Ausgabe 
21.12.1904 Erstes Blatt
 
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154. Jahrgang

Mittwoch 21. Dezember 1904

Erstes Blatt

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Amis- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen

Pie heutige Wummer umfaßt 16 Seiten

Gabbas entlassen. Die Stellung des Veziers Tast fei erschüttert. Dieser habe sein Sßennögen ins Ausland ge­schasst. Die Ulemas fordern den Sultan auf, Sliman und Gabbas wegen ihres Hinneiaens zu Frankreich zu entlasset. Das hiesigeJournal du Maroc" greift den französischen Gesandten scharf an, weil er den Seeweg nach Larache wählte und damit gewissermaßen die Befehle Raisulis ausführte. Frankreich, das sich verpflichtet, habe, für die Sicherheit der Europäer zu sorgen, treffe nicht einmal Maßregeln für die Sicherheit seines Gesandten, 30 Spahis wären wert­voller als der ganze unnütze Troß der Mission. Die Zeitung cheint hiermit der Stimmung der französischen Kolonie Ausdruck zu geben. Uebrigens wählte nie zuvor ein Ge- sandter den Seeweg.

nenten Forts. Daher handelt es sich wohl nicht um bas eigentliche Fort Kikwanschan, sondern um ein vorgescho­benes vor der permanenten Anlage. Alle Karten der Be­festigungsanlagen sind leider recht mangelhaft und nur nach Mutmaßungen unter Berücksichtigung des teilweise bekannten Geländes angefertigt. 1

Tie Berichte Admiral Togos über die Vernichtung

Aus Südwekasnka

General v. Trotha

meldet aus Windhuk: Tie Maschinengewehrsektion Wossidlo überfiel auf dem Marsche von Grootfontein nach Namu- toni bei Hoais am 24. November eine Herero werft.

11 Hereros sind gefallen, darunter Kambazembis Bruder Kamarinebo und dessen Sohn. Am 29. November wurde Namutoni besetzt; die Station ist völlig zerstört. Am 30. November wurden bei Ghoachas, westlich von Namu­toni, am 2. Dezember bei Onandowa, nördlich von Namu­toni, Hcrerowerften überfallen und dabei 58 Stück Vieh, 7 Gewehre sowie Munition erbeutet. Mehrere Hereros sind gefallen. Unsererseits keine Verluste. Von den O y am- bos droht augenblicklich keine Gefahr; ihre Toten liegen vom Januar-Gefecht her noch unbeerdigt in Mengen um Namutoni.

Am Typhus gestorben:

Leutnant Werner Schenk Freiherr von Stauffenberg, geboren 1878 zu München, früher daher, erstes schweres Reiter-Regiment, , am 18. Dezember im Lazarett zu Owinaua-na.ua.; ferner die Reiter Schumann und Friedmann.

TieNordd. Allg. Ztg." schreibt: Ueber den Umfang der Typhus-Epidemie in Deutsch-Südwestaftüka lagen bisher keine genauen amtlichen Nachrichten vor. Nach einer aus eine Anfrage ber den: Oberkommando der Schutztruppe.ein­gegangenen telegraphischen Meldung sind seit dem Beginne des Krieges bis Ende November von der Schutztruppe an Typhus erkrankt 977 Man st ; davon sind gestorben 184 Mann, in die Heimat gesandt 67 Mann, in Behand­lung 441 Mann und dienstfähig zur Truppe entlassen 282 Mann.

Dolillsche Tagesschau.

Ein englischer Gast.

-tt-. Berlin, 20. Dezember.

In hohem Grade beachtenswert ist die freundliche Aus­nahme, die die Negierung dem Londoner Handels­kammerpräsidenten Sir Thomas Barklay bei seinem demnächstigen Besuch in Deutschland zu erweisen gedenkt. Man geht kaum fehl mit der Vermutung, daß hier ha nd e ls- politische Erwägungen eine Rolle spielen. Das Handelsvertragsprovisorium mit England ist bekanntlich vor Jahresfrist auf zwei Jahre verlängert worden. Es erscheint also immerhin an der Zeit zu vorbereitenden Schritten für die Erneuerung des Vertrags, an dec England kein geringeres Interesse hat, als Deutschland. Das mag wohl Sir Barktay erkennen trotz der Chamberlainschen Schutzzoll-Agitation, über deren schließlichen Erfolg ein Urteil auch heute noch nicht möglich ist. Tatsächlich schrecken gerade kommerzielle Kreise in England vor einem Zollkrieg mit Deutschland zurück, und bei ihnen ist die Mahnung des bekannten Nationalökonomen Schnwller wohl nicht ungehört verhallt, daß gegenseitige Duldung der wirtschaftlichen Fortschritte die Parole des deutschen und des britischen Volkes werden müsse.

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Gründung eines Bunde? der Landwirte Italiens.

Aus Nom wird geschrieben:

Die seit ein paar Jahren betriebenen Bemühungen, eine der deutschen und der ungarischen konforme Organisation der Landwirte in Italien zu schaffen, haben den Erfolg gehabt, daß sich die eine Anzahl (etwa 90) von lokalen und pro­vinzialen landwirtschaftlichen Vereinen umfassendeUnion? agraria italiana mit dem Sitz in Rom konstituiert hat. DieUnion?" will, zufolge ihrem Statut, alle organisierten und vereinzelten Kräfte zusammenfassen zur Verteidigung der geistigen, ökonomifchen und politischen Interessen des land­wirtschaftlichen Grundbesitzes und der landwirtschaftlichen In­dustrie und sie zu einheitlicher und wirksamer Aktion leiten; sie will ferner die Verteidigung der Grundsätze, aus denen die Ordnung des Privateigentums ruht, fördern und zu ge­rechter Lösung der politisch-ökonomischen Kon­flikte zwischen agrarischem Kapital und Arbeit beitragen, sie will endlich die gesetzgebenden Faktoren zu den­jenigen Maßnahmen ansporuen, die die friedliche Entfaltung und Fortbildung aller Energien sichern, die zum Wohle der nationalen Landwirtschaft beitragen.

Ausland.

Kopenhagen, 20. Dez.. Die Kronprinzessin von Schweden wird nach Weihnachten zum Besuch des. Herzogs und der Herzogin von Cumberland in Gmunden eintreffen. Es verlautet, daß bei dieser Gelegenheit die Verlobung des Prinzen Gustav Adolf von Schweden, des ältesten Sohnes des schwedischen Kron Prinz en-Paares mit der Prinzessin Olga voin Eumberland veröffent­licht werden wird. (Dann waren also die stolzen Pläne der stolzen amerikanischen Präsidententochter allzu eitel ge­wesen. D. Red.)

Rotterdam, 20. Dez. Wie derNreuwe Rotter- oamsche Courant" aus Batavia meldet, haben alle Dongolafürsten, Mit Ausnahme von zweien, die sich weigerten, dem Gouverneur einen Besuch abmstatten, Ver­träge mit der Regierung abgeschlossen. Als man versuchte, die Widerstrebenden zur Unterwerfung zu zwingen, lies das Gesolge dier beiden eingeborenen Fürsten Amok. Hierbei wurden 43 derselben getötet, auf holländischer Seite 3 Mann verwundet. Eine Truppen ab teilung verbleibt vorläufig in Dongola. _ , .

Paris, 20. Dez. Außer bei einer amerikanischen Ver- sicherungsgesellschast, welche die Versicherungssumme von 100 000 Francs bereits ausgezahlt hat, hatte sich S y v e t o u vor etwa 12 Jahren noch bei einer anderen Gesellschaft mit 150 000 Francs versichert. Es sind Schritte unter­nommen worden, um auch die Auszahlung dieser Summe herbeizuführen. Die Gesellschaft zahlt jedoch nicht aus, falls der Se'lbstmorb Syvetons bewiesen wird.

Der Senat nahm einen Gesetzentwurf an, nach dem, wenn der erste Weihnachtisfeiertag und der Neujahrstag auf einen Sonntag fallen, der darau folgende Montasg ein gesetzlicher Feiertag sein soll. i o

Madrid, 20. Dez. Die Auslandsreise des K ö n i g s ist für Februar in Aussicht genommen. Der König wird auf der Reise Paris, Berlin und London besuchen und vom Kriegsminister, dem Minister des Auswärtigen und dem Ehef des Militärkabinetts begleitet sein. Wie derLiberal" erfährt, beabsichtigt man, dem deutschen Kaiser die spanische Marschallswur.de zu ver­leihen; auch jglaubt man, daß die Reise gleichzeitig dre Braut'fahrt König Alfons' sein werde.

Newyork, 20. Dez. Aus Guayaquil wird gemeldet: Der frühere Präsident der Republik Ecuador, Flores, wurde zum Gesandten in Berlin ernannt mit der besonderen Aus­gabe, den d e u t s ch e n K a i s e r zu bewegen, dasSchieds- richtcramt im Grenzstreite zwischen Ecuador und Kolumbien anzunehmem

T li n g e r , 20. Dez. In maurischen .Kreisen geht das Gerücht, der Sultan habe die Minister des Aeußern Abdeltrim ben Sliman und des Krieges Sid Mohammed

Aus Stadt und Land.

Gießen, 21. Dezember 1904.

Personalien. S. K. H. der Großherzog haben dem Kammerdiener Pappert zu Darmstadt das Allgemeine Ehrenzeichen mit der InschriftFür treue Dienste^ verliehen. In den Ruhestand versetzt wurde der Weichensteller in der Hess. Preuß. Eisenbahngemeinschaft, Giar zu Gießen, mit Wirkung vom 1. Januar 1905.

** Riegel-Denkmal. Zur Errichtung eines Riegel* b en Em a l-3 haben her Reitor der Landcsuniversität, Geh.l M d.-Rat Prof. Dr. Vossius, der Teran der medizirnschew Fakultät P.os. Dr. Poppert, «der derzeitige Verwaltungs­direktor der neuen Kliniken Geh. Med.-Rat Prof. Psarmen- stiel, der derzeitige Leiter der medizinischen Klinik Prrvat- dozent Dr. Volhard sowie der 1. A s Mut der medizmrschenj Klinik Dr. v. Tabora einen Aufruf erlassen an dre Kollegen, Freunde und Schüler des Verstorbenen sowie au alle, die seiner ärztlichen Knust Leben und Gesuudherh verdanken. Es ist geplant, einen Felsblock mit mc!tetf in der Mitte der Gartenanlage vor dem H a u p t p o r t a L der medizinischen Klinik auszustellem. Verträge nehmen die Herren Dr. Volhard und Dir. v. tabora ent­gegen.

** Wegen Urkundenfälschung und Unterschlagung wurde ein früherer Student von hier verhaftet.

** Hur Hudde Verfolgung. Der flüchtige Hudde ist, wie wir von der hiesigen Staatsanwaltschaft erfahren, vor­gestern in der 9tiehlmig von j^ranksurt nach ^^dstern ge­fahren. Dort soll er ausgestiegen, den Ort nicht berühr

Kolonialpost.

DieKöln. Ztg." meldet unter dem 20. Dezember: Ueber die näheren Umstände des Todes des Haupt­manns Thierry in Kamerun hat fein vor kurzem an der Küste aufgetauchter Hauptdiener folgende durchaus glaubwürdig erscheinende Mitteilung gemacht:Thierry hatte eine Expedition gegen ein Eingeborenen­dorf unternommen, das sich den Ueberfall und die Be­raubung der deutschen Postboten hatte zu schulden kommen lassen. Im Verlause des Vorgehens war er allein zur Beobachtung des Kampfes auf einem zurückliegenden hohen Punkt geblieben. Diesen Augenblick benutzte ein Ein­geborener, um sich zwischen dem Felsgeroll dicht an ihn heranzuschleichen und ihn von hinten durch einen Pfeil- chuß zu verwunden. Lkm dritten Tage nach der Verwund­ung trat dann eine hochgradige, rasch um sich, greifende Entzündung ein, die schon am vierten Tage zu seinem Tode uhrte.

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tvlftftni «LgNch aufcet Sonntag*.

Dem Gießener Anzeige» werden tm Wechsel mit dem Kesfischen Landwirt die Siegener Kamillen» Hättet viermal in der

Woche betgelegL RotattonSbrucf u. Ver­lag der Brühl 'ichen Un tverl.'-lBucb-u. Stern- bruderti. 81 fiangc Redaktion, »pebtttoa und Druckerei:

Scholflraße 7. llbrefie ffir Devefchen:

Ru-eige, »le&etu Hkrnivrlchawchluß Nr 61

Köl«, 20. Dez. DieKöln. Ztg." meldet aus Berlin: Aus dem Süden des Schutzgebietes erhalten wir über Keet- mnanshoop die erfreuliche "Nachricht, daß der Ort Warm­bad durch die dort vorhandenen Streitkräfte und Vor­räte aus längere Zeit in der Lage ist, jedem Angriff der M or en g a-Banden erfolgreich Widerstand zu leisten.

Aie Welageru'g von Wort Arthur.

London, 20. Dez. Ter Korrespondent des Renterschen Vu- reans vor Port Arthnr meldet vom 19. Tez.: Tas Nordfort von T u n g r i k w a n s ch a n wurde gestern nm Mitternacht nach einem der erbittertsten Kämpfe während der ganzen Belagernngszeit genommen. Tie Japaner hatten seit Wochen einen 42 Fußlangen T u n n e l s ch a ch t mit vier Seitenarmen ge­graben, in welchem sieben Minen gelegt waren. Ter eigent­liche Angriff geschah durch Abteilungen Freiwilliger, die in den Wallgräben verblieben, bis die M i n e n explodierten. Tann ging die erste Abteilung zu früh zum Angriff vor und viele wurden durch die Trümmer von den Wällen an der Nord- und Ostfront, die die Explosion wegriß, getötet. Tie zweite Ab­teilung drang sodann durch z- ungeheure Breschen ein, welche die Erplosion in die Mauer geri'sen hatte. Tie Feinde, welckie die Gräben vor der Mauer beseht hielten, wurden getötet. .De übrige Besatzung befand sich im r ückwärtigen Teil des Forts hinter Sandsäckvexschlägen, hatte auch 'Geschütze und leistete hartnäckigen Widerstand. Nach z-hnstündigem Kampfe wurde das Fort genommen und die Besatzung nahezu aus gerottet

Mit ber Erstürmung des Nordforts von Kikwnnschan haben die Japaner die Linie der permanenten Forts von Port Arthur im Norden durchbrochen, denn Kikwanschan ist das dritte dieser Werke östlich der Eisenbahn: Sungschan- Erlungschan-Kikwanschnn. Ob sie die Stellung unter dem Feuer der Nebensorts halten können, wird sich bald zeigen. Es handelt 'sich aber, wie aus dieser wie der gestrigen Meldung hervorgeht, wohl nur um die Einnahme. eines vorgeschobenen provisorischen Werkes, nicht um die des eigentlichen Forts. In demFort" wurden nach, der gestrigen Meldung fünf Feldgeschi'll nnd zwei Masthmen- g ein eil re vorgefunden. Das war also die ganze Armierung. Tas ist aber nicht die Armierung eines per mo­

der Schiffe lauten vorsichtiger als die früheren aus Tokio.Sewastopol" soll nach ihnen mehrfach von Tor­pedos betroffen sein. Von16mal" sprach der Admiral vorsichtigerweise nicht. Desgleichen sagte er, andere Schiffe seien ebenfalls von Torpedos getroffen worden. Kanonen­bootOtwaschni" allein wurde genannt undeiniger Tor­pedobootzerstörer" Erwähnung getan. Der Verlust eines Torpedobootes japanischerseits wurde zugestanden, kurz -n so ganz vernichtet scheint die Flotte zu Port Arthur doch noch nichitzu sein,.wenn es auch aus­geschlossen erscheint, daß sie jemals wieder in See gehen kann.

Ausfallen mußte die gestrige drahtliche Meldung, dast Admiral Togo den Kriegsschauplatz verlassen will just in dieser ungemein kritischen Zeit. Es wird wohl richtig! sein, daß, wie nach in London eingetroffenen Meldungen auÄ Tokio verlautet, der Admiral verwundet worden ist nnfy nach Tokio zurückkehren mutz.

In Tokio wird ferner versichert, daß die Meldung, die Flotte des Admirals Togo sei nach den Sunda- 3nfein abgegangen, unrichtig sei. Sie befinde sich noch vor Port Arthur. Nur einige Schiffe seien nach Sasebo zurückgekehrt, um einige notwendig gewordene nribebeur, lende Reparaturen auszuführen.

Tokio, 20. Tez. (Reuter.) Tas Hauptquartier veröffent­licht eine Liste von 26 in der letzten Zeit gefallenen und 44 verwundeten Offizieren. Man nimmt an, daß es sich um die Verluste bei den jüngsten Angriffen auf Port Arthur bandele. Ter KreuzerTsuschima" beschlagnahmte gestern bei Ulsan (Koreaä den auf der Fahrt nach Wladiwostok benndüchen Dampfer Nigrecia. Bei der Untersuchung der Ladung wurde eine große Menge Kontrcbande gesunden. Ter Dampfer wurde nach Sascho gesandt, wo das Prisengericht über dre Beschlag­nahme entscheiden wird .Tie Nationalität des Tnmpfers, sowie die genaue Schreibung seines Namens steht nicht fest.

Tokio, 20. Tez. (Reuter.) Tas WachtschiffAsagrrr" nahm am 19. Tezember den englischen DampferKing Ar­thur" bei dem Versuche, Port Arthur zu verlassen, weg. Es verlautet, der Dampfer hätte Vorräte nach Porr Arthur ge­bracht und habe russische Marineoffiriere an Bord, welche zu der Baltischen Flotte zu gelangen suchren. Tas Schiff wurde zur Aburteilung durch das Prisengcricht nach Sascho gebracht.

Mukden, 20. Dez. (Ruff. Tel.-Ag.) Eine von japanischen Offizieren befehligte, 10 000 Mann starke Chunchusenabteilung in! dem Tale des Laoheflusses nahm um zwei Drittel ab, weil die Japaner die Soldabmachungen ^nicht einhielten.

Petersburg, 20 Tez. Ein kaiserlicher Ukas ordnet an, einige Truppenteile in den Militärbezirken von Warschau, Wilna, Kiew, Kasan, Petersburg, Moskau und Odessa behufs der Ver­mehrung der Streitkräfte im fernen Osten auf den Krregsfuß zu setzen

Petersburg, 20 Tez. Die teilweise Mobilmachung erstreckt sich im Militärbezirk Warschau auf 29, im Bezirk Wilna auf 24 und in den Bezirken Kiew, Kasan, Moskau, Petersblrrg und Odessa auf 33 bezw. auf 38, 46, 44 und 42 Kreise. Auch sämtliche Reserveoffiziere der neu mobil gemachten Truppenteile wurden zu den Fahnen berufen.

B r o d Y , 20 Tez. Infolge der amtlichen Bekanntmachimg, daß in den nächstm Tagen in den! Gouvernements Kalisch, Petrikau und Kielce die Mobilisierung beginnen werde, hat .sich der Uebertritt russischer Militärpflichtiger nach Galizien in enormer Weise vermelnt. Tie besser Situierten begeben sich nach Hamburg, die übrigen werden von den in Galizien bestehenden Hilfskomitees mit Geldmitteln versehen.

Wien, 20. Tez. Wie man derN. Fr. Pr. aus Francisco meldet, wird der Transport von amerikani­schen Kriegsmaterialien, Lokomotiven und Bahnmatenal nncf) Japan ganz offen betrieben Qm Wen November fuhren allein mit den DampfernMandfchuna",Aztec ,Cop­tic" undCorea" mit Waren im Werte von 25 Millionen Dollar nacb ? nPan b .

V,»og*pr»tA< monatlich 76 viertel- jäbrhd) Mk. 2.20; durch vlbhole- il Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePost Eck.L.'»tertel- jährl. ausschl. Bestellg.' Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer! bis vormittags 10 Uhr. ZetlenpreiS lokal 12

auswärts 20 Pfg. verantwortlich ffli den polt! und allgem. Teil P. Wittkoi für .Stadt und Land^ und -GerrchtSsaal^: August Goetz, für den An­zeigenteil: HanS Beck.