Ausgabe 
25.10.1904 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Ziehung 26. Wider

DarmstäiSter Pferde-I ose

ä 3. iHark bei:

38

54

14

56

Nähere Auskunft erteilt

L. 1

Stenogr

c

Billigste Kraft!

Pftrde-Loft

7877

Julius Schulze, Kreuzplatz.

EM"

12 U

cbi 36

der Lieferungen auf die einzelnen dem Büreau des Unterzeichneten, $ auch die Angebotsformulare zum i halten sind, zur Einsicht offen. Für j bezirk ist ein besonderes Formu

Die Angebote sind versiegelt, poj Aufschrift versehen bis längstens zum vormittags 10 Uhr, auf vorbenannte

Friedberg, den 21. Oktober 1 Der Großh. KreiSbau

I. V.: Cellar-

Richard Bnchacker. Neuen Baue 11. Wilhelm Semmler, Seltersweg 26. H. Schäfer, Marktstrabe 24. Ang. Frees, Hof- buchhandlung, Seltersweg 53. Philipp Weiler, Atarktplatz 1.

Preisliste gratis.

Ad.Arras, jttaunljfiml2. |

ä Alk. 1.-, 11 Stück Mk. 10.-, Ziehuug 26. Oktober, empfiehlt Richard Buchacker,

Neuen Baue 11. [7718

D16/m

A. Im I. Straßenmeisterbezirk Kreisstraßenmeister Ritzert

B. Im II. Straßenmeisterbezirk 5kreiSstraßenmeister Ling

C. Im in. Straßenmeisterbezirk Kreissrraßenmeister Zürb II.

D. Im IV. Straßenmeisterbezirk Kreisstraßenmeister Metzger

E. Im V. Straßenmeisterbezirk Kreisstraßenmeister Hahn Die Bedingungen, sowie die

yt.na. «twulv, Wilh. HaaS, Ludw. Steinhäuser Georg Wallenfels.

D/10

Allce-Sc

Der Kursus für Weihuachtsarbeiteu

Alle Arten von Stickereien, Kerb Brandmalerei, Tiefbrand, Le

Photographische

und Zubeho

zu Original-Fabrrk Duvkelkammer zur freien Benutzung Witthünhltnrg Heinr Telephon 292. M

Normal-Hemden Unter-Jacken und -Hosen Handschuhe Strümpfe und Socken empfiehlt billigst

Giessoer

E

Mittwoch den l abends 87i im Hotel Großh

Heneral-A

Tages-k

1. Geschäfts-- und Kassenoericyt. 2. 'craunen- änderung. 3. Vorstandswahl. 4. Verschiedenes. Gießen, den 24. Oktober 1904. v2

____________________Der Vorsitzende: Jean Kirch.

Zur Unterhaltung der KreiSstraß sollen die erforderlichen Materialien a licherr Angebots wie folgt vergeben

Bru (teil.

^^U^jMittwoch den 26. d. M., ab im Bereinsloka

Monats-vevsai

verbunden mit einem Vortrag di Keller über das Thema: Wie mache Um zahlreiches Erscheinen der Mitgl *U/10

Frisch eingetroffen sind wieder: g(norr,s Fabrikate

Kjiorrs Hafermehl

beste Kindernahrung [b87ie

Knorr8 Grünkornmehl für vorzügl. Schleimsuppen

Knorins echter Tapioca, sehr leicht verdaulich

M. EHe L. Kalkhoi Nächtig.

Vergebung

von

-/4 bis 17, Pfennige pro Pferdckraft und Stunde. Motorenfabrik Oberursel Frankfurt a. M.

Klavier

Stimmen Reparieren Polieren

in tadelloser Ausführung durch U1/»

Wilh. llueoiph

Pianohandlg. u. Keparatur- werkstütte, Selters weg 6l.

Vbvsvborläure. Kalium. CalcinnL MaaueHum imr> Eisen, die nicht in freiem Zustande, sondern cckS Salze aufaenomtnen, werden.

Die BodenfalLe müssen naturgeinäk ersetzt werden, sonst wird der Boden bald arm an Nährstoffen oder wie der Landwirt, der die Mae davon siebt, sich ausdrückt: Der Boden wird ertragsarm. Der Ursprung aller Satze sind die Gesteine, die die Gebirae aufbauen. Sie entsteben bei den Verwitterungsvorgüngen der Gesteine. Wie die einzelner: Salze und Säuren entstehen, hier zu erläutern, würde au. weit führen. Der Vorgang ist jedenfalls sehr kompliziert. Während an Kohlensäure und Wasser kaum Mangel ein­tritt, werdet:, wie wir wissen, die Bodensalze aufgebraucht. Sie au ersetzen, ist der Zweck der D ü n an n g- Die alte Landwirtschafi hatte große Aeluilichkeit mit der alten Medizin. Man probierte und probierte, ohne den Zusam­menhang von Ursache und Wirkung zu kennen,um es am Ende gehen zu lassen, wie's Gott gefällt". Erst nach der Entdeckung der wirklichen Nährstoffe und Ernährungsvor- günge der Pflanzen konnte eine richtige Art des Düngens und des Düngers gefunden werden. Wenn Salpeter oder Bittersalz oder phosphorsaurer Kalk oder Gips im Boden fehlen, so müssen diese Stosse eben wieder zugesetzt werden, will man Erfolg haben. Ans dieser Tatsache bau)e sich eine neue Industrie, die Millionen umsetzt, auf. Die künst­lichen Düngersabriken schassen Stosse, in denen die Boden­salze in möglichst hohem Prozentgehalt enthalten sind. Der Kleinbauer hat sich allerdings immer noch nicht recht an die Verwendung künstlicher Dünger gewöhnen können; er verwendet »lieber die tierischen Auswurfstoffe und den Strohmist, die |a ohne Zweifel ihren Wert haben. Vor­nehmlich bereichert dieser Dünger den Boden indirekt mit salpetersauren Salzen, und die Zerfallsprodukte machen den Hoden locker. Das aber ist auch alles.

Von welcher Bedeutung die Zugabe künstlicher Dünger ist, sollen die letzten Ausführungen nachweifen. Obstbau- techniker Biester f e l d-Of>.ibach hat in seiner Gemark­ung zahlreiche Versuche dngestellt jr.ib Resultate erzielt, die im folgenden teilweise wiedergegeben werden sollen.

Es handelt sich um vierzehnjährige Ae p f e l b ä u m e. Von diesen trug die Kasseler Reinette 1903 ein Baum ungedüngt durchschnittlich 105 Früchte (7,06 Kilogramm), mit Volldüngung 2000 Gramm Kainit, 800 Gramm Superphosphat und 900 Gramm Ehilisalpeter 121 Früchte (11,88 Kgr.); ofcue Mli 120 Früchte (9,19 Kgr.; ohne Stickstoff, mit 500 Gramm Ehlorkalium und 800 Gr.^ Superphosphat 141 Früchte; mit 1030 Gramm Thomasmehl, 500 Gramm Ehlorkalium und 900 Gramni Ehilisalpeter Thomasmehl, 500 Gramm Ehlorkalium und 675 Gramm 168 Früchtel Für die Goldparmäne ergaben ähnliche Versuche: ungedüngt 120, Bolldüuguug (1030 Gramm schtvefelsaures Ammoniak 208 Früchte; ohne Kali, mit 675 Gramm Ehilisalpeter und 1030 Gramm Thomasmehl und 300 Gramm Ehlorkalium 151 Früchte; ohne Phosphor­säure. mit 500 Gramm Ehlorkalium und 675 Gramm schtoefelsaurem Ammoniak Ää9 Früchte; bei 800 Gramm Superphosvhat, 200 Gramm Ehilisalpeter und 2000 Gr. Kainit 2 06 Früchte.

Bei Volldüngung ist unter Verwendung von Thomas­mehl in anderen Versuchen der beste Erfolg erzielt worden. Bei der Kasseler Reinette ist der Ertrag mehr als verdoppelt und bei Goldparmäne eine fast zweieinbalbfache Ernte konstattert worden. Doch ist der bessere Ertrag nicht der einzige Dank des Bapmes für die gute Ernähruiig. Er überwintert ^ch kett kesser,.wenn ^r wohlgekrästigt und gut genährt ist. Er trotzt der Sturmgefahr und bricht nicht um wi^,. schlechtgenährte Schwächlinge.

Das fei zum Schlüsse bemerkt: tne Zugabe künstlichen Düngers bat sich selbstverständlich nach den natür­lichen Nährstoffen des Bodens zu richten. Falscher Zusatz ist saft zwecklos, doch unter Einschrünknrry. Die Ver­suche |mit Kunstdünger werden von Kahr zu Jahr in größerem! Mnjange angestellt. Die Resultate sind de- beste Beweis für den ökonomischen Wert der; Verwendung des Kunst­düngers. jedenfalls sollte sich der Landwirt nicht, wie es so häufig vorkommt, abschrecken lassen, weil ihm der Erfolg« bei seinen kleinen Voucher: nicht ellatan.t gjmug; war.

empfiehlt 06339 Schwerste bayr. Eter 2 Stück 15 Pfg., frische Vogelsb. Land-Eier Stück 9 Pfg.

Weinlese Im AyelngtM.

Von Jl Sinegur. __

Wenn im Herbst die Mütter fallen, die Natur sich cüt- chickt zur Winterruhe und des Feldes Früchte einaeheimst iud, dann beginnt für den Rheingauer noch eine Ernte ft 'ostbar, so bezaubernd und reizvoll wie reine zuvior H die Weinern te. Jst's nicht, als o«b Mutter Erde ihrs Köstlichstes, ihre edelste Gabe, bis zuletzt aufgehoben habe, um! uns Menschenkinder noch einmal recht zu beglücken? Wern! lacht nicht das Herz, wenn er die goldenen Trauben sieht^ wem lechtt nicht die Zunge, wenn er des hemlichen TrankeA gedenkt, der aus dieser ^nrcht des Weinstocks erstehen wird?! Und wenn vollends, tote dieses Jahr, wo es wahrlich am Sonne nicht gefehlt hat, ein hochfeiner Tropfen zu erwarten! teht, da ist des Jubels erst recht kein Ende.

Zum Schutze der Weinberge waren diese vor. der Lese wochenlang schon geschlossen. Nur dem Eigentümer war es nach Einholen polizeilicher Erlaubnis gestattet, feinen Wein­berg zu betreten. Für nächste Woche hat nun der Herbst­ausschutz den Beginn der Lese festgesetzt, und des ganzen! Städtchetts bemächtigt sich eine große Aufregung, überall entwickelt sich eine große emsige Tätigkeit. Vor den Häusern! stehen die mächtigen Feldbütten zum Wässern, die Herbst­geräte tverden in Stand gesetzt, Fässer geschwenkt und die Kelter hergerichtet. Nun kann's losgehen! Mit Ungeduld lvarten am bestimmten Morgen die Winzer und Winzerinnen! auf das Zeichen der Glocke, ohne das niemand das Wein­bergsgelände betreten darf. Jetzt erschallt vom Kirchturme! herab mit feierlichen, mächtigen Tönen das Geläute: vnlum tionum, bonum Dinum in die frische Morgenlust. Sofort setzt sich der ganze wartende Haufe in Bewegung. Ungeduldig stürmen die Kinder, die jetzt Ferien haben, vor, die Mädchen! und Frauen, die Heinen Lesebüttchen unter dem Arme^ eilen, sich eifrig unterhaltend, nach und den Schluß machen! dieLegelttäger" und der Aufseher, gemütlich ihr Pfeifchen! rauchend. Am Weinberg angekommen, werden noch einmal dieKriegsartikel" eingeschärft, die gewöhnlich ausklingen! in die Mahnung:Eßt luer net su vill Trauwe, paacht lietuer eier Peifche." Die Trauben sind auch zu kostbar und wert­voll, um statt in die Kelter in den Mund der zahlreichen! Leser zu wandern und dadurch ihres eigentlichen Zweckes^ als goldener Wein die Herzen zu erfreuen, entzogen zu werden. So wird es denn nicht ungern gesehen, trenn nicht mir die Legelträger, nein auch die Jungen ihr Pfeifchen! rauchen, und daß unsere liebe Jugend in vollem Maße von diesem Privilegium der Alten Besitz ergreift, versteht sich von selbst. Dabei wird es ihnen denn bald fo jammer­voll zu Akute, daß sie nach süßen Trauben tvenig GelüM mehr haben. .

Doch sehen wir nun der bunten Gesellschaft bet der! Arbeit zu! Jeder Leser hat eine Zeile (Reihe) vor und beginnt nun, von Stock zu Stock fortschreitend-, die Traubest mit einer Heinen Schere abzuschneiden. Die Trauben werden sofort gründlich von allen vertrockneten und schlechten! Beeren gereinigt und dann sortiert. Das Allerfeinste aber von den Auslesen sind die sogenanntenBeere-nauslesen^ Hierzu werden nur die allerreifsten, edelsten Beeren einzeln! aus gelesen und sie geben dann einen Kabinettwein, mit dem kein anderes Weinbaugebiet sich messen kann. Nasch füllen sich' die Lesebüttchen, hin und her geht derLegel­träger" und schüttet die Trauben in das Legel, ein hohes^ unten spitz und nach oben weiter werdendes hölzernes! Traggesäß (Kiepe). Hier werden sie mit den beiden Most­kolben gemoftert, d. z. zerdrückt und kommen dann in die große Feldbütte. Der Anblick dieser zerguetschten, mit grün­lich schmutziger Brühe bedeckten Trauben ist kein erquicken­der mehr und man sollte nicht glauben, daß daraus unseü goldener, krystallener Wein entstehen tonnte..

Munter schreitet die Arbeit voran, gewürzt mit Kosen und Scherzen, mit Necken und freudigem Ruf. Dazwischen tönt manch heiteres Lied. Herrlich ist der Tag. Siegreich, hat die Sonne sich durch die Herbstnebel durchgerungern, lachend schaut sie hernieder, als wollte sie sagen: Gelhi Menschenkinder, ein feines Tröpfchen habe ich euch gekocht^ laßt's euch schmecken! Silberfäden flattern in der Lust, die leise erzittert - Allweibersommer! Dab^ den herI lichen Mick in die Runde! Golden erstrahlen die Reben> Hügel, in bläulichem Schimmer erscheinen die seriien Rhein­berge und drunten im Tale erglänzt das breite Silbers- band des mächtigen Stromes.

(Einigungssystem Stol.

Dienstag den 25. Oktober 1 beginnen wir in unserem VereinSlok Sonnenstraße, einen neuen

Anfä«ger-K und laben zur Teilnahme ergebenft ei Verein für vereinfachte d v/w (Einigungssystem Stolz

I«PmlimiGebci Md--,«

2chauzeustr. 4 u. Linderrplatz 8

Ctt