die Vorbereitung der Novität für die hiesige Bühne wird sofort einqetreten.
**Gleibergverein. Auch <m dieses Stelle sei noch- wals aufmerksam gemacht «auf die anläßlich des 25jährigen Jubiläums der Erwerbung der BUr!g durch den Verein morgen, Freitag, nachmittags 4i/2 Uhr oben auf der Bur!g stattfindende Festansammlung, an der alle Freunde des Vereins teilnehmen können.
** Unterschlagung und Flucht. Ein junger Kaufmann von hier, welcher von feinem Ehef in Vertretung des erkrankten Reisenden nach außerhalb zum Besuch der Kundschaft geschickt wurde, hat -dabei eingezogcne Kundengelder unterschlagen und ist flüchtig.geworden. Von Straßburg eingetroffene Nachrichten des Flüchtigen sagen, daß er sich das Leben nehmen will.
** Gute Nasse und doch schlechte^Hunde. Der Rentner Sulthan, so erzählt uns ein Leser, sitzt mit seinem Schnapsbruder bei dem „blauen Zwirn" und prahlt mit der guten Nasse seines Hundes, rühmt dessen wunderbare Eigenschaften: er habe ordentlich Menschenverstand. „Ae, Herr Sulthan," sagt der Trinkgenosse, „ä, Herr Sulthan, woas eäß met dr goure Naß?! Woas sein mir von ere goure Raß, ean woas sein mir doch fer schlachte Honn." (Was ist mit der Raffe? Was sind wir von einer guten Rasse und was sind wir doch für schlechte Hunde.)
h. Lollar, 19. Okt. Die Behandlung der Mitglieder der Betriebskrankenkasse der Eisenwerke nebst deren Angehörigen wurde laut Beschluß und Anschlag in den Fabrik- ränmen dem prakt. Zahnarzte Herrn R. Schwalm in Gießen übertragen. Die bisher geübte freie Zahnarztwahl wird hierdurch aufgehoben.
Dorlar, 19. Okt. Heute morgen gegen 4 Uhr brach, -vie schon kurz gemeldet wurde, auf dem den Gebrüdern Max gehörenden Anwesen ein Feuer aus, welches eine große, mit Erntevorräten aller Art vollgefüllte Scheune, sowie ein daran besindliches Wohnhäuschen, das zu Gesindelogis diente, in Asche legte. Das Feuer, dessen plötzliche Entstehung den Verdacht der Brandstiftung nahe legt, verbreitete sich mit so außerordentlicher Schnelligkeit, daß es den Bewohnern des Häuschens nur mit knapper Not gelang, das nackte Leben zu retten. Die Dienstboten sind infolgedessen um ihre meisten, manche um fast alle ihre Kleidungsstücke gekommen. Glücklicherweise waren die hiesigen Löschmannschaften bald zur Stelle und arbeiteten mit solchem Erfolg, daß eine Ausdehnung des Feuers auf die Mühle, welche sehr gefährlich hätte werden können, verhindert wurde. Die bereitwillig zu Hülfe herbeigeeilten Feuerwehren der Nachbarorte brauchten infolgedessen zumeist nicht mehr in Tätigkeit zu treten.
fc. Frankfurt a. M., 20. Okt. (Drahtbericht.) Gestern abend erschoß sich hinter dem Palmengarten die Chorsängerin Emma Wenning. Der Grund zur Tat soll Liebeskummer gewesen sein.
Frankfurt a. M., 19. Okt. Der gestrige Kinder- hilfstag (nach dem Muster Kopenhagens) hat ein recht günstiges Resultat ergeben, denn die Sammlerinnen wußten fast alle von willigen Gebern zu berichten. Die Veranstaltung im Palmengarten brachte zwischen 2—3000 Mk., die im Opernhause über 1200 Mk. ein. Die Sammelbüchsen, über 1000 Stü ck, die zu gelötet sind, werden samt und sonders an die Darmstädter Bank abgeliefert. Die festgestellte Summe wird sodann an das Arm en amt abgeführt.
Dermifd)!«*
• Hamburg, 19. Okt. Landrat Dr. Schmidt- Scharff, der durch das Revolverattentat einer Dame in Freiburg a. Elbe schwer verletzt worden ist, ist im hiesigen Eppendorfer Krankenhaus heute seinen Wunden erlegen.
Stade, 19. Okt. Der Anschlag auf den Landrat Dr. Schmidt-Scharff des Kreises Kehdingen, der, wie wir meldeten, von einer Dame angeschossen wurde, hat seine Aufklärung noch nicht gefunden, auch konnte die Jden- dität der Dame bisher nicht festgestellt werden. Wie jetzt weiter bekannt wird, befand sich der Landrat gegen 6 Uhr abends im Automobil auf der Rückfahrt von einer Versammlung im Wolfsburger Moor nach seiner in Freiburg bei Stade gelegenen Wohnung; als Dr. Schmidt vor seinem Hause das Automobil verlassen und den Vorgarten durchschritt, ertönten in kleinen Zwischenräumen fünf Schüsse. Von einem derselben wurde der Landrat in die linke Seite des Unterleibs getroffen. Zwei Aerzte erklärten sofort, es müsse die Kugel auf operativem Wege baldigst entfernt werden. Zu diesem Bchuse wurde der Schwerverletzte am Bord des Stader Dampfers „Concordia" nach Hamburg gebracht und durch die dortige Sanitätskolonne dem Eppendorfer Krankenhause zugeführt. Nach der Operation verschlimmerte sich das Befinden und heute ist Dr. Sch. seinen Wunden erlegen. Die Attentäterin, eine elegant gekleidete stattliche junge Dame, starb unter den Händen der Aerzte; sie hatte sich eine Kugel mitten in das Herz gejagt. Ueber das Motiv ist Zuverlässiges nicht bekannt.
* Kriegserklärung — eines Fähnrichs. In Oppeln wurde kürzlich von den dortigen „Nachrichten" ein Extrablatt ausgegeben, das der erstaunten Bürgerschaft „kund und zu wissen" gab, daß in Südwestafrika der „Fähnrich Liebhold" der deutschen Reichsregierung den Krieg erklärt habe! Jetzt berichtigt das Blatt jene Meldung; nicht ein „Fähnrich Liebhold", sondern — Hendrik Witboi habe den Krieg erklärt, die Namensverwechselung sei infolge einer unverständlichen telegraphischen Meldung entstanden.
* Diebische Dienstmädchen. Ein Kirchhofsinspektor in Berlin besuchte mit seiner Frau ein Vergnügen, während das 18 Jahre alte Dienstmädchen Meta Miehlig mit den Kindern zu Hause blieb. Als die Dienstherrschaft nach Hause kam, fand sie eine Fensterscheibe eingedrückt, das Fenster geöffnet, die Behältnisse in der Wohnung erbrochen und ohne Inhalt in den Zimmern umherliegen. Bares Geld und »Schmucksachen fehlten; einige Sachen lagen am Fenster, als u)b der Einbrecher sic auf dem Rückwege verloren hätte. Die Kinder und das Mädchen schliefen; sie hatten von dem Einbruch nichts gehört. Der Kriminalpolizei fiel es auf, daß der Einbrecher von dem Versuch, einen Behälter, der noch Geld irnthiclt, zu erbrechen, Abstand genommen hatte, obgleich seine Sveffnung leicht gewesen wäre. Nach deni Verhör des Mäd- ochens ließ man dessen Korb aufschließcn und fand darin die 2 00 Riart u nd die Schmucksachen, die der Einbrecher mitgenommen haben sollte. Die Diebin hatte den Einbruch worgetäuscht, um den eigenen Diebstahl zu verheimlichen. —
In dem Pensionat eines Fräuleins v. A. im Westen Berlins kamen den Gästen fortwährend Sachen weg, seitdem ein neues Mädchen, Maria Klein aus Dresden, vor 14 Tagen den Dienst angetreten hatte. Vorgestern vermißte Fräulein v. A. selbst eine größere Geldsumme. Die Kriminalpolizei fand das Kästchen mit dem Geld an einem anderen Ort. Es konnte scheinen, daß die Eigentümerin es dorthin verstell habe. Das war aber nicht der Fall, vielmehr hatte das Mädchen es auf die Seite gebracht, um es bei Gelegenheit mitzunehmen. Als man auch noch in den Strümpfen der Diebin Geld und Schmucksachen von Gästen fand, gestand sie, vom ersten Tage an gestohlen zu haben. Beide Mädchen wurden gestern in Untersuchungshaft gesetzt.
.* Kleine Tages'chronik. In dem bayrischen Dorfe Parts kosen ist der Bauer Buchner von einem 18 jährigen Di en stkn e cht e, mit dem er während der Arbeit in einen Wortwechsel geraten war, e r st o ch e n worden. — In Hamburg mrnfte Frau Konsul Dürfeld in ihrer Wohnung durch Beilhiebe ermordet aufgefunden. Man vermutet, daß an ihr ein Raubmord verübt worden ist. Vom Täter fehlt jede Spur. Ihr Hund wirrde ebenfalls getötet. Tie Wohnung wurde burdj^ wühlt. Tie Schmucksachen wurden geraubt,
Herichtslaak.
Köln, 19. Okt. Vor dem Kriegsgericht der 35. Tivi- ston stand der Husar Holler vom KönigÄ-Husaren-Regt. in Bonn wegen tätlichen Angriffs auf Vor gesetzte. Der Angeklagte befand sich mit seinem Regiment auf dem Marsche zur ^enne und kam zu Remlinghofen in Quartier. Bis 9 Uhr abends war er in Uniform und ging um 11 Uhr mit seinen Quartiergebern, nachdem er von diesen Zivilkleidung angelegt hatte, aus. Auf der Straße stießen sie mit zwei Unteroffizieren desselben Regiments zusammen, die mit dem Ortsvorsteher des Weges gingen und warfenmitSteinennachdenUnter- o f f i z i e r e n, von denen einer unerheblich am Fuße getroffen wurde. Der Angeklagte, welcher behauptet, angetrunken gewesen zu fein, wurde, indem da» Gericht einen minder schweren Fall annahm, zu 3 Jahren Gefängnis verurteilt. Hätte das Gericht nicht einen minder schweren Fall angenommen, so wäre das Strafminimum fünf Jahre gewesen.
Landet und Werkehr. Volkswirtschaft.
Straßburg i. E., 19. Okt. T«ie Vereinsbank, die sich seit längerer Zeit in Zahlungsschwierigkeiten befand, wurde gestern geschlossen. Tie Bücher wurden beschlagnahmt; Direktor Stempel sowie das Vorstandsmitglied Alfred Meyer Nmrden verhaftet.
Reichsbank-Anteile. Es verlautet bestimmt, daß die Emission der restlichen 30 Mill. Mk. der neuen Reichsbank-Anteile im Laufe dieses Jahres erfolgt. Durch das hierbei erzielte Agio wiirde die Reserve gefüllt, sodaß dieselbe aus dem Jahresgewinn keinen Zuschuß zu erhalten brauchte und die Tividende für 1904 mit rund 7 Proz. in Ansatz gebracht werden könnte. Erst kürzlich teilten wir mit, daß auf 61/4—61/0 Proz. Tividende zu rechnen ist.
Märkte.
Viehmarkt zu Gießen. Bei dem am 11. und 12. Oktober 1904 stattgehabten Markt waren aufgetrieben 591 Stück Rindvieh und 896 Schweine. Ter nächste Markt findet am 25. und 26. Oktober 1904 statt; am letzten Tage auch Krämermarkt.
)( Grün berg, 19. Okt. Auf dem heutigen G allu s- markt herrschte infolge des überaus günstigen Wetters ein reges Treiben, wie kaum in einem Vorjahr. Auf dem Viehmarkt herrschte ein flotter Geschäftsgang, die Zahl der aufgetriebenen Tiere — Lchweine und Rindvieh — war eine früher kaum erreichte, auch rourden sehr viele Käufe abgeschlossen. Der Schweinehandel ging besonders flott, die Ferkel kosteten das Paar 16—22 Mk., Springer das Stück 35—45 Mk., Einlegschweine 50—70 Mk. Eine Preissteigerung hat sich bemerkbar gemacht.
fc. Frankfurt a. M., 20. Okt. (Telegr. Orig.-Bericht des „Gieß. Anz.".) Amtliche Notterungen der heutigen Viehmark t- preise. Zum Verkaufe standen : 25 Ochsen, "13 aus Oesterreich, 3 Bullen, 00 aus Oesterreich, 74 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 0 aus Oesterreich, 689 Kälber, 282 Schafe und Hämmel. Bezahlt wurde für 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qualität 70 bis 72 Mk., 2. Qual. 68—70 Mk., 3. Qual. 59—63 Mk.; Bullen 1. Qual. 00—00, 2. Qual. 00—00; Kühe 1. Qualität 67—69 Mk., 2. Qual. 64—66 Mk., 3. Qual. 54—56 Mk., 4. Qual. 45—47 Mk 5. Qual. 00—00 Mk. Kälber 1. Qual. 81—85 Psg., Lebendgewicht 48—51 Pfg., 2. Qualität 73—77 Psg., Lebendgewicht 43-46 Psg., Schlachtgew. 57—61 Pfg.; Schafe: 1. Qual. 68—70 Pfg., 2. Qual. 62—00 Pfg. Geschäft gedrückt, Ueberstand bedeutend.
Limburg a. d. L., 19. Okt. Fruchtmark!. Durchschnittspreise pro Malter. Roter Weizen, neuer, 14.80 Mk., weißer Weizen 00.00 Mk., Korn, altes, Mk. 10.50, neues 10.52 Mk., Gerste 9.80 Mk., Haier 7.25 Mk., Erbsen 0.00 Mk., Kartoffeln 0.00 Mk.
Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst.
Voraussichtliche Witterung in Hessen für Freitag, den 21. Oktober 1904: Zeitweise wolkig, windig, Temperatur nicht verändert, im Norden schon geringer Regen, im Süden noch trocken.
Näheres durch die Gießener Wetterkarte.
Israelitische Neligionsgemeinde.
Gottesdienst in der Synagoge (Südanlqge).
S a m s t a g, d e n 22. O k t 0 b e r 1904:
Vorabend 5.00 Uhr.
Morgens 9.00 Uhr.
Predigt.
Nachmittags 3.30 Uhr.
Sabbathausgang 6.10 Uhr.
Israelitische Religionsgeseltschaft.
Sabbathieier am 22. Oktober 1904.
Freitag abend: 4.50 Uhr. Samstag vormittag; 8.30 Uhr.
Samstag nachmittag: 3.30 Uhr.
Sabbathausgang 6.05 Uhr.
Wochengottesdienst: morgens 7.00,
abends 4.30
Neueste Mellnruueu.
Orioinaldrahtmeldnnaen des Gießener Anzeigers.
Darmstadt, 20. Okt. Der „Darmst. Ztg." zufolge wurde dem Hofschauspieler Ludwig Wagner anläßlich seines heutigen 25jährigen Dienstjubiläums vom Großherzog das Ritterkreuz 1. Klasse des Philipps-Ordens verliehen.
Berlin, 20. Okt. Der Verein Berliner Presse wählte in seiner Generalversammlung Dr. Ludwig Fulda zum 1. Vorsitzenden, Chefredakteur Karl Vollrath zum zweiten und Feodor v. Zobelitz zum dritten.
Karlsruhe, 20. Okt. Wegen Fischerei im hiesigen Stadtgarten hat die Staatsanwaltschaft die beiden Schutzleute Katz ocke und Klipp en Hahn, die sich in Haft befinden, des schweren Diebstahls angeklagt.
Freiburg i. B., 20. Okt. Das Schwurgericht verurteilte die 31 Jahre alte Landwirtstochter Rosa Dirsch, welche ihr neugeborenes Kind mit einer Sichel ötete und im Garten der Eltern begrub, unter Annahme nilderudcr Umstände zu 2 Jahren 6 Monaten Gelang n i s.
Wien, 20. Okt. Das Lueger-Komitee beschloß nach erregter Debatte Protest gegen die Polizeinmßrcgeln und Abhaltung eines F.ackel zuges anläßlich des 30 jährigen
Gemeinderats-Jubiläums im nächsten Jahre. Es fand eine längere Beratung Körbers mit Lueger statt, in der der Minister erklärte, es sei der Wunsch des Kaisers, daß di« Ruhe in Wien nicht gestört werde. Von sozialdemokratischer Seite wird dagegen verkündet, das Polizeiverbot werde dii Arbeiter nicht hindern, Lueger am Sonntag in ihrer Art zu beglückwünschen.
. Wien, 20. Okt. Die Gräfin Montignoso hat an ihren früheren Gatten, den jetzigen König von Sachsen, ein herzliches Beileids-Telegramm gesandt. Das Telegramm ist jedoch unbeantwortet geblieben.
Budapest, 20. Okt. Der Bischof von Rosenau, dessen Güter vor einiger Zeit sequestriert wurden, weil sie schlecht verwaltet wurden, hat von seiner Stelle abgedankt. Er wird von der Regierung ein kleines Gnadcngehalt beziehen.
*
Vorn Kriege.
Paris, 20. Okt. Gerüchtweise wird aus Petersburg gemeldet, daß nach einer Depesche aus Mukden z w e i j apa- nische Divisionen eine vollständige Nieder^ läge erlitterr hätten. Man sei in glaubwürdigen Kreisen der Ansicht, daß infolge dieser letzten Erfolgender Russey jede Möglichkeit einer Katastrophe ausgeschlossen sei.
Paris, 20. Okt. Ein Telegramm des „Petit Journal" aus Petersburg berichtet, die Stellung der beiden Armeen sei folgende: Die Armee des Generals Oku bildet den linken Flügel und besetzt die Eisenbahn, den Mandarinenweg und Jntai. Nodzu befindet sich int Zentrum und besetzt die, stark verschanzten Gruben von Jentai. Kurokis Armee bildet den rechten Flügel. Seine Front zweigt nach Süden ab bis Pensihu, wo sich die Vorposten der russischen linken Flanke befinden. Die Vorposten Kurokis haben vereinzelte Gefechte mit denen der Generale Misch- tschenko und Rennenkamp gehabt. Die Truppen Misch- tschenkos sind nach Pansiapu und die von RennenkLmp nach Fuschun gebogen. General Stackowitsch befindet sich mit seinen Truppen am Hun-Fluß, dessen Ufer er aus kundsch aftet.। Er bereitet sich vor, mit. seiner Kavallerie die linke Flanke Okus zu beunruhigen. Die rechte Flanke hält die Ufer des Schaho-Flusses besetzt an dem Punkte, wo die Eisenbahn den Fluß überschreitet. Sie dehnt sich bis zu dem Torfe Schaho-Fu aus, quer über den Mandarinenweg. Das Zentrum biegt stark nach Süden ab und hat seine Front bis Pansiafu. Die 'linke Flanke, welche noch weiter nach Süden abzweigt, erreicht Ttensihu mit der Absicht, die Armee Kurokis zu umgehen.
P e t r. r s b u r g, 20. Okt. Bis jetzt ist eine amtliche Bestätigung über das hier umlaufende Gerücht, wonach die russisuche Armee den Japanern eine furchtbare Niederlage beibrachte und 14 000 Japaner gefangen genommen habe, nicht eingelaufen. — DH Elemente beherrschen wieder einmal vollständig die Lage. Ein neuerdings eingetretener Regen Macht jede bedeutende Operation unmöglich und zwingt zur vollständigen Einstellung der Feindseligkeiten. Trotz' der ernsten Schlappen, welche die russische Armee erlitten hat, herrscht absolutes Vertrauen in die militärischen Eigenschaften Kuropatkins.
Tokio, 19. Okt. Die Regierung beschloß, durch Vermittlung der amerikanischen Botschaft in Petersburg dagegen Einspruch zu erheben, daß russische Truppen in chinesischer Verkleidung kämpfen. Dias japanische Auswärtige Amt gibt bekannt, daß am 4. Oktober russische Schützen in chinesischer Kleidung die Japaner auf der Straße nach MukdM angriffen und sie auch an anderen Stellen zu überrumpeln versuchten. Die Anlegung von regelwidrigen Bekleidungen verstoße gegen das Völkerrecht und sei besonders für die Chinesen gefährlich, da.man auf große Entfernungen nicht entscheiden könrre, ob man Chincpn oder Russen vor sich habe.
London, 20. Okt. Reuter-Bureau meldet aus dem Haupt- guarttke General Okus vom 18. Okt.: Ein japanisches T-e- tachem^nt von, 5 Bataillonen und dr^i Batterien, das aus der Befolgung zu weit östlich der Eisenbahn geriet, wurde von 12 Bitaillonen Russen angegriffen und büßte dabei acht Ges^chütze ein. Tas allzugroße Selbstvertrauen der ja- panijchen Soldaten trägt Schuld an diesem Vorkommnis.
TeZep^oniseSier Kursbericht.
3l/2°/n .
3"/0 do. . .
Konsols • • . 3% do. .... 3l/a% Hessen . . . lp/2 A! Oberhessen . . 4% l^oeterr. Goldrente . IVßMOesferr. Silberrenle 4% (Ungar. Goldrente , 40/0 Italien. Rente . . 41'2 z<t Portugieser , . 3C/. (Portugiesen. . . . 1% iv. Türken . . . Türkeylose ..... 4% Grieoh. Monopol.-Anl. 4läussere Argentiner
E*1 • aiskfnirt a. M., 20.
101.50 30/0 Mexikaner , .
89.25 4V2% Chinesen . .
101.15 Electric. Schuckert .
89.30 Nordd. Lloyd . .
99.95 Kreditaktien . . .
—.— Disken to-Kommandit.
101.65 Darmstädter Bank .
100.40 . 100.05 . 103.70 . 63.10 . 62.40 .' 127.80
47.90
43.60
Dresdener Bank . . Berliner Handelsges. Oestorr. Staatsbahn . Lombarden . e , Gotthardbahn . . . Laurnhütte . . . . Bochum . . , . . Unrpener . . . . Schatzscheine . . .
Tendenz: abgeschwächt.
Oktober.
. . 30.10
. . 89.90
. . 120.80
. . 108 00
. . 210.40
. . 191.70
, . 141.25
. . 154.40
. . 160.90
. . 138.30
. . 17.25
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