Issue 
25/06/1904 Drittes Blatt
 
Turn right 90°Turn left 90°
  
  
  
  
  
 
Download single image

W)

llterrots

SÄi ^el »flÄen erb!,..

P>W ff rDtö

in &JJ JQbreii. _ln

Photographischer tatlv-Appar d8, gebraucht, zu verte N) Adolf Bieler, 9)|grfr- >n jasl neuer Pritseho jen preiswert zu verte

M-

R!«M WM ».ÄS.'

S"Ä* ?3ÄS guten Zeuguigen sucht $ ^Herein Ase. 1 !*Lerfa >' d. Exo. d. Bl.

li. eiH8fr=W< Schneider) gut erM ^zuverkausm.

Oberes Mausburq lv>- imW aus Stadt, zll chD geeignet, mit h- tergebaudrzuvertaune

Meres

pnremet

L-r.Hails L hönn freier Lage zu n. unter 03602 a. d. ugtesles, schwere AMw rd $u verlaufen.

Ho'/uüu/uiicher Hab liücheufchranl, 1 6lc ch. Küchengeräten. Porz üegrchchrmrl, 1 Mädck .vielt, IzweitrirMeidech- haijelongue, 1 Tisch, 1 i i m. I'iarmorpl., 1 Schn Bücherschrankaussatz, 1 lzuverk. Alieestratze^ nzusehen von'/,2-3 U;

>'fr-7 Uhr.

großem harten u [dberesjiL^S^. ja« und em U^

E -W

au verk. 7/

Nr. 147

Drittes Blatt.

154. Jahrgang

Samstag 25. Jnni 1904

Erscheint tvgttch mit Ausnahme des Sonntags.

DieSietzener Familienblätter" werden dem ^Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der -HMjche Landwirt erscheint monatlich einmal.

Eichener Anzeiger

Rotationsdruck und Verlag der Brühl'scheu UnwerfttätSdruckeret. 9L Lange. Gießen.

Redaktion, Expedition ».Druckerei: Schulstr.?.

Tel. Nr. 5L Lelegr.-Adr. r Anzeiger Gießen.

General-Anzeiger. Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Stehen.

Politische Tagesschau.

Zur Enthüllung des Goethe-Denkmals in Rom.

Auf die vom König vonJtalien und dem römischen Bürgermeister anläßlich der Enthüllung des Goethe-Denkmals dem Kaiser übersandten Telegramme erwiderte der Kaiser folgendes:

Seiner Majestät dem König, Rom. Sehr gerührt durch Dein liebenswürdiges Telegramm danke ich Dir, der Enthüllung des Denkmals des großen Dichters beigewohnt zu Haven, der so wiel dazu beigetragen hat, Italien Deutschland teuer zu mackien. Wilhelm.

Den: Fürsten Prospero Colonna, Bürgermeister von Rom:

^Jch danke Ihnen sür Ihr Telegramm, sowie für die Gefühle, Die Sie so freundlich waren, mir anözudrücken. Mit großer Freude habe ich die Nachricht von der Enthüllung des Goethe-Stand- mldes vernommen. .Ich hoffe, daß das Denkmal des berühmten ioentschen Freundes und aufrichtigen Bewunderers Italiens und Der Stadt Rom dazu beitragen wird, die Bande gegenseitiger Freundschaft und Lichtung, die unsere beiden Länder einen, enget zu schlreßen. Wilhel m."

Das Telegramm, welches Bürgermeister Fürst C o-lo nn a em den deutschen Kaiser richtete, lachet:

Anläßlich d?r Enthüllung des von Eurer Majestät dieser Stadt gestifteten Denkmals verbinde ich mit dem Danke der Römer jiir das hochherz,ge Geschenk die Beteuerung, daß wir in diesem Marmorbilde die erneute Bestätigung der innigen Freund- sschaftsbandc wie des Gedankens der Freiheit und Gesittung erblicken, durch die der unsterbliche Goethe in dem großen Namen Äom, Italien und Deutschland mit einander verknüpft l)at.

4. KaupLversamnttung des Kervaudes der Aerzte Peutschlünds zur Wahrung ihrer Interessen.

(Bad.) Rostock, 23. Ium.

Ter Vorsitzende Dr. Hartinanu-Leipzig eröffnete die Haupt- versaminlung und gedachte des vergangenen Jahres als eines ^riegsjahres für den iefct fast 16 200 Mitglieder zählenden Ver­band. Gegner seien überall erstanden, bedauerlicher Weise aus : en Rechen der Aerzte selbst. Kassenmitglieder und Arbeitgeber i »wohl wie Regierungsbehörden, hätten sich den Wünschen teils . aeft feindlich, teils nichts weniger als wohlwollend geaen- Dcr gestellt, was die Aerzteschaft mit engerem Zusammenschluß Sur Erreichung ihrer Forderungen beantworten müsse. Des fer- eren wird des Versuches Erwähnung getan, den Verband von iten politischer Kreise für deren Zwecke zu engagieren; es sei edoch icdes Eingehen auf derartige Aspirationen abgelehnt Wor­ten. Rach wie vor seien die Aerzte allein auf die Selbsthilfe ungewiesen; deren Waffen zu schärfen und die zur Erreichung rneses Zieles erforderlichen Mittel zu beschaffen sei und bleibe rste vornehnlste Ausgabe des Verbandes, um bereits Erreichtes v,n erhalten, Weiteres zu erstreben und wenn nötig, .zu er-

Geschäftsbericht erstattete der Generalsekretär des Ver- !i-andes Kubus-Leidig. Seit seinem Bestehen hat der Verband >i 208 Kämpfen von Aerzten mit Krankenkassen eingegriffen Hm 1. Januar 1904 bestanden Streitigkeiten in 66 Orten, in r Bericktszeit kamen hinzu 99, erledigt wurden in derselben , )eit 89 mit Ausnahme von drei sämtlich zu Gunsten der Gerate sodaß am .1. Juni noch.jn 76 Orten Konflikte be- anden. Die schwersten Kämpfe wurden ausgefochten in u ö t n und vor allem in L e i P z i g. Auch sie endeten mit einem i-Zicg der Aerzte, wenn auch zurzeit manche unerfreuliche Jolgen der Kämpfe noch nicht ganz beseitigt sind. Auch die bedeutende Entwicklung .der Stellenvermittlung trug wesentlich zur Vermehrung der Geschäfte bei. Iw den ersten fünf Monaten

Rostock, 24. Juni.

[Brechdurchfall Diarrhoe Darmkafarrhl §

| Vorrätig in Apotheken, Drogerien, Colonialw,-|

NESTLE^ Kin^

I" mehl

Verlobte

perl. v. d. Darmsfädfer Möbelfabrik (grohli. Hess. Hokmöbelkabrlk Däifib Stadt) Offerte u. Preisliste. Bedeutendstes Einrichtungshaus mitteldeutsch, lands. Sehenswürdigkeit l. Ranges. Za. 200 Zimmereinrichtungen elnschl. Küche stets wohnungsfertig aufgestellt u. lieferfertig.-» Spezialität: compL Einrichtungen von m. 100050000. Preise fest u. offen ausgezeichnet. Franco-üleferung, 10jähr. Garantie. Sonntags geöffnet pon 111 Uhr.

Gruppe der Versammlung neue wütende Rufe:Schluß, raus!" Ter Redner verließ darauf die Tribüne.

Vsrini-ehte».

x Lebensweg einer Berlinerin. Die, wie scbon berichtet, in Wien wegen Betruges und Bigamie ver- yüflcteBaronin v. Lützo w", der es auf Grund ge­fälschter Dokumente gelang, die Gattin des österreichi-- schen Bezirkshauptmnnns Hervay v. Kirchberg zu werden, hat eine überaus beweg e Vergangenheit hinter sich. Sie ist die Tochter des tetanincn Hofzauberiünstlers Bellachini, der ihr eine sehr sorgfältige Erziehung zuteil werden ließ. Sie heiratete den Vertreter einer hervor­ragenden Ehampagnerfabrik. Allein die Gattin eines Kauf­manns zu fein, entsprach nicht lange ihrem hochhrnaus- gehenden Geschmack. Die Ehe ging bald in die Brüche. Ihre gesellschaftliche Geschmeidigkeit ebnete ihr den Weg zum Theater, wo sie allerdings nur in bescheidenster Weise wirkte. Sie war zunächst am Wallner-Theater und am alten Vikto­ria-Theater für kleine Rollen engagiert. Das Theater hatte ihr rasch den Weg, den sie sich vorgezeichnet hatte, ge- bahnr, denn eines Tages sie war von den Brettern, die die Welt bedeuten, plötzlich verschwunden über­raschte sie. ihre Bekannten mit einer Vermählungslarte, aus der sie sich als soeben vermählte Baronin v. Lützow empfahl. Bald darauf erregte der Leccert-Lützow-Tausch^ Prozeß, in dem bekanntlich unser jetziger Botschafter in Konstantinopel v. Marschall seine berühmt gewordene Flucht in die Oeffentlichteit" nahm, große Sensation. Das Werkzeug des Polizcikonunifsars v. Tausch war jener Baron v. Lützow, der die Bellachini geheiratet hatte. Auch sie wurde im Verlause des Prozesses als Zeugin vernommen.. Die zweite Ehe schien ihr auf die Dauer auch nicht zu gefallen, denn die'Ehegatten gingen auseinander. Seither hatte man von ihr nichts mehr gehört. Menn ihr Name in der Oeffentlichteit genannt wurde, so war es immer nur in Verbindung mit einer Skandatakfüre, und so rst es auch jetzt der Fall. Erna Bellachini oder, wie ihr rich­tiger 'Name lautet, Hedwig Bellach oder Bloch, ist eine kleine, schlanke, zierliche, eigentlich nicht hübsche ,Person und von bestrickenden llmgangsformen. Sie ist ein hoch- staplerisches Genie, und die Zahl der Männer, die sie auszu­beuten verstand, ist Legion. Ihr Gatte, der Bezirks­hauptmann Herwav von Kirchberg, hat i i ch am 24. d. M. ers ch o ss en.

gesetzt.

Während der Versammlung kam es zu einer überaus hef­tigen Szene politische n Charakters. Bei der Diskussion über die freie Arztwahl erklärte Dr. Kirberger aus Frank­furt a. M., er sei nicht Sozialdemokrat, obgleich auch das keine Schande wäre. .Wären Sie, meine Herren, statt Aerzte Arbeiter, so wären ©ie allesamt Sozialdemokraten!" Bei diesen Worten erheben sich stürmische Rufe:Schluß, raus, raus!" Endlich.erlangt Prof. Poebter-Bochum das Wort und weist die Unterstellung Dr. Kirbergers in ihrer Allgemeinheit zurück. Als Kirberger fortfahren will, beginnen bereits in der sächsischen

des Jahres 1904 wurden angemeldct allein an Gesuchen um Assistenten, Vertreter sowie an Angeboten von offenen Praxis- stellen zusammen 988, erledigt 516, vorgemerkt bleiben 472. Sodann faßte der Berichterstatter das bisher Erreichte kurz zusammen und erörterte die nächsten Aufgaben des Verbandes. Vor allem komme hier in Betracht eine weitere, möglichst per­sönliche Werbung von Mitgliedern, sodann der weitere Ausbau der Organisation durch Bestellung von Obmännern in allen Kreisen Deutschlands, Neubildung von Sektionen und Bildung von Landes- beziehentlich ProvinzialVerbänden, sowie Ortsgrup­pen. Durchaus nötig fei auch eine stetig steigende Verstärkung der Mittel d. L. U. V. unter Entlastung der Verbandskasse. Ebenso sei die Heranziehung der jungen Kollegen von großer Wichtigkeit. Ties gescoehe am besten durch die Stellenvermitt­lung des Verbandes, deren Tätigkeit sich mit Unterstützung der Kollegen noch bedeutend umfangreicher gestalten könnte und nrüfstc.

Der Verbandskassierer Dr. Hirschseld-Leipzig-N. besprach den Kassenbericht. Er betonte, daß infolge der täglich zwischen Krankenkasien und Acrzten neu aufgetretenen Kämpfen, die An­sprüche an die Zentralkasse ganz außerordentlich hoch gewesen seien. Aus diesem Grunde hätte der Vorstand Obligationen in Höhe von 1/2 Million Mark immittieren müssen. Der Stand der Kasse sei zurzeit derartig, daß alle Ansprückie, selbst sehr weit­gehende, leicht erfüllt werden könnten. Tie Höhe der bis zum heutigen Tage eingegangenen freiwilligen Beiträge beliefen sich auf rund 50 000 Mark.

Sodann erstattete der Aussichtsrat Bericht über das Ergebnis der Revision der Kasse und dec gesamten Geschäftsführung.

Jn den Aufsickstsrat werden Geh. Rat Pseifser-Weimar und Dr. Mugdan-Berlin, in den Vorstand Dr. Dr. Hartmann, Dippe, Tonalies, Göhler, Götz und Hirschfeld, sämtlich in Leipzig, ein­stimmig wiedergewählt. Aus Antrag Tr. Neuberger-Nürnberg sollen die ärztlichen Vereine Einrichtungen treffen, daß die ärztlichen Liquidationen vierteljährlich, nickst mehr jährlich ausgeschrieben roeröen.

*

Heute nachmittag wurde der 32. deutsche Aer z te t a g in Anwesenheit von Vertretern des preußischen Kultusministeriums, des mectlerchurgischen Medizinalministeriums, der Stadt und der Universität eröffnet. Den Hauptpunkt der Tagesordnung bildete die Beratung des Kommissionsberichts über die Stellung der Aerzte zu den Krankenkassen und Entwicklung der Selbsthilfe. Jn der sehr lebhaften Debatte sprachen sich fast alle Redner entschieden gegen Einführung bezw. Beibehaltung der Karenzzeit und für allgemeine Festlegung der freien Arztwahl aus. Schließlich wurde folgende Resolution angenommen: Der 32.' deutsche Aerztetag erklärt, erstens, daß er gesetzliche Regelung der Stellung der Aerzte zu den Krankenkassen nn. Sinne der Beschlüsse der Aerztetage von Königsberg, Berlin und. Köln für notwendig halt und unbeschadet des im Krankcnverftcher- ungsgesetz durchgeführten Grundsatzes der Selbstverwaltung der Kassen; zweitens, daß die Organisation der Selbsthilfe überall unverzüglich .weiter ausgebaut und gesördert werden muß; drittens, daß die Einführung und Beibehaltung von Karenz­zeiten zu verwerfen ist. Die Beratungen werden morgen sort-

bis zu 11 Jahren

auf sämtliche Sommerartikel

5335

Dari Füller (früher Kohlermann), Plockstr. 12

3757

Bro

Batist-Hüte Söckchen

Strümpfe und Socken

Damen-Ünterröcke Handschuhe

mit elastischer Zugfedervorrichtung (Schonung von Zugvieh und Maschine), Rollen- und Kugellager für ein und zwei Zugtiere (auch 2 Kühe) sind

in sauberer, guter Arbeitsleistung, Leichtzügigkeit und solider Bauart. Getreidemähmaschiuen und Selbstbinder, Schleifapparate, Deichselstützen, Pferde- und Handrechen, Heuwender in verschiedener Konstruktion;

sowie alle anderen Erntegeräte empfiehlt billigst

GrasmähmaschinenAdriance

Sportwagen

neuester Konstruktion.

Wegen vorgerückter Saison

15°/. Rabatt

Robert Haas Macht

Kurz-, Woll- und Modewaren.

Reisekörbe

sehr billig.

Kinderwagen

schöne Auswahl

von Mk. 15.50

WH. RosesatBaa-l,

MeMgstrasse 13. Fernsprecher 218. Iriebigstrasse 13.

Reparaturen an Maschinen jeder Art werden in meiner Werkstätte fach- 4382 gemäss und billigst ausgeführt.

CH

:r.r.v.v. HW MM