Ausgabe 
25.6.1904 Erstes Blatt
 
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militärischen Demonstrationen ist keine besondere Bedeutung bei» zumessen.

Indianapolis, 24. Juni. In diesen Tagen wird der Deutsche Männerchor von Indianapolis sein goldenes Jubiläum feiern. Ter Präsident hat von dem deutschen Bot­schafter in Washington eine goldene Gedächtnismedaille erhalten, welche von dem deutschen Kaiser gesandt wurde und dem Verein am Festtage überreicht werden soll. Der Männer­chor von Indianapolis ist der erste Gesangverein in den Vereinig­ten Staaten, dem bis jetzt ein solches Erinnerungszeichen ver­liehen wurde.

Washington, 24. Juni. Präsident Roosevelt nahm das Rücktrittsgesuch des .Handelsministers Cortelhou und des Generalstaatsanwalts Knox an. Ferner wird gemeldet, daß der bisherige Marinesekretär Moodh zum Generalstaats­anwalt, Viktor Metcalfe zum §) a nd e l s m i n i st e r ernannt werden sollen. Ten bisherigen Posten Moodvs zu übernehmen, erklärte fick Paul Morton bereit. Der amerikanische General­konsul in Tanger, Gummere, .meldet, er nehme an, daß P er- dicaris und Barley heute abend in Tanger eintreffen. Er habe Nachricht von ihnen erhalten, worin sic mitteilen, daß sie sich nach Lasculp begeben.

Aer Krieg zwischen Japan und Rußland.

Eine neue Schlacht bei Port Arthur.

Wir erhielten heute vormittag folgendes Telegramm, das wir sofort durch Extrablatt bekannt gaben.

Tokio, 25. Jnni. (Reuter). Admiral Togo meldet: Am Donnerstag fand bei Port Arthur ein Gefecht statt. Ein Schlachtschiff vomPereswjet"-Typns ist gesunken, ein Schlachtschiff vomSewastopol".Typns und ein Kreuzer vomCiana"-Typus wurden gefechtSunfähig gemacht. Die japanischen Schiffe sind im wesentlichen unversehrt.

Aus Tschifu kommen schon wieder Meldungen von von einem neuen Angriff zur See und zu Lande auf Port Arthur. 9hm erhalten diese Nachrichten ihre Be­stätigung durch 'dieses Telegramm, das uns Kunde gibt von einer neuenschwerenNiederlagederRussen.

Weiteres vom Kriegsschauplätze.

Die Japaner sind in vollem Vorrücken nach Norden be­griffen. Ihr Aufmarsch am linken Flügel scheint sich durch die schweren Kämpfe mit dem Armeekorps des Generals Stackelberg um einige Tage verzögert zu haben, nun aber dringen sie mit großen Truppenmassen vor und haben die Russen bereits bis Kaitschou (Kaiping) zurückgetrieben. Tort sind weitere Zusammen­stöße zu erwarten. Man erwartet, nach einer Privatmeldung, eine schwere Schlacht in der Nähe von Kaiping, wohin starke russische Truppenkörver von Haitscheng unterwegs sind. Kuro- patkin ist mit dem Generalstab südwärts abgegangen. Viele Chinesen fliehen nach Mngkow. .Die russische Garnison von Niutschwang ist inzwischen nach Kaiping abgezogen.

Erne andere Privatmcldung besagt: Die Japaner setzen den Vormarsch von Süden und Osten fort, um Daschitsao von zwei Seiten anLugreifen und dre Russen zurückzudrängen. Beim Gelingen dieser Operation verliert Korea jede Bedeutung als Kriegsbasis, die dann nach Jnkau ^der Hafenstadt von Niutschwang) übergeht. Die Schartrrützel bei Daschitsao dauern fort Sobald Sie Ver­einigung der Armeen Kurokis und Okus vor Daschitsao erfolgt ist, dürfte eine größere Schlacht auf einer Front von 50 Kilometern erfolgen, falls nicht Regenwetter die Operationen der Japaner lahm legt. Die Russen schicken Verstärkungen vor. Die Divisionen Rennenkamps, Misch- ffchenkos und Samsonows werden den ersten Stoß auszu- yalten haben.

Ein Telegramm des Generals Sacharow au den ^eneralstab vom 23. Juni meldet: Gegen abend des 22. Juni crstrcate sich die Linü der japanischen Sicher­heitswachen etwa sechs Werst nördlich von Sen- jutschen von der Küste bis zum Fuße der Berge. Sie be­rührte die Dörfer Siamaiji, Danzyn, Litziatun, Jaman- jatun und Wansiaoschan. Auf der Höhe bei Litziatun war eine heliographische Station in Tätigkeit. Auf dem linken Flügel bemerkte man Jnfanterieketten und Maschinen­gewehr'' Lauf br.1 22. Juni versucht« v. ] atz ari­sche Streifwachen von den Flügeln aus die Linien unserer Wachtposten zu durchbrechen. Die Ver­suche waren aber vergeblich. Die Nacht verging ruhig. AM Morgen des 23. Juni erneuerte der Gegner seinen Singrif f. An der Küste zwischen Tawaga und dem Flusse Kantache wurde die Anwesenheit feindlicher Schiffe auf hoher See bemerkt. Auf den aus Suijan nach Haitscheng führenden Wegen wurde der Vormarsch des Gegners am 21. Juni und 22. Juni von Abteilungen unserer Vorhut aufgehalten. Ein Offizier und drei Mann wurden verwundet. Am 22 Juni blieben die Japaner auf dem Tschapanliupaß, ohne wcitcre Bewegungen zu unter­nehmen. In der Umgebung von Föngwangtschöng sind keine besonderen Veränderungen eingetreten. Nur in der Umgebung von Chabalin, wo die Japaner Feldbefestig­ungen errirhtcn, ist eine geringe Verstärkung der fernd- lichen Truppen zu bemerken. Auch wird von ihnen der aus Föngwangtschöng nach Selutschan führende Weg aus­gebessert. Auf dem Wege von Saimatsi nach Liaujang zogen sich Sie Japaner am 21. Juni bis hinter Aianjamyn zurück. In einem Scharmützel mit ihnen wurden ein Offizier und zwei Kosaken verwundet._________________________________

sAkö Stadl und Land.

Gießen, den 25. Juni 1904.

" Personalien. S. K. H. der Großherzog haben Aon evangelischen Pfarrer Dr. Karl Eigenbrodt zu Auer­bach, Dekanat Zwingenberg, auf sein Nachsuchen unter An­erkennung seiner langjährigen und treu geleisteten Dienste mit Wirkung vom 1. Oktober 1904 in den Ruhestand versetzt.

** Das Promenadenkonzert findet morgen, Sonntag, um 12 Uhr in der Südanlage mit folgendem Programm statt: 1. Krönungsmarsch, von Meyerbeer. 2. Es sang ein Vöglein im Lindenbaum, von Eberle. 3. Venus auf Erden! Walzer von Lincke. 4. Der Torgauer! A. M. Nr. 27.

* Einen Vortrag für Hausfrauen wird am nächsten Dienstag oder Mittwoch Herr H. G. KlakSbrunn, Fachlehrer für Haushaltungsschulen aus Wien über ein neues praktisches Verfahren des Glanzplättens halten. Es ist gewiß von Interesse, die Alisführungen eines Fachmannes über ein so besonderes weibliches Arbeitsgebiet zu hören. Der Redner wird seine auf 22jähriger Praxis beruhende Methode erklären, indem er bereits cingestärkte Wäsche mittelst praktischer Handgriffe rasch und tadellos bügelt und diesen Wäschestücken zugleich blendenden Glanz verleiht. Daß selbst mit den primitivsten Werkzeugen reizende Arbeiten, z. B. niedliche Blumen-Saum- und Schnürchendessins an Herren­vorhemden und Manschetten, hergestellt werden können, wird Herr Klaksbrunn mit Hilfe eines kleinen, zangenartigen In­

struments und eines einfachen Lineals ebenfalls beweisen. Auch wichtige und praktische Winke über Reinigung von Woll- und Seidenstoffen, sowie Filzhüten wird der Redner geben. Herr Klaksbrunn ist im Besitz von Empfehlungs­schreiben des Hausfrauenvereins Berlin und weiterer solcher Vereine, sowie einer Reihe von Fortbildungsschulen. Seine Vorträge wurden in Berlin, Breslau, München, Stuttgart, Karlsruhe, Mannheim und Ludwigshafen, sowie Mainz und Wiesbaden mit besonders starkem Beifall ausgenommen. Ein­tritt für die Lehrerinnen der sämtlichen Schulen, für die Schülerinnen der oberen Klaffen der höheren und erweiterten Mädchenschule, die Schülerinnen der Alieeschule und für die Schülerinnen im letzten Jahrgang der Volksschule frei. Für anSere Frauen 30 Pfg. Ort und Zeit wird am nächsten Montag bekannt gegeben.

rv. Heuchelheim, 24. Juni. Die Submissions- Resultate für das Pfarrhaus in Heuchelheim sind folgende: Maurer- und Erdarbeitcn: Gorr 5 p(St. weniger, H. W. Rinn-Gießen 20 pEt. mehr, W. Rinn VIII. 16 pEt. weniger, Neffeldreher 8 pEt. weniger als der Voranschlag. Zimmerarbeiten: Volkmann 7,8 pEt. weniger, Schuhbecker- Gießen zum Voranschlagspreis. Glaserarbeiten: Schmidt- Gießen 6 pEt. weniger, Hahn zum Voranschlagspreis. Schlofferarbeiten: Stcinmüllcr 16 pEt. weniger, H. Schmidt zum Voranschlagspreis. Wo nichts bemerkt ist, haben die Submittenten ihren Wohnsitz in Heuchelheim.

§ Klein-Linden, 24. Juni. Sein 50jährige§ Jubiläum feiert am 31. Juli der hiesige Posaunenchor und der evangelische Missionsverein. Zu Festpredigern sind die Pfarrer Kabeffer aus Pfiffligheim und Weber-Lich gewonnen. Die Posaunenchöre von Gießen und Umgegend sind zum Feste eingeladen.

Av. Bad-Nauheim, 24. Juni. Bis zum 23. Juni sind 10728 Kurgäste angekommen, wovon an ge­nanntem Tage noch 6028 anwesend waren. 119 799 BäSer wurden bis zum 23. Juni abgegeben.

R.-B. Darmstadt, 24. Juni. Die Beratung der Wahlrechtsvorlage im Plenum der Zweiten Kammer beginnt am nächsten Mittwoch den 29. Juni. Man sieht den Debatten darüber in politischen Kreisen mit großer Spannung entgegen und erwartet namentlich bezüglich der Wahlkreiseinteilung sehr lebhafte Auseinandersetzungen. 9(m Dienstag finden bei fast allen Parteien noch nähere Vorbesprechungen über die bei der Plenarberatung zu beob­achtenden Maximen statt.

R. B. Darmstadt, 25. Juni. Der große Bazar und das Wald fest, das von den hiesigen studentischen Kor­porationen zum Besten des BismarcksonSs von Dienstag bis Donnerstag auf der Wiese beim Oberwaldhaus stattfand, dürfte abzüglich aller Unkosten ein Gesamtertragnis von etwa 8000 Mk. ergeben.

Mainz, 24. Juni. Die Eröffnung der elektrischen Bahn M a i n z - M o m b a ch ist (ruf den 15. Juli festgesetzt. Die Unterschlagung eines Wertbriefes brachte die 30 Jahre alte Kontoristin Elise Fretwurst in das Ge­fängnis. Die Fretwurst, die zu heiraten beabsichtigte, war hier bei d'r Firma Fett ir. in b?r Neckars!raße -rnaestellt, Sic wieder mit einer Firma Megcrlee in Friedberg in Geschäftsverbindung stand. Diese Firma schickte an Fett am 26 Mai einen Wertbrief mit 2461 Mck, den die Fret- wurst am Tage daraus in Empfang nahm und unterschlug. Die Postguittung unterschrieb sie, um die Unterschlagung zu verdecken, kopierte sie im Kopierbuch einen Brief, in welchem der Friedberger Firma Sie Ueberweisung des ge­nannten Betrags an ein hiesiges Bankhaus angezeigt und ihr die Summe gutgeschriebcn wird. Diesen Brief ver­nichtete natürlich 'die Fretwurst und schickte heimlich eine richtige Empfangsbestätigung nach Friedberg. Durch dieses raffinierte Vorgehen gelang es ihr auch, die Entdeckung der Unterschlagung eine zeitlang zu verhindern. Schließ­lich fielen aber doch ihre unverhältnismäßig orJnrn Aus­gaben auf; man ermittelte u. a., daß sie in einem hiesigen Geschäft für 800 Mk. Wäsche gekauft hatte, und daraufhin nahm sie ihr Prinzipal vor. Nach anfänglichem Leugnen legte sie auch ein volles Geständnis ab und wurde dann sofort entlassen. Am nächsten Tage schickte sie an die Firma Fetr Sie Summe von 2359 Mk. Gestern abend wurde das unehrliche Mädchen durch Schutzleute vom 6. Polizei- bezirk verhaftet und in das Gefängnis gebracht. Die ein» geleiteten Ermittelungen r ässen ergeben, ob \V.\, d - ?r<t- wnrst auch noch andere Unterschlagungen hat $u schulden kommen lassen. Die Sammlungen des römisch-ger­manischen Zentralmuseums in Mainz umfassen, nach dem Jahresbericht 1903 z04, jetzt 20 057 Nachbildungen von Altertümern. Der Zuwachs im letzten Jahre betragt 722 Nummern; dazu kommen 555 durch Ankauf und Schenk­ung gewonnene Originalaltertümer, sodaß die gesamte Ver­mehrung sich auf 1277 Nummern beziffert. Das Zentral­museum hat im Berichtsjahre u. a. auch die fürs Saal- burg-Museum bestimmten Trophäen römischer und fränkischer Waffen argefertigt.

Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Im Kreis Lauterbach l)errfcht, wie einer Zeitungsnotiz entgegen festgestellt roerSen soll, keine Hustenepidemie; feit 23 Monaten ist der Gesundheitszustand hier auffallend günstig. Bei Offenbach wurde die Leiche eines etwa 20jährigen Mädchens geländet. Der Verdacht gegen den festgenommenen Berg von Bürstadt, an der Tötung de? Polizeidieners Schneller von Lorsch beteiligt zu sein, hat sich anscheinend nicht bestätigt, denn der Genannte wurde aus freien Fuß gesetzt. Auch Ser als ver­dächtig in Betracht gekommene Brückmann von Bürstadt hat, wie man hört, fein Alibi in einwandfreier Weife nachgewiesen. Dagegen bleibt der in Untersuchungshaft befindliche Rosen­berger nach wie vor schwer belastet.

Vermischtes.

* Berlin, 24. Juni. Heute nadmuttag ereignete sich im Norden von Berlin auf abschüssiger Straße an einer Kurve ein Zusammenstoß dreier Straßenbahnwagen. Trei Frauen und vier Männer wurden verletzt, niemand lebens­gefährlich.

* Hamburg, 24. Juni. Dem Sportsman Frhrn. von Oppenheim wurde im Zuge KölnHamburg eine Brief­tasche mit 600 Mark bar und mit Wertpapieren ge­stohlen. In demselben Zuge wurde dem Hamburger Kaufmann Berg ebenfalls die Brieftasche mit 800 Mark Inhalt entwendet.

* Burg auf Fehmarn, 24. Juni. Eine gewaltige Feu­ersbrunst wütet in dem Dorfe Großenbrode. Bis jetzt sind fünf Gebäude eingeäschert.

* Bruneck . (Tirol), 24. Juni. Die Touristen Berger und Hammermann aus Sachsen erkletterten den Turner-

k a m p. Berger stürzte ab und wurde mehrfach verletzt. .Ham­mermann feilte ihn aus einer tiefen Schlucht empor.

* Gordon Bennett-Rennen in der Mädchen­schule. Tas Interesse am Gordon Bennett-Rennen geht weiter, als die kühnste Phantasie ahnt. Man teilt derFrks. 3tg." mit, daß in einer Frankfurter Mädchenschule dieser Tage folgendes deutsche Aufsatzthema gestellt wurde:Welche Bedeutung hat das Gordon Bennett-Rcnnen in wirtschaftlicher^ Beziehung?" Viel­leicht wird das Rennen nächstens noch zum Gegenstand einer Doktordissertation gemacht.

Kunst und Wissenschaft.

Das angebliche Gedicht Schillers, das in einem alten Fremdenbuch der Wartburgentdeckt" wurde, wird jetzt auch noch von einem ausgezeichneten Literaturkenner, der das Fremdenbuch mit der Charade selbst vor Augen gehabt hak, als unschillerisch abgelehnt. Professor Bernhard S u p h a n , der Direktor des Weimarer Goethe- und Schiller-Archivs, Hai sich dasWartburger Stammbuch, Zeitraum vom Juni 1803 bis April 1810" fdnden lassen und teilt nun folgendes mit:Auf dem vorletzten Blatte Ses corpus delieti Sie ominöse Charade. Kein Zug von Schillers Hand in der Schrift! Und die Unterschrift? Schuber Schüler jedenfalls nicht Schiller. Vor dem langen gereimten Eintrag:Ludwig Martin Bertels aus Neudietendorf, den Sten März 1810." Unter dem Namen des zu kurzer Berühmtheit gelangten Charadenrweten:G. Hcn- zen aus Bremen, d. 23. Martz 1810 mit FreunS Berner aus dem halben Mond." Tamit find die Akten über den Fall geschloffen."

Universitäts-Machrichlen.

Göttingen, 24. Juni. Exz. Prof. Tr. G. Planck erhielt zu feinem 80. Geburtstag ein Schreiben des Kaisers und des Kultusministers S t u d t. Adressen überreichten die Universität, die juristische Fakultät und der Zentralvorstand der no.tiono.llibc- ralen Partei in Berlin.

Das Glückwunschschrei ben des Kaisers lautet:

Wie ich zu meiner Freude höre, ist es Ihnen durch Gottes GnaSe vergönnt, heute Ihr SO. Lebensjahr zu vollenden. In dankbarer Erinnerung an Fhre Mir imb dem Vaterlande ge­leisteten hervorragenden Ticuste, .insbesondere an Ihre treue Arbeit an der für die politische Entwickelung des Deutschen Reiches so bedeutsamen Schaffung eines einheitlichen bürger­lichen Rechtes, ist es mir ein Herzensbedürfnis, an Ihrem heutigen Ehrentage Ihnen meine wärmsten Glück- und Segens­wünsche darzubringen. Möge Ihnen die freudige (Genugtuung über Ihr unvergängliches Lebenswerk Ihren, wie irf) hoffe, noch langen Lebensabend erhellen, und seien Sie überzeugt, daß an Ihrem ferneren Wohlergehen lebhaften Anteil nimmt Ihr wohlgeneigter König

Wilhelm.

Sport.

Training aus der Gießener Rennbahn. Gestern, Freitag natfnnittag, waren es besonders die Fahrer aus Gießen, welche mit ihren Motorfahrzeugen den Sportplatz an der Hardt belebten und sich für das morgige Rennen einfuhren. Man ist allgemein der Ansicht, daß unter den Konkurrenten um ben ersten Preis ein recht harter Kamps entbrennen wird. Zahlrnche Wetten wurden bereits geftem für dieses Rennen abgeschlossen, welches dadurck; besonderes Interesse erhielt, weil es nur Herren aus Gießen sind, welche daran teilnehmen dürfen.

E. T. Sonntag nachmittag 1 <5 Uhr spielt der Gießener Fußballklub von 1900 gegen den FußballklubInternatio­nal" von der Gewerbeakademie zu 'Friedberg.

Kiel, 24. Juni. Bei der heutigen Wettfahrt auf der Kieler Föhrde wurden folgende Preise zuerkannt: Schunerkreuzer Klasse A:Jngomar" den ersten intS den Krupp-Eriunerungs- preis,Hamburg" 2. Preis.Meteor" hatte Sie Fahrt aus­gegeben. .Schunerkreuzer Klasse B:Clara" 1. Brest'.Adela" 2. Preis. Schunerkreuzer Klaffe 1:Susanne" 1. Preis, Tie französische JachtAndree" ist nicht gestartet. Rennjachten Klasse A:Orion" 1. Preis. Kreuzerjachten Klasse V:Nava- hoe" 1. Preis und Herausforderungspreis,Comet" 2. Preis. Kreuzerjachten Klasse 1:Valdora" 1. Preis,Kommodore" 2. Preis. Rennjachten Klaffe 2:Hertha" 1. und Wanderpreis. Kreuzerjachten Klasse 2:Hubertus" 1. und Kiautschonpreis,Ne- bnla" 2. Preis,Thea" 3. Preis. Rennjachten Klasse 3:Ollv" 1. und Wanderpreis,Alice" 2. Preis. Kreuzerjad't?!'. Klasse 3: Vanity" 1. Preis,Karin" 2. Preis^.,Ariadne" 3. Preis. Renn­jachten Klasse 4:Glückauf" 1. und Wanderpreis und Kommodore- Pokal,Jenny" 2. Preis. Kreuzerjachten Klasse 4 a:Jnula" 1. Preis,Jsea" 2. Preis. Kreuzerjachten Klasse 4 b:Ette 3" 1. Preis und Hoheuzollernprejs,Flock" 2. Preis,

Herichissaal.

Dresden, 24. Juni. Das Kriegsgericht verurteilte beit Hauptmann von Abeten von den Freiberger Jägern wegen Mißhandlung zu 2 Monaten Festung.

Heilbronn, 24. Juni. Heute wurde vom Landgericht das Urteil im Prozeß des vormaligen Bürgermeisters Hegelmeiers gegen die Stadt Heilbronn auf Erstatt­ung der ihm vor enthalten en Gebühren in Höhe von 8100 Mack nebst Zinsen seit drei Jahren im Betrage von etwa 600 Mack verkündet. Hiernach wird die Stadt Heilbronn zur Zahlung der Hauptsumme von 8100 Mark und Tragung .sämtlicher Kosten des Rechtsstreites verurteilt. Tie Zinsenforwerung des Privat- llägers wurde dagegen nicht bewilligt.

Zvsrng ous brn ZtsvdkSkllnrsreMn« der Sfßbt lMkv.

Aufgebote.

Juni. 18. Kommerzienrat Karl Wilhelm Ferdinand Ludwig Emil Gail, Fabrikant Sahier, mit Antonie Johanna Auguste Magdalene Schirmer, geb. Knorr, in Darmstadt. 18. Karl Kaspar Gutmann, Bäcker dahier, mit Christine Größer hierselbst. 19. Julius Pfäffli, Fabrikarbeiter dahier, mit Anna Marie Peppel hierselbst. 24. Christoph Ferdinand Heinrich Naujoks in Frmcksurt a. M. mit Sophie Wahl dahier.

Eheschließungen.

Juni. 18. Georg Karl Zinser, Konservator i. P, dahier, nut Emma Auguste Seipp, geb. Kühne, hierselbst. 18. Ernst Jwig, Schreibmaterialienhändler dahier, mit Elisabeth Katharine Bob hierselbst. 18. Friedrich August Hermann Krause, Losoinoliv- Hilfsheizer dahier, mit Auguste Johanna Marie Slatiß hierselbü. 18. Wendelin Klepper, Hilssbahnsteigschaffner in Niederolm, mit Anna Marie Magdalene Elisabeth Schwarz dahier.

Geborene. _

Juni. 11. Dem Lackierer Georg Reitz ein Sohn, Georg Engel­hard. 13. Dem Friseur Hermann Schenck ein Sohn, Friedrich. 15. Dem Knecht Heinrich Schäfer ein Sohn, Heinrich Ludivia. 16. Dem Mehgermeister und Wirt Georg Kraft ein Sohn, pan§ August. 17. Dem Bahnarbeiter Heinrich Vorig eine Lochtcr. 17. Dem, Metzger und Wirt Karl Hartmann ein Sohn, £,craP' 18. Dem Briefträger Johannes Nagel ein Sohn. 18. Dem Dach­decker Adolf Thielmann ein Sohn, Wilhelm Christian Adon- 19. Dem Eisendreher Peter August Wagner, eine Tochter. 20. Tein Wirt Karl Peppler ein Sohn, Ernst Heinrich. 20. Dem Schneider Georg Rieß eine Tochter, Paula Käthe Hermine. 21. Dem um- versitätsprosessor Dr. Bruno Hermeberg eine Tochter, Fanny toa.

Gestorbene. . .

Juni. 16. Wilhelm Prinz, 1 Monat alt, Sohn des E löhners Georg Prinz dahier. 17. Marie Krätzer, 10 Monate al, Tochter des Spezereihändlers Wilhelm Krätzer dahier. 18. &en Hedwig Kroggel, 1 Monat alt, Tochter des Dienstmadck'ei's Kroggel dahier. 20. Ferdinand Kauer, 4 Monate alt, Lolin Arbeiterin Emilie Kauer dahier. 20. Käthe Zinn, < Jahre 0 ' Tochter des Eisenbahnschaffners^Adam Zinndahier^__

Sandel und Uerkehr. UalkSVirlschast.

Der Selterssprudel Augusta Di et o ri a ®-l. H. zu Selters an derLahnan dem die Mitglieder des Ry