Ausgabe 
24.11.1904 Erstes Blatt
 
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154* Jahrgang

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G\end)|aal*: 9Iu

Goetz. für den

Abonnenten

AHM Wh «der 115®® Krpl

Are ßeufige Yummer umfaßt 10 Seite«.

persifliert:

schule in Gießen D-anktelegramm ein: Ten L-'brerirmm Dank für Glückwunsch!

Erfted Matt 0

Tie Studentenschaft von Gießen hatte sich, wie wir hören, bereits nrit dem Wunsch und der Absicht ge­tragen, dem hohen Paar einen Fackenzug darzubringen. Ein fester Beschluß darüber war aber noch nicht zu stände

Der hier ist ein rechter Baron,

Eines Kammerherrn eblicber Sohn,

In allen kultivierten Zungen

Ist fein Werk in die Welt gedrungen,

Hat sogar 'mal ein Schlagwort erdacht,

Tas Scharen zu Narr'n oder Lumpen gemacht, 9hich einen Hauken Volks bereichert

Hat aber selber nichts ausgespcichert;

Ist schier funszig alt geworden

Ilnd hat noch keinen einz'gen Orden!

Fand keinen Müeeuas und keinen ^cherl

Jedenfalls ein verdächtiger Kerl!

Scheint nicht in die glorreiche Zeit zu passen, Täte aut, sich begraben zu lasscii.

teil U Wittko für .Stadl und Contr und

imr ein glänzendes Zeugnis von der Rührigkeit und Nnternebmungs- tust des innaen Verlags, bei dem außer demSimplicissimus* in zehn Jahren R89 Werke von 117 Autoren erschienen sind, sondern hat auch Hobes künstlerisches und litterariscbes Interesse durch die 37 zum größten Teil lunnoristischen Selbstbiographien der bedeu­tendsten Verlagsautoren und die 56 amüsanten Karrikaturen der- selben Autoren und der Künstler des Verlags, die zwei Meister der Karrikatur Th. Th. Heine und O. Gulbransion beigeslenert haben. Wir haben schon aus der Selbstbiograplne HartlebenS einiges mit- geleilt und geben beute die drolligen Verse wieder, in denen der Gründer des Ueberbrettls, Ernst v. Wolzogen, seinen Lebenslaus

Freitag den 25. November 1904 bleibt das Orts- gericht wegen der Feier des Geburtstages Sr. Kgl. Hoheit des Groß Herzogs geschlossen.

Gießen, den 24. November 1904.

GroßherzoglicheS Ortsgericht Gießen.

Gros.

und Schülerinnen unseren herzlichsten Eleonore. Ern ft Ludwig.

gekommen.

Ein Glückwunschtelegramm haben, wie uns ferner berichtet wird, aus Anlaß der Verlobung des Groß- herzogs auch die Lehrerinnen und Schülerinnen der Aliee- abgesandt. Darauf lief nachstehendes

Zur Aerlobung bts Kroßiserzogs.

Gießen, 24. Nov.

S. K. H. der Gr o ß he rzo g und seine Braut, Prin­zessin Eleonore sind schon gestern in Darmstadt einge- trofsen. Die hohen Herrschaften trafen mittels Extrazugs gestern nachmittag um 3.18 Uhr hier in Gießen ein und fuhren, ohne auszusteigen, eine Minute später nach Darm­stadt weiter. In ihrer Begleitung befanden sich Prinz und Prinzessin Heinrich sowie das Fürstenpaar Karl von Solms- Hohensolms-Lich und Prinzessin Dorothea, die jüngste Schwester der Braut.

Schon um halb 3 Uhr hatte sich, wie man uns aus Lich schreibt, dort am Bahnhof eine große Menschenmenge angesammclt. Kurz vor 3 Uhr kamen die hohen Herrschaften vom Schlosse aus an, im ersten Wagen saßen Prinzessin Irene von Preußen und die Fürstin von Lich mit ihren beiden Kindern, im zweiten der Großherzog und seine Braut, ihnen gegenüber Prinz Heinrich von Preußen und Fürst Karl von Solms-Hohensolms-Lich. Das Publikum brach in begeisterte Hochrufe aus. Der Großherzog dankte lächelnd nach allen Seiten. Aus dem Perron verabschiedete sich der Großherzog in herzlicher Weise von den zurück­bleibenden fürstlichen Kindern. Bei der Abfahrt des Zuges erklangen wieder die Hochrufe. Eine Anzahl Licher Jungens hatten die Bäume am Perron erklettert und schwangen von dieser luftigen Höhe die Mützen. Dies schien dem Großherzog besondere Freude zu machen, er winkte jhnen lachend zu. So sind nun die schönen Tage für die begeisterten Einwohner von Lich vorüber. Aber man tröstet sich, wird doch der Großherzog schon am Sonn­tag wieder von Darmstadt zurückkehren, um am 2 8. und 2 9. November an den Hojjagden des Fürsten terl- zunehmen. Und dann fall ja wie bestimmt verlautet noch vor Weihnachten, in ca. 21/2 bis 3 Wochen schon, die Hochzeit stattsinden und zwar hier in Lich. Alt und jung freut sich schon aus diesen Tag. Im Schloß werden bereits Vorbereitungen begonnen. Am Dienstag konnte man das hohe Brautpaar in den Straßen von Lich sehen: es besorgte mehrere Einkäufe: der Groß- herzog grüßte äußerst freundlich und redete mehrere Leute an. Für nächsten Freitag ist in Lich eine große allgemeine Feier des Geburtstags des Großherzvgs ge­plant, woran sämtliche Vereintet und die Einwohnerschaft teilnehmen. Ein Festessen findet im Holländischen Hole statt, der Kommers im Heilandschen Saale. Wie stolz Die Licher darauf sind, daß eine Licher Prinzessin Großherzogin wird, geht la.us einem Ausspruch eines biederen Lichers hervor. ?lls er von einem Neider aus einer Nachbarstaot wegen der Unscheinüarkeit Lichs gegenüber anderen Starten gehänselt wurde, sprach er stolz:Wir müssen Euch aber die Großh^rztogiu liefern" _

Meines K-uiss ton.

Der verbotene Schnitzler. Von einem Fall, in bem der Wiener Dichter Dr. Arthur Schnitzler, her Verfall er berLiebelei". bei der Zensur in Berlin Anstoß errent wird in B'rftn Ht viel gesprochen. ,.H aus Deforme , , ein Einakter, ist das Stück, um das es sich handelt: es ist ein Sitten­bild von jener 9frt, die von Schnitzler schon bezeichnend aewvro.u ist, seitdem er mitReigen", einer ursprünglich sogar un .«TW- handel verbotenen und später freigegebenen Serie von Dialogen, sich von dieser Seite eingesührt hat. AnReigen" knüpft Jw Deforme" an. Aus jenem tollen Durcheinander von Vernevren, das im Tanz um den priafüschen Gott die verscknedenften ^tanoe bunt vermis bte, sind gleichsam noch zwei vereinzelte Paare zuruc.- geblieben, die uup das freie, allzu freie Haus Deforme ve- b,3tfern: eine Schauspielerin mit ihrem Freund und inr ^ruoer mit einer reichen Braut, die er geangeft Hut. Hoher Beiden schwebt beschützend der Geist der gutmütig-kupplerischen Mama Deforme Dies ist das Stück, von dem man sich nach der uv lichen Praxis gar nicht wundern darf, daß die Zensur es nvch nickt freigegeben hat. Ein ausgesprochenes Verbot ist l'bngens ni l't ergangen: es kam bloß am Freitag abend, nachdem bermts die s chüe Probe stattgcsunden hatte und auf d.n darauffolgenden Tag die Generalprobe angesetzt war die Meldung aus dem Po'iz-iPräsidium, die Freigabe könne bis zu der angeklindigten mTl,mprc vinv 7qCn<3tnn nicht erfolgen. Daraufhin wurde das |. Wirk-r abgelebt. Eriüäl-nt (ei auch, dab über dies- Abstduna

eine Nachriebt verbreitet wurde, nach der sick schon bei den Proben die Schausvieler newtiqert hatten, daS SckmitzlersLe Suttenidickckxn.

He ^chwtrcter ihres e neuen Standes verächtlich mache, en- aber stellt Me Wahrheit dieser, Na^ entsckneden in Mrede und hat,darüber zusamimm mit der Direk­tion des Kleinen Tl^MerS, eine richtigstzellmide Notn versackt, die in den Berliner Blättern erscheinen soll. /Frks Ztgü

Krefeld 23 Nov. .Hier hat sich eine Kunftler- ? n t n n i e gebildet die bezweckt, in enger Fühlung mit dm' T echnik und geleitet von den ungeschriebenen ^setzen guten Geschmacks mitzuarbeiten an her .Hebung der Kdmstarbmt. Dm erste Tat der 7euen Ber iniauna die sich derKrefelder Künstler" benennt "das ta S einer Künstlerausftellung im Kaiser Wck^m- Mu'senm Diese Ausspülung, die heute mittag femrlich eioffnet worden ist, umfaßt Zimmereinrichtungen Damenkleider, Sticke­reien. Möbel- und Seidenstoffe, Buchbinder- und Lederarbeiten, ^""-Äümbonift L-oncavallo ist in Berlin «naetro^ nnt einer Einladung des Kaisers folgend, die droben des am 11 Dezember zur Aufführung kommendenRoland b°n- ^Vmr^Ärtinibcr höheren Lehranstalt bat brn Schülern bis Cberiehmba verboten, bicTrau- m u l u Vvrstellm^ * besten. ^,,,sti°.rabie. Der nnn dein Verlag Albert Langen in München zu der i\eier feine- zehnjährigen Bestehens herausgegebene Verlagskatalog liefert nicht

Donnerstag Z4. Movember 1904

OeiöQ»|>reiii monatlich?^ viertel* jährlich Mk. 2.20; durch Abhole- il Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch öle Poft 'fit. 3. eitel» fährt auSscht Bestellg. Annahme von Anzeigen sür die TageSnummer bi- oormttlagS 10 Uhr. ZetlenprerS. lokal 12PI außroärtfl 20 Pfg.

verantwortlich tüt den poltt und allgern.

Jlr. 277

außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger Dverden tm Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Gießener Familien- Hätte! viermal in der

Woche dcigetegt.

NotattonSdruck u. Ver­lag bei Brüh l'scheu Unwers.-Buch-u. Stein» btudtrei. 8t. Bongti Medaktton, Örpebtttim und Trudrteb

Hchulftraß« t glbrefle tut Deueschent

Gazeiger Wtcße«.

Fernlvr^chanichlußAr 61

Wie wir übrigens hören, sind am 21. d. M. allein 340 Telegramme eingelaufen.

Gestern nachmittag 5 Ubr erfolgte, wie uns aus Darm­stadt berichtet wird, der Einzug der zukünftigen Großherzogin in die Residenzstadt unter all­gemeinem Jubel der Bevölkerung. Man hatte die Ankunft der fürstlichen Herrschaften erst am Donnerstag erwartet: 'tatt dessen kam gestern aus Schloß Lich die Meldung,^ daß amtliche dort weilenden Fürstlichkeiten am Mittag mittels Extrazuges abreisen und um 5 Uhr hier eintreffen würden. In Begleitung des Großherzogs Nnd seiner Braut erschienen noch Prinz und Prinzessin Heinrich von Preu­ßen, das Für st en paar Für,st Karl von Solms- Hohensolms-Li ch und die" jüngste Schwester der Braut, Prinzessin Dorothea. Auf dem eiligst noch mit Festschmuck versehenen Bahnhof der Main-Neckar- Bahn hatten sich die Herren Staatsminister Dr. Rothe, Oberststallmeister und Obersikammerberr Frhr. v. Ried- esel und Generaladjutant Generalmajor v. Wachteir, sowie die Schlüsseldame Freiin v. Grancy und zwei .Hof­damen zum Empfang eingefunden, und vor dem Bahnhof und in den Straßen harrten viele Hunderte der Ankunft. Der Großherzog und Prinzessin Eleonore erschienen im dunklen Reisekostüm und begrüßten den Staatsminister und die Hofchargen in herzlichster Weise. Die Umstehenden waren allgemein entzückt von dem liebenswürdigen, herzlichen Wesen der Braut. Als ne»h» kurzem Aufenthalt im Fürstenzimmer die Fürstlichkeiten die Wagen bestiegen im ersten fuhren der OZroßherzog, Prinzessin Eleonore, Prinz Heinrich und Fürst Karl brach das Publikum in stürmische Hurrarufe aus, die sich auch bei der Fahrt durch die Straßen zum Neuen Palais sortsctzten. Tort war abends Tafel im en asten Familien kreise.

die Inkraftsetzung einer anderweitigen Klasseneinteilung für die Gewährung von Wohnungsgeldzuschuß an die unmittelbaren Staatsbeamten. Der Entwurf wurde un­verändert angenommen.

Die national-soziale, von Herrn v. Gerlach geleitete BerlinerZt g.", eines der ältesten hiesigen Blätter, wird zum 1. Januar 1905 ihr E r s ch e i n e n e i n st e l l e n. Sämt­lichen Redakteuren ist bereits gekündigt worden.

Sch werin, 23. Nov. Bei der heutigen Reichstaas­ersatzwahl im Wahlkreise Schwerin-Wismar erhielten bisher: Sekretär Dr. Da de (ko ns.) 5876, Geh. Finanzrat Büsing lnntl.) 6016 sowie der Zigarrenhändler Antrick (S o z.) 9937 Stimmen. Vermutlich ist Stichwahl zwischen Dade und Antrick. Bei der Hauptwahl im Jnhre 1903 ent» ielen auf den Sozialdemokraten Groth 10380, Dr. Dröfcher (kons.l 6732, Büsing (natl.) 6704 und v. Oertzen (meckl. Rechtsp.l 54 Stimmen. In der engeren Wahl siegte Dr. Dröscher mit 11 730 Stimmen gegen Groth, auf den 11607 Stimmen entfielen.

Dresden, 23. Nov. In seiner letzten Sitzung hat der Landeskulturrat sür das Königreich Sachsen folgende vom Landesvorsitzenden des Bundes der Landwirte, Abg. Oekonomierat Andrä eingebrachte Resolution einstimmig an­genommen:

Sollte der Abschluß neuer Handelsverträge mit Kon» Zessionen aus dem Gebiete des veterinären Grenzschutzes verknüpft werden, so würde hierin eine so schwere Ge- sährdung der heimischen Viehzucht erblickt werd 'n müssen, daß der hierdurch, d. h. durch eine Beeinträchtigung des bisherigen veterinären Grenzschutzes der Landwirtschaft drohende Schaden auch durch eine dem neuen Zolltarif ent­sprechende Erhöhung des Zollschutzes keine genügende Kompensation finden könnte."

München, 23. Nov. Das Staatsministerium h<rt gestern durch den österreich-ungarischen GesandtenGrafen Zichy und den Staatsminister Frhrn. v. Podewils den Staatsvertrag über die neuen bayerisch-öster­reichischen Eisenbahnverbindungen vorbehalt­lich der beid^scitigen Genehmigung durch die höchsten In­stanzen abgeschlossen.

Duisburg, 23. Rov. In der heute nachmittag statt- aehabten, zahlreich besuchten außerordentlichen Haupt­versammlung des Vereins der RheinschifsahrtS- i nie ressenten wurde nach 2Vsstündiger Debatte die eine Resolution angenommen, welche sich gegen die Ein­führung von Schiffahrtsabgaben auf den natür­lichen Wasserstraßen ausspricht. Sollten trotzdem und trotz der dem entgegen stehenden gesetzlichen Bestimmungen Schiff­fahrtsabgaben auf dem Rhein eingeführt werden, so muffe vorausgesetzt werden, daß die Abgaben in einen Fonds fließen, der nur zur Verbesserung des Fahrwassers der Rhein­wasserstraße verwendet werden dürfe. Die Frage des Schlepp­monopols auf dem Rhein-Hannover-Kanal sei nach technischer und wirtschaftlicher Seite ungeklärt und daher verfrüht. Der Verein verwerfe jedes Monopol des Schleppfchiffahrts- betriebes, sollte jedoch das Schleppmonopol beschloßen werden, so müsse Sorge getraaen werden, daß die Einführung des- selben nicht ein Betriebsmonopol zur Folge habe. Falls die Regierung zur Einführung eines staatlichen elektrischen Be­triebes von der Landseite aus schreite, miiffe neben diesem ber freie Verkehr in anderer Form unbedingt gestattet werden. Es scheine geboten, falls die Einführung des Schlepv- monopols beschlossen werde, die aus eigner Kraft fahrenden Fahrzeuge hiervon auszu^chließen.

Stuttgart, 23. Rov. lieber die beabsichtigte Zusammensetzung der Ersten Kammer erfährt die '.Heilbr. Reckarztg." aus .sehr guter Quelle" Näheres: Die Zahl der Mitglieder soll auf nicht weniger als etwa fünfzig gebracht werden, indem zu den Standesberrn in erster Linie etwa acht Ritter und zwei Prälaten, dann der Präsident des Evangelischen Konsisiormms und der Präsident der Evange­lischen Landessynode treten sollen. Mit Aufnahme dieses letzteren Mitgliedes wird den Wünschen der Landessynode selbst Rechnung getragen. Die katholische Kirche wird durch den Bischof und ein Mitglied deS Domkapitels vertreten sein. Dann werden die drei Hochschulen, die Tübinger, die Technische Hochschule und die Landwirtschaftliche Hochschule

Amt§- Aliö Anzeiqebiütt für hey Kreis Gießen:

W Aetqentetl: HanS Beck.

Deutsches Reich.

Berlin, 23. Nov. Der Kaiser empfing gestern tn Eharlottenburg im Sonderzug den österreich-ungarischen Botschafter, der ein Handschreiben seines Souveräns über­gab und hörte auf der Fahrt nach Sck)lesien den Vortrag des Vertreters des Auswärtigen Amts, Gesandten v. Lchpcn.

Es wird mit Bestimmtheit erzählt, Kronprinz Wilhelm werde seiner Braut im Laufe des Winters einen Besuch in E a nu es abstatten.

Der Unterstaatssekretär des Eisenbahnministerrums Schultz ist heute plötzlich einem Schlaganfall ertegen.

An Stelle des verstorbenen Direktors im Neichspost- amt Wittko hat der Geh. Oberpostrat Franck, bisher Vortragender Rat, die Leitung der 4. Abteilung des Rerchs- postamtes übernommen. Franck ist 1871 in Tilsit in den Postdienst eingetreten. 1879 wurde er Oberpostdirekttons- sekretär, verwaltete von 1881 ab eine Postinspektorstelle bei der Oberpostdirektion in Bromberg und wurde 1883 Geh. expedierender Sekretär und Kalkulator im Neichspostamt, wo er erst im Auslaudsbureau I, dann im Bureau des Staats­sekretärs v. Stephan tätig war. 1899 wurde er unter Be­förderung zum Postrat zur DireMon in Liegnitz versetzt, kehrte aber schon 1892 als ständiger Hilfsarbeiter m das Reichsvostamt zurück und rückte hier 1893 zum Oberpostrat und 1895 zum Geh. Postrat und Vortragenden Rat tn der 1. Abteilung dieser Behörde auf. Im folgenden Jahre trat er in die neuerrichtete 4. Abteilung ein, die das Personal-, Etats-, Kassen- und Rechnungswesen bearbeitet; er wurde Anfang 1901 zum Geh. Oberpostrat befördert.

Das A b a e o r d u e t e n b a u s hat heute den Gesetz­entwurf betreffend F-eueulöschhilfe sowie die Vorlage über Errichtung eines Oberlandesgerichtes in Düssel­dorf beide in dritter Lesung, endgilirg angenommen. Als­dann folgte <d ie zweite Beratunr. des Gesetzentwurfs betr.