Nr. 302
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Dem B'eßener Anzetger werden tm wechsel mil dem hessischen Lon-wtrt dte Gießener Kamillen. Hätttr viermal in der Woche beigetegt.
tRolatumßbrud a. Verlag dei Brüht 'lchen ilnwerl.-Buch-u. Stein« btuderei. 0t Sange BUbatnoxx, ®TpehUto» und Truflciet:
Echvlfteatz« V.
tlbrefif füi Develchetr: Anzeiger Ersetzen.
FernlprccklinichluyNr 51
Erstes Blatt
Freitag 23. Dezember 1904
General-Anzeiger
Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen
154. Jahrgang
Be»o gOpretOt monat!>ch7b ÜL DterteU jährlich Mk. 2.20, durch vlbbole- il Zweigstellen monatlich 65 Vl.' durch die Poft aftt.3.—sttttel- jäbrL auSschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen tot die iagefinumtnex bt* vormittag- 10 Uhr. getlenvret* total 12931* auSroärtl 20 Pfg.
Veiantwortttch tot den poltt und augenu teil V 9B1111 o. für .Stadt und Land" und .Gerrchtssaal*: August Goetz, tot den An» «etaentetl. Han- Beck.
Fie Seutige Dummer umfaßt 10 Leiten
Voitoscke Tligesschau.
Konservative und Landbundler.
-tt-. Berlin, 22. Dezember.
Die Auseinandersetzungen zwischen kanal- freundlichen — oder kanalbekehrten — K onser- o ariven und kanalfeindlichen Landbündlern gestalten sich immer erregter. In Berlin treten „Kreuzztg." und „Deutsche Tagesztg." als Wortführer der beiden (Gruppen auf. Die „Kreuzztg." hatte heute morgen die agrarische Aufforderung, Wählerversammlungen zu veranstalten, um die rechtsstehenden Abgeordneten zur Ablehnung der Kanalvorlage zu verpflichten, mit dem Warnungsruf beantwortet: Die Spaltung der konservativen Partei wäre da, wenn auch nur ein Teil ihrer Freunde sich die Gedanken dieser Kundgebung zu eigen machen wollte. Ein Mittel, wie das empfohlene, widerspreche durchaus dem konservativen Gedanken. Heute abend gibt die „TageSztg." den Vorwurf, die Einigkeit zu gefährden, zurück, indem sie u. a. schreibt: „Wenn die Einheit der Partei irgendwie gefährdet wird, so geschieht das unseres Erachtens lediglich dadurch, daß die Kanalfrage, die eine Frage wirtschaftspolitischer und wirtschaftlicher Zweckmäßigkeit ist und sein sollte, immer und immer wieder zu einer politischen gemacht und gestempelt rotrb/ Die Erwiderung hat insofern Recht, als tatsächlich in der Hauptsache politische Gründe in Betracht kommen für den Wunsch der Kanalbekehrten, die Vorlage nicht wieder scheitern zu lassen. Es herrscht in diesen Kreisen die feste Ueberzeugung, daß eine nochmalige Ablehnung auf lange Zeit die Beziehungen zwischen den Konservativen und der Regierung ernstlich trüben würde, besonders nach dem weitgehenden Entgegenkommen, das die Regierung in der Sache be- wiesen hat._____________________________________
Deutsches Reich.
Berlin, 22. Dez. Der Kaiser bestimmte die Außerdienststellung des Artillerieschulschiffes „Mars" und dessen weitere Verwendung als Hulk. Das Linienschiff „Schwaben" tritt an die Stelle von „Mars".
— Der „Staatsanzeiger" veröffentlicht die Ernennung des bisherigen Landeshauptmanns von Westfalen, Geheimrats Dr. Holle zum Unterstaatssekretär der Bauabteilungen des Ministeriums der öffentlichen Arbeiten.
— Der Unterstaatssekretär des Reichsamts des Innern, Dr. Hopf, hat sich genötigt gesehen, wegen eines andauernden körperlichen Leidens seine Entlassung aus dem ReichDdienste nachzusuchen.
— Der „Reichsanz." meldet die Verleihung des Wil- Helmsordens an den Unterstaatssekretär des Handelsministeriums Lohmann.
— Gestern hielt die Pücklervereinigung in der Turnhalle /ine Vereinssitzung ab, zu der Graf Pückler erschienen war, wohl in der Absicht, im geschlossenen Verein zu reden. Die Polizei war aber erschienen und dem Grafen wurde noch vor Eröffnung der Sitzung mitgeteilt, daß er unter keinen Umständen das Wort ergreifen dürfe, sonst würde man die Vereinssitzung schließen.
— Oberst Leutwein hat sich aus dem Dampfer ,Jrma Wörmann" eingeschifft und wird voraussichtlich gegen den 30. Dezember in Hamburg eintreffen.
— Wie der „Porwärts" mitteilt, wird am 1. Januar 1905 der Zeitschriftenverlag und die Buchdruckerei von I. H. W. Dietz Rachf. in Stuttgart in den Besitz des Abg. Singer übergehen, der unter der Firma „Paul Singer, Verlagsanstalt und Buchdruckerei" das Geschäft weiter betreiben wird. Der Antrag auf Uebernahme des Geschäfts ist von den bisherigen Inhabern der alten Firma, Bebel und Dietz, ausgegangen und vom Parteivorstand akzeptiert worden. . .
— Der französische Spionagedienst m Deutschland soll nach einer neuerlichen ministeriellen Verfügung fortan schärfer als bisger überwacht werden. Die Polizeibehörden erhielten 'ein Verzeichnis solcher französischer Personen, die erfahrungsgemäß im Nachrichtendienst Verwendung finden und haben, falls sich diese Verdächtigen auffällig benehmen, davon sofort das Ministerium des Innern telegraphisch zu benachrichtigen. ___
Ausland.
Madrid, 22. Dez. Der König ernannte den Deutschen Kaiser zum Ehrengeneral-Kapitän der spanischen Armee unter der gleichzeitigen Ernennung zum Ches des Regiments „Numancia".
Wien, 22. Dez. In der Sitzung des mederöster- reichischen Landtages, in der über das neue Lehrerseminar beraten wird, kam es zu turbulenten Szenen. Als die Besucher der Galerie bellten, ruft Völkl den Christlich- Sozialen zu: „Ihr benehmt Euch wie Hunde!" Es ent- stand ein stürmischer Tumult; Völkl wird tätlich bedroht und schließlich nach Einsetzung eines Disziplinarausschusses von öer Sitzung ausgeschlossen. .
— Wie die „Palit. Korr." erfährt, hatte der chmensche Äesandle in Wien, Jang.Tscheng, mit Bezug auf die jungst oerbteilefen Gerüchte, nach welchen in einigen Provinzen
Chinas eine neue Borerbewegung entstanden sein sollte, eine Anfrage an seine Regierung gerichtet. Der Gesandte bat hierauf vom Waiwupu aus Peking folgende telegraphische Antwort erhalten: In keiner Provinz giebt es eine Boxerbewegunq. Den hierauf bezüglichen Gerüchten isi kein Glaube bei zum essen.
prr Hrieq.
Port Arthur
Petersburg, 22. Dez. Wie Cuneral Kuropatkin vom 21. d. M. meldet, verbreiten Chinesen dre Nachricht, daß es der Besatzung von Port Arthur gelungen sei, den 203 Meter-Berg mit den darauf befindlichen Geschützen zurück zuerobern. In der Nacht Mn 22. versuchten ungefähr 40 japanische Freiwillige einen russischen Beobachtungspostcn zu überfallen, doch empfingen die rechtzeitig gewarnten Russen sie mit heftigem Feuer, das die Japaner zur Flucht z!w a n 9.
Diese Nackwickst ist allerdings höchst unzuverlässig!
Tokio, 22. Dez. (Amtlich.') Von der Armee vor Port Arthur wird gemeldet, daß eine Abteilung des rechten Flügels am Morgen des 22. Dezember einen Sturm auf eine nördlich von Husangantan nahe der Taubenbucht gelegene Anhöhe machte und sie besetzte, ebenso eine Anhohe auf oer Halbinsel in der Taubenbucht, wobei ein russisches Geschütz kleinen Kalibers genommen wurde Der Gegenangriff des Feindes auf der Halbinsel wurde zurückgeschlagen.
Petersburg, 22. Dez. Ter Fall des Forts Ki kwan- schon hat hier große Bestürzung hervorgerufen. Niemand zweifelt mehr daran, daß nun jede Hoffnung auf Rettung Port Arthurs aufgegeben werden müsse. Seit Beginn des Krieges war die Stimmung noch keine so ernste wie heute. Gleichzeitig erfährt man, daß Kuropatkin neue V er stä rku n g en verlangt hat und heute abend verbreitete sich das Gerücht, daß eine allgemeine Mobilisation in den Bezirken von Warschau, Wilna, Kiew, Retersbn'rg imd Odessa angeordnet ist.
Ein japanisches Geschwader nnterwegs.
Schanghai, 22. Dez. (Reuter.) Ein japanisches aus starken Kreuzern zusammengesetztes Geschwader unter dem B e s e h l d e s A d m i r 1a l s K a m i m u r a ist in das südchinesische Meer gedampft, um der baltischen Flotte entgegenzugehen.
Singapore, 22. Dez. (Reuter.) Zwei japanische Kreuzer sind heute früh hier eingetroffen und mittags weitergegangen. Es heißt, zwei japanische Schlachtschiffe, zwei Kreuzer erster, zwei zweiter Klasse, und zwölf Torpedobootszerstörer seien nicht weit von hier in westlicher Fahrt begriffen.
Die Untersuchung der Hüller Affäre.
Paris, 22. Dez. Die Un ter such un g s kommt s f i 0 n für die Hüller Affäre hielt heute im Ministerium des Auswärtigen ihre erste Beratung ab. Alle Schiedsrichter waren anwesend. Tie Sitzung wurde durch den Doyen der Kommission, Admiral Kaznakow, eröffnet. Der Doyen schlug vor, den Vorsitz bis zur Erledigung der Wahl des 5. Schiedsrichters dem Admiral Fournier zu übertragen. Dieser nahm die Wahl an und machte den Vorschlag, den bevollmächtigten Minister Soulange-Bodin zum Generalsekretär, den Botschaftssekretär Martin zum Sekretär und die Botschaftssekretäre Gregueil und Decour- celles zu Hilsssekretären zu wählen. Nach der Annahme dieses Vorschlages unterbrach der Präsident die Sitzung, um den Schiedsrichtern Gelegenheit zu geben, den fünften Schiedsrichter zu wählen. Die Wahl fiel einstimmig auf Admiral Spaun. Nachdem der Präsident nach Wiederaufnahme der Sitzung den Delegierten das Ergebnis der Wahl mitgeteilt hatte, bat er sie, desselbe ihren Regierungen zu übermitteln. Damit schloß die Sitzung.
L 0 n d 0 n , 22. Dez. Nach einer Mitteilung der „Daily Mail/' existieren tatsächlich unter den Hüller Fischern vier bis sechs Leute, darunter der Hochbootsmann des Fischerdampfers „Ava", die beschworen haben, daß Torpedoboote mitten unter der Fischerflottc gewesen seien. Tie russischen Agenten Walsh und Bennett, die diese Leute dem russischen Konsill und vor den mit der Abnahme der Eide betrauten Kom- missiar geführt haben, versichern, daß die Fischer weder im Trunk noch infolge Bestechung diese eidliche Erklärung abgaben und daß die Auslagen, die die Agenten für die Fischer gehabt haben, durchaus unbedeutend gewesen feien. Ucbrigens habe man in Kreisen der Hüller Fifchw ganz offen von der Anwesenheit von Torpedobooten unter der Fischerflottille gesprochen.
Kriegswirkung in Slld und Nord.
Die russische Schwarzmeerflotte stellt den bescheidenen Rest der dem Zarenreich in Europa verbliebenen Seewehr dar, und mit diesem Rest kann es gerade noch den ans Schwarze Meer grenzenden Balkanstaaten imponieren. Es fragt sich aber, auf wie lange. Auf eine Erschütterung des russischen Prestiges deutet jedenfalls die Tatsache hin, daß Bulgarien jetzt die Ausgestaltung seiner Schwarzmeerflotte anstrebt. In dem d'r Sobranje soeben vorgelegten Kriegsbudget wird die Errichtung einer Lldmiralstelle und von fünf Kommandostellen für Minenboote gefordert. Zwei der le^- tere/t sollen aus der Donau stationiert werden. In Ergänzung dieser Vorkehrungen plant angeblich der Kriegsnrinister die Anlage von Befestigungen n m Sofia herum. Bulgarien scheint sich also nicht mehr so ganz auf Rußlands starken Schutz zu verlassen, es will seinen Platz am Schwarzen Meer aus eigener Kraft sichern und am Ende vielleicht in die Lage kommen,' selbst russischen Schiffen die Einfahrt in die Donau zu wehren. Gerade in der Wllkanfrage sind ja seltsame Wandlungen nicht ausgeschlossen. ,,
Ter Einfluß des Krieges macht sich aber nicht. nur hier im Süden, sondern auch im hohen Norden bemerkbar, in Schwede^ Norwegen. Gemeinhin sicht man im skandinavischen Königreich die politische Verkörperung der Neutralität. Der Gedanke, daß die Nordlaude in einen Krieg verwickelt werden könnten, wird anderswo ernstlich kaum erwogen. Ten Skandinaviern selbst liegt er aber nicht fern. Seitdem die N u s s i f i z i c r u n g Finnlands mit Hochdruck betrieben wird, Hilt man in L> ch w eben* Norwegen die Möglichkeit eines Konfliktes mit Ruß
land für gegeben, läßt man die Sorge um die Leistungsfähig« fett der Streitkräfte sich angelegen sein. Die Marine ist modernisiert und an Gefechtswert den Ueberbleibseln der russischen weit überlegen, die seemännische Tüchtigkeit der Nordländer über jeden Zlneifel erhaben. Was das Heer betrifft, so meldet jetzt die „Kreuzztg.", daß die bisher von der Dienstpflicht befreiten Lappländer in Zukunft zur Fahne herangezoqen werden sollen, weil ihre Terrainkenntnis der nördlichsten Landestcile im Falle eines Krieges mit Rußland von größter Bedeutung sei. Gleichzeitig wird gemeldet, daß die Seebefestiaungen Stockholms vollendet sind, und nunmehr die Werke zum Schutz gegen einen Landangriff auf die Stadt in Arbeit genommen werden.
Um Korea.
Durch die Langwierigkeit des Krieges ist die Aufmerksamkeit abgelenkt von Korea,' jenem Land, auf das es Japan in erster Linie abges'hen hat, und das auch unverzüglich durch japanische Truppen besetzt werden wird, wenn die Gelben ^als Sieger aus dem gewaltigen Kampfe hervorgehen. Politisch find nur Japan und Rußland an Korea interessiert, aber der wirtschaftliche Wettbewerb ist der denlliar vielseitigste. Es sind außer diesen beiden Staaten vertreten Deutschland, England, Schottland. Frankreich, Belgien, Italien und Amerika. Angehörige aller dieser Staaten sind sogar in der öffentlichen Verwaltung Koreas tätig. Diese würden natürlich sofort entfernt werden, sobald Japan das Land okkupiert, und auf industriellem und kommerziellen Gebiet dürfte es sehr schwer sein, dem Uebergewicht Japans zu widerstehen. Tas Haupthandelshaus in Tschemillvo ist ein deutsches. Ünt dessen einflußreiche Stellung zu sichern, wäre wünschenswert^ daß die den Schiffsverkehr in den ostasiatischen Gewässern versehenden deutschen Rbedereicn b?izeften auf eme Verbesserung der T ampferverbinduna Zwischen Hon-->kyng-Schanghai bezw. Na^- gasaki und den koreanft'chen Häfen Bedacht nehmen.
Aus Stadt und Aaud.
Gießen, 23. Dezember 1904.
•* Se. K. H. der Groß Herzog von Hessen reiste gestern nachmittag, von Darmstadt kommend, um 1.10 Uhr mittels Sonderzug nach Lich und hatte in Gießen zwei Minuten Aufenthalt. Der hohe Herr wird, wie bereits mitgeteilt, das Weihnachtsfest im Schlosse zu Lich feiern.
C. Ein schauerliches Familiendrama ereignete sich gestern früh zu Maulbach im Kreise Msfeld. Unsere kurze Mitteilung in der gestrigen Nummer entspricht nicht ganz der Sachlage; wir hatten sie von der hiesigen Staats-^ gnwaltschaft und vom Amtsgericht Homberg, zu dessen Bezirk Maulbach gehört, auf unsere telephonische Anfrage bestätigt erhalten. Der Fall war also gestern vormittag noch nicht in den Einzelheiten festgestellt. Heute erhalten wir folgende Nachricht: Der Landwirt Wilhelm Reitz erschoß in seines Wohnung seine Frau, verletzte schwer durch Schüsse in den Kopf seinen 18jährigen Sohn und seine beiden 12jährigen Zwillingstöchter und schoß sich dann selbst eine Kugel in den Mund. Reitz und seine schwer verletzten Kinder trafen gestern nachmittag 2 Uhr 41 Min. mit dem Zuge hier ein und wurden in die chirurgische Klinik gebracht. Was den Reitz zu dieser furchtbaren Tat bewogen hat, ist bis jetzt unbekannt. Er war Beigeordneter, gut situirt und lebte auch mit seiner Familie stets im besten Einvernehmen. Daß er an geistigen Störungen gelitten habe oder nervös gewesen sei, davon ist nie etwas bekannt geworden. Ueber den jetzigen Zustand der Verletzten können wir leider nichts mitteilen. Auf unsere telephonische Anfrage bei der chirurgischen Klinik wurde unS auch in dieser Sache (vgl. die Notiz in unserem 2. Blatte „Ein bedauernswerter schwerer Unglücksfull") ein ungenügender Bescheid zu teil. Es wurde uns gesagt, wir möchten eine schriftliche Anfrage an die Direktion richten, die dann schriftlich beantwortet würde. Trotz unsrer Einwendung, daß nicht müßige Neugierde, sondern die Pflicht der Presse, alle Nachrichten möglichst schnell, erschöpfend und einwandfrei zu gestalten, uns zu der Anfrage veranlasse, beharrte man seitens der Klinik am Telephon dabei, wip möchten die Sach« schriftlich abmachen. Man zeigt also in; der chirurgischen Klinik, im strikten Gegensätze zu fast alle« übrigen, dem allgemeinen Wohle dienenden hessischen Anstalten, wenig Verständnis für die Aufgabe der Presse, was um so bedauerlicher ist, als eine Mitteilung über den. Zustand der Verletzten wahrlich keine Bedenken haben konnte^ Mit einer schriftlichen Erledigung der Anfrage ist un8 natürlich nicht gedient, da wir schleunigste Auskunft brauchen»
4- Nüddingshausen, 18. Dez. Hier wurde ein Kaninchenzuchtverein gegründet, der bis jetzt schon 25 Mitglieder zählt. Als Zuchtrasse werden belgische Riesen bevorzugt. Der Verein führt den Namen „Kaninchenzuchtverein Rabenau zu Nüddingshausen".
RB. Darmstadt, 22. Dez. Der Finanzausschuß der zweiten Kammer hat heute mittag seine seit DftnStag wieder eifrig gepflogenen Etatßberatungen zum vorläufigen Abschluß gebracht. Die eingehenden Beratungen mit der Negierung haben fast in allen Punkten des Verwaltungsetats zu einer Verständigung geführt. Außer der bereits berichteten Meinungsdifserenz bezüglich der Schaffung zweier neuer Ober la ndeSger ich tSrats-Stellen, von denen sich die Ausschußmehrheit eine durchgreifende Förde-t rung der Geschäfte des obersten Gerichts h ofe» des Landes nicht verspricht, dürften sieh nur noch bei der späteren Beratung deS Vermögensetats einige Dissense bei der Forderung für Neuballten ergeben. Der erste (VerwaltungS-) Teil deS Haushaltsetats ist im Allgemeinen fertig gestellt, sodaß die einzelnen Berichte bertt


