Ausgabe 
24.12.1904 Drittes Blatt
 
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Nr. 303

154. Jalirgang

Erichetnt ttigttch mti Ausnahme des Sonntags.

Redaktion. Expedition u. Druckerei: 6d)ulftx.1# Tel. Nr. 6L Lelegr.-Adr. i Anzeiger G letzen.

DieSiebener Kamtlienblätter- werden dem ^Anzeiger viermal wöcherulich beigelegt. Der ^hessische Lauvwtrf erfcheuu monatlich einmal.

Rotationsdruck und Verlag der Vrühl'fchen llniversuätsdruckeret. R. Lange, Gießen.

Drittes Blatt. 154. Jahrgang Samstag 24. Dezember 1904

Eichener Anzeiger

General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Liehen.

Die yeutige 'Kummer umfaßt 14 Seiten.

NaUtische Tagesschau.

Das Hochzeitsgeschenk der preußischen Städte für den Kron­prinzen

soll in einem silbernen Tafelaufsatz bestehen, dessen Herstellung 500000 Mark kosten dürfte. Das Komitee, das die Sache in die Hand genommen hat, wurde gelegent­lich des preußischen Städtetages geb'ldet. Dieses Komitee hat in einem Zirkular cm die Städte der Monarchie zugleich eine Berechnung über die Verteilung der Kosten aufgestellt, die nach Verhältnis der Einwohnerz-uhl verteilt werden soll. Nun hat sich aber unter Führung der Stadt Naum­burg a. S. ein Teil ber Städte losaesagt, die ihrerseits gemeinsam eine Hochzeitsgabe überreichen wollen.

Was B erlin allein anbetrifft, so ist außer dem Plane, die Straßen künstleris ch zu schmütcken, uocl) ein Festessen im Rathause zu Ehren der Neuvermählten in Aussicht genommen. Ein bestimmter Beschluß liegt jedoch hierüber noch nicht vor. Jüngst ist in einer Kommission darüber beraten worden. Von der Mitwirkung der So­zialdemokraten daran berichtet derVorwärts" wie folgt:

Untere Vertreter bestritten die Notwendigkeit für Berlin, sich An den Veranstaltungen zu beteiligen, da der junge Herr in einem Lebensalter beirate, wo andere Menschenkinder ihren Bildungs­gang noch gar nicht abgeschlossen haben, er also noch keine Gelegen­heit gehabt habe zu Taten, die etwa Dank verdienten.

Weihnachten.

-tt- Berlin, 23. Dez.

Es ist diesmal in Berlin zu Weihnachten viel ge­kauft worden. Tie Läden, die großen Warenhäuser und selbst die zahllosen kleinen Kramhandlungen auf der Straße, sie alle hatten nicht über Mangel an Dmdschaft zu klagen. Allerdings mochte da^ wundervolle, klare Winterwetter, dessen wir uns bis in die letzten Tage erfreuen tonnten, zur Belebung des Verkehrs beigetragen haben in den Abendstunden sind jetzt die Friedrichsstraße und die Leip­zigerstraße nur in langsamen Schritten passirbar aber Schaulust und Kauflust vereinigten sich in diesem Jahre. Ein sehr ersieuliches Zeichen, daß bessere Zeiten zurück- gekehrt sind. Tank der Milde des Winters konnten Bau- und Wegearbeiten fast ununterbrochen fortgesetzt werden. Mancherlei Ersparnis an Brennmaterial, Kleidung usw. kam dem Privathaushalt zu gute.

Unverkennbar geht ein frischer, unternehmen­de r Z u g nach Jahren der Ermattung unb mutloser Zurück­haltung durch das Erwerbsleben. Es regt sich wieder, neue Verdienstgelegenheit zu schaffen, den Erzeugnissen des Gewerbefleißes neue Wege und Märkte zu erobern. Zu dieser Zuversicht und diesem Bewußtsein der Kraft mag nicht wenig die Gewißheit beigetragen haben, daß durch den Abschluß der Handelsverträge, zu denen sich zweifellos noch derjenige mit Oesterreich-Ungarn hinzugesellen wird, Störungen der internationalen Wirt­schaftsbeziehungen vermieden werden.Wir müssen ent­weder Waren oder Menschen exportieren", sagte Caprivi und kennzeichnete damit treffend die Bedeutung solcher Ver­träge. Hoffentlich beeinträchtigen -die Reichssteuer-Vor­lagen, die nach den Weihnachtsferien des Reichstags und nach Erledigung der Handelsverträge erscheinen sollen, nicht allzusehr die Besiiedigung über das Zustandekommen der Verträge. Mit Bedauern ist festzustellen, daß vom Reichs­tag ein schlechtes Weihnachtsgeschenk ausgeteilt worden ist: durch die Verweiffmg der Militärpensionsgesetze an die Budqetkommission, statt an eine besondere Kom­mission. Es *tann unter diesen Umständen, bei der Arbeits- üebrlasiung der Budgetkommission, die Hoffnung auf Ver­abschiedung der Militärpensionsgesetze nur eine sehr ge­ringe sein. Für die groß? Zahl der Versorgungsberechtigten eine schmerzliche Enttäuschung. Aber auch dem Reichstag wird nicht beschert, was er sich so lange schon wünscht: die Tagegelder. In der Politik tritt für ein paar Tage eine friedliche Beschaulichkeit in ihre Rechte. Keiner kann sich des Jdvlls mehr freuen, als derjenige, dem sonst nie genug in der Welt passiert:*der Zeitungschreiber.

K überarbeit.

R. Berlin, 25. Dezember.

Die Notwendigkeit des Schutzes der Kinderarbeit in der Landwirtschaft wird augenfällig durch eine Gerichtsverhandlung, die kürzlich in Berlin stattfand. Ein Gärtnereibesitzer hatte bei Beschäftigung schulpflichtiger Kinder den Vorschriften des Gesetzes über die gewerbliche Kinder­arbeit zuwidergehandelt. Er wurde freigesprochen, weil das Schöffengericht den grundsätzlichen Einwand des Verteidigers anerkannte, daß ein 'landwirtschaftlicher und kein gewerblicher Betrieb vorliege. In diesem Zusammenhänge sei daran er­innert, daß die Landwirtschaftskammer für Westpreußen, also berufene Vertretung, in ihrem letzten Jahresbericht als wirk­sames Mittel zur Verminderung der Leutenot die Ver­mehrung der Kinderarbeit auf dem Lande empfiehlt, speziell f'"r die Erntezeit die Verwendung der Kinder im Akkord. Es ist leider keine Aussicht, daß ein auf die Einschränkung der landwirtschaftlichen Kinderarbeit abzielender Gesetzentwurf noch in dieser Session an den Reichstag gelangt. Er dürfte auch schwerlich so tief eingreifen, wie der über die gewerbliche Kinderarbeit. . ....

Terrtsches Reich.

Berlin, 23. Dez. Heute mittag nahm der Kaiser die Meldung des Korvettenkapitäns Hopmann entgegen, der zur Frühstüctstafel befohlen wurde.

__Geschenke des Sultans von Banum (Kamerun), die der Gouverneur von Kamerun v. Pultkamer gestern dem Kaiser überreichte, bestanden aus einem wert­vollen Stuhl, der aus seltenem, nur in Kamerun vor­

kommendem Holz gefertigt war, und aus mehreren Elefanten­zähnen.

DerReichs-Anz." veröffentlicht die Verleihung des Prädikates Exzellenz an den Unterstaatssekretär im^eichsamt des Innern Dr. Hopf bei seinem Ausscheiden aus dem Reichsdienst; ferner die (Ernennung des Direktors in dem­selben Reichsamt, Wermuth, zum Nachfolger Hopfs und des vortragenden Rats von 3onanieret zum Direktor im Neichsarnt des Innern.

DieNordd. Allg. Ztg." schreibt: Der Botschafter von Szögyeny-Marich und die österreich-ungarischen Handelsvertrags-Deleg Werten hatten Mittwoch nach­mittag eine Besprechung mit dem Staatssekretär des Aus­wärtigen Amtes. Eine weitere Besprechung, die nahezu fünf Stunden dauerte, sand unter Beteiligung des Botschafters und des Staatssekretärs Grafen Posadowsky gestern ebenfalls bei dem Staatssekretär Freih. von Richthosen statt. Heute mittag traten die Herren wiederum zusammen. Heute abend begeben sich die Delegierten für die Weihnachtstage nach Wien und Budapest zurück.

Das bisherige Ergebnis der deutsch-österreichischen Handelsvertragsverhandlungen, die nach den Feiertagen fort­gesetzt werden, wird von unterrichteter Seite als nicht un­günstig bezeichnet.

In wohl unterrichteten Kreisen wird mit der Möglichkeit gerechnet, daß die neuen Handelsverträge erst Ende Januar ober Anfang Februar dem Reichstage vorgelegt werden. Die Verabschiedung ber Verträge im- Reichstag ist schwerlich vor Mitte März zu erwarten, ba nach den Vor­gängen von 1891/92 eine eingehende Kommissions-Beratung stattfinden wird und für jeden Vertrag drei Lesungen nötig seien.

Potsdam, 23. Dez. Heute mittag empfing die Kaiserin im Neuen Palais den Maler Robert Balke, ber Ihrer Majestät sein für bie Kirche in Grätz (in Posen) be­stimmtes AltarbildDie Kreuzigung Christi" zur Ansicht unterbreitete.

Leipzig, 23. Dez. Der Redakteur berLeipz. Volks- zeitg.", Jäckh, hat wegen angeblich zerrütteter Nerven einen Zwang gurtaub antreten müssen.

Ko!onia1post.

Paris, 23. Dez. Em bisher unbestätigtes Privat- Telegramm melbct: Bei Timbuktu fanb ein Gefecht zwischen französischen Okkupationstruppen unb Eingeborenen statt. Die F ranzosen erlitten e m p f i n d l ich e V e rl n It e.

Ausland.

Parks, 23. Dez. Deputierten? ammer. Bei stark besetztem Hause unter lebhafter Bewegung untexpellierte Launes de Montebello (Republikaner) über die Nichttntfemung des Ma- foT9 Pasguier als Kommandanten des MilitärgefangNiffcs von Paris. Er führte aus, Vasguier sei der Urheber zahlreicher Aus- kunftszcttel über die Offiziere und habe seine Tätigkeit bis zum Elysee atusgedehnt. Er bitte die Kammer, diesen Angebereien ein Ende zu machen. Ms im weiteren Verlaufe der Erörterung Renault Moliöre (fortschrittlicher Republikaner) den Namen eines Obersten nennt, ruft ein Sozialist:Dieser Oberst ist ein Lump." Dagegen erhebt sich auf der Rechten und m der Mitte lebhafter Widerspruch aus dem sich alsbald ein Tumult entwickelt, sodaß der Präsident sich genötigt sieht, die Sitzung zu unterbrechen. Nach Wiederaisin^bme der Sitzung wurde noch lange hin und her debattiert und schließlich eine Vertrauens­kundgebung fürdieRegierung mit nur 16 Stimmen angenommen.

Tie Kammer beschloß, eine Pensionskasse für ehe­malige Deputierte, deren Witwen und minderjährige, von ihnen hinterlassene Kinder zu schaffen. Diese Kasse soll gegründet werden mit monatlichen Abzügen von 15 Fr. von den Tagegeldern der Deputierten.

Petersburg, 23. Dez. In Regierungskreisen wird auf das bestimmteste versichert, daß der Zar keine eigentliche Verfassung, dafür aber durchgreifende Reformen' in allen Zweigen der Verwaltung gewähren werde.

In dem Manifest des Zaren, welches währmd der beiden letzten Tage Gegenstand heftiger Erörterungen seitens mehrerer hochgestellter Pcrsönliclfteiten gewesen ist, erklärt sich wie von privater Seite behauptet wird, der Zar energisch für Beide Hal tu ng der Autokratie. Aus weiteren Nach­richten geht hervor, daß die Reformen, welche in dem Maustest angekündigt werden, sich ganz beiorber5 auf die Landbevöl­kerung erstrecken, deren wirtschaftliche Verhältnisse ganz bedeutend gebessert werden sollen.

Im Ministerium des Jnnnu wird em Projekt ausgearbeitet, mit welchem jene Juden, welche ihrer M i l i t ä r p f l i ch t ent­sprochen haben, oder solche, welche sich freiwillig dem Militär­dienst widmen und tauglich befunden werden, in Zukunft die Freizügigkeit und die Seßhaftmachung in ganz Rußland ohne jede Beschränkung znerkannt werden soll. Auch andere Er­leichterungen für die Juden sind in Aussicht genommen.

Ter Regierung sollen sehr bestimmt lautende Berichte vom Auslande zugegangen sein, ivelche darauf hindeuten, daß gewisse Anschläge gegen den Zaren vorbereitet wer-

Ein geheimer Befehl de* Gehilfen des Ministers des Innern räumt allen höheren Postbeamten das R e ch t ein, alle aus dem A u s l a n d e eintreffenden Briefe z u öffnen und sie auf ihren Inhalt zu prüfen, und falls darin irgend etwas über russische Zustande berichtet wird, sie sofort zu vernichten. ,

Newvork, 23. Dez. Einer Depesche aus Manila zufolge überfielen Eingeborene auf Samar die 38. Kompagnie der Ein­geboren en-Schntzen und töteten einen Leutnant und 37 Mann. Tie Sage ist ernst; der Kommandeur der Truppen

Reiche israelitische Gesellsw'aften wollen 10 000 Familien ans dem Newvorker Ghetto in Tcras ansiedeln, wo ihnen Land zur Verfügung gestellt wird. Falls das Experiment glückt, fmb nod) Ansi"de''.'no n V\ anderen Staaten des Südens geplant.

om Kriegsschauplätze

Hegen hcitte nur i" Meldungen von Belang vor. Eine Meldung bean,vruckst frei ich das lebhafteste Interesse. Tie Linien­schiffe und Kreuzer des russischen Port Arthur-Ge­schwaders sind nun sämtlich außer Gefecht gesetzt; sie liegen

ganz oder teilweise auf dem Gnrnde des Häsens und her, Außen^ reede. Vesser vermochten sich die kleinen Schiffe durch Verstecken ixt Winkeln, die von den feindlichen Beobachtungsposten nicht ein- aesehcn werden konnten, vor dem Bombardement zu schützen. Jetzt kommt nun die allerdings amtlich noch nickst bestätigte Meldung, daß es einem erheblichen Teil dieser Fah^'zeuge ge­lungen sei, aus dem £>afen aus zu brechen. Aus Tschi.su wird einem Londoner Blatte depeschiert:

Acht TorvedobootszerWrer sind aus Port Arthur entkom­men. Ein heftiger Schn-eesturm herrschte während der letzten 24 Stunden."

Das russische Geschwader zählte bei Beginn des Krieges etnra 20 große Torpedoboote oder Torpedobootszerstörer. Davn sind viele im Laufe der Kämvse oder durch Unfälle zugrunde gegangen, andere in neutralen Häfen desarmiert. Es ist demnach nicht eben sehr wahrscheinlich, was hier von Tschifu resp. London aus sensationell verbreitet wird.

Nunmehr wird japanischerseitv offiziös bestätigt, daß der Sewastopol" tatsächlich von einem iapanischen Torpedo ge­troffen und ein großes Leck bekommen^haben muß. Die Ruffen' bemühen sich jedoch, dasselbe auszubessern. DerSewastopol" liegt 400 Meter außerhalb von Tschkongtasdhan.

Kuropatkin meldet dem Baren in einem Telegramm vom 22. Dezember: Zwei in dem Scharmützel am 21. Dezember gefangen genommene Japaner seien nicht genügend warm gekleidet, besonders sei die Fußbekleidung unzulänglich getreten. Einem Japaner, der sich im Hospital befinde,^ sei ein erfrorener Fuß abgenommen worden. Auch Privatmeld- ungen aus Mukdcn besagen, daß die japanische Armee furchtbar durch die Kalte leide. In einer Woche schieden aus der Front durch Tod oder Krankheit 2000 Mann. Tie Reede von Inkan ist zugefroren. Tie japanischen Nachschübe werden^ inwlgedesserv in Dalnv ausgeschifft Alle marfchicren auf Port. Arthur.

Ter Berichterstatter desDaily Telegraph" bei Okus Arm« bezeichnet die Gerüchte, daß die R u s s e n in der Mandschurei an Proviant Mangel leiden, als unbegründet. Tie Ja­paner beschränkten ihre Anstrengungen, darauf, festen Fuß zsr fassen zwischen den Flüssen Hun und Liao. ,

Wie dieDaily Mail" erfahrt, liegt es in der Absicht der Japaner, Rcschdjesttvenskis zerstreute Flotte anzugreifen, ebe sie sich sammeln kann. Tie Division des Lldmirals Fölkersam, bestehend aus z-vei Schlachtschiffen, zwei geschützten Kreuzern unb 7 Torpedobootszerstörern, schwebt in großer Ge­fahr.

Nach Bordeaur brachte ein Dampfer iirtereffante Meldungen über die Baltische Flotte. In Libreville verließen tuet russische Offiziere vom Geschwader des ßldmirals Roschdiestwenskr das Schiff. Sie warm: von der ruffischen Regierung mit einer Spezialmission betraut und von der Hüller Kommission über den Zwischenfall in der Nordsee vernommen worden, u. a. auch der Leutnant Bulleron, welcher Leiter der ruffischen Scheinwerfer au Bord der russischen Schiffe war. Dieser versicherte ganz be­stimmt, in der betreffenden Nacht japanische Torpedoboote in der Nordsee gesehen zu haben. Derselbe Offizier überbringt gleich­zeitig dem Zaren wichtige Dokumente. ,

Aus Stad! und ßand-

Gießen, 24. Dezember 1904.

** Scheukung. Gebrüder Siesmeper, Hoflieferanten in Frankfurt a. M., überwiesen in dankenswerter Welse dem Botanischen Garten 47 verschiedene, zum Teil sehr wertvolle ausländische Baumarten aus den reichen Bestäuben ihrer Baumschule in Vilbel. Die Bäume sollen zur Erweiterung ber dendrologischen Anpflanzungen dienen, welche der Botanische Garten vor einigen Jahren in wissen­schaftlichem Interesse in den neueren Teilen des Kurparkes von Bad Salzhausen begonnen hat. Alle neueren Ein­führungen von Bäumen, deren Unterbringen im Botanischen Garten wegen Raummangels nicht möglich ist, sollen in der Folge in Salzhausen angepflanzt werden. Da dort genügend Raum zur ungehinderten Entwickelung vorhanden ist unb auch die sonstigen Bedingungen günstig sind, wie der präch­tige Baumbestand in dem 1826 angelegten älteren Teile deS 15 Hektar großen Parkes zeigt, so steht zu erwarten, daß sie wachsen und gedeihen werden, zum Nutzen späterer Generationen.

** Preisrätsel in denFamilienblättern.^ Für die Lösung des heute in denFamilienblättern" ver- öffentlichen Preisrätsels haben wir, da erfahrungsgemäß nach den Weihnachtstagen viel Lösungen cinzugehen pflegen, 10 schöne Preise ausgesetzt, nämlich: 1. Ealwers Bibelkon- ko r dauz" oder vollständiges bibliches Wortregister; 2. Karl May,Der Schatz im Silbersee" (mit 16 Tondruck- bildern); 3.Agricola," Bauerngeschichten von Ludwig Thoma" (mit vielen Illustrationen); 4. Grillparzer, dramatische Werke; 5. Homers Ilias und Odyssee (Uebersetzt von Joh. Hrch. Voß); 6.Semrnelweis und andere Novellen" von Baron A. v. Bercer; 7. Geist­liches Liederbuch für das musikalische Haus, herausgegeben von Carl Schmidt; 8.Mars la Tour- V io n ville" von Carl Bleibt reu (illustrirt); 9. Land­wirtschaftlicher Kalender 1905 für das Großhe r- zogtum Hessen; 10.Der deutsche Spielmann, Schalk" mit vielen Illustrationen.

** Gemäldeausstellung am Brand. Zur Ver­vollständigung der gegenwärtigen Ausstellung sind heute wieder einige Gemälde neu zur Ausstellung gelangt, und wir wollen es nicht unterlassen, auf die reichhaltige Aus­stellung auss neue hiuzuweiseu. Sie ist an den Feier­tagen von 11 bis 3 Uhr nachmittags ununterbrochen ge­öffnet.

** Aus dem Bureau des Stad tth e ater Dienstag den 27. Dezember (dem sogen, dritten Feiertag) finden zwei Vorstelluuaen statt; nachmittags 3Vs Uhr eine Wiederholung des KindcrmärchensB a r f ü ß ch e n" unb abends 8 Uhr Premiöre des Sck)wankcsTer Kilo- meterfteffer" von Kurt Kraatz. Kurtt K'racch, dev Verfasser der ^Logenbrüder" und anderer erfolgreicher Schwanke, hat in dem neuen Sttick eine solche Fülle über­mütiger EinfäNe gehäuft, daß das Publikum bei den Auf­führungen an den Residenztheatern tu Köln, Wiesbaden w. nicht aus dem Lacken herauskam. Besonders bemerkt sei, daß Gutscheine und Tui)endbrlletS für diese Vorstellung Giltigkeit haben