weilende Bischof

Ter Kaiser schritt die Front der'von dem Füsilierregiment 60 Tagen könnenhat b« ®e- Jrettafl abenb 8um er in ben städtischen

Gras Roon" gestellten Ehrenkompagnie ab und betrat hilsinnen, soweit sie 16 Jahre alt Und, vis 10 uyr avenvs, von i ainj i katholischen Reliaionsunterrichts ab.

bann das Zelt. Nachdem Schulkinder BeethovensTie aber im Ganzen an einem Tag nicht langer aL 13 stunden I ^chiilen t I ..»s n«

Himmel rühmen des Ewigen Ehre" gesungen hatten, hielt zur Arbeit herangezogen werden, bevor jedoch die Ueberarbeu der Kriegsminister die Festrede, in der er ausführte, anfängt, also gleich und unmittelbar nach Beendigung der das Denkmal gelte den Manen dessen, der als Soldat, als aewöhnlichen täglichen Arbeitszeit muß der vorgeschriebene Staats- und als Kriegsminister allen stets ein Borbild ^intraa auf die Tafel gemacht sein. WennS not tut und ton ed,tcm Schrot unb Körnst" Bedürfnis vvrliegt, mache man lieber ehrliche Lieber.I war u.nv vteiven n)CrD-, nrbeit und traac dieselbe ehrlich ein, als daß man, wie dies

Ter Name Roon, io füllte er u. a. aus, sei bereits an deriarven uno nagt ui , j j

Weftgren^e durch ein Fort bei Straßburg i. E., im Osten durch auch schon vorgekonimen ist, m der Werkstatt das Licht a das Füsilier-Regiment, in Gumbinnen verewigt und werde im I pläst unb auf einem anderen Zimmer das Personal ziMi I nächsten Jahre durch einen Panzerkreuzer verewigt werden. Dazu pannernrhpiten iroinat.

geselle sich dies Tenfmat in nächster Nähe bes grosim Kanzlers ö <mäbteroerfammtung vor 25 Jahren. Die und des großen Feldherrn, zu ;ener ruhmvollen Treiemigkert ^15 a l) i e r o er i a y m cKrp;fnn

der politischen Führung, der Strategie und der organisatorischen Einberufung und der Verlauf der Versammlung voiii Freit g Schöpfetkrast. Der Redner verglich die drei größten Kriegsminister abend erinnert, so schreibt uns ein alter Gießener, an eine Preußens, Scharnhorst, der die Erhebung Preußens aus .rnedammluna, die vor etwa 25 Jahren in den da-

tiesitem Falle ruhmvoll vorbereitete, die Arbeit mit seinem eignen r5 Garten von unbekannter Seite ge-

Blute besiegelnd, Doyen, der nach wiedergewonnener Unab- maligen Wenzelschen Garten von miui , u t «uu y hängigkeit die vaterländische Wehrkraft neu gestaltete und ihr laden worden war. Der Saal war voll besitzt, die Burger die freute noch gütige Grundlage gab, und Roon, der die groß-1 harrten lange der Dinge, die da kommen sollten. Em älterer artige Umformung des Heeres ins Leben tief und in den parla- \a, pf.pnpr mürnei: anh dem allgemeinen Unwillen Ausdruck,! m-ntariichen Kämpfen um die Arme eorganiiatton und in den en er 9 » .. Nersammluna berufen habe, und

schwersten inneren Kämpfen, die den Staat in allen Fugen er- stellte die Frage, ,ver Die ^eqammiung u^u|lh y«v«r, uu schulterten, unerschrocken und fest auf der Bresche stand. Seine ersuchte den betreffenden Herrn, doch endlich hervorzutreten. Arbeit wurde gekrönt m weltgeschichtlichen Entscheidungen. Ten hierauf antwortete einer der Anwesenden wörtlich:Die schönsten Lohn fand die treue Arbeit Roons in der großen (Ente , ^in bekannt, einzweiling kann man awwer die Herr'n Ä£n er tic n.djt bartun/ Untcr allgemeiner Heiterkeit unb Radau zagen

bi* sorgen- und arbeitsvollsten seines Tienstlebens bezeichnete, die Versammelten ab. ,

Ferner betonte dann, daß der Königsplatz fortan nne geweihte »"Der GesangvereinHarmonie" feierte am Stätte von so glorreichen Erinnerungen sein ^de, wie sie afrenb in seinem Vereinslokal bei Wiegand sein

S&ftÄ £ ÄÄÄ. MÄlb«i«,4i »ii.».« m« -,«.m«... w-».

Ilnwerfltätan von feiten ber Studentenschaft falbst drohch nvrm ein Beschlufi des Jenen,er Senats vom IS März d I. ( Stubentifdie tlierbindungen, welche wesentlich reit- aiöMonfeffioneUe Zwecke verfolgen, sowie solch«, welche als Nitolieber statutengemäsi ansschlietzlich ?lngehörige einer Kensession austlehmen, dürfen keine Farben tragen") nicht auch an anderen deutschen llniversitüten Qieltung fmbet. Die Ausführungen deS Grasen von HoenSbrocch kommen zu folgenden Schlußsätzen:

«Meine Worte haben nicht den Zweck, den Gegensatz zimsnen evangelisch und katholisch zu schärsin. Mer eine Tatsacl>e, eben'uvil sie Tatsache ist, muß hervorgehoben werdendes gibt nut katholische Couleurstudenten; nur katholische farbentragende Studentenverbindungen stellen in ibreii Satzungen die kathoiya>e Konfession als unerlaßlick>e Aufnahmebedingung hin ...

Dazu kommt noch ein anderes bedeutsames Moment: der enge Zusammentemg der katholischen färbenttagcnden^ Studen­ten Verbindungen mit der politischen Pattei des Zentrums . £u1cr Zusammenhang gibt sich in einem regen Verkehr.Zwpchen.katho­lischen Studentenverbirtdungen und den Zenttumsfülirern sowohl hei allen studentischen Festlichkeiten wie auf den Parteitagen bc5 Zentrums kund.Unsere Hochschulen sind aber Nicht und dürfen nicht sein Pflanzstätten für politische Parteien .

Die Broschüre schließt mit einer Mahnung an tue Stu­dentenschaft: _ .

Kmnmilitonen! Erwägen Sie diese Worte! Wenn sie von Zfrnen als richtig, als begründet anerkannt ioerden, so rieten Sie gegen die konfessionell gefärbten Studentenverbindungen nur. Nicht mit Gewalt, im sogenanntenHolttomment wahren Sie Ihre Würde als Hochschüler! aber in ruI)UTcr, ent­schlossener, einmüttger Festigkeit, indem ^ie nneder und wieder von den maßgebenden Stellen verlaiigen, daß die sarbenriagen- den konfessionellen Studentenverbindungen ails.wlöst werden, und in brat Sie selbst f<rrbentw.mbe klmfesfionelle Berbmbmmen von qemeinsnmen fhibentiitbcn Festen, BeranstaltunAn ust>. unb ben konfessionellen Soukurftubenten von stubcntischen Cbrenamtern avunbsätzlich ausschliesten. Fort mit biefent Lchoblmg beS Loch- schullebens! .. . m .

Zum Heile der Wissenschaft, zum Heile der Religion, zum Heile des Vaterlandes!"

Dn Aufstand in Aeulsch-Südwestafrista.