Ausgabe 
23.11.1904 Erstes Blatt
 
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Nr. 276 ,

Erstes Blatt

154. Jahrgang

Mittwoch 23.November 1SV4

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Are Heutige Kummer umfaßt 12 Seiten.

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Kriminal-Roman von O. Elster. (Nachdruck verboten.)

und Widersacher angehen. So erfahren wir zur Entlassung des Fürsten den s^hr charakteristischen Zug, daß er die Kaiserin Friedrich um ihre Vermittelung gebeten habe, indem er auf einen wichtigen Dienst hinwies, den er ihr geleistet hatte; d.urch Bismarcks Vermittelung war das Vermögen der Kaiserin und ihrer Töchter sichergestellt. Tie Kaiserin Friedrich lehnte aber ihre Intervention als aussichtslos ab. Auch sonst wird über die Beziehungen Herbert Bismarcks zum Kaiser, über Caprivi und .Hohenlohe, über die Einmischung der Königin Viktoria in die deutsche Politik viel erzählt, was nur Eingeweihte wissen konnten.

Tie Frage liegt auf der Hand, wie weit man in diesem englischen Buche den dritten Band der Bismarck- schenGedanken und Erinnerungen" vor sich hat, der in Teutschland nicht erscheinen soll. Soweit eine kurze Prüfung ein Urteil gestattet, kann von einer Identität nicht die Rede sein, dagegen ist es wahrscheinlich daß der Ver- sasser das Bismarcksche Werk gelesen und Einzelheiten daraus in seine Darstellung verwebt hat.

durchstreift, und Käthe sehnte sich nicht in die Welt hinaus ihr Heim war ihr die Welt.

O wie warm und weich legte die Heimat ihre beiden Mutter» arme nm Ferdinand und sein junges Weib! Wie traulich saß es sich an dem leise knisternden Ofen, wenn draußen der Winter­sturm brauste und der Schnee sich zu hohen Wällen austürmte und der Frost glitzernde Blumen an das Fenster malte! Tie Welt versank dann wesenlos in diesem stillen, heimlichen, trau­lichen Glück der Heimat.

Nicht so ruhig verging dem Amtsgerichtsrat der Winter. Er war nach seiner Verheiratung mit Frau und Kind nach Berlin gegangen, wo ihm dielieben Verwandten" dann richtig einen Prozeß auhingen. Aber siegreich und gerechtfertigt ging er aus diesem Prozeß hervor, er hatte sich seine Freiheit und Unabhängigkeit erkämpft.

Im Sommer siedelte er dann mit seiner Familie nach seinem lieben Friedrichstal im Riesengebirge über.

Aber wie erstaunte Bertha und erschrak steudig, als sie an Stelle des kleinen Häuschens am Walde sich eine schmucke Villa erheben sah, umgeben von einem mit blühenden Blumen ge­schmückten Garten.

Tas soll unsere Heimat sein", sagte der Amtsgerichtsrat, und Villa Marie soll das Haus heißen."

Mit Tränen des Tankes ini Auge umarmte Bertha ihren Gatten. In Berlin hatte sie sich nicht recht wohl gefühlt, hier in dem Frieden der scböncn Natur atmete sie wie befreit auf.

Schon im Herbst des vorigen Jahres hatte der Amtsgerichts­rat mit dem Bau einer Villa beginnen lassen. Ganz vollendet war sie jetzt noch nicht, hauptsächlich fehlte noch manches au der inneren Einrichtung. Mer diese zu vervollständigen nach ihrem Geschmack wollte der Amtsgerichtsrat seiner Frau überlassen, die sich dieser Aufgabe mit dankbarer Freude unterzog.

Nach Berlin gingen sie nicht wieder zurück. Auch im Winter blieben sie in dem stillen Friedrichstal, denn er brachte ihnen ein neues Glück: ein kleiner Amtsgerichtsrat erfüllte mit seinem kräftigen Geschrei die Villa und der große Amtsgerichtsrat konnte sich nicht satt sehen an seinem vergnügten Ebenbild, von dem er stolz behauptete, daß es der klügste, schönste und kräf­tigste Junge sei, den er je gesehen.

monatlich??» viertel­jährlich Mk. 2.20; durch Abhole- il Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch bte Post Nr. »ietlel- jähr! auSjchl. Vestellg. Annahme von Anzeigen sür d»e TageSnummer bis vormittag« 10 Uhr. ßetlenpretfl; lokal 12Pf*

auSwärtS 20 Pfg.

Berantwortltch ffit den poltt und allgem. Tel! P. Witiko: für .Stadt und Lantr und «GenchiLjaal*; August Goetz, lür den An­zeigenteil-. HanS Deck.

Ter russische Gläubiger.

-tt- Berlin, 21. Nov.

lieber die Deckung der russischen Kriegskosten hat sich die internationale Hochfinanz schon mehr den Kops zerbrochen, als die russische Negierung. Die wiederholten Gerüchte von einer Milliarden - Anleihe sind von den großen Börsenplätzen ausgegangen. In politischen Kreisen dagegen ist inan zu der Annahme geneigt, daß Rußland versuchen werde, seine noch ausstehenden Guthaben hereinzubekommen. Es ist in diesem Zusammenhang bereits von dek Restschuld der seitens der Türkei an Rußland zu zahlenden Kriegsent­schädigung die Rede gewesen. Die Pforte dürste allerdings kaum in der Lage sein, diese Restschuld im Betrage von 500 Millionen Mark ouf einmal zurückzuzahlen, ganz abgesehen davon, daß sie gemäß den Bestimmungen des Berliner Ver­trages zu solcher Art der Zahlung keineswegs verpflichtet ist. Es kann sich also wohl nur um die Uebernahme der türkischen RMchuld seitens einer kapitalkräftigen Großmacht handeln, die dadurch eine politische Vorzugsstellung am Goldnen Horn sich schaffen würde, natürlich auf Kosten Rußlands. Der Gedanke an England liegt nahe. Sollte also in der Folge eine russische Anleihe in London untergebracht werden, dann wäre zum mindesten die Vermutung begründet, daß eine Diskontierung der türkischen Kriegsentschädigung vorliegt, wenn auch vielleicht der Oeffentlichkeit gegenüber dieser Zusammen­hang verbeiinliebt werden würde.

entfernt worden, die der russischen Empfindlichkeit irgendwie zunuhe treten könnten. Aus einerFreveltat" des baltischen Geschwaders ist in den paar Wochenein bedauerlicher Zwischenfall" geworden. Die englischen Minister reden um die Wette zuin Volk, um die veränderte Auffassung ein­leuchtend zu machen. Man sucht innerhalb und außerhalb des Jnselreiches nach Gründen für die schwache Haltung Englands und mutmaßt allerlei diplomatische Geheimnisse. Der wahre Grund dürfte wohl aber sein, daß England einer kriegerischen Auseinandersetzung mit Rußland sich nicht ge­wachsen fühlte. Eine Autorität wie der englische General- seldluarsckall Lord Wolseley sagt in einem, soeben ins Deutsche übersetzten Buche, mit dürren Worten:Wir sind niemals fertig zum Krieg." Das erklärt vieles in der englischen Politik.

Per Krieg.

Aus der Mandschurei

Petersburg, 22. Nov. General Kuro patkin meldet dem Kaiser vom 21. November: Auf unserem linken Flügel besetzte eine von unseren Mteilumgen am 20. November das Torf U i t s u i t s i, 10 Werst südwestlich von Tavinduschan. Eine gerinne Anzahl Japaner, die sich in der Nähe dieses Punktes befand, zog sich in der Richtung nach Tsiantschan zurück. Tie Verluste auf beiden Seiten sind unbedeutend. Am 21. November sind keine Meldungen über Kämpfe eingegangen.

Petersburg, 22. Nov. Zwei Telegramme des Generals Ssacharow an den Generalstab vom 21. und 22. November melden, daß in der Nacht zum 21. und 22. November keine Meldungen über Kämpfe eingelaufen sind.

Petersburg, 22. Nov. TieNuss. Telear.-Agentur" be- ncbtet aus Mukden vom 21. November: Viele Mongolen schlossen sich den Chunchusen an. In der Nähe von Hsin- mintin operiert eine aus 1500 Reitern bestehende Bande. Sie beziehen ihren Sold von den Japanern und werden von japanischen Offizieren befehligt; ihre Ueberfälle sind haupt­sächlich auf Karawanen gerichtet.

Petersburg. 22. Nov. Lllle von russischen Korrespon-

(Schluß.)

17. Kapitel.

Nach langer Abwesenheit war Ferdinand Groller Wendessen himgekebrt. Am Tore des Hofes empfing ihn der ehrliche Verwalter Meinert mit den anderen Angestellten, Kriech-

KoMische Tagesschau.

Kammerdienerklatsch.

einen Kammerdiener gibt es nach dem bekannten Worte keinen Helden. Mcm wird an diesen alten Sah er­innert angesichts eines sensationellen Buches, das dieser Tage in London über das intimeLeben des deutschen Kaisers und seiner Gemahlin erschienen ist. Nur daß man bei den Einzelheiten, die erzählt werden, mehr an eine Frau als einen Mann denkt, wie denn auch das Buch selbst behauptet, es handle sich dabei um Aufzeich- nunaen einer kaiserlichen Hofdame. Jedenfalls ist in der Pseudonymen Schrift der angebliche Verfasser Henry W. Fischer ist natürlich nur ein Deckname so viel ätzende Bosheit verspritzt, wie sie nur ein haßerfülltes Weib zu stände bringt.

auf 241.88 Proz. Also die Differenz, ist nicht erheblich. Nun ist soviel ohne weiteres klar, daß die Dresdener Bank nicht, wie man zu sagen pflegt, um der schönen Augen des Ministers Möller willen, oder um der Regierung einen Dienst zu leisten, ein so erhebliches Risiko übernommen hat, für 69V2 Mill. Mark Aktien auf eigene Rechnung und Ge­fahr zu erwerben. Denn wenn der preußische Landtag die Vorlage ablehnt, so hat der Staat dem Abkommen gemäß nicht nötig, die Aktien zu übernehmen. Der Ver­trag enthält den Vorbehalt der Genehmigung der gesetz­gebenden Körperschaften. Der Gefahr, daß die Dresdener Bank in die Lage kommen kann, einen so großen Posten Aktien selbst zu behalten, entspricht die Risiko-Prämie. Jede andere Bank, die doch ihren Aktionären verantwortlich ist, würde sich ebenso gesichert haben, daß sie nicht am Ende gar einen Verlust zu tragen hätte. TieBerl. Morgen­post" rechnet aus, daß der Staat der Dresdener Bank bei diesem Geschäft 2% Mill. Mark zum Geschenk mache. Es wäre ein Skandal sondergleichen, schreibt dieMorgenpost", wenn der preußische Staat auf Kosten der Steuerzahler einer Privatbank Geldgeschenke machen sollte, zu denen er nicht verpflichtet ist. Selbst der sozialdemokratischeVorwärts", der doch einer milden Auffassung nicht leicht verdächtig ist, zumal in solchen An­gelegenheiten, bei denen die Gemütlichkeit aufhört, kommt nicht zu einer so kategorischen Schlußfolgerung. Der Vorwärts" mutmaßt zwar, daß die Dresdener Bank den größten Teil der Hibernia-Aktien unter 230 Proz. erworben habe, bemerkt aber andererseits: Man könne die Dres­dener Bank nicht mit den zu hoch erworbenen Aktien, ent­gegen dem von Herrn Möller verpfändeten Wort, sitzen lasten. Wie groß ist nun in Wirklichkeit der von der Dres­dener Bank erzielte O^ewinn, vorausgesetzt die Annahme der Vorlage? Die Begründung gibt hierüber genauen Auf­schluß. Unter Zugrundelegung einer Provision von 5 Proz. auf den Nennbetrag der Aktien beläuft sich der Nutzen für die Bank auf etwas über eine Million Mark.

Tas preußische Abgeordnetenhaus wird bei der Berat­ung der Vorlage, in nächster Woche, das Hauptgewicht auf zwei andere Fragen zu legen haben. Erstens, ob der Er­werb der Hibernia-Aktien durch den Staat für diesen ren­tabel ist? Zweitens, ob der Zweck erreicht wird, durch die Hibernia Einfluß auf das Kohlensyndikat und dadurch aus den rheinisch-westfälischen Bergbau­betrieb, soweit er in Pri^athänden sich befindet, zu gewinnen? Zu bejahen ist die erste Fracze. Aber mit der Einflußgewinnung auf das Kohlensyndikat hat es selbst in dem Falle gute Wege, wenn der Staat die Hibernia ganz in seinen Besitz bringt. Tie Jahresbeteiligung der irrt Kohlensyndikat vereinigten Zechen beträgt rund 73Mill. Tonnen. Was will es bedeuten, wenn die Hibernia hieran mit rund 572 Mill. Tonnen beteiligt ist? Von dem Geltend­machen eines Einflusses kann unter diesen Umständen schwer­lich die Rede sein. Aber gerade dieser nicht genügende Einsluß wird, wenn auch, die Negierung sich jetzt dagegen verwahrt, zu weiteren Bergwerksverstaatlichungeu führen.

Trotzalledem ist es wahrscheinlich, daß die Vorlage im preußischen Landtag durchgeht. Tie Mehrheit wird, wenn auch nicht die Dresdener Bank, so doch die Regierung nicht im Stich lassen wollen.

auf der Hausflur erschien her Herr Amtsaerichtsrat, einen riesigen Blumenstrauß tragend und hinter ihm standen der Pfarrer und die Frau Pfarrerin, Bertha Wüllbrandt und Käthe und Trude Vollmar, die den kleinen Richard an der Hand führte. Zwischen ihnen hindurch drängte sich 'Psiffi, der kleine zottige Köter, und kläffte Ferdinand wütend an

Nicht nötig, Verehrtester!" rief der Amtsgerichtsrat.Wir sind bereits alle versammelt, um Ihren Dank entg'gen^unehmen. Also bitte wollen Sie mit mir den Anfang machen."

Und ohne weitere Umwände schloß er Ferdinand in die Arme und küßte ihn auf beide Wailgen.

Tief bewegt drückte Ferdinand den Anderen die Hände. Ms er Käthen die Hand reichte, sah er, wie ein liebliches Rot ihre Wangen überhauchte und ihr Auge verschämt den Boden suchte Ein warmes, glückliches Gefühl durchströmte sein Herz, er wußte, daß er nicht vergessen war.

Ein fröhliches Mahl vereinigte alle, an dem auch Herr Meinert und dessen biedere Ehehälfte teilnahmen. Der Amts­gerichtsrat brachte einen humoristischen Toast aus, der ihn aber selbst so rührte, daß er zum Schluß in Tränen ausbrach. Auch Herr Meinert wollte reden, aber er kam nicht über diever­flüchtigen Viehhändler" und dieverdammtigen Mäuse" hinaus, und schließlich mußte der Pfarrer das Wort ergreifen, um einige Ordnung in die Verwirrung der Gefühle zu bringen.

Kurz, es war ein sehr vergnügtes Mahl, auf das besonders Herr Meinert mit schmunzelndem Behagen zurückblickte.

Du, Alte", sagte er zu seiner Frau, als er mit ihr üb er­den Hof in seine Fnspektorwohnung zurückkehrte, und stieß sie etwas unsanft in die Seite,haste gesehen ich glaube, wir kriegen hier bald 'ne junge Frau auf den Hof. Ter Sperr Groller schnitt der Käthe Vollmar höllisch die Eour und das Mädel fiel aus einer Verlegenheit in die andere."

Ter schlaue Herr Meinert hatte ganz recht gesehen. Ebe ein Vierteljahr verging, segnete der alte Pfarrer Vollmar in der kleinen Dorskirche zwei neuvermählte Paare ein: den Amts­gerichtsrat Richard Wernecke und Bertha Wüllbrandt und Ferdi­nand Groller und des Pfarrers eigenes liebliches Töchterchen.

Als der erste Schnee lautlos und sanft von dem wolken- verhangenen Winterhimmel niederrieselte, da führte Ferdinand sein junges Weib heim in sein Haus. Eine Hochzeitsreise mach. teil sie nicht. Sie wollten sich das für den Sommer aussparen. Ferdinand war der Welt satt geworden, die er jahrelang ruhelos

Ter Kampf um die Hibernia.

R. Berlin, 22. Nov.

Angesichts der Vorlage über den Erwerb von Hibernia- Aktien für den preußischen Staat haben sich fixe Rechner gleich mit der Frage beschäftigt: Wieviel verdient die Dresdener Bank an diesem Geschäft? Tie Begründung der Vorlage schildert den Verdienst der mit dem Ankauf der Aktien betrauten Bank als durch die Umstände gerechtfertigt. Der Staat hatte seinem Ankaufsgebot an die Hibernia einen Nebern ahmekurs von 240 Proz. zu Grunde gelegt. Einschließlich der Vergütung an die Dresdener Bank stellt sieb der .Kurs für die 27V2 Mill. Hibernia-Aktien

ten und Mägden des Gutes. ,

Ter Verwalter streckte ihm die rechte Hand entgegen, wahrend die Linke den Hut hielt.

Herr Groller", sagte er mit seiner rauhen, tiefen stimme, ,ich habe Ihnen einstmals in Gedanken Unrecht getan, ich bitte Sie um Verzeihung. Wir Menschen sind ja alle dem ^rrtum unterr-orten, und im besonders bin ein alter mißtrauischer Kerl. Tas kommt daher, daß man so oft von den verflüchtigen Vieh­händlern betrogen wird. Na, Herr Groller,, ich habe meinen Irrtum cingesehen und mehr als um Verzeihung bitten kann ein ehrlicher Ehristenmensch nicht. Tafür ist aber auch Ihr Gut in einem Stande, wie Sie es mir wünschen können. Nur der Haber hat ein büschen durch die verdammtigen Mäuse gelitten, ich hab' aber schon Gift gelegt"

Lachend schüttelte Ferdinand dem ehrlichen Manne die Hand.

Schon gut, schon gut", unterbrach er seinen Bericht. >,öie werden mir das alles später auseinandersetzen. Ich denke, wir werden jetzt gute Freunde bleiben, Herr Meinert."

Was mich betrifft, so soll's nicht daran fehlen. Herr Groller." Ferdinand begrüßte dann die übrigen Leute und begav sich nach dem Wohnhause, über dessen Eingang eine grüne Gnirlande mit einer Tafel angebracht war, auf der einHerz­liches willkommen!" prangte.

Haben Sie das anbrmgen lassen, Herr Meinert?

Nee, Herr Groller. Tas haben Fräulein Wüllbrandt und Fräuicin Vollmar getan und der Herr Amtsgerichtsrat hat es eigeiih^i.dh^ai O^nagelt. ^^rschasten meinen Dank abstatten und will 'finite nachmittag nach dem Pfarrhanse gehen"

Nicht nötig, Verehrtester!" rief da eine lustige Stimme und

Es liegt uns fern, all den Klatsch und Tratsch weiter tragen zu wollen, den das Buch über die intimsten Vor­gänge am kaiserlichen Hofe, über die Reisen des Kaisers, über die Kosten der Hofhaltung, über das Befinden des Kaisers, über das Familienleben usw. enthält. In England hat natürlich gerade diese Seite des Buches den Erfolg gemacht. Was kann es auch für kleinliche Naturen unter­haltenderes geben, als daß auch auf den Höhen des Lebens menschliche Irrungen und Wirrungen nicht fehlen. In England kommt noch dazu, daß man uns nicht grün ist und daß man seit dem noch unvergessenen Krügertelegramm dem deutschen Kaiser gern etwas am Zeuge flickt.

Uns interessiert hier nur die politische Seite der Schrift. Auch in dieser Beziehung ist die Ausbeute reichlich. Besonders beschäftigt sich das Buch sehr ausführlich mit allen Dingen, die den Fürsten Bismarck, seine Freunde

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Englands Zuruckweichen.

Das konsequente Zurückweichen der englischen Staats­männer in den Hüller Fischer-Angelegenheiten muß nachgerade Heiterkeit erregen. Die Rollen scheinen gänzlich getauscht zu werden: Rußland ist der Gekränkte. Jetzt sind aus dem rususch-englichen Uebereinkommen alle Ausdrücke