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betreffend das Verdingungswesen, hier die Vergebung der
Unterhaltungsarbetten in staatlichen Gebäuden.
In Gemäßheit der Ziffer 2 des Amtsblattes Nr. 32 Groß- herzoglichen Ministeriums der Finanzen, Abteilung für Bauwesen, vom 10. September 1902 in obigem Betreff werden hiermit die Handwerker der verschiedenen Handroerlszweige emgeladen, sich zur Beteiligung bei Ausführung der Unterhaltungsarbeiten in staatlichen Gebäuden zu melden. Es handelt sich hierbei um solche Arbeiten und Lieferungen, für welche nut Rücksicht auf den Kostenbetrag die freihändige Vergebung zulässig ist. Die Vergebung erfolgt nach Einlauf der Meldungen unter Einhaltung des hierzu neu eingeführten Verfahrens zu festen Preisen nach Maßgabe der nach Benehmen mit Vertretern des Handwerks amtlich festgestellten Preisverzeichnisse, und zwar nach einzelnen Ge- bäudelofen.
Formulare für die Meldung werden von uns kostenlos auf Ersuchen der Bewerber abgegeben.
Die Bedingungen für die Bewerbung um die Unter- yaltungsarbeiten in staatlichen Gebäuden und für die Ueber- nahme dieser Arbeiten, em Verzeichnis der Gebäude der laufenden Unterhaltung unseres Amtsbezirks mit ihrer Einteilung in Gebäudelose, die Preisverzeichnisse nebst den diesen beigegebenen besonderen technischen Ausführungsbedingungen, sowie die Allgemeinen Vertragsbedingungen für die Ausführung der Unterhaltungsarbeiten liegen vom 18. Mai l. I. an bei uns während der Drenststunden zur Einsicht offen.
Die Meldungen müssen bis zum 1. Juni I. I. eingcreicht sein. Den Bewerbern bleibt es anheimgestellt, zu welchen Losen sie sich melden wollen. Eine Eröffnung der Meldungen in Gegenwart der Bewerber findet nicht statt.
Nach Prüfung der Meldungen wird unter Mitwirkung einiger bei der Aufstellung der Preisverzeichnisse tätig gewesenen Vertrauensmänner eine Auslosung vorgenommen, welche die Reihenfolge feststellt, woiiach die Vergebung der betreffenden Gebäudelose an die Bewerber in den einzelnen Etatsjahren zu erfolgen hat.
Diese Reihenfolge wird den Bewerbern bei der Zuschlagserteilung mitgeteilt werden.
Gießen, den 14. Mai 1904. 4397
Großherzogliches Hochbauamt Gießen.
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