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22.1.1904 Erstes Blatt
 
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Erscheint tSgltch außer Sonntag-

Dem Gieyener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen tandwirl btc Siebener ^amiUen- blätter viermal in bei

Woche beigelegL -totatwnLdruck n. Ver­tag der Brü h l'schen Nntvers.-Buch- »r. Stein- ^ruderet l Pietsch (fctbcn) SRebafhon. ttrpebUtoe und Druaeret:

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154. Jahrgang

Erstes Blatt.

Freitag 22. Januar 1904

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GichenerAnzeiger

General-Anzeiger '"v

Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen MW

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äefüBrt worden sind.

Qur zweiten Lesung des Etats des Reichsamts des Jpnern haben die Sozialdemokraten folgende Re-

ratung wirb auf morgen vertagt.

Berlin, 21. Jan. Vom gestrigen Empfang de- Präsidien des preuß. Landtags beim Kaise verlautet nur, daß politische Gespräche dabei nich

Kirche vnd Lchute.

Breslau, 21. Jan. Tie Stadtverordneten genehmig­ten einstimmig die Errichtung eines sechsklassigen Real­gymnasiums für Mädchen, int Anschluß an dre städtische Viktoriaschule, mit dem Endziel der Reifeprüfung.

Gegen den Realschulprofessor Teditius in Elberfeld, welcher dieser Tage von der Anklage der f ahrl ä ssi g en T o tung eines sein er Sch üler freigesprochen ist, wurde nunmehr ein Tisziplinar- verfahren eröffnet.

Keer und Atolle.

Hannover, 21. Jan. Tas hiesige Garnisonkom» m a n d o, das vor einigen Tagen den Offizieren und Mann­schaften der Garnison den Besuch der Vorstellung von BeyerleinsZapfenstreich" im Residenztheater verboten hatte, hat nunmehr einen Befehl erlassen,

Deutsches Reich.

Berlin, 21. Jan. Heute morgen begab sich der Kaiser nach Potsdam. Dort begab er sich zu Wagen nach dem großen Exerzierschuppen, wo er die zweite, d e iebente und zwölfte Kompagnie des ersten Garberegrments besichtigte. Sodann fand ein zweimaliger Vorbeimarsch tatt, an dem alle zwölf Kompagnien des Regiments terl- nahmen. Ter Kronprinz führte als Hauptmann die zweite Kompagnie. Ter Schaustellung wohnten Prinz Fried­rich Leopold, Prinz Eitel Friedrich, die Generalität, das kaiserliche Hauptquartier und die fremdherrlichen Offiziere bei. Um 11 Uhr begab sich der Kaiser zu Fuß nach dem Regimentshause des Osfizierkorps und nahm dort das Früh- tück ein. Um 12i/4 Uhr fuhr der Kaiser nach dem Stadt- chlosse, zog hier Jagduniform an und fuhr dann zur Fa­unen- und Kaninchenjagd noch dem Entenfänger. Ter Kronprinz und Prinz Ettel Frtedrich fuhren in «Mitten ebenfalls zur Jagd, wobei der Kronprinz persönlich dte Pferde lenkte. .

Der Kaiser genehmigte dre 228 Millionen - Anleihe der Stadt Berlin.

Das Reichspostamt ordnete mit Wirkung vom 1. Fe­bruar ab die allgemeine Einführung des Nachtdienstes im Fernsprechverkehr des Reichstelegraphengebretes untereinander und mit Bayern, Württemberg und Oester­

geführt hat. Tie Finanzierung des Theaters wäre damit gesichert. Fräulein Dumont beabsichtigt, etn Festspielhaus zu errichten,m dem wahrend dreier Monate im Sommer von den bedeutendsten Schauspielern und Schauspielerinnen Deutschlands Werke von Aeschylus, Sophokles, Shakespeare, Goethe, Hebbel, Kleist, Ibsen, Hauptmann. Hosmannsthat in mustergiltiger Werse auf- geführt toerben füllen. Prosesfor v-m de Velde hat es Uber, ncinmen, bis zum 1. Februar eingehende bauliche Plane für das Nationaltheater zu Itetcrn, und hat mittlerweile versucht, Grotzherzog Wilhelm.Ernst zu. g-winn-n aus dem Boden Weimars dem Festspielhaus eine Statte zu be­reiten. Wie der iunge Großherzog sich zu diesem Ansinnen stellt, ob er geneigt ist, den Vertretern der Idee, beson­ders Fräulein' Tumont, Zugeständnisse zu machen, die hauptsächlich in der Ueberlaff«nfl eines Segneten Platzes bestehen würden: das bleibt abzuwarten, ^erb ng8 if jetzt eine verlockende Gelegenheit geboten, Weimar mit einem neuen Glanze zu umgeben. _

Direktor Bruck vom Orpheum in <>-rant- surt °. M. trägt sich mit dem Gedanken, 'N Berlin ein neues Theater zu gründen, und diese Absicht hat bereits bestimmte Formen angenommen Zur Theater- gründung fei ein Platz zwischen der Weideudammer Bracke

Parlamentarisches.

Berlin, 21. Jan. In der Budget-Kommission deS Reichstages wurde heute die Beratung des Etats des Reichsamts des Innern fortgesetzt. Vom Abg. Singer ist eine Resolution beantragt, wonach 150000 Mark zur Be­schaffung eines geeigneten Desinfektionsmittels gegen die Wurmkrankheit eingestellt werden soll. Graf Posa- dowskp erklärt, daß man die Ursache der Wurmkrankheit kenne, eine weitere Erforschung des Krankheiterregers sich daher erübrige. Das wichtigste Abhilfsmittel sei absolute Reinlichkeit. Seine Ausführungen werden durch den Präsi­denten des Reichs-Gesundheitsamts Dr. Köhler ergänzt. Die Resolution führte zu eiper eingehenden Diskussion über die Bekämpfung der Wurmkrankheit. Sekretär von Sten­gel erklärte, daß die Schatzverivaltung sich gegen die Position nicht" sträuben würde. Die Mitglieder der Linken traten warm für die Resolution ein, während die Mitglieder der Rechten und des Zentrums erklärten, von einer Resolution Abstand zu nehmen, nachdem Graf Posadowsky erklärt hatte, daß die Reichsregierung alles zur Bekämpfung der Wurm­krankheit aufbiete und im Reichs-Gesundheitsamt etn be­sonderer Naturforscher mit der Frage der Wurmkrankheit be­schäftigt werde. Die Resolution wurde schließlich auch gegen die Stimmen der gesamten Linken, Antisemiten und Polen abgelehnt. Außer einer Reihe von kleineren Titeln werden im Extra-Ordinarium 5 Millionen zur Herstellung kleiner Wohnungen für Beamte re. bewilligt. Die weitere Be-

solution gestellt: Ter Reichstag wolle beschließen: m Erwägung, daß eine periodische Wiederholung der Be­rufszählung, neben den Volkszählungen in gesetzlich bestimmter Frist einem dringenden allgemeinen Interesse entspricht und für eine gedeihliche Lösung der Aufgaben der Gesetzgebung und Verivaltung unerläßlich ist, den Herrn Reichskanzler zu ersuchen: 1. sogleich eine Kommission ein­zuberufen, die aus amtlichen Vertretern des Reiches und der Bundesstaaten, aus Mitgliedern des Reichstags, Ver­tretern der Wissenschaft und Praxis, insbesondere auch der Organisationen der Unternehmer und Arbeiter sich zu­sammensetzt und den Auftrag erhält, die methodischen Grundsätze für eine im Juni 1905 anzuberaumende Volks­zählung festzusetzen; 2. nach Vollendung der Arbeiten dieser Kommission und Veröffentlichung der Protokolle und Resultate ihrer Beratung womöglich noch in dieser Session des Reichstags einen Gesetzentwurf vorzulegen, der an Stelle des Verordnungsweges durch den Bundesrat sowohl für die Volkszählung wie für die Berufs- und Vetrrebs- zählung eine gesetzliche Grundlage mit dauernder Wirk­samkeit schafft und den statistisch-methodpcheu Anhalt dcw Erhebungen regelt und beide so gestaltet, daß sie sich gegenseitig ergänzen und eine Vergleichbarkeit der wich­tigsten Taten zulassen.

und dem Bahnhof Friedrichstraße ausersehen. Tie crsvrder- licheu Kapitalien seien ihm von Frankfurter und Berliner Kapitalisten zugesichert. Dasselbe Matt bringt btc Nach­richt von der beabsicktiaten Uebernahme des Or­pheums durch Herrn Neumann-Hofer.

Man schreibt uns aus Berlin: Tas große Wohlgefallen an der farbigen Reproduktion seines Ers en- Walzwerkes hat bei unserm Altmeister A. von M e n z e l das Verlangen hervorgerufen, nech andere Merke seiner Hand und insbesondere daö KolcssalgemüldeFriedrich und die Seinen bei .Hochkirch", welches sich im Besitze deS Kaisers befindet, in gleicher Meise farbig veröffentlicht zu sehen. Tiesem Wunsche des Künstlers ist der Kaiser 'dadurch entqegengekommen, daß er die Ueber- führung dieses, in seinem Arbeitszimmer im Neueii Palais in Potsdam aufgestellten Bildes nach Berlin zum Zwecke der Reproduktion gestattet hat. Nicht minder erfreulich ist es, daß auch Kommerzienrat Ravenö seine berühmte Galerie der die Farbenreproduktion von bedeutendeil Ge­mälden betreibenden Bereinigung der Kunstfreunde geöffnet hat. Und zwar ist es au erster Stelle wiederum ein Werk A. von Menzels,König Friedrich auf Reisen", welches demnächst in farbiger Reproduktion erscheinen soll.

sind?

Der Bundesrat hat in seiner heutigen Sitzung die Vorlage betreffend den Geschäftsbericht der Zentral­auskunftsstelle für Auswanderer auf die Zeit vom 1. Oktober 1902 bis 30. September 1903 zur Kenntnis genommen. Ter Ausschußautrag bett's end die Aenderuug der Bestimmungen über die zollamtliche Abfertigung zur unmittecharen Durchfuhr durch das beutfdje Zollgebiet be­stimmten Passagiereffekten würbe angenommen. ®bemo bte Ausschußberichte über bie Anträge ans Aenderung ber An­lage b. zur Eisenbahnverkehrsordnung und über den Ent­wurf des Gesetzes wegen F-eststellung des Lant es' aushalts- atats von Elsaß-Lothringeu für das Rechnungsjahr 1904.

Ter Verein Berliner Kaufleute und In­dustrieller feierte unter Teilnahme der hervorragend­sten Vertreter der Politik, der Wissenschaft, des Gewerbes und der Industrie sein 25 jähriges Stiftungsfest. Minister v. Rheinbaben brachte das Hoch auf den Kaiser aus, Minister v. Podbielski das Hoch auf den Verein.

Im Reichstage wird, wie nach den ,^Serl. N. N." verlautet, beabsichtigt, erst alle ersten Lesungen der neu eingegangenen Entwürfe im Plenum zu erledigen, also nach den Kaufmännischen Gerichten den Entwurf betreffend den Servistarif und die Klassen- einteilung der Orte und den Gesetzentwurf betr. die Friedens Präsenz stärke des Heeres. Erst dann soll die zweite Lesung des Etats im Plenum begonnen werden.

Stuttgart, 21. Jan. In einer großen sozialdemo­kratischen, sehr stürmisch Verla ufeueu Versammlung wurde eine scharfe Abrechnung über die Parteiparole bei den letzten Gemeinderatswahlen hier voraeuommen. Tem Re­dakteur Heymann wurde Lüge, Gemeinheit und Tenunziatiou vorgeworfen. Die Versammlung legte Verwahrung dagegen ein, daß in dem sozialistischen Wahl­flugblatte die Sozialdemokratie als echte Vertreterin deS Kleingewerbes und des Kleinbürgertums empfohlen wurde. Tie Gmünder Genossen haben den ftüheren Landtagskanvi- daten Klaus aus der Partei ausgeschlossen.

H a n n o v e r, 21. Jan. Ter Magistrat gab in der heuti­gen Stadtverordnetensitzung dem Anträge auf Errichtung eines Bennigsen-Denkmals statt und schenkte dazu einen Platz in dem Park vor dem Provinzialmuseum. Tem B. T." zufolge soll das Denkmal ein monumentaler Zieh­brunnen mit dem Bildnisse Bennigsens werden. Vier welfische Stadtverordnete setzten dem Beschlüsse einen ener­gischen Protest entgegen.

Leipzig, 21. Jan. Aus Finanzkroisen ist dem Ver­band der Aerzte Teutscylands ein Kredit vonzwer M i l l i on e n M a r k in A"ssimt gestellt worden.

reich an.

In der gestrigen EmpfangsaudienzdesPra- sidiumdespreuß. Abgeordnetenhauses hat der Kaiser die Herren v. Krocher, Dr. Porsch und Dr. Kaufe sehr leutselig empfangen und dabei die Mahnung aus­gesprochen. daß das Abgeordnetenhaus sich fleißiger Arbeit hingeben möchte, da reichhaltiges Material vorliege.

Im preuß. Abgeordnetenhause werden btc beiden ft eisinnigen Parteien den Antrag auf fakulta­tive Zulassung der Feuerbestattung stellen. Weiter ist die Frage erwogen worden, ob man in einer Interpellation die Regierung'betragen solle, ob sie,beab­sichtige, auf den natürlichen W a s s e r st r a ß e n S ch i f f s - abgaben zu erheben. Voraussichtlich wird aber keine Interpellation eingebracht werden, da die Frage eingehend bei Beratung der wasserwirtschaftlichen Vor­lage erörtert werden kann.

Zur mehrfach erörterten MisstondesKultus- min istersStudtnach Weimar und zu den Dementis derNordd. Allg. Zta." schreibt die Weimarer Zeitung Deutschland":Gut, Minister Studt kam aus einem andern Grunde' an den Großherzoglichen Hof, gut, er sprach nicht zu dem Großherzog über künstlerische Fragen. Aber der Minister, so ssut wie fein Rat, benutzten doch ihre Anwesen­heit in Weimar, um über den Bund zu reden, sprachen zu diesem Zwecke mit den Beratern Sr. Königl. Hoheit und warnten eindringlich vor den Folgen der Gründung de s Künstlerbundes. Das ist aus un­zweifelhaft sicheren Quellen von uns in Erfahrung gebracht.

Politische Tagesschau.

Eisenbahnminister v. Maybach f.

Am Donnerstag ist in Berlin der preuß. Staatsminister Albert von Maybach im Alter von 81 Jahren ge­storben. Aus seinem Leben seien kurz folgende Daten in die Erinnerung zurückgerufen. 1822 in Werne in West­falen geboren, hat Maybach nach Ablegung der juristischen Prüsungen als einer der ersten unter den juristisch vor­gebildeten höbern Beamten die Eisenbahnlaufbahn ange­treten. Er arbeitete einige Zeit im preuß. Handelsministe­rium, zuletzt als Vortragender Rat, und wurde nach der Einverleibung Hannovers 1867 der erste preußische Vor­sitzende der hannoverschen Staatsbahnen. Nachdem er 1874 Ministerialdirektor im .Handelsministerium gewesen war, wurde er zum Präsidenten des Reichseisenbahnamts er­nannt. Ta diese Institution durch den Widerstand der einzelstaatlichen Regierungen nickst zu stände kam, trat Maybach in das Handelsministerium zurück, um als Unter« staatssckcctär und seit 1878 als preußischer.Eisenbahn­minister seine erfolgreichste und dankenswerteste Aufgabe, die Turchführung des preussischen Staatsbahnsystems, zur Ausführung zu bringen. Euoe ber Jahre 1878/79 gab es in Preußen 18537 Kilometer Eisenbahnen, darunter 5255 Kilometer Staatsbahnen, 3852 Kilometer vom Staat ver­waltete Vrivatbahnen u;:d 9430 Kilometer Privatbahnen. Ws Maybach im Sommer 1891 sein Amt niederlegte, hatte das preußische Eisenbahnuey eine Ausdehnung von 26154 Kilometev, darunter 24 708 Kilometer Staatsbahnen, 52 Kilometer vorn Staat betriebene nud 1394 Kilometer in eigener Verwaltung stehende Privatbahnen. Heute, wo die preußischen Eisenbahnen ber Träger bes ganzen preußischen Etats geworben sind, läßt sich bie außerorbentliche Be- beutung des Maybachschen Lebenswerkes erst völlig er­messen.' Toch hat es ihm auch mitten im Schaffen nicht an ber Anerkennung feiner Tätigkeit gefehlt, namentlich zeichnete ihn ber alte Kaiser mit feinem Vertrauen aus, unb Kaiser Friedrich ehrte ihn durch die Verleihung des Schwai-zen Adlerordens und des Adels. Von 1882 bis 1892 gehörte Maybach dem preuß. Abgeorduetenhause an, wo er zuerst den Wahlkreis Guinmersbach-Walbbröl, bann von 1888 ab Saarbrücken-Ottweiler-St. Wenbel vertrat.

Feuilleton.

Ein Bayreuth des Schauspiels. Sn s mar geht eine Gruppe moberner Literaten unb Künstler, tote wir bereits mitteilten, mit ber Absicht um, tn der Residenz an der Ilm ein modernes Theater zu gründ en. TieWeim. Ztg", das Amtsblatt der Regier­ung, bekämpft diese Idee und hat ber Meinung Ausdruck gegeben, Weimars künstlerisck)e Aufgabe bestehe darm, em Bayreuth des Schauspiels zu werden. Nun stellt sich her­aus, wie dasB. T." bericktet, daß auch jene Knnstler- gruppe beabsichtigt hatte, und noch beabsichtigt, aus Wei­mar ein Bayreuth des Schauspiels zu machen. Tas geht hervor aus einem Briefe, welchen Pros, van de Velde an den Oberhosmarschall v. Palezicux m Wermar ge­dichtet hat In diesem Briefe heisst es, daß gelegeittlich des im Dezember stattgehabten Gastspiels von Luche^n- mont Mischen ihr fint) van de Velde eine eingehende Besprechung ber Frage, ob es möglich sei, rn Weimar em Nationaltheater für bas Traina zubauen, stattgefunden dabe In dieser Unterredung hat Fraulem Tumont einen Plan entwickelt, der, wie die Künstlerin verftc^rt, bereits zur Bildung einer Griippe kapitaltrasttger Leute m Berlin

Darauf aNeiu kam es bei der ganzen Frage an, das hatte Herr Studt sofort zugestehen sollen."

Tem Hofb errcht über die gestrige De silier- cour entnehmen wir, daß eine Anzahl mit Namen bezeich­neter ausländischer Herren vorgestellt wurden, und zwar von Italien, Oesterreich-Ungarn, R.'ßland, Großbri­tannien, der Türkei, von Amerika, Frankreich, Hessen, der Schweiz, von Bayern, Sachsen, Belgien, Würt­temberg, Rumänien, Schweden und Norwegen, China, Dänemark und Baden. Sollte es nicht an der Zeit sein, daß bie zustänbigen Berliner Hosämter von ber vor etwa 33 Jahren erfolgten Begründung des Deutschen Reiches endlich Notiz nähmen, worauf sie übrigens aus ähnlicher Veranlassung schon öfters aufmerksam gemacht worden