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Handel und Merketzr. Dolkswittschast.
(mit abknöpfbarer Kantue und Durchgreifschlitz) in tadelloser Anafübrnng von MV 17.— in 110 ein Lange aufwärts. —
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täte, ichwicrigen Absatz infolge der großen Nontnrrenz, dagegen Dicliad) hohe lrrene der Rohprodutte und pülHftofic gcklagi. Tic
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• JnnSdruck, 21. Juli. Vom Kienberg bei Jen- hach ist der 18 jädrigc Alfred v. Prohaska, dec sich mit feinem Onkel aus Graz in der Sommerfrische befand, ab- gestürzt; er ist tot.
• Ein furchtbare« Ehedrama setzte den südlichen Stadtteil Kiel in Aufregung. Die mit einem Küchen- heil bewaffnete Ehefrau Holländer schleppte ihren tätlich verletzten Mann auS dem Hause und warf ihn auf den Bürgersteig. Der Hinterkopf zeigte klaffende Wunden. Wie sich hcranSstellte, hatte Holländer die von chm getrennt lebende Frau m deren Wohnung aufgesucht, angeblich um eine Versöhnung herbelzusühren. Er Höne draußen, daß der Liebhaber, cm Klempner Gebauer, in der Wohnung sei, und schlug mit einer Leiter, die ihm als Sturmbock diente, glatt die Türfüllung heraus. Schnell er- griff die Frau das Küchenbeil, schlug nut aller Macht dem Eindringling aus den Hinterkops und zerschmetterte ihm den Schädel. Ter Getroffene brach blutend zusammen. Tie Frau erfaßte den Bewußtlosen und schleppte ihn aus ihrer Wohnung im zweiten Stock über die Treppen hinab und wgrf ihn zur Haustür hinaus aufs Straßcnpstaster. Paffanten nahmen sich deS Unglücklichen an und schafften ihn lebend in die atadc- mischen Heilanstalten. Dort starb er nach wenigen Stunden. Die Frau und ihr Liebhaber find verhaftet worden.
gamaifl Ungünstiges beruhten. In her I n 0 u ft v t e wird, |o । (mjt abknöpfbarer Kapuze und Durchgreifschlitz) in tadelloser heinl wörtlich, Allgemein über ungenügende 'breile der^ Fadri- j Ansführnnc von MV 17.— in HO ein Unge anfwtiia. —
Julius Fischer, Schnlstrasse 6.
Befragen 'der Verteidigung^ erklärte Bitck)hola,^luffauqung der mittleren und (leinen Betriebe macht fiel) wwoi i """"" "—
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Wertere Vergrößerung erfährt, so ist der Neubau eine? EmpfangSgedäude« auf der hiesigen Station nicht mehr länger hmauSAuschieben. Die Vlillion, die er kosten soll, ist beitilct bewilligt und man glaubt, daß die Arbeiten noch m dmiem Herbste beginnen werden.
Wiesbaden, 20. Juli. Der schon vor einem Jahre gegründete Klub fürstlicher Frauen zur Hebung der Sittlichkeit hielt heute .Hotel Hohenzollern" eine Hryung ab. Anwesend waren die Gräffn-Mutter zu Erbach- Fürsieuau, die Regentin Gräfin zu Lrppe-Biesierfeld, Vrm- zeffin Friedrich zu Sachsen-Meiningen, Gräfin Karola zu Lippe-Biesterseld, Freifrau von Thüngen, die Gräfin-Vlutter gu Nienburg und 'Prinz Friedrich vori Sachsen-Memmgen.
t.Frkf. G.-Anz.^)
Kassel, 20. Juli. Eine Kommission ouß dem Ministerium öeö König!. Hauses und aus dem Ministerium der öffentlichen ÄrbeUen unternahm in Begleitung deS Polizeipräsidenten Grafen Berg rmd mehrerer Baubeamien der Regierung eine genaue örtliche Besichtigung deS Hoftheaterö vor, um etwaige Anordnungen für e r h ö h t e n F e u er schütz zu treffen. Diese Untersuchung hat beim auch daS Resultat gehabt, daß mehrere baiiliche Veränderungen vorgenommen werden sollen. ES werden umfangreiche Schutzvorrichtungen auf der Buhne und un Juschauerraum neu angebracht, ferner die Herttcllung einer elektrischen Notbeleuchtung an Stelle deS bisherigen Kerzenlichtes, eine Ergänzung der bestehenden ^cucrmelbeanlagc, euie Erweuerung der RauchabzugSoorrichtung, sodann endlich eme Erweiterung und Vermehrung der verschiedenen Ein- und Ausgänge zum Zujchaucrraum wie den Künstlergarderoben neben der Bühne usw. Diese neu angeordneten baulichen Veränderungen, welche teilweise fofort in Angnff genommen worben sind, werden die ganze Ferienzeit m Anspruch nehmen.
Königsberg, 21. Juli.
In der heutigen Verhandlung berichteten der Pri- vardozeru Dr. Rost und der schriftsteller Buchholz- Charlotrerrburg, ein geborener Russe, der sieben Semester cm der Universität in et Petersburg Jura studierte, nvcr bw mitten täte in Rußland und deren Ursachen. Leyrerer gab der Uederzeugung Ausdruck, daß die große D^ehrheit der jüngzren russischen 2Lthn;tate rein akademischen Lharkters sei. Sie seien zurückzustlhrrn ans die Student en auSpeitsch un gen und daS Edikt, aus Grund dessen alle verdächtigen Studenten ohne Rücksicht auf ihre körperliche Beschaffenheit unter Verlust der Berechtigung -um Eintährig-Frei Willi gen dienst in dieKa, er ne gesteckt werden sollten. Aua; bu meisten anderen Alten- uue hatten keinen parieipolilisck)en Charakter. Hierauf werden wiederum mehrere beschlagnahmte Schriften verlesen. Unter diesen zeichnen sich namentlich die Schriften oon Purzefi durch die ärgsten Ausfälle gegen Lalscr NUvlaus
in Industrie als auch im Handel für unseren Bezirk besonders fühlbar, da im Kammerbezirk solche Betriebe meist Eb^rschen, ivie a B die kleineren Brauereien, kleine ^luhlen, (^erbeuten rc. (fruiAcine Branchen des Handels, die früher eine hervorragende Bedeutung hatten, wie ,-kruchlhandel, Handel mit Futtermitteln, mit Sämereien, üederhandel, SpiriluShandel schwinden „t”ut]cr mehr. Auf dem Arbeitsmarkt herrschen günstige Verhältnisse, eine ÄrbeitSlosigteit war tm 'Winter 1908—1VU4 nicht zu fonfta- deren, wofür alS günstiges Symptom anzusühren wäre, dav zum ersten Male seit längerer Jeu in Friedberg das Bedürfnis nach einer öffentlichen Snppenküche nicht heroortrai. Der Veisonen- und Güterverkehr un Bezirk entwickelte sich gleichmavig beine- diaend. Erwähnung verdient, daß die Neubahn Vincke UU’ b a cl) im vergangenen Sommer eröffnet und hierdurch em durchgehender Güterverkehr zwischen den Lberhesstschen Strecken Gießen, AlSseld und der Wetterau und dem Alain ermöglicht ist. Xie Teilstrecke Stockheim-Vilbel ist endlich in Angrch genommen und wird sich auch dann nach Vollendung der Teilstrecke Gedern- Grebenhain eine neue direkte Verbindung vom nördlichen Vogelsberg nach der Zentrale Frankfuri ergeben. Die Butz bach- " i cl) c r Eisenbahn i|t im März 1904 dem Verkehr übergeben worden. Das Projekt Butzbach — Wetzlar ist noch mcht em- schieden. Auch bezüglich de4 früheren Projektes Homburg- Vilbel scheint nichts weiter geschehen zu fern. Dagegen werden neuerdings solgende neue Bahnlinien ventiliert: 1. Wetzlar— B randober n dorf —Fauerbach v. d. £>.—Obcrmorlen — Friedberg, die eine wesentliche Abkürzung der «trecke Frank- iiirt—Siegeii—Hagen bedeuten würde. 2. Eine Nebenbahn von Friedberg durch das Wettert al überSchwalheim-Roed- gen—Wisselsheim - dbbershoien - Griedel—Münzenberg mitAbzweig nach Gießen. 3. Eine Nebenbahn von Friedberg nach stiebe r s l o r st a bi —Cbcrflorftabt — Staden — Stammlnüm — Nieder- mockstadt-Dbernrnckstadt-Nanstadt. 4. Eine Nebenbahn Alsfeld—ll l r , ch st e i n -S ch o t te n. Wir wünschen, sagt der Bericht der Kammer, daß diese vier Protekte bald zur Aiisfuhrung lommen mögen, damit zahlreiche bis jetzt abgelegene wohlhabende Cdc unseres Bezirks dem Bahnverkehr erschloßen iverden. Bei den E i n z e 1 b e r , ch t e n beklagt die Handelskammer die Zunahme der Warenhäuser, Filialgeschäfte, Konsumvereine und Bauernoer- eine un Kammerbezirk, die die Xlage des Kleinhandel- immer mehr verschlechtern und zahlreiche Eristenzen vernichten.
Zum russisch-deutsch en Handelsvertrag. Aus Kopenhagen gelangten Nachrichten in die Presse, die auS einer sehr uiverlässigen Duelle stammen sollen und dahin lauten, dav die Unterhandlungen zwischen dem Grafen Bülow und dem früheren russischen Atuusterprasidenten Witte tatsächlich vorgestern auf einem toten Punkt angelangt waren und daß Witte unter dem Dorwand, weitere Instruktionen holen au müssen, sich zur Rückreise airschickte, als plötzlich seitens des russischen Auswärttgen Amtes eine Depesche etnlicf, wonach Witte ermächtigt wurde, mit Bülow weiter zu verhandeln und iveitgchende Konzessionen an Deutschland zu machen. Aiigeblich sei es der persönliche Wunsch des Zaren, daß Rußland in winschaftlich.politischer Hinsicht vollständig zum Ein-
Der IadreSdericht der oanoelotamu. er in Friedberg, der »ms beule im Druck zugcgangen ist, kann, so wird im Bericht über die wirtschaftliche 2age geschrieben, über die spezlellen Derdaltnise nn engeren Kammerbezick nur fast durch- qä,giq N n g >l n st i g e s berichten. In der I n b u st v i e wird, so
öuneH nrerbc ein Terrorist olntc Terroristen genannt. <j2nd) einer Panse gelangte eine Schrift der (Gruppe Sn>o- boba zur Verlesuivg, in welcher Kaiser Nikolaus für dre GreueUaten in Kisüfinew veranttvörtlich gemacht wird.
Jin iveiteren Berlnnse der Verhandlun<;eii verlad Prt- vat-Dozent Dr. Ballod eine Denkschris t des jüdi- djen GemeindevorstanbeS der Stabt K'rchinew an den Minister des Jürnern. ES nncjb darin auSgeführt, ber UcbersiUl oe>S Pöbels fei veranlastt worden durch die cmtifemiüsche Zeitun-g ^Bessarabelz". Der Plan sei lange vor Ostern bi'fmuU gewesen. Ter Gemeindevorstaiid )ct deSl-all' beün Gouverneur voridellig geivovden; dieser habe ihm die lx'ruhigendsten Bersick)>enmgeu gegeben. Polizei mtd Militär, die den gilben ihre Waffen abgenormnen halten, halten den Pöbed durch ihre llntätigfcit in dem bHuubeii bcftärlt, die Regierung wolle die Aus'* Plünderung und Abschlachtung der Juden. Rach einigen tveitenen Berleinngen eiTlärte ber Borsistende die Beweisaufnahme für geschlossen. Morgen beginnen die Plaid oyers.
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