freist« doch noch nicht recht bekannt geworden zu sein: wenig- stenS ist die Zahl der eingelaufenen Anmeldungen weit geringer gewesen als erwartet werden konnte. ES sei deshalb nochmals auf die hier in Betracht kommenden Kurse für Schuhmacher, Schneider, Sattler, Wagner, Schreiner und Lackierer im Auffärben von Farbstoffen aus massive Hölzer, für Maler tm Schriftenmalen und im Holz- und Marmormalen, ferner für Buchbinder und PortefcuillerS, sowie in Buchführung und im Veranschlagen besonders hingewiesen.
? Grunin gen, 22. Dez. Die Stelle deS Gemeindeeinnehmers wurde dem Kaufmann und Gastwirt Wilhelm Arnold übertragen.
§. Gedern, 22. Dez. In einem hiesigen Manusaktur- warengeschäft wurde einer Dame, die eingekauft hatte, der Geldbeutel mit etwa 30 Mark Inhalt gestohl en. — Ein Großh. Forstwart eines Nachbardorfes überraschte dieser Tage zwei ledige Brüder eines Vogelsberger Dörfchens in der sogenannten „Bleistadt", al§ sie einen schweren Wagen mit Brennholz heimlich fortfuhren. Die Holzdiebe mußten natürlich wieder abladen und haben ihrer Strafe entgegenzusehen.
Frankfurt a. M., 22. Dez. Bekanntlich waren von der hiesigen Staatsanwaltschaft für die Ergreifung der Mörder Lichtensteins 1000 Mark ausgesetzt; die Familie Lichtensteins setzte 4000 M k. zur Verteilung auS. Bis jetzt ist die Belohnung noch nicht verteilt worden Wie ein Berichterstatter meldet, hat die Regierung in Wiesbaden die Akten hierüber schon vor längerer Zeit eingcsordert. Man erwartet von dort die endgiltige Entscheidung.
3>ie frühere Kronprinzessin von Sachsen in Dresden.
Die Gräfin Montignoso, das ist die frühere Kronprinzessin von Sachsen, ist am Donnerstag in Sachsens Hauptstadt Dresden eingetroffen. Sie nahm im Hotel Bellevue Wohnung. Im Laufe des Vormittags versuchte sie tief verschleiert im Taschenberg-Palais, dem früheren kronprinzlichen Palais, Eintritt zu erhalten, der ihr aber verweigert wurde. Ihr früherer Rechtsbeistand, der Leipziger Rechtsanwalt Dr. Zehme, war auch in Dresden. Der König befand sich auswärts auf der Jagd. Das Hotel, in dem die Gräfin wohnte, und die Schlvßeingäyge wurden bewacht.
Am Nachmittag trat da§ sächsische StaatSmmini- sterium zu einer Sitzung zusammen. Bald daraus erhielt die Gräfin, die durch Vermittelung des Polizeikommiffars Unger dem Hofmarschallamt einen Brief an den König übergeben hatte, in dem sie den Wunsch auSdrückte, ihre Kinder sehen zu dürfen, einen ablehnenden Bescheid. Sie wurde vielmehr vom Polizeipräsidenten Küttig und dem königlichen Kämmerer Griegern veranlaßt, sofort ab- zureisen. Sie hat weder den König gesprochen, noch ihre Kinder gesehen. Vor dem Hotel Bellevue, wo die Gräfin sich einige Stunden aushielt, fanden Menschenansammlungen statt, die sie mtt Aeußerungen der Sympathie begrüßten. Die Polizei hatte einige Mühe, namentlich die Frauen zurückzuhalten. Als sich die Gräfin vom Hotel in offenem Wagen mit Dr. Zehme nach dem Neustädter Bahnhofe begab, wo die Abreffe nach Leipzig erfolgte, begrüßte das Publikum die frühere Kronprinzessin mit lauten Hochrufen. Noch einige Stunden nach der Abreise der Gräfin standen mehrere hundert Menschen vor dem Hotel. Man fragt sich jetzt hier, ob die Gräfin nicht doch längst schwer gemütskrank ist. Sie hatte sich bei der Auseinandersetzung mit dem sächsischen Hos verpflichtet, deutschen Boden nicht zu betreten, und nur unter dieser Voraussetzung wird ihr vom sächsischen Hof eine Rente von Mk. 30 000 jährl ich gewährt.
In Leipzig traf sie kurz vor 6 Uhr nachmittags ein imd begab sich in Begleitung des Rechtsanwalts Dr. Zehme in die Stadt.
Der toskanische Hof ist, wie aus Salzburg gemeldet wird, über das Vorgehen der Gräfin in größter Bestürzung. Man glaubte sie in Florenz, wohin sie mit ihrem Töchterchen und der Gräfin Fugger gefahren war. Tas Oberslhosmeisteramt zog Erkundigungen in Florenz ein, da der Hof die Meldungen nicht glaubte. Die Erkundigungen blieben unbeantwortet.
* Königsber g, 22. Dez. Ein Pistolen-T ueN ist ernt Montag hier vor sich gegangen. Die Duellanten waren angeblich zwei russische Offiziere, die tags -uvor hier eingetroffen waren. Einer der beiden Beteiligten wurde schwer verletzt in die Klinik gebraM, der andere hat unmittelbar nach dem Duell die Stadt wieder verlassen.
• Ta§ Weihnachtsgeschenk des Kronprinzen, das er seiner Braut, der Herzogin Cecilie von Mecklenburg, nach Eannes übersandt hat, besteht in einem prächtigen Perlenschmuck, der einen Wert von rund 37 000 Mk. darstellt. Ein Hofjuwelier aus Frankfurt a. M., der ständiger Lieferant am Hose des Kaisers, hat diesen Schmuck, zu dem die auserlesensten Perlen verwendet wurden, geliefert. Tie Kaiserin hat ihn für ihre zukünftige Schwiegertochter selber ausgesucht.
* Ein Eisenbahnzusammenstoß in Thüringen. Am Abend des 21. b. M. stieß auf dem Bahnhof Eisenach eine Lokomotive auf einen Personenzug. Es wurden ein Hilfsbremser und ein Schaffner getötet. Ein weiterer Toter wird unter den Trümmern vermutet. 24 Wagen sind demoliert und drei Maschinen schwer beschädigt. Die Schuld an dem Zusammenstoß trifft den Zugführer eines Zuges. Dieser hat dem Lokomotivführer das AbsahrtS- siqnat gegeben, obwohl er von dem diensthabenden Stations- beamten den Befehl zur Abfahrt noch nicht erhalten hatte und auch daS Signal zur Ausfahrt noch nicht auf „Fahrt frei" gestellt war. Es herrschte starker Nebel. Der Zugführer beachtete indessen nicht den'gerade in die Station^ein- fahrenden Zug 6816, der die Fahrstraße des Zuges 6093 kreuzen mußte. — Nach amtlicher Darstellung wurden 7 Reisende, ein Schaffner und ein Werkstattarbeiter leicht ver- letzt. Tote nennt der amtliche Bericht nicht.
• Prinz Friedrich Leopold von Preußen hat umfangreiche Ländereien am Leinen Wcmnsee verkauft und
dafür eine bedeutende Summe erhalten. Es lMtdelt sich um das bergige Forstgclände, das gleich hinter der Station Wannsee beginnt und bei Kleists Grab vorüberführt. Längs des im 23an begriffenen Prinz, Friedrich Leopold- kanals bis zum Stolpersee liegen diese Privatbesitzungen des Prinzen. Dieses Gelände, das durch den Kanalbau ungemein wertvoll geworden ist, sodaß sich ber, Zuschuß >es Prinzen zum Dau desselben recht gut verzinste, hat er nun an die (Mirüber Drossel in Berlin für 1 900 000 Mark verkauft. Es sind ettva 70 Morgen Lanb, das noch mit Wald bestanden ist, zum Preise von 150 Mark pro Rute verkauft worden, wodurch die 'Gemeinde Wannsce eine Umsatzsteuer von 19 000 Mark erhält. Da der Prinz auf Grund einer einst von dem „Verein Berliner Journalisten" an den Landrat v. Stubenrauch gerichteten Eingabe sich veranlaßt gesehen hat, das Grab Heinrich v. Kleist'? sicher zu stellen, so wird diese lleine Wald^arz.'.le erhalten bleiben. Schon einmal hat Prinz Friedrich Leopold durch den Verkauf von Ländereien bei Klein>Machrww, die zum Bau des Teltowkanals und für den Berliner Svnodalfried- stos gebraucht wurden, nicht unerhebliche Einnahmen erzielt. Er ist gegenwärtig der reichste preußischie Prinz.
* Kleine TageSchronik. AuS Ncwhovk wird gemeldet, daß der nerdösllicbe Teil der Vereinigten Staaten die längste und ernsteste Dürre erleidet, die je in Amerika beobachtet werden konnte. Mehr als drei Millionen Leute leiden iircbtterr unter Wassern! angel. Hunderttausende Stück von Vieh sind nach unsäglichen, vom Durst verursachten Leiden e i n g e g a n g e n. Ueber 10 000 Personen sind infolge der Dürre arbeitslos. — AuS dem Arsenal von Vlewna (Bulgarien) würben zahlreiche Gewehre, Säbel und 12 Kisten Munition entwendet. — In Edersberg (Bez. Trier) ist der 19 Jahre alte Dergschüler Wilhelm Stein, als er aus der O^esangstunde des Kirchcnchors zwei Mädchen hrimbegleitete, auf der Dorfstraße lwn dem (telegenteftSarteiter Jakob Bäcker ohne jeden Anlaß totgeschlagen worden. Der Täter ist flüchttg. — Der „Schl. VolkSztg." zufolge sind inZvscko w i tz an der schlesiscl>-russischen Grenze 88 Wohnhäuser und tast eine koppelte Anzahl DirtsckwftSgebäude e i n g e ä s ch e r t worden, wobei viel Vieh verbrannte. 500 Menschen sind obdachlos. — Ter englische Dampfer „Tavbrcak", der mit einer Maisladung von Buenos Aires für die Reederei Kunstmann in S t e 11 e eintraf, durfte wegen P e st v e r d a ch t s die Ladung nicht löschen nnb kam unter Quarantäne. In Dresden ist die Affäre des Rats- Affessors und Hauptmamis a. D..A cke r m an n, die so viel Staub ausgewirbelt hat (S 175 des Strafgesetzbuches) in ein neues Stadium getreten. Ackermann wird jetzt zwecks Beobachtung seines Geisteszustandes in die Irrenanstalt Sonnenstein üterfutet werden. — Der dichte schwarze Rebel, der London seft mehreren Tagen in Dunkelheit bullt, dauert fort. Ter ^ttaß/n- verkehr ist sehr erschwert. Die Züge aus bett, Vorstädten treffen mit großen Verspätungen ein. Tic Dampfschiffe nach Calais unv ästende, die um 11 Uhr abends von Dr -er abgeben sollten, fuhren erst um 2 Uhr morgens ab. — In Adorf verübte der 23iährige Handarbeiter Schmucker an seiner Frau, die er erst vor wenigen Monaten geheiratet hat, tinen Mordver- uch, indem er ihr eine Schlinge um den HalS warf und diese zuzog. Durch herbeigeeilte Leute wurde ein Mord verhindert. Schmucker hat vor kurzem seine Frau mit einem Rasiermesser zu tüten versucht.
Keritglssaak.
Innsbruck, 22. Dez. Die deutsch-nattonalen Führer Dr. Lantschner und Schiff wurden an je fünf Tagen Arrest und zu den Kosten verurteilt, weil sie während» der Innsbrucker Vorgänge den Korrespondenten des „(Sortiere della Sera", Dr. Albertini mißhandelt lottert.
Gin Lotterielos bleibt b i s zur Bezahlung Eigentum des Kollekteurs. Dieser Grundsatz ist durch ein Urteil des ersten Zivilsenats des Reichsgerichts te- stättgt. Ein Kollekteur hatte einem Oberlehrer in Berlin ein Achtel-Los der Braunschweiger Lotterie zum Kauf angeboten, und da er ohne Nachricht blieb, landte er ein Erinncrungszirkular, dem dann am 20. Juli eine Postnachnahme folgte, auf welcher sich der Vermerk befand: „Nach einmaliger Präsentation sofort zurück." Diese Posts enbitng traf den Oberlehrer nicht in Berlin an und wurde ihm nach dem Seebade Niendorf nachgefandt, wo am 22. Juli die Einlösung erfolgte, deren Annahme aber der Kollektnrr verweigerte, weil jenes Los inzwffchen am 21. Juli mit einem Gewinn von 20 000 Mark gezogen war. Der Oberlehrer wollte den Gewinnbetrag, 2125 Mark, bei der Lotteriekasse «cwheben, doch 'ist dieses Geld, bis zur Enffcheidung des sich aus diesem Vorkommnis entspinnenden Prozesses, deponiert. Der Kollekteur strengte eine Klage beim Landgericht Berlin gegen den Oberlehrer an, dahingehend: darin zu grilligen, daß der auf daS Los Nr. 30 477 der Braunschweigischen Lotterie entfallene Gewinn an den Klager ai Sbezahlt werde. Das Landgericht hat dem Klageanträge entsprochen, indem es Bezug nahm auf einen Satz in dem Zirkular des Kollekteurs, worin es heißt: ,Jn jedem Falle bleiben Lose bis zur Bezahlung uns-r Gi^nfimt". Gegen dieses Urteil legte der Beklagte Berufung h-jm Kammergericht ein, die aber keinen Erfolg hatte. Tas Reichsgericht hat dieses Urteil bestätigt.
Kandel und MerKeKr. AolKswirlsHaft.
Mannheim, 22. T-ez. Ter Preis des amerikanischen Petroleums im Waggon ist heute im Einklang mit demjenigen für östreichisches Petroleum um 20 Pfg. pro 100 Kgr. im Großhandel ermäßigt worden.
Die.Konzentration im Bankgewerbe. In der „K. Z." wird ein sehr interessanter Auffatz veröffentlicht, der ein ütersichtllckes Bild über die Veränderungen gibt, die durch die Berenngung von Danken und Bankinstituten und durch die Jnteressengmneinschaft im Baugewerbe aus dem Kapitalmarkt sich vollzogen Wir teilen daraus mit. daß der Gruppe der Deutschen Dank nicht weniger als 14 Danken angehören, die zusammen über ein werbendes Kapital von 441 Millionen Mark verfugen, das sich unter Hinzurechnung der Reserven auf üb"r eine halbe Milli^che erh'ht. Ungefähr gleichgroß ist das Kapital der Dresdener Bank^Schaaffhntsenscher Bankverein. Tie Gruppe besteht ans acht Danken und arbeitet mit einem Mienkapital von 3161/2 Millionen M-wk. Die Gruppe Tiskonto-Gesellschaft-Norddeuffche Bank unter Hinziszieh'mg der Leipziger und Barmer Konsorten versiegt über 341 Mill. Mark, die Gruppe der Darmstädter Ban' über 192 Mill. Mark Aktienkapital. Zu diesen vier Gruppen tritt jetzt die Kommerz- und Tiskontobank, die unter Einberechnung deS Kapitals der Leipziger Kredit- und Sparbank mit einem Kapital von etwa 100 Mill. Mark arbeitet. Von den Berliner Graßbank'n stehm jetzt nur noch Berliner Handelsgesellschaft und die Natinnasbank für Deutschland auf eigenen Füßen. Im Laufe von etwa 3 Jahixn sind 17 Aktienbanken mit einem Gesamtkapital von 154,z> Mill. Mk. von den genannten Danken aufgesogen worden. Nicht gerechnet die 42 Mill. Mk. Kapital der Berliner Dank, deren Anschluß sich augenblicklich vollzieht.
Kanalbau-Finanzierung. Dieser Tage fand in Straßburg eine Versammlung von Bankiers statt, die sich ftlr die Erbauung eines oberrfoefnifeben Schiffahrtskanals aussprachen und sich bereit erklärten, unter gewissen Voraussetzungen sofort 20 Mill Mk. für die Erbauung dieses Kanals zu zeichnen. ES ist anzunehmen, daß die Sache in Fluß und Zur Durchführung gelangt.
Kunstseide-Industrie. Air h«ben vor einiger Seit mitgetri't daß Mitglieder der Bnwaftung der „Vereinigte Kuust- feibefnbrif'ii Akt.-Ges. Frankfurt ft. M." nach den Vereinigten Staaten reisten um die Frage der Errichttmg einer amerikanischen sftlialfabrik an Ort und Stelle zu studieren. Tic Gesellschaft teilt nun mit, daß der Zweck der Reffe vollständig erreicht hnitbc. Die Verhältnisse liegen dort recht günstig imb die Verhandlungen mit den amerikMiffchen Interessenten sind soweit ge
diehen, daß die projezierte arnerikanffche Fabrik sofort ins Leben gerufen norden kann, sobald die ^Leitung der Vereinigten Kunst- oidefabriken es für angezeiat hält.
Neue türkische 100 Millionen-Anleihe. Vsie gemeldet wird, hat sich ein französisches Syndikat mit der türkischen Regierung wegen einer neuen Anlerhe frerftnubigt aus Basis eines 6 proz. Zuschlages zu den Einkünften der Z imten, welche dem Kriegsministerium zugewiefen sind. In ernsten ftan- zösischen Kreisen wird nach der ,,F. 3 " versichert, daß den Franzosen versprochen worden sei, ihnen wenigstens cm Drittel der neuen artilleristischen Bestellungen zuzuweisen.
Märkte.
ko. Franks nrt n. TL, 23. Dez. ^Orig.-Telcgr. des „Gietz. Anz.") S ch w e i n c ni n r f t. Zum Verkauf standen 386 Schweine. Schweine: 1. Qualität 58- 59 Pfg., Lebendgewicht 46- 00 Pkg., 9 Qual. 57—00 Pfg., Lebendgewicht 45-00 Pfg., 3. Qualität 50—52 Pfg., Lebendgewicht 00-00 Pfg. Geschäft gut, lieber- tand unbedeutend.
Kir<S liÄ- <t <fi r i rfi t e n.
Evangelische Gemeinde.
ßottribtfnft.
In der Stadtkirchc.
Samstag den 2 4. Dezember:
Nachmittag? 3 Uhr: Weihnachtsfeier für die -Kinderttrche der Matthäus- und der Markusgemeind^.
' Pfarrer P. Schlosser.
Pfarrer Schw a b e.
Ibends 5 Uhr: Wcihnachtsvesper für die Militärgemcinde. Pfarrer Euler.
Am 1. W e i h n a ch t s f e i e r t a g, den 25. Dezember:
Vormittags 9 Uhr: Pfarrer S ch w ade.
Beichte und heiliges Abendmahl für Ttatthaus- und Markus- gemeinde gemeinsam. Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten.
Abends 5 Uhr: Piarrer I). Schlosser.
4 m 2. Weihnachtsfeiertag, den 26. Dezember: Vormittag? 9V, Uhr: Pfarrer D. Schlosser.
Abend? 5 Uhr: Siebe Johanneskirche.
Abend? 7 Uhr im Mattbäussaale: Weihnacht?feier der kon- irmierten weiblichen Jugend der Matthäu?gemcinde.
Dienstag den 27. Dezember, abends 8 Uhr, tm Matthaus- saale: Weihnachtsseier der konfirmierten männlichen Jugend der Matthäusgemeinde.
In der Johanneskirche.
Freitag den 23. Dezember, nachmittags 3V, Uhr:
Weihnachtsfeier für die Kinder aus dem Kindergottesdtenst der Johannesgemeinde.
Samstag den 24. Dezember, nachmittag? 3 Uhr:
Weihnachtsfeier für die Kinder aus dem Kindergottesdlenst der LukaSgemeinde.
Am 1. Weihnachtsfeiertage:
Vormittag? 9'/, Uhr: Plärrer Euler.
Abends 5 Uhr: Plarrassistent Schulz.
Kollekte kür die K l c i ,i k i n d e r ° B e w a h r a n st a l L
91 m 2. Weihnachtsfeiertage:
Vormittag? 9V? Uhr: Professor 0. E ck.
Beichte und heiliges Abe'idmahl sür die Lllkas- und 01c Johannesgemeinde im Vormittagsgottesdienst. Älnmeldungen vorher bei dem Pfarrer jeder Geineinde erbeten.
Abend? 5 Uhr: Pfarrer Euler.
Liturgische Andacht.
Besondere Kollekte für die Armen.
Dienstag den 27. Dezember, nachmittags 5 Uhr:
Vereinigung der konfirmierten Mädchen der Liikasgememdr im Kolifirmaiidensaale der LukaSgemeinde, Liebigstraßc 56.
Katholische Gemeinde.
Samstag, den 24. Dezember 1904.
Nachmittag? um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beicht.
Sonntag, deii 25. Dezember 190 4.
Weihnachtsseft.
Vormittag? von 5 Uhr an: Gelegenheit zur hetl. Beichte.
Tie erste heil. Messe» vor und m deff. Ail?teilung der heil. Kommunion.
, um 5 Uhr ist die Ehristmette.
„ , 6, 6V, und 7 Uhr sind hl. Messen.
„ , 8 Uhr: Heil. Messe.
„ , 97? „ Hochamt mit Predigt.
Nachmittags um 5 Uhr und abend? itm 8 Uhr: Gelegenhett zur heil. Beichte.
Nachmittags um 5'/, Uhr: Fest-Andacht mit Segen.
Moiitag deii 26. Dezember: Fest des heil. Stephanus.
Vormittags von 6 7, Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beicht.
, um 7 Uhr: Die erste heil. Messe, vor und in derselben Austeilung der heil. Kommunion.
„ um 8 Uhr: Die zweite heilige Meße.
„ um 91/, Uhr: Hochamt mit Predigt.
Nachmittags um 5'/', Uhr: Fest-Andacht.
Briefkasten -er Redaktion.
(Anonpme Anfragen bleiben unberücksichtigt.!
S. Ist durch da? Leben?mittelgesetz den Metzgern eine bestimmte Behandlung bei der Räucherung der Wurst vorgeschrieben? Ist z. B. verboten, daß geräucherte Leber- w-urst nach Kreosot schmecken darf? — Antwort: Durch das Nahmngsmittelgesetz ist eine bestimmte Behandllmg bei der Räucherung ter Wurst nicht vorgeschrieten. Der § 21 des Gesetzes tetr, die Schlachtviehs und Fle^chbeschau vom 3. Juni 1900 sagt:
„Bei ter gewerbsmäßigen Zubereitung vvn Fleisch bürfen Stoffe ober Art?n bcs Verfahrens, welche bet Ware eine gesund hei tsschäblickw Beschaffenheit zu verleihen vermögen, nicht an- gdventet werten 2c. Es ist verboten, bernrtig zubereitetes Fleisch aus bem Ausland einzuführen, feilziihalten, zu verkaufen ober sonst in teu Verkehr zu bringen. Ter Bundesrat bestimmt die Stoffe unb bie Arten des Verfahrens, auf welche biese Vor- schristm Anwcnbimg finden."
Auf $runb dieser Bestimmung hat der Bundesrat unt-r b-m 18 Feb-cmi- 1902 fola^ntes bekannt gemacht: „Tie Voilch^i^-n des § 21 9M 1 tes O^setzes tetr, bie Schlachtvieh- und Fleischbeschau vom 3. Juni 1900 finten auf bie folgeuben Stoffe f^He auf bic solche Stoffe enth-alteuften Zubereitungen Anwenbiing: Borsäure unb deren Salze, Formaldehyd, Alkali und Erdallali- Hvdroxvde und Karlwnate, Schweflige Säure unb bereu Salze, sowie unterschwefligsaure Salze, Fluorwass-'rstoff unb tessen Salze, Salicylsäure unb bereit Vcrbinbungen, Chlorsäure Salze. Tnsfelbe gilt für Farbstoffe jcter Art, ic-borf) unbeschadet ihrev Verwert bung zur Gelbfärbung der Maroarine nnb -um Färben der Wursthüllen, sftlern bi-se mmhung nicht an bereu Vor^chllften ^uwiberlauft." (gesetzliche Vorschriften bezüglich Behandlung von Wurst iubezug auf .^enfnt» aefrfvm'irf 2c. sind nicht Vorhalt den, jedoch dürfte eine nach Kreas'ri schweckente Wurst als „verdorben" im Sinne des N^teungs- mittelgesekes zu l>ereichnen sein tmb gegen bie entsprechenten» Paragravh^n besselten verstoßen.
Fnmilien-Rachrtchlen.
Gestorben. Herr Max Baer in Mainz.
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