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22. Juli. Der Bau einer elett*?f*
Bahn nach dem benachbarten Büdesheim und ' nach Rcgott^Kmnitek-Tibung und zum Ehr-^mLsidium f^h i hnX^r?; flcroe,™.,e'- Der Kurs von
Bahnhof Bingerbrück sand in der heutigen Stadt. «*• M-Mrificen, Wttor Prof. Ss Äbfifa « Eme DiskonIverLndm
v-rordneten.V-rsammlung -ndgiltige Annahme. Ein Wie«. Ober^ru^s^^.^ v. Graevenid. Versus Les Vie«°ljah^es d"°s^V°rk
babencr Finanz-Konsortium übernimmt den Bau und Betrieb
Königsberg, 22. Juli.
Anfangs- u. Schlußkurse.
Telephonischer Kursbericht«
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Für die (M«niH ')
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217.40
137.40
187.00
199.87
217.50
137.25
199.12
Ceft. Kredit. Deutsche Bank Darmstädter Bank Bochumer ßhtfj .
' 3°/n Mexikaner . . 1 4VgVn Chinesen . .
Electric. Sg> ackert . Nordd Lloyd . . KrediUktien .
Diskonto-Kommandit Darm st Äd ter Bank . Dresdener Bank . . Ror'iner Handelet*«. Ocstcrr. 8taab«bahn . Lombarden . , • Gotthar-ihahn , , , Laurn1 lütte . . . .
Kleines Gespräch. „Ede, haste schon jehört von mnt;cu?" „Nee, Willem, verzähl mal, .aber hör erst uff mit Arbeeten, der Herr Polier hat jesagt, bei der Arbeet soll'n wir uns nich unterhalten!"
. 101.10
100.40 . 100.10 . 103.60 . 62.35 . 61.85
Berli n, 22. Juli. In der heutigen Sitzung des Zentral- auSschnsseS der N e i ch S b a n k hob der Vorsitzende Präsident Dr. Koch hciuor, daß nach der großen Ansvanm-ng am Viertelsahrs- schluß zwar eine erhebliche Kräftigung der Reichsbank eingetreten, die Gesamtlage aber dennoch weniger gut als im Vorjahre sei. | Die Anlage übersteige mit Mk. 956 Millionen die von 1903 noch um Mk. 26 Millionen, die von 1902 um Mk. 100, die von 1900 um Mk 123, die von 1899 um Mk. 35 Millionen und sei nur kleiner gegen 1901 um Mk. 79 Mill. Der Metallvorrat sei mit Mk. 912 Mill, kleiner als 1902. Die fremden Gelder seien nm etwa । Mk. 11 bezw. Mk. 83 Mill, germger alS in den beiden Vorjahren.! Die steuersreie Notenreserne betrage nut Mk. 142 Mill. Mk. 49 bezw. Mk. 137 Mill, weniger. Auch die Deckung für Noten und fremde Gelder sei schwächer. Der Privatdiskont an der hiesigen Börse habe fiel) allmählich auf 27? •/„ ermäßigt und sei niedriger als in London. Gold sei hereingekommen in der leiden Woche m nicht unerheblichem Betrage von» Auslände, während die Ausfuhr,
Schisssnachrichten.
Norddeutscher Lloyd.
In Gießen vertreten durch Carl LooS, Kirchenpkatz.
Bremen, 20. Juli. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Doppelschrauben--Schnellpostdampfer .Kronprinz Wilhelm* Kaplt. d. Richter, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 8 Uhr vormittags wohlbehalten in Newyork anqekommen.
_ Bremer^, 20. Juli. «Per transatlantischen Telegraph.) ?^^l)ppe1schrauben-Postdarnpfer .Friedrich der Große", Kapitän
Eichel, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern ‘ llh^vonmltags wohlbehalten in Newyork angekommen.
Bremen, 21. Juli. «Per transatlantischen Telegraph). Der Doppelschrmiben-Postdampfer ,6afiel", Kapitän B. Petermann, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist heute 6 Uhr morgens rvohlbehalten in Baltimore angekommen.
Flniversttäls-Zlachrichlen.
Heidelberg, 21. Juli. Heute st a r b der außerordentliche I o b r °r ^6r ^l^lhematik der hiesigen Universität Friedrich Eisen-
Neueste Meldungen.
Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers.
London, 23. Juli. Die Morgenblätter verzeichnen mit großer Befriedigung die Meldung, daß Rußland tatsächlich England volle Genugtuung in der Malacca- Affäre gegeben habe.
Kunst und Wissenschaft.
Bayreuth, 22. Juli. Die diesjährigen Festspiele begannen heute mit der Aufführung von Tannhäuser in Pariser Bearbeitung. Während im ersten Akte besonders Dekoration und Ausstattung des Venusberges sowie das glänzende Jagdbild interessierten, bildete der 'zweite Akt mit dem großartigen Ensemble und dem machtvoll gesteigerten Finale den Höhepunkt und rief begeisterten Beifall hervor, der sich nach dem stimmungsvollen Schlußbilde wiederholte. Solistisch bildete Frau Fleischer-Edel aus Hamburg als Elisabeth den Mittelpunkt der Aufführung. Matray-Breslau! (Tannhäuser), Whitehall-London (Wolfram), Knüpfer-Berlin (Landgraf) und Madame Grandjean-Paris (Venus) interessierten. Geteilte Aufnahme sand die Darbietung der Miß Jsodora Dunean als Gracie. Siegfried Wagner hatte als Dirigent einen großen Erfolg. Zu den Festspielen sind zahlreiche fürstliche Gäste eingetroffen.
Heidelberg, 23. Juli. Die Geburtstagsfeier Kuno Fischers wird, da auf Wunsch des Arztes keinerlei offizieller Empfang im Hause des Jubilars stattfindet, ganz still verlaufen. Abordnungen deutscher Hochschulen erscheinen! nicht, selbst die beabsichtigte Deputation der Universität Jena, der Kuno Fischer 16 Jahre angehört hat, unterbleibt. Auch die Adressen der Universität Heidelberg, der Heidelberger philosophischen Fakultät, der Schüler und Verehrer werden nicht durch Abordnungen überbracht, sondern einfach zugeschickt werden.
23. Juli.
. . 27.40
. . 89.40
. . 102 36
. . 100 85
. . 200 30
. . 186 70
. 187 10
. . 148.50
. . 136 40
. . 17.40
188.00
. . 241.00
. . 188.50
200.00
Kandel und NerKetzr. Volkswirtschaft.
Berliner Börse vom 22. Juli 1904.
(Mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Gießen.) Privat-DiSkont 2>/, Prozent.
128.20 Bochum
47.80 I Harpener
43.70 | Tendern: fest.
Tokio, 22. Juli. (Reuter-Meldung.) In dem Kampfe bei Kaiothun verloren die Japaner 120 Mann. Der Verlust der Russen wird aus 1000 Mann geschäht. General Kuroki zwang die Russen, ihre befestigte Stellung am Tschiflusse ^nordwestlich vom Motienpaffe östlich von Anping aufzu- 'geben, indem er ihnen schwere Verluste befrachte. Der Kampf begann am 18. Juli und dauerte bis zum nächsten Tage. General Kuroki rückte am Morgen des 18. Juli vor und folgte den Ruffen längs des TschilaufeS. Die Russen schienen sich nach Norden zurückzuziehen. Allein plötzlich machten zwei Bataillone mit acht Geschützen Kehrt und richteten einen heftigen Angriff aus die japanische Vorhut, welche schwere Verluste erlitt. Die Ruffen besetzten darauf eine durch die Flußfälle geschützte Anhöhe. Um Mitternacht gingen die Japaner wieder zum Angriffe über. Nach einem vorbereitenden Artilleriefeuer ging die Infanterie zum Sturme vor; obgleich durck ihre Artillerie geschützt, ' erlitt sie dabei durch das kräftige Feuer der Ruffen schwere Verluste. Der Sturmangriff war indessen erfolgreich. Um 4 % Uhr früh zogen bie Russen ihre Mannschaften zurück und wurden dabei teilweise von der Hauptabteilung abgeschnitten und aufgerieben. Die Russen, die sieben Bataillone und ein Kosakenregiment stark waren, ließen 131 Tote und etwa 300 Gewehre auf dem Kampfplatze. Am 19. Juli begannen die Japaner ein Gefecht mit einem Bataillon feindlicher Infanterie und 1000 Mann Kavallerie bei Tschotschiapo, nördlich von. Schaotsiantse, und zwangen die Russen, über den Fluß zurückzugehen. Die Japaner hatten 17 Verwltndete.
Sport.
** r ' ^ben er Rudergesellschast 18 77. Qu der am £? > ul' ftnjtf.ntenten Regatta haben 18 Vereine, J67 .b uderer, 37 Boote gemeldet. Die ausgescknictenen 11 • \ ""rn werden sämtlich gefahren, und es wird zum Teil zu W im Stammen kommen. Im Junior-Vierer inerten fünf, im cinnor Wer vwr uud jm Ermunterungövierer sieben Vereine
K^nRol® . . .
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4°/ Italien. Rout» , , K Portugieser , .
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C. Türken . . .
PürkenloKo .... 4°/o 0riech, Monopo' -Anl. 4'.%' äussero Arirentiner
Rechtsanwalt Haase führte in seinem Plaidoyer aus: Dre Ltaatsanwaltsck)ast habe ein Bild von dem brutalen Inhalt der beschlagnahmten Schriften und von den russisck)en Attentaten gegeben: die UrsWn dieser Vorkommnisse aber habe sie verscbwcegen. Diese Ursachen seien die r u s s i s ch e n Z u st ä n d e. ^re Sozialdemokratie könne man nur für das von ihr Gewollte verantwortlich machen, nicht über für Vorkommnisse, die eintreten könnten. Mas die Gegenseitigkeit angehe, so müsse er bestretten, daß die Versicherung des russischen Botschafters im Strafantrage vom 22. November 1903, daß dem deutschen Reiche Gegenseitigkeit verbürgt werde, ausreiche; denn nach allen Straf-, rechtslehrern müsse die Gegenseitigkeit schon bei Begehung derj J.at vorhanden sein. Des weiteren müsse er das Vorhandensein einer geheimen Verbindung im Sinne deÄ 8 128 des St -G -B bestreiten. Er beantrage deshalb Fressprcchung sämtlicher Aw- gellagten. Hierauf wird die Verh^'ndlung auf morgen vertagt.
vermischte».
. rr*21' Juli. Jm Badeort Bredow sind ^"«be,.^ä?ntn .Er thPhusühnlichen Symptomen Trinkwasser ÄMb.“"' ^-nlnnMN durch das iHv. E § ^Crn^ zuständiger Seite wird gegen»
mehrfach -mlaufendm Gerückten, daß die Gräfin I gnoso (die frühere Kronprinzessin) dem«
"Ä eine B eg egnu ng mit ihren Kindern haben werde, daß eine solche überhaupt nicht in Frage kommt ^ud)tyxäA be? Aufenthaltes des Kronprinzen August von Sachsen mit fernen Kindern in Bad Schmecks erwartet werden kann.
* Meiningen, 22. Juli. In dankenswerter Weise sind dem Komitee der bienenwirtschaftlichen Ausstellung hier über 100 Ehrenpreise zur Verfügung gestellt, die einen! Wert von 2 800 Mk. repräsentieren. Noch selten dürfte bei derartigen Ausstellungen Unterstützimgen in solcher Höhe zu verzeichnen gewesen sein. — Nunmehr arbeiten die Kommissionen mit Hochdruck. Aus den sehr zahlreich eingegangenen Anmeldungen geht hervor, daß der Plan, eine geschichtliche Entwickelung der Bienenzucht darzustellen, vollständig durchgeführt werden kann. Als Endtermin für die Anmeldungen ist der 31. Juli festgesetzt. Spätere Anmeldungen können im Kataloge keine Aufnahme finden.
/Zella. Hovmersbach (Kreis Offenburg), 22. Juli. Gestern brach hier eine Feuersbrunst aus, durch die in wenigen Stunden 18 Häuier eingeäschert wurden. Etwa 4 0 Fa- I innnnn11 aU”b r£?baAl 0 s. Der Schaden wird auf mehrere 100 000 Mk. geschätzt. .Die Entstehungsursache des Brandes ist noch unbekannt.
München, 21. Juli. Jm Walchensee bei Urfeld ertränkte sich ein Liebespaar aus München, Anton Hagen und Franziska Küberl. Das Paar fuhr im Kahn hinaus und ließ darin zurück ein Tagebuchs worin die Absicht, gemeinsam zu sterben, eingetragen war.
r. * Z"nsbruck, 22- Juli. In Mitterolang im Pustertal sind 3 2 Bauernhöfe abgebrannt. Ein Kind ist in den lammen umgekommen.
Tarnopol, 21. Juli. Die Stadt Strusow steht seit gestern in Flammen. Da wegen Wassermangel die! Löschardetten erschwert sind, dürste die ganze Stadt niederbrennen.
Harpener Bergbau . . 199.10
Tendenz: Still.
ßisenvayn-Zeitung.
Die Betriebsergebnisse der Preu ßisch-hessi- Mahnen waren im Juni mit 125881 000 Mk.
^,0^0000 Mk. größer -als im Juni vorigen Jahres, oder Kilometer mit 3801 Mk. um 101 Mk. Die Einnahmen aus dem Perwnen- und Gepäckverkehr waren mit 39 723 000 Mark um lo 000 OTf. geringer, die Einnahmen aus dem Güter- verkehr mit 78 884 000 Mk. um 4 438 000 Mk. größer. In L_c.” 7 atcn ^^^ks Etatsjahres waren die Einnahmen
mit 377 597000 Mk. um 15 196 000 Mk. größer als im gleick)vn Zeitraum des Voriahres. Die Einiiahmen aus dem Personerd- mko Gepacftierkehr vmren in diesem Zeittaum mit 188 935 000, Warf um 6 215 00Cl aus dem Güterverkel>r mit 236 787 0001
Mark um 8 421 000 Mk. größer.
Minister v. Budde und die Eisenbahn-Konsum ne reine. Das neuerliche Vorgehen des preuß. Eisenbahn ^''Usters gegen die Veamtenkonsumvereine hat bereits dazil ge- snhrt, daß von einer fiir Cassel geplanten großen Brot- Qr°r r/ r dortigen Eisenbahn beamte li Vereins'
Zustand genommen wurde. |
I., * 3um Kapitel Alkohol im Studentenleben : schreibt De. mcb. Hecker mit ernsten Worten. „In allen Kreisen " macist sich immer mehr die Erkenntnis geltend, daß von allen -1 Krankheiten der Alkobolismus eine der verderblichsten und weitverbreitetsten ist. Nicht nur eine Reihe von körperlichen Krank-
I betten lind die Folgen des unmäßigen Alkoholgenusses, sondern vor allen Dingen sind es die verderblichen 'Einwirkungen auf den Verstand, das Gedächtnis, die Moral, welche so er- schreckend m bte Angen springen. Wer kennt nicht die sogenann-
I ten verbummelten Genies? Jeder Studenteuverbindiing ftäften i mehr oder weniger zahlreiche Exe-nplare wie brennende Schänd-! male an. Wer kann hierüber gleichgilttg wegsehen? Keiner, der es ernst mit Kniet Lebensaufgabe meint, der er einst an- gehort hat. Wenn wir aber nicht das schlechte Resultat wollen,
I surfen wir auch nickst die Wege wollen, die dahin führen. Räumen I Zunächst auf mit dem unmoralsschen Trinkzwang auf unseren Kneipen und sonstigen Festlichkeiten. Ich gehöre sicher nicht zu denjenigen, die nach flotten Studenteniahren unter die Philister gegangen find, die der Jugend nicksts mehr als studieren gestatten und ihr Bier und Kommersgesang verbieten wollen. Nein, ick halte dafür, daß das Leben nickst bloß zur Arbeit, sondern auch zum vernünftigen Genüsse da ist. Wer nur Bier'ttinken will, mag es tun — ne guid nimis — wer aber Wasser ober Tee — I bornbije tnctu, denkt jetzt mancher — vorzieht, dem soll man mctst die Zunehör gr.'it zri einer Verbindrnrg unmöglich machen. ^Ler aber null tn dieser Beziehung gegen den Strom schwimmen? icillst einmal auf das Vorrecht der älteren Semester, die jüngeren I namentlich die Füchse, oft genug gegen deren Willen, in tue Kanne steigen zu lassen, glaubt man verzicksten zu können. Aus Gründen der Disziplin!! Diese Art des Trinkzwanges ist aberI nicht schlimm, wie die andere des offiziellen oder auch bloß des offiziösen Frühschoppens. Man zwingt er officio junge, ost genug noch nicht ausgewachsene Menschen dazu, sich die Gesundheit zu ruinieren, sich der Arbeitslust für den Nachmittag ju gegeben, oft mit Nachwirkung auf das ganze spätere Leben.
>?^oer herrscht m medizinischen Kreisen kein Zweifel, daß ter Alkohol, am Morgen genossen, viel intensiver wirkt als am Abend. Wer weiß nickst aus eigener Erfahrung, daß er an den Nachmittagen am meisten zum Bummeln oder Schlafen aufgelegt war, an deren Vormittagen ein mehr oder weniger großer Frühschoppen gesttegen war! öier gilt so recht des Dichters Wori: "^.^„j^beit ist der Fluch ter bösen Tat, daß sie fortzeugend ewig Böses muß gebaren". Aus dem verbirmmelten, feuchtfröhlichen Nacknnittag wird ein fideler Abend. Diesem folgt oft wieder ein entsprechendes mal aur cheveux am andern Morgen und die Unfähigkeit oder Unlust, die Kollegien nt besuchen, namentlich tee sog langweiligen. Was tut der Bursch? Er wiederholt das feuchtfröhliche Pensilm. So folgt eines aus dem andern und am Ende des Semesters wundert sich ein solcher junger Stti- ' teuf, daß er so wenig im Kolleg war, vielleicht ist er gar stolz ' darauf, weil seine Moral mittlerweile auch gelitten hat Weg ! asso mit diesen unseligen Trinffitten! Erziehen wir durch Ma^ ; wüten tm Trinken uns ein gesundes, wahrhaft lebensfreudiges Geschlecht!" i
Heute begannen die Plaidoyers. Der Staatsanwalt ließ die Anklage wegen Beleidigung des Kaisers von Rußland fallen, da man nicht behaupten könne, daß die Angeklagten hätten wissen müssen, daß in den Schriften Beleidigungen gegen ten Kaiser von Rußland enthalten waren. Bezüglich des Hochverrats sei dem deusschen Reiche eine Gegenseitigkeit im Strafantrage des russischen Botschafters ausdrücklich verbürgt. Auch die Unterhaltung einer geheimen Verbindung im Sinne des § 128 des Strafgesetzbuches sei erwiesen. Der Staatsanwalt beantragt bauauf gegen No- toagrofcfi wegen Teilnahme an einer geheimen Veriundung drei Monate Gefängnis und wegen Hochverrats sechs Monate Festling; gegen Braun wegen derselben Vergehen vier Monate' Gefängnis und acht Monate Festung, ebenso gegen Kugel!
JJJonate Gefängnis und ein Jahr Festung, gegen Klein' teer Monate Gefängnis und seck)s Monate Festung, Treptan lechMonate O^sängnis und ein Jahr Fesning, Martins vier Monate Gefängnis und acht Monate Festung, Ko eg st zwei Monate Gefängnis und vier Monate Festung, Ehrenpfort zwei Monate Gefängnis imd vier Monate Festung und gegen Paetzel fünf Monate Gefängnis unb zehn Monate Festung.
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. 90.05
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Regatta-Ko-mitee-SitzurnundI gewesen sei. .Der Kurs von kurzen Wechseln cmf Lon-
Dr. Breidert. Oberst1des Reichs'
Oberbürgermeister Mecum, Landgerichtspräsitent Kullmann Land- ia^?e§ ouc6 be§ Verkehrs beüorftänbeiu Der
gerichtsdirektor Bücking, Obersllrutn^t v. W»' Zentralausschuß war damck ohne Disknfnon einverstanden.
Eingesandt.
üternirnrnf1 kunter dieser Rubrik stehenden Artikel
übernimmt bte Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
n , , . c Gießen, 23. Jnll.
andauernden außergewöhnlichen Hitze hat auch unsere ^^uliugend erheblich zu leiden. Da nun leider das I wieder steigt, und eine neue Zunahme der Hitze in
Äusllcht zu stehen scheint, so erlauben wir uns ten löbl. Schulvorständen folgende Vorschläge zu unterbreiten *
, -1-. Man mache von den behördlichen Vorichristen über die •^fenen eme mogliM liberale Anwendung. Ö trenn allm- falls um die borge'icfatebene Vormittagszeit das Thermometer um y2 ober 3,4 Grad unter der für Hitzferien erforderlichen Temperatur steht, gebe man dennoch frei. Man bedenke, daß die andauernde Hitze der letzten Wochen tat* wchlich stark angegriffen ist.
m W^derkehr ter abnormen Hitze ter verflossenen
Woche schließe man schon um 10 Uhr ten Unterricht
I - „ 3- Man lasse nach Möglichkeit die Nachmittagsstunden aus-
I «aueir Jedenfalls untersage man in den Nachmittagsstunden Ball- und sonstige sehr erhitzende Spiele.
4 Man sorge dafür, daß in die Schulzimmer durch Kuttung, Fensteröffnung re. die kühla Ä acht lüft emhrmgen und beionters eine Abkühlung solcher Schulzimm-r bewirken kann, die bei Tage der Sonne unbarmherzia ausgesetzt sind.
Lpielplan des Kroßh. Kurtheaters Aad-Yauheim
(Direktion S t e i n g 0 e t t e r).
Montag den 25. Juli: „Die Fledermaus/ Mittwoch den v." *' , : „Plappermäulchen/ Abends: Alt-
He-delbcrg." Freitag den 2g. Juli: .Nanou", Operette. Samstaa den 30 Juli: „Der Bureaukrat.'
Gichencr landwirtschaftlicher Wetterdienst.
^Voraussichtliche Witterung in Seffen für Sonntag, der 24. Juli: Zeitweise wolkig, bei wärmerer Nacht auch taasüb« warmer, sehr heiß, stelleumeise Gewitter.
Näheres durch die Gießener Wetterkarte.
Temperatur der Lahn und der Lust
am 23. Juli 1904.
Nach Reaumur gemessen mittags zwischen 12 und 1 Tn».
Wasser 20®, Luft 22 °.
Albert Rübsamen.
der Bahn unter der Firma „Aktiengesellschaft elektrische Kleinbahn Bingen" mit einem Kapital von 460 000 Mk., wovon für 45 000 Mk. Aktien Bingen und RüdeZheim die ZinS- garantie übernehmen. Für die Strecke Bingerbrück leistet die preußisch-hessische Eisenbahn einen Zuschuß von 10 000 Mk. jährlich, jedoch nur auf drei Jahre.
Frankfurt a. M., 22. Juli. Heute morgen 9 Uhr SO Minuten entstand in den Farbwerken in Mühlheim a. M. Großfeuer, welches in einer Mühle seinen Anfang nahm und den ganzen Mahlraum in Asche legte. Die Feuerwehren au§ Offenbach, Dietesheim und Mühlheim waren mit der Bekämpfung des Feuers beschäftigt, welches gegen 1 Uhr beendet war.
Frankfurt a. M., 22. Juli. Der Schnellzug 16 ter um 4 Uhr 55 Min. hier abgeht, ist bei Bensheim (Bergstraße) auf eine Rangier-Abteilung aufgefah- ren. Verletzt ist niemand. Durch die Gleiszerstörung war längere Zeit der Zugverkehr gesperrt.
Aer Kö'nigsöerger Kochvcrlats-Z'rojeß.


