Ausgabe 
21.1.1904 Erstes Blatt
 
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Donnerstag 21. Januar 1904

154. Jahrgang

Erstes Blatt.

Politische Tagesschau.

Keer und Atolle.

Jnteresiaul in}ofern, als oaiaus yecoorg^i, vub Kaiser Wilhelm und die Roy al-Drag o ons.

(Existenz bei' Auskunftsstelle in werten Kreisen der Aus- Rutsche Botschafter Graf Wolff-Metternich gab in wanderungslichigen noch unbekannnt ml s em ^rnt.^enn i _ bou ber deutschen Botschaft ein Tiner zu Ehren nur so läijt sich angesichts der stergenoen Auvwanderungs- ^raaoner-Reaiments, dessen Chef der deutsche Kaiser

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Wahrend des Tiners übermittelte Graf Wolff-Metternich die Abfchiedsgrüße des deutschen Kaisers an das Regiment und machte die Mitteilung, daß der Karser den Offi­ziere nalsAndenkenR eitgertenge st rftet habe.

seien, aber die Verständigung mit Japan werde kein halbes Jahr Bestand haben und die Kriegs- ge sahr im Sommer neuerdings aus der Bildfläche

Rach einer Privatrneldung aus Tschifu steht Admiral Alexcjeff im Begriff, sein Hauptquartier von Port Arthur nach Kharbin zu verlegen.

Zum Schutze der deutschen Gesandtschaft in Söul ist nach dem Beispiele anderer Mächte von dem Kreuzer Hansa ein Detachement Seesoldaten ge- lanoet worden.

Auskunft an Auswanderer.

Man schreibt uns ferner aus Berlin, 20. Januar:

Als ein interessanter Beitrag zur Geschichte der Aus­wanderung im vergangenen Jahre ist der soeben dem Reichstag zugegangene Geschäftsbericht der Zentral- Auskuufts'stelle für Auswanderer zu betrachten. Interessant insofern, als daraus hervorgeht, daß die

Nr. 17

WrlArittt tägttch außer Souniaqs.

t>em «Siebener A ryetget werben trn Wechsel mit dem Kesfischen f anöa'kt die Hleheuer Familie?» dlälirr viermal in bei

Woche betgelegL StottMonSdruck u. Ver­lag der HrüHI 'scheu Unwers^Buch» u. Stern» drrnr.«t<Pi1sch Erden» Bkbaftlon. LxuedMoa unb Druckerei:

Schnlftrotze 7. ttbrefie tüt Teveschenr

V«»eLger Gtetzcu.

FervlprochanIchliißRr bl.

e<iag»|>ret»i monatlich75 viertel» iährltch StL 2.20, durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich ßo PI.; durch die Post 'Ult. 2. viertel» rährl. auLschl. BeUellg. Annahme von Anzeige« üi die lageBnummet ,'tS oormtUagfl 10 Uhr.

.CtienprttS: U>tcd 12 Ut, auSxvdctl eu Psg.

töetaet weriitdb tüt ben poltl axifc augem. Letl) P ÖUtto tüt .Stadt unb fianö* unb .GertchtSsaal". August Götz tüi den An» zeiaenteU: pan- veck.

Dltb tDohl n

Au sParis wird gemeldet: Ter russische Staatsrat Besobrasow gibt zu, daß er und die gesamte Peters­burger Krie gsp artet momentan untcwgen

KolonialPosL.

Kiel, 21. Jan. Tas nuuj ^udwestafrika ab- oehendeExpeditionskorps ist nachts von hier a b- g er eist. Auf dem Bahnsteige hatten sich Prinz und Prinzessin Heinrich, zahlreiche Offiziere des See­bataillons, Marineoffiziere und die Garnisonsgeistlia;keil eingesunden. Seitens der Einwohnerschaft gab sich eine überaus lebhafte Teilnahme kund. Als die Mannschaften, welche große Begeisterung zeigten, am Bahnhofe eintrasen, wurden sie von einer großen Menschenmenge mtt be­geisterten Zurufen empfangen und mit Blumen beschenkt. Als sich der Zug in Bewegung setzte, spielte die Musik­kapelle. Tas Publikum, welches die Absperrung durchbrach, brachte tausendstimmige Hurrahrufe aus. Prinz Heinrich wurde beim Verlassen des Bahnhofes mit lauten Hurrahs 5C9rr I i n, 20. Jan. Alle beim Bahnbau in Teutsch- Südwestafcika beschäftigt gewesenen Angestellten der Firma Orenstein und Koppel trafen unversehrt in L-wakop- mund ein. _ _

suchen um Auskunft erklären. Wie notwendig eine öorz eitige Warnung ist, ergibt sich aus einer Mit­teilung des Geschäftsberichts über Anfragen wegen der deutschen Schutzgebiete. Darnach hat sich nämlich herausgestellt, daß die betreffenden Auswanderungslusti­gen in ihrer überwiegenden Mehrzahl nickt einmal das erforderliche Reisegeld besaßen, geschweige denn einiges Kapital, ohne welches in keiner deutschen Kolonie e i n Z ort k v mm en möglich ist. Tas In­stitut der Äustunstsstellc für Auswanderer kann nur segens­reich wirken, wenn die Propaganda in der richtigen Weise betrieben wird. Tie "Regierung unterstützt die von der deutsck-en Kolonialgesellschast gegründete Auskunftsstelle nicht nur durch baren Zuschuß, sondern auch durch Zu­weisung von zahlreichen Berichten der diplomatischen Ver­treter des Reichs im Auslande.

teile belaufen sich auf 300 000 Mk. Zum Geschäftsführer wurde Papst-Hamburg gewählt.

Gera, 20. Jan. Hier ist es zwischen den Aerzten und der 11 (XX) Mitglieder zählenden Ortskranken­kasse endlich zu einer Einigung gekommen. Der Ver­trag beruht bei genügender Honorierung auf dem Prinzip der freien Aerztewahl.

Ausland.

Brüssel, 20. Jan. TemPetit bleu" zufolge wäre eine ganze Gruppe von Buren, falls die deutsche Regier­ung einwillige, sofort bereit, in Tamaraland unter deutscher Fahne zu kämpfen.

Paris, 20. Jan. Wie die nationalistische Presse be­richtet, wurde der Kommand ant der Kriegsschule zu St Cyr bei einem Vortrage, in welchem er den Kriegs­minister und die ministerielle Politik lobte, von mehreren Schülern unterbrochen, welche ihr Mißfallen an den Ausführungen des Kommandanten öffentlich be­kundeten. Zwei der Schüler wurden infolgedessen mit 14 Tagen Arrest, die übrigen mit geringeren Strafen belegt.

Ein Blatt in Nancy veröffentlicht einen Brief des Generals Godart, in welchem derselbe den Präfekten des Tepartements Meurthe et Moselle wegen seines scharfen und gerechten Feldzuges gegen den elsässischen Abg. L e l s o r beglückwünscht. General Godart ist ein Lothringer und war früher Kommandeur des 8. Armeekorps.

Abbe Gayrand kündigte eine Anfrage über die von den Generalen Peigne und Tessirier getroffene Verfügung an, durch die Soldaten der Besuch katholischer Vereine untersagt wird.

Im hiesigen Ministerium des Auswärtigen ist aber­mals die aus dem Konsul Weipert für Teutschland, Walford für England und dem Advokaten Fromageot bestehende Kommission zusammengetreten, welche ba£ An­suchen Japans über die A b l ö s u n g der sogenannten e w i g e n P a ch t v e r t r ä g e zu prüfen hat. Die Angelegen­heit wird nach Erledigung dieser vorbereitenden Arbeiten vor dem Haager Schiedsgericht gelangen, wo der französische Advokat Renould die drei genannten Machte Teutsckland, England und Frankreich, der japanische Ge­sandte "in Paris Tr. Motono Japan vertreten wird.

Budapest, 20. Jan. In Oedenburg lehnten sich die Husaren gegen das Weiterdienen auf und v e r w e i g e r- ten den Gehorsam wegen Ablaufs ihrer dreijährigen Tienstzeit. Zwei Husaren bedrohten das Leben ihres Wacht­meisters. Sie wurden in Arrest gebracht.

Petersburg, 20. Jan. Tie Zarin hat sich durch vorzeitiges Ausfahren einen erneuten Influenza- Anfall zugezogen. Sie wird sich daher allen tzoffeft- ljchkeiten in den nächsten zwei Wochen fernhalten. Tie Kaiseriu-Witwe wird sie in der Repräsentation vertreten.

Schung des Momnziai-Ausschusses.

Gießen, 21. Jan.

In der gestrigen öffentlichen Sitzung des Provinzial- Ausschusses der Provinz Oberhessen betraf der erste Punkt der Tagesordnung die Unterhaltung der Kreis- straßen; hier: einer Böschung an der sogenannnten Leuselerstraße i n der Ortsdurchfahrt zu Als­feld. Ter Kreisausschuß des Kre.scs Alsfeld hatte bereits im Jahre 1898 Gelegenheit gehabt, sich mit der hier in Frage stehenden Angelegenheit zu befassen. Terselbe hat sich in seiner Sitzung vom 25. April 1898 entschieden gegen die Errichtung eines Schutzgelandcrs ausgesprochen, da er den Zustand als einen besonders gefährlichen bei Beob­achtung einiger Vorsicht nicht anerkennt. Neuerdings hat der Gemeinderat zu Alsfeld unterm 13. Januar d. I. be­schlossen, bei Großh. Kre.samt zu beantragen, daß möglichst bald ein eiserner Schutzzaun links der Marburgerstraße an der betreffenden Stelle angebracht rverde. Ter Kreis­ausschuß erlkärte jedoch in seiner Sitzung vom 5. Februar 19u3 einstimmig (mit Ausnahme des Großh. Bürgermeisters Arnold, der bei der Beschlußfassung nicht mitwrrkte), daß der Kreis nicht verpflichtet sei, dem Antrag des Gcmeinde- rats stattzugeben und zwar aus dem Grund, weil hier hauptsächlich das städtische Interesse in Betracht komme. Tie Straße sei in gleicher Weise durch eine Allee gegen die abfallende Böschung geschützt, wie auf offener Strecke, zu weiteren Schutzmaßregcln liege eine Verpflichtung nicht vor. Gegen diesen Beschluß des Kre.sausschsfes hat Großh. Bürgermeisterei Alsfeld mit Ermächtigung des Gemeinde- rats in Gemäßheit des Art. 33 Abs. 1 des Kunststraßen­gesetzes Rekurs an den Provinzial-Ausschuß mit der Be­gründung verfolgt, die Gemeinde sei nach Art. 19 des genannten Gesetzes zu dieser Herstellung nicht verpflichtet und eine Schutzvorrichtung sei unbedingt erforderlich, in­dem die Alleebaume mehl den genügenden Schutz gewähr­ten, und Passanten leicht der Gefahr ausgesetzr seien, die Böschung hinunter zu stürzen. Am 23. September 1903 fand eine Besichtigung der genannten Böschung statt. In ;er heutigen Verhandlung erklärte der als Vertreter der Stadt Alsfeld erschienene Bürgermeister Arnolv, die Bösch­ung sei im Laufe der Zeit steiler geworden; auch sei bereits eine Frau und ein Kind die Böschung hinunter­gestürzt. Unten führe ein Kanal mit Wasjer vorbei. Komme ein Unfall vor, so müsse die Stadt einen großen Teil der Entschädigung bezahlen. Tie vorhandene Stützmauer sei im Laufe des letzten Herbstes errichtet worden. Ter Kanal ei nicht städtisch, w.e behauptet worden sei, sondern dec i'reis erhebe von jedem daran angeschlossenen Hausvesitzer 1 Mark für die Unterhaltung. Ter als Sachverständige Der» irommene Baurat Tiehm halt ein Schutzgeländer bei ord­nungsmäßigem Gebrauch nicht für nötig. Tie Böschung sei nicht am gefährlichsten, sondern der darunter her- ühreude Kanal, welchen die Stadt ja zudecken konnte. Nach geheimer Beratung beschließt der Provinzialausschuß die Entscheidung a u s z u s e tz e n und eine Augenscheins- nahme unter Zuziehung der Parteien vorzunehmen.

Die Anlegung des Grundbuch)s für die Gemark­ung Angenrod, hier die Verbretterung uno Aus Meinung der Kreisstraßen. Dec Sachverhalt ist etwa folgender: Tie in der Gemarkung Angenrod belegenen Teile der Kreis- straße nach Seibelsdor, und Billertshausen haben 4 Meter breite Fahrbahn, aber außerordenilich schmale Bankette und Gräben und zum großen Teil gar teilte Schutzirreifen. Dieser Umstand führte zu mancherlei Unzulräglichkeiten, so wurden z. B. die anstoßenden Aecker durch die Besitzer oft bis in den Graben hineingeackcrt, wodurch die Of,en- haltung der letzteren sehr erfcytoect wurde; auch ergaben sich bei den Grasversteigerungen in jedem Jahre Mißstände und Meinungsverschiedenheiten zwischen der Gemeinde und der Kreisstraszenverwaltung. Es lag deshalb nahe, die im Frühjahr 1902 beginnende Neuanlegung des Grundbuchs der Gemarkung Angenrod zu einer Verbreiterung und Aus- fteinung der Kreisstraßen zu benutzen. Ter Großh. Kreis- bauinspektor ließ durch den Geometer 1. Klasse Ploch die in Frage kommenden Sirenen in der erforderlichen Breite auspflocken, ausfteinen und Meßbriefe über das zu erwer­bende Gelände anjeriigen. Es war zunächst beabsichtigt, trotz der Bestimmung in Art. 27 des Gesetzes vom 12. August 1890, deu Bau und die Unterhaltung der Knnststraßeu be­treffend, um die Gerneindekasse nicht zu hoch zu be­lasten die erforderlichen Gt-murn^reifen a^s Kreismitteln zu erwerben, und cs wurden die betreffenden Meßbriefe daher zur Anerkennung durch den Gemeinderat an Großh. Bürgermeisterei Angenrod abgegeben. Der Gemeinderat fixierte hierauf da er glaubte, das Gelände solle durch die Gemeinde erworben werden seinen Standpunkt dahin, daß er sich nicht von der Notwendigkeit einer wei» teren Verbreiterung überzeugen tonne und bat über die Sache durch den Kceisaausschuß erkennen zu lassen. Hier­auf wurde die Gemeinde durch Großh. Kreisamt Alsfeld be­lehrt, daß die Straßenverbreiteruug nichi auf Kosten der Gemeinde Angenrod erfolgen solle, daß vielmehr dec Kreis Alsfeld das Gelände erwerben werde. Die Gemeinde Angen­rod bestand jedoch darauf, keine andere Erklärung als die im Protokoll vom 27. Juli 1902 abzugeben, indem die Ge-

AutzlauS und Japan.

9tach einer Tokioer Reutermeidung erstattete am 20. d. M. der Minister des Aeußern vor dem Geheimen Rate ausführlichen Bericht über die Unterhandlungen mit Ruß­land Wie vom 20. Januar aus Tokio gemeldet wird, genehmigte der Geheime Rat die dringliche Vecchgung, wo­nach die Kommandeure der Flottenstationeu ermächtigt werden, f r e m d e K r i e g s s ch i f f e während der Zett der Verwickelungen an der Einfahrt in gewisse Häfen eventuell durch Gewalt zu v e r h i n d e r n. DerDaily Tclegrupy" meldet aus Tokio vom 20. Jan., die Antwort Ruß­lands werde am 21. Januar erwartet. Eine Washingtoner Drahtung besagt, die A n t w v r t werde versöhnlich ge­yalten feilt und im wesentlichen die An na hm e eines Ab- komutens erklären, das im Oktober zwischen Baron Rosen und Komura getroffen wurde mit Hinweglassung der Klausel, die eine neutrale Zone in der Jalugegend Herstellen

Deutsches Reich.

Berlin, 20. Jan. Heute morgen machte der Kaiser Öen gewohnten Spaziergang im Tiergarten, nahm bei dieser Gelegenheit die Meldungen des Obersten Dürr, Inspek­teurs der Marine-Infanterie entgegen und hörte im könig­lichen Schloß den Vortrag des Stellvertreters des Chess des Ziviltabinetts v. Valentini. Später empfing der Kaiser das Präsidium des Herrenhauses, sowie dasjenige des Ab­geordnetenhauses. , , r _

Im totilgt Schlosse war heute abend Hof­cour für das diplomatische Korps und die Herren vom Zivildienst. Die Cour begann um 8 Uhr. Es war eine Defiliercour. Die Damen de silierten nicht, da die Kaiserin der Cour nicht beiwohnen konnte. Tie Herren gingen paarweise vorüber, die neuvorzuftellenden Personen einzeln. Zuerst kamen die Botschafter, dann die Herren vom diplomatischen Korps. Es folgten die nach- aeborenen Prinzen aus souveränen und neufürstlichen Hau­sern, der Reichskanzler mit den Mitgliedern des Bundes­rates, die Ritter des Schwarzen Adlerordens usw.

Ans das Huldigungsteiegramm, das Teilnehmer an einem Feste der Königl. Ritterakademiein Liegnitz an den Kaiser abgesandt haben, ist an den Kurator Grafen Kospoth folgende Antwort eingegangen:

Berlin, Schloß, 16. Jan. Ich sende Ihnen und den 200 Festteilnehmeru für die Versicherung Jyrer streue und Ergebenheit meinen Königlichen Dank und Gruß. Möge der ehrwürdige, dank Ihrer Anregung und Tat­kraft neu erstandene Königssaal stets aus eine srohmütige unb wie bisher verdienstvoll geleitete Jugend herab­schauen, die aber doch vor allem ernstlich gewillt ist, mit ritterlichem Sinne sich tüchtig zu machen für Pflichten und Berus eines königs- und vaterlandstreuen, braven und arbeitssreudigen Mannes. W i l h e l m."

Der Kaiser hat an die Blumengärtnereien von M. Peterseim ein Telegramm gesandt, in welchem er seine Anerkennung ausspricht über eine Blumensendung.

DieNordd. Allg. Ztg." schreibt: In einem Artikel -erBerl. Börseuztg." vom 16. Januar ist bei Besprechung der im Reichstag verhandelten Interpellation betreffend Einführung der obligatorischen Jnvalidenversicher- uu g für die selbständigen Handwerker behauptet wor­den, daß bei dem diesjährigen deutschen Handwerks- und Gewerbetammertag in München der aus diesem anwesende Vertreter des Reichsamts des Innern geradezu ausdrück­lich angeraten habe, sich durchaus im Sinne der Vorichlage des Referenten Paeschke-Breslau auszusprechen. Der Ar- tikel bemerkt, daß da wohl die Voraussetzung berechtigt war, von der Reichsregierung eine ganz andere Antwort zu erhalten, als Gras Posadowsky in der betreffenden Reichstagssitzung gab. Jene Mitteilung ist derNordd. Allgem. Ztg." zufolge ganz unzutressend. Bei dem betressen- den Gegenstände ergriff der Vertreter des Staatsserretar» nur einmal das Wort, um eine nebensächliche Bemerkung eines Delegierten über die Verwendung der Gelder der Versicherungsanstalten richtig zu stellen. Er erklärte dabei ausdrücklich, daß er nicht beabsichtige, zu diesem lKegen- stande das Wort zu ergreifen, vielmehr nur die Mein­ungen für und wider Horen wollte.

Oldenburg, 20. Jan. Dec Großherzog ver­lieh dem in letzter Zeit bekannt gewordenen Justiz- m i u i st e r R u h st r a t das E h r e n g r o ß k o m t u r k r e u z 2. Klasse. (Ruhstrat ist bekanntlich nichts weniger als rühm­lich ' aus dem Beleidigungsprozeß gegen den Oberlehrer Tr. Ries hervorgegangen. D. Red.)

Leipzig, 20. Jan. In sechs Versammlungen, die von ungefähr 50u0 Personen besucht waren, protestier t e n ine piefigen Sozialdemokraten gegen die beabsichtigte L a n d t a g s w a h l r e f o r ni. Gleichartige Resolutionen, in denen die Einführung des allgemeinen gleichen und dchetten Wahlrechts für Sachsen gefordert wurde, gelangte in Den sechs Versammlungen zur Annahme

frier hat die Gründung einer Zen traleinkauss-- gesellsckaft deutscher Kolonialw arenhand- le r m. b. tz. mit dem Sitz in Hamburg stattgefunden. Vertreten waren 92 Bevollmächtigte. Die gezeichneten Kn-

Gietzemr Anzeiger

° General-Anzeiger

Amts- und Anzeigeblatt für ben Kreis Giehen

^n.r9$gbt ^ulrs Lach- 'ussage

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ie &S?*66 "ni Ifinl Sb!nn8 N> » t'g! bet den Cott y W Rolle, di! Jurbc mich bis zum $ m'c 1?9en müßte, "A Alblricn ans- ' vertagt es, daß

Bei uns berr- ubche Reichstag an» > eutsche Reich, die esclpuher des Zaren

Ausdrucks rufe ich

Wetär nicht, tote 'bn an die ZiMar- de Teutschen nicht, 1 erster und zweiter n das Deutsche Reich in alles möglich, mir e dem Zaren. Der er König in Prechn itschland in der Welt i? Zm Kriechen vor

preußischer Justiz» ncr erfolgt sind, die luskunft zu geben. Polizei bei uns zu cl bedienen, toic sie rt haben, glaube ich irenze geschasst tohh, Auslieferung. sLehr mn nur da die Rede echt und Gerechtigleit liü beschaffen ist, das en.

stündlich, Mi großen xrß die russische -ot- r llcbertoatfung bei dieser Beschränlung anden erklären. Er yi decken mit testen jnme, toas man unter Mich scheint es mir, iegramme ausgeueserr rantoÄ-bast vor dem chtigter Weise erst dm tag zu stellen. Rach usländischc Regierung üsche, unb so h»c die Mche Regierung-uf- eplani sei, so aua) eine unfl das Recht, W mch unseren Kultus ^ntvenbeii, he W

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