Ausgabe 
23.6.1904 Zweites Blatt
 
Einzelbild herunterladen

5461

Gießen, den 22. Juni 1904.

Die glückliche Geburt eines Söhnchens zeigen hier­mit hocherfreut an

Paul Eim und Frau Kälbchen

geb. Baubel.

K

8

A

g

I

®eifii3 3 ols Sim tifa'?016"! He», D JqtQnet ö ontnot,,

^.c* der merf.r s

°nge,tellie uj. de» lnes anser,h 3unt iPätet aber

Mt 2 * *" saad «tab w« in 6jtu

;W55 . Langen HM ir e ! jährlich au5jüi Untall für die Dicl

Zwitter mit Mnte vernichtet.

r Oberrichter n sich am 19.

,cm neu ernannten K | on war slellvertrM- i npfer.Mercy Lnglar!^ n wurde. Der Anzr" i zwar zurückgejchlagL einige Verluste zu k |

' letzten Nacht stietzi peboboot 68 unb usammen. Letzteres, a nzwecke bienendes &: uk ein Matrose. L

rein' Strumpf tw räucher in heilem Sc­hiefen Ort auf bei £s sberg führt ein fest ich in der legten Nim i des deutschen Touri sche Geiirckilöchen inr ZvgelÄmg hinab über ,eleitet ein rotiurei noch einenAusslij u S Äckkels über n Arnsberg hervL > ii die gewöhnliche ungcn entgegengenrs-

cines Duell- ; lenbuell itattgefimbt: : aus aufs tiejße p r jtmann D. 1 ittelschönhell - g^- gegenjeitig zu M» ig ber öunb de-r- r hauchte als eriiti s seine treue tp lt die väude, drüLu - lang nun fm te seitS die Michl k ;

itbigen Ä ® bekannt mck » r is die Meuiur Bin­den. Unierberer . ibten MorblalP' 1

ne tnt

ren N>e,L J'Ljf. : hr mißtrau^

l

Wirklich

> auf tungnt« , i durch

'LE

itfli

r-W ijrtC«

*

i>>

Itl

ich lasse mir darauf den Kops abhacken

Erich Schmidt.'

dieser Aendcrung ist nicht zu zweifeln.

n e

beratenen Acnderung der Betriebsordnung soll vom k Januwv . I. ab die Schnelligkeitsgrenze für Schnellzüges ach oben hin, die jetzt 100 Kilometer pro Stunde beträgt, fort- f all en. Auf den Nebenbahnen soll sie statt 40 50 Ki­lometer betragen. An der Zustimmung des Bundesrats 'zu

Westrumit zur Beseitigung des Staubes erwähnt worden. Jetzt erfahren wir über die Besprengung des Homburger Renn­weges mit Westrumit einem wasserlöslichen Oel Näheres. Sie begann schon am 11. Juni uuv wurde am 16. Juni beendet, und zwar wurden die Straßen zweimal mit je 10 prozenttger Westrumitlösung besprengt. Es wurden dabei 49 Sprengwagen, 150 Wasserwagen und 250 Doppelgespanne und rund 350 Mann verwendet und 1500 Doppelzentner Westrumit und 1500 Shibif» meter Wasser verbraucht. Das Wasser mußte teilweise mehrere Kilometer weit aus den Talern herbeigefahren werden. Trotz eines am 15. eiusetzenden, sehr heftigen und andauernden Regens, von dem befürchtet wurde, daß er einen großen Teil des Oeles wegwaschen würde, was aber nicht der Fall gewesen ist, jnar die Wirkung der Besprengung eine ausgezeichnete.

hohen Unkosten zu decken.

Zn unseren Spezialberichten über das Gordon Ben­ennen ist die Besprengung der Rennstrecke mit

Spart.

(m.) Gießen, 23. Juni. Zu dem am kommenden Sonntag auf Pern hiesigen Sportplätze ftattfinbenben großen Rad- und Motor-Wettfahren sind die Meldungen so zahlreich 'ein­gelaufen, daß in den einzelnen Rennen Vorläufe stattfinden müssen. Unter den 'GemeDeten und sicher Startenden befinden sich Pie Meisterfahrer von Europa, von'Deutschland, von Hessen und vom Rheinland, ferner der Sieger des Gordon Bennett- Preises, welcher am 12. Ium in Mainz ausgefahren wurde. Für das Motorfahren für Fahrer aus Gießen sind sieben be­kannte Gießener Herren eingeschrieben; gerade dieses Rennen wird hoch.interessant werden. Die schönen Preise, welche morgen zur Ausstellung .gelangen, werden sicherlich großes Aussehen erregen. Hoffentlich ist auch 'der Besuch ein guter, um die enorm

Brustkranken gelegen, hat er jte vor sich gehalten, auch wenn er außerhalb des Bettes sitzt, so ist der folgende Leser, der die­selben Blätter mit befeuchtetem Finger umschlägt, von denselben immer wieder die Finger an die Lippen führt, die Bazillen beim Umblättern der Atmungslust mitteilt, vielleicht auch mit derselben, bereits infizierten Hand Speise und Trank zum Munde führt, meines Erachtens gefährdet. .Gerade jüngere Individuen und speziell Kinder, die sichdie Bllder besehen", sind schon dadurch der Tuberkuloseinfektion ausgesetzt. Was von den Krankheits­keimen der .Tuberkulose gesagt ist, gilt ebenso von denen der Diphtherie, des Sckwrlachs, der Masern, des Keuchhustens, der infektiösen Mandelentzündung. .Jeder würde nur ungern Kleider und Wäsche von anderen tragen, die ihm ganz unbekannt sind, von denen ec nicht einmal weiß, ob sie an übertragbaren Krankheiten gelitten haben. .Bor schmierigen Maskenkostümen hat man mit Recht Ekel. Gebäck, was von anderen betastet wurde, weist man zurück. .Ja selbst von dem gemeinsamen Abendmahlskelch befürchten ängstliche Gemüter neuerdings eine Krankheitsübertragimg. Wer das viel näher Liegende und viel Bedenklichere vergißt man. Ich will hier gar nicht von ber ethischen Seite reden, ich meine von ber Freude am eigenen Besitz eines Buches, das man mit Muße Kefen kann, nicht von dem heute so ungemein billigen Preise guter Lektüre in neuem Zustande. Ich will auch nicht von der An­standspflicht sprechen, die man gegen Autoren hat, deren Werke zu kaufen, anstatt sie sich was leider auch die reichsten Leute tun_ auf ein bis zwei Wochen zu leihen. Hier soll nur die hygienisck-e Seite berührt werden. Nicht Desinfektion ist das erste Gebot der Gesundheitspflege, sondern peinliche Sauberkett des Körpers und jedes Gegenstandes, der mit ihm in Berührung kommt.

UniverstMs Nachrichten.

Die Leitung .ber Königsberger Sternwarte, deren Leiter Prof. «truüe_ als Nachfolger Försters nach Berlin geht, ist bem feiten Observator an der Berliner Sternwarte, dem Privat- Dozenten und Titularprofessor Dr. Hans Bat ter mann über> tragen worden.

Der eilige Verkehr durch die Rohrpost gestattet mir nur das bündigste Volum. Wgesehcn von der bedenklichen Provenienz sind Form und Inhalt so unschillerisch, daß ich einen von Hermann Grimm im Streit gebrauchten Liedlingsausdruck anwenden möchte:

Kandel und Verkehr. Volkswirtschaft.

Aktien-Gesellschast Zuckerfabrik Maingau Hattersheim-Frankfurt a. M. Die Gesellschaft, berat schwierige Lage schon seit längerer Zeit bekannt ist, hat nunf beim Amtsgericht Höchst den Konkurs angemeldet. Sie hat iw den letzten neun Jahren trotz wiederholter Sanierungen Divi^ benben nicht mehr verteilt. Tie Deutsche Genossenschaftsbautj ist als Hauptgläubigerin beteiligt. Tie Lbligativnenschuld beträgt 312 000 Mark, die übrigen Verpflichtungen betragen nach dem Abschluß per 30 Juni 1903 871344 Mark.

Märkte.

Limburg a. d. L., 22. Juni. F r u d) t m a r f t Durch­schnittspreise pro Malter. Roler Weizen 14.40 Mk., weißer Weizen 14.25 DU., Korn 9.80 DU., Gerste 0.00 DU., Hafer 9.38 Dik., Erbsen 0.00 Mk., Kartoffeln 0.00 DU.

Briefkasten der Redaktion.

(Anonyme Anfragen bleiben unberücksichtigt.)

G. Sch., Gießen. Die Sache ist für uns erledigt.

H. B., Rodheim a. B. Berichtigungen dessen, was andere Blätter bringen, können wir nicht aufnehmen.

Hautunreinbeiten

lichen Gebrauch der an Milde und Feinheit unübertroffenen, seit vielen Jahren bewährten M vrr hnHn.Äoiftx Myrrholin-Glycerm Tube 50Psg., 111101111-00110.

bester Hautcreme, nicht fettend. Myrrholiw-Puder M. 1 bewährt bei wunden Füßen. 4844'

Gerichtssaal.

Braunschweig, 22. Juni. Vor dem hiesigen Landgericht stand heute die Klage des Leutnants Bits e gegen den V e r- leger .Sattler. Bilse behauptete, Sattler habe von seinem RomanAus einer kleinen Garnison" eine größere Auflage drucken lassen, als verttagsmäßig festgelegt war. Er fordert die Summe, die Sattler für das östreichffche Verlagsrecht bekommen hat. Der Termin ist auf den 5. Oktober vertagt worden.

Gisendahn-Zeitung.

Fahrgeschwindigkeit auf ben Eisenbahnen. Nach der im .Eisenbahnministerium mit süddeutschen Vertretern

Borsicht beim Einkauf!

Von den Kaffee-Präparaten Tie den Markt heul überschwemmen. Ist dem Publikum zu raten Pfeiffer & Diller's nur zu nehmen! Die Essenz ist ohnesgleichen, Wird in Dosen fabrizieret Dtst demKaffee"Onkel"-Zeichen Ist die Echtheit garantieret!

Doch auch in Gläser, Tönnchen, Taffen, Kaffee-Essenz wir packen lassen, yhe aber Kaffee-Zusatz offen Läßt gute Qualität erhoffen!

Die beste, von Horchheim bei Worms am Rhetrr Ist Pfeiffer & Diller's Essenz allem I

Kunst und Wissenschaft.

Der preußischeStaatsanz." veröffenllicht ein Preisaus­schreiben für wissenschaftliche Arbeiten über die chemischen Vor­gänge beim Erhärten der hydraulischen Bindemittel, insbesondere des Portlandzementes. Ausgeschrieben ist dasselbe vom Dlmister der öffentlichen Arbeiten in Gemeinschaft mit dem Kriegs- mmifter, dem Landwirtschastsminister, dem Kultusminister, dem Handelsminister und dem Staatssekretär des Reichsmarineamtes. Die Preise können einen Gesamtbettag von 15,000 Mark erreichen.

ProfessorErichSchmidt über denSchiller- F un d. Das B. T. hat sich an den bekannten Berliner Sittcratur- Historiker Professor Dr. Erich Schmidt gewandt um dessen Ansicht über die im Fremdenbuch der Wartburg entdeckte, angeblich von Schiller gedichtete Charade zu erfahren. Die Antwort lautet:

erteilt.

5459

Gießen, am 14. Juni 1904. Großherzogliches Amtsgericht.

seltene Briefmarkeni t.. EhiU.i, Hain, Kongo, Korea, Krera.Pcrs., Stam Sudan rc.- c.QcDcricf)gar. ecfrtnor2 mH Vrtia.6taLE.Hayn/laum6iroa/S

Bekanntmachung.

In bas Handels - Register wurde heute eingetragen 1) die Firma , Christian Faber", Leihgestern; Inhaber Christian Faber, Ziegeleibesitzer in Leih­gestern; angegebener Geschäfts­zweig : Ziegelei mit Ringofen- betrieb. 2) Die FirmaJean Faber" in Großen - Linden; Inhaber Jean Faber, Kauf­mann das. Der Auguste Faber geb. Jung wurde Prokura

HMÄligS.Ll.MM nachmittags 3 Uhr,

wird auf hiesigem Ortsgerich.t das vor dem Namen des Carl Auß und Ehefrau geb. Rumpf flehende Grundstück der ®emar- Lung Gießen

1/516 243 qm Hoftatte auf dem Marktplatz

Äffeiitlich meistbietend üerfteigert Werden. .

Gießeii, den 6. Ium 1904 Oöroßherzogl. Ortsgericht Gienen.

7 0 Gros. 5067

Arüeitsvergebung

Die Weißbinder- und Glaferarbeit für die laufende Unterhaltung der Stadtknaben- fchule soll

Mittwoch, 29. Juni d. I., vormittags 11 Uhr, öffentlich vergeben werden.

Arbeitsbeschreibung und Be­dingungen liegen bei uns zur «Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhält­lich, sind bis zum genannten Zeitpunkt an uns einzureichen. Zuschlagsftist 14 Tage.

Gießen, am 23. Juni 1904. Städtisches Hochbauamt.

I. A.: Altvater.

Verdingung

von Nrönwn.uMrtieiten

Die zur Räumung der Hor­loff von Hof-Graß bis zum Ab­schlag an der UtpheBerstädter Gemarkungsgrenze, sowie des L'ehn- unb Riedgrabens erforder­lichen Arbeiten, veranschlagt im lanzen zu rd. 6800 Alk., sollen in Liner größeren Anzahl Lose durch wffentliches Ausgebot an Ort unb Stelle vergeben werben.

Zusammenkunft Moutag deu 27. Juni, vormittags 71/, Uhr, frei Hof-Graß.

Gießen, ben 20. Juni 1904. lhrotzh. KukturiuspeKttou Kietze«.

Witz mann. 5393

R8D0LFS0SSE-6IESSEB

SCHULSTRASSE 7

SCHULSTRASSE 7

Annoncen-Annahme für alle Zeitungen und Zeitschriften

alleinige Inseraten-Annahme übertragen:

Giessener Anzeiger

Die Bahnhofswirtschaft

Deutsche Juristen-Zeitung

Deutsche landwirtschaftliche Genossenschaftspresse

Berliner Illustrierte Zeitung Bank-Archiv

Pri vat-Bea mten-Zei tu ng

Deutsche Eisenbahnbeamten-Zeitung Allgem. Zeitung des Judentums Fliegende Blätter Kladderadatsch

Lustige Blätter Gartenlaube Ueber Land und Meer Westermanns Monatshefte Bazar

Elegante Mode

Wiener Mode

Neue Musik-Zeitung

Berliner Architekturwelt Architektonische Rundschau Giesserei-Zeitung Württembergische Bauzeitung Sondags-Nisse, Stockholm De Hollandsche Illustratie De Amsterdamer, Weekblad vor N. Magyar Salon-Otthon, Budapest Nova, St Petersburg etc. etc.

Berliner Tageblatt

Berliner Neueste Nachrichten Berliner Morgen-Zeitung Augsburger Abend-Zeitung Neue Züricher Zeitung Schweizerisches Handelsamtblatt Technische Rundschau

Mitteilungen a. d. Praxis des Dampf­kessel- u. Dampfmaschinenbetriebes

Schweizerische Bauzeitung

Zeitschrift des Österreich. Ingenieur- und Architekten-Vereins

Der Kompass

Münchener medizin. Wochenschrift Deutsche medizinische Wochenschrift Aerztliches Vereinsblatt

Zeitschrift für diätetische und physi­kalische Therapie

Medizinisches Korrespondenzblatt Hospitalstitende Kopenhagen Tidsskrift for d. Norske Laegeforening Apotheker-Zeitung

Deutsche Kolonialzeitung

Mitteilungen des Deutschen und Oesterreichischen Alpen Vereins

Haus, Hof, Garten

Wochenblatt des landwirtschaftlichen

Vereins in Bayern

, Nachstehende Zeitungen und Zeitschriften FZZ ; I haben der Firma RUDOLF MÜSSE die [j

Hochachtungsvoll empfohlen

Elise Rühl

25 Seltersweg 25.

Spezial-Niederlage bei U

Elise Rühl

Giessen

25 Seltersweg 25.

hübsche Zugaben wie: Kaffee-Service, Butter­teller, tiefe und flache Teller, Kaffeelöffel, Esslöffel, Gabeln, Dessert- u. Tafelmesser, Tisch­tücher und Handtücher in ver­schiedenen Ausführungen und Qualitäten gratis beigegeben.

Den Kaffees von Mk. 1.10 an aufwärts werden auf Wunsch

Stottern

Siebeis Prima Stabilteer ges-gcsch., beeter kalt zu streichen* der, nicht ab laufender Dachteer

Schiffsteer, Carbollneum Steinkohlengasteer Stabil - Holzcement Asphalt, Goudron Trinidad, Asphalt

Siebeis Fügpappe v. R. G. m. CX fertig for Doppelpappdächer EkjJ

Siebels Schutzflügelfenster M

Bestes LQftungsfenster

D.KG.M.Ventilation ohne Einr^nen K

Siebels Doppeldachwinden h

Asphalt - Dachpappen

Asphalt-Isolierungen aller Art^P

BauartikeS-Fabrik A. Siebei

DÜSSELDORF-RATH und METZ.

Düsseldorfer Ausstellung 1902: Goldene und Staats-Medaille.

filr Bedachungs-Artikel sowie

V^pU£ICl9 IdUl IK. Asphalt- und Teerprodukte

Siebels Blei-Isolierung.

Lispeln, Stammeln, schwere Zunge usw. heilt Oir* F Baum, Darmstadt.

Arfts in Gießen Lndmigsirch 52,3. SL

im Hause von Frau Rittmeister Douglas.

Für Schwerhörige Hörübungen

zur Stärkung dcS Gehörs.

Kursus für Redner

zur Erlangung einer wohltönenden Stimme. Angst beim Sprechen verschwindet gänzlich.

Die besten Zeugnisse. Anmeldungen sofort erbeten. 03461