gemeinde.
Pfarrer Dr. Naumann.
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Wetter
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— und durch den rechten Nockschoß flog eine Kugel;
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April 1904.
Sonnenschein
Heller Himmel Regen
103.00
60.20
59.10
131.20
45.40
43.70
+ 17,9 0 C.
+ 5,3 ° C.
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Höchste Temperatur
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Hessen Oberhessen
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Bochum . . • • • Harpener . • •
Tendens^kst.
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Georg V
Markivlag 21.
Gut!* versetzte Nansen. »Strecke nun den rechten Arm
Vermischte».
"Trier, 21. April. Das Röchling'sche Eisen- und Stahlwerk in Völklingen stiftete für seine 2 500 Arbeiter dauernde laufende Prämien mit einer JahreS- auSgabe von 200,000 Mark.
• Trier, 21. April. Bei einem Dampfbootausflug, den die Hochzeitsgesellschaft der Baronesse von Schorlemer und deS Barons von Fürstenberg heute morgen auf der Mosel veranstaltete, explodierte in der Nähe von Lieser beim Böllerschießen der Puloerbehälter. Ein Matrose wurde schwer verletzt, sämtliche Gäste blieben unversehrt. Unter diesen befindet sichPrinzEitelFriedrich mit Gefolge.
• Kopenhagen, 21. April. Der Dampfer „Halmstad* rannte ein Schleppboot an, in dem sich fünf Artilleristen befanden. Ein Korporal ertrank, die anderen wurden -gerettet.
• Paris, 21. April. AuS Nancy wird berichtet: Die Polizei verhaftete den Fouragehänder DinL, welcher unter dem Verdacht steht, Spionage getrieben zu haben. In seiner Wohnung wurde eine umfangreiche Korrespondenz beschlagnahmt, auS welcher sich angeblich seine Schuld ergiebt.
* Mailand, 21. April. Von den durch den Lawinensturz bei Pragelato Verschütteten wurden bisher 60 Tote und 9 Lebende unter dem 20 Meter tiefen Schnee aufgefunden. — In der Gemeinde Auprogna in der Provinz Pinerolo wurde durch einen Felssturz ein HauS verschüttet. Eine Frau und ihre dreiKinderwurden 'getötet
• Kourage! Der „Voss. Zt.* wird geschrieben: Wie > Professor Nansen sich seine Leute wählte, weiß man in seiner Heimat gut zu erzählen. „AlS Nansen sich zur großen Nordpolexpedition rüstete, da wollten natürlich viele mit ihm gehen. Doch nur Männer mit guter Gesundheit, ungeschwächter Körperkraft und namentlich starken Nerven konnten hier in Frage kommen. So kam denn unter anderen ein starkknochiger, norwegischer Seemann, um sich anwerben zu lasten. Nansen fand ihn annehmbar, wollte ihn indessen auf seine Kaltblütigkeit hin prüfen. »Setz den Hut auf und dann stillgestanden!* kommandierte er. Darauf nahm Nansen einen Revolver, ging einige Schritte zurück und schoß ein Loch durch den Hut. Der Bursche stand wie eine Bildsäule.
Meteorologische Beobachtungen
der Station Gießen.
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Bekanntmachung.
Die Dreihäusergasse wird wegen Kanalisationsarbeiten von heute an bis auf weitere - Fuhrwerks- und Fahrradverkehr gesperrt.
Gießen, den 20. April 1904.
Großherzogliches Polizeiamt Greßen.
Herberg.___„___—
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^‘"beS'S* am t 1 ßitma auf Kausnwnn, <=) Ingenieur. Kaufmann, ebne ®Wir ’ offen-$anb(ISi aegan-zen- „nb3-i*“n9 nut M d->d- roig.linb R rechngt-
Gießen, am AroMzogli^ "W
Die Herpellu und ßkaurerai ichenLnaße», von Ktee aus trennt vergeoei
Lermiu zur aeboien ist aus 80. «pril d. 10 Uhr den dahier sestgefe? Angebotsjorim fiQltung Der Uli 1,00 'M für d 0,60 Dit. jur d und 0,10 M.füi bezogen Derbe
Marburg, LerMaglstrat.
sogen. Trieb zu pflanzen, einem steinigen Pla eau, cm dem giebia später mißlungene Agrikulturversuche machte. Man zog mit wehenden Fahnen und klingender Musik hinan« und der Porser sollte die Festrede halten. Unterdessen hatte man sich aber besonnen, daß Eichen auf dem Trieb nicht fortkommen konnten, und hatte deshalb eine Linde gewählt. Der Pörser hielt eine patriotische Rede, die vielen die Tränen in die Augen lockte, und schloß dieselbe mit dem Ausrufe: „Möge diese Linde zur starken deutschenEicheerwachsen!'
•• Zigarren für die Truppen in Deutsch- Südwestafrika. Die hiesige Firma Ludwig Georgi, Zigarrenfabriken, sandte heute 10,000 Zigarren, welche sie dem Kriegsministerium zur Verteilung an unsere in Deutsch- Südwestafrika gegen die aufständigen HercroS im Felde stehenden Truppen zur Verfügung gestellt hatte, an die Hauptsammelstelle nach Hamburg ab.
~ Silberne Hochzeit feiern am 22. April Ofensetzer Christian Engel und Ehestau.
•* Ertränkt. Gestern wurde die Leiche eines jungen Mannes aus Watzenborn auS der Lahn geländet. Wie uns authentisch mitgeteilt wird, hat sich der Unglückliche, der bei einem Gärtner tätig war, nicht daS Geringste zu Schulden kommen lassen. Da sich sonst kein Anlaß denken läßt, bleibt nur die Vermutung, daß er den Tot in einer momentanen geistigen Störung in der Lahn gesucht hat. Er war von Natur ein gutherziger, freundlicher junger Mann, den alle Leute gern hatten.
x. Blofeld, 21. April. Im Walddistrikt Eichelberg ,wurde der Friedrich Höfeld von hier erhängt aufgefunden.
)( Grün berg, 21. April. Durch die stetig wachsende Schülerzahl der hiesigen höheren Bürgerschule, deren Unterrichtsräume sich als zu klein erwiesen, veranlaßt, hat man sich entschlosten, dem Schulgebäude einen Anbau hinzuzufügen, welcher u. a. auch einen großen Schulsaal enthalten stoll. Die dazu erforderlichen Arbeiten sind bereits begonnen und man gedenkt noch in diesem Herbst die neuen Räume in Gebrauch zu nehmen. — Eine reiche Einnahmequelle besitzt Unsere Stadt in den herrlichen, nahegelegenen Waldungen. AuS diesem Grunde ist auch unser Stadtvorstand bestrebt, den >Waldbestand zu vergrößern und alles Gelände, welches in der Nähe deS Waldes liegt und sich nicht gut zum Ackerbau eignet, anzukaufen und mit jungen Bäumchen zu bepflanzen. Der kürzlich genehmigte Wirtschaftsplan der städtischen Waldungen für das Rechnungsjahr 1904/05 weist eine Ausgabe von 8500 Mk. für Kulturanlagen auf, und es sollen ea. 60 000 junge Fichten, Lärchen rc. neu angepflanzt werden. Der von der Stadt gestellte Antrag um Bewilligung eines StaatSzuschusteS zur Aufforstung von Oedland hat die Zustimmung der Großh. Regierung gefunden; eS sollen für die der Stadt erwachsenden Unkosten 50 Prozent zurückvergütet werden.
Darmstadt, 21. April. Finanzrat Götz bezeichnet sämtliche Mitteilungen der „Berl. Morgenpost* bezüglich einer Interessengemeinschaft zwischen der hessisch- thüringischen und der preußischen Lotterie als erfunden. Die Verhandlungen bewegten sich in ganz anderen Bahnen als den von dem Berliner Blatt kombinierten.
Katholische Gemeinde.
Samstag, den 23. April 1904.
Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beicht.
Sonntag, den 24. April 1904.
3. Sonntag nach Ostern.
Vormittags von 6 '/? Uhr an: Gelegenheit aur heil. Beicht.
, um 7 Uhr: Die erste heil. Messe, vor und in derselben Austeilung der heil. Kommunion.
„ um 8 Uhr: Tie zweite heilige Messe.
„ um 9 7, Uhr: Hochamt mit Predigt.
Nachmittags um 2 73 Uhr: Christenlehre; darauf Andacht.
Israelitische Religionsgemeinde.
Hottesdtenkl in der Synagoge (Südankagc).
Samstag, den 23. April 1904.
Vorabend: 7.15 Uhr.
Morgens: 8.30 Uhr.
Nachmittags 4 Uhr.
Schrifterklärnug.
Sabbathausganq 8.20 Uhr.
4VR % Oesterr. Silberrente 100 80 ’ " ~ . 100.15
Arbeitsvergelmng
Sie Chaussierung-Arbeiten für bit e’’r? ‘ st«t>tischcn Gaswerks an der Dftantage ouen Wege der öffentlichen Ausschreibung vergeben
Der diesem Ausschreiben zu Grunde . entwurf liegt während der Dienststunden au nischen Amtszimmer zur Einsichtnahme offen.
Angebote sind unter Benutzung ber bei vC1 Vordrucke bis zum Donnerstag den -s. • , mittags 11 Nhr, verschlossen und mit ent,;
schrift versehen bei unS einzureichen. 3t-, |
Gießen, den 21. April 1904. ,
Städtisches GaS- und Wasicrweck W •
Ottv Bergen. __—.—«*-***
Nenverpachtnng
der Waldwirtschaft aus der Ludwizsd°b°»» ,
Die inmitten deS Buchenwaldes mif emer «''^.
halbe Stunde von Darmstadt entfernte ।Minuten m errf?^ elektrischen oder der Dampwahn m lo belüft'- • Waldwirtschaft - auch als Luttkuwrt M
dem SubmissiouSwege neu verpachtet werd gl ^an 1 * äinnt mit dem 1. April 190a und.endigta SubmisÜsn?- imd Verpachtungsbedingunge u&t
Mts. ab vierzehn Tage lang von morac^ ?
GeschästSzimmer der unterzeichneten ve»o .
Daselbst können Abdrücke der «ed,>Mn«n M ,
Pachtlustige wollen gefälligst bis la1 a" pernecff - abends « Nhr, ihre Gebote v^schloff-n 'M ber r , Austchrift: ,,W«rdwirtschaft^«erpachtn»g Behörde einreichen. Die Eröffnung erschienener - d. &, morgens 10 Uhr. in Gegenwart etwa
Darmstadt, den 19. AprU 1904. «-stunden. .m Ld.tt-rst.ru $«ll“
31 do. .
M Confi do. .
kadischt '
Der Kaiser hat Befehl gegeben, ihm einen auBföhrfi* richt über den Streik einzusenden.
Belgrad, 22. April. Der internationale Nikolaus Milosyo, welcher sich meistens den Titel ' Grafen und eines ehemaligen Ministers beilegte 4/ einem Streit von einem Offizier erschossen' '
Petersburg, 22. April. Wie verlautet forr Untersuchung der Explosion im Hotel du 'j|0» ' geben haben, daß ein Attentat auf den Zaren ’ plant war, als dieser sich zur Begrüßung der Truppen vom Warjag zum Bahnhof begab. Der Attent ist entgegen anders lautenden Meldungen nicht umaekom '
Newyork, 22. April. Im Staate Newnors eine furchtbare Kälte. Gestern ist den ganzen r Schnee gefallen.
Vom Kriege.
Petersburg, 22. April Cttn Telegramm des t. nerals Kuropatkrn anden Kaiser von aester» rÄ,,.. Alleruntertänigst melde ich Ew. Majestät, dass die i nr nischen Offiziere Stchewo Jukoko und Oki in der Nähe der Siati nn Turschicha festgenomm " wurden, welche drei Schachteln mit Biekford'scher Q ü 4 schnur, einen französischen Schraubenschlüssel, tn,.. mit-Patronen, Werkzeuge zur Zerstörung bcr\-’ 11/2 Pud Pyroxylin, gute Pläne der Mongolei, der TU dschurei und Nordkoreas, sowie Notizbücher bei sich Sie wurden v n dem zeitweiligen Kriegsgericht inlsl>- > am 20. April schuldig befunden, das; s e als zur japin-s - gegen Rußland operierenden Armee gehörig, in der zwecks Förderung der Erfolge dieser Armee die russisfä Eisenbahn- und Telegraphenbauten zu zerstören oder t beschäüigenr, mit verschiedenen Gerätschaften zur . digung von Bauten ausgerüstet heimlich in da? (V • der Mandschurei cindrangen, wo sie von russischen - wachen 30 Werst südwestlich von der Station Turschj'^ an der ostchinesischen Eisenbahn festgenommen wurden trugen bei ihrer Verhaftung mongolische K'eiduni, d-?"' angelegt hatten, um ihre Nationalit it und ihre Zugeh: feit zur japanischen Armee zu verbergen. Für die emih- ;t Handlung sind Jukoka und Oki laut dem zweiten Dil Artikels 281 des Kriegsstrafgesetzes zum Verlust ber etc- desrechte und zum Tode durch den Strang ve: urteilt worden. Das Urteil bestätigte ich. Zn der.4 sichtigung ihres Offizierstandes willigte ich jedoch ein, 3 Stelle des Todes durch den Strang den Tib burrfi G ■ schießen zu setzen und dabei den Rechtsverlust beip!' halten. Die Bitte der Verurteilten, ihnen das Leber schenken, lehnte ich ab. Das Urteil wurde am 21. ich 6 Uhr abends voll st reckt.
Petersburg, 22. April. Gerüchtweise veil-nu!. Rußland kaufte zwei Kriegsschiffe an. 3- Offiziere seien bereits zur Ueberführung abgereist. 1 heißt es, Deutschland habe einige im Bau begriffen Schiffe, welche vor dem Stapellauf stehen, an 9titrIart abgetreten. Es handle sich um ach t Torpedoäoot', welche auf der Schichauschen Werft gebaut werden Cj seien die größten Torpedoboote, welche bisher a'bcrr wurden. Die deutsche Regierung habe Rußland diesen streun > schaftsdienft geleistet, da sie wegen UeMreitumi N Lieferzeit den Auftrag annullierte, worauf Rußland die Torpedoboote übernommen habe.
Telephonischer Kursbericht
Franklnrt a H., K. Ipril.
der Bursche aber stand wie angewachsen und rührte sich nicht. „Sehr gut!* lobte Nansen; „Du bist engagiert und hier ist Ersatz für den Schaden am Rock und am Hut.* „Die Beinkleider aber? warf der andere ein. „Nanu, Deine Beinkleider — denen hab' ich nichts getan,* war die verwunderte Antwort. „Ich aber doch,* erwiderte unser Mann keck und unerschrocken._____________________
Aröeiterkervesttrnq.
0 Marburg, 21. April. Der Verband christlich oraani- fierter Bauhand werter und Maurer, der bekanntlich am mestgen Ort in eine Lohnbewegung gemeinschaftlich mit dem Zentralverband deutscher Maurer eingetreten ist, hielt heute Abend eine vor beiden Teilen gut besuchte Versammlung ab. Tie gemeinsamen Forderungen welche bereits bei den Unternehmern einge- reicht wurden, sind Einführung der 10 stündigen Arbeitszeit, 40 Pig.
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Mittwoch vormittags zur Abschafs hiesiger Gem Submission Bürgermeistei den.
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Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst
Voraussichtliche Witterung in Oberhessen für Samstag, den 23. April 1904. Zeitweise windig, zeitweise heiter, etwas wärmer, besonders nachts.
Näheres drtrch die Gießener Wetterkarte.
Ncnclte Meldnmien.
Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers.
Leipzig, 22. April. Die Aerzte-Versammlung erklärte ihr Einverständnis zu einer baldigen reichsgesetzlichen Regelung des VerhaltniffeS der Krankenkassen zu den Aerzten unter Zugrundelegung freier Aerztewahl, standesgemäßer Honorierung und Einsetzung einer gemischten Einigungs-Kommission.
Mülheim (bei Freiburg), 22. April. DaS 32 Jahre alte Dienstmädchen Helene Schwab, welches in einer hiesigen Restauration bedienstet war, beging Selbstmord, indem eS sich in der Waschküche mit Petroleum und Spiritus begoß und sich bann anzündete. Man fand daS Mädchen am nächsten Morgen zu einer unförmigen Maffe verkohlt vor.
Wien, 22. April. AuS Anlaß der SpirituS-AuS- stell un g fand gestern abend eine Versammlung deS Klubs der Landwirte statt. Der preußische Kammerherr v. Put- litz hielt einen Vortrag, in dem er den Wert der Kartoffel für die Spiritus erzeugung darlegte und die Wichtigkeit der SpirituS-Jndustrie erörterte. Er roieS dabei auf die Erfolge hin, die in Deutschland mit der Verwendung von Spiritus erzielt worden sind. Redner hob besonders die Bemühungen deS deutschen Kaisers um die SpirituS- oerwertung hervor. (Lebh. Beifall.) Nach angeregter Debatte drückte der Vortragende am Schluffe die Hoffnung auS, daß es zu einer SpirituS-Allianz zwischen Oesterretch-Ungarn nnb Deutschland komme. (Erneuter lebhafter Beifall.)
Budapest, 22. April. In einer heute vormittag statt- qehabten Konferenz wurde daS vom Streik-Komitee heute nacht festgestellte Elaborat, welches die Mindestforderungen der Streikenden enthält, den RegierungS- oertretern mitgeteilt. Da verschiedene Persönlichkeiten unausgesetzt bestrebt sind, eine Verständigung herbeizufuhren, dürften die Differenzen doch ausgeglichen werden und der Friede in den ersten Nachmittagsstunden zu Stande kommen.
SNmdenlohn und Lohnauszahlung am Freitag. Es soll versucht werden, diese Forderungen, wenn möglich, auf gütlichem Wege zu erviiwen.
gmdel und Nerkekr. Volkswirtschaft.
Zur Wirtschaftslage Ocsterreich-NngarnS. Der Streik der Eisenbahnange st eilten in Oesterreich-Ungawr infolge der Regierungsvorlage über Regelung der Gehalte der Eisenbahnbeamten, erregt ungeheures Aussehen und sührt wieder einmal vor Augen, welch ein Terrorismus und ein Geist der Ueberhebung in weiten Kreisen dieses Landes eingetreten ist. Daß derartige Er- eignisse im wirtschaftlichen Leben großen Schaden anrichten, steht außer Zweifel und wenn der Geist des Widerstandes nicht bald unterdrückt wird, wächst die Befürchtung, daß die Regierungsgewalt nicht mehr Herr über die Massen ist. Auch aus Wien iverden neue innerpolitische Schwierigkeiten gemeldet. Es sollen sich die gemeinsamen Minister über das Heer- und Flottenbudget nicht einigen können. Jnfolgedcsien fei eine fachliche Behandlung der Regierungsvorlagen ausgeschlosien, zumal auch die Tschechen beabsichtigen, die Obstruktion wieder aufzunehmen. Daß solche Anzeichen auf die österreichischen und ungarischen Staatspaviere nicht von gutem Einstuß sein können, versteht sich von selbst und es wird schon davon gesprochen, daß es gut sein dürfte, wenn deutsche Handels" und Kapitalistenkreise, die in Oesterreich-Ungarn engagiert sind, die dorngen Verhältnisse mit gespannter Aufmerksamkeit verfolgen, um nicht von weiteren Ereignissen unangenehm überrascht zu werden.
Singer & Co. Nähmaschinen Akt.-Ges. Hamburg. Der Reingewinn im Januar betrug 1 130 176 Mk., aber es müssen davon allein für Außenstände 806 786 Mk. (Vorjahr 494 320 Alk.) ab- qeichrieben werden, so daß mir noch 363 380 Mk. Reingewinn verbleiben. Dieser Betrag wird fast vollständig zu Rcservestellungen benüht. Im Vorjahr wurden 6 Proz. Dividende gezahlt.
Kirchliche Nachrichten.
Evangelische Gemeinde.
(SfOttesbUnff.
In der Stadtkirche.
Jubilate, Sonntag, den 24. April.
Vormittags 9'/, Uhr: Pfarrer Schwabe.
Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Matthäusgemeinde. Pfarrer Schwabe.
Die Vereinigung b*r konfirmierten männlichen Jugend der Matthäusgemeinde fällt ans.
In der Johanneskirche.
Vormittags 9'/, Uhr: Pfarrer Dr. Naumann.
Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst für die Johannes-
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