Ausgabe 
24.2.1904 Erstes Blatt
 
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Bekanntmachung.

ES sollen im lausenden Jahre wieder eine Anzahl scro- phulöser Kinder auf Kosten der Sparkasse im Kinderhospital Bad-Nauheim behufs Gebrauchs einer Badekur untergebracht werden. Anmeldungen sind alsbald durch Vermittlung der 'Pfarrämter oder Bürgermeistereien unter Beischluß von Atte­sten über Krankheitszustand und Vermögensverhältnisse hierher einzureichen. Da diesmal nur die Hälfte der seither alljähr­lich bewilligten Summe zur Verfügung steht, kann auch nur eine dementsprechend geringere Zahl von Kindern Aufnahme finden. Es wird daher gebeten, nur solche Kinder anzumelden, die dringend einer Badekur bedürfen. 1845

Gießen, den 20. Februar 1904.

Der Direktor der Spar- und Leihkasse Gießen. Wiener.

RcalZymnafium und Realschule

zu (tzietzen.

Die Anmeldungen der für das Schuljahr 1904/05 neu aufzunehmenden Schüler werden an folgenden Tagen, jedes­mal vormittags 1012 Uhr, in dem Schulgebäude ent- gegengenommen:

a) für das Realgymnasium und die Realschule: Donnerstag den 3., Freitag den 4., Donnerstag den 17. und Freitag den 18. März,

b) für die Vorschule: Donnerstag den 10. März.

Bei der Anmeldung sind Geburtsschein und Impfschein (bei Knaben über 12 Jahren die Bescheinigung der zweiten Impfung) und von Schülern, die seither eine andere Schule besuchten,ein von dieser ausgestelltes Abgangszeugnis vorzulegen 1831 Grofih. Direktion: Dr. Rausch.

KjtßkNkrVo!llsdad,Mllllgch»slh.

Die Aktionäre werden hiermit eingeladcn zur Teilnahme an der

ordcnWen KencrMttMnlW

Dienstag den 15. März 1904, nachmittags 5 Uhr, im SitznngSsaate der Bürgermeisterei in Gießen.

Tages-Ordnung: Geschäftsbericht, Rechnungsablage und Ent­lastung des Vorstandes. Wahl von Mitgliedern des Vorstandes und Auffichtsrates. Vergleich über Grenzregulierung.

Bilanz pro 31. Dezember 1903 und Geschäftsbericht liegen m SamStag den 27. Februar d. I. 14 Tage lang aut der Bürger­meisterei, Zimmer Nr. 15, zur Einsicht der Aktionäre offen.

Arbeitsnachweis der Stadt Gießen

Gartenstraße 2 tBürgermetsteretgebäude) Zimmer Nr. 14.

Der Arbeitsnachweis hat die Aufgabe, zwischen Arbeitgebern und

Arbeitnehmern (Arbeitern jeglicher Art, Dienstboten nud Lehrlingen) unentgeltlich Arbeit zu vermitteln.

An den Werktagen von 8 bis 1 Uhr und von 3 bU8 6 Uhr geöffnet.

ES können eingestellt werden: 1860

1 landwirtsch. Knecht, 1 landwirtschastl. Magd, 4 Schmiede, 1 Schlosser, 1 Tapezierer, 1 Küfer, 3 Schremer, 1 Friseur, 2 Schneider, 8 Dienstmädchen hier und auswärts.

Lehrlinge:

1 Spengler, 3 Schlosser, 1 Feinmechaniker, 1 Buchbinder, 1 Tapezierer, 4 Schreiner, 3 Bäcker, 1 Schuhmacher, 1 Friseur, 1 Weißbinder und Lackierer, 1 Kaufmann.

ES suchen Arbeit:

1 landwirtschastl. Knecht, 4 Schremer, 1 Wäscherin, 2 Lackierer, 4 Hausburschen, 4 Fahrburschcn, 4 Laufsrauen, 3 Bilreaugehilfen.

Bekanntmachung.

Die Rechnimg der Armenkasse Gießeit für 1902'03 liegt acht Lage lang zu Jedermanns Einsicht auf dem Annenaiitt, Nenen- bäue 25, offen.

Gießen, den 23. Febrttar 1904. 1825

Die Armen-Deputation der Stadt Gießen.

E iirschniann.

toteren und jedes seiner Beine soll einen Umfang von 1 Meter 20 Zentimeter haben. Zum Sitzen soll er stets 2 Stühle benützen. ,

Nauheim, 23. Febr. Im Sprudel-Hotel fand am Sonntag die Generalversammlung des F i scher ei - vereins für das Großherzogtum Hessen statt. Ter Vizepräsident, Stadtverordneter Hartmann-Worms er­öffnete die Versammlung, entschuldigte das Nichterscheinen des Vorsitzenden, Frhrn. Heyl zu Herrnsheim, sowie einiger Mitglieder und begrüßte die Erschienenen. Unter den An­wesenden waren u. a. Oberforstrat Heyer-Gießen, Er­laucht Graf Elias zu Erbach-Fürstenau, die Forstmeister Müller zu Isenburg-Büdingen und Mudra zu Jsenburg- Mächiersbach u. a. Schriftführer Gilmer gab einen kurzen Jahresbericht über die Tätigkeit des Fischereivereins im abgelaufenen Jahre. In umfassender Weise berichtete Herr Gilmer über die stattgehabten Aussetzungen von Fischen und K'rebsen, ferner über Unterstützung von Gemeinden bei Teichanlagen. Mit den Beiträgen des deutschen Fischerei­vereins und des hessischen Staatszuschusses betrugen die Einnahmen 9606,56 Mk., die Ausgaben 9229,84 Mk., sodaß ein Kassevorrat von 377,72 Mk. verbleibt. (W. A.)

88 Friedberg, 23. Febr. Ter Kaiser hat der reno­vierten Stadtkirche ein Kirch e n f en st er mit Glasmalerei gestiftet. Tas Gemälde wird die Geschichte des Hauptmanns von Kapernaum darstellen. Ter hiesige Detaillisten- v er ein hat sich mit einer Vorstellung betreffend Be­steuerung des Filialsystems der Warenhäuser an die Handelskammer gewandt. Bekanntlich ist hier vor Weihnachten ein Filialgeschäft des WarenhausesSchade und Füllgrabe", Frankfurt a. M., eröffnet worden, durch welches die hiesigen Klein Geschäfte, ja sogar die der Nachbarorte, erheblich geschädigt werden.

Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. In Wiesbaden ist am 23. d. Mts. der Geh, Negierungsrat a. D. Ernst von Bertouch im Alter von 83 Jahren gestorben. Der Verstorbene war Kammerherr Kaiser Wilhelms I. und wollte just gestern mit seiner ebenfalls 83 Jahre alten Frau das Fest der goldenen Hochzeit begehen.

Vermischtes.

Berlin, 23. Febr. Ein blutiges Liebesdrama hat sich heute vormittag in einem Gastbof der Breslauer Straße abgespielt. Dort tötete der aus Königsberg in Pr. zugereiste, 24 Jahre alte Kaufmann Gustav Margraff ein um 2 Jahre jüngeres Mädchen, daS er als seine Ehefrau in das Fremdenbuch eingetragen hatte, durch einen Revolver Schuß. Darauf versuchte er sich selbst zu töten; er wurde noch lebend in ein Krankenhaus gebracht.

Dresden, 23. Febr. Der frühere preußische Ritt­meister Hachnel in London, der nach Begehung von Wechselfälschungen in Höhe von 2 00 000 Mark geflohen war, ist jetzt festgenommen worden.

München, 23. Febr. In Oberdorf bei Augsburg wurde bei einem in der Nacht entstandenem Brande ein Bauernmädchen von einer einstürzenden Mauer erschlagen, ein Bauerssohn lebensgefährlich verletzt.

Petersburg, 22. Febr. Maßregelungen der In­telligenz dauern fort, insbesondere der Versuch der Terrori­sierung. Der Moskauer Rechtsanwalt Stahl, der im Prozeß wegen der armenischen Unruhen die Angeklagten teidigte, wurde verhaftet, ebenso der Statistiker Anne,, ein 6bjähriger Mann.

Cairo, 23. Febr. Durch einen Unfall bei einer Automobilfahrt auf dem Wege nach den Pyramiden wurde Prinz Borg Hirn, ein Onkel de8 Sultans, schwer verletzt. Während die Gattin eines Konsuls, die sich mit einer anderen Dame in dem Automobil befand, einen Schädel­bruch erlitt, trug ihre Begleiterin innere Verletzungen davon. Der Mechaniker des Automobils schwebte in Lebensgefahr. Ein Araber kam bei dem Unfall ums Leben.

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Gießen, 24. Febr. Gestern verhandelte mehrere Munden unter Ausschluß der Oeffenllickikeit unsere Straf- (amnier gegen den 38 Jahre alten vorbestraften verheirateten Friseur M. Rgr. aus Gießen wegen SiltlichkeitsvergehenS

au? 8 182 des R.-Str.-G. Der Gerichtshof verurteilte den An­geklagten zu einer Gefängnisstrafe von 6 Atonalen. Aus der öffent­lich erfolgten Begründung des Urteils ging hervor, daß er ein mindersährigcS Mädchen verführt hat.

r ] Marburg, 23. Febr. Die Strafkammer beschäftigte sich heute im Wiederaufnahme-Verfahren mit dem schon mehrer- wähnten AuStragen sozialdemokratischer Flug­blätter burcf) zwei Arbeiter aus Cassel an einem Sonntag vor der Reichstagswahl in Frielendorf im Kreise Ziegenhain. Tie Betreffenden waren vom Schöffengericht in Ziegenhain wegen Vergehen gegen die Sonntagsruhe, das in dem öffentlichen Aus­tragen der Schriften zu erblicken sei, verurteilt worden. In der Berufungsinstanz erkannte die Strafkammer hier auf Freisprechung, weil sestgestellt wurde, daß die Betreffenden die Flugblätter nicht öffentlich und sichtbar getragen, sondern nur in den Häusern ab­gegeben hatten. Das Kammergericht verwies dann die Sache zur nochmaligen Verhandlung zurück und heute kam die Strafkammer nach eingehender Verhandlung abermals zu einem sreisvrechendeu Erkenntnis. Auch vier weitere Arbeiter aus Cassel, die wegen Flugblattaustragens an Sonntagen im Kreise Ziegenhain bestraft worden waren, erzielten au8 denselben Gründen Freisprechung. Diese Gerichtsentscheidungen dürften allgemein intereffieren.

EinsozialdemokratischerPo st beamte r. Vor dem preußischen Tisziplinarhofe, dem höchsten Gerichtshof für Beamte, wurde, wie schon nritgetcilt, unter Vorsitz des Präsidenten des Reichsgerichts, T-r. Gutbrod, der Fall verhandelt, welcher den Oberpostpraktikanten Richard Wagner aus Hanau betraf und seinerzeit viel Auf­sehen verursacht hat. Wagner, welcher 1868 in Olhausen, Kreis Gießen, geboren ist, widmete sich dem Post­dienste und war in Offenbach, Konstanz, Kassel und zuletzt in Hanau tätig. Während er in Kassel Beamter war, hat er ein GedichtEvangelium der Arbeit" herausgegeben, auch ist noch ein anderes WerkAether und Wille" von ihm erschienen. Wegen der in diesen Schriften ausgesprochenen sozialdemokratischen Tendenz wurde Wagner von seinem Vorgesetzten zur Rede gestellt und ihm mitgeteilt, daß er von einer weiteren Beförderung ausgeschlossen werde, auch wurde ihm anheimgegeben, um eine Versetzung einzu­kommen. Ties geschah, und Wagner kam nach Hanau. Dort hat er in der Nacht zum 26. Juli 1903, als das Resultat der Reichstagswahlen bekannt wurde, in einer Wirt­schaft berinternationalen revolutionären Sozialdemokratie" ein dreifaches Hoch! aus­gebracht. Wegen dieses Vorkommnisses hatte sich Wagner vor der Tisziplinarkammer in Kassel zu verantworten, und es wurde gegen ihn auf Dienstentlassung erkannt, weil er, wie das Urteil sagt,sich der Achtung unwürdig gemacht hat, welche die Stellung eines Beamten bedingt". Gegen'dieses Urteil legte Wagner Berufung ein, welche sich hauptsächlich gegen die Versagun g einer Pension richtete. Wagner, der jetzt in derLeipziger Volksztg." als verantwortlicher Redakteur tätig ist, war persönlich zur Verhandlung erschienen. In längerer Ausführung suchte er darzulegen, daß er sim keineswegs gegen den § 10 des Beamtengesetzes vergangen habe. Er habe aber 15 Jahre der Post gedient, und zwar die besten Jahre seines Lebens, er habe deshalb ein Recht auf eine Pension. Des weiteren sagte er, daß er die dem Könige von Preußen geschworene Treue nicht gebrochen habe, er habe sich keineswegs eines Beamten unwürdig gezeigt, man hätte ihn erst bestrafen können, wenn er dem König die Treue gebrochen habe. Auch habe die Tisziplinarkammer durch ihr Urteil zwei zwei Sorten von Achtung konstruiert und dem Beamten eine besondere Achtung zuerteilt. Tie Redewendungen W's. nahmen eine solche Richtung an, daß der Vorsitzende sich genötigt sah, ihn zur Mäßigung zu ermahnen. Reichs- anwalt Zweigert, welcher die Anklage vertrat, beantragte, -ie Berufung zurückzuweisen. Jemand, der sich offen zur Sozialdemokratie bekenne, könne nicht mehr Beamter sein. Eine solche Gesinnung wie Wagner sie bekundet, sei mit den Pflichten eines Beamten unvereinbar. Es wurde dann noch auf zwei ähnliche Fälle, die früher den Tisziplinarhof beschäftigt hatten, hingewiesen. Ter Tisziplinarhof er­kannte dem Anträge des Reichsanwalts gemäß, indem er unter Zurückweisung der Berufung das Urteil der Tis­ziplinarkammer bestätigte und Wagner die Kosten auf» erlegte.

Neueste Meldungen-

R. B. T a r m st a d t, 24. Febr. (Eigener Drahtbericht.) Tie 2. Kammer beriet heute wegen Abwesenheit des Präsidenten Haas nicht den landwirtschaftlichen Etat, fon- bern den Justizetat in Verbindung mit Kap. 130, die

Anlegung neuer Grundbücher betr. Nachdem der Dbg. Gutfleisch als Ausschußberichterstatter kurz referiert hatte, entspann sich eine lange Debatte über die ver­schiedenartigsten juristischen Fragen, besonders über die Vorbildung der Juri st en, an welcher Aender- ungen vorzunehmen der Justizminister ent­schieden ablehnte. Tie humanistische Vorbildung habe sich auch in Hessen als die beste bewährt und eine Er­weiterung der Zulassung zum juristischen Studium würde nur geeignet sein, das Gelehrtenproletariat noch mehr zu verstärken. Von mehreren Rednern wurde dann der hessische Antrag auf Entschädigung unschul­dig Verhafteter, dec nach der Ansicht des Justiz­ministers Aussicht auf Annahme hat, freudig begrüßt. Tie Sitzung wurde nm Vs2 Uhr abgebrochen. Morgen um 9 Uhr wird sie fortgesetzt.

Berlin, 24. Febr. Zu der Flucht des Bankiers Meyer rotrb noch gemeldet, daß bisher jede Spur des Flüchtlings fehlt. Ein Anhaltspunkt dafür, daß er beab­sichtigte, sich das Leben zu nehmen, liegt nicht vor. Die Höhe der Engagements beziffern sich auf 2 7 Mi llion en Mark. Von eigentlichen Veruntreuungen von Depots sei wohl nicht die Rede, da die Wertpapiere, welche Verwandte in das Geschäft gegeben hatten, angeblich dem Fälscher zur freien Verfügung standen.

London, 24. Febr. Sämtliche Morgenblätter ver­öffentlichen Telegramme aus Petersburg, wonach Graf Lambsdorff beabsichtige, seine Demission als Minister de8 Aeußern einzureichen. Die Blätter fügen hinzu, daß seit längerer Zeit der Minister mit seinen Kollegen sich nicht mehr in gutem Einvernehmen befindet. Man glaubt, daß Lambsdorff durch den früheren Finanzminister Witte ersetzt wird. Dieser würde die agressive Politik, deren Vertreter Alexejew ist, beseitigen. Einem anderen Gerüchte zufolge soll Kuropatkin das Oberkommando über die Landtruppen nur unter der Bedingung übernommen haben, um von Alexejew unabhängig zu sein.

Prag, 24. Febr. Narodni Listi meldet auS Peters­burg, daß infolge der feindseligen Haltung Eng­lands die russischen Truppen in Turkestan Chiwa und Buchara mobilisiert werden sollen. Weiter zirku­lieren Gerüchte, daß der Großfürst Nikolajewitsch zum Nachfolger deS Admirals Alexejew ernannt werden soll. Der Letztere sei für den Posten des Ministers des Aeußern ausersehen.

Petersburg, 24. Febr. Ucber Alexejew herrscht hier Verstimmung. Man erwartet die Einreichung seines Abschiedskrankheitshalber". Der Zar ist verstimmt und ärgerlich, daß sein Vertrauen von verschiedenen Seiten mißbraucht worden sei. Sämtliche Extra-Kredite sind sistiert. Das Budget ist auf eine zweijährige Kriegsführung eingerichtet. In nächster Zeit steht die Emission einer Anleihe von 300 Millionen Rubel bevor.

Telephonischer Kursbericht*

3*/e% Reichsanleihe . . 101.10 3% do. ... 89.05 8«/,% Konsols . . . . 101.85 8% do.....88.95

3*/«% Hessen .... 99.90 S*/?% Oberhesson . . . 00.00 4% Oesterr. GoMrente . . 100.10 4XI.% Oesterr. Silberrente 99.50 4% Ungar. Goldrdnte . . 97.70 40/ Italien. Rente . . . 100.25 4y,-6 Portugieser , . . 58.30 30/ Portugiesen. .... 57.75 1 % C. Türken ..... rürkenlose......119.20

4% Griech. Monopol.-Anl. 41.10 41 / % äussere Arirentiner 42 70

8% Mexikaner .... 26 00 4WA Chinesen .... 84.80 Electric. 8chuckert . . . 95.00 Nordd Lloyd . . . . 101 70

Kreditaktien ..... 198.50 Diskonto-Kommandit. . . 182.40 Darmstädter Bank . . . 184.20 Dresdener Bank .... 144.70 Berliner Handelsges. . . 149 00 Oesterr. Staatabahn . , . 134.00 Lombarden .....14 00

Gotthardbahn.....186.00

Laurahütte......216.70

Bochum.......181.90

Harpener......185.60

Tendenz: ruhig.

Kathreiners Walzkaffee

ist der beste und nützlichste Hausfreund, der in unzähligen Familien gern gesehen und hoch geschätzt ift 666

Bekanntmachung.

Es wird hierdurch zur öffentlichen Kennmis gebracht, daß wieder eine Prämiirung von Dienstboten des Sparkastcnbezirks stattfinden soll. Prämien können von 5 zu 5 Jahren solche Dienstboten im engeren Sinne erhalten, welche bei der Herrschaft Kost und Logis haben und sich darüber, sowie über gute Führung durch Zeugnisse ausweisen können. Von Vollendung der 5 Jahre kann nur dann im letzten Dienstjahre abgesehen werden, wenn der Dienstaustritt durch Einberufung zum Militär, durch Auflösung des Haus­halts oder durch Gründung eines eigenen Hausstandes erfolgt. Es werden hiernach alle diejenigen Dienstboten, welche nach diesen Bedingungen auf eine Prämie glauben Anspruch er­heben zu können, aufgefordert, sich unter Vorlage der Dienst­bücher, eines Zeugniffcs der Herrschaft über gute Führung, sowie eines etwaigen Sparkassenbuches bei unserer Kaffe oder der Bürgermeisterei des Wohnorts bis zum 5. Mürz l. F. zu melden. 1846

Gießen, den 20. Februar 1904.

Der Direktor der Spar- und Leihkaffe Gteßcn.

Wiener.

lUrin=lktlkui kling v! K>«ge» -M

lilittwoch den 18. März d. J., vormittags 1112 U-ir imEnglischen Hofe" zu Bingen läßt Herr

Hauptmann n. 1>. und Kommerzienrat H. Avanarius

Mkngulskcjlhcr in HkiuasgevKeim, Snqcfßcim u. (Mrnficittt sRheinh.)

13 t und C> 2 1901 er ) GanalgeShcimer, Ockenheimer und 12 1 3 2 1902er f Niederheimbacher Weißweine;

22 2 4 4 1901 er 1 GaualgeShcimer und Ingelheimer

20 2 4 4 1002 er / «otweine,

worunter feine AnSle-en, öffentlich »ersteigern.

Probenahme Hit die Herren flommnfioimre an den Fässern in GanalgcShcim ain 29. Februar und 1. Marz.

Allgemeine Probetage: In der Kellerei des Versteigerers gegenüber der Station Gaualgeslieün am 9., 10., 11., 12. nud 14. März, sowie m Bingen im Versteigerungb lokale am 10. März vor und ivährend der Versteigerung. 1834

Der Borstand:

1828 Th. Haubach. Hrch. Schaffstädt.

Mhor'slhcMme HandMehlNAalt in ßerü

(Reich), gegründet 1849, nach Gera verlegt 1854, daher am 1. pJTnt 19<>4: Keier des üOjäyrigcn D-itthcns in Gera.

Ehemalige Schüler und Freunde sind emgeladen. 1830 3 Abteilungen: ea. 180 Zöglinge. Zeugnisse berechtigen sunt EiniLbrig-Freiw. Militärdienst. Prospekte durch die Drrektion.