Ausgabe 
23.4.1904 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

e- e-

Abend des fgl. Hofopernsängers Alfred RittcrshauS auf­merksam zu machen. Dem Künstler geht von Berlin, Frank- urt, Köln, Görlitz ?c, also aus Städten, wo man bei

trenger Fachkritik austergewöhnlich hohe Anfordcrrmgen tellt, ein glänzender flhtf voraus. Man rühmt die a* waltige Tenorstimme von herrlichem Klange, das o rückend schöne Piano, die hohe Meisterschaft im bel conto,

Berganigenheit; bie'

vorherrschend woÜend-begehrenden Wesen des Kindes zu erklären. Als syntaktische Eigentümlichkeit wird die Ver­ladung von Haupt- und Nebensatz ohne Konjunktion ge­kennzeichnet. (Mein Zimmer ist kalt, Fenster aufe macht ist.") Erst sehr viel später stellt sich die Verbindung durch Konjunktionen ein.

Dr. Lay-Kar l-s ruhe: DasWesenunddieBe-

Ans Kindt und Land.

Gießen, 28. April 1904.

Museum. Die Sammlungen im Museum des ober­hessischen GeschichtSvercins im alten Rathause sind in der letzten Zeit vielfach vermehrt worden. In den Raum für tirchllche Heiligtümer ist neu hinzugekommen eine in Holz ge­schnitzte KreuzigungS-Gruppe aus dem 16. Jahrhundert, welche der Kirche zu Hausen entstammt, und auS Villingcn eine kunstvoll aus Schwarzblech gefertigte Totenkrone, welche reich bemalt und mit Steinen und Perlen verziert ist. G9 herrschte in früherer Zeit in Villtngen und anderen Orten die Sitte, diese Krone als Schmuck bei Beerdigungen dem Toten auf den Sarg zu stellen. Weiter bilden einige auf Metall gemalte alte Heiligenbilder auß der Wetterau eine wertvolle Bereicherung, Auch die Sammlungen aus vorrömischer Zeit haben eine Vermehrung aufzuweisen und zwar um eine interessante Gruppe Urnen und Schusseln, welche durch die von Professor Dr. Sauer und Pfarrvcr- walter Freund 1908 oorgenommenen Ausgrabungen jbei Vi klingen zu Tage gefördert wurden. Weiter schöne bronzenartige Urnen hat man in der Gegend bei Ost he im und tot Langsdorf gefunden und damit die Sammlungen bereichert. Der Vorstand des Oberhcssischen Geschichtsvereins hält daß Museum auch außerhalb der üblichen Besuchszeit für Vereine zum Besuch geöffnet. Man wende sich mit fvlchen Wünschen an den Konservator dcS Museums Haupt- mann o. D. Kramer»

** DarGüngarkranz" veranstaltet für ctfe seine Mitglieder am 8. Mui eine Vergnügungsfahrt nach Wcil- bin den daran Teilnehmenden viel verspricht.

^Rittershaus -Konzert. Wir wollen nichts ver­fehlen, nochmals auf den Montag abend 8*/i Uhr im Saale i des (Safe Leib stattfindenden Wagner Balladen und Li.der-

d«utung der experimentellen Didaktik.

Der Vortragende betonte den Mert experimenteller ^Untersuchungen für die Didakttk. Es kommt darauf an, einerseits den einzelnen Individualitäten der Schüler gerecht lyit werden, andererseits den Erfolg der einzelnen Lehrmetho­den exakt zu erproben. Die experimentelle Didaktik muß als besonderer Wissenszweig von größter praktischer Bedeut­ung vom Staat entsprechende Pflege erhalten.

Die Vorträge dieses Tages wurden durch eine geschäft­liche Sitzung unterbrochen, in der die Begründung einer ,Drutschen Gesellschaft für experimentelle Psychologie" beschlossen wurde. In den Vorstand wur­den gewählt: Prof. G. G. ller-Göttingen (1. Vor­sitzender), Prof. M eum ann-Zürich, Prof. Exn cr-Wieu, Prof. Ebbinghaus-Breslau, Prof. Külpe-Würzburg, Prof. Sommer-Gießen (stellv. Vorsitzender). Als Schriftführer wurde kooptiert Prof. Schumann- Berlin.

Dr. M. I.

(Schluß folgt.)

«den folgenden Jahren interessante Probleme in der Ent­wicklung des Kindes zu behandeln sind. Ferner bedarf jeder, der Kinder in diesem Lebensalter psychologisch unter­sucht, der Hilfe der Mutter, die allein jede wesentliche neue Erscheinung beobachten kann. Der Vortragende hat mit seiner Frau zusammen alle sprachlichen Aeußerungen ihres vier­jährigen Töchterchens fixiert, Die Art und die Formen der Worte der Zeitsolge ihres Auftretens nach genau verfolgt, schließlich auch der kindlichen Syntax einige Beachtung ge­widmet. Entsprechend der schon bekannten Tatsache, daß !die ersten Wortbedeutungen des Kindes Wünsche und Be­gehrungen bezeichnen, emotionell-volitionaler Natur sind, fanden C. und W. Stern zuerst daß Auftreten von Substan­tiven und Interjektionen. Dann fofgten Verba, Pronomina, Adverbia, Conjunktionen, Adjektiva, zuletzt Numeralia und Präpositionen. Nicht die absolute Zeit bei diesen Angaben ist das Wesentliche, sondern die Relativität, das Nachein­ander in der Entwicklung, bi, ja bei den einzelnen Kindern in verschiedener Schnelligkeit erfolgt. Daß Verhältnis des Eigenen zum Erworbenen in der Sprachentwicklung des Kindes ist dahin zu bestimmen, daß das Kind kein einfacher Nachahmungsapparat ist, der die Worte der Umgebung nach­ahmt. Wenn auch das Kind fast gar nicht selbständig Worte erfindet, so ist doch Erfinden nicht die einzige Form, in der nicht nachgeahmt wird. Es kommt auf die Art an, wie das Kind das von der Umgebung erhaltene Wortmaterial an­wendet, und diese Art ist durchaus selbständig. Besonders bann tritt eine solche Selbstänbigkeit in bcr Verarbeitung jhervor, wenn bem Kinb bie gelernten Worte für seine mannigfachen Wünsche nicht mehr ausreichen. Es bildet sich bann eigene neue VerbindungenNaseputzer" (für Taschen­tuch),Kindersoldat" (kleiner Solbat) re. Von weiteren ,Resultaten ist hervorzuheben, baß Ortsabverbia früher ba sind als Zeitabverbia (was der früher eintretenben räum­lichen Orientiertheit entspricht), aktive Verbformen früher !als passive, Zukunft und Gegenwart viel früher als die

' lese letzteren Tatsachen finb aus bem zuerst llenb-begehrenden Wesen

Kongreß für experimentelle Psychologie.

Fortsetzung.

Dr. E. Spearma nn-Leipzig gibt in seinem Vor­trag über: Die experimentelle Untersuchung psychischer Correlationen, einige prinzipielle Er­örterungen zur psychologischen Methobik.

Dr. Ament-Würzburg: Das psychologische Experiment an Kinbern.

A. gibt einen kurzen historischen Ueberblick über bie ^Entwicklung ber Psychologie beß Kindes unb geht bann »näher auf die Art unb Weise ein, wie bie Methoden ber allgemeinen Psychologie speziell für bie Erforschung beß Seelenlebens ber Kinber in Anwenbung gebracht werben müssen. Der jeweilige Entwicklungszustand muß für bie Wahl der Methode (Eindrucks-, Ausdrucksmethodei maß­gebend sein. Wo experimentelle Einwirkung nicht mög­lich ist, wirb sie burch einfache Beobachtung unb genaue Beschreibung ber Aeußerungen in weitestem Sinne e'rsetzt.

Privatbozent Dr. W. Stern-Breslau: Die 'Sprachentwicklung eines Kinbes.

Menn in ben letzten Jahren bie Psychologie des Kinbes, insbesondere baß Studium ber Entwicklung ber Sprache des Kinbes, insbesondere durch bie Arbeiten eines Ament unb Meumann wesentliche Forlschritte gemacht hat, so ist ber >Fehler, ber allen Arbeiten aus diesem Gebiet anhaftet, doch fber, daß sie mit einem zu frühen Lebensalter abbrechen (etwa dem dritten Jahre des Kindes), während gerade in

die geistig beseelte Auffassung, den vollendeten Vortrag. Kein .Kunstfreund sollte sich diesen seltenen Genuß entgehen lassen.

** Besitzwechsel. Tie Firma Stein n. Meyer ver­kaufte heute das frühere Katzensteinsche bezw. F. Löbersche Anwesen art der Verlängerung ber Lubwigstraße kn ber Nähe ber Aktienbrauerei für den Preis von 145 000 Mk. an die Firma 9C6 ermann u. Kling. Gin Teil des Ofrunb* tückes war erst vor kurzem von ber evangelischen Kirchen­gemeinde an bie Firma Stein u. Meyer übergegangen. Das Gelände hat einen Flächenrai'm von 14 800 Qm

'* Standeßamt unb M eiste rtitel. Daß Großh. Justizministerium hat ein Anßsckreiben an die Standes­beamten erlassen, welches unter Hinweis auf die Vorschriften betreffs Führung beß Meistertitels bestimmt, daß ber Standes­beamte keinesfalls einen selbständigen Handwerker in den Standesamtsregistern als Meister eintragen darf, wenn der- elbe sich nicht ausdrücklich selbst als Meister bezeichnet. Glaubt der Beamte, daß ein Erschienener sich den Meister- titel unbefugt beilegt, so soll er diesen auf die einschlägigen Vorschriften (§ 133 und 148 Z. 9 o der Gewerbeordnung Hinweisen.

8. Laubach, 23. April. Die seit dem 1. Oktober v. I. ausgegebenen Rückfahrkarten Laubach-Gießen über Hungen oder Mücke erfreuen sich allgemeiner Beliebtheit. Seit einigen Tagen ist die vorhandene Zahl ber gedruckten Karten 3. Klasse verbraucht; es mußten daher Rückfahrscheine mit der Gültigkeit über Mücke geschrieben und ausgegeben werden. In der hier viel besprochenen Beleidigungs­klage deß ForstwartS E. gegen den Bürgermeister M. von RöthgeS sollte, nachdem vor 8 Tagen die Hauptversammlung stattgefunden hatte, am 22. d. M. das Urteil gesprochen werden. Vor Verkündigung des Urteils einigten sich jedoch die beiden gegnerischen Parteien durch einen Vergleich.

§ Lauterbach, 23. April. Eine Versammlung der Bürgermeister des Kreises Lauterbach tagte hier unter bem Vorsitz beß Kreisrats Dr. Wallau. Es sanden Besprechungen über Hagelversicherung, Wohnungsaussicht unb Wohnungssürsorge, sowie über Landwirtschaftliches statt. Der Kreistierarzt Dr. Kick hielt einen Vortrag über Die Immunisierung von R ndv'eb gegen bie Tuberkulose".

R. B. Darmstadt, 22. April. Die Rückkehr unseres Groß Herzogs von seiner Abreise nach bem Süden wird morgen nachmittag 335 mit dem direkten Baseler Schnell­zug erfolgen. Da der Großherzog bis Mitte dieser Woche am Königshose zu Athen verweilte, so kann jetzt als aus­geschlossen gelten, daß der Landesherr wie wiederholt aus Konstantinopel versichert wurde auch dem Sultan dort inkognito einen Besuch abgestattet hätte. Der Fi­nanzausschuß der zweiten Kammer war heute vor­mittag zu einer Beratung beisammen, hat aber Gegenstände von Belang nicht erledigt und scheint auch diese Msicht für die nächste Zeit nicht zu hegen. Es gewinnt immer mehr den Anschein, daß im Laufe des Monat Mai nur noch eine kurze Plenartagung der -weiten Kammer er­folgen und die Hauptarbeiten auf den Herbst verschoben würden.

Darmstadt, 21. April. In ber gestern hier abge­haltenen Versammlung ber Bürgermeister ber hessischen Städte wurde ber von der Regierung vorgelegte Entwurf eines neuen Gemeinbesteuergesetzes be­raten. Die Verhandlungen endigten damit, daß sich die Städtevertreter in der Hauptsache den seinerzeit mitgeteilten Beschlüssen des hessischen Handelskammertages an« schlossen. Tie von ben hessischen Städten in Vorschlag ge­brachten Abänderungen des Gesetzentwurfes werden dem­nächst im Druck erscheinen.

Wormß, 22. April. In bcr gestrigen General­versammlung der Lagerhausgesellschaft Worms wurde beschloffen, bie Gesellschaft aufzulösen. Das Lagerhaus geht in den Besitz der Stabt über. Die Bilanz 1903 schloß mit einem Verlust von 6,098 Mk., so daß bie Gesellschaft genötigt war, ben von der Stadtgemeinde gewährleisteten Maximalzuschuß von 8'/, pCt. auf baß Aktienkapital von 660,000 Mk. in Anspruch zu nehmen, wodurch bann bie Verteilung einer Divibende von 268 pCt. (S1^ pEt. im Vor­jahre) ermöglicht würbe (Frkf. Ztg.)

Frankfurt a. M., 23. April. Frau Johanna Stern wurde gestern abend in der .herbcrstraße von brm 16jährigen Lehrling Wilhelm Träger überfallen und ihrer Handtasche und Uhr beraubt. Es gelang, den Täter festzunehmen.

Kleine Mitteilungen ans Hessen und den Nachbarstaaten. In der gestrigen Darmstädter Notiz, die sich zu einem Artikel derBerl. Morgenpost" über ein hessisch-preußische? Lotterie-Abkommen äußerte, ist in­sofern ein Irrtum untergelaufen, als, wie dieKl. Pr." mitteilt. Geh. Finanzrat Götz lediglich zu ben seine Person betreffenden Angaben auf Anfrage Auskunft er­teilt hat und diese Angaben als erfunden bezeichnet. Aus landwirtschaftlichen Kreisen wird jetzt behauptet, daß fein Genosse des Kornhauses in Hofgeismar Ver­luste erlitten habe.

Vermifdytes*

* Berlin, 22. April. Zu ber Bluttat in ber Boyeustraße wirb noch mitgeteilt, daß W i l l i H ö r n i n g, ber seinen Vater erschlug, wegen Totschlags bem Staatsanwalt vorgeführt wurde. Aus dem Verhör gewann bie Kriminalpolizei ben Eindruck, baß Hörning zwar nicht geistig gesunb, aber auch nicht ganz unKurechnnn-gSfähig ist.

* Frankfurt a. b. O., 22. April. Auf bem Bahnhof entgleiste ein Rangierzug. Personen würben nickt ver­letzt. Nur Materialschaden ist entstanden. Die Strecke BerlinBreslau ist zeitweilig gesperrt.

* Verviers, 22 Avril. Durch ein Großfeuev wurde die hiesige Tuchfabrik Taste vollständig zerstört. Der Schaden wird auf 800 000 Francs geschätzt. 300 Ar­beiter sind brotlos geworben. Ein Feuerwehrmann würbe von den zusammenstürzenden- Mauern verschüttet.

* Wien, 22. April. Der von der Staatsanwaltschaft in Rostok wegen Betrugs steckbrieflich verfolgte 28jähriae - FreiherrWilhelm vouDroste-Bischering wurde hier verhaftet.

* O r a u, 22 April. Während eines heftigen Gewitters wurde in der Nähe von Lavandicro unter einem Zelt ein junger Mann und zwei Frauen vom Blitze er-

ffielttr

,6 jwNW. ! 6T

2

Nebel

21.28. Apn

Höchste Temperatur NI

am

21.-22-,

7,8

7,1

6,4

746,7

745,1

743,1

+ 11,3

+ 9,1

+ 2,7

2«

9" 7 »«

April 1904.

83 | NW.

96 Still.

V Wc.-

22.

22.

23.

Arveiteröewegung. ,

DerBubapesterStreik. Da« Streit beriet am Freitag bis 2 Uhr nachts über sein weiterer - ES beschloß, den AuSstand fortzuseyen. - - - gelassenen Z ü gen verunglückte» zwei. .

entgleiste die Lokomotive, bei dem andere» - g :a Zylinder der Lokomotive. Verunglückt tft nfemai o. hat an Umsang z..aeno.nmen. Auch die Beamten der betriebSdirektionen haben sich angeschlossen.^^,..^-"^1 unter den Angestellten der Südbahn ist groß. * +'0-roe4 Beilegung des Streikes sind sehr gering. Die W- ' Barsonyi stellten ihre Dermittlertätigkert

Hcrickttslaal.

th. Gießen, 23. April. Vor der S t r a s k a m m .. der 33 jährige Joh. v. B. aus Gieße» und die -Ig jähriae ' Schlitz wegen D i e b st a h l S, der erste zu zwei Jahren die zuletzt genannte zu einem Jahr GeiängniS vcnniPih Viehhändler und Metzger S. von Kesselbach war von L mann F. von Rüdingshausen angezeigt, seine ffh gelegentlich eines Besuchs, den er in seiner Abwesenheu >' Wohnung gemacht habe, in ganz roher Weise an der gepackt zu haben, um von dieser einen K u ß zu erlang^ Angelegeiiheit endete damit, daß S. wegen Beleidianna , Geldstrale von 10 Mk. verurteilt wurde. Als die Aiueioe < - unb S. das erste mal in der Sache vernommen war n r ' übrigens, die Beleidigung verübt zu haben» denunzierte er b' Staatsanwaltschalt den Ehemann F. wegen Erpressuna-v'-i indem er behauptete, jener sei in ferne Wohnung gefommt -' . von rhm Geld zu verlangen unter ber falschen Beschul, - habe bessen Fran angepackt. S. hatte sich gestern vor der - kammer wegen falscher Anschnlbignng zu verantworten. I. ihm gelabenen Entlastungszeugen versagten nicht nur |i /- unterstützten teilweise noch bie Angaben des als Belaliun: vernommenen F., ber zwar in großer Erregung über den seiner Ehefrau angetanen Schimpf zu dem S. ,n gegangen ist unb ihn wegen seiner Tat zur Rede gestellt Emi zugleich erllärte, daß ber Angeklagte ihm bei dieser 6^^?-- Gelb angeboten habe, wenn er bie Sache ruhen lasse, woi-v sich aber nicht habe einlassen wollen. Ter Gerichk^ho! tfir auf eine Gefängnisstrafe von 2 Monat, babei betonend, düs, k im vorliegenben Falle um eine gemeine Tat, um ein nnn schweres Vergehen handelte. Der Angeklagte habe den Mann,U- Ehesrau er roh behandelt und schwer beleidigt habe, noch' besseres Wissen etnc§ Erpressungsversuchs beschuldigt. Sr > wußte, daß er angezeigt war, wollte den Spieß nmdrehen u'! die verdiente Strafe von sich abwendew 91ur ber UnMra'i: verdanke es der Angeklagte, daß das Gericht nicht noch nu- n höhere Strafe erkannt habe.

fc. Mainz, 22. April. Ein Bingener Blatt Ijnttc die a-p lichen Bekanntmachungen des bortioen flreiäbliittj i *t ber UeberlchriftAmtlicher Teil" nachgedruckt. 2^ Ji- fahren war von bem Amtsgericht in Bingen für unjitldp"k erklärt worben. TaS hiesige Lanbgericht bestätigte -m -n! Urteil.

Arankfurt a. M., 22. April. Der wegen Wucher; nx ber Strafkammer angeklagte Kaufmann Schuster wurde y b r e i Monate Gefängnis unb 3000 Mk. Teldstraie r 5- urteilt. Seine Mitangeklagten vier Genossen wurden fre> gesprochen.

Hamburg, 22. April. Nach zwrttöqiqer ^eoiü verhanblung verurteilte baS Schwurgericht ben retten morbeS an bem Losehändler Levi jum lobt ce

dann vom Senate zu lebenslänglichem Zuchthaus h- * < Lumpensammler Weiglin zu 5*/, Jahren Zuchthawl wegen versuchten Totschlages.

B r e tz l a u, 22. April. Dor dem Kriegsgericht der 11.. t stanb gestern ber Oberleutnant Alfred von Rlusoi» vorn Felbart.-Regiment Nr. 6, angeklagt der ß ahn en luU. Noch vor Verlesung ber Anklageschrift wurde wieder einmal r Oesientlichkeit währenb ber ganzen Verhandlung ivcgei' ^ 1

militärbienstlicher Interessen ausgeschlossen. Nach bcr Oeffentlichkeit würbe ba« Urteil verkündet. Ter wirb zu einem Jahre Gefängnis und Entfernung aus - Heere verurteilt. , ,,

Straßburg i. E l s , 22. April. DaS Kriegsgericht ; urteilte heute ben Dragonerleutnant ber Neserve, inegleru banmeister D r. Wallot wegen t ft o (en b u e 11« j unblutigem Ausgang zr> b t e l Monaten _ »Mt

Kontrahent Regierungsbaumeister be Jong wnb f'd) ' vor bcr Strafkammer verantworten müisen. Der Bruno war ein Wirtshausstreit.

Anivergtäts-rNachrichten

hc. Berlin, 22. April. Der sehr verdient- Trofefior für beutfches Drivatrecht, deutsches '

Honbels» unb , Wechselrecht unb deut che BÄ3 ' ber Universität München, Geh. I,,schrat 5?"'* feiert am 24. April seinen GO. Geburtstag. ("r war ..Ä T bürg Privatbozent (1870-1872. unb erhielt dann aL' Rn' nach Prag und Bern und folgte letzterem ?!ukenthalte in Bem nahm er 1875 einen N»f nach fftT'1-0 1878 von, Wahlkreise Alsfeld-LauterbachSchotten VR * tag gewählt, schloß er sich dort der nationalliberal-,/'^ " Bon 1884-1888 war er Kanzler der Universität Giest,n ?"ar ' Siaenschatt er Mitglied bcr ersten Kammer un Gossen war und hauptsächlich in Fragen der Gc!ekn-l^ ' ' ' höheren UnterrichtswesenS hervortrat. Inzwischen erl -u 11 '' nach Marburg (zwei mal) unb Erlange», hat sie obL 1888 folgte Gareis einem Rufe nach .Üönigsbera al/w !' ' DahnS. Nach vierzehnjähriger Lehrtätigte,t in flönK ? er 1902 einem Nnie nach München.

MctcorologisUie BeobachtuMN der "n Gießen.

schlagen. Zwei Kinder verbranntem r. der Vater der Familie wurde gelähmt aJL .

vnn bem Zelte entfernt wurde ein H^te 1

Blitze erschlagen. ® K gleichfalls

VoranSsichtttchc Ditternng m den 24. April 1904. Aeitwetse Win» S' wenig verändert, Starkcubnrg: - Mer.

geringer Regen besonder»7

Näheres durch bte fl

Vergarbrlterversamtnlungen 'tr-tz

wurde, daß die Aufregung der verq, V -

v.rsicherunaan seitens des ^enbun<t ®

meisten Vcriarnnckungcn rtnirbi bie I ^^{eftrefotu1 beschlossen, so auch in HSrde, wo zu eme ߣn lVUru. Regierung aufgeiorbert unb btefelbe aucy

«ikkcncr laxdwirlschaslltch-r »-'«»,^

-»-"-.'M

*£ JJ£