Ausgabe 
23.2.1904 Zweites Blatt
 
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Anfangs- u. Schlnßkurse.

am Sonntag

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Wetter

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alle für »lle. Tas ist der große demokratische Gedanke, breche, in welche r'es dem Braven unheimlich und dem der freilich schon mit der Menschheit geboren wurde, aber Schlechten heimlich war, durch deren dunNe Schattenso doch erst mit dem Christentum die rechte Weihe empfing, viele romanUM Larven uub ^antaftifdie

der dann scheinbar wieder verloren ging, bis er in unseren ten; die Nacht, die so arm war an ge,unden Menschen und Tagen aus der Asche des Mittelalters wie der Phönix so reich an probtemati.chen Naturen; die lange, Mmach-

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Februar 1904.

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Regen

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Februar + 7,50 C. + MC.

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alg hervorragend wohltuendes nnd leicht verdauliches Kräftigungs­mittel von mehr als 10 000 Aerzten ständig verordnet. Nur echt in blauen Kartons ä. 1 Mir., niemals lose. 753

Meteorologische Beobachtungen

der Station Gießen.

22.

22.

23.

WNW NW.

N.

l. Herb st ein, 22. Fevr.

Vor einiger Zeit wurde uns durch Zeitungsberichte bekannt, daß Gadern und seine Nachbarorte bei der zweiten Kammer der Landstände um Errichtung eines Amtsge­richts in Gedern eingekommen seien und die Ange­legenheit noch kurzer Debatte in der Kammer dem zu- tändigen Ausschuß überwiesen worden sei. Mit solchen Zukunftsplänen haben sich schon längst mehrere Orte in unserem Amtsbezirk getragen, da ja schon längst bekannt ist, daß der Amtsaerichtssitz geteilt werden soll, ohne nur irgend einen Schritt weiter zu ihrem Ziele zu gelangen. Ter frühere Landgerichtssitz des jetzigen Herbsteiner Be­zirks befand sich von 1848 an in Altenschlirf, welcher Ort o ziemlich der Mittelpunkt war, wurde aber nach dem Jahre 1848 durch besondere Gunst Sr. Kgl. Hoheit des Großherzogs Ludwig III. na< Herbstein verlegt. Herbstein liegt von sämtlichen Orten des Bezirks mit Ausnahme eines einzigen, nämlich Rixfeld, 5 Kilometer, weit entfernt. Ten ganzen Amtsgerichtssitz wie seither in Herbstein zu belassen, ist den heutigen Zeitanforderungen und Verkehrs­verhältnissen nicht mehr entsprechend. Es wäre Sache der Regierung, zu erwägen, welcher Platz am passendsten zur Errichtung eines neuen Amtsgerichts wäre. Man sollte nicht immer alles den Städten zuweisen, sondern sollte auch dem Lande etwas zu Gute kommen lassen.

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Wie Spielhagen den Leser über das, was er schildern und berichten will, durch den Mund seiner Personen schon nicht im Unklaren läßt, so gibt er auch noch am Schluß seiner Romane in einer Leichenpredigt, wie man es witzig genannt hat, die Tendenz seiner Romane, eo am Schluß der Problematischen Naturen, wo es heißt:Und einer aus dem Volk, ein langer, schvarzbärtiger Mann erhebt feine Stimme und spricht:Für wen beten wir, lieben Brüder? F-Ür die Toten? Sie bedürfen der frommen Wünsche nicht in ihrer kühlen Grabesruhe, in ihrem ewigen Schlaf, aber wir, die Lebenden, uns ist nicht das schlechtere, doch das schwerere LoS gefallen, wir sollen wirken und schaffen in dem heißen Staub der Alltäglichkeit, raftlos, ruhelos, denn nimmer schläft die Tyrannei. Wir sollen aroeiten und schaffen, daß die Nacht nicht wieder herein-

wird

Hausens Kasseler Hafer-Kakao

Bei

Magen- u.

Darmleiden

Tagen aus der Aschss des Mittelalters wie der Phönix verjüngt sich erhoben hat, um nun und nie wieder ver­loren zu gehen. . . Wir wissen jetzt, daß alle Länder gute Menschen tragen, und die guten Menschen bilden eine ein­zige große Armee, der einzelne ist nichts weiter als ein Soldat in Reih und Glied." Und wie in diesem Roman Malter Gutmann die Tendenz der Geschichte erweist, so löst dieselbe Aufgabe inHammer und Ambos" der Zucht­hausdirektor von Zehren:Ueberall die bange Wahl, ob wir Hammer sein wollen oder Ambos. Was man uns lehrt, was wir erfahren, was wir um uns her sehen, alles scheint zu beweisen, daß es kein drittes gibt. Und doch ist eine tiefere Verkennung des wahren Verhältnisses nicht denkbar, und doch gibt es nicht nur ein Trittes, son­dern es gibt dieses Tritte einzig und allein oder vielmehr dieses scheinbar Tritte ist das wirklich einzige: sowohl in der Natur als im Menschendasein, das ja auch ein Stück Natur ist, nicht Hammer oder Ambos Hammer und Ambos muß es heißen, denn jedwedes Ting und jeder Mensch in jedem Augenblick ist beides zu gleicher Zett, mit derselben Kraft, mit welcher der Hammer den Ambos, schlagt der Ambos wieder den Hammer."

daß die Tatsachen eine ganz andere und sehr ernhafte Sprache überden Einfluß des übermäßigen Trinkens auf die Gesundheit reden, und jeder, der sich seiner sittlichen Verant­wortlichkeit bewußt ist, sollte s'ck hüten, den Ernst dieser Tat­sachen abscywächen oder verschleiern zu wollen. Es braucht übrigens niemand zu fürchten, daß die Anhänger der Mäßigkeitsbewegung nun ein sauertöpfisches philiströses Ge­schlecht erziehen wollen. Sie wissen auch, daß, recht ge­braucht, der Wein eine gute Gottesgabe ist, und wollen niemand seine Freiheit darin wehren. Im Gegenteil: ihr Kampf gilt der Alkoholtvrannei, die den Ein- z e ln e n seiner Freiheit beraubt. An der Spitze dieses Kumpfes stehen heutzutage die Vertreter der medi­zinischen Wissenschaft, die doch wohl in erster Linie berufen ist, zu sagen, was der Gesundheit unseres Volkes frommt, und was nicht. Tr. Schlosser.

geistige Interessen auf dem ererbten Vätergut leben; als Beispiel hierfür mag der Baron Oldenburg und Cloten gelten. In diesem Kreise ist überhaupt Spielhagen am besten zu Hause und ihr Leben und die Eigenart dieser Kreise finden wir bei ihm ausgezeichnet wiedergegeben.

Wenn man fragt, ob Spielhagen ein Realist tst, so lautet die Antwort auf diese Frage streng genommen: nein ; er lehnt sich wobl an die Wirklichkeit an, aber er nimmt sie doch nicht ganz auf, um sie phantasieverklärt wiederzu­geben, er nimmt nur Einzelnes, wie es seinen Zwecken entspricht und für die Idee, die er durch einen Roman ausdrücken will, dienlich ist. Er gibt Bilder aus der Zett geschichte, ohne daß er doch uns diese Zeit völlig zur Am chauung bringt, und im Grunde genommen handelt's sich fast immer um die politische Geschichte. Realist ist er auch insofern nicht, als seine Menschen nicht so sprechen, wie sie es in Wirklichkeit tun müssen. Von einem Inspektor sagt er z. B., er rede immer platt, bei Spielhagen aber spricht er ein gutes Hochdeutsch. Ein Oberwerkmeister verwechselt, wie er sagt, mir und mich, bei Spielhagen aber spricht er äußerst korrekt. Bei ihm erzählt auch eine Bauersfrau die Ge­schichte des Barons Harald in den Problematischen Naturen auf vierundzwanzig Seiten, nicht wie es eben eine Bauers­frau erzählen würde, sondern wie Spielhagen selbst es nicht anders getan hätte. Alles in allem genommen, ver­dienen Spielhagens Novellen, zu denen man ja wohl auch seine kleineren Romane rechnen kann, vor den Romanen bett Vorzug, da sie entschieden frischer geschrieben sind und in ihnen auch mehr der Dichter Spielhagen zur Geltung kommt. Trotz alledem aber, was wir an spielhagens Werken als nicht rein dichterisch empfirtden, nehmen sie doch tu der Geschichte des Romans eine hervorragende Stelle ent. Schon rein historisch genommen bedeuten sie einen Fort­schritt. Spielhagen strebt danach, die Welt realistisch dar- zustcllen, er ist ein nationaler und moderner Schriftsteller. Er suckft das Leben seiner Zeit wiederzugcben, wie es sich thnt dargestellt hat, und als Schilderer seiner Zeit hat er seine Bedeutung.

volle Nacht, aus welcher nur der Donnersturm der Revolu­tion durch blutige Morgenröte hinüberführt zur Freihett und zum Licht." Und ähnlich wird die Tendenz tnSturm­flut" undIn Reih und Glied" erbracht.

Daß Spielhagen eine Tendenz in seinen Romanen be­folgt, ist bekannt genug. Freilich zeigt er sie nickt so offen, wie sie uns in den Werken des jungen Deutschland entgegen­tritt. Die Bestrebungen, die er für die richtigen hält, laßt er nicht nur und nicht immer durch edle Menschen ver­treten, aber wir merken doch aus welcher Seite seine Sym­pathien sind, und es gelingt ihm niemals, seine Tendenz so tief, so gut zu verbergen, daß wir sie nicht doch bald er­kennen. In seinen theoretischen Schriften betont Spielhagen, daß der Nomandichter äußere wie innere Objektivität streng zu wahren habe, und er selbst bemüht sich aud)> diese Forder­ung streng zu erfüllen. Der äußeren Objektivität nachzukom­men, gelingt ihm ja wohl auch meistens, aber dort, wo es ihm nicht gelingt, die innere Objektivität zu wahren, verletzt er auch die äußere und verstößt so selbst gegen seine For- ung. Spielhagen ist im Grunde genommen ein subfektiver Schriftsteller, und wie die Tendenz im Stoff und tn der Handlung hervortritt, so zeigt sie sich auch in der Charak­teristik, und so finden sich in seinen Romanen, man mochte sagen, einander oft gleichgeartete Menschen toieber. So gleichen sich die Tanten in den RomanenDte von Hohen­stein",In Reih und Glied",Sturmflut", so findet man in den Romanen die Witwer, die Spielhagen überhaupt zu sckstldern liebt. So findet man auch die sinnlich leiden­schaftlichen Frauen, wie die keuschen, die seltsam genialen Weiber immer wieder. In Spielhagens Romanen wird mcrst das Gegenspiel zweier Familien, einer adligen und einer bürgerlichen, geschildert. Wenn wir sie überblicken, so lernen wir aus ihnen den Adel, vor allem den pommerschrn, das Bürgertum und den bürgerlichen Mittelstand kennen. Be­sonders aut weiß er die Vertreter des Lldels darzustellen, sowohl dte geistig bedeutenden, wie die, die ohne große

Zur Börsenlage. Aus

uivi uuuuui I gebenen Anregung sand gestern eine Besprechung von Vertretern

Kessel zu früh abge- der Berliner Haute-Bangue über die Börsenlage statt. Der Kon­serenz wohnten auch Maklerbanken bei. Es wurde konstatiert, dap kein Grund zu besonderen Besorgnissen für den Berliner Vlatz vor- liegt, da derselbe gesund ist, was durch die außerordentliche Geld­flüssigkeit verstärkt wird. Irgendwelche Restriktionen bei Reports seien ausgeschlossen; im Gegenteil werde man bemüht sein, die Börse zu unterstützen. Jedenfalls wird man bestrebt sein, das Pub­likum nicht zu beunruhigen und aufzuklären, daß es mit Angst­verkäufen vorsichtig fein soll.

Deutsche Petroleum-Akt.-Ges. Berlin. Von den 20 Mill. Mark Aktienkapital dieser Gesellschaft besitzt die deutsche Bank 11 100 000 Mk., der Wiener Bankverein 5 Mill. Mk, die Darmstädter Bank 1 250 000 Mk., die Nationalbank 1 Mill., die Mitteldeutsche Kreditbank 900 000 Mk. und das Bankhaus S. H. Stern 750 000 Mk. Von dem Gesamtbetrags wurden 8 Mill. Mk. voll eingezahlt und auf den Nest zunächst 25 pEt., sodaß die Ge­sellschaft mit 11 Mill. Mk. flüssigen Mitteln ihre Tätigkeit aufge-

Ritten chruß von meiner Mutier

und ich hätte nicht in die Schule kommen können, weil ich ganz heiser war und stark hustete.,, »So," meint der Lehrer,nun sag deiner Mutter wieder einen Gruß und sag ihr weiter das wäre keine Entschuldigung mehr. Seit Fays ächte Sodener Mineralpastillen existieren, braucht sich kein Mensch mehr nut Husten und Heiserkeit und wie die schönen Dinge alle heißen, abzuplagen. Da kauft man sich für 85 Pfg. einfach eine Schachtel Pastillen und die Erkältung wird schnell vorüber sein. Das merk dir für die Zukunft und ihr anderen merkt's euch auch, damit die ewigen Schulversäiim- nisse wegen Husten und Erkältung einmal ein Ende nehmen.

die deutscheSozialdemokratie mit diesen russi-ides Verkehrs erscheine daher wohl angebracht. Als Der» schen Anarchisten fraternisiere. Es sei ihr zuzu- walter des größten Staatsbahnbesitzes glaubte der Minister trauen, daß sie in Zeiten nationaler Gefahr ihre revolu- die Anregung zu einer solchen gemeinsamen Prüfung tionären Ziele zu verwirklichen suchen werde. über eine wirtschaftliche, allgemein nützliche Verkehrsführung

Abg. Dr. Friedberg (nl.) nimmt an, daß es der I bcn deutschen Bahnen geben zu sollen. Die Unter- Regierung gelungen sei, alle Vorwürfe zurückzuwen-n. Die b- werde darauf zu richten sein, ob nicht unter Ein- Sozialdemokratie verdächtige, werde sie aber Mchg^orbert^ ^^mg des Wettbewerbs durch eine planmäßige Zusannnen- Beweise zu crbr-inqen, so verdunkel- d z meliach zersplitterten Verkehrs und dnrch Aus.

M »« leistrÄ-Mten Linien eine wirtschas.lichere Er schließt hi-rmtt " Betriebssührung im Interesse oller Bete,legten sich errnög.

Es folgen die Einnahmen. Bei Titel 1: Kasten, erklärt lichen laste.

Iustizminister Schönstedt, er sei nach Kräften bemüht, --------- . .

für eine VermehrungderN i ck t e r st e l l e n zu sorgem UllL IJf lUlt. UMbUMtschafl.

Der Finanzminister sei seinen Wünschen tn dieser Hmstcht > 1

in weitem Maße entgegengekammen und habe thm auch dte Berliner Börse vom 21 Februar 1904

ttufickoruna erteilt im nächsten Jahre der notwendigen (Mttaetestt von der Bank für Handel und Jiiduswie, Gießen s

Zusicherung erreiir, tm naa^rn ,u Wie wir bereits am Sonnabend an dieser Stelle hervorhoben,

Vermehrung der Nichterst l f der Gericktskasten und wurden die scharfen Kursrückgänge großenteils lediglich durch die wollen. In Bezug aus die Erhöhung der Gerichtsiosren uno Rop?(oriflfeit des Pariser Platzes, welcher ohne Besinnung zu jcbem Notariatsgebühren werde dem Hause tm nächsten Zayre auf den Markt warf, hervorgerufen. Das Znsammen-

eine umfangreiche Statistik zugehen. treten der Pariser Haute-Bangue, sowie in erster Reihe die besseren

Ein Regierungskommifsar macht nähere Mitteilungen t ber politischen Nachrichten aus Konstantinopel flößten dem Markt die Vermehrung der Richterstellen. Hierauf vertagt ba» eiiüfleriiia6en f8eni()icituiq ein, und infolgedessen wurden bei dem Haus die Weiterberatung. außgergewöhnlich niedrigen ^u^niöPa,c ^61(111^6111)6 9)^1^- 72__te - kaufe vorgeuommen. Die weltlichen Börsenplätze verkehrten eben-

rVrmiiebtCft. falls in besserer Disposition, wodurch wiederum unser Markt eine

nn >> k AUSur* bn8 weitere Unterstützung fand. Unter kleinen Schwankungen bewegte

Berlin, 22. Febr. Gestern wurde durch das ber ()eutjge yerfehr jedenfalls in bei weitem ruhigerer ^ronprinzliche Gefährt am Lustgarten em Mann Stimmung, und die Kurse konnten gegen Börsenschluß annähernd überfahren. Der Kronprinz stieg sofort aus und über- den höchsten Tagesstand behaupten.

zeugte sich, daß der Ueberfahrene keinen erheblichen Schaden Privat-Diskont 3 Prozent, erlitten habe. Er winkte dann einem Schutzmann und ließ Ceft ^rebit .

den Verunglückten nach der nahen Unfallstation bringen. Deutsche Bank '.

Auf Befehl des Kronprinzen wurden ihm alsbald 50 Mark Darmstädter Bank

* Irl I Bochumer Guß .

Posen, 22. Febr. Am Samstag abend wurden in ^ner Bergbau^-

der Präparierkammer der chemischen Fabrik A.-G. vorm. A.'

Moritz Milch ein Arbeiter getötet, drei betäubt aufge- ebenen Anregung fand'gestern funden. Als Ursache werden aus einem *;* £~'IC "^7" *" " " ' m

lästerte Dämpfe bezeichnet. Untersuchung ist eingeleitet.

Der Selbstmord eines Kavallerieoffiziers wird aus Berlin gemeldet. Dort wohnte der 27 Jahre alte Oberleutnant v. Wentzky und Petersheyde, der vom Magdeburgischen Husarenregiment Nr. 10 in Stendal zu einem Kursus der Kavallerieabteilung in der Militär­telegraphenschule nach Berlin abkommandiert war. Herr v. W. besaß eine Fuchsstute, die sehr schwer zu reiten und namentlich beim Springen sehr unruhig war. Diese ritt Herr v. W. Mittwoch im Luisen-Tattersall, stürzte, fiel gegen eine Säule und wurde ohne Besinnung hinausgetragen. Ob­gleich er eine Gehirnerschütterung erlitten hatte, erschien er später wieder im Hörsaal der Telegraphenschule. Dieser Sturz hat nun zweifellos zu einer geistigen Umnachtung nommen Märkte,

des Offiziers geführt. Als seine Angehörigen ihn auf- Gießen, 23.Febr. Marktbericht. Auf heutigem Wockenmarkt suchen wollten, war er nirgends zu finden, sodaß die Mutter kosteten: Butter pr. Pfd. 0,900,95 Mk., Hühnereier 1 St. 67 Wo. N°ch einen Brie, in seiner Wphnnng an ihn zuEieß In ;

dieser Zett hat v. W. den Revolver gekauft und sich danut pr. Liter 32 Pfg., Tauben pr.Päar 0,80l,00Mk., Hühner pr. St. vor dem Spiegel erschosten. Andere Gründe sind auSge- 1|30-i,40 Mk., Hähne pr. Stück 0,801,70 Mk., Enten pr. Stück schlossen, zumal da Herr v. W. in vorzüglicher Vermögens- 1,70-2,20 Mk., Gänse pr. Pfd. 00-70 Pfg Ochsenfleisch pr. Pfund fphr ansnrnckslos war 68-78 Pfa,, Kuh-und Rindfleisch pr. Pfund 62-66 Pfg., Schwe me-

läge lebte und sehr anwrncystos war. ---------- .I gestch pr. Pfund 6070 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund

80 Pfg., Kalbfleisch pr. Psd. 64-76 Psg., Hannnelfleisch pr. Pfund

Glsendann-Zeltung. 165-74 W, Kartoffeln pr. 100 Kgr. 6,00-0,00 Mk Weißkraut per

r . r Stück 912 Pfg., per Zentner 1.301.60 Mk., Zwiebeln pr. Zentner

Berlin, 22. Febr. Dte ,Nordd. Allg. Ztg." meldet: 7,0010,00 Tlf., Milch per Liter 18 Pfg., Aepfel per Zentner 20 Auf Einladung des preuß. Ministers der öffentlichen Arbeiten | bis 25 Alk., in Körben 0000 Pfg. Nüsse 100 St. 3540 Pfg. traten heute Kommissare der süddeutschen Bundes- .... r"~~

regierungen und der sächsischen Regierung mit Ver-I Qjyinߣ|HllvI*

tretern der Reichs-Eisenbahnverwaltung zur Ve- Form und Inhalt uiiei unter dieser Rubrik stehenden ratung über Vereinfachungen in der Leitung des Güter-1 Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikttm gegenüber verkehrS zusammen. Im Auftrage Budde's begrüßte keinerlei Verantwortung.)

Unterstaatssekretär Fleck die Erschienenen und legte die Ver- Durch die Zeitungen macht eben wieder eine Statistik anlastunq und das Ziel der von Preußen angeregten Ve- die Runde, durch die nachgewiesen werden soll, daß tüch- SE *.Stti' S.» WS

l"?«' «'ES.M JK'Ä'Äa'ÄWS.K losen Wettbewerb zwischen den Staatsbahnen ia über Ver-I H eine ^t Fastnachtsscherz, und kernes- gewaltigung der Schwächeren durch die Stärkeren. Wenn to § ernsthaft zu nehmen ist. Sie taucht feit auch solche Vorstellungen übertrieben seien, so werde tnan I ^a^ren immer wieder in den Zeitungen auf, wenn es doch nicht verkennen können, daß eine Vereinfachung, ja I g^abe an anderem Stoff mangelt, und wird dann wohl auch Verbefferung auf diesem schwierigen Gebiete sich erzielen I einmal auf gegriffen, um die Mäßigkeitsbestrebungen in laste. Eine Nachprüfung der Vereinbarungen über die Leitung, Mißkredit zu bringen. Jeder Arzt und Hygieniker weih,

Höchste Temperatur am 21.22.

Niedrigste , 21.22.