Ausgabe 
23.7.1904 Drittes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Kriege- veröffentlichen Regeln, wonach bie Beförberung feind­licher Bnese und Depeschen dem TianSvort non Krieg-- 'vntrebande gleichgestellt wurde. Somit sei Rußlands Recht ium Durchsuchen der Post auf neutralen Schiffen fmgloS. Daß oder die Ruffen die Poff nicht an Bord untersucht, son­dern fortgenommen. sei nur im Interesse des deutschen Dampfer- gewesen, der sonst so länge hätte warten müffen, die gesamte Poff durchqeseden worden war.

5>rt Krieg iwtfcflen Japan und Rußland.

Dem Reuterschen Bureau wird an- Kurokis Haupt* yuartier vom 20. Juli gemeldet: Die Japaner griffe" gestern Cdantan au, da« 40 Kilometer von hier entfernt ist. DaS (Gefecht war für die Russen unglücklich. BiS- der ffnd wenig Einzelheiten bekannt. Danach waren die Ruffen in dem deftigen Kampfe mehr als eine Division stark. Besonders lebhaft beteiligte sich die Artillerie an dem Gefecht. Die Ruffen selten sich von neuem fest und befestigten ihre Stellungen. Die im Kampfe auf dem Moffenpaß am Sonn­tag Gefallenen ffnd so zahlreich, daß ffe nicht beerdigt werden können. Kurokis Armee ist daher damit beschäftigt, die Toten zu verbrennen.

In Tokio verlautet, General Kuroki habe am 19. Juli nach deftigem Kampfe Kiautung eingenommen. Die Ruffen, die feffe Stellungen eingenommen hatten, batten sich hartnäckig verteidigt. Die Verluste der Japaner werden aus 300 Mann angegeben.

Am 19. Juli ging nach einer Meldung au« Petersburg Graf Keller zu einem abermaligen Angriff gegen die Javaner über den Fl u ß L a n che vor und zwang ffe nach hartem Kampf unter großen Verlusten zum Rückzug. Am gleichen Tage warf General Hörschelm an die japanische Vorhut auf die Hauptmacht zurück. Die Ruffen verloren 200 Tote und Verwundete. KellerS Angriff am 20. verlief Anfangs sehr günffiq. 10 japanische Geschütze waren erbeutet: als die Japaner bedeutende Verstärkungen heranbrachten, gmg Keller aus seine alte Position zurück. Die japanischen Ver- lüfte in diesem Kampf sollen sehr bedeutend sein.

Der Berichterstatter der »Daily Mail* drahtet auS Mukden vom 19. Juli, daß ein zweitägiger Kamps stattgesunden habe und noch sortdauere, ohne den Schauplatz deS Treffens anzugeben. Die Japaner, die mit überlegener Stärke und mit großem Ungestüm die Ruffen angriffen, be­haupteten das Terrain glänzend.

Die letzten amtlichen Kriegsberichte haben in Petersburg wieder einen sehr niederschlagenden Eindruck gemacht. All­gemein wird befürchtet, daß die Wahrheit verschwiegen würde und daß Kuropatkin sich bereits in höckst gefährdeter Lage befinde. Besonders will man nicht glauben, daß Kuropatkin über 1000 Mann opferte, nur um Erkundigungen über die feindlichen Stellungen einzuziehen.

Megnakme dnts deutsch,n Dampfers.

Telegramm, nach Schluß der Redaktion eingegangen.

Suez, 23. Futi. Reutermeldung. Der Dampfer Slandiä" der Hamburg-Amerika-Linie wurde im Roten Meer von den Ruffen festgehalten. Er traf hier unter russischer Flagge ein. besetzt von russischen Offizieren und Mannschaften.

Deutsches Reich.

Drontbeim .22. Juli. Wie alljährlich ff i ft et e Ka i se r Wilhelm diesmal Beihilfe nrm Westnchan d"s T r o n t - Heimer Domes 1000 Kronen. Zur aenrigen Wbnrbtafcl waren Mrs. Dressel, Ladv Cmnvtcm Kavitän Rose und Mr v"n Barbis von. der im hie'igen framben am er'konischen Jacht , Mar- qerita", ferner bt frühere Mitffärattacff-k in Berlin, norwegischer Brigade komm an deur Ruffod geladm. Die Koralle derHo5<m- zollern" veranstaltete in fcrr Stadt ein s-br gut betuchtes Kon­zert zum Besten der IIntrr*'nfcmtgff afTe d^s Deutschen Verein?

Der deutsche Ka i f e r wird, wie die L'wdonerTrutfi" weidet, wahrscheinlich die zweite Hälfte des MonatS No­vember in England rn bringen und in diesem Falle dcr Gaff des Königs und der "önigin im Schloff- zu Windsor und.von Lord und L^dv Lonsdele in Lowther Castle sein Ta- Gerücht, daß der Kaiser sich während der Regattawoche in Cowes -infinden werde, entbehre derselben Cuette nach jeder Begründung.

Im Reick^amf des Irmern iff eine Nachprüfung sämtlicher disber erlaßener Verordnungen über d i e Sonntagsruhe im Gange. Cs sollen durch eine neue, diese ganze Materie zu f am m enf affende regelnde Verordnung die noch vorhandenen Unalei.ch-driten wnllchst beseitigt und überhaupt, soweit wie möglich, einheitliche Bestimmungen auf diesem Gebiete her- geffellt werden.

Am 15. Cf-nb*? sollen in Bromberg imb Danzig wiederum neue Kurse zur Ausbildung von Beamten i praktischen Gebrauch der russischen Sprache eröffnet werden. An jedem der beiden Kurse werden neben einer Anzahl von Beamten bn allgemein-m Verwaltung, der Zoll- und -teuerverwaltung 12 bezw. 10 B-amte der Gisenbahnver- waltuna teilnebmen. Die Dauer der Kurse ist auf mindesten- neun Monate berechnet.

m -derl Tagebl" meP-t ans Rom: Der dw'tsche

Dotschartsarrt Ghrk-o'-dt ist an den folgen einer Operation in Berlin gestorben.

3>r nationallib. L a n dt a a s a b g e o r d n e t e Tbie« her den Wahlkreis Gelle seit 1888 im Abgeordnetenhause Per* trat, irr gestorben.

Eine polizeiliche Haussuchung hat in btt polnischen Buchhandlung von Ko''imir' Körber statt- gefundon, die hauptsächlich religiöse Schriften vertreibt Eine Anzahl von Dächern, darunter besonders nblreiche Exemplare eines volni'ch nationalen Liederbuches ver­fielen der Beschlagnahme.

TiereaktionärePresse erörtert wieder einmal angelegentlichst, was an die Stelle des Reichstags- Wahlrechts gesell torroen könnte. Ein Teil dieser Dresse, diePost" voran, schlack tet eine eben veröffentlichte pseudo- npmc Broschüre zum Zweck der Stimmungsmache gegen das einzig brauchbare Wahlrecht ans DieKreuzz,tg." hat sich dagegen von einem Herrn v. T. einen besonderen Reformvorschlag einsenden lassen. Herr v. T. will den Reichstag einfach von den Ei n ze ll a n d t a g en wählen assen, und zwar entweder von beiden Kam­mern gemeinsam ober von jeder zu gleichen Teilen.

Iu I/CT sd'nrtVcx'.mp^tDeutsch fenh" der Hamburq-Amerika-Linie lief heute morgen gegen 9 llhr zum ersten Male Dover an. Die für England

bestimmten Passagiere, welche die vor kurzem ins Leben nmtfenc direkte Verbindung Berlin-Curdaven-Dover bcnuhten, sind somit in 24 Stunden auf dem Seewege von der Reicl^lmuptstadt nach England befördert worden.

Swwerin, 22. Juli. Der König von Dänemark ist beute michmittag hier eingetroffen. Er wurde am Bahnhof vom Großberzog und der Großherzogin empfangen. Zu Ehren des Königs von Dänemark fand beute jiheitb im Schlosse eine Owlatofel statt. Der Großlx'rzog brachte einen Trinkspruch aus den König auS, her mit einem Hoch auf da- Großb.'rzogspaar erwiderte.

Oldenburg, 22. Juli. Hier ist her Tvpb u S anSge- brodien: bis ieht sinh 8 8 Pcälle vorgek.unmen, von honen drei töhlich verliefen. Man führt das Ansbreclien her Krank beit auf hen niedrigen Stand des Oknnbhniffor# zurück. Auf An orhnung her Behörden sind in den Borstädten 12 Brunnen ge­schloffen worhen.

Karlsruhe , 22. Juli. AuS Anlaß des Znstanhokommens bet Verfassungsreform richtete her Olroßberzog aus St. Morih ein änsterff gnädiges Handsckrr eiben an hcn Staatsminister von Brauer, in welchem er unter An- erk"nnnng her Männer gehenkt, die ihre garne Kraft eingesept haben, um mit Treue und Hingebung die Auliab'' zu erfüllen, die im Interesse des Landes nützlich war. Der Olroslwrzog spricht in hem Schreiben ferner seinen Dank ans für das Entgegen- kommen und die Mitarl>eit her beiden Kammern der Staets- regiornng gegenüb-r und seine ftreuhe darüber, daß die erste Kammer durch einen Bkt weiser Selbstlm'ig'>'it in her letzten Stunde d'e so g^w n'-'t C*in guna crmö'liy t hibe.

Xvrr und 31offe.

Ostende, 22. Juli. DaS deutsche Geschwader ist hier eingetroffen.

Anstand.

Rotterdam, 22. Juli. Die sterblichen Reste deS ehemaligen Transvaal-Präsidenten Krüger wer­den Dienstag nachmittag auS Clärens im Haag ankommen, wo sie auf einige Monate in der Kapelle des ftrichhofcS Pud Eck En Duinen beigeietzt werden sollen. Dem Trauerzuge werden sich die Spitzen der Behörden anschließen. Später soll die Leiche an Bord eines holländischen Kreuzers nach Südafrika gehen.

Brüssel, 22. Juli. Blättermeldungen zufolge wird König Leopold demnächst aus seiner Pacht eine Reife nach Norwegen antreten. Er soll die Absicht haben, mit Kaiser Wilhelm zusammenzntreffen.

Wien, 22. Juli. Eine Deputation schlesischer Abgeordneter erschien heute bei dem Ministerpräsidenten Körber und protestierte gegen die Errichtung slaoischer Pa­rallelkurse an den deittschen L ehrer b ildnn g S - an st alten Schlesiens. Körber erklärte, daß die Erricht­ung der Paralle'kurse belchloffene Sache sei, daß aber kein Grund zu Befürchtungen der Deutschen Schlesiens vorliegen, ha die Leitung der Anstalten in deutschen Händen bleibe. Die Deputation war von der 2lntwort nicht befriedigt und will über weitere Schritte schlüssig werden.

Pari-, 22. Juli. Infolge der anhaltenden Hitze vermehrt sich die Sterblichkeit ungemein. In der letzten Woche waren 2 00 T ode-falle mehr zu verzeichnen, als in der vorigen. Wer irgend kann, sucht einen Landaufent­halt auf.

Ans. £hitU nne! Land.

Gießen, den 23. Juli 1904.

- Personalien. S. K. H. der Großherzog haben dem Bürgermeister, LrtSgerichtSvorsteher und Standesbeamten Philipp Daum in Bausch heim das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Jnschnft ,Jür treue Dienste* am Bande deS Verdienst­ordens Philipps deS Großmütigen verliehen. Dem Fabrik­arbeiter Adam Braun zu WormS wurde die Rettungsmedaille verliehen. DaS Ehrenzeichen für Mitglieder Freiwilliger Feuerwehren wurde verliehen dem Mitgliede der freiwilligen Feuerwehr zu Grünberg, Karl Hofmann.

Die Beerdigung von Oberst Haupt vereinigte gestern nachmittag 6 Uhr eine ansehnliche Traueroersammlung in der Kapelle deS neuen Friedhofs. DaS gesamte Offizier- korpS deS hiesigen Regiment- war versammelt, daneben hatten ich zahlreiche Leidtragende, Freunde und Verwandte finge* ninben, zum Teil von ailSwärtS. Inmitten schöner Blumen­spenden war der Sarg, bedeckt mit den militärischen Ab­zeichen deS Verstorbenen, vor dem Altäre aufgebahrt. Die Tranerfeicr wurde durch einen Choral eingeleitet, den die Musikkapelle deS Regiments von der Empore herab spielte. Sodann sprach Pfarrer Schlosser. Er hob in bewegten Worten die Tugenden deS Dahingeschiedenen, vor allen, seine glühende Vaterlandsliebe und Begeisterung für den Berus seines Lebens hervor. Ec gab dem Gedanken Ausdruck, wie tief m unseren Tagen jeder Verlust jede- einzelnen Veteranen auS der großen Zeit unseres Volkes zu beklagen sei, wie mit jedem Einzelnen jener Helden ein Stück der gewaltigen Ge- 'chichte der EinigungSzeit Deutschlands mit inS Grab sinke. Dann betonte Pfarrer Schlaffer den treuen Familiensinn des Dahingeschiedenen, der von rührender Anhänglichkeit an seine alten Eltern gewesen sei. Leider sei eS ihm selbst nicht ver­gönnt gewesen, eine eigene Familie zu begründen; wie er einsam gelebt habe, so sei er einsam gestorben. Trotzdem habe er sich viele Freunde über da? Grab hinaus erworben. Sodann wurde der Sarg von 6 Soldaten des Regiments nn8 der Kapelle getragen, und während die Musik einen Trauermarsch intonierte, setzte sich daS große Trauergeleite nach dem Grabe in Bewegung. Am offenen Grabe legte nach dem Gebet deS Pfarrer- Pros. Dr. Biermer namenS oer Freunde deS Verstorbenen und fieundschastlicher Vereinig­ungen Kränze am Grabe nieder und gedachte dabei mit kurzen, nber schönen Worten deS Verstorbenen, der eine glückliche Mischung, wie sie selten m Erscheinung trete, m seinem Cha­rakter vereinigt habe, nämlich den Adel echt soldatischen deut­schen WesenS zugleich mit der Vornehmheit bürgerlichen Sinnes imb bürgerlicher Einfachheit. Für alles Gute und Schöne, für alles Erhabene habe sein Herz warm geschlagen, und allen höheren geistigen Jutereffen habe er nahe gestanden. Er habe in feinem tatenreichen Leben ein Beispiel geboten, das zur Nachahmung auffordere, und seine Freunde, die ihn lieb ge­wonnen hätten, würden ihm, nachdem seine treuen, deutschen blauen Augen sich für immer geschloffen hätten, ein unaus­löschliches Andenken bewahren. Damit war der feierliche Akt beendet. (In unserer gestrigen Notiz war durch ein-n Druck­

fehler von der ^auffälligen* Trauer die Rede, während natürlichaufrichtige" Trauer heißen mußte.)

Jubiläum. Die Schutzmmmschast beging am Donnerstag abend imLöwen" mit einer Familienfeier das fünfundzwanzigjährige Dienstjubiläum des Schulmannes Lang. Außer den sehr zahlreich erschienenen Schutzleuten mit ihren Familien hatten sich der Vorstand de« Großh. Po­lizeiamts, Polizeiamtmann Herberg, und das übrige Polizei­personal eingefunden. Ansprüchen verschiedener Art, ins­besondere ans den Jubilar und deffen Familie, wechselten in bunter Reihenfolge mit Vorträgen und Musikstücken, und die sehr hübsch verlaufene Feier hielt die Teilnehmer lange zu­sammen.

DaS Promenadenkonzert fällt morgen, Sonn­tag, auS. Unsere RegimentSmusik konzertiert morgen zum ersten mal in Bad EmS, abwechselnd mit der dortigen Laubeschen Kurkavelle.

Militär-Konzert. DaS Trompeter-KorpS deS 1. Oberelsassischen Feldartillerie - Regiments Nr. 15 auS Saarburg i. L. wird am 29. Juli im Neuen Saalbau kon­zertieren.

"AuS den öffentlichen Ventilbrunnen der Wasserleitung darf Waffer nur für den gewöhnlichen Hausbedarf entnommen werden, und eS wird, so schreibt mon uns amtlich, daraus aufmerksam gemacht, daß jede weiter­gebende Entnahme von Wasser auS diesen Brunnen, ins­besondere zu gewerblichen oder landwirtschaftlichen Zwecken, verboten ist. In den letzten heißen Tagen, in denen ohnehin die Leistungsfähigkeit deS städtischen Wasserwerks aufs äußerste auSgemitzt werden muß, ist auS den Ventilbrunnen vielfach verbotswidrig Waffer zum Begießen von Gärten u. f. w. ent­nommen worden. Um Störungen in der Wasserversorgung der Stadt zu vermeiden, wird dringend ersucht, jede verbots­widrige Benutzung der öffentlichen Ventilbrunnen und jede Waffervergeudung zu Unterlasten.

Drahtlose Telegraphie. Wie unS auS Fulda !>erichiet wird, findet am Sonntag auf der dortigen Gewerbe- AuSstellung ein öffentlicher Erperimentgl-Vortrag über drahtlose Telegraphie statt, bei welchem auch von einem ent­fernt liegenden Punkte nach der Gewerbe-Ausstellung draht- !oS telegraphiert werden soll. Der Vortrag, welcher von der Gewerbe-?lkademie Friedberg i. H. angeregt wurde, wird von Diplom-Ingenieur M. 2(lhrcAt, Dozent dieser Anitalt, ge­halten. ES soll durch diesen Vortrag dem großen Publikum Gelegenheit gegeben werden, einen Einblick in diese für den Laien so mysteriöse Erscheinungen zu gewinnen.

r. Gleiberg, 23. Juli. Gestern nachmittag unter- nohmen die 5 ordentlichen Prosestoren der juristischen Fakultät unserer alma water mit ihren Praktikanten einen gemein- amen A uSflug nach dein Gleiberg. 9(uf der Burg vereinigte man sich zu geselligem Beisammensein. Der Rückmarfch würbe mit Fackeln angetreten, waS einen effelnben Anblick vom Tale her bot. Ein Extrazug ber Biebertalbahn führte bie Teilnehmer nach 12 Uhr wicbcr der UniversitätSstabt zu. ES muß biese Veranstaltiing als ein ehr erfreuliches Zeichen für baS ausgezeichnete Verhältnis zwilchen Profefforen unb Stubentenfchaft angesehen werben. Die Oeffentlichkeit ivirb es sich nicht nehmen lasten, jebeSmal von so bemerkenswerten Tatsachen Notiz zu nehmen

Hungen, 22. Juli. DaS von Bergingenieur Schiff­mann unb ber Firma Bopp u. Reuther in Mannheim auS- acorbeitete Projekt für bie hiesige Wasserleitung hat bie Genehmigung beS Großh. KreiSamteS gefimben. Mit bei* genannten Firma sinb sofort Verhanblungen eingeleitet, um mit ben Wasterbohrungen sodalb als möglich beginnen zu lasten. (H. L. P.)

pr. Riebermockstabt, 22. Juli. Der Lanbnnrt H. Diehl IL hat seinem Leben durch Erhängen in seiner Wohnung ein Ende gemacht. Die Ursache ist unbekannt..

1. Geiß-Nidda, 22. Juli. Die Fernsprechleitung von hier nach Nidda wurde heute vollendet und unter Ort dem Fernsprechnetz angeschlosten. Wie man hört, ist hier auch die Errichtung einer Postagentur geplant.

1. Bad-Salzhausen, 22. Juli. Mit ber Anlage eines Klärbeckens für unsere Abwässer wirb in ber Kürze begonnen. Die Pläne sinb nun unter Zustimmung aller Be­teiligten genehmigt, unb baL Gelänbe würbe gestern besichtigt unb käuflich erworben.

§ Ruppertenrod, 22. Juli. An der gestrigen GemeinderatSwahl beteiligten sich die Wähler trotz der hn Gange befindlichen Kornernte recht lebhaft. Gewählt wurden die seitherigen GeineinderatSmitglieder Johann Reinig mit 56 Stimmen unb Karl Kratz mit 57 Stimmen; neu gewählt würbe ber MäHlenbesitzer Heinrich Nahrgang mit 54 Stimmen.

Mainz, 22. Juli. Aus einem Felbe bei Höchstheiui würbe in ber vergangenen Nacht ein Strohhausen bös­willig in Braub gesteckt, wodurch auch die noch stehenden Früchte, sowie verschiedene WirtschastSgeräte, dar- unter eine Dreschmaschine, einqeaschert wurden. Der hier­durch entstandene Schaden wirb aus 20000 Mk. geschätzt. Ein auf bem Felbe übernächtigenber Arbeiter namenS OSwalb Kolano auS Wien erlitt lebensgefährliche Branbwunben.

WorniS, 22. Juli. Am 13., 14. unb 15. August feiert bie Wormser Freiwillige Feuerwehr ihr 5 0jähriges Jubiläum. DaS Festprogramm würbe wie folgt sestgelegt: SamStag, ben 13. August: Von 4 Uhr nach­mittags Empfang ber auswärtigen Gäste, abenbS l/t9 Uhr Zapfenstreich unb FeftkommerS in ber Festhalle auf bem Barbarostaplatz mit Ansprachen, turnerischen Aufführungen der Turngcmcinbe unb GesangLvorträgen; ferner Fahnen­weihe ber Freiwilligen Feuerwehr. Sonntag, 14. August: 6 Uhr vormittags Weckruf, von 8 Uhr ab Empfang ber aus­wärtigen Wehren; um */,ll Uhr Schul- unb Angriffs- übungen auf bem Marktplatz; anfchließenb im FesthouSgarten Frühschoppenkonzert. Um 1 Uhr Festbankett mi FeslhauS- saal, nachmittags 3 Uhr Festzug nach bem Festplah, baselbst Begrüßung ber Gäste unb Doppelkonzert. Am Montag, ben 15. August: nachmittag- Volksfest imb abends Feuerwerk. Vom PreßauSfchuß wird eine Festschrift ausgegeben, welche an die Feuerwehrleute gratis verteilt wird. Die Festschii't ivirb versaßt von Pros. Dr. Weckerling. Eine künstleiiscl- Aquarell-Felbpostkarte Hat Kunstmaler Fritz Muth entworfen. Auf bem Jestplahe werben 2 Kapellen konzertieren.