in Japan doS
* An läge musik am Sonntag um halb 12 Uhr tn
. 103.
Nach der Schlacht am Schaho
Kegen folgende Nachrichten vor:
Petersburg, 21. Okt. Die „Birschewija SSjebimtofH" läßt sich von ihrem Korrespondenten in Mukden melden: Auch am zweiten Tage nach der Schlacht herrschte auf der ganzen Front Ruhe. Die russischen Soldaten bleiben in ihren Stellungen, ruhen nach den zehn Kampftagen aus und beobachten die Bewegungen des Feindes, der mit Truppen- Derschiebungen stark beschäftigt zu sein scheint. Nach Aussagen von Gefangenen bereiten die Japaner den Rückzug vor. Ein am 21. d. M. nachts 1 Uhr aufgegebenes Telegramm desselben Korrespondenten berichtet, daß in der Nacht des 20. Oktober eine Abteilung Freiwilliger unversehens eine japanische Batterie angegriffen, die Bedienungsmannschaft getötet und drei japanische Geschütze erobert habe; dieselben seien trotz der Gefahr und der Schwierigkeiten in das russische Lager gebracht worden.
Petersburg, 21. Okt. General Sacharow meldet dem Generalstabe: Am 19. Oktober unternahmen unsere Truppen eine verstärkte Rekognoszierung, um die Stärke des Feindes südlich von denr Dorfe Fyndiapu festzustellen. Die Vorhut des Gegners wurde südwärts verdrängt.. Eine japanischeBatterie, die das Feuer auf unsere Abteil- ung eröffnete, wurde zum Schtveigen gebracht und zum Rückzug nach Süden genötigt. — Am 20. d. M. fanden keine Kämpfe statt. Am Morgen erbeuteten unsere Freiwilligen unter dem Schutze des Nebels noch ein japanisches Geschütz mit feinem Protzwagen, das bei denl Putilowberge ^rrückgelassen tvar. Ein starres Gewehrfeuer, das die Japaner eröffneten, war infolge des Nebels unwirksam.
Deutsches Reich.
Berlin, 21. Okt. Heute empfing der Kaiser zur Meldung den Ches deS Ingenieur- und Pionierkorps und Generalinspekteur der Festungen, Generalleutnant v. Beseler und hörte die Vorträge des KriegSministerS und des Chefs des Militärkabinetts.
— Die ,N. L. C/ schreibt: Wir hatten vor einiger Zeit darauf hingewiesen, daß eine Revision des Vieh- euchengesetzeS vorbereitet werde. Die Arbeiten dazu beenden sich im Fortsä>eiten. lieber die Art der Versicherung gegen Verluste von Äiehbesitzern sind Verhandlungen zwischen ddr Neichsverwaltung und den Einzelstaaten dahin gepflogen worden, um eine möglichst gleichwertige Behandlung der Ge- chädigten zu erreichen. In dem letzten Tagungsabschnitt deS Reichstages wurde bekanntlich von agrarischer Seite begehrt, die Kosten der Fleischbeschau sollten auf daS Reich übernommen werden. Es darf als sicher gelten, daß die verbündeten Regierungen bei der künftigen Beratung des ent-
Aus StM oii Land.
Gießen, 22. Oktober 1904.
v 21. Okt. Tn Abg. Crower, Inhaber des Frie
dens-Nobelpreises, der soeben von der Friedenskonferenz aus St. Louis zurEhrte, vertritt eifrig die Idee eine Jnterven- tron der Mächte im oftasiattschen Kriege, trotz, der ablehenden Haltung der iTplowatle.
Rom, 2L Okt. Halbamtlich wird erklärt, dasl fortgesetzte Mutvergreßen in der Mandschurei legen den Machten die Pflicht der Intervention auf, speziell den Bereinigten Staaten und Italien, welche keinerlei Interesse ht diesem Konflikte zu vertreten hätten
London, 21. Okt. Aus Tokio wird depeschiert, die Nach- n(5L der Oftseeflotte erregte lebhafte Auf-
merksamrelt. Doch, knüpfe man daran wenig Besorgnisse. Einmal bezweifle man, daß das Geschwader wirklich nach Ostasien kommen werde; sodann aber halte man, selbst wenn es bis dahin gelangen sollte, die japanische Flotte ihm für vollkommen gewachsen, auch für den Fall, daß Port Arthur bis' dahin aushielte, was. niemand glaubt. Mit großem Interesse beobachtet man
- x «..Aalten der neutralen Mächte längs der Reiseroute der russischen Flotte.
Kriegsgreueln.
Wie manche andere veraltete Anschauung widerlegt der Krieg auch die früher oft vernommene Behauptung, daß mft der zunehmenden Vervollkommnung der Waflentechnik die Kriege , hu- nume-r" würden, indem speziell die Wunden der kleinkalibrigen Gewehre mebr Aussicht aus Heilung böten, als dies bei den bis- orshengen Gewehren der Fall war. Das Letztere mag allenfalls gelten -- sofern die von der Kugel Getroffenen überhaupt mit dem Leben davonkommen. Im übrigen aber ist das Gemetzel zwischen Russen und Japanern von Humanität weit entfernt Auf beiden Een findet eine st rücksichtslose Opferung von Menschenleben statt, daß fast von einer blinden leidenschaftlichen Vergeudung zu sprechen ist. Ist die Kugel weniger gefährlich geworden, st hat die Wirkung der Sprenggeschosse durch „Verbesserungen" und durch ein Ewlosivgemenge, in dessen Besitz dre Japaner sind, an Furchtbarkeit erheblich zngenommen. Die nerdurch angerichteten Verheerungen spotten jeder Beschreibung Uebftgens haben die Japaner noch vielfach ältere Gewehrmodelle im Gebrauch
Ter Spezialkorrespondent beS „Verl. Tagebl." berichtet aus Mukden: „Die Verwundungmr sind jetzt wett gefährlicher als früher, was zum Teil ans ältere japanische Gewehre mit abgeplatteten Kupfermantelgeschossen, zum Teil auf die dickere Kleid- UM der Soldaten zurückzuführen ist." Dadurch kommen die russtschen Soldaten wiederum in Nachtril. Tie Verlustzahlen der Schllacht am Schaho möeng Äberttieben angegeben werden, aber daß die Kampfe außerordentlich blutiger und grausamer Art waren, steht fest.
Tschifu, 21. Okt. Das' japanische Hauptguartier in der Mandschurei berichtet, daß die Japaner bei Lantsutien sechs Munittonswagen, 5311 Eiewehre, 4920 Geschoffe für Feldgeschütze, 78 000 PalTvonen, große Holzvorräte und Säbel erbeutet haben.
Mukden, 21. Okt. In der Nacht vom 17. zum 18. Okt. eröffneten die Japaner ein heftiges Geschützfeuer, durch das in- des nur ein Russe getötet wurde. Am 18. war der Karnpf von d?c gleichen rafenoen Heftigkeit. Im Zentrum und auf dem rechten Flügel gewannen die Russen langsam Raum und erreichten teilweise das Nortnffer des schaho. eroberten zwei Dür- fet und zwei japanische Batterien. Für die Nacht
Keer und Akotte.
~7*' Neue Militär- und Marineforderungen bEN ^n der „Köln Volksztg." angekikndigt. Tas rheinische Zen- trumsorgan schreibt: „Zwanzigtausend Mann Erhöh, una der P rä lenz stärke der Armee sollen mgeblich vvm Reichstage gefordert werden, und einige behaupten, es sei noch mehr. Damit aber noch nicht genug — auf leisen Flügekn dZ Gerüchts dringt zu uns die Kunde, in der nächstfolgenden «uH eine starke Flottenvermehruna auf der Bildfläche cilfdeinen, und alle Dementis dieser Nachrichk seren nrcht das Papier wert, auf dem sie gedruckt fhtb, denn inan wolle zuerst dre Armeevermeyrung in die Scheuern bringen und e nachher mit ebensolcher Energie auf die Verstärkung der drmgen. Nachdem die ZentrumÄorreisPvndenz unter B^ücksichKgANg der Weltlage und der finanziellen ®Wierii£ tvrten die Gritnde gegen neue Heeres- und Marinestrderungenj mEnandeWosetzt fort, ireift sie daraus -in, datz eS „nicht allein
„ Zlrhl ist, ^welche _ uns mit Vertrauen auf unsere Wehrkraft bsicken läßt. Es muß vor allem in der Manr^chaft der rechts Geist, der rechte Soldatemnut vorhanden fein. WaS putzen uns' msgimkuter, die mit Miderivillen gegen den Militärdienst imb das Kriagführen erfüllt find? Sie u»erden sicher nicht den TodeS->- mut zeigen, den wir jetzt bei den Japanern bewundern."
die genannt werden, Herrchen auf Schätzungen, deren Rich- ftgkeit bezweifelt werden muß, weil sie sehr bedeutend schwanken. So hoch, wie dre höchste Phantasie aber die Verluste anwachsen läßt, auf 50 000, ja 60 000 Mann bei den Russen, sind sie sick>er nicht. Nach diesen SchauerKahlen hätte die mandschurrsche Armee zu Liaujang und vor Mulden über 100 Ö00 Mann eingebüßt — die Hälfte ihrer Stärke! Das Regiment Wyborg beispielsweise, das Kaiser Mlhelms, ist schon dreimal als besonders tapfer crrrsge- führt worden, alle drei Mabe hat eS große Verluste gehabt, aber es ist immer noch unerschüttert. Die preußische Garde beim Sturm auf St. Privat am 18. August 1870 dagegen verlor in weniger als einer halben Stunde etwa die Hälfte der in erster Linie stehenden Truppen und fast alle Offiziere.
Die Ostseeflotte hat Skagen passiert. Die Linien- schisfe gel)en irm daS Kap der Guten Hoffnung. Es ist daS ein recht gewagtes Unternehmen, aber der Weg ist wohl aus der Erwägung heraus gewählt worden, den Engländern keine Gelegenheit zu geben, ihre Uebermacht zur See zeigen zu, können, wie bei einer Fahrt durch das Mittelmeer. Das britische Kap-Geschwader und das Geschwader von Osttndien sind nur schwach, erst in Ostasien befinden sich starke britische Seekräfte, gestützt aus Honkong, mit einem Kern von vier Linienschiffen. Außer Kapstadt wird das Schlachtgeschwader also britische Plätze nicht berühren. Vorläufig handelt es sich aber für die Schiffe darum, in Gegenden zu gelangen, in denen sie gute Witterungsverhältnisse zu erwarten haber^ also die Viseaha zu vermeiden, die um diese Zeit ein sehr unfreundliches Gesicht zu machen pflegt. Daß die durch das Mittelmeer gehenden Schiffe französische Häfen als Anlaufplätze bevorzugen, ist eigentlich selbstverständlich, daß aber französische Blätter sich darüber auftegen, daß auch deutsche Schiffe Kohlen für das Geschwader liefern, ist lächerlich. Die Neutralität der deutschen Negierung tyat doch nicht den Sinn, daß nur ftanzösische Händler Geschäfte mit den Russen machen dürfen.
Y-rrtige Mmmcr umfaßt 20 Seiten.
D" Krieg Mislven Japan vnd Wvßkand.
m v Die Kriegslage in Ostasten.
Dw Ruhepause auf dem mandschurischen Kriegsschauplätze dauert fort, gelegentlich durch kleinere Gefechte unter- brachen. Ein eigentlicher Rückzug der Russen hat bis jetzt noch nicht stattgesirnden. Wenngleich verlautet, daß neue Ste-llungen 15 Kilometer südlich Mukdens befestigt werden, so brauchen deshalb die vorwärts liegenden, so lange Zelt zähe verteidigten, noch nicht notwendigerweise ohne Kamps ausgeaeben zu werden. Jedenfalls ist zur ja pantschen Besetzung Mukdens eine neue Schlacht notwendig, deren Ergenbis sich natürlich nicht Voraussehen läßt, ja die Vorgänge der letzten Tage legen sogar die Frage nahe, ob die Mngrissskrast der Japaner nicht doch erheblich nachgelassen hat. Der vielgenannte tzunho, den dre Japaner nach Meldunaen schon vor Wochen überschritten haben sollten, ist auf oem rechten Ufer noch nicht von japanischen Truppen betreten. Im großen und ganzen stehen sonach die russischen Aussichten auf dem Hmrptkriegsschauplatz besser als ftüher, namentlich, da die Eröffnung der Baikal-Umgehungsbahn den Nachschub erheblich erleichtert. Diese Bahn funktioniert verhältnismäßig gut.
Was die Verluste in den Schlach Leu anbelangt, so fehlt jede zuverlässige Angabe. Me Zahlen, die genannt werden, heruhen auf Schätzungen, deren Rich- Ngkeit bezweifelt werden muß, weil sie sehr bedeutend
•* sprechenden Antrages erklären werden, einem derartigen An- sinnen Folge nicht geben zu können.
V — Wie in anderen Großstädten ergeht jetzt auch in
»um 21. Oft. schien ein allgemeiner russischer Angriff Mant, den die hochgesckMvllenen Fluten des Schaho bisher ver- ymverten Es kam aber nicht dazu. Wege mti> Felder trocknen ab Am 20. Okt. abends regnete es schon wieder Ä5’ Äk Verluste sind furchtbar: einzelne
Regimenter zählten nur noch 800 Gewehre, das Regiment W i -
^^f der deutsche Kaiser ist, verlor 20 Offiziere Mann an Toten. Tiie Stimmung ist dementsprechend emlL VLoch rst kein Ende des« grauenvollen Mordens abzusehen.
Port Arthur.
London, 21. Okt. Aus Tschifu wild denk „Daily Telegraph gemeldet: Ein Ehinese aus einem Torfe nahe bei Liaote- schan, daS er am Mittwoch verließ, berichtet, die Javaner hätten Wert Belagerungsgeschütze bei Santschanfu, fünf deutsche Meilen uowllch von dem Marinelager bei SiusMyn aufgestellt. Am
P^6’Cd‘<nt,n ästige Beschießung Port Arthurs, die am < - X noch fortdauerte. Die ruffischen Forts beantworteten das Feuer der Japaner kräfttg. — Wie weiter verlautet, soll es emem Dampfer unter ftanzösischer Flagge gelungen sein, Vorräte nach Port Arthur zu bringen, obwohl jetzt die Blockade von den Japanern sehr streng durchgeführt wird.
Son^n, 21. Okt. Aus' Tokio wird gemeldet: Seit dem 18. Okt. machten die Belagerungsöperationen vor Port Arthur besonders^ gute Fortschritte. Ein weiteres Werk vor dem nord- üstüchen Hauptfort Erlungschan wurde besetzt und das Fort süd- östlich von Panlungsilian wurde zum Schweigen gebracht. Ein großes Kriegsschiff, das im östlichen Hasen lag, wurde von mehreren Granaten getroffen.
D o ki o, 21 Ort. Hier neigt man immer mehr der Ansicht zu, daß de r Fall von Port Arthur noch int Laufe dieses Monats zu erwarten ist. Alle Anzeichen deuten darauf hin.
General Kuroki Im Sterben?
Wenn der „Newyork Herold", der manchmal auch die Wahrheit bringt, richttg informiert ist, droht dem japanischen Heere ein empfindlicher Verlust; das Blatt veröffentlicht ein Telegramm auv Tschenking vom 19. b M., welches besagt, General Kuroki wäre an Dysenterie erkrankt und läge int Sterben. Eine Bestätigung dieser Meldung von anderer Sette siegt zur Stunde nicht vor. Tiagegen wird sie in Ämdon nach Meldungen aus Tokio als unrichtig bezeichnet.
Kleine Meldungen.
Kiel, 211 Ott. ^Russische Agenten werben ftt den Ostfee- häsrn Schtfstbauer und Maschinenbauer für russische Kriegsschiffswerften.
der Südcinlaqe: 1. Ouvertüre zu „Hans Sachs* von Lortzing.
3. In lauschiger Nacht! Walzer von Ziehrer. 8. Marsch et Cartöne“ n. d. Op. „Die Königin von ©aba* von Gounod
4. Arineemarscü
Berlin die Anregung zu kommunaler Abwehr der aus ’ der sogenannten Freizügigkeit des Fleisches denKon- ' sumenten drohenden Gefahren. Der hiesigen Stadtverordneten- : Versammlung ist von der sozialdemokratischen Fraktion der r folgende Antrag vorgelegt worden:
„Die Versammlung ersucht den Magistrat, schleunigst geeignete Maßregeln zu ergreifen, um gesundheitliche Schädigungen^ der Berliner Bevölkerung zu verhindern, die durch die Einfuhr von Fleisch, das nur außerhalb Berlins untersucht wurde, zu be* ' fürchten sind/
— Der National!. Corresp. zufolge wird seitens der Reichsfinanzverwaltung wie auch des Bundesrates alles aufgeboten, die erste Lesung des ReichhaushaltsetatS noch vor Weihnachten im Reichstage zu ermöglichen.
— Die „N. B. Ldsztg." das Organ des bayerischen- Bauernbundes schreibt: ^Die bündlerischen Vereinigungen Bayerns werden bei den bevorstehenden Land< tagswahlen gemeinsam und selbständig in den Kampf eintteten, ein Bündnis wird also nicht geschlossen. Alle unsere Freunde ersuchen wir deshalb im Interesse unserer Sache, mit Mitgliedern anderer Parteien keinerlei Wahlabmachungen zu treffen/
Köln, 21. Oki. In einer längeren Korrespondenz in her „Köln. Zig/ aus Tanger wird unter anderem auSgeführt: Die deutsche Gesandtschaft in Tanger habe anfänglich der Regierung des Sultans geraten, einen Mann als Ausländer zu behandeln, der als Gesandter in Berlin von dem deuffchen Kaiser empfangen worden fei. Die deutsche Gesandtschaft habe aber keine weiteren Schritte getan, da eS sich bev der Angelegenheit um einen britischen Schutzgenossen handelte und die Angelegenheit fich zu einem englisch - marokkanischeu Konflikt zuspitzte.
Ausland.
Amsterdam!, 21. Okt. Die Leiche Krüge-vS E am Samstciig den 29. ds. saus Hoek von Holland nach Südafrika ,ab. Dr. Lehds und mehrere holländische Buren, we-lche sich in der Pro-Buren-Bewegrmg hervor^ getan haben, begleiten die Leiche.
. London, 21. Okt. Wie von zuständiger Seite Ntttge^ terlt wird, sind zwischen Lord Curzon und Lord Lcmsdvwne! ernste Meinungsdifferenzen ausgebrvchen, worauf auch die' Berzögerring der Reise Eurzons nach Indien zurüctzuführeni^ sei. Die Differenzen haben ihren Ursprung tn der AbsiW Curzons, die jetzigen Schwierigkeiten Rußlands bnauL M benutzen, nicht nur Hand auf Tibet zu legen, fon? denr auch die Politik hinsichtlich Alfgyanistan euer-' gtscher zu gestalten. Kitchener soll mit der Msichti Curzons einverstanden sein, während Lord Lansdowne vorsichttger sei und sich mit allen Kräften gegen eilte« Rußland feindliche Haltung sträube.
., Paris, 21. Okt. (Deputierten kammjer.) Dv», schanell ertTart, die Republik sei in der Lage, daS Problerch zu lösen, von der Kirche den Staat zu trenne int Es fei notwendig, daß die Regierung unnachgiebig fet Redner bedauert den religiösen Streit, der der Nationl chade und fügt hinzu, die Interessen Frankreichs dürftenj durch- die Trennung von Kirche und Staat icht leiden. Man dürfe nicht auf das Protektorat über die Katholiken im Orient verzichten. Auch würde es unpolitisch sein, wenn man das Land glauben mache, es gäbe kein anderes HilfN- mittel gegen den religiösen Strett, als die Kündigung deA Konkordats. Man solle Frankreich davon überzeugen, daß eine Trennung von Staat und Kirche m'öglich sei, welche die' Gewähr bietet sowohl für -ie Freiheit des Staates als für die der Bekenntnisse.
Washington, 21. Okt. (Reuter.) Präsident Rvosv- velt wird im Laufe d'er nächsten Tage formelle Einladungen an die Mächte abgehen lassen, ihre Vertreter zu der neuen Friedenskonferenz in Haag zu ernennen und wird gleichzeitig den Zeitpunkt für deren Zusammentritt Vorschlägen. Staatssekretär Hay legte in beti heutigen Kainettsbsitzung den Entwurf der Einladmrg vor.
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