Goldsachen, Uhren usw.
ingen wurde eingebrochen.
Die
im Wert von etwa Mk. 9000 sind gestohlen worden.
fasiungSmäßig gewährten Rechte darstclle. Die tschechische Sprache hzt in Wien nicht als landesüblich anzu- ehen.
Petersburg, 24. Oft. Der Minister des Innern hat nach Blättermeldungen mehreren politischen Verbannten die Rückkehr gestattet, u. o. dem Schriftsteller und Petersburger Stadtrat Talbort und dem Rechtsanwalt Wilhelm Stein.
Leer und Atolle.
Berlin, 24. Oft. Heute abend fand im Kaiserhof ein Festessen der Offiziere und Räte des Kriegsministeriums zum Gedächtnis Roons statt. Der Kriegsminister saß zwischen den Söhnen Roons, ihm gegenüber der Reichskanzler zwischen dem General Verdi und dem Staatssekretär von Tirpitz. Der Kriegsminister brachte ein Hurrah auf den Kaiser aus und toastete auf die Familie v. Roon. Generalleutnant Graf von Roon dankte und schloß mit einem Hurrah aus die Armee und deren ,jugendschöne jüngere Schwester", die Marine.
Ans Stadt uni) Land.
Gießen, den 25. Oktober 1904.
'* Zur Stadtverordnetenwahl schreibt man uns: Seither war es Gepflogenheit in Gießen, daß in erster Linie die politischen Parteivorstände der Bürgerschaft Kandidaten-
cherichtssaal.
R. B. Darmstadt, 24. Okt. Wegen Vergehens gegen das Spreng st ofs-Gesetz hatten sich heute der Brunnen- machcr $qI). Petrp aus Imsbach und der Landwirt und » Händler Phil. Kuoblocb aus Albig (Kreis Alzey) zu veraut- wortcn. Ter erstere hatte von letzterem den Auftrag erhalte^ -ivcn in Knoblocl-s Keller gelegenen Brunnen zn vertteken uno
unfähig.
Kronstadt, 24. Oft. Der Kaiser besichtigte heute hier die Kreuzer „'Oleg" und „Ural".
Madrid, 24. Okt. Tie spanische Regierung hat den deutschen Kohlenschiffen, welche sich auf der. Rhede von Vigo befinden, die Versorgung der russischen Schiffe innerhalb der spanischen Gewässer untersagt, um jeden möglichen Einspruch Jovans zu verhindern.
Kleine Meldungen.
M.-Gladbach, 24. Okt. Bei mehreren Feldlazaretten in Sibirien hat das russische Kriegsministerium große Bauten errichten lassen, in denen Tampfwäschercien, Tesjnfektionsaulageu und Badevorrichtungen für die Mannschaften eingerichtet worden sind. Tie maschinellen Einrichtungen dieser Anlagen sind hauptsächlich von deutschen Firmen geliefert worden. So hat eine hiesige Kesselfabrik aus Bestellung des russischen Generalstabes hin sechs große Dampfkessel und mehrere andere Apparate nach Sibirien
arsch au, 24. Okt. In dem Industrierevier von Russisch- Polen wurden in den letzten Tagen 6000 Reservisten mobil gemacht. Deshalb mußten mehrere Werke und Webereien ihren Betrieb einstellen.
ran, pob Vie Praxis der preußischen Könige, die Prinzesfinnen- fteuer m federn Einzelfalle zu erlassen, aber mit Vorbehalt des Rechts ftlr künftige Fälle, zuletzt bei der Vermählung der Prinzessin Alexandrine im Jahre 1865 durch König Wil- Helnr I. angewandt worden ist. Seitdem die preußischen Könige deutsche Kaiser geworden sind, haben sie davon Abstand genommen und haben die Prinzessinnenstener stillschweigend einschlafen lasten. So Kaiser Wilhelm I. bei der Doppelvermählung der Prinzessinnen Charlotte und Elisabeth am 18. Februar 1878 und bei der Vermählung der Prinzessinnen Marie (1878) und Luise Margarethe (1879), und Kaiser Wilhelm II. bei der Vermählung seiner Schwestern, der Prinzessinnen Sophie (1889), Viktoria (1890) und Margarethe (1893). Damit darf da§ „Herkommen" einer Prin- ressinnensteuer für Preußen als beseitigt gelten.
— Der österreichisch - ungar. Botschafrer v. Szögyeny- Marich ist nach Wien gereist und hatte eine Besprechung mit dem Grasen GoluchowSky über seine Unterhandlungen mit dem Reichskanzler Grafen Bülow bezüglich der Wieder- ailfnahme der deutsch - osterreichischen Handelsvertrags-Verhandlungen. Wie man dem „Bert. Tagebl." auS Wien mittcilt, haben die Berliner Konferenzen insofern ein befriedigendes Ergebnis gehabt, als die Aussichten auf eine Verständigung über die schwierigsten Fragen sich wesentlich gebessert hätten. Am Sainstag fand im Wiener Handelsministerium eine neuerliche Einvernehmung der industriellen Experten statt, und die Zoll- und Handels-Konferenz setzte ihre Beratung im Auswärtigen Amte fort. Die Sitzungen der Konferenz sollen spätestens Donnerstag beendet werden und die österreichisch-ungarischen Unterhändler würden sich sodann schon am 31. Oktober nach Berlin begeben, wo voraussichtlich die Sitzung stattfinden wird.
— Staatsminister Gevekot ist zur weiteren Verhandlung in der Lippeschen Angelegenheit wieder hier eingetroffen. Es ist zutreffend, daß der Bundesrat nicht selbst über die Thronfolgeftage entscheidet, sondern das Votum eines Gerichts herbeiführen wird. Unter den streitenden Parteien ist eine Verständigung über einen modus procedendi noch nicht erzielt worden.
— Die Richter feiern in jedem Jahre von alterSher Kaisers Geburtstag durch ein gemeinsames Festmahl. Ehedem nahm daran teil, wer dazu Lust hatte; jetzt wird der ,Voff. Ztg." berichtet, daß bei einem Gerichtshof die Liste zur Einzeichnung der Anmeldung henimgegangen sei und daß sie an diejenigen Richter, die die Anmeldung zum Festmahl unterließen, mit der Aufforderung zur schriftlichen Angabe des Behinderungs gründ es zurückkehrte. Der eine oder andere Richter ließ sich herbei, den Grund mitzuteilen. Siner der ältesten Räte aber, der sich dazu nicht gemüßigt sah, schrieb die Gegenfrage hinein, auf welche Gesetzesstelle sich das Verlangen nach Angabe deS Grundes stütze.
— Der „Rhein.-Westf. Ztg." wird von „diplomatischer Seite" geschrieben, daß der 3. Band von Bismarcks „Gedanken und Erinnerungen" wahrscheinlich in Eng land unterSchtoßundRiegel liege, jedenfalls aber nicht zu Lebzeiten des jetzige-! Kaisers erscheinen werde. Wir haben allen Grund anzunehmen, daß das eine bloße Vermutung sei. Richtig ist, wie wir schon einmal sagten, daß Fürst Herbert Bismarck Bestimmungen über diesen 3. Band getroffen hat. Neber den Inhalt dieser Bestimmungen dürste aber außer den allernächsten, unmittelbar beteiligten Kreisen kaum jemand etwas wissen, und diese Kreise werden vermutlich nichts durch- sickern lassen. Mit einem baldigen Erscheinen des 3. Bandes wird allerdings nicht gerechnet werden können, da Fürst Bismarck mit seinen Bestimmungen über die Zeit des Erscheinens gewisse unerwünschte Nebenwirkungen ausschließen wollte.
Eoburg, 24. Okt. Wie bestimmt verlautet, wird Großfürst Eyrill einige Zeit hier bleiben und sodann nach Italien reisen. Die Aerzte verordneten ihm wegen nervöser Beschwerden einen Aufenthalt im Süden. Nach'Weihnachten wird er sich, falls er bis dahin gänzlich hergestellt ist, nach Ostas^en einschiffen, um wieder aktiv am Krieg teilzunehmen. Alle Meldungen der internationalen Presse über eine Heirat mit seiner Gousine, der geschiedenen Großherzogin Viktoria Melitta, werden jetzt endlich autoritativ schon deshalb für falsch erklärt, weil, wie wörtlich gesagt wird, nach russischem Ritus ein Vetter zur Cousine in demselben Verhältnis wie Bruder und Schwester steht.
Per Krieg zwischen Japan nnd Wußsand.
Dom Kriegsschauplätze.
Loudon, 24. Okt. Der Korrespondent des Reuterschen Bureaus bei der Abteilung detz Generals Ofu meldet: Die Japaner fanden neun von den Russen im Stiche gelassene Geschütze, über deren Zustand nichts gemeldet wird. Die beiden feindlichen Armeen verhalten sich jetzt ab- martenb. Kleinere Vorpostengefechte und Artilleriekämpfe 'iuden beständig statt. Eine große Schlacht wird südlich des Huu-Flusses erwartet, wo, wie ich höre, Feldbefestigungen errichtet werden. Japanische Verstärkungen treffen in großer Zahl ein.
London, 24. Oft. Der Korrespondent des Renterschcn Bureaus bei der ruffischen mittleren Armee meldet von heute: Die Russen überschritten am Freitag wieder den Schaho und führen jetzt eine Bewegung in der Richtung auf die japanischen Stellungen auS. Sie errichten Ver- chanzungen in dem Maße, wie sie vordringen. Auch die Japaner sind, wie wahrzunehmen ist, lebhaft mit dem Auf- wcrsen von Verschanzungen beschäftigt.
Petersburg, 24. Oft. General Ssacharo.w meldet dem Generalstab vom 23. Oftober: In der Nacht zum 23. Oktober fand vor unserer Stellung auf dem Putilow- Hügel ein Scharmützel statt. Der Feind beunruhigte die Arbeiter, welche Befestigungen anlegten. In derselben Nacht führten unsere Freiwilligen eine Rekognoszierung südwärts vom Torfe Sahepu auS und erregten unter den Japanern im Dorfe Kudiafa Aufregung. Die Freiwilligen erbeuteten japanische Gewehre undA uSrü st nngSgegen stände. Unsere Verluste sind bedeutend. Eine nächtliche Rekognoszierung, welche eine andere Freiwilligen-Abteilung längs der Eisenbahn unternahm, veranlaßte die Japaner, das Aufwerfen von Schanzen einzustellen. Heute beschoß der Gegner am Tage durch Artilleriefeuer unser Zentrmn.
Petersburg, 24. Oft. General Ssacharow meldet dem Generalstab vorn 24. Oktober: Berichte über Kämpfe in der Nacht zum 24. Oktober sind nicht eingegaugen. Tie auf den Stellungen beim Putilowhügel gefallenen Japaner ind nunmehr alle unter Erweisung militärischer Ehren begraben worden. Im ganzen wurden 1500 japanische Leichen beerdigt. Eine große Zahl von gefallenen Japanern liegt noch vor den Stellungen unserer Truppen.
Tokio, 24. Okt. Marschall Oyama berichtet, daß nach nunmehriger Feststellung die Zahl der in den letzten Kämpfen gefangen genommenen Russen 709 beträgt. Von 1 3 3 3 3 tot ausgesundenen Russen entfallen 5200 auf den rechten, 5603 auf den linken Flügel und 2530 auf die mittlere Abteilung.
London, 24. Oft. Ter englische Kriegskorrespondent, welcher die russische westliche Armee begleitet, bericlüet aus Mulden, daß die japanischen Gefangenen mit großer Güte be Hand c 11 werden. In den Spitälern bemerkte er gewöhnliche Soldaten in Abteilungen für Offiziere. Tas Sanitätskorps und die Mitglieder des „Roten Kreuzes" pflegen die Verwundeten mit Hingabe. Sie werden ebenfo schnell und gut verpflegt wie die Russen. Tie bewegliche Küche leistet gute Dienste. Sie wurde bis an die Feuerlinie heran geschoben, um die Mannschaften mit Lebensmitteln zu versehen.
Petersburg, 24. Oft. Nach einer Meldung aus Mulden ist bei einem Gefecht am 21. d. M. der Kommandeur des 8. sibirischen Kosakenregiments, Oberst Pankow gefallen. General Samsonow befahl, ben Leichnam um jeden Preis in Sicherheit zu bringen. Fürst Wittgenstein erhielt Befehl, mit secl)s Kosaken die Ordre auszuführen. Tas Unternehmen gelang; doch wurden dabei ein Kosak und drei Pferde getötet.
Port Arthur.
Paris, 24. Okt. Es verlautet (!), daß ein russisches Pan zerschiff und ein Kreu zer beim Verlassen des' Häsens von Port Arthur gesunken feien, die übrigen Schiffe sollen bereits außer Schußweite des sie verfolgenden japanischen Geschwaders sein. Tie Meldung ist bisher von keiner anderen Seite bestätigt.
Da8 baltische Geschwader.
Cherbourg, 24. Oft. lHavas.) Von den hier vor Anker liegenden russischen Schiffen ist niemand außer einer Drief- ordonnanz an Land gegangen. Tie russischen Torpedoboote sind mit Apvaroten für drahtlose Telegraphie ausgerüstet. Ter ?ld- miral befahl ihnen in vergangener Nacht an, ihre Wachsamkeit zu verdoppeln, da er die Anwesenheit japanischer Schiffe im Kanal befürchte.
London, 24. Okt. (Reuter.) Ter in Southampton ange- konrmene Dampfer „Bitterne" berichtet, er habe am Sonntag vier russische Kriegsschiffe fünf Seemeilen südöstlich von Brighton liegen sehen, wo sie von zwei Kohlendampfern in ihren Booten Kohlen nehmen.
Portsmouth, 24. Oft. Bon Dampfern, die hier elu- gttroffen sind, wird berichtet, man habe heute vier russischie Panzerschiffe und vier Torpcdoboote gesehen, die in der Richtung nach Cherbourg fuhren. Ein Panzerschiff fdzien manöver-
listen für die Stadtverordnetenwahl präsentierten. Dazu traten dann noch die Vorschläge verschiedener Jntereffentengruppen. Es ist klar, daß unter diesen Nmstanden der Ausfall der Wahlen gar leicht aller Berechnung entzogen und reinen Zu- alligkeiten in die Hände gespielt werden kann. Bei einem recht großen Teil der Wähler ist nun die Neberzeugung vertreten, daß innerhalb der städtischen Körperschaften die politischen Gesichtspunkte gegenüber den wirtschaftlichen und ozialen in den Hintergrund treten muffen. Ohne dabei die Vorschläge jener Parteivorstände direkt von der Hand zu weisen, glaubt die Kommission, die am Freitag den 21. d. M. von der ersten Wählerversamtnlung im Gasthaus zum Löwen eingesetzt wurde, den Teil der Bürgerschaft, der in Gemeindeangelegenheiten nicht in erster Linie politisch denkt, auffordern zu sollen, gerade vom wirtschaftlichen und sozialen Standpunkte aus sehr sorgfältig an die Prüfung der Kandidatenlisten heranzutreten. Im allgemeinen Interesse liegt es, daß nicht spezifisch nationalliberale, freisinnige oder sozialdemo- l'ratische Stadtverordnete gewählt werden, sondern Leute, die mit dem nötigen sozialen Pflichtbewusstsein und sozialer Wärme die Gemeindeangelegenheiten zu erwägen versprechen. Daß diese Leute naturgemäß in allen politischen Parteien zu finden ind, liegt auf der Hand. Sache der Bürgerschaft ist es, sie, unbeeinflusst von parteipolitischen Interessen, die den inneren Angelegenheiten der Stadt vollkommen fern liegen, nach bestem Wissen und Gewissen auszusuchen. Die Kommission hat daher an die verschiedensten Vereine und Bürgergruppen die Einladlnig ergehen lassen, zu einer orientierenden Vorbe- prechung Vertreter zu senden. 9(uf Grund dieser Besprechung gedenkt sie dann der Wählerschaft geeignete Vorschläge unterbreiten zu können.
** Schu Istr a fcn. Gemäß einer Verordnung des Schulministeriums haben die Destimmungen bezüglich der Schulstrafen eine Aendernng erfahren, indem als Strafen nur noch ^Verweis und Arrest, letzterer bis zu einer Dauer von 12 Stunden, über unbotmäßige Schüler verhängt werden )ürfen. Die körperliche Züchtigung kommt in Wegfall.
Ans Kur Hessen, 23. Oft. Zum ehrenden Gedächtnis des großen Hessenfürsten Landgrafen Philipp deS Großmütigen, deffen 400. Geburtstag am 13. November d. IS. gefeiert werden wird, soll eine wohltätige Stiftung mit dem Namen „Philipp-Stiftung" gegründet werden, die bestimmt sein wird zur Errichtung eines Heims für Tuberkulose und Kreb skrankc. Die Bausumme ist auf 120 000 Mk. veranschlagt. 81 500 Mk. sind bereits gesammelt, die Errichtung des Heims kann also als gesichert gelten. Zu Gunsten dieser Stiftung wird nun am Sonntag, 13. November in den Kirchen des Konsistorialbezirks Kassel eine Kirchenkollekte erhoben werden, wozu das Konsistorium m Kaffel seine Genehmigung erteilt hat.
Kleine Mitteilungen aits Hessen uno den Nachbarstaaten. In Forchheim wurde nach kurzem Wortwechsel der 24jährige Fabrikarbeiter Schürr von dem Schutzmann Josef Beckert erstochen. Der Mörder wurde verhaftet. — Die Polizei verhaftete in Frankfurt ben Gastwirt Christian Nagel, aus Lilsfeld gebürtig, unter de m Verdacht des Mädchenhandels. Er suchte in auswärtigen Zeitungen Kellnerinnen und vertrieb die Mädchen bann nach Holland. — Dem Hauptlehrer Storch in Butzbach wurden am Samstag anläßlich seiner 25jährigen Wirksamkeit mannigfache (Sljrungen zu teil. Abends brachte ihm ber Männer-Gesangverein „Orpheus", dessen Präsident er ist, ein Ständchen. — Der im dritten Stock des Hauses Hammelsgasse 9 in Frankfurt wohnende Badeanstaltsbesitzer Louis Daiinhof war am Samstag mit seiner Familie als Zeuge vor das Schwurgericht geladen. Als man vom Gericht heimkam, fand man, daß sich Einbrecher die Gelegenheit zu Nutze gemacht hatten. Sämtliche Kisten und Kasten tuaren erbrochen. Etwa 600 Mk. an Geld fehlte. Der Täter ist unerkannt entkommen. — Bei dem Uhrmacher Löwenstein in Spreud-
Ausland.
Wien, 24. Okt. Wie von unterrichteter Seite mit* geteilt wird, sind die Zollämter beauftragt worden, daß die Ausfuhr von Futtermitteln aus der Monarchie nach Deutschland antcr der Bedingung gestattet werde, daß die Futtermittel von in Deutschland nicht über 10 Kilometer von der Grenze entfernt wohnenden Landwirten für den eignen Gebrauch und zwar aus einer gleichfalls nicht mehr als 10 Kilometer von der Grenze befindlichen Stelle bezogen werden können.
— Bei der Feier des Geburtstages Luegers im Rathause wurde dem Bürgermeister die Dr. Karl Lueger- Stiftung überreicht, zu welcher bisher 341 000 Kronen eingelaufen sind. Der Bürgermeister erklärte, er werde die Zinsen den Kleingewerbetreibenden und deren Arbeitern zu- wenden.
— Heute wurde das Erkenntnis des Reichsgerichts aber die Beschwerde der Wiener Tschechen wegen verweigerter Errichtung von tschechischen Volks- schulen in Wien veröffentlicht. Das Erkenntnis lautet dahm, daß die angefochtene Entscheidung^ des Unterrichts- mmifteriumS, in welcher die Errichtung tschechischer Volksschulen in Wien zurückgewiesen wurde, zu Recht besteht und teuudei Verletzung der dem tschechischen Volksstamm oer-
Täter sind noch nicht bekannt. — Bei der Stadtverordneren- wahl in Alzey haben von 1200 Stimmberechtigten 758 von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht. Gewählt wurden die Kandidaten der „bürgerlichen Parteien", darunter drei Freisinnige und je ein Mitglied der Zentrums- und national- liberalen Partei. Die sozialdemokratischen Kandidaten blieben ehr in der Minderheit.
* Kleine Tageschronik. In B erl in platzte in der Färberci von Soldin u. Sommerfeld eine Zentrifuge, -ter Maschinist erlitt einen Schädelbruch und starb kmz danach, nn Monteur trug einen Rippenbruch^von. ^zn Berlin stießen an brr Kreuzung brr Brunnen-, Invaliden- und Veteranenstrahe i’bet für ben Strafzenbahnverkchr fcbnneitßlten Ctellc Merlans) zwei StraKenbahnwagen zusammen. Trei Manner wurden verletzt. - In München mürben bei der Konditorn-GeschaftSmhaberM Bertlm Beichbuclmer 29 000 Kronen gefunden, welche von den von dem Bankdioner Jenner desraudiertcn Geldern hvrrühren, Tic Beichbuchner wurde verhastcü — Ter F drster Paul Saum- ftümtcr aus Garsch sLothrs ist im Walde bet Kechlmgen von Wilddieben durch zwei kniffe verwundet worden. Er hatte sich in Bealeittma eines Arbeiters in den Wald begeben, lveil man dor? feit längerer Zeit Wilddiebe vermutete. Als der Förster Johannes den Förster Baumstümler ablösen wollte, stießen beide auf Wilddiebe. B. rief sie an nnd in demselben Augenblick krachten ^wei Schüsse, durch die B. an einem Arrn und Bein verwundet wurde. Tie Wilddiebe find geflohen. — Aus Liebeskummer ließ sich in der Nacht der Grenadier Hilgert aus M a n n h e i m aus der Bahnlinie Waldhof-Wohlgelegen von einem Zuge überfahren. T'er Kops wurde ihm vollständig vom Rumpfe getrennt. — Tie Unterschlagungen de^ Ortskrankenkasfenrendanten Vogt in Wald bei Solingen belaufen sich auf rund 66 000 Marr. Tie Invaliden versicher^ing ist um 36 000, die Ortskranken käste um 30 000 Mark geschädigt worden. Ein Teil der Unterschlagungen wird durch die Kaution des' ungetreuen Beamten sowre tmrch Bermögensobjekte desselben gedeckt. — Tas Krn d eines Ackerers in T i 11 bei Kleve hatte in einem Augenblick des Alleinseins die ffischgefüllte Kassekanne vom Tisch genommen, an ben Mund gesetzt und barrnüv getrunken. Tie Folgen waren furchtbar, unter entsetzlichen Sannerzen ist das Kind an der _ Verbrühung der inneren Organe gestorben. — In Mülhetnr (Ruhr) wurde der Bergmann Leutig von dem Bergmann Schlüter durch einen Schrotschuß getötet. Schlüters^ Braut wurd^ erstochen und der Arbeiter Wiese tödlich verle^tz


