nach welchem derDesuch dicsesTheaters fürMi- litärpersonen überhaupt verboten ist. Tie Truppenteile sind angewiesen, sämtliche Abmachungen, das Abonnement von Plätzen und die Mitwirkung von Soldaten in den Vorstellungen als Statisten betreffend, un- verzüglich nr lösen.
Ausland.
Stockholm, 21. Ian. Die Feierlichkeiten anläßlich -es 7 5. Geburtstages des Königs Oskar wurden heute durch Gottesdienst in den Kirchen der Hauptstadt eingeleitet. Die Stadt ist reich mit Flaggen geschmückt. Heute vormittag empfing der König die Glückwünsche der königl. Familie. NamenZ des Hofperfonals überreichte Reichsmarschall Freiherr v. Essen eine goldene Medaille, die schwedischen und norwegischen Minister überreichten Adressen. Der König empfing ferner die Glückwünsche des Reichstages und der Kommunalverwaltungen, welch letztere 200 000 Kronen für einen KönigS-JubiläumSfondS für unbemittelte Tuberkulose-Kranke in Stockholm gestiftet haben. Das norwegische Storthing schickte ein Glückwunsch-Telegramm. Am Abend brockte ein auS 1300 Sängern bestehender Männerchor eine Huldigung dar. Später war Hofball, zu dem 2000 Einladungen ergangen waren.
London, 21. Jan. Der verstorbene Admiral Keppel wurde heute nachmittag in Winkfield (Berkshire) beerdigt. Als Vertreter des deutschen Kaisers legte der Marineattache der deutschen Botschaft in London, Korvettenkapitän v. Cotzhausen, einen Kranz an der Gruft nieder.
Paris, 21. Jan. Die sozialistische Gruppe der Kammer faßte eine Resolution, in welcher der von dem sozialistischen Verbände des Seine-DepartementS gegen Mill er and erhobene Vorwurf der Verletzung der Partel- disziplin als unbegründet zuückgewiesen wird.
Konstantinopel, 21. Jan. Am Sonntag fand zwischen einer türkischen Patrouille und einer serbischen Grenzwache bei Malarastica in der Nähe von Breetina ein Zusammenstoß statt. Es entwickelte sich ein Gefecht, wobei beide Teile je einen Toten und Verwundeten hatten. Der serbische Tote wurde angeblich auf türkischem Boden erschossen. Beiderseits wurde Untersuchung eingeleitet.
— Infolge aus Ochrida einlaufender Alarmnachrichten, welche den Ausbruch eines allgemeinen Aufstandes ankündigen, wies die Pforte die dortigen Militär- und Zivilbehörden an, die Aufstandsgelüste rücksichtslos zu unterdrücken.
Damali (Somaliland), 20. Jan. Major Kenna überraschte am 17. Januar einige Dörfer der Eingeborenen in der Nähe von Eilinaada. 50 feindliche Speerträger wurden getötet, 3000 Kamele und mehrere tausend Schafe wurden weggenommen.
Kalkutta, 21. Jan. In Dardjeeling find verschiedene Meldungen eingelaufen, welche besagen, daß die Tibetaner sich in aufgeregter Stimmung befänden. Die Lamas hätten erklärt, sie würden sich an Rußland um Hilfe wenden, wenn die Engländer weiter vordrängen. Man glaube vielfach, daß es wahrscheinlich in nächster Zukunft zum Kampfe kommen werde.
Außlaud und Japan.
Ein Telegramm der „Associated Preß" aus Tokio meldet, die Annahme, daß der Konflikt friedlich beigelegt werde, veranlaßte ein Steigen der Kurse. Indessen werde erklärt, daß die bloße Annahme der Vorschläge von feiten Rußlands nicht ausreiche. Japan bestehe unzweifelhaft darauf, daß Rußland mit einer Herabminderung seiner Flotte in den japanischen Gewässern vorgehe. Tie Regierung ziehe die Notwendigkeit einer Einmischung in Korea in Erwägung, zögere aber mit derselben auch mit Rücksicht auf die heikle Lage.
In London liegt eine Meldung der „Taily Mail" aus Soeul vor, wonach im Kaiserpalast große Aufregung herrscht. Diener und Leibgarden desertieren, obwohl oie T o d e s st r a f e daraufsteht. Ter Kaiser habe völlständig den Kopf verloren und soll geäußert haben, lieber unter chinesischer Souzeränität, als unter russischer oder japanischer stehen zu wollen. Ter russische Gesandte Pawlow habe die koreanische Presse bestochen, damit sie gegen die Fremden hetze. Pawlow suche auch den Küster und den Kronprinzen zur Flucht auf einem russischen Kreuzer zu veranlassen. Auf Wunsch des Kaisers sollen zwei chinesische Kreuzer in die koreanischen Gewässer gelangen. — Nach einer über Paris eingehenden Meldung aus Soeul, wurde shimanesi, das Hauvt der Partei, die angeblich den in Washington weilenden Prinzen Euischa auf den Thron bringen will, verhaftet. Ter russisch gesinnte Günstling des Kaisers, Rjiyougik, ließ an die kaisertreue Garde 500 Revolver und ebensoviele Säbel ausfolgen.
In holländischen Regierungskreisen ist man über die Lage in Ostasien nicht wenig beunruhigt. Die auf Java lebenden Japaner sollen Andeutungn gemacht haben, daß diese Kolonie Holland entrissen werden solle. Man befürchtet daher, daß, falls Japan <ni§ einem Kriege siegreich hervorgeht, es Holland den Besitz Javas streitig machen wird.
11. Sitzung der Großh. Handelskammer Gießen, für die Kreise Gießen, Alsfeld und Lauterbach.
Protokoll-Auszug.
Gießen, 20. Januar 1904.
Anwesend die Herren: Kommerzienrat Heich.l e in, stellvertretender Vorsitzender, Balser, Grünewald, Jhring, Katz, Moll, Newack, Romspeck, Rinn, Schirmer. Schmält, Zurbuch, sowie der Syndikus Dr. Knipper und Assessor Dr. Koppe.
1. Aus dem Geschäftsbericht ist folgendes mitzu- 'teilen:
a. Auf Veranlassung des .Herrn Provinzialdirektors hat die Kammer an einer Besprechung des Entwurfs des Sommerfahrplans der Bieber t alb ahn teilgenommen und die ihr von Interessenten übermittelten Wünsche zur Berücksichtigung empfohlen. In der Versammlung wurde beschlossen, folgende Anträge an die Verwaltung der Biebertalbahn zu richten : Den Zug 4 im Interesse der Postbeförderung nach Heuchelheim vom 1. Juni d. I. ab schon um 7.15 Uhr morgens von Gießen abfahren zu lassen, die Haltezeit der Züge 7 und 15 zur Erleichterung des Poswerkehrs in .Heuchelheim zu verlängern und
die Warteräume in Heuchelheim und Rodheim zu vergrößern.
b. Mehrfach geäußerten Wünschen entsprechend hat die Handelskammer bei dem Kaiser!. Patentamt in Berlin beantragt, auf der hiesigen Universitätsbibliothek in Zukunft auch die Patentschriften der Klassen 8 (Bleichen, Färben, Zeugdruck und Appretur), 12 (Chemische Verfahren und Apparates 15 (Druckerei^, 21 (Elektrische Apparate und Maschinen), 22 (Farbstoffe, Firnisse und Lacke), 23 a und d (Fett und Mineralindustrie), 30 (GesundheitspU-'ge), 45 (Land- nnd Forstwirtschaft, Garten- und Weinbau, Zor- technik), 53 (Nahrungsmittel), und 57 (.Photographie) auszulegen.
c. Zu dem neuen Statistischen Warenverzeichnisse hat die Kammer in Uebereinstimmung mit den Vorschlägen des Vereins deutscher Korsett-Industrieller beantragt, in das Verzeichnis besondere Positionen für Korsetts aus Baumwolle, aus Leinen und Halbleinen, aus Wolle, aus Seide und aus Halbseide aufzunehmen. Ferner hat sich die Kammer für die Einstellung einer besonderen Abteilung „Möbel und Möbelteile aus massiv gebogenem Hol'e", sowie für eine sachgemäße Berücksichtigung der Werkzeugmaschinen und Badegarnituren aus Messing, Rotguß, Tombak, Kupfer im neuen statistischen Warenverzeichnisse ausgesprochen.
d. Die jetzige Fassung des amtlichen Warenverzeichnisses bietet die Möglichkeit, die in neuerer Zeit im Handel vorkommenden Fettsäuren für die Seifenfabrikation, die aus Olein und Stearinsäure bestehen, zu dem niedrigen Zollsätze von 4 bezw. 3 Mark einzuführen, um ihnen dann im Jnlande die wertvolle Sterinsäure abzuvressen und damit den hohen Einfuhrzoll für Sterinsäure von 10 Mark ru umgehen. Durch die Einfuhr der Fettsäuren wirb aber auch die heimische Seifenindustrie geschädigt, weil ihr damit der Gewinn an der Glyzerin Verwertung entzogen wird. Die Handelskammer hat daher, entsprechend den Wünschen der Seifenfabrikanten ihres Bezirks, beantragt, durch eine Aendernng des amtlichen Warenverzeichnisses zum Zolltarif diese Fettsäuren ebenso wie Stearinsäure mit einem Einfuhrzölle von 10 Mark für 100 Kgr. zu belegen.
• Von einer Firma des Kammerbe^irks war Klage darüber geführt worden, daß sie seit längerer Zeit bei den freihändigen Vergebungen von Lieferungen für eine Großh. Staatsanstalt zu Gunsten nichthessischer Firmen nicht berücksichtigt werde, obwohl sie ebenso leistungsfähig fei wie ihre Konkurrenten. Die Kammer hat die Beschwerde dem Großh. Ministerium des Innern zur näheren Untersuchung übermittelt.
f. Für das Jahr 1904 hat das Großh. Polizeiamt für den Detailhandel der Stadt Gießen, zum Teil in Uebereinstimmung mit den Anträgen der Handelskammer, folgende Ausnahmetage festgesetzt: 3 Wochentage vor Ostern (30. und 31. Marz, 2. April), 1 Wochentag vor Himmelfahrt (11. Mai), 3 Wochentage vor Pfingsten (19. bis 21. Mai), 14 Wochentage vor Weihnachten (9., 10., 12. bis 17., und 19. bis 24. Dezember) und 1 Wochentag vor Neujahr (30. Dezember).
g. Um ein engeres Zusammenarbeiten des Deutschen Feuerversicherungsschutzverbandes mit den ihm angeschlossenen Handelskammern usw. zu ermöglichen, ist von dem Verbände eine Geschäftsordnung ausgearbeitet worden, der die Handelskammer ihre Zustimmung erteilt hat.
h. In mehreren Fällen hat die Kammer den Amtsgerichten Sachverständige in Vorschlag gebracht.
i. Dem Vorsitzenden der Großh. Handelskammer zu Offenbach, Herrn Geh. Kommerzienrat Wei n- traud, hat die Kammer anläßlich seiner 40jährigen ununterbrochenen Mitgliedschaft zur HcnchelZkammer Offenbach ihre Glückwünsche ausgesprochen.
t Tie Fragebogen zu n Jahresberichte sind gegen Ende des abgelauftnen Jahres versandt worden, und es ist bereits auch eine größere Zahl von Beantwortungen eingegangen.
2. Vorstandswahl. Zum Vorstand der Handelskammer für das Jahr 1904 wurden die Herren Kommerzienrat F. C. B. Koch-Gießen als erster Vorsitzender und Kommerzienrat S. Heichelheim-Gießen als zweiter Vorfis, ender wiedergewählt.
3. Der Ausschuß zur Erledigung eiliger Sachen setzt sich nach der vorgenommenen Neuwahl auch im Jahre 1904 wieder aus den Vorstandsmitgliedern zusammen, die je nach Bedürfnis noch andere Mitglieder der Kammer kooptieren können.
4. Lahnkanalisierung. Nachdem die Jn^'reffen- ten für die Lahnkanalisierung mrnmehr von dem früheren Projekte, der Kanal sierung für C03 T men Sckiffe, Ab'and genommen haben und Herr Baurat Röder in Diez mit der Ausarbeitung eines Projektes für 300 Tonnen-Schiffe beauftragt worden ist, beschloß die Kammer, auch für ihren Bezirk Erhebungen darüber zu veranstalten, ob und wie weit diesseits ein Interesse an einer Kanalisierung te: Lahn bis Gießen vorliegt.
5. Inkrafttreten der neuen Handelsve r- tr ä g e. Auf Veranlassung des Deutschen Handelstages hat die Handelskammer bei den am Auslandsverkehr beteiligten Firmen ihres Bezirks eine Umfrage veranstaltet, um zu ermitteln, ob für das Inkrafttreten der neuenHandelsverträge die in den alten Handelsverträgen für die Kündigung vorgesehene Frist von einem Jahre verkürzt wer', e t könne. Die Kammer erklärte sich in Uebereinstimmung mit den eingegangenen Antworten gegen eine Verkürzung der einjährigen Kündigungsfrist.
6. Ter Oberhessische Viehhändlerverein in Alsfeld hat'e die Handelskammer ersucht, für einen Zusammenschluß des Güterzuges 7 5 24 Fulda-Gießen (Burg- und Niedergemünden an 11.31 vormittags) mit dem Zuge 134 3 Burg- und Niedergemünden-Kirchhain (Büro- und ' Medergemünden ab 11.5 vormittags) einzutreten. Die Kammer beschloß, diesem Ersuchen^ zu entsprechen, da jetzt der Viehtransport nach den Märkten in Kirchhain außerordentlich verzögert wird und es den ober- hessischen Händlern nicht ermöglicht ist, schon auf dem Vormarkte Verkäufe abzuschließen.
7. Polizeiverordnung betr. Dusmelken der Kühe vor dem Auftriebe auf die Gießener Vieh Märkte. Von den Viehhändlern werden fortgesetzt Klagen über die genannte Polizeiverordnuug erhobm. Nachdem das Großh. Kreisamt zu Gießen nach Anhörung des KreisauSschusses erklärt hat, zurzeit von einer Aenderung der Polizeiverordnung Abstand zu nehmen, beschloß die Handelskammer, nochmals in einer Eingabe auf die Schäden
der Polizeiverordnung hinzuweisen und eine baldige Abänderung zu erbitten.
8. VerkehrmitKleie. Gegenüber den zuweit^eben- den Ansprüchen der Landwirte an die Beschaffenheit der von ihnen einzukaufenden Kleie hat der Ausschuß des Deutschen Handelstages an feine Mitglieder die Aufforderung geachtet, dahin zu wirken, daß durchweg die folgende von dem Verein deutscher Handelsmüller und dem Verein keuscher Großhändler in Tünge- und Kraftfuttermitteln eingeführte Begriffsbestimmung zur Geltung gelange: „Siete ist der Rückstau d aus dem Reinigungs-und Vermehl- ungsverfahr en des Getreides behuss Ge- winnungvonMehl. Fremde nichtimGetreide enthaltene Substanzen dürfen der Kleie nicht beigemischt wer den." Die Handelskammer ersucht die Kleinhändler und Müller ihres Bezirks, in dem Sinne einzuwirken, daß durchweg diese Begriffsbestimmung in Anwendung kommt.
9. Eingänge:
a. O. Prange, Geschäftsführer des deutschen Feuerver- sicherungsschntzverbandes, Kritische Betrachtungen zu dem Entwurf eines Gesetzes über den Der sic e ungs- b ertrag.
b. A. Roth, Kaufmännische Fortbildungsschulen.
c. Archiv für kaufm. Sozialpolitik, Band I, Heft 1.
d. Bericht über die 8. ordentliche Haup.Versammlung des Verbandes selbständiger, öffentlicher ChenikerTeulsch- lands.
e. Entwurf eines Gesetzes betr. Kaufmannsgerichte.
f. Petitionen des Deutschen Brennmeisterbundes, be Erhebung der von Angestellten geleisteten Kautionen zu den bevorrechtigten Forderungen und betr. Erlaß eines Gesetzes, das für Dienstverträge die schriftliche Form festlegt.
g. Ter Arbeitsnachweis im Handelsgewerbe, Berichte erstattet auf der Versammlung der vereinigten nassauischen Handelskammern zu Wiesbaden am 3. Dezbr. 1903.
h. Von zuverlässiger Seite sind der Handelskammer Mitteilungen zugegangen über die Haussebewegung an italienischen Börsen, Anknüpfung von Geschäftsverbindungen in Constanze, die diesjährige Tobakemte in den Vereinigten Staaten, den direkten Verkehr mit kolumbischen Geschäftshäusern, die Möglichkeit einer Kolonisation des Muni'ipinms Porto Alegvo, Aussichten für deutsche Kapitalanlagen in Bolivien, die wirtschaftliche Tätigkeit der Fremden in Szechuan, Ausfuhr von Textilwaren nach Aleppo, den Export nach China, insbesondere nach Tientsin, die wirtschaftliche Lage Südafrikas, ferner über zweifelhafte Firmen in Antwerpen, London, Madrid, Budapest, Rustschuk, Smyrna.
Tie Eingänge können während der üblichen <'^efrf)cift§- zeit im Bureau der Hgndf'l'ka"'^- mnostchm r e.den.
Aiis §tuöt uni) Land.
Gießen, 22. Januar 1904* 1
•* In der Gemälde-Ausstellung am Brand gelangt heute eine interessante Kollektion Portraits von einer Berliner Malerin, Margarete Fritze, zur Ausstellung. Wir können allen Kunstfreunden raten, sich die Bilder anzusehen. Die dargestellten Persönlichkeiten sind meist auS den höheren Kreisen Berlins. Ferner wird noch ein großes „Damenportrait" und „Das Urteil deS Paris" von Leo Meeser-München neu ausgestellt.
** Die Zeitungs-Reklame ist zweifellos das wirksamste Mittel, das der Industrie- und Handelswcli zur Hebung des Absatzes ihrer Erzeugnisse und Waren zu Gebote steht. Bei der Schwierigkeit, auf dem weiten Gebiete des Reklamewesens immer das Richtige und Zweckmäßige zu treffen, ist es für alle Inserenten von ganz besonderem Werte, einen zuverlässigen Führer und Berater zur Verfügung zu haben, wie es erfahrungsgemäß der bewährte Zeitungs- Katalog der Annoneen-Expedition Rudolf Mosse ist, der in 37. Auflage soeben erschienen ist. In geschmackvollster äußerer Ausstattung — die seit Jahren bewährte Form der Schreibmappe mit Kalendarium ist wieder beibehalten worden — enthält der Katalog, aufs sorgfältigste nach dem neuesten von den Verlegern der Zeitungen und Zeitschriften gelieferten Material bearbeitet, die Zeitungen und Zeitschriften, für welche die Annoneen-Expedition Rudolf Mosse Anzeigen entgegen nimmt Bei den Blättern finden sich alle diejenigen Angaben, die für die Inserenten in erster Linie wissenswert find, wie Zeilenpreise, Spaltenbreite, Erscheinungsweise, Auflage, politische Richtung rc. Wie früher, ist auch diesmal Rudolf Mosses Normal-Zeilenmesser, der es jedem ermöglicht, die JnsertionSgebühren für eine Anzeige selbst zu berechnen, dem Kataloge wieder beigegeben. Von der Beigabe von Anzeigen- und Clichö-Entwürfen ist dagegen Abstand genommen und zwar, wie aus dem Vorwort zum Kataloge hervorgeht, im Hinblick auf den von der Firma Rudolf Mosse für ihre Kunden hergestellten besonderen Cliche-Katalog, der ea. 1200 der wirksamsten Elichös zu effektvoller Ausstattung von Anzeigen enthält. Als Separatbeilage bringt der Katalog eine Beschreibung des Neubaus, den die Firma Rudolf Mosse auf dem Eckgrundstück Jerusalemer- und Schützenstraße in Berlin errichtet hat
-o- Großen-Linden, 21. Jan. Der Gesang- Verein „Germania" hier beabsichtigt, Sonntag, den 3. Juli lf. Js. sein 25 jähriges Stiftungsfest in Form eines SängerfesteS zu feiern.
R. B. Darmstadt, 22. Jan. (Eigener Drahtbericht.) S. K. H. der Groß Herzog tritt seine auf kurze Zeit berechnete Reise nach England morgen nachmittag 2 Uhr 25 Min. mittels Extraznges an. Von Bingen ab gedenkt der Großherzog den Expreßzug zu benutzen. Nach einem Aufenthalt von wenigen Tagen in London begibt er sich zum Besuche des Königspaares. Die geplante Egyptenreise ist vorerst auf eine günstigere Jahreszeit verschoben worden. Während der Abwesenheit deS Großherzogs werden hier im Neuen Palais ilmfassende Umbauten vorgenommeu werden. — Das Befinden des Prinzen Franz Joseph o. Battenberg nach der Magenoperation gibt zu Bedenken fein Anlaß.
** Tarrn st adt, 21. Jan. Es ist erinnerlich, daß gegen den Oberbergrat Professor Tr. Lepsins, Rat im Ministerium des Junern, eine Tisziplinaruntersuchung em- gelcitet, worden, die aus einem ganz eigenartigen Vorgang basiert. Der Münchener Kommerzienrat Stützet hatte durch Vermittelung des Genannten dem hiesigen Landes- museum verschiedene prähistorische Funde übersandt und


