5 s!
„T n,|ebet > 3U
«riat Ur, V* ,ft- LUnb a« V?” 188S '6?rfe6t, . Alilin. ni'8 3«btt an9'bört $leb 1896 I4°- 3n. ' ** M°! <ute nach iu feinem Hobe, un. . ^Er, der ;tr‘ Zungen 'q? Trauer
N- x‘- an dar -^nsarMel
- ttui tzer- -- von der Zootr- - n^mnend urüd. Die ftnirbt von ober fuhr,
{ natto. ßufige Zu- n für den in unfern t, ergeben, '• and nicht ---nchMch dk" raster E, cutfi
ir.’ihmi und
2ger nnb cmhihtt am rfr« qn>fö Ei- #> engen Zh-
tet, innigiri : htf Äufü* •hingen ver-
iflbetmet TT. UrtMt SLKend wr ar Manb s Ä-i M
-«sionenen ibt einge* ,f gerieten ren fort* t siL W* rfmerten.
'.«numnebr
, gub der
«sT.en und i?aff im vr hjf fffnf' v^ftt , L früheren v kfr liup*
Bnb bett r o. Marr Bennett*
. l»| sich l’dj kr- ,k ufli den
m bie
M*
* Ahlbeck, 21. Juli. Bei einer Wohltätigkeitsvorst ellunq für die Feuerwehr fingen gestern in der Garderobe des Kurhauses zwei Berliner Künstlerinnen mit ihren Kleidern an einer Spiritusflamme Feuer. Alb sie zur Buhne eilten, geriet das Publikum in große Verwirrung, schlug die Fenster entzwei und stürzte aus dem Saat, wobei mehrere Personen verletzt wurden. Die beiden Künstlerinnen trugen unerhebliche Brandwunden davon.
• Freiburg, 21. Juli. Bei Denzlingen überfuhr ein Schnellzug ein Bauernfuh rwerk. Zwei darin- sihende Dienstmägde wurden getötet.
• Freiburg i. Br., 21. Juli. Im Mooswalde, der die Rheinebene bei Freiburg i. Br. durchzieht, ist, wie drahtlich schon gemeldet worden, am Sonntag in früher Morgenstunde ein Radfahrer ermordet worden. Der Ermordete ist der etwa 36 Jahre alte Maschinenführer Karl Wittwer, der mit etwa 4 Mark in der Tasche und mit einem Jagdgewehr nach dem Kaiscrstuhlgebirge am Rhein radeln wollte, wo er bei Verwandten öfter der Jagd beizuwohnen pstegte. Um 4 Uhr morgens hatte er am Sonntag seine Familie oerlaffeu, und schon eine halbe Stunde später wurden von einem Mititärposten nnd von einem Bahnwärter 4 bis 5 Schüsse gehört, die, wie ein Jagdaufseher bald nachher feststellte, dem Leben des Maschinenführers ein Ende gemacht hatten. Durch eine Blutlache beim Waldausgange auf die Spur gewiesen, fand der Jagdaufseher im Gebüsch den toten Mann mit blutendem Haupte, auf der Brust den Hut, daneben das Jagdgewehr des Toten. Sein Fahrrad, die Uhr und der Geldbeutel fehlten. Bei der Leichenöffnung sand sich ein Geschoß in der Schadelhöhle, die Brust wies zwei Schüsse auf, von denen einer den ganzen Körper durchbohrt und das Herz verletzt hatte. Ein vierter Schuß ist in die Bauchhöhle gedrungen, der fünfte hat den Vorderarm zerschmettert. Wahrscheinlich hat der Täter in dem herankommenden Jäger ein gewinnbringendes Opfer vermutet, aber die ganze Beute betrug, wie gesagt, kaum 4 Mark. Auf die Ergreifung des Mörders setzte die Staatsanwaltschaft eine Belohnung bis 500 Mark aus.
• London, 21. Juli. Eine Anzahl amerikanischer Millionäre beabsichtigt im Herbst eine amerikanische Ausstellung in London zu veranstalten. Zu diesem Zweck wurde von ihnen eine halbe Million Pfund Sterling gezeichnet.
* Budapest, 21. Juli. Wie der „Pester Lloyd" auS Bad Schmecks berichtet, stürzten von dec Patrigs- spitze in der Tatra zweiBerlinerTouristen ab. Einer ist tot, der andere schwer verletzt. — Aus mehreren Orten Ungarn? werden mehr oder weniger große Brände gemeldet: Im Dorf Vaidej (Comitat Hunyad) sind 43 Häuser zerstört, wobei eine Frau mit ihren beiden Kindern um kam. In Bereg (Comitat BaeS-Bodrog) sind 80 Wohnhäuser mit Nebengebäuden eingeäschert. Die Leiche eines kranken Greises wurde aus den Trümmern hervorgezogen, eine alte Frau erlitt schwere Brandwunden. Das Feuer wurde erst in den heutigen Morgenstunden durch herbeigeeilte Feuerwehrleute auS den nächstliegenden Ortschaften auf seinen Herd beschränkt. In Csongrad im Comitat gleichen NamenS, sind große Mengen Getreides bei einer Feuersbrunst vernichtet worden. — Mit Rücksicht auf vereinzelte Fälle von Maul- nnd Klauenseuche im Nutzviehmarkt ist der Markt für Melkkühe vorläufig eingestellt, jedoch liegt kein Grund zu weiteren Bedenken vor. ES ist deshalb der Verkauf und Versandt von Schlachtvieh nicht behindert.
"Die gewaltige Hitze, unter der wir in diesen Sommertagen schmachteten, veranlaßt uns, Trost in der Vorstellung zu suchen, daß es in anderen Ländern noch heißer ist. Nach Kapitän Sturt betrug im Sommer 1845 in Mittelaustralien die Wärme der Luft täglich in maximo 44.4 bis 46.6 Grad C. im Schatten und 60 bis 65.4 Grad C. in der Sonne. Unter 30 0 50* südlicher Breite und 141° 18* östlicher Länge wurden sogar an einem Tage um ein Viertel nach drei Uhr nachmittags nicht weniger al§ 55 Grad im Schatten and 67.8 Grad in der Sonne gemessen. In einem wasser- arinen Lande unter den glühenden Qualen des Durstes auf schattenlosen Wegen marschieren zu müssen, ist eine Pein, der nur wenige Entdeckungsreisende standgehalten haben. In Hookers Himalayan Journals wird mitgeteilt, daß im Himalaja in einer Höhe von 10,000 Fuß das Thermometer in der Sonne auf 55.5 Grad C. stieg, während die Temperatur des auf dem Boden liegenden Schnees — 5.6 Grad C. betrug. Und es war nicht einmal Sommer, sondern Dezember, neun Uhr morgens. Ueberhaupt vermag der Mensch ein gehöriges Maß von Wärme zu ertragen. Es ist erwiesen, daß er ohne üble Folgen für den Körper die Hitze eines Raumes aushalten kann, die genügend ist, um ein Ei zu kochen oder ein Beefsteak zu braten. In dieser Beziehung sind sehr bezeichnend die Versuche von Blagden und Chantrey. Beide Gelehrte krochen in einen Backofen, dessen Hitze allmählich gesteigert wurde. Sie bewiesen, daß ein gesundes menschliches Wesen sich noch in einer Temperatur aufhalten kann, die beträchtlich höher als der Siedepunkt des Wassers ist. Die Annahme, daß eine solche Hitze das Körpergewebe der beiden Gelehrten gänzlich hätte zerstören müssen, trifft aber nicht zu. Es liegt die Sache nämlich wesentlich anders. Die gewaltige Wärme erhöht nicht die Temperatur des menschlichen Körpers, sondern ändert lediglich den Aggregatzustand innerhalb seiner Bestandteile; sie treibt das Wasser des Körpers energisch durch die Poren der Haut und verwandelt es hier in Dampf. Dadurch wird die Wärme verbraucht und in Arbeit verwandelt. Auf diese Weise wird der Ueberfluß an Wärme aus dem Körper, ohne diesen zu schädigen, entfernt.
Herichtssaak.
|] Marburg, 21. Juli. Eine besonders Kaufleute mtb Beamte interessiierende Verhandlung beschäftigte heute daß Schöffengericht. Kurz nach der letzten Stadtverordnetenwahl gründete sich hier ein allgemeiner großer B e a m t e n v e r e i n, der schon oft Gegenstand der Erörtenmgen mar. Als nun vor einiger Zeit den Geichästsbesitzern ein vertrauliches Zirkular in die Hände fiel, in weichem den Mitgliedern de« Vereins eine Anzahl Geschäfte, die besondere Vergünstigungen aus Vorzeigung der Mitgliedskarte gewährten, zum Einkaul emplohlen wurde, gabS ,'ine hochgradige Erregung, die auf Grund irgend eines Ibn* standeS sogar eine stürmische Tebatte in der Stadtverordnetenver- sanmpung zeitigte. Heute beschäftigte sich das Schöffengericht eben* falls wieder mit einer Lache, die damit in engstem Zusammenhang stand. Ein Kohlenhändler, der auch Mitglied des Kaufmännischen Verem- war, machte dessen Vorsitzenden eine Offerte zur Kohlen-
lielerung per Zentner zu 1,10 Mk., während er mt Zirkular der Beamten nur 1,03 Mk. verlangt hatte. Ter Kaufmann sandte ibm hieraus einen Bries, in welchem er den Kohlenhändler aus diesen Umstand aufmerksam machte und auch einiges hinzufügte, was beute den Grund zu einer Beleidigungsklage bildete. Ter Beklagte machte geltend, daß er in Wahrung berechtigter Interessen gehandelt, denn der höchste Grundsatz des kaufmännischen Vereins sei, die Standesintereffen zu wahren und die Käufer gleichmäßig zu behandeln. Tas Gericht ließ diese Entschuldigung nicht gelten und verurteilte den Dereinsvorsitzenden wegen Beleidigung des mittlerweile ausgetretenen Kohlenhändlers zu 15 Mk. Geldstrafe oder einen Tag Halt und Tragung der Kosten.
Wil Helms Haven, St. Juli. Tas Kriegsgericht der 2. Marineinivektion verurteilte die Matrosen Giebel und Drewinq wegen militärischen Aufruhrs und Ungehorsams gegen einen Vorgesetzten elfteren zu 5 wahren 6 Monaten und 10 Tagen Zuch tha us. unter Ausstoßung aus der Marine und letzteren zu einer Gefängnisstrafe von der gleichen Tauer unter Versetzung in die 2. Klaffe des Soldatensiandes. Tie beiden Ma- trolen batten in angetrunkenem Zustande ihren Stubenältesten, einen Obermatrosen, als er ihnen Ruhe gebot, geschlagen.
Ein Lehrer, der seinen Schüler zum Zweikampf fordert. Degen Herausforderung zum Zweikampf sollte sich der B a r o u R u d o l f v. B o d u n g e n aus Berlin vor der Ersten Strafkammer des Landgerichts zu Braunschweig verantworten. Ter Angeklagte war seinerzeit an der dortigen Hilde- brandtschen landwirtschaftlichen Lehranstalt als Lehrer tätig und geriet zu wiederholten Malen mit einem älteren Schüler der gleichen Anstalt in Konsiikt, der schließlich dahin ausartete, daß Baron von Bodungen, der noch in jugendlichem Alter steht, jenen Schüler forderte. Als einziger Zeuge war Polizeiwachtmeister Rübland erschienen. Ter Angeklagte, Baron von Bodungen, war nicht zur Stelle. Auf Antrag des Vertreters der Staatsanwaltschaft beschloß das Gericht, gegen den Angeklagten einen Haftbefehl zu erlaßen.
Kirchliche Nachrichten.
Evangelische Gemeinde.
8. Sonntag nach Trinitatis, den 24. Juli. 6offe<bfenff.
I« der Stadtkirche.
Vormittags 8 Uhr: Pfarrer D. Schlosser.
Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten der Matthäus- gemeinde.
Vormittags 9l/„ Uhr: Pfarrer Schwabe.
Vormittags llf/< Uhr: Kinderkirche für die Markusgemeinde.
Abends 8 Uhr: Geistliche Musikaufsuhrung zur Feier des 25 jährigen Stiftungsfestes des Kirchenqesangvereins.
an der aohanneSkirche.
Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann.
Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten aus der Johannesaemeinde.
Vormittags 91/., Uhr: Psarrassistent Schulz.
Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst für die Lukasqemeinde.
Pfarrer Euler.
Kollekte für K o ft h e i m bei Mainz.
Katholische Gemeinde.
Samstag, den 23. Juli 19 04.
Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beicht.
Sonntag, den 24. Juli 19 04.
9. Sonntag nach Pfingsten.
Vormittags von 6’/, Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beicht.
w um 7 Uhr: Die erste heil. Meffe, vor und in derselben Austeilung der heil. Kommunion.
, um 8 Uhr: Die zweite heilige Meffe.
„ um 9 */f Uhr: Hochamt mit Predigt.
Nachmittags um 27, Uhr: Christenlehre; darauf Andacht.
FSraelitische Religionsgemeinde.
HottesdlenH t« der Synagoge (Südankage).
Samstag, den 23. Juli 1904.
Vorabend 7.45 Uhr.
Morgens 8.30 Uhr.
Nachmittags 4 Uhr.
SchrkfterttLrnng.
Sabbathausgang 9.15 Uhr.
Anfangs- u. Schlußkurfe.
Tendenz: Reserviert.
Oest. Kredit . Deutsche Bank Darmstädter Bank Bochumer Guß . Harpen er Bergbau
200.12
217.25
137.00
187.10
199.12
Sandel und Verkehr. Volkswirtschaft.
Berliner Börse vom 21. Juli 1904.
(Mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Gießen.) Privat-Diskont 2V, Prozent.
. 200.25
. 217.25
. 137.25
. 186.75
. 199.30
Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst.
BorauSfichtliche Witterung in Hessen für Samstag, den 23. Juli: Zeitweise wolkig, Temperatur wenig verändert, ziemlich heiß, Gewitterregen.
Näheres durch die Gießener Wetterkarte.
Temperatur der Lahn und der Luft
am 22. Juli 1904.
Nach Reaumur gemessen mittags zwischen 12 und 1 Uhr.
Wasser 19°, Lust 20°.
Albert Rübsamen.
Briefkasten der Redaktion.
(Anonyme Anfragen bleiben unberücksichtigt.)
<#. M. Prof. Röschens „Führer durch Vogelsberg, Wetterau und Rhorck sei Ihnen empfohlen. Das Buch spricht für sich selbst. ES gehört u. E. zu den gediegensten Erscheinunqeu der deutschen Reiseliterotur, ist wissenschaftlich gehalten und beschränkt sich nicht auf eine Aufführung von besonders bemerkenswerten Gegenden, sonstigen Sehenswürdigkeiten und Unterkunftsgeleqenheiten. Wenn Sie den schönsten Partien, Ortschaften und Wäldern, Tälern und Bergen Tinen Besuch abstatten und zugleich auch etwas lernen wollen, so ziehen Sie dieses Buch zu Rate, und Sie werden es nicht nur mit Vergnügen lesen, sondern daraus auch lernen. Die farbigen Karten zelgeu die Wegemarkierungen sehr deutlich. Auch die Entfernungen von Ort zu Ort sind vermerkt. Das Buch ist bei Emil Roth hier erschienen.
Neueste Meldungen.
vriginaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers.
Berlin, 22. Juli. Die mit der weiteren Bearbeitung der Detailfragen des deutsch-russischen Handelsvertrages betrauten Kommissare werden ihre Konferenzen entgegen' anders lautenden Meldungen zunächst noch in Norderney fortführen nnd erst in einigen Tagen in Berlin eintreffen, wo vermutlich die letzte Hand an den Vertrag gelegt wird. — Die beiden Leichen auS der LiebeS-Tragödie bei Schmöckwitz sind agnoSzirrt. Eß handelt sich außer um den 27 Jahre alten Emil Koch um die 18jährige Buffet- dame Alice Scholz, die Tochter eines Bureanbeamten. Die Tat wurde begangen, weil sich die Eltern des Mädchens einer Verheiratung der beiden widersetztem
Stallupönen, Ostpr., 21. Juli. Dem „Ost. Grenz- boten^ zufolge wurden im königlichen Forst bei Nassawen gestern nachmittag von auf der Waldwiese mit Grasmähen beschäftigten Leuten zwei Arbeiter, die unter einem Baume gesucht hatten, vorn Blitze erschlagen. Em anderer Arbeiter wurde weit fortgeschleudert und betäubt, erholte sich aber bald wieder.
Paris, 22. Juli. Der Nuntius Lorenzelli hat Pari? noch nicht verlassen, aber alles deutet darauf hin, daß die Abreise bald erfolgen wird. Heute soll die Entscheidung fallen. Der Nuntius hat bereits den Mitgliedern der Legation Instruktionen erteilt, um sich für alle Eventualitäten bereit zu halten. Nach einem Telegramm aus Rom sollen die Bischöfe von Dijon und Laval ihrer A ernt er und Würden v e r l u st i g erklärt worden sein, weil sie dem päpstlichen Schreiben nicht Folge geleistet haben. Sollte sich diese Nachricht bestätigen, dann würde die ftanzösische Regierung dem Nuntius sofort die Pässe zustellen. Eine weitere römische Depesche besagt, daß ein Sekretär der fran- zösischen Botschaft beim Vatikan das Ultimatum ü b e r^ reicht habe.
Paris, 22. Juli. Echo de Paris meldet aus Peters- bura, Kuropatkin habe ein Telegramm an den Zaren gerichtet, worin er meldet, daß die russischen Verluste am Motienpasse die Zahl von 19 00 Toten und Verwundeten überstieg. — Gerüchtweise verlautet, ein ernstes Gefecht habe in der Nähe von Port Arthur stattgefunden.
Madrid, 22. Juli. Im Dorfe Pastritz in der Provinz Saragossa schoß ein Pfarrer wegen eines unbedeutenden Streites mit einem Revolver auf einen reichen Gutsbesitzer, der auf der Stelle getötet wurde. Die enttülteten Einwohner wollten den Mörder lynchen und das Pfarrhaus in Brand stecken. Nur durch schleuniges Einschretten der Gen- darmerie wurden größere Exzesse verhindert.
Wien, 22. Juli. Aus Sofia wird gemeldet, daß der große Wald von Bellova in Flammen steht. Der Brand konnte trotz der großen Anstrengungen nicht gelöscht werden, sodaß der Wald voraussichtlich gänzlich zerstört werden wird. — Eine türkische Bande von 150 Mann überfiel das mazedonische Dorf Brezova und tötete zahlreiche Einwohner.
Petersburg, 22. Juli. Die Meldung über den Untergang eines deutschen Schiffes und eines russischen TordedobooteS mit Besatzung, durch Minen, bei Wladiwostok wird amtlich als eine freie Erfindung bezeichnet.
Petersburg, 22. Juli. Ein schweres Gefecht steht ber Taschitschiao bevor. Kuroki leide an Malaria und lasse sich auf einer Bahre tragen. Trotzdem leite er aber die Operationen der 1. Armee.
Petersburg, 22. Juli. Admiral Togo hat, wie die. neuesten Nachrichten vorn Kriegsschauplätze melden, sämtliche Korrespondenten und Militärattaches jetzt zugelassen. Auch sollen zwei japanische Künstler bei Port Arthur eingetroffen fein in der Absicht, den Hauptangriff auf den Platz, an dem 80 000 Japaner teilnehmen sollen, im; Bilde zu verewigen.
Malakka.
London, 22. Juli. Der „Daily Expreß erfahrt von. informierter Seite, die britische Regierung habe von Rußland eine ausweichende Antwort erhalten. Das britische Kabinett habe daraufhin beschlossen, die ,,Malakka" durch Kriegsschiffe" nach einem britischen Hafen eskortieren zu lassen. Es sieht diesen Schritt nicht für einen kriegerischen Akt an ebensowenig wie die Beschlagnahme der „Malakka" seitens Rußlands, und überlasse es Rußland, den Akt a^uszulegen. wie es wolle. — Nach einem Privat- Telegramm aus Petersburg hat die russische Regierung nach Suez telegraphisch Weisung gegeben, die „Malakka f r e i z u l a s s e n. Die Instruktion dürste aber erst nach der Abfahrt der ,.Malak7a" in Bort Said emgetroffen' sein. Infolgedessen wird mit der Mo glich keit eine5 feindlichen Zusammenstoßes von Schiffen des britischen Mittelmeer-Geschwaders mit der unter russischer Flagge fahrenden „Malakka gerechnet. Särntliche Blätter verlangen m’f d^s entschiedenste, daß die MÜtclmeerfl'tte m t der , M l kka" kurzen Prozeß mache. — Die bereits ernste Lage hat sich durch dAuflaufen der Malakka mit russischer Besatzung aus Bort Said noch erheblich verschlimmert. Die enttäuschte gelbe Presse tobt, aber auch ernste Blätter werden sehr bedenklich. Mmr erklärt, Rußland hätte, wenn es gewollt, volle Zeit gehabt, Englands Forderling nach Freigabe des Schiffes zu ersüllem IN Marine kreisen wird gefordert, daß der Kommandant der Mittelmeerflotte von 'der Malakka Besitz ergreifen imb die russische Besatzung als Gefangene ab- silhren solle. Andererseits wird vor Uebereilung gewarnt, da Rußland den Konffikt zur Werbung anderer Mächte für seine Sache ausnutzen könne.
London, 21. Juli. (Unterhaus.) Gegen Schluß der Sitzung erklärte der Premierminister Balfour, die Regierung habe keine Bestätigung des Gerüchtes über die Freilassung des Dampfers „Malakka erhalten..
London, 22. Juli. Die britische Regierung erbten von Rußland betreffs der Malakka-9lffäre"zufriedenstellende Zusicherungen, sodaß diese Angelegenheit als beigelegt imb die Freigabe des Schiffes als bevor- stehend betrachtet werden firrrn. Trotzdem soll England entschlossen sein, tne Dardanellen durch das Mittelmeer- Geschwader zu sperren.
Telephonischer Kursbericht.
Frank fort a. II»
8% Mexikaner tt/fVn Chinesen Electrie. Rohnekert Nerdd Lloyd . • Kreditektien . .
Diekonto-KonwmindV
22. Juli.
. . 27.50
. . 89.25
. . 102.50
. . 100 85 t . 80010 . . 186 70
3Vie/o Roiohstmleihe . . 102 50 3<Vo do. ... 90.10 8</,o/0 Konsole . . . . 101.90 8% do.....90.20
Heroen .... 100.60 31/, % Oberhroeen . . . —.— 4% Oestorr. Gofdrentn . 101.30 4V6H'Oosierr. 8ilborrenio 100.40 4% Untrer. Goldrente . . 100.15
40/. Italien. Rente . . . 108.60
4Portn^ioser , . . 62.00 3°/ Portugiesen.....61.80
1-6 C. Türken .... —
Törkenlose . ... 128.40
4®/e Oriech. Monopol.-Aul. 48.00
4VeX äussere Argontiner 44,— |
DannstAdter Renk . , . 137.00 Dresdener Bank . . . . 148 00 Berliner Handelet*». , . 153 40 Oeeterr Stnetebahn . . . 13<\.5^ I/ombardeu ..... 17.40 Gotthardbahn ..... 188.00 Laurahütte ...... 941.00 Roohnm ....... 187 -0 Harpeeer . . . , UKK4O
Tendern. fr*L


