Ausgabe 
22.11.1904 Erstes Blatt
 
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D

elze acKß' Platze.

Die keutisi" Kummer umfaßt 8 weiten

Mit bcr Ausführung des Gesetzes

des lippe>

Ernst Ludwig.

Besten Dank für Glückwünsche.

werden in beauftragt, den 23er#

Bestimmungen zinsung usw.

20. Nov. Das Staatsministerium hat des Landtagsabg. Hug zum Gemeinde­folgenden Bescheid erteilt:Der vom zum Gemeindevorsteher gewählte

Oldenburg, in betreff der Wahl Vorsteher in Bant Gemeinderat Bant

§ 3 der Finanzminister und der Handelsminister § 4 setzt für das Inkrafttreten des Gesetzes kündignngstaq feft.

Detmold, 21. Nov. Die Vereidigung

** Das Großh. Gymnasium wird seine Philipp- feier, aus äußeren Gründen, am Vortage des landesherrlichen Geburtstags, am Donnerstag, dem 24. November, um 5 Uhr (pünktlich), in seinem Festsaale begehen. Die Feier ist für die Familien der Schüler und Freunde der Schule zugäng­lich, und wird, außer der Festrede des NeligionslehrerS der Anstalt, Professor D. theol. Stam m, aus Deklamationen der Schüler, Chorgesängen und Jnstrumentalvorträgen be­stehen. Die Schüler nicht evangelischer Konfession brauchen der Feier natürlich nicht beizuwohnen.

** Sektion Ober Hessen der Gesellschaft für Soziale Reform. Der Vorstand setzt sich aus folgenden Herren zusammen: 1. Vorsitzender Frhr. v. Leonhards zu Groß - Karben, stellvertretender Vorsitzender: Pfarrer 1). Schlosser zu Gießen, Schriftführer Scherf, Sekretär des Schiedsgerichts für Arbeiterversicherung zu Gießen, Schatz­meister: Kaufmann Gg. Schuchardt zu Gießen, Vorstands­mitglieder: Bauunternehmer Winn zu Gießen, Privatdozent für Chirurgie Dr. Böttcher zu Gießen, Direktor Block zu Büdingen, Pfarrer Dörr zu Offenheim, Bürgermeister

Kirche und schule.

Ein Disziplinarverfahren ist gegen eine Gemeindeschullehrerin in Spandau eingeleitet worden, die in der Frauenbewegung eine Rolle spielt. Auf einem Frauenkongreß trat sie f ü r E i n f ü h r u n g d e r G e s ch l e ch t s- lehre in den oberen Schulklassen ein. Zu dem Verfahren soll der Inhalt mehrerer von ihr gehaltenen Vorträge Anlaß gegeben haben.

bis zu Mk. 691/2 Millionen zu verausgaben. Durch § 2 wird der Finanzminister ermächtigt, zur Bereitstellung der erforderlichen Geldmittel Staatsschuldverschreibungen außzuaeben, an deren Stelle vorübergehend Schatz­anweisungen treten können. Weiter trifft § 2 die näheren

über Fälligkeitstermin, Einlösung, Ber­

schen Truppenkontingents auf den Graf-Regenten erfolgte heute vormittag. Oberst v. Strnbberg hielt eine Ansprache und (machte ein Hoch auf den Graf-Regenten aus. Der Graf- Regent telegraphierte an Oberst Strubberq:

In dem Augenblicke, wo ich in ein persönliches Verhältnis zu ben Truppen b'c<* Kontingents trete, ist es mir Bedürfnis, die Offiziere, die Sanitäts-Offiziere, die Militärbeamte und Mann» schaften h e r z l i ch st zu be g r ü ß e n, Aus treuem deutschen

deutsches Reich.

Berlin, 21. Nov. Der Kaiser ist um Mitternacht

Kromm zu Schotten.

* Das Groß herzogliche Regierungsblatt Nr. 33, ausgegeben am 19. Nov. d§. Js. enthält: I. Nachtrag zu den Statuten d e r G r o ß h. V e r d i e n st in e d a i l l e für Wissenschaft, Kunst, Industrie und Landwirt­schaft. Die Verdienstmedaille wird in der bisherigen Form fernerhin nicht mehr verliehen. An deren Stelle treten zwei getrennte Abteilungen dieser Dekoration: a. eine Ver­dienstmedaille für Kunst und Wissenschaft; b. eine Ver­dienstmedaille für Landwirtschaft und Gewerbe. Beide Verdienstmedaillen werden, ivie bisher entweder in Gold oder

Soldatenherzen rufe ich mit Ihnen allen: (£§ lebe der oberste Kriegsherr, S. M. der Kaiser. Hurra! Leopold."

in Silber verliehen und werden solche in Gold um den Hals, solche in Silber auf der linken Brust, an einem fünfmal poneeaurot und viermal weiß gestreiften Bande getragen. Die Medaille für Kunst und Wissenschaft trägt auf der Vorderseite cn von Kunst und Wiffenschast mit der

per Krieg.

Port Arthur

Hat man vielfach die Lage Port Arthurs als verzweifelt angesehen und seinen Untergang schon seit einem halben Jahre als demnächst bestehend vorausgesagt, so hört man jetzt vielfach gegenteilige Schilderungen: man stellt die Ver­hältnisse als sehr günstig dar und meint, an den Fall sei in absehbarer Zeit nicht zu denken. Ebensowenig wie die abfällige Kritik der verflossenen Monate auf guter Basis beruhte, ist das wohl der Fal'l bei der jetzigen günstigen Beurteilung, der Lage der Belagerten. General Stössel und seine Festung sind zweifellos sehr hart bedrängt, und trotz heldenhafter Verteidigung und ungebrochenen Mutes rückt ihnen der Angreifer mit seinen bedeutenden, weit über­legenen Machmitteln täglich, ja stündlich näher. Auch Port Arthurs Stunde wird schlagen, wenn es Kuropatkm nicht gelingt, dort oben in der Mandschurei einen entscheidenden Schlag zu führen. Denn darüber sei man sich klar. Auch das Erscheinen der Ostseeflotte in den japanischen Gewässern und selbst ein eventueller Sieg derselben kann das Schick­sal Port Arthurs nicht wenden, wenn die Japaner noch weiter den hohen Wert auf dessen Besitz legen wie bisher.

Heute liegen folgende Meldungen über Port Arthur vor: Tokio, 21. Nov (Reuter.') Zuverlässige Quellen berichten, die Japaner bei Port Arthur hätten die Kontrescarpe

Buchdruckereibesitzer P. Hug kann nicht bestätigt werden, weil er Sozialdemokrat und als solcher Gegner der be- üebenden Rechts-, Staats- und Gesellschaftsordnung ist/ Hier ettzälstt man sich, daß bei den Verhandlungen hinter den Kulissen an maßgebender Stelle ausdrücklich zwei Gründe als stichhaltig für die Nichtbestätigung geltend gemacht worden feiert:Maßgebend wäre, daß Hug die Einladung de§ Groß Herzogs zu einem parlamentarischen Diner ab gelehnt, und daß er sich bei der Beratung der Thron­folge-Vorlage in demonstrativer Weise als Republikaner be- I U^nct habe."

von Kiel nach Schlesien abgereist.

Im preußischen Abgeordnetenhause kam heute u. a. zur Beratung der Antrag Keruth (freis. Vp.) betr. Erhöhung des Gehalts und Einführung der Richter und Staats an wälte und die Vermehrung der Nichter­und Staatsanwaltsstellen. Die Justizkommission schlägt an Stelle dieses Antrages vor, für alle Richter und Staats­anwälte das Dien st alters stufen-Sy st em einzuführen, in den Etat der Justizverwaltung für das Etatsjahr 1905 eine der Bevölkerungszunahme und der Steigerung der Ge­schäfte entsprechende Anzahl von Richter- und Staatsanwalts­stellen und den hierzu erforderlichen Mehrbedarf an Geld­mitteln einzustellen. Abg. Viereck (frf.) empfiehlt als Kom­missionsreferent diesen Beschluß.

__ Dem Abgeordnetenhause ging ein Gesetzentwurf zu betreffend die Beteiligung deS Staates an der Bergwerks- ncfpOfchnft föibernia in Herne. Nach § 1 wird die Staatsregierung ermächtigt, von der Dresdner Bank in die allegorischen FuMeu von Kunst und Mstenschast mtt der Berlin Hi bernia-Aktien im Nominalbeträge von Unterschrift:Kunst und Wissenschaft , aus der Kehrseite em Mark 27 552800 zu erwerben und zu diesem Zwecke Schild mit der Krone, darin K L., mit der ^nschnstr »Dem

Mukden unerhörte Preise gefordert werden.

Petersburg, 21. Nov. General Kurovatkm meldet dem Kaiser vom 20. ds.: Ick der Rackst zum 19. ds. sprerig- ten Freiwillige ein eiuzelstehendes, den: linken russischen Flügel gegenüberliegendes HauS in die Luft, in dem sich eine 25 Mann starke japanische Feldwache befand L- Wie Kuropatkiu dem Kaiser unter dem ßeftnaen Tage meldet, sind in der Rackst zum 20. NoD. keine Meldungen über Kämpfe eingegangen.

Von der baltischen Flotie.

London 21. Nov. DemDaily E prcS" >v!rd ans C a n e a depeschiert: Während bc» Ansenlh^teS but baliifd/ut Flotte sanden

fernen Osten in See gegangen.

Ein deutscher Dampfer v»n den Japanern besAarnahmt!

Tokio, 21. Nov. (Reuter.) Te.S Marineamt gibt bekannt: Am 19. November um brei Uhr früh sichtete ein auf der Höbe von Jantas kreuzendes Geschwader das deutsche Dampfschiff ,.Batelan", das in bcr Richtung auf Port Arthur fuhr. Tas Kanonenboot ,.Tatsuta" verfolgte und überholte um fünf Uhr früh denBatelan", der eine große Menge Winterkleider. Decken, Medizin mb konserviertes an Bord hatte. Der Ka­

pitän erklärte, er gehe nach 'NiutschwaTM.. doch wurde die rm ihm verfolgte Route und die Art der Schiffsladung als Verdacht erregend angesehen, und das Schiff wurde beschlagnahmt und nach Saseho gebracht.

Au§ dem Haag.

Köln, 21. Nov. TieKöln. Ztg." meldet aus Berlin vom 21. November: Die von Amerika ausgegangene Einladung zu der Haager Konferenz hat wohl überall in der Welt sympathischen Widerhall gefunden. Wie wir hören, hat sich die englische Regierung im Grundsätze mit der Einberufung der Kon­ferenz einverstanden erklärt, unter dem Vorbehalt der genaueren Feststellung des Zeitpunktes und des Programmes der Verhand­lungen. Tie deutsche Negierung hat z u g e st i m m t, ohne schon jetzt auf Einzelheiten einzugehcn. In dem Sinne, wie Deutschland und Erigland, haben bereits die meisten Staaten geantwortet. Auch Rußland ist zur Teilnahme an der Kon­ferenz bereit, fals die Verhandlungen auf einen Zeitpunkt nach der Beendigung des Krieges angesetzt werden, lieber Stellung­nahme derIapaner ist noch ni-r-ts sicheres zu erfahren gewesen.

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§er Aufstand in Irutsch-Hiidryestasrika.

Ein Dampfer qestrande

Hauptmann v. Hahnke, Führer des Transportes L., meldet in der Nacht vom 20. zum 21. Nov. aus Swakop- mund:Gertrud Wörmann" 15 Kilometer nördlich Swakopmund bei Nebel gestrandet. Wetter ruhig. Mann­schaften größtenteils in Sicherheit. HoffePferde und Ladung zu bergen. An Bord derGertrud Wör­mann" befinden sich: Feldvermessungstruppen, 4. Ersatz­kompagnie, 2. Ersatzbatterie, zusammen 24 Offiziere, 382 Mann, 300 Pferde.

Der Kommandant derVineta" meldet über die Hilfe­leistung bei dem Transportdampfer: Die Passagiere sind von S. M. S.Vineta" an Bord genommen, desgleichen

Aus Stad! Md Land.

Gießen, 22. November 1904.

** Der Garde-Verein Gießen sandte gestern an Se. Königs. Hoheit den Großherzog folgendes Glückwunsch- Telegramm :

Se. Königs. Hoheit den Großherzog von Hessen

Lich.

Die untertänigsten Glückwünsche dem Allerhöchsten und Durch­lauchtigsten Brautpaar sendet in tiefster Ehrfurcht

Garde-Verein Gießen.

Hieraus traf folgendes Telegramm von Seiner Königs« Hoheit heute ein:

Garde-Verein Gießen.

das Expeditionskorps. Sie sind nach Swakopmund gebracht. Es wird versucht, zunächst die Pferde, dann die Ladung an Land zu bringen. Leichter und Dampffahrzeuge sind in ge­nügender Anzahl vorhanden. Wenn das Wetter gut bleibt, kann voraussichtlich der größte Teil der Ladung geborgen werden, während der Dampfer selbst wohl verloren sein wirb.

Innerhalb weniger Wochen ist dies der zweite Verlust eines d e u t s eh e n D a m p f e r s in den afrikanischen G-wassern. Am 3 d M. strandete der gleichfalls nach Swakopmund bestimmte, mit Eisenbahnschienen, Lokomotiven und Brückenteilen beladene TiampforEdith Heyne" an der liberischen Küste und wurde gänzlich wrack' die aus 28 Mann bestehende Besatzung wurde gerettet, die Post wurde jedoch geraubt, und vom Schisfsgut konnte nicht geborgen werden.

Tie Gertrud Wörmann" v ar am 26. Oktober mit 25 Offi­zieren, 375 Unteroffizieren und Mannschaften sowie 375 PstrdfN oon Hamburg nach Südwest-afrika abgegangcn. Es handelt sich bei diesem Transport hauptsächlich um Ersatz von ArMerietruPpen.

Taß der große KreuzerVineta" seine viels eckigen Hilfs­mitteln an Personal und Booten usw. in den Dienst der Bergungs­arbeiten stellen konnte, ist als ein besonders glücklicher Zufall an­zusehen, denn eigentlich ist dieVineta" Flaggscknft auf der ostmn-erikanisckvn Station, und sie hat die letztere nur verlastm, um auf dem Wege über Westafrika die Heimat aufzusuchen. Hrer sotten die seit längerer Zeit scksn hinaus geschoben en Reparaturen am Schiffskörper und an den Kesseln bnrgenommen werden, nach deren Erledigung das Schiff voraussichtlich den Tcknst auf ferner Station wieder übernimmt. Kommandant des Kreuzers !^d" gleick^eitiger Chef der KreuMdivisi^n, dnii auch noch die Kreuzer Bremen",Falke" und dos KanonenbootPanther unterstehen, ist Kapitän zur See Ludnng Schröder.

I dort furchtbare Szenen statt. Offiziere wie Mannschaften waren fortwährend in betrunkenem Zustande und trieben sich auf den Straßen herum, wo sie die Einwohner insultierten und tätlich angriffep. Wenigstens 5 Versonen sollen dabei getötet worden fein. Etwa 40 Matrosen deser­tierten und erklärten offen, daß sie kein Vertrauen zu ihren Offizieren hätten. Tie Disziplin ist auf allm Schiffen äußerst mangelhaft. Tie Schiffe sind von ver­altetem Tpv und reparaturbedürftig. lNa, na!)

Canea, 21. Nov. Tie unter dem Befehle d"s Admirals Fölkersahm stehetide Abteilung des b a l t i s ch e n Geschwaders, b-stehend aus 2 Panzerschiffen, 3 Kreuzern. B TorpedoboMszer- störern und 10 Transportschiffen, ist mit der Bestimmung nach dem

von Erlungshan besetzt.

Tschifu, 21. Nov. (Reuter.) Nach Aussage der aus T-alnv kommenden Passagiere würde der allgemeine Angriff auf Port Arthur am 18. oder 19. Nov. wieder aufgenommen.

Tschifu, 21. Nov. (Reuter.) Ein mit den Passagieren aus Talny hier cingetroffener japanischer Beamter, bat positiv erklärt, der allgemeine Angriff auf Port Arthur fei nicht wieder a u f ö c n o m m e n worden. Tie bezüglichen Nachrichten aus Talny seien dadurch entstanden, daß frische Truppen, darunter die jüngst gelandete siebente Division, zur Front gesandt werden.

London, 21. Nov. Der Korrespondent des Neuterichen Bureaus in Tschifu berichtet vom 20. November: Ein an mich persönlich gerichteter Brief des Generals Balaschow, des Chffs des Roten Kreuzkorps in Port Arthur, wurde durch ben TorpedobootszerstörerN a st o r o p n y" hierher überbrad}t, aber infolge eines Irrtums mir erst jetzt ausgehändigt. In diesem bittet der General, an die Oeffentlichk-it gewifse Vorwürfe zu bringen, die er gegen die Japaner erlebt. Er sagt, die Japaner mißachteten die in der G e n f e r Kon v en t i o n und in der Haager Konfer en z aufgestellten Grundsätze, und hätten die Russen dazu gezwungen, drei deutlich als Hofpitalschiff e markierte Schiffe, aus denen Verwundete waren, im Stiche zu lassen. Schiffe ankerten, an Stetten, wo sie das gegen die russischen Kriegsschiffe gerickstete Feuer nicht berührte, aber die Japaner, die Luftballons verwendeten, um das Artitteriefeuer zu dirigieren, schossen Granaten mit großer Genauigkeit aus diese Stellen des Hafens. Sie^ hätten die Hospitalschiffe unmöglich als Schiffe der Kriegsflotte ^hacken könnm, hätten aber absichtlich die Verwundeten von den L-ckiffen getrieben, dem Anschein nach zu dem Zwecke, die eomiste 5um Sinken zu bringen. Ties fei jüngst geschehen. Eine frühere Periode der Belagerung sei gekennzeichnet durch mehrere, Fälle, wo oa^ japanische Feuer auf Teile der Stadt konzentriert wurde, wo fast ausschliestlich Hospitäler standen. Balaschow sagt am Schlusle feines Briefes, er könne zahlreiche andere Fälle, anführen, wo die Japaner gegen die Regeln der zivilisierten Kriegftihrung ver­stoßen, er habe aber keine Zeit zum Schreiben, kaum Zeit zum Essen und Schlafen, bitte jedoch, daß sein Vries als Protest an die Welt veröffentlicht werde.

TieferRastoro.pny" hat wirrlich-e Wunder geleistet. Ter Torpedobootzerstörer ist mit genauen Berichten über die Lage von Platz und Flotte von Port Arthur bei Schnee­gestöber durch Tschifu abgegangen. Er hat mühelos die Blockade gebrochen und ist z-um Entsetzen der chinesischen, zum Erstaunen anderer Behörden und zur Freude der Be­richterstatter in Tschifli eingelaufen. Ter rnssische Kon,ul hat sich an Bord begeben und die für ihn befl-immten Sachen in Empfang genommen. Damit war die Ausgabe des ^or- pedobootszerstörers vollständig gelöst, und um nun allen Weiterungen aus deni Wege zu gehen, senie Mannschaft Nicht nutzlos zu opfern und sein Fahrzeug nicht in die Hanoe der Japaner fallen taffen, die bekanntlich! die Neurran- tät Tschiflis schon einmal verletzt haben, so sagte der Kom­mandierende den drängenden, ängstlichen chinesischen Be- Erlediai Hürden die Tesarmierung zu und spr^gte fern Fahr^ug zwar nichtin die Luft", sondern versenkte eA rn seichtem unh aleicbrckt Wasser des Hafens, wo es die Japaner nicht herausymen können, ohne daß sie die Neutralität auf das gröbste miß­achten. Was sie vielleicht dennoch tun werden, wenn m den Klagen des Generals Balaschow Glauben schenren d

Aus der Mandschurei ,

Petersburg, 21. Nov. DieVirshewiia Wledomosti meldet aus Mukden von gestern abend: Aus den ^ren- ungeit ist alles ruhig. Ter Ar tilleriek am Pf dauert seit vorgestern fort, wird aber nachts eingestellt. Das -wette hat sich verschlechtert. Die Truppen erwarten einen neuen ernsteren Angriff. Ein Offizier, der von der .^utzersren linken Flanke der Russen hier eingetroffen ist, berichtet, datz die Japaner kleine Abteilungen an die Jaluquellen bis nach Tunghuansian entsenden, um sich zu verproviantieren. ^>as Land ist dort bisher noch verschont geblieben; es ist reist) a u B o r r ä te n, die billig verkauft werden, wahrend m

Air. 275

V-IHetnl tSglich außer Sonntagü.

Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessische» SantKüirt die Gießener Kamillen» Mähet picrmal in der Woche de,gelegt.

Notatwnddr-llck u. Ver­lag bei Brüh l 'ichen Llnivers-'Buch-u. Drein» brueferei. R. Lang«.

Mrdtikrwn

und Trurfpxtt;

Tchorsteotz« 7.

Adresie M» Depeschen! TLuzetger Wtetzerr.

Fn-niprfchanlÄlullNr 51

154. Jahrgang

Dienstag ÄS. November 1V04

Erstes Blatt

General-Anzeiger

AMis- und Anzeigeblatt fir den Kreis Eichen

iafliprel»t monatndi 76 Pt., viertel» jährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.: durch die Post M.7.Bieriel» jährt, ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen für bie Tagesnummer bis vormittags 10 Uhr. ZeilenpreiS lokal 12Pf^ auSwärtS 20 Pfg.

Verantwortlichüi den polit und aUgem. Teil P. Wittko: für .Stadt und Land^ und Gerichtssaal*: A uaust Goetz, für den An- Aetnentetl danS Beck.