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21.6.1904 Erstes Blatt
 
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Ruttershausen, wo ein Sängerfest stattsand, gemacht. Außcr- balb des Ortes hielt der Reichstagsabg. Scheidemann eine Rede, in der er wegen dieser Gegnerschaft Watzenborn in Schwarzenborn* umtaufte.

Vermischtes.

* Aschaffenburg, 20. Juni. Heute ist ein Jahr verflossen seit dem Raubmorde an der Telephonistin Josephine Haas aus Bamberg. Trotz der eifrigsten Be­mühungen der Behörden und Aussetzung eines hohen Geld­betrages konnte der entmenschte Täter bisher noch nicht gefaßt werden und tiefes Dunkel liegt über dem fluch­würdigen Verbrechen. Das auf so grattfame Weise gemordete Fräulein weilte damals zum Besuche bei seinem hiesigen Bruder und u ilernahrn ohne Begleitung am Samstag, den 20. Juni, nachmittags 4 Uhr einen Spaziergang auf den Büchelberg, von dem es um 6 Uhr wieder zurück sein wollte. Es kam anders, von feiger Mörderhand getroffen, verblutete das junge Leben an dem sonst viel begangenen Ausflugsort. Am Sonntag mittag fand die streifende Schutzmannschaft aus dem Wege gegen das Haibacher Kreuz im Gebüsch die entsetzlich gugerichtete Leiche, die nicht weniger als 18 Stich­wunden vier im Leibe, einen im Rücken, einen im Hals, der die Schlagader durchschnitt, und die übrigen in der Brust aufwies. Die goldene Uhr und das Portemonnaie mit 40 Mk. Inhalt waren geraubt. Das auf so entsetzliche Weise ums Leben gekommene Fräulein war glückliche Braut und sollte kurz darauf die Hochzeit stattfinden.

* Könitz, 20. Juni. Die Untersuchung der neuen Spur in der Winterschen Mordsache nimmt ihren Fortgang. Heute wurden mehrere Einwohner von Könitz nach der Richtung vernonrmen, ob sie noch in Erinnerung haben, wo sich der Schlosser Berg am Tage der Er­mordung Winters crusgehalten hat. Unter denjenigen, die einer Vernehmung unterzogen wurden, befand sich der frühere Inhaber einer Kutscherstube hinter dem Kühnschen Hotel. Es heißt, daß die Vernehmung sehr wichtiges Material zutage gefördert hat. Gleichzeitig wird aus Halberstadt gemeldet, daß M a ß l o f f nach seiner Ver­nehmung, die er in der Konitzer Affäre zu bestehen hatte, auf s r e i e n Fuß gesetzt wurde. Auch Frau Maßloff wurde vernommen.

* Kauder st eg, 20. Juni. Die beiden gestern bei einer Besteigung des Doldenhorns verunglückten Berner Studenten Keller und Krebs wurden schwer verletzt in einem 30 Meter tiefen Gletscherschwund ge­funden und morgens 2 Uhr nach der Klubhütte gebracht, wo Keller am 5 Uhr starb. Krebs wird nach Kandersteg trans­portiert.

* Belgrad, 20. Juni. In der letzten Nacht wurde oer Redakteur Radowanowitsch vom Ober­leutnant Schulowitsch überfallen und durch Säbelhiebe schwer verwundet. Radowanowitsch gab auf seinen Angreifer zwei Re vo lv erschüsse ab und verwundete ihn ebenfalls. Die Ursache des Angriffs ist ein Zeitungsartikel.

* Das Dampferunglück in Newyork. Die letzten Tage waren für den deutschen Stadtteil Tage allgemeiner Trauer. Am 19. ds. bewegten sich 100 und am 20. ds. 200 Leichenbegängnisse durch die Straßen, die mit Tausenden angefüllt sind. Ein Zug umfaßte 29 nicht identifizierte Leichen, die auf Kosten der Stadt begraben wurden. 568 Leichen sind gefunden, 329 werden noch vermißt. 53 Ver­letzte befinden sich in den Hospitälern, 30 Leichen sind so verbrannt, daß eine Identifizierung unmöglich war. Die Untersuchungen werden fortgesetzt, jedoch durch den pasiiven Widerstand der Dampfer-Gesellschaft erschwert. 50 Leichen wurden im Rumpf des Wracks entdeckt, doch ist es noch nicht möglich gewesen, sie zu bergen. Der bisher gesammelte Unterstützungsfonds beträgt 40 000 Dollar, doch sind 150000 notwendig. Kaiser Wilhelm und die deutsche Kaiserin haben durch den Botschafter Frh. Speck zu Sternburg der durch das Unglück betroffenen lutherischen Gemeinde ihr innigstes Beileid aussprechen laffen.

Kerichlssaak.

Hanau, 20. Juni. Die Strafkammer verurteilte heute den 33 Jahre alten Schlosser Karl 58 o gel aus Gießen wegen verschiedener Einbruchsdiebftähle, die er im No­vember und Dezember vorigen Jahres hier vollführte, zu acht Jahren Zuchthaus, zehn Jahren Ehrverlust und Stellung unter Polizeiaufsicht. .Vogel, der schon vielfach bestraft ist, hat sich auch noch vor anderen Gerichten wegen ähnlicher Verbrechen zu verantworten.

Braunschweig, 20. Juni. Chefredakteur Siercke von derBraunschw. Landesztg." wurde heute von der hiesigen Strafkammer wegen Beleidigung der Herzogin So­phie Charlotte von Oldenburg, Tochter des regieren­den Großherzogs, zu vier Monaten Gefängnis ver­urteilt. .Die Beleidigung wurde gefunden in einem Artikel, der dem genormten Blatte angeblich von einer dem oldenburgischen I

Hofe nahestehenden Persönlichkeit eingesandt worden sein soll. Siercke hatte die Nennung des Namens des Einsenders verweigert.

Kiel, 20. Juni. Das Kriegsgericht der Marine-Akademie verurteilte den Bootsmannsmaat Wegner wegen fahr­lässiger Herbeiführung einer Kollision zwischen zwei Vinassen vom KreuzerViktoria Luise" und dem SchulschiffMoltke", wobei die erstere Pinasfe unterging und letztere auf Strand gesetzt werden mußte, zu 14 Tagen Mittelarrest.

München, 20. Juni. Heute begann vor dem Landgerichte München I die Verhandlung über die Berufung in dem Beleidigungsprozesse des Theaterdirektors Conried in Newyork gegen den Schriftsteller Dr. M. G. Conrad und den Redakteur Danegger-München wegen einer Kritik des N ew- Dörfer Pars ivalunternehmens, die in der hiesigen WochenschriftFreistatt" erschienen war. Bei der ersten Ver­handlung am 4. Februar waren Conrad und Danegger zu je 200 Mark Geldstrafe verurteilt worden. Nach Vernehmung der beiden heute geladenen Zeugen, des Kommerzienrates Groß- Bayreuth und des Oberrcgffseurs Professor Fuchs-München wurde die Berufung verworfen.

Sport.

(E. T.) Fußball. Am SonMag fand auf dem Trieb vor zahlreichen Zuschauern das Retourwettspiel zwischen dem Frankfurter F. C. Viktoria unddem Gießener Fußballklub von 1900 statt. Während sich das erstemal in Frankfurt die Gießener mit zahlreickiem Ersatz und vor allem infolge mangelnder Wettfpielübung eine sehr hohe Niederlage gefallen lassen mußten, erreichten sie jetzt, daß die Frankfurter nur einen Sieg von 2:0 Toren erzielen konnten. Das Spiel trug einen sehr vornehmen Charakter. Beide Gegner hatten nacheinander Vorteil und Nachteil von Wind und Sonne, im übrigen aber war das Spiel sehr offen und hat das Interesse des Zuschauers von Anfang bis zu Ende stetig wach gehalten. Der Schiedsrichter, Vorsitzender des neuenGießener Ballsvielklubs", entledigte sich seines Amtes in sebr befriedigender Weise.

Dandel und Verkehr. Volkswirtschaft.

Von der Linoleum-Industrie. Zur Linoleumfrage hat der Verband der Teppich-, Linoleum- und Möbclstoffhändler Deutschlands bekannt gegeben, daß er dahin übereingekommen sei, daß vorläufig von Erörterungen über Maßnahmen zur Abhilfe der bestehenden Mißstände abgesehen werden soll. Er kann auch gegenwärtig gar nicht anders handeln, da die Fabrikdirektoren nicht im geringsten geneigt sind, irgend welchen Einstuß auf die Geschäftsgestaltung zu gestatten. Der Verband ist so schon halb und halb mit seinen Maßnahmen auf dem Nullpunkt an- gelangt, die Zahl seiner Mitglieder wird immer geringer, sodaß seine Bedeutung eben ganz bedeutungslos ist.

Märkte.

Gießen, 21.Juni. Marktbericht. Auf heutigem Wockenmarkt kosteten: Butter pr. Pfd. 1.001.10 Mk., Hühnereier 1 St. 56 Pfg. 2 Stck. 0000 Pfg., Gänseeier 0000 Pfg., Enteneier 70 Pfg., Käse vr. Stck. 68 Pf., Käsematte 2 Stck. 56 Pfg. Erbsen pr. Liter 21Pfg^ Linsen pr. Liter 32 Pfg., Taubenpr.Paar0,80-1,00 Mk., Hühner pr.Ät. 1,301,40 Mk., Hähne pr. Stück 0,801,70 Mk., Enten pr- Stück 77,12,20 Mk., Gänse vr. Pfd. 0070 Pfg., Ochsenfleisch pr. Pfund 0080 Pfg., Kuh- und Rindfleisch pr. Pfund 6268 Pfg., Schweine­fleisch pr. Pfund 6072 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 76 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 6876 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfund 5074 Pfg. Kartoffeln pr. 100 Kgr. 6,007,00 Mk., Weißkraut per Stück 912 Pfg^ per Zentner 0.000.00 Mk^ Zwiebeln pr. Zentner 7,0010,00 Mk., Milch per Liter 18 Pfg Aepsel per Zentner 20 bis 25 Mk., in Körben 00-00 Pfg. Nüsse 100 St. 00-00 Pfg. Kirschen per Pfd. 1520 Pfg. Marktzeit 71 Uhr.

(th-) Gießen, 20. Juni. Für das Jahr 1905 sind die Gießener Viehmärkte bereits jetzt folgendermaßen festge­setzt: 10. und 11. Januar, 24. und 25. Januar, 7. und 8. Fe­bruar, 21. und 22. Februar, 7. und 8. März, 21. und 22. März, (22. März auch Frühjahrs-Pferdemarkt), 4. und 5. April, 18. und 19. April, 2. und 3. Mai, 16. und 17. Mai, 6. und 7. Juni, 27. mti> 28. Juni, 18. und 19. Juli, 1. und 2. August, 15. und 16. August, 5. und 6. September (6. September auch Herbst-Pferdemarkt) 19. und 20. September, 3. und 4. Oktober, 24. und 25. Oktober, 21. und 22. November, 12. und 13. De­zember. Mit Ausnahme in den beiden Monaten Januar und Februar, wo überhaupt keine Krämermärkte stattfinden, ist an jedem zweiten Viehmarkttage auch Krämermarkt auf Oswalds- garten, der auch abgehalten wird, wenn etwa aus sanitären Gründen die Abhaltung eines oder des andern Viehmarktes verboten wird.

)( Grünberg, 18. Juni. Auf dem heutigen Wochen- markt wurden verkauft: 156 Zentner Kartoffeln, per Ztr. 2.20 bis 2.25 Mk., Butter foftete 90 Pfg. per Pfund, Eier das Stück 5 Pfg.

Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst.

Voraussichtliche Witterung in Hessen für Mittwoch, den 22. Juni 1904: Meist heiter, wärmer, ttocken.

Näheres durch die Gießener Wetterkarte.

Neueste Meldungen.

Originaldrahtmeldnngen des Gießener Anzeigers.

R.-B. Darmstadt, 21. Juni. (Eigener Drahtbericht.) Die Bismarckfeier der hiesigen Studentenschaft nahm gestern abend ihren Anfang mit einem Zuge von 400 Fackeln, an dem sich auch die Spieler der hiesigen Regimenter betei­ligten. Vor der Wohnung des Rektors der Hochschule machte der Zug Halt. Der Vorsitzende des Komitees, cand. ing. Ste inbrecher, richtete Worte der Begrüßung an den Rektor, der sogleich erwiderte. Der Kommers begann um Mitternacht. Wieder hielt cand. Steinbrecher die Festrede. Es wurden Telegramme an den Kaiser, den Großherzog und |

den Fürsten Herbert Bismarck gesandt. Heute sand die feier­liche (Grundsteinlegung der Bismarcksäule auf dem Dammelsberge statt, zu der Staatsminister Dr. Rothe mit mehreren Ministerialräten, Generalmajor o. Schmidt, Oberbürgermeister Morneweg u. a. erschienen waren. Der akademische Chor trug den Geibel'schen Sang »Friedrich Rotbart", komponiert von Attenhöfer, vor. Dann hielt cand. Steinbrecher die Weiherede und verlas die Urkunde, die alsbald in den Grundstein eingemauert wurde. Der Rektor gab die ersten Hammerschläge ab. Die Säule solle, so sagte er dabei, ein Zeichen sein echt deuffcher Gesinnung der Darmstädter Studentenschaft, den kommenden Geschlechtern zur Erinnerung an eine große Zeit und zur Ermahnung der Erhaltung des vaterländischen Geistes. Mit patriotischen Gesängen schloß die Feier.

Bom Kriege.

Petersburg, 21. Juni. Wie ein Telegramm Kuro- patfins an den Kaiser vom 18. Juni meldet, berichtet General Stackelberg: Der Gegner ist aus Wafan- gou nicht weiter vorgerückt. Wie gemeldet wird, ent­wickelten sich seine Truppen auf der Front Wafangou-Tuschou. Nach zweitägigem Kampfe und zwei ermüdenden nächtlichen Mär­schen auf schwierigen Gebirgswegen konnten die Truppen sich ausruhen. Ihre Stimmung ist sehr gut. lieber unsere V e r l u ste konnten genaue Angaben noch nicht erhoben werden. Vorläufig ist nur folgendes festgestellt: von der ersten ostsibirischen Schützendivision sind 15 Offiziere gefallen und 40 verwundet; 12 Offiziere sind auf dem Schlachtfelds geblieben, von denen es unbekannt ist, ob sie getötet oder verwundet sind. Ferner sind 386 Mann gefallen und 992 verwundet. Auf dem Schlacht­selde sind 568 Mann geblieben, von denen es unbekannt ist, ob sie getötet oder verwundet sind. Vom 33., 35. und 36. Regi­ment sind 120 Offiziere und Soldaten gefallen, 19 Offiziere und 604 Mann verwundet; ferner werden 96 Mann vermißt. Tie erste Artilleriebrigade verlor 10 Offiziere und 103 Mann, die neunte Artilleriebrigade 25 Offiziere und Soldaten. Vom Regiment Tobolsk sind 3 Offiziere und Soldaten gefallen, 40 Offi­ziere und Soldaten verwundet, vermißt werden 3 Mann. Vom Regiment Morschansk sind 6 Offiziere verwundet, 11 Mann ge­tötet, 131 verwundet; 8 Mann werden vermißt.

Petersburg, 21. Juni. Ein Telegramm des Generals S t ü l i n s k i vom 19. ds. meldet: Nachrichten aus Port Arthur zufolge begannen am 14. Juni drei japanische Bataillone von Ssianbindao über die Berge nach L u i n a t a n vorzurücken. Zwei russische Freiwilligenabteilungen und Kom­pagnie der Grenzwache hielten den Vormarsch des Gegners auf. Feindliche Torpedoboote beschossen dieSemaphorstation. Als der KreuzerNopik" und russische Torpedoboote berankamen und das Feuer eröffneten, zogen sich die feindlichen Schiffe zurück. Nach der Kanonade begannen die Kolonnen des Gegners sich zu entfernen und es blieben schwache Vorpostenketten zurück. Anr 13. Juni vertrieben die russischen Freiwilligen die Japaner aus den Stellungen östlich von den erwähnten Bergen. Ruffischer- sests wurde ein Oberleutnant und ein Schütze getötet, ein Ober­leutnant wurde verwundet und starb später; vier Schützen wurden verwundet.

Pete rsburg, 21. Juni. Admiral Skrhdlow meldet vom 20. ds.: Die Kreuzerabteilung ist ohne Verlust und Beschädigungen nach Wladiwostok zurückge­kehrt.

Petersburg, 21. Juni. Ein Telegramm des Generals Ssacharow an den Generalstab vom 19. Juni besagt: Seit dem 16. Juni sind Anzeichen wahrgenommen worden, die auf einen vorbereitenden Vormarsch der Japaner von Sin- jan auf drei Wegen, die nach Haitscheng. der Station Taschi- tschao und Raitschou führen, schließen ließen. Auf dem erst genannten Wege ist eine Reine Abteilung der Vorhut des Geg­ners nach Wansiapudsa vorgerückt Auf dem zweiten Wege hatten Truppen der Vorhut den Paß zwischen Nandsibei und Pantschialju besetzt. Auf dem dritten südlichen Wege sind andere Truppen bis zu den Dörfern Chiuniak und Tamiarlogou vorgegangen. Die Vor­hut nahm ferner den Tschapailupaß ein, während die Haupt- kräfte, fünf Regimenter Infanterie, Kavallerie und Gebirgs­artillerie, zwischen dem Kanzgoupaß und Chansa eine staffel- förmige Aufstellung nahmen. In den letzten Tagen hielten russische Vorpostenabteifimgen auf triefen Wegen den Vormarsch des Gegners auf, wobei gegen 10 Mann getötet oder verwundet und ein verwundeter Offizier mit drei verwundeten Kosaken ge­fangen genommen wurden. Am 1. Juni wurde festgestellt, daß sich bei Ssiudschan nur japanische Stteifwachen befanden, die sich nach einem Kugelwechsel rasch nach Föngwangtschöng zurück­zogen. Auf ruffischer Seite sind zwei Mann verwundet. Scnmadsi ist seit dem 10. Juni von den Japanern geräumt. Ein Teil der Besatzung ging nach Föngwangtschöng. Seit gestern abend regnet es beständig.

Telephonischer Kursbericht.

3Ve% Reichsanleihe . . 102.05 30/g do. ... 90.10 3'/,o/a Konsole .... 101.95 3°/, do.....90.30

R*/2% Hessen .... 99.90 8l/j% Oberhessen . . .. 4% Oesterr. Goldrente . . 101.00 4*/b% Oesterr. Silberrente 99.70

4% Ungar. Goldrente . . 99.75 40/1 Italien. Rente . . . 103.20 4*'$% Portugieser . . . 61.15 P0/- Portugiesen.....60.50

1% 0. Tßrken ..... Türkenlose......128.40

4% G riech. Monopol.-Anl. 48.10

4X1.% äussere Argentinor 43.60

30/g Mexikaner .... 26.40 4Ve°/o Chinesen .... 88.50 Electric. Seh ackert . . . 103.00 Nordd. Lloyd . . . . 100.10

Kreditaktien ..... 201.30 Diskonto-Kommandii. . . 187.30 Darmstädter Bank . . 187.10

Dresdener Bank .... 150.60 Berliner Handelsges. . . 152.25 Oesterr. Staatsbahn . . . 136.30 Lombarden.....17.20

Gotthard bahn ..... 192.00 Laurahütte...... 245.50

Bochum.......191.00

Harpener ...... 200.60 Tendenz: fest.

Bekanntmachung.

Samstag de« 25. Juni, vormittags 11 Uhr, findet in Bem Sitzungssaal im Bürgermeistcreigebäude nochmals die öffentliche Verpachtung der städtischen' Sandgrube au der Rödger Straße auf die Dauer von drei Jahren statt.

Gießen, den 20. Juni 1904. 5426

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

Mecum.

Bekanntmachung.

Auf Grund des § 42 der Verordnung, die Anlegung des Grundbuchs und die Ausführung der Grundbuchordnung betr., vorn 13. Januar 1900, hat das Großh. Ministerium der Justiz bestimmt, daß das Grundbuch für die Gemarkung Grüningen vom 10. Juli 1904 an als angelegt anzusehen iiit. In dem angegebenen Zeitpunkte ist auch das Berg- Mundbuch dieser Gemarkung als angelegt anzusehen. Die Vorschriften darüber, was seitens des Beteiligten noch bis zu kem angegebenen Zeitpunkte zu geschehen hat, können auf toen Amtsstuben der Ortsgerichtsoorsteher zu Grüningen, Holzheim und Dorfgill und aus dem Anschlag an den boortiqen Ortstafeln ersehen werden.

Von der Anlegung des Grundbuchs sind folgende Grund­stücke ausgeschlossen: V111/86, VIII/87, H/232, 1/338, 11'411 und 412, IX/435.

Lich, den 18. Juni 1904. 5392

Großherzogliches Amtsgericht.

Bekanntmachung.

Wegen vorzulcehmender Kanalisationsarbeiten können aus der städtische« Lastwage am Reustädtertor bis aus Weiteres Ver­wiegungen nicht vorgenommen werden.

Gießen, den 21. Juni 1904. 5421

Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießern

Mecum.

bekanntmachung.

In das Genoffenschafts-Re­gister wurde heute bezüglich der Spar- und Darlehnskaffe Reiskirchen e. G. m. u. tz- eingetragen : An Stelle des verstorbenen Rendanten Philipp Jünger IV von Reiskirchen wurde Wilhelm Becker II, Landwirt zu Reiskirchen, m den Vorstand gewählt. [5402

Gießen, am 15. Juni 1904. Großherzogliches Amtsgericht.

Kistenteile, fertige

Kiste« nni) Lattemrschläge werden billig geliefert.

Gefl. Anfragen unter Nr. 5085 an die Expedition ds. Blattes.

Bekanntmachung.

Unter Bezugnahme auf die Art. 34 und 35 des Berggesetzes in der Faffung vorn 30. Sep­tember 1899 wird hierdurch zur öffentlichen Kennmis gebracht, daß die Gewerkschaft Lahnthal zu Gießen mit dem Eisenerzbergwerk Ammenhausen in der Gemarkung Allertshausen Kreises Gießen be- liehen worden ift Etwaige Ein­wendungen gegen diese Verleihung müssen bei Vermeidung des Ver­lustes des Vorzugsrechtes binnen drei Monaten durch gerichtliche Klage gegen die Bergwerkseigen­tümerin geltend gemacht werden. Während dieser Frist ist die Ein­sicht des Situationsriffes bei der Bergmeisterei Darmstadt Jedem gestattet. 5406

Darmstadt, den 10. Juni 1904. Großherzogl. Obere Bergbehörde.

Braun.

Verdingung von AchmimMbeile».

Die zur Räumung der Hor­loff von Hof-Graß bis zum Ab­schlag an der UtpheBerstädter Gemarkungsgrenze, sowie des Lehn- und Riedgrabens erforder­lichen Arbeiten, veranschlagt im ganzen zu rd. 6800 Mk., sollen in einer größeren Anzahl Lose durch öffentliches Ausgebot an Ort und Stelle vergeben werden.

Zusammenkunft Montag den 27. Jnni, vormittags 7'/, Nhr, bei Hof-Graß.

Gießen, den 20. Juni 1904. Hroßh. KukturiuspeKtton Kicken. _______Wißmann. 5393

Freibank.

Schweinefleisch 40 Pfg. 5430 JL Ratten-Gift J tzAckerten 4 staatlich anerkannt als sicherstes Mittel zur schnellen und vollstän­digen Ausrottung. Packet 50 Pfg. Philipp Schwager W we., Gießen

Sorten KmtpstWM I abzugeben Frankfurierstraße 3L

Iagdverpachtung.

Montag den 11. Juli d. I., nachmittags 3 Uhr, soll die der Gemeinde Belln­hausen, sowie auch die der Waldintereffenten - Genoffen- schast Bellnhausen bei Fron- Hausen M. W. B. zustehende Jagdgerechtsame in der Gast­wirtschaft des C. Pfeffer da­selbst anderweitig verpachtet werden. 5412

Bellnhausen, 20, Juni 1904. Der Bürgermeister.

Löwe.

Neue Mlienrr-KiirWn Versender unter Nachnahme pr. 50 Kilo 6 Mk.

Neue Hrsler-Kurtchln versendet unter Nachnahme pr. 50 Kilo 5 Mk. mit Sack. Bei größerer Abnahme billiger. [5410 A. Stahl Wwe, Inh. M. Stahl, Friedberg b. Frankfurt o. ®L