Vermischte»
parlamentarisches.
Sitzung am 8. November abzuhalten.
Marseille, 19. Ott. In Marinckreisen wird lebhaft ein Zwischenfall besprochen, der sich an Bord eines Kriegsschiffes der Division des Stillen Ozean ereignete und leicht ernste Folgen Hütte haben können. Ein plötzlich irrsinnig gewordenerMarineofsizier wollte einGeschütz gegen ein in der Nähe befindliches eng lisches Schiff abfeuern. Der Kommandant, welcher auf den Offizier aufmerksam gemacht wurde, konnte das Unglück noch rechtzeitig verhindern. Der Offizier wurde einer Irrenanstalt übergeben.
Keer und Jlotte.
— Das erste Bataillon vom 96. Inf. -R e gt. in Naumburg wird 1906 nach Gera verlegt werden. In militärischen Kreisen will man wiffen, daß auch die Verlegung des dritten Bataillons von Rudolstadt nach Gera nur eine Frage der Zeit sei, wenn Rudolstadt für das Bataillon Ersatz erhalten könne.
Die Aeise-ung des Königs Kcorg von Sachsen. Dresden, 19. Oktober.
Heute abend um 8 Uhr fand in der katholischen Hofkirche die feierliche Beisetzung der Leiche König Georgs statt. DaS Innere des Gotteshauses war mit schwarzen Draperien behängt. Auf dem Katafalk stand der rotsamtne Sarg unter
einem schwarzen Baldachin, umgeben von einer Fülle von Lichtern. Davor lagen die Zeichen der Herrscherwürden, die Orden und unzählige Kranzspenden. Offiziere und hohe Beamte hielten die Totenwacht. Das Kirchenschiff füllte cmc große Trauerversammlung, darunter Abordnungen des Bundesrats, des Reichstags, das hiesige diplomatische Korps, die tu Berlin akkreditierten Botschafter Italiens, Rußlands und Frankreichs, eine große Reihe von Spczialgesandten. Unter Orgelklang betraten die königliche Familie und die anwesenden Fürstlichkeiten die Kirche. Während die fürstlichen Damen in der Loge Platz nahmen, betraten der Kaiser, der eine halbe Stunde vorher hier eingetroffen war, mit dem Könige und den übrigen Fürsten das Schiff, in dem gegenüber dem Katafalk Plätze bereitgehalten waren. Es waren anwesend: die Erzherzöge Franz Ferdinand und Karl von Oesterreich, der Herzog von Genua, Prinz Heinrich der Niederlande, Prinz Albert von Belgien. Sämtliche deutsche Bundesstaaten waren vertreten. Während des Chorgesangcs betrat die Geistlichkeit in feierlichem Zuge die Kirche. Rach dem Miserere hielt Hofprediger Kummer von der Kanzel herab eine Gedächtnisrede, in der er an die Festigkeit des Glaubens, an die Unermüdlichkeit in der Arbeit, an die Geduld im
Leiden erinnerte, die der verstorbene König stets zeigte, dessen Wahlspruch gewesen ist: Providentiae memor. Nach der Einsegnung der Leiche wurde der Sarg langsam in die Gruft gesenkt unter Glockengeläute, Kanonendonner und Krachen der Gewehrsalven draußen unter den Tönen des Salve Regina. Ter Kaiser und der König verließen mit den anderen Fürstlichkeiten unter Orgelklang die Kirche. Um 9 Uhr 20 Min. erfolgte die Abfahrt des Kaisers.
Aus Stadt uud Land.
Gießen, 20. Oktober 1904.
** Ernennung. Architekt Hans Meyer hier wurde vom Oftwßh. Ministerium des Innern ehrenamtlich zum wissenschaftlichen Hilfsarbeiter für Denkmalspflege, speziell beim Schutze der Baudenkmäler, ernannt.
** Diebstähle. Gestern wurde von unbekannten Dieben aus dem Hausflur eines Hauses in der Plockstraße ein Fahrrad und aus dem Vorplatz eines Hauses in der Landgrafenstraße ein Ueb erzieh er gestohlen.
** Das gestohlene Seidene. Auf einer kleinen oberhessischcn Eisenbahnstation gab ein Ehepaar einen Schließkorb für 24 Stunden zur Aufbewahrung auf. Als das Paar nach einigen Tagen wieder in seiner Heimat angelangt war, sand cS, daß aus dem Schließkorb ein seidenes Kleid der Frau verschwunden war. Die Polizei faßte Verdacht gegen die Frau des Haltestellenverwalters. Zwei Kriminolschutz.- männer begaben sich nach der Station und stellten sich als Eisenbahnbeamie vor, die mit der Besichtigung de8 Gebäudes und der Wohnräume beauftragt seien. Die Frau wurde nach etwaigen Wünschen in Bezug auf die Wohnung gefragt. Sic| hatte natürlich eine Menge; u. a. bat sie, in einem ihrer! Zimmer eine Veränderung vornehmen zu lasten. Ein in diesem Zimmer stehender Kleiderschrank gefiel einem der Herren so gut, daß er die Frau bat, ihm doch die innere Einrichtung zu zeigen, da er Lust habe, sich gleichfalls einen derartigen Schrank cmzuschoffen. Die Frau ging bereitwillig darauf ein. Da plötzlich nahm der Herr aus der Tiefe des Schrankes ein seidenes Kleid und hielt cs der Frau vor die Nase. Die Frau fiel in Ohnmacht, wurde jedoch bald wieder daraus erweckt und verhaftet. Der Ehemann, der keine Ahnung von der Schuld seiner Frau hatte, konnte nur mit Mühe davon abgehalten werden, ihr einen gehörigen Denk-
* Kleine Tageschronik. Zu der Wascherichen Lustmordsache in Berlin haben Ermittelungen.gegen die Arbeiter Ernst Schallert und Otto Glasumers'ti soviel Belastungs- matcrial zutage gefördert, daß beide J-eute mittag der Staatsanwaltschaft vorgeführt wurden — Jn^odtn g e n bet Tortmurü) wurde wegen unsittlicher machen em Zecl>enbe<rmter verl aft t, in dessen Taschen die Polizei ein ^ebetbuch^ einen Rosenkranz und unsittliche Bilder fand. - Der Waldwärter Armenz aus Rehain (Mark) ist seit Dienstag verschwunden. Man glaubt einem Wilddieb er} d)offcn wroe. unter
5hrt schreit Nach Hilfe und eiligst strömen einige Herder, die ttre Lage verbessern wollen, konstruieren auS der allgemeinen Not eine ganz besondere filr sich und aus der «igenen eine allgemeine, damit die Verwirrung ia Npllkommen werde.
Der Nutzen der Kleinstaaten.
Anläßlich deS Streites um Lippe bemertt das «Hamb. Fremdenblatt":
Wir wüsten unbefangen sagen, daß, wie sich die deutsche Verfassung nun einmal nach vielen Wechselfällen entwickelt hat, die ganz kleinen Staaten doch einen gewisten Nutzen haveu und andererseits außer Staude sind, Schaden zu stiften. Wenn un L.eiUschen Reiche neben Preußen nur die drei Königreiche und die wroB- Herzogtümer ständen, würden stete Reibungen unausbleiblich sem. Die Mittelstaaten hätten keinen Spielraum, um ihre Unfichten darzutim, um ihre Interessen zu vertreten. Prentzen ganz allem hätte im Bundesrat die Maiorität. Die kleinen Staaten
wirken hier wie Puster. Sie stimmen im u n b c § r nj nut, sie können unter Umständen deii Ausschlag geben, können dazu helfen, daß Preußen majorisiert wird. DaS wird nach -^.age der Dinge nicht häufig Vorkommen, aber diese Nechtslage bat an sich für die Mittelstaaten e t w a s Tr o st l i ch es. Und Preußen selbst sieht das ein; eS schützt die Kleinstaaten, um die Mittelstaaten bei guter Laune zu erhalten. Es hat sich gesträubt, das kleine Waldeck zu verschlucken, das aufgehort hatte, finanzkräftig zu sein; es Hai als selbstverständlich proklamiert baB Braunschweig nach dem Aussterben seiner Dynastie als selbstständiger Staat erhalten werden muß/ .
Auch Fürst Bismarck schäßte den Wert der Kleinstaaten für die Festigkeit unserer Reichsverfassung sehr hoch; er nannte sie den „Mörtel zwischen den Quadern".____________
und murmelte: .Warte! Du sollst daran glauben.
sollte daran glauben? Der Mann, dcffen AuSrusen er m dem Orte gebjört hatte, es war der Jochkissen-Larz auS Kur- heffen, der in weißem langem Kittel imd weißen Hosen und I einer Pelzmütze mit bunter Troddel in den Dörfern herum-1 ging und mit Jochkiffen, Dreschflegelhüten, Steppriemen u. dgl. handelte, sich aber dabei des Nufes erfreute, etwas ungeklärte Ansichten über Mein und Dein zu haben und nur Mühlsteine, sowie auch wohl glühendes Eisen liegen zu lasten. So zog er nun in B. durch die Gasten und rief laut: „Joch-! kisse faal (feil), Flegelhäut" (Flegelhüte). Aber kein Käufer fand sich. Als er in die Nähe der Schmiede kam, machte der Schmiedhenrich die Obertüre zu, schloß die ganze Türe ab und legte einige große Nägel in das Katzenloch neben der! Türe, so daß man sie gut sehen konnte, und verbarg sich dann. Der Iochkisscn-Larz kannte den Schmied Henrich recht gut, ging daher an besten Haus und rief laut seine Ware I aus. Aber es blieb alles still. Seine Dohlenaugen ersahen alsbald die Nägel; solch frisch geglühtes Eisen ist gar ver- lockend mit seinem reinen, feinen, violetten Schimmer; der Larz konnte die Augen nicht davonbringen und rief: „Eaß nimedS deheem?" (Ist niemand daheim?) Alles still. Seine Hand zuckte nach den Nägeln, doch hielt er sie noch zurück und rief nochmals: „Eaß nimeds deheem?" Alles still. Da konnte er sich nicht mehr halten, griff fest zu und faßte die Nägel, ließ sie aber ebenso schnell fallen und schrie: „'s eaß doch jcmcdZ deheem!" Er hatte seine Hand an den! glühenden Nägeln verbrannt und mußte nun daran glauben, daß man nicht bloS Mühlsteine, sondern auch glühendes Eisen, sowie alles, was eines andern ist, liegen lassen muß.
X Herborn, 19. Okt. Nachdem die Erdarbeiten für den Oberbau der Westerwaldbahn, sowie die Durchschachtung bei Burg vollendet find, gilt es nun, die verschiedenen Ueb er brück un gen zur Ausführung zu bringen. Es sind deren im Tilltal allein drei, nämlich die Ueberführung über die Deutz-Gießener Bahn, die Brücke über die Dill und der Uebergang über die Burger Straße. Der letztgenannte ist
zettel mitzugeben.
— 'S eaß doch jem et)8 deheem. (E§ ist doch jemand daheim.) UnS wird folgende hübsche Geschichte berichtet: DaS Dörflein B. war wie auSgestorben; alle Leute waren draußen bei der Heuernte; nur der alte Schmiedhenrich stand in seiner Schmiede, stützte sich auf die Untertür und blickte wie traumverloren in die Leere. Plötzlich zuckt es in seinem Gesicht, die Augen blitzten schelmifch, seine Hand griff nach dem Kuhhorn an der Hebelstange des Blasebalges; ec UIlxw,
lacht- ba^cuer in ber Gffc an legte einige Eisenstücke hE U Hne« BH bb« b Wildern «■>
imh mnrmrffp• „Warte! Du sollst daran glauben. ' bestrafter Sohn des Obermüllers Bogel aus Lindenthal verhafttt.
_ der letzten Nacht verbrannten in dem Hause eines Friseurs in London sechs Personen, drei wurden fjtoet verletzt. Vier von den Totensind Großvater, Großmutter, ^oh und Enkelin. — T>er ungarrsche Rnchstagsabg. Ugron wurde auf seinem Landgut von einem Taglöhner, den weg en Gehorsamsverweigerung ohrfeigte Ech angegriffen und rfittw® Armbruch. Später feuerte der Taglöhner auf Ugron drei- Schüße ab, die aber nicht trafen. - Der Parum 10 Uhr 40 B. abends verlassende Schnellzug wurde am Dienstag abend etwa 200 Meter von der Station von einem Personenzug an gerannt, wobei zwei Wagen des ersteren Zuges umgesturzr nnirben. 12 Reisende wurden verletzt, darunter einige schwer. -- , In Riverstown (England) kam es anläßlich ^r Verhandlung eines Prozcstes, in welchem 22 Personen wegen Tätlichsten grgen einen Gerichtsvollzieher angellagt waren, zu bluttgen^Mägereien.
30 Personen wurden von dec Polizei durch ^ockhrebe verletzt Bei Gelegenheit des Semesteranfangs zogen die katholischen Studenten von Loewen unter Rufen gegen d^ Mrgkr- schast durch die Straßen. Ein Sttident aus Peru lchoß dader auf eine Gruppe und verwundete einen Herrn W schwer. - Unter donnerähnlichem Krachen flog auf demeg en er fr ü 11 e n e i f c n ro c r f der obere Teil eines' Puddelofens in Vic Lust. Vier an dem Ofen MMtigte Arinter murdm teils schwer, teils leichter verletzt. — In Brussel ermordete ein Eiscnbahnbcamter die Frau ernes, Kameradm, « ! "
icnt> tn ein Spital
Lichtenhainer Bier vor. Schlenther meint indes, daß für eine prompte Wiedergabe auch dieser Bühnenvorschrift doch etwas viel '"ier in diesem Studentenstück getrunken würde, und gab feine Absicht zu erkennen, an Stelle des alkoholischen Getränkes — geackerten Tee kredenzen zu lassen. Hiergegen strauben sich wiederum die Schauspieler. Man will an Hartleben appellieren — der cbet, so versichert ein Wiener Theaterplauderer, trinkt schon lange
Die'^Direktion des neuerstehenden Düsseldorfer Schauspielhauses hat den Schriftsteller Tr Paul Ernst, J r H rdnfinniflcn Romans , Der schmale Weg mm Gluck", für rinm der dramaturgischen Arbcrten und sür Vorlesungen 'N Pftrrcrtur und Kunstgeschichte an der T h e a t c r a t a o e Ni i e vervilicht-i Tr. Paul Ernst verlegt seinen Wohnsitz von Weimar nach TLsteldorf.
Berlin, 19. Okt. Kanal kommission des preust Abgeordnetenhauses. In der heutigen ersten Sitzung nach der Vertagung wurde zunächst der Bericht über die Vorlage betr. die Regelung der Hochwasser-, Teich- und Vorslutverhaltnrne an der oberen und mittleren Oder genehmigt. Alsdann begann Die zweite Lesung der Vorlage betr. die Freihaltung des lieber)chwcmm- ungsgebietes der Wasserlaufe. Hierzu lag ein Antrag vor, statt Wasserläufe zu sagen „Hochwassergefährlich Wasserlaufe Ate Regierung erklärte sich gegen diesen Antrag, lluch den ferneren Antrag, den Wiederaufbau der niedergelegten Gebäude von den Bestimmungen des Gesetzes auszunehmen, erklärte die Regierung für nicht annehmbar, bezw. nach den von ihr gegebenen Erläuterungen für überflüssig, ß 1 des Geietzes wurde mit der Aenderung angenommen, nach der statt „Waperlaufc^ gesetzt wurde ,chei Hochwassergefahr bringenden Wasserläufe". Ter Antrag betr. den Wiederaufbau niedergelegter Gebäude wurde av- gelehnt. Zu dem 8 1a, betr. das aufzustellende Verzeichnis der hochwassergefährlichn Wasserläufe, lag ein Abanderungsantrag vor, welcher bezweckt, festzustellen, wieweit das Ueberschwemmungs- gebiet reicht, und sodann die Begrenzung auf das Notwendige zu beschänken. Tie von feiten der Regierung gegen diesen Paragraphen vorliegende Bedenken wurden ausgeführt. Tie Weiterverhandlung wurde auf morgen vertagt.
Berlin, 19. Okt. Gleich der Kanalrommiifton trat auch die Kommission des preuß. ?lbgeordnetenhauses zur Beratung des vom Plenum an die Kommission zurücti)erwiesenen Entwurfs eines Ausführungsgesetzes zu dem Reichsgesetz betr. die Bekämpfung gemeingefährlicher Krankheiten zusammen. Von konservativer Seite wurde beantragt, die weitere Beratung bis zum Zusammentritt des Hauses zu Dertagcu. xcx Antrag wurde mit 10 gegen 9 Stimmen abgelehnt. Nachdem die konservativen Mitglieder die Stellung weiterer sachlicher Anträge in Aussicht gestellt hatten, beschloß die Kommission, ihre nächste
der ReNor.Einfü'hNlNk! der schcidcndc Rektor von der al», baldigen Erftillung dieses Projekts sprach. In einer von einem Stadtverordneten cingebrachtcn Interpellation tonme heute darauf hin gewiesen, die Zweifel zu beseiti.gen nnjb die Universität sofort von deni städtischen Projekt offtzie-ll zu benachrichtigen. Man beschloß in diesem Sinne mit dem Hinzusügen, daß die Vorarbeiten sofort begonnen werden. Um sich zu informieren, werden die städtischen Körperschaften am 26. Ottober das Elektrizitätsw-erk „Hephatu"^ bei Treysa besuchen.
Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. In Frankfurt entstand am Mittwoch nachniittag kurz vor 5 Uhr eine allgemeine Störung im städtischen Elektrizitätswerk. Sämtliche Straßen- chahnlinien wurden mit einem Mal betrieb8unfähig, die Wagen standen in der ganzen Stadt still. Auch die vom Werk gespeisten technischen Betriebe hatten keinen Strom. Die Störung, die im Hauptschacht ihre Ursache hatte, hielt zwanzig Minuten an. — Der aus Frankfurt seit dem 14. d. Mts. flüchtige AtlSläufer Karl Werner, welcher bei der Detitsch- Amerikanischen Petrolelnngesellschaft 4500 Mk. umterschlagen hat, ist verhaftet worden. Von dem veruntreuteit Gelde wurden noch ungefähr 3500 All. bei ihm vorgefunden. In Sprendlingen wurde in der Nacht vom Dienstag auf Mittwoch bei dem Uhrmacher L. Loebenstein eingebrochen. Die Diebe schoben den Rollladen in die Höhe, zertrümmerten ein Erkerfenster und stahlen Goldwaren im Werte von 800 bis 900 Mk. — In Gau-Bickelheim erstickte infolge Austretens von Gasen aus dem amerikanischen Ofen der 70jährige Landwirt Ignaz Schnabel. Seine Ehefrau war ebenfalls davon betäubt. Man hofft, sie am Leben zu er» halten. — In Sinn gerieten Arbeiter in Streit. Es wurden Schüsse gewechselt und ein Arbeiter durch einen Schuß tätlich verletzt. Er wurde nach Gießen in die Klinik gebracht. — In Ost heim bei Butzbach wurde am 17. d. MtS. ein neues Schtllgebälide eingeweiht; die Baukosten hatten 42 000 Mk. betragen. — Nach dem Beispiel der Handelskantmer von Saarbrücken beschloß die Limburger Handelskammer auf die preußischen LandtagSabgeord- netcn deS Bezirks einzuwirken, daß diese der wasserwirtschaftlichen Vorlage nur dann zustimmen, wenn die gleichzeitige Kanalisiertlng der Saar, Mosel und Lahn in die Vorlage ausgenommen wird.— In Ludwigshafen verhaftete man ein 19jähriges Dienstmädchen, das sein Kind ermordet lind die Leiche in einen Straßengraben geworfen hatte.
bereits vollendet. . I
-ch. Dillenburg, 19. Okt. In der Angelegenhcü de§ Bahnbaus Oberscheld-Wallau erwartet man m diesen Tagen eine Kounuissian, die entscheiden wird, welche der beiden vorgesehenen Bahnlinien zur Ausführung kommen soll. Tie Vermessungen sind bereits im vorigen Monat zrun Abschluß gekommen, und sowohl im Schelde- als auch durch das Irrscheldetal kennzeichnen die aufgesteckten Fähnchen die beiden Projekte. v
Fl Marburg, 18. Okt. Die Stadtverordneten- versammlung stimmte heute der Zeichnung eines Garantiefonds von 10 0 0 M k. für die Ausführung des Treller- scheu PolksbLhneuspiels „Philrpp d"Groß- m ü t i a e" anläßlich der am 13. November stattstndenden Trctci' des MMHrigen Geburtstages dieses hier m Marburg geborenen Hessensürsten zu. Recht interestant war dre folgende Sache. Zur Anlage eines städtischen Elekttmtats. Werks hat die Stadt bekanntlich dr« soa. Herrenmuhl-G unter-! halb der Universität mit einem- anstoßenden Garten sur 150 000 Mk. gekauft und diesem Vertrage fhmmt man zw> nächst zu. Da dieses erst heute erfolgte hatte man mich der »auptabnehmerin sür Elektrizität, der UmversUat Mar- bürg, die sich mit dem Plane der Errichtung ctne§ eigenen Elektrizitätswerkes trägt, noch keine oft Welle Mit- teiluug gemacht. Große Beunruhigung tief es deshalb rn der Bürgerschaft hervor, daß noch am Sonntag gclegentlrch
Quakep Oats wipd am besten und vorteilhaftesten in einem Quaket1
Oats Kocher zu bereitet.
Wia* senden Gratis einen Quaker Oats Kocher an jede beliebige Adresse in Deutschland falls uns die unten angegebene Anzahl n==z Schutzmarken, die aus der jffl
der Packete zu schneiden sind und so aussehen, franco in einer Send- ung und vor dem 31. Dezember 1905 zugehen.
50 Schutzmarken von 1 Pfd. Paoketen oder
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Um deutliche Angabe des Namens uud Adresse wird höfl. gebeten.
ABTEILUNG: E. T-
THE AMERBOAN OEREAL COMPANY,
Kaiser Wilhelmstrasse 82, Hamburg.


