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Referent: Prof. Dr. Schär in Zürich. 3. , Bodenreform und Kolonialpolitik". Referent: Admiral Dr. BäterS in Charlotten- burg.
R. B. Darmstadt, 21. Juni. Das große Waldfest, das von der hiesigen Studentenschaft zu Gunsten des Baufonds für die Bismarcksäule auf dem Dammerberg heute und morgen stattsindet, nahm nachmittags 4 Uhr bei prächtigem Wetter einen viel Erfolg versprechenden Anfang. DaS große, idyllisch gelegene Wiesenterrain am Oberwaldhaus mit dem auf Veranlassung Sr. kgl. Hoheit des Großherzogs neu geschaffenen Steinbanker Teich bot einen prächtigen Anblick dar. Ueberall hatten die einzelnen studentischen Korporatiönen größere Zelten, Buden oder Hütten errichtet, in denen der Eigenart der ganzen Einrichtung entsprechend kostümierte Gestalten beiderlei Geschlechts ebenso eigenartige Getränke oder Imbisse darreichten, zumeist sogar bei den Klängen „echter^ Musikkapellen. Da das Publikum bald in sehr zahlreicher Schar anrückte, so entwickelte sich schon wenige Stunden nach der Eröffnung ein buntbe- wegteZ Bild und eine fröhliche Stimmung, in der man ja auch der Wohltätigkeit weniger Schranken zu sehen pflegt. Auch Staatsminister Dr. Rothe und Finanzminister Dr. Gnaulh beehrten mit Familie das Fest mit ihrem Besuch. Da die Errichtung der zahlreichen fliegenden Baulichkeiten fast ausschließlich auf Kosten der studentischen Verbindungen erfolgte resp. von deren Angehörigen selber ausgeführt wurden und auch die meisten Speisen, Getränke und Bazargegenstände von den hiesigen Geschäftsleuten gratis geliefert wurden, so steht ein glänzendes Erträgnis des Waldfestes für den schönen Zweck zweifellos zu erwarten.
Frankfurt a. M., 20. Juni. Der Roman des Leutnants Bilse hat für einen darin auftretenden „Helden" schlimme Folgen gehabt. Ein Oberleutnant, gemeint war der Oberleutnant Witte vom Forbacher Trainbataillon, wurde darin als Schuldenmacher hingestellt. Witte hat nun in dem Bilse-Prozeß unter Eid in entgegengesetzter Richttmg ausgesagt. Ermittelungen, die daraufhin gegen den inzwischen entlassenen Offizier vorgenommen wurden, führten zur Einleitung einer Untersuchung wegen Meineides. Witte befindet sich hier in Untersuchungshaft.
Kleine Mitteilungen aus Hessen und den N a ch b a r st a a t e n. In H u n g e n ist die Lehrer Riedelsche Imkerei am vorigen Freitag total niedergebraunt, wobei 16 wertvolle Bienenvölker und viel Honig verbrannten. Mit Mühe konnten einige außerhalb stehende Schwärme gerettet werden. Die Entstehung des Feuers ist nicht bekannt, der (^schädigte nickt versichert. — Prinz Heinrich hat bei der Firma Angriff Ulrich in Frankfurt einen neuen IOpferd. Benzwagen gekauft, mit dem er am Sonntag das Rennen am Forsthause besuchte. — In Offenbach hat sich die Gattin des dort wohnenden Kaufmanns H. auf dem Friedhöfe erschossen. — Regierungs- und Baurat Dittmar in D a r m st a d t, langjähriger Oberbetrievsinspektor der Main-Neckarbahn, ist plötzlich einem Schlaganfalle erlegen. — Der Einjährige Sipmann vom Artillerieregiment in Kassel, Sohn eines vermögenden Kaufmanns aus Hagen, erschoß sich, weil er im Verdacht stand, 300 Mk. ferner Wirtin gestohlen zu haben. — Wegen beleidigender Aeußerungen gegen den Kaiser wurde in einer Herberge in Aschaffenburg der Pflasterer Thon aus Worms v erh a f te t.
* Posen, 21. Juni. In Ligota bei Ostrowo wurden ein Ansiedler und dessen Sohn vom Blitze erschlagen, als sie mit Arbeiten auf einem Kartoffelfelde beschäftigt waren.
* Schwerin, 21. Juni. Heute vormittag entluden sich schwere Gewitter, von Hagelschlag begleitet, stundenlang über Mecklenburg. Vielfach zündeten Blitze.
* Paris, 21. Juni. In der Vorstadt Clichy verbrannten drei Kinder in einem Wagen einer umher- ziehenden Theatergesellschaft.
• Triest, 21. Juni. Der Buchhalter Lächer der hiesigen Filiale der internationalen Transport-Aktiengesellschaft wurde verhaftet; er soll sich an den Unterschleifen des flüchtig gewordenen Kassierers dieser Gesellschaft beteiligt 'zaben.
* Prag, 21. Juni. In Gablonz in Böhmen wurde eine lange gesuchte Falschmünzerbandc verhaftet, die zahlreiche falsche 20 Kronen-Goldstücke an Kirchenfesten verausgabte.
* Die erste Vorstellung der Buren, welche den Transvaalkrieg auf der Ausstellung in St. Louis darstellen, hat am 20. d. Mts. stattgefunden. 200 Buren und 200 englische Soldaten stellen die verschiedenen Episoden der Schlacht bei Colenso sowie die Gefangennahme Cronj es in Paardeberg dar. Ueber 15 000 Personen verfolgten dieses Schauspiel. Die Generale Cronje und Vil- joe n ernteten reichen Beifall. (Es tut uns in der Seele weh, wenn wir uns die Burenhelden auf dem internationalen Krammarkte jenseits des großen Teiches vorstellen als Spaßmacher ä, la Buffalo Bill und Barnum u. Bailey vor den sensationslüsternen Herren Pankees. So erfüllt sich dort das altrömische Verlangen nach „panem et circenses!“ D. Red. d. Gieß. Anz.).
* Vom „Kordel-Bännel-Rennen". Im „TaunuS- boten" lesen wir folgende hübsche Gordon Bennett-Witze. Im Volksmunde wurde schon lange das Rennen geläufiger:
„Kordel-Bännel-Rennen" genannt. — Andere nannten es, weil zum Schutze der Rennstraße ein Kordon von Soldaten aufgestellt war, das „Kordon-Bennett-Rennen". — Wirklich passiert soll sein, daß zur Zeit des Trainings ein Rennwagen im Walde von einem Waldhüter angchalten und notiert wurde, weil der Führer desselben nach der Ansicht des Beamten ohne Erlaubnis — im Walde geschossen habe. — Als am Donnerstag die Luisenstraße in Homburg von Automobilfahrzeugen aller Art sehr belebt war, fragte ein Ueber- höckster Bauer einen anderen, mit dem er zu dem Schauspiele hergereist: »Wozu habbe dann die Wage all noch so en große Ring hinne uffgebunne?", — worauf der andere antwortete: „Na, du dumm Oos, daß se sich rette könne, wenn sc ins Waffer falle; des is doch e Schwimmgürtel!"
' „Nit gewäsche. Im „Höchster Kreisblatt" lesen wir folgende hübsche Geschichte: Bei der Impfung in Hofheim wurde am linken Arm geimpft. Ein Mädchen aus Lorsback, das dabei mitgeimpft wurde, machte aber den
rechten Arm frei, weil eS zu Hause gehört hatte, es würde am rechten Arm geimpft. Als der Doktor fragte, warum es den linken Arm nicht frei mache, sagte eS: „Ei, Herr Doktor, der is doch nit gewäsche!"___________________________________
Kunst und Wissenschaft.
— Ein in Berlin lebender bayrischer Kunstfreund überwies dem königlichen Münzkabinett in München ein Geschenk Don 25 000 Mark zum Ankauf hervorragender Werke der antiken und der modernen Stempelschneide- und Medaillier- kunst.
Herichtssaal.
Berlin, 21. Juni. Im Pommernbank-Prozeß be- antragte der Staatsanwalt gegen Schultz sechs Jahre Gefängnis und 70000 Mark Geldstrafe, gegen Ro- meickfünfJahre Gefängnis und 45000 MarkGeld- strafe, gegen beide außerdem zehn Jahre Ehrverlust und gegen Bohl drei Monate Gefängnis. Nach dem Plädoyer des Staats- amvalts wurde die Verhandlung auf Donnerstag vertagt.
Danzig, 21. Juni. Im Prozesse wegen Schlägerei zwischen Leibhusaren und Mannschaften des ersten Train- bataillons verurteilte das Kommandanturgericht den Leibhusaren Kosanke zu 3 Monaten Gefängnis: die übrigen Angeklagten wurden freigesprochen, weil sie in Notwehr gehandelt hatten.
Wegen Beleidigung der Herzogin Sophie Charlotte von Oldenburg, der 25jährigen Tochter aus erster Ehe des regierenden Großherzogs, wurde, wie wir gestern mitteilten, in Braunschweig der Chefredakteur Dr. Sierke von der „Braunschw. .Landesztg." zu vier Monaten Gefängnis verurteilt .Die „Braunschw. Landesztg." hätte im Sept-nnber eine Mitteilung aus Lübeck veröffentlicht, die die Rückkehr der Herzogin nach längerem Aufenthalt an der Riviera usw. zum Gegenstand hatte. In einer Schlußbemerkung war eine Parallele gezogen worden zwischen der Krankheit der Herzogin und zwei Prinzessinnen des großherzoglich 'Strelitzschen Hauses; in letzterer erblickt die Anklagebehörde die Beleidigung. Ter Vorsitzende bemertte, vor mehreren Jahren sei viel darüber gesprochen und geschrieben worden, daß die beiden Prinzessinnen des Fürstenhauses Strelitz in bedenklicher Weise gegen die Grundsätze von Sitte und Moral verstoßen hätten. Dr. Sierke versicherte wiederholt, daß ihm jene Angelegenheit bei Veröffentlichung .des inkriminietten Artikels nicht in diesen Details bekannt resp. bewußt ^gewesen sei, daß die Form der Bemerkung die ihr von der Anklage gegebene Deutung erfordere. Zur Verlesung kam die Aussage des kommissarisch vernommenen bekannten M i- nisters Ruh ft rat in Oldenburg. Dieser erklärt das über die Herzogin verbreitete Gerücht für ganz unwahr. Der Verteidiger beantragte, Frhrn. v. Plettenberg-Washington und die Herzogin Sophie Charlotte noch vernehmen zu lassen. Die Herzogin habe Herrn v. Plettenberg herzliche, innige Neigung geschenkt, und das fei der Grund gewesen, weshalb Frhr. v. Plettenberg nach Washington versetzt worden sei, und zweifellos habe auch das Verweilen der Herzogin an der Riviera dazu dienen sollen, die im Herzen der Herzogin entfachte Liebe zu ertöten. Aufgefallen sei auch, daß der Großherzog von Oldenburg im März d. I. nach Washington gereist sei. Wenn von einem liebel die Rede sei ähnlich jenem, das die mecklenburgischen Prinzessinnen befallen habe, so könne diese Bezeichnung auch schon dann anwendbar sein, wenn es sich nur um ein Verhältnis handle, bei dem so starke Staatsunterschiede obwalteten wie hier. Man brauche dabei nicht eine weitergehende Deutung anzuwenden. Eine solche Herzensneigung könnte sehr wohl als ein Uebel bezeichnet werden, und weiter sei im inkriminierten Artikel auch nichts behauptet worden. Der Gerichtshof lehnte den Beweisantrag mit der Begründung ab, daß die demselben zu Grunde liegende Behauptung ruhig als wahr unterstellt werden könnte. Ter Staatsanwalt hob als hesonders erschwerend hervor, daß die Mitteilung von einem achtbaren Redakteur in einem anständigen Blatte gemacht worden sei, dessen Glaubhaftigkeit bekannt sei. Dabei habe sich ein jeder sagen müssen, wenn ein solcher Mann wie der Angeklagte in einem solchen Blatte so etwas veröffentlichte, so müsse etwas Wahres daran sein. (Also der achtbare Redafteur eines anständigen Blattes ist schwerer in "(Strafe zu nehmen, wenn einmal in seinem Blatte eine Beleidigung gegen irgend jemand enthalten ist, als der verantwortliche Zeichner eines Revolverblattes? Das ist doch eine Logik, die zu gar üblen Konsequenzen führen müßte. D. Red. d. G. A.)
Der Doktortrtel. Das preuß. Kamrnergevicht hatte sich mit der Frage zu beschäftigen, ob die königliche Verordnung über die Führung der mit akademischen Graben verbundenen Titel vorn 7. April 1897 zu Recht bestehe. Hiernach bedürfen preußische Staatsangehörige, die einen akademischen Grad außerhalb des Deutschen Reiches erwerben. zur Führung des damit verbundenen Titels der Genehmigung des Ministers der geistlichen Angelegenheiten. Ein Tierarzt H. hatte von der Universität Bern den Toktortitel erworben und diesen Titel ohne Genehmigung des Kultusministers in Preußen geführt. Er wurde daher auf Grund der kgl. Verordnung vom 7. April 1897 in Verbindung mit §'360 (8) des Reichs-Strafgesetzbuches angeklagt und sowohl vorn Schöffengericht als auch vom Landgericht zu einer Geldstrafe verurteilt. Diese Entscheidung focht H. durch Revision beim Kammer gericht an und stellte in dlbrede, daß die kgl. Verordnung vom 7. Llpril 1897 recktsgiltig fei. Von unbefugter Führung eines Titels oder einer Würde könne hier auf keinen Fall die Rede sein, beim er habe den Doktor- titel rechtmäßig von der Universität Bern erworben. Das Kammergericht wies jedoch die Revision des Ange- klagt en als unbegründet zurück und nahm an, daß die Kabinettsordre vom 7. April 1897 rechtsgiltig erlassen sei.
Arbeiterbewegung.
Frankfurt a. M., 21. Juni. Bei der Frankfurter Metallwerken I. Patrick sind 35 Arbeiter in den Ausstand getreten. Ein Berichterstatter meldet nun, daß es zwischen den Ausständigen, die vor der Fabrik postiert waren und den Arbeitenden, als diese aus der Fabrik kamen, zu ernsten Auftritten gekommen sei. Tie Polizei schritt ein und hat gestern nachmittag 8 Verhaftungen und heute vormittag weitere 5 Verhaftungen vorgenommen.
Nniversttäts-Machrichlerr.
— Professor Krönig in Jena hat einen Ruf nach Frei- bürg als Nachfolger Hegars angenommen, nachdem Prof. Pfannen stiel den Riss obäelebnt bat. _____
Handel und Verkehr. Volkswirtschaft
Neue 3proz. hessische Staatsanleihe. Wie wir erfahren, wurde die gestrige Zeichnung auf 9.5 Millionen Mark obiger Anleihe bereits mittags bei allen Zeichenstellen wegen Erschöpfung des Betrages geschlossen.
Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst.
Voraussichtliche Witterung in Heften für Donnerstag, den 23. Juni 1904: Meist heiter, Temperatur wenig verändert, nachts kühl, tags mäßig warm, trotten.
Näheres durch die Gießener Wetterkarte.
Neueste Meldunqen.
Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers.
Berlin, 22. Juni. Der Kaiser hat, wie das „Kl. Journ." erfährt, vor seiner Abreise ans Hamburg dem Präsidenten des deutschen Automobilklubs, Herzog von Ratibor, seine Geneigtheit kundgegeben, dem deutsch en Aut o m o b i I- ub beizutreten und fortan bei seinen Automobilfahrten
daS offizielle Klubabzeichen zu benutzen. — Die Angelegenheit des Masseurs Köhler, 8-x den Leichnam der in seiner Wohnung verstorbenen Fttlu Redatus zerstückelte und beiseite schaffte, dürfte vielleicht gar nicht zu einer gerichtlichen Verhandlung kommen. Es sollen sich die Anzeichen dafür mehren, daß Köhler unter der Wucht aller Folgen seines Verbrechens in Verfolgungswahnsinn verfällt.
München, 22. Juni. Prinzregent Luitpold hat an. den Finanzminister von Fiedel ein sehr gnädiges Hand-! schreiben gerichtet, in welchem er dem Minister mitteilt, et könne sein Entlassungsgesuch nicht annehmen. Devj Regent hebt die hohen Verdienste Riedels um das Land her- vor und gibt dem Wunsche Ausdruck, daß Riedel noch soi lange wie möglich an der Spitze der bayrischen Finanz- Verwaltung stehen möge.
Paris, 22. Juni. Die Opposition versuchte in der Kammer einen heftigen Ansturm gegen den Ministerpräsidenten Co mb es infolge der Interpellation Firmin Faures, welche die Suspendierung Edgar Combes und Lagraves fordert unter Hinweis darauf, daß die beiden hohen Staatsbeamten sich gegenseitig Lügner genannt, haben. Die Interpellation wurde schließlich entsprechend dem Verlangen des Ministerpräsidenten nach kurzer leidenschaftlicher Debatte mit 384 gegen 220 Stimmen bis nach Abschluß der Enquete vertagt.
Bordeaux, 22. Juni. Die Pferde eines Wagens, in dem sich sechs Personen befanden, gingen infolge Scheuwerdens vor einem Automobil durch. Der Wagen wurde in einen Graben geschleudert, ein Insasse getötet, die übrigen schwer verletzt.
Salzburg, 22. Juni. Ein großes Unwetter richtete im Gebirge bedeutenden Schaden an. Im Tauern- gebiet sind die Alpenweiden durch den Hagel und den Austritt von Gebirgsbächen vernichtet, zahlreiche Felder sind durch den Austritt der Bäche überschwemmt.
Newyork, 22. Juni. Von den Opfern der Brand - katastrophe auf dem Dampfer „General Sloeum" sind bis jetzt 8 0 5 Leichen geborgen, doch werden noch. 300 vermißt. Die Zahl der Vermißten nimmt noch-immer zu, da das Verschwinden ganzer Familien erst allmählich bekannt wird. So ist bei der Katastrophe eine Witwe Weber mit ihren fünf Kindern umgekommen. Die Gesamt-! zahl der Erkrankten und Verbrannten dürste sicher tausend übersteigen.
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Boni Kriege.
Tokio, 22. Juni. Die gestrigen Gerüchte, daß das' Wla diw ost o k g esch w a der in der Nähe von Kynshn. in einen Kampf verwickelt worden sei, erweisen sich alS- falsch. Die Russen leiteten' die japanischem Schiffe auf eine falsche Spur, indem sie sich dem Anschein gaben, als dampften sie in der Richttmg nach! Hakodate. Es glückte ihnen auf diese Weise, wieder nach^ Wladiwostok zu kommen. Die Regierung arbeitet einen besonderen Plan aus, der die Sicherheit zukünstigett Truppentransporte gewährleisten soll. — Aus Port Arthur wird gemeldet, die Russen machen hier große Anstrengungen, die blockierenden japanischeu Schiffe zu zerstören, doch haben sie dadurch große Schwierigkeiten, daß es für größere Kreuzer als den Novik unmöglich ist, den Hafen zu verlassen. Die Stimmung der- Truppen ist gedrückt. Die Offiziere kündigen an, Porb Arthur bis zum letzten Manne und bis zum letzten Geschoß! verteidigen zu wollen.
Warschau, 22. Juni. Außer der Einberufung fterj hier lebenden 300 Reserveoffiziere erhielten nunmehr fämt* *; licf) e in Russisch-Polen lebenden R e serve-i Offiziere Ordre, sich auf den Kriegsschauplatz zu begeben.
Paris, 22. Juni. Ter ,.Eclair" berichtet über London/ daß auf einem der japanischen Transportdamp- fer, welche von den Mssen in Grund gebohrt' worden sind, sich der Befehlshaber der 4. jap'a-; nischen Armee mit dem gesamten Stabe befunden habe^
Petersburg, 22. Juni. Hier sind Nachrichten eingelaufen, wonach die Verluste des Generals Gerne-^ groß auf dem rechten Flügel bei Wafangou sich auf 87 Offiziere und 2038 Mann beliefen.
Paris, 22. Juni. „Echo de Paris" berichtet ansi Petersburg: Die ersten Abteilungen des 6. Armeekorps § beginnen auf dem Kriegsschauplätze einzutrcsfen. Die 10.4 und 19. Division ist unterwegs. Täglich treffen 1500 bx» 2000 Mann Verstärkungen der Japarrer ein.
Telephonischer Kursbericht.
Frankfurt a. JTl., 21. Juni.
3Ve% Reiohsanleihei' . . 102.00 30/n do. ... 90.35 Zi/,°/o Koneola . ... 102.00
8% do......90.35
W/n Hessen .... 100.00 31 ft% Oberhesson . . . —.— 4% Oesterr. Goldrente . . 100.90 4l/ß % Oesterr. Silberrente 99.90 4% Ungar. Goldrente . . 99.60 4°/o Italien. Rente , . . 103.20 4r2% Portugieser , . . 61.00 80/ Portugiesen.....60.35
1% C. Türken .... — Türkenlose......127'80
4% Griech. Monopol.-Anl. 41.35
41/. % ünflsere Arnenfiner 43 60
3O/o Mexikaner .... 26.40 4*/»% Chinesen .... 88.40 Electric. Schuckert . . . 103.00 Nordd. Lloyd . . . . 100 50
Kreditaktien . . . , . 201.50 Diskonto-Kommandit. . . 187.20 Darmstädter Bank . . 137.10
Dresdener Bank .... 250.40' Ber’iner Handelsgee. . . 152.25 Oesterr. Staatsbahn . . . 136.20 Lombarden.....17.10
Gotthardbahn .... 192.00
Laurahütte...... 246.00
Bochum.......191.00
Harpen er...... 200.60
Tendenz: fest.
Sie wird gelobt
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Wäsche und zum Auswaschen gebraucht haben, weil sie vorzüglich reinigt ohne die Hände der Wäscherinnen und ohne die empfindlichsten Stoffe anzugreifen, deswegen der stetige steigende Absatz von Gioth's gemahlener Kernfeife mit Salmiak und Terpentin. Per Paket nur 15 Pfg. Alleiniger Fabrikant: I. Gioth, Hanau a.M. 3G9^
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