Ausgabe 
22.7.1904 Erstes Blatt
 
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Nr. 170

Eriche,«, ,»glich außer Sonntag-.

Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Kesfllchen Landwirt die eichener Familien» Hättet viermal in der Woche beigelegt.

Rotationsdruck u. Ver­lag der Brü h l'schen Unlvers.-Buch-u. Stein* brudetti. 9t Langem Redaktion, E^vedMorr und Druckerei:

Schulfteatze 7.

Adresse für Devefchen: Anzeiger Gieße».

FernsprechantchlußNr 61.

Erste? Blatt.

164. Jahrgang

Freitag »». Juli 1904

Gietzener Anzeiger

** General-Anzeiger

Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen

monatlich 7b P1^ viertel» jährlich ®IL L20. durch Avhole- u. Zweigstellen monatlich 60 Pf.; durch die Post Mk.2. viertel» fährl. au6fcf)L Beslellg. Annahme von Anzeigen für bte Tage-nummer bis Vormittage 10 Uhr.

ßeilenpretB: lokal 12

«ueivärte 20 Psg.

Verantwortlich tüt den polit und allgem. teil; P. Wtttko: für .Stadt und Land^ und .GenchtSsaal": August Goetz; tot den An­zeigenteil: tzanS Beck.

Sie yentige Kummer umfaßt 10 Seite«.

Hailer Gedanken-AuStau zöfische Negierung wirke auf

liche Lösung des

Valitilche Taaeslchan.

Zustizminister Dr. Schönstedt.

Reform der St Einflüsse-' für d Sinne(Utd) i

den Dampfer einer befreundeten Nation nicht mit der Durchsicht der Post an Bord desPrinz Heinrichs aufhalten wollen, daher habe er sie an seinen eigenen Bord genommen, dort durchgesehen und weiterbefördert. Der Unwille der deutschen Presse über den Vorfall sei daher völlig un­begründet (?), denn die Ueberführung der javanischen Post auf dem DampferSmolensk" sei einzig erfolgt, um die Dampfer einer befreundeten Macht nicht unnötigerweise aus­zuhalten.

den z u b e s ch w ö r e n.

Der91. ftr. Pr." wird an« Pari« telegraphiert: Zwischen der französischen Negierung und den Ne­gierungen von Rußland und England hat ein leb- ijaflcr Gedanken-Au-tausch statt gesunden. Die frait-

Gießen, den 19. Juli 1904.

Vetr.: Die regelmäßigen Ergänzungskosten deS Gemeinderats pro 1904.

Das KroKlierzogliche Kreisamt Gießen an die Grotzh. Bürgermeistereien der Landaemeiude« des Kreises.

Diejenigen von Ihnen, welche unserer Auflage vom 30. Juni dS. IS. (Kreisblatt Nr. 85) noch nicht entsprochen haben, werden an deren Erledigung mit Frist von 8 Tagen erinnnert.

Wir brachten gestern die kurze Nachricht, dost brr -veubische Justizminister im Herbst dieses Jahres aus dem Dienst scheidet Die91 A. Zt^ " k.......-----

nicht. Dr. Schönstedt erlebt af

tg" dementiert die Nachriciu rlso im toi nicht mehr bw fgeset-gebung. Cb die Entziehung dieses oi laliung bei Ne sonn in volkstümlichem laßt sich erst sagens menn man den Nach- rv kennt. Dv.r lumc Chef kann vieUeichL

Zum englisch-russtschen Streitfall.

Der kritische Ernst der durch das Vorgehen Rußlands im Roten Meer geschaffenen Lage findet seinen markanten Ausdruck in der gezwungenen Mäßigung, mit der die eng­lische Regierungspresse sich dazu äußert. Das Organ des PT^mierministers Balfour, derDaily Telegraph", und der in enger Fühlung mit Lord Lansdowne stehendeDaily Graphic" sprechen übereinstimmend die zuversichtliche Hoffnung auf eine Einlenkung Rußlands und im Anschluß daran auf eine gütliche Beilegrrng des Streitfalles aus. Richt nur dieTimes" als Vertreterin des aggressiven Im­perialismus Ehamberlain'scher Observanz, auch der ge­mäßigt konservativeStandard" verlangt, falls Rußland dieM a l a c c a" nicht unverzüglich freigibt oder den Dampfer gar in einen russischen Prisenhafen schleppt, die Mobilmachung der englischen Flotte. Daß die englische Regierung zu einer solchen die englische Nation Mann für Marrn hinter sich habe, steht fest. Die Wogen der Erregung gehen in der Bevölkerung Londons sehr hoch.

Im englischen Unterhause erklärte Laurie, er stelle seine Anfrage betreffend Beschlagnahme englischer Dampfer bis Montag zurück, weil ihn der Unterstaatssekoetär desAeußcrn darum ersuchte. Gibfon Bowies fragte an, ob dieMa- lacca" von Port Said im Besitze einer russi» sch en Prisenmannschaft abgesegelt sei und ob Balfour vor Ende der Session eine Erklärung über die ganze Frage geben könne. Balfour erwiderte, er glaube, daß dieMalaeca" tatsächlich im Besitze einer Prisenmann­schaft von Port Said abgesegelt sei. Er müsse zweifellos vor Ende der Session dem Hause eine Erklärung über die sehr ernste Frage der Beschlagnahme englischer Dam­pfer durch Schiffe der russischen Freiwilligenflotte geben, indessen halte er eine verfrühte Erklärung nicht für wünschenswert. ~

Tatsache ist, daß von Port Said der DampferMa­lakka" abgcgangen ist; ein Bestimmungsort ist nicht an­gegeben, wahrscheinlich ist es der französische Hafen Cher­bourg oder der ruffische Hafen Li bau.

Der russische Botschafter in London, der eine lange Besprechung mit dem Staatssekretär des Aeustern Lord Lansdowne halte, kam am Donnerstag Wachmittag nach dem Auswärtigen Amte und hatte dort eine weitere Untere vedung vermutlich über die .Angelegenheit des Dampfers Malakka" .

Der englische Botschafter in Paris hatte eine längere Unterredung mit Delcassä und verhehlte ihm nicht, daß seine Negierung den Fall sehr ernst nehme. Er verlangte zwar kein Eingreifen Frankreichs, doch schien Delcassö den Eindruck empfangen zu haben, daß die englische Regierung glaube, hier sei für Frankreich eine ausgezeichnete Gelegen­heit, durch eine geeignete vertr an liche Einwirkung in Petersburg eine Gefahr für den Weltfrie-

Z>er Krieg zwiseKen Japan und Kußlaud.

Vom Kriegsschauplätze.

London, 21. Juli.Daily Chronicle" meldet a«S General Kurokis Hauptguartier am Motienpaß, daß am 19. b§. bie Japaner einen neuen Angriff auf den Paß erwarteten. Da die Rusten nicht angriffen, ergriffen die Ja­paner auf dem äußersten rechten Flügel die Initiative. Sie stießen bei Zankan auf den Gegner. Die Rusten gingen hierauf zurück, erhielten aber Verstärkungen und der Kamps entbrannte aufs neue. Bei Abgang der Meldung wurde noch gekämpft.

Petersburg, 21. Juli. Ein Telegramm deS Generale Kuropatkin an den Kaiser vom 20. Juli besagt: Im Bereich der Armee sind keine besonderen Veränderungen ein­getreten. In der Nacht auf den 19. Juli machten eine Frei­willigenabteilung und Kosaken einen UeberfaH auf eine japanische Feldwache, die sich in einem Hause bei dem Dorfe Hudiansa, 16 Werft südöstlich von Thawuan, befand. 21 Japaner wurden durch Bajonettstiche niedergemacht. Ein kleiner Teil der Feldwache entkam und floh inS Gebirge, wurde aber vom Feuer einer japanischen Kompanie empfangen, die zur Hilfe herbeigeeilt war. Nach den erbeuteten Mützen und anderen Gegenständen bestand die Feldwache auS Mann­schaften des 4. Garderegiments. Auf unserer Seite ein Schutze getötet, vier verwundet.

Tientsin, 21. Juli. Hier geht das Gerücht, daß bie Japaner gestern Port Arthur heftig beschossen haben.

Mukden, 21. Juli. (Rust. Telegr.-Agentur.) Unter den Chinesen geht das noch der Bestätigung bedürfende Gerücht, in der Gegend von Hsinmintun werde gegenwärtig eine 2000 Mann starke Abteilung Chunchusen unter Anführung von 12 verkleideten japanischen Offiziere« zu­sammengezogen. Die Aufgabe der sogenannten Truppe sei eine plötzliche Bewegung in der Richtung auf Mukden und Tieling, um die Bahnlinie zu beschädigen und dadurch bte Rerbindung der russischen Armee mit ihrer Basis zu beein­trächtigen. Die Abteilung sei bereits vor kurzem in ber Mongolei bei Kouls erschienen und habe für die Mandschurei bestimmtes Vieh weggenommen.

Neber ein Beileidstelegramm deS Kaisers Wil­helm für einen japanischen Marine-Offizier wird berichtet: Der Kapitän des Kanonenboots .Chokai", Hayashi, der mit seinem Schiff in der Kintschoubucht den Angriff auf Kintschou unterstützt hatte, war bei dieser Aktion gefallen. Hayasi war längere Zeit der japanischen Gesandtschaft ht Berlin als Marine-Attachö zugeteilt und von diesem Poste» erst kurz vor Ausbruch des Krieges abberufen worden. Kaiser Wilhelm hat nun Gelegenheit genommen, als er den Tod HayashiS erfahren, dem japanischen Militärattache Oi fein Beileid zu dem Verlust eines so wackeren Kameraden auS- zusprechen.

Rom, 22. Juli. Wie Privatmeldunqen auS Tokio besagen, ist ber Hauptsturm der Japaner auf Port Arthur durch die Ver­letzung des Generals Nodzu, welcher am 12. b. M. ht- dolge Sturzes mit dem Pferde einen Armbruch erlitten, verzögert. Der General ist nunmehr jedoch soweit wiederhergestellt, daß er das Kommando hat wieder übernehmen können, und man erwartet daher den endgiltigen Sturm auf Port Arthur Ende dieser Woche.

London, 21.Juli. Ter Sonderberichterstatter des »Stand/ im Hauptquartier der ersten javanischen 9Irmee drahtet am 19. Juli: Unser rechter Flügel ist seit Tagesanbrttch engagiert in einem Angriff. 91 m 17. Juli bedrängte der Feind unsere rechte Flanke sieben Meilen nordöstlich vom M o t i e n l i n g p a ß. Eine Kom­pagnie verhinderte bie Umgehungsbewegung, indem sie sechs rufftc che Kompagnien engagierte und alle ihre Offiziere ver- l o r. Der russisch Rückzug wird dem Erscheinen einer kleinen Streitkraft zugeschrieben, die über das Gebirge marschierte und die Ruffen auf der rechten Flanke im Rücken bedrohte. Die Lage am Motienlingpaß ist unverändert.

Tokio, 21. Juli. Die Nuss en haben ans der Höbe der Insel Hokkaido ein kleines japanisches Handelsschiff in den Grund gebohrt. Paffagiere unb Mannscktaft sind ge­borgen.

Paris, 21. Juli. Rach demPetit Paristen" soll Admirm Togo in Wei-Hai-Wei einige englische Keu -er erhalten tmb in bemselben englischen Hafen seine defekten Schiffe zurück- gelassen haben. Aach den letzten Nachrichten auL Liaujang leisteten >ie Ruffen 20 Kilometer von Liauiang den Kurokischen Truppen Widerstand. Meldungen über die russischen Aussichten daselbst lauten wenig zu versittlich

Kelranntnmchmrg.

Ketr.: Neubau einer Brücke über die Lumda bei Treis.

Die Gemeinde Treis a. d. Lda. beabsichtigt, im Zuge ber Straße nach dem Bahnhof an Stelle der seitherigen steinernen Brücke eine neue zu erbauen unter Verbreiterung des Wehrs und Höherlegung der anschließenden Straßen.

Pläne und Beschreibung hierüber liegen 14 Tage lang, vom Erscheinen dieses im Kreisblatt für den Kreis Gießen an gerechnet, auf dem Bureau der Großh. Bürgermeisterei Treis a. d. Lda. zur Einsicht der Interessenten offen. Etwaige Einwendungen sind binnen dieser Frist bei Meibung des Ausschlußes bei Großherzoglicher Bürgermeisterei Treis a. d. Lda. vorzubringen.

Gießen, den 20. Juli 1904.

Großherzogliches Kreisamt Gießen.

J.V.: Haberkorn.

Konffiktrs hin. In Wiener parlamentcrrischen Kreisen glaubt man, , daß es gelingen werde, Rußland zu dem Geständnis seines Irrtums zu bewegen und daß sich kein weiterer Konflikt aus dem Zwischenfall ergeben werde.

Lord Curzon erUärte dagegen, daß im Fafle des Ausbruches eines Weltkrieges die Entscheidung nicht bei Dover oder London, sondern in A s ie n erfolgen werde. Lord Kitchener dürfte noch für wichtige Aufgaben gebraucht werden. Er glaube, daß man sehr ernsten Ereig­nissen entgegen gehe. An der Schifssbörfe in Car­diff haben die Geschäfte eine bedeutende Einschränkurrg erfahren, da Londoner Nachrichten diplomatische Ver­wickelungen in Aussicht stellen.

Dem Reuterschen Bureau wird aus Alexandrien gemeldet, daß die englischen KreuzerFurious" und Venus" dort eingetroffen sind. Die englischen Kreuzer Leander^ undLancaster" und drei Torpedojäger verließen Malta, um sich dem Mittelmeergeschwader, welches sich voraussichtlich nach Mexandrien begibt, anzufchließen. Ein Dampfer der französischen GeseUschaft Messaaerics Maritimes passierte die Dampfer der russischen Freiwilligen-Flotte Petersburg" und Smolensk", die sich noch in derselben Gegend (im Roten Meere) aushalten. Ebenso wurde der DampferPalawan" der englischenPeninsular and -Oriental-Line" nicht angehalten. (Also ad notam haben sich die russischen Herren Piraten das stramme Vorgehen Englands schon ge­nommen.)

In Malta sind außer dem Torpedo-DepotschiffVul­kan und dem KreuzerPyramus" auch die Torpedo­kanonenbooteSpeeds und ,parier" in See ge­gangen, um zum Mittelmeergeschwa^r zu stoßen.

In Suez ist der Dampfer der egyptischen Re­gierung ^.Abbas", wie jetzt bekairnt wird, am Montag nach dem Roten Meere ausgelaufen, wie man annimmt, um zu verlangen, daß die von den ruffischen Schiffen Smolensk undPetersburg" zur Fahrt durch das Rote Meer genommeTten Lotsen diese Schiffe verlassen.

Aus Port Said wird telegraphiert, daß bei Ankunft derMalacca" im dortigen Hafen der Kommandant des­selben gegen das Vorgehen der Russen protestierte und sich weigerte, die britische Flagge herabzulassen. Er ließ dieselbe am Mast festnageln. Die russischen Seeleute rissen dieselbe jedoch herab, worauf der Kommandant derMalacea" aufs neue protestierte.

Wie es heißt, befanden sich an Bord derMalacca" namentlich auch Teile von Schiffskrahnen, welche für den japanischen Hasen von Mozi bestimmt waren.

DaS sind die heutigen wesentlichen Meldungen der Depeschen-Bureauß. Wenn Rußland den englischen Dampfer wirklich nach seinem KriegShafen Libau schleppt, kann man tatsächlich auf Schlimmes gefaßt sein. Zweifellos würde bann England mit Gewalt die Ruffen an ber Ausführung ihrer Absicht hindern, zumal es an der Auffassung festhält, daß dem Vorgehen des ^Petersburg" jede rechtliche Grund­lage fehlt, daß vielmehr die Wegnahme der ^Malakka" sich geradezu als Seeraub qualifiziert. Wenn man sich also in Petersburg nicht noch in zwölfter Stunde eines befferen besinnt, so ist ein bewaffneter Zusammenstoß zwischen englischen Kriegsschiffen und dem ,Peters­burg" zu gewärtigen. Die Engländer haben schon so manches Mal bewiesen, daß sie nicht viel Federlesens machen, wenn es sein muß; und wenn die russische Regierung nicht chleunigst Kontreordre giebt, können die Kanonen der eng­lischen Kriegsschiffe gesprochen haben, ehe sich die Ruffen eS versehen. Noch können wir allerdings nicht glauben, daß Rußland in seiner ohnehin überaus kritischen Lage eS auch noch auf einen Krieg mit England ankommen kaffen sollte.

Wenn Zwei sich streiten, freut sich der Dritte. Diesmal ist Frankreich dieser Dritte. Minister DelcaffS beschäftigt sich bereits mit der Vermittlerrolle, zu der er die Qualifikation auS dem französisch - englischen Schiedsgerichtsvertrag ent­nimmt. Die Gelegenheit für Delcaffs, sich verdient zu machen, st in der Tat günstig, und Rußland würde eine Vermittlung durch den Bundesgenossen wohl auch schwerlich ablehnen, chon weil es auf diese Weise Zeit gewänne und den üblen Eindruck abzuschwächen vermöchte, den fein, gelinde gesagt, gemächliches Verhalten gegenüber dem völkerrechtswidrigen Treiben feiner Kapitäne allenthalben hervorruft. Die Frage st aber, ob England eine französische Vermittlung wünscht. ES wird die Gelegenheit, dem alten Gegner die Zähne zu j eigen, nicht vorübergeheu lasten wollen. Im deutsch-russischen ; Streitfall wegen Beschlagnahme der Postsäcke deS »Prinz Heinrich" kommt eine Vermittlung wohl nicht in Frage.

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Eine materielle Antwort der russischen Regierung auf die deutsche Beschwerde wegen der Beschlagnahme deutscher Postsäcke durch einen russischen Hilfskreuzer

liegt immer noch nicht vor. Gegenüber den Angaben, wo­nach die deutsche Regierung eS an ber erforderlichen Schleu­nigkeit habe fehlen lasten, wird daraus hingewiesen, daß die delcksche Regierung der englischen mit ihrer Beschwerde zuvor- gekominen ist.

Die nissische Zeitung »Rowoje Mremja" bemerkt zu der Konfiskation ber Post auf demPrinz Heinrich", daß auß den Grundsätzen, welche Rußland am 27. Februar über den Begriff ber KriegSkondrebanbe als die (einigen publiziert unb allen neutralen Mächten mitgeteilt hat, klar hervorgehe, daß ei übliche Depesche n unb Korrespondenzen ber Konfiskation unterliegen. Der russische Kapitän habe

______________I. V.: Haberkorn.

Gießen, ben 15. Juli 1904.

Betr.: Die Ausführung deS Reichsfleischbeschaugesetzes; hier: Die Freibänke unb Bestellung von AuShauem.

Das Großherzagliche Kreisamt Gießen

an die Großh. Vürgermeistereien des Kreises.

Soweit Sie unserer Auflage vom 6. Juni l. I. (Amts­blatt ohne Nr.) noch nicht nachgekommen sind, werden Sie wiederholt an deren Erledigung erinnert.

I. V.: Hechler.