ungeit getroffen werden, um die J-ntereffen Japans und China» enger zu knüpfen. Die Japaner befestigen Talny gegen An- griffe von der Seeseite. — „Daily Telegraph" berichtet aus van gestern: Der Dampfer „Lady Mitchell" unter englischer Flagge aber mit norwegischer Bemannung hat Tsingtau verladen unb mit einer Ladung Munition und DH na mit während eines heutigen Sturmes Port Arthur erreicht. Es wird berichtet, bnft die Japaner sich genötigt sahen, die e)tcuunn_ bei Witsuschan aufzugcben wegen des Flankenfeuers der gropen Forts und da Erplononen russischer Minen ihnen grope Verluste zufügten. General Nogi soll 60 000 Mann Verstärkungen verlangt haben. Es treffen Truppen von Norden und . einige Tausend Koreaner bei der Belagerungsarmee ein. — „Daily Chronicle" teilt zu der angeblichen Bestechung der Fischer in Hüll mit, daß der dortige russische Konsul erklärt habe, er sei verpflichtet, Aussagen entgegenzunchmen. Tie russ. Agenten erklären, keine Bestechungen vorgenommen zu haben. Es sei alles von den Fischern ohne Bestechnungen und ohne Versprechungen ausgesagt worden, zum Teil unter Eid.
Paris, 22. Tez. Zeitungen berichten aus Petersburg: Gerüchtweise verlautet, das javanische Kriegsschiff Jashima sei gesunken. Es bestätigt sich tatsächlich, daß das japanische Geschwader in See gegangen sei. um der Flotte Roschdjewenskis entgegen zu fahren. — Es bestätige sich, daß ein Mobilmachungsbefehl für 300 000 Mann heute erlassen wird. Der größte Teil dieser Mannschaften verbleibe aber in Rußland.
Petersburg 22. Tez. Ter Zar besichtigte heute morgen in Zarskoje Selo die Poton-Abteilung, die nach dem Kriegsschauplatz abgeht. (General Kuropatkin wird in einem Monat über eine Armee von einer halben Million verfügen.
TeBeiphomscfoer Kursbericht.
3Vb°/o Reichflanleihe . . 101 70 3'/ do. ... 89.90 ’0/4% Konsole .... 101.80 3°/r. do..... 90.00
379% Heesen .... 100.10 372% Oberheseen . . . 98.80 4% Oesterr. Goldrente . . 101.55 4u6% Oeeterr. Silberrento 100.<10 4% Unsrar. Goldrcnte . . 99.80 4°/ Italien Rente , . . 104.30
412% Portugieser , . . 63.90
0/ Portugiesen.....62.90
3ü/„ Mexikaner . , 32 45
4*/o7 Chinesen . , . 92.10
Electric. Sei uckert . . . 124.40 Nordd Lloyd . . . , 105.00
Kreditaktien . . e , 211 80
Diskonto-Komm andit. . 192.10
Darmstädter Bank . , 142.80
Dresdener Bank .... 157.60 Beniner Handelsges. . . 163 70 Oesterr. Staatabahn . . , 138.80 Lombarden.....17.60
Gotthardbahn .... 193.00
Laura hätte ...... 218.00 Bochum....... 233.00
llarpener......215.00
1 % C. Türken Lückenlose
. 127.80
4°/o Griech. Monopol.-Anl. 4x!n% äussere Argentiner
Schatzscheine
Tendenz: ruhig.
48.00
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Feuer auf die Alarmplätze der Wehren weitergegeben und ebtf Verständigung zwischen den beiden erzielt werden könnte, ob überhBipt und '< welcher Stärke ausgerückt werden soll. Ein zweiter Punkt: Es ist ein eigentümliches Gefühl für den Feuer- wehrmann, wenn er, vielleicht mitten in der Nacht aus bestem Schlafe, aufgescbr.eckt, in der guten Msickst, seinem Mitbürger raschmöglichste Hilfe bringen zu wollen, schon unterwegs nach der Brandstelle von Wirtshausgängern mit Geheul und Gejohl empfangen wird und sozusagen Spießruten laufen muß. Tiefes niederdrückende Gefühl, verstärkt durch das Empfinden, daß seine Tätigkeit nicht vonnöten war, muß notwendigerweise einem jeden ensten Manne die Lust an der guten Sache verleiden. Diese Erscheinung tritt leider bei jedem Brande zutage. Unmöglich ist es ja, daß diese Uebelstände von der Sicherheitsbehorde — trotz schärfster Maßregeln — gänzlich beseitigt werden, wohl aber können diese Mängel durch das Publikum vermieden und das gewiß gerechtfertigte, leicht zu erfüllende Verlangen unserer Wehren auf Anerkennung ihrer opferwilligen Tätigkeit respektiert werden! Ein freiwilliger Feuerwehrmann.
Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst.
Voraussichtliche Witterung in Hessen für Freitag, den 23. Dezember 1904: Trüb und nebelig, Temperatur wenig verändert, Frost.
Näheres durch die Gießener Wetterkarte.
Neueste Meldungen.
R. B. Darmstadt, 22. Tez. (Eigener Drahtbericht.) Zum Tode des Landtagsabgeordneten Weidner erfahre.! wir, daß W. gestern nachmittag mit seinem Gespann, das er selbst führte, eine kleine Geschäfts tour unternommen hatte. Als am Abend das Gefährt nach Herchenhain zurückkehrte und vor seinem Haufe anhielt, machten seine Angehörigen mit Schreck die Entdeckung, daß W. tot im Wagen lag. Ein Arzt konstatterte Schlag- Unfall. W. ist am 24. September 1850 zu Herchenhain geboren und war von Beruf Kaufmann.
Berlin, 22. Dez. lieber die Hochzeitsgabe der Stadt Berlin für den Kronprinzen wurde in einer ams Mitgliedern der beiden städtischen Körperschaften gebildeten Deputation beraten. Alle Städte des preußischen Königreichs wollen sich an dem Hochzeitsgeschenke beteiligen und entsprechend ihrer Einwohnerzahl und ihrer Bedeutung beisteuern. — Bei dem „Sprung in den Mond" verunglückte im Zirkus Schumann die Französin Helene Dutrieux. Die Dame fuhr auf einer im Winkel »on 45 Grad geneigten Bahn mit einem Motorrad von b»er Zirkuskuppel herab. Sie prallte vom Rande der Platt- siorm ab und wurde auf die Bahn zurückgeschleudert. Sie erlitt schwere Verletzungen.
München, 22. Dez. Bei den Hebungen des Eisenbahn- Bataillons bei dem Nachbardörschen Neufreimann wurde der Hauptmann Wangemann durch Umstürzen eines Tenders getötet und ein Pionier verwundet.
Metz, 22. Dez. Wegen Pockenerkrankung wurden 6 Personen ins Krankenhaus gebracht.
PariT, 22. Dez. Frau Syveton hatte für gestern abend mehrere nationalistische Führer zu sich geladen. Sie las ihnen die Aussage vor, die sie vor dem Untersuchungsrichter abgegeben hatte. Tiefe Aussage enthielt die von Frau Menard gegen ihren Stiefvater Syveton erhobenen furchtbaren Beschuldigungen, sowie die bereits bekannten Angaben über den Selbstmord Syvetons. Wie der „Gaulois" erzählt, beklagte sich Frau Syveton darüber, daß einzelne nationalistische Blätter gegen sie den Verdacht ausgestreut hätten, daß sie ihren Mann ermordet habe, und erklärte, daß sie durch den Tod ihres Gatten in materieller Hinsicht einen größeren Schaden erlitten habe, als ihr durch die Versicherungssumme von 150 000 Fres., nm die Syveton bei einer amerikanischen Versicherungsgesellschaft eingekauft war, ersetzt werden könne. Tie Erklärung der Frau Syveton, so bemerkt der „Gaulois", machte einen peinlichen Eindruck. Tie von dem Vater Syvetons bei der Staatsanwaltschaft erstattete Strafanzeige hat folgenden Wortlaut: „Me Mitteilungen über den Tod meines unglücklichen Sohnes lassen darauf schließen, daß er nicht das Opfer eines Ueberfalles war, und daß er sich nicht entleibt hat. Ich habe die Pflicht, von Ihnen zu verlangen, daß Sie in diese Angelegenheit Klarheit bringen, und Dafür gibt es nur ein Mittel: den oder die Mörder aufzusuchen und zu finden. Ich erstatte deshalb in Ihre Hände die Strafanzeige und bin bereit, als Privatpartei in dem Prozesse aufzutreten." — Hier ist ein angeblich hochstehender Ausländer verhaftet worden, der aus 24 Banknoten Stücke ausgeschnitten und mit diesen ein Bankbillet hergestellt hatte. — Die Polizei hat einen Arzt und einen Versicherungsagenten verhaftet, die durch schwindelhafte Versicherungen mehrere Gesellschaften um 5 bis 6 Millionen Francs betrogen haben.
Born Kriege.
Tokio, 21. Dez. (Reuter.) Tie Belagerungsarmee berichtet folgende Einzelheiten über die Beute im Fort Nord-Kik- wanschan: Genommen wurden: fünf 8,7 - Schnellfeuergeschütze, zwei 47 Millimeter Schnellfeuergeschütze, von denen eines sich in gutem Zustande befindet: zwei 24 Millimeter Sckinellfeuer- geschütze, eines in gutem Zustande; vier Maschinengeschütze, alle brauchbar; 161 Gewehre, 461 kleinkalibrige Gefchosse, 350 47 Millimeter-Gefchosse, 240 24 Millimeter-Geschosse, 1160 Ma- tchinengeschütz-Geschosse, 15 000 Gewehrpatronen, 80 Granaten und 6 Kisten Pulver.
London, 22. Dez. Tem Reuterschen Bureau wird von der Belagerungsarmee vor Port Arthur gemeldet: Tie Einnahme de:s Kikwanfotts ist für die Japaner von großer Bedeutung, da sie ihnen den Wea nach 'den jenseits dieses Forts gelegenen höheren Hügeln eröffnet und ihnen mehr Raum für einen allgemeinen Angriff gegen den westlichen Teil der östlichen Fort- linte bietet. Die Japaner haben jetzt fünf Schutzforts von sieben inne. — „Daily Telegraph" meldet aus Schanghai von gestern: Tie Abreise des japanischen Gesandten von Peking nach Tokio wird als ein Anzeichen dafür betrachtet, daß neue Vereinbar-
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Die trauernden Hinterbliebenen
Giessen, den 22. Dezember 1904.
Danksagung.
Für die zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Ableben unserer uns unvergesslichen
Frau Margarethe Hein Wwe., geb. Asch sagen wir unseren tiefgefühlten Dank.
Bum Aacken von Kuchen etc.
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Bekanntmachung.
In das Handelsregister wurde heute eingetragen: 1. die Firma Heinr. Rau Rachf. L. Bramm 511 Wieseck ist erloschen; 2. neu in Abt. A: die Firma „Bramm & Harnes" zu Wieseck; Inhaber Ludwig Bramm, Kaufmann^nd Friedrich Har- ries, Kaufmann in Wieseck; Offene Handelsgesellschaft; Begum der Gesellschaft 19. Dezember 1904.
Gießen, 20. Dezbr. 1904.
Großh. Amtsgericht, r”/19
Mitmmckl ausrangierte, übersende, so lange Vorrat reicht, gegen Nachnalnne ä Ptt. 3.00, 4.50 und 6.00. 18348 ft. Kinkel, Mainz.
K. 64/04.
ImMn L 5. >.1905, nachmittags 3 Uhr, werden aus hiesigem Ortsgericht die vor dem 9lmnen des August Hofmann in Gießen und dessen Kinder stehenden Grundstücke der Gemarkung Gießen
1/1254„ — 371 qm Hosraite in der Wetzsteingasse,
1/1255,. — 33 qm Grabgarten daselbst
öffentlich meistbietend versteigert. Gießen, den 24. November 1904.
Großherzogl. Ortsgericht Gießen. Gros. BH/U
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Zttttgenwurft
bei
Emil Fischbach.
Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei unserem schweren Verluste sagen wir allen, insbesondere dem Verein Coneordia und der freiwilligen Gail'schen Feuerwehr innigen Dank.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Lina Klotz.
Gießen, 22. Dezember 1904.
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Bekanntmachung.
Der Voranschlag der Gemeinde Langsdorf für das Rechnungsjahr 1905 liegt vom 24. Dezember d. Js. einschließlich an acht'Tage lang aus dem Bürgermeistereibureau zur Einsicht der Interessenten offen.
Langsdorf, den 22. Dezember 1904.
Großherzogliche Bürgermeisterei Langsdorf.
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