Ausgabe 
24.12.1904 Zweites Blatt
 
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Gießen, 24. Dez. Mark! bericht. Auf heutigem Wocbenmarkt kosteten: Buller pr. Pid. 1.101.20 Mk., Hühnereier 1 St. 810 Big. 2 Ltcl. 1500 Big., Gänseeicr 0000Psg., (nitencicr 70 Pig., Haje pr. Llck. 68 Pf., Kasematte 2 Srck. 56 Pig. Erbsen pr.Liter 21 Pig., Lmfenpr. Liter 32 Pig., Lauben pr.Paarv,80 -O,v0Mk., Hühner pr.St. 1 001,60 Atk., Hähne pr. Stück 0,801,80 Mk., Enten pr. Stück

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ständ. Betten.

IMan verlange

| ausdrücklich die Originalmarke

HDr. Hominels Haemato en und lasse sich Nachahmungen nicht auii ien.

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Kovdel und Ke,Kehr. KotLswirtschaft.

Nationalbank für Deuts chlan d. Tie Gründung einer Banque bCticnt durch die Nationatbank i|t an der Börse mit ziemlich geteilten Gefühlen ausgenommen worden. Man er­innert sicy daran, IMS infolge der griechischen pinaiizwirtichast in Deutschland allein verloren ivurde, und daß jetzt erst, durch das Wirren der europäischen FinanzLommission, der Weg der Besserung beschritten wurde. Zu bedenken ist auf der anderen Seite, das; die Verkehrswege nach Grieclsenlcnrd erweitert smd uni) noch iriujr erweitert werden. Damit ist auch die Mögltchkett eitles rentablen deutschen Bankgcs'clsäfts in der Levante gelegen. Die neue Bank rvird Filialen in Kotisdantinopel. Saloniki, Smyrna und Alexandrien errichten, also direkt in der Türkei Verbindungen suchen In Hamburger Blattern nrirb aber dem neuen Institut der Borwurf gemacht, das; es einen großen Fehler dadurch beging, vaß es iiidyt gleich Anschluß an Hamburg suchte. Man wird daher auch nia>t «erwarten dürfen, daß dec in Hamburg konzentrierte Handel mit dem Orient sich ganz oder zum groben Teil der Vermittelung des neuen Unternehmens bedienen lvtrd, umso­weniger, ixi das Geschäft, das die Bank in Deutschland machen kann, vornehmlich in einer Finanzierung des Warengeschäftes beruht, das zum ganz überwiegenden Teil in den Händen Ham­burger Firmen liegt. , ~

Preu bisch-hessische Eisenbahnen. Im November wurden aus dem Personen und Gepäckverkehr 29 417 000 Mark vereinnahmt, gegen den gleichen Monat des Vorjahres mehr: 1467 000 Mk. Der Güterverkehr betrug 92 534 000 Mk. und ergab ein Plus von 5 815 000 Mk. Daraus fann man nur schließen, daß sich das industrielle Leben in aufsteigender Richtung

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Moskau, 22. Dez. Die Studenten beschlossen i)cute in einer Versammlung, den Besuch der Vorlesungen bis nach Weihnachten ein zu ftc11 en und dem Rektor der Universität ihren Univillen und ihre Veracht u n g dafür auszusprechen, daß er ihnen verboten habe, Ver­sammlungen abzuhalten. In der von den Studenten angenommenen Resolution heißt es, als Bürger des zukünf­tigen, wiedergeborenen und freien Rußlands seien sie erfüllt von dem gemeinsamen Ideale wirtschaftlicher, politischer und bürgerlicher Freiheit und leisteten den Eid, mit allen Mitteln und aller Anstrengung dafür zu kämpfen, daß die Verwirklichung der demokratischen und der sozialen Organisation erreicht werde, die das unterdrückte Vaterland befreien und die Gewalt­tätigkeiten beseitigen würde, wie sie sich bei der grausamen Niedern,etzelung der Teilnehmer an den Kundgebungen vom 18. und 19. Dezember gezeigt haben. Wenn die Teilnehmer an der Versammlung bestraft werden sollten, heißt es in der Resolution schließlich, würden die Studenten die Kundgebung unter Teilnahme der Arbeiter ins Werk setzen._____________________

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7080 Pfg., Kuh- und Nindsleifch pr. Pfund 6268 Pfg., Schwemv- flcifch pr. Mund 6072 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 76 Ma Kalbfleisch pr. Pfd. 7074 Pfg., Hanrrnelfleisch pr. Pfund ö0-74 Pfg Kartoffelii pi* 1OO Kg. 6,00-6,50 Mk,, Zwiebeln pr. Ztr. 8,00-10,00All., Milch per Liter 18 Pfg Aeplel per.Zentner 5 bU 8 Alt., in Körben 00-00 Pfg. Ruße 100 St. 2o-30 Pfg. ftwetschen per Zentner 0.00-0.00 Alk. Birnen per Zentner 6 biS 0 00 Ml. Welßlraul 0.10-0.15. ^.'arklzeu 8-2 llbr.

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trtgen Körperve^letzima unb achtmal wegen DievstablS vorvestran. *Äadjöcm er am 1. Juli b. I. wegen EigentumSverbrechen un Rückfall zwei Jahve Zuchthaus verbüßt, will der Angeklagte in Kinern Handwerk keine dauernde Arbeit mehr haben bekommen können Er versichert, daß, sobald ein Arbeitgeber, der ihn be­schäftigte, erfuhr, mit wem er cs zu tun hatte, er ans der stelle entlassen wurde. So will er dazu gekommen fein, sem Fortkommen, mit fall eben Papieren ausgerüstet unter anderem Namen zu luchen- er bat, von Ort zu Ort ziehend, als Gelegenheitsarbeiter sich durch)uschlagen ersucht. Das Unglück voollte es, daß der Angeklagte am Tage ixs Kathar i n e n marktes nach Butzbach kam, wo ein Schaubndenbesitzer vor feiner Bude mit bereöten Worten das Neueste vom Allerneuesten ankündigte. Bon Neugier getrieben, so versichert der Angeklagte, betrat Inch er, nie viele andere Sckmickustige, das P a n o i a m a ,um die Sens a- tionsnummer, dieHinrichtung von Groß und Stafforst", zu betmditen. K. will Über die Zurschan|tellmig der blutigen Szene sich fürchterlich geärgert und aufgeregt haben, unb dadurch sei bei ihm der Gedanke gereift, das schreckli ch c Bild zuzerst ö r c n und für feinen Zweck untauglich zu rnackien. Er bat den Plan auch in der Nacht zur Ausführung gebracht, indem er sich Eingang in die Bude damit verschaffte, bn?j er die Leinwand des Zeltes mit einem Messer aufschititt. Auch die Hinrichtungs-Abbildung wurde mit d e m M e f e r zerschnitten. Nach Beendigung des Werkes, so versichert der Angeklagte, fei ihm der Gedanke gekommen, ein richtiger Bei drecher zu werden. Dicht an dem Panorama stand ein Wagen der Eigentümer. Leise öffnete er die Tür zum Wagen, in dem vier Manner ahnmigslo^ sckstiefen, geräuschlos bemächtigte sich der Gauner der Garderobe der Schläfer, belud sich damit und gewann das Freie. Tie Untersuchung der Kleidungsstücke, iveldje der 4.ich im Dunkel der Nacht auf offenem Markt vornabm, ergab als Beute eine Uhr mit Kette und Medaillon, ein Päckchen Zigaretten, einen Dolch, ein Tasck)eiimesser und einen Betrag von 2 Mk. Damit suchte der Angeklagte daS Weite. Die Kleider ließ, er zerstreut au| dem Markt liegen. Alsbald merkte man den Dieb- |Lhl, unb da man erfuhr, daß ein verdächtig aussehender Mcn|ch eine Fahrkarte 4. Klasse nach Gießen gcU>)t habe unb auch tvohl im zur Mährt bereit iWitben Zuge Platz genommen habe, ging man schleunigst auf die Suche. Ter AngeNagte wurde verfolgt und gab dabei einen Schuß auf seinen Verfolger ab, ohne inbenen §u treffen. In der Nähe von Ostheim ^gelang es, den Gauner testzunehmen Er behauptet, bei 1 einer Flucht auf den Bahnhof Butzbach nicht die Absicku gehabt zu haben, den Verfolger zu treffen: err habe nur einen Schreckschuß abgeben wollen, -ter Angeklagte wurde wegen Diebstahls im wiederholten viücksall und <5ad>bciG>äbigung, wegen Bedrohung und Führung eines falldk*n Namenc' zu drei Jahre vier Monate Zuchthaus und zu einer durch die Untersuchungshaft verbüßten Haststrase von 14 Tagen oerurtciLi. Es wurden ihm die bürgerlidien Ehrenrechte suf die Taner von zehn Jahren aberkannt mtb die Zulässigkeit von Polizeianfficht ausgesprochen. Ein 14 Zahre alter Burfche aus Eichelsachsen stand gestern wegen schweren Dieb fta h l s vor der Strafkammer, und seine Mutter, die Wittve R. ton Eichelsachsen, hatte sich gleichzeitig wegen Hehlerei zu ver- antrc orten. Tas Bürschchen war wegen einfachen Diebstahls bereits mit einem Verweis brfrraft. Er war geständig, in ein Haus ein- gestiegen zu fein, während dessen Bewohner abwesend waren, und einen Geldbetrag von 4,42 Mk. gestoUen zu haben, wovon er 80 Pfg. für Bier, Brötchen ustv. verausgabt hat. Den Jtcit lieferte er mit einem Geständnis der Mutter ab, welche das Geld nichr sofort an den Eigentümer znrückgab, sondern erst lvartete,^bis einen Tag später der Gendarm tarn und den Sohii Über den Fall verhörte. Der jugendliche Tieb erhielt eine Woche Gesäug- ni», die Mutter jedoch wurde von der Anklage der Hehlerei freigesprochen.

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Alnlversttäts-Aachrlchten.

Berlin, 23. Dez, Von den 60 an der Universität Berlin studieren den Abiturientinnen ist eine Petition zur Er­langung der Immatrikulation an den Kultusminister ah- gegangen. Eine gleiche Petition haben bereits 14 Bonner Abi­turientinnen und die Breslauer Abiturientiniien eingelegt. Die Hallenser unb Königsberger iverden deEochst,folgern

Berlin, L3. Dez. In dem Prozeß wegen der Ermor­dung d es S ch u l m ä d ch e n s L u e i c Berlin wurde nach neimtaqigcr Lchivurgerlchtsverhandlung der Angeklagte Berger wegen ' Siltlichkeittwerbrechens und Totschlages unter Ans­chluß mildernder Umstände zu 15 Z a h r e n Zuchthaus und 10 Jahren Ehrverlust verurteilt. cc

Wegen Zweikampfs mit tödlichen W a ffen wm> den die Kandidaten der Medizin Wilhelm ^-pteß und Siegfried Löwe oon der 2. Strafkammer des Lanogenchts 11. Berlin zu je drei Monaten Festungshaft verurteilt. Gegen den mitangeklagten rstechtstandidaten Adolf Bcorraner wurde wegen Kartellträgerei auf einen Tag Festungshaft erkannt. Es handelte sich um eine Studenten mensur mit Binden und Bandagen, die zwischenKlosteranem" und der Landsmannschast Normannia" ausgesochteil wurde: als Waffen bienten Glocken­schläger Die Mensur sand Ende F-ebmar d. I. in dem Saal eines Charlotterrburger Restaurants statt.

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Gießen, den 21. Dezemln

Großh. Kreisamt Gießen. I. B.: Hechle r.

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Großh. Kreisamt Gießen. I. V.: Hechler.

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