Ausgabe 
20.10.1904 Erstes Blatt
 
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Vorlage über die Ausfertigung der Schuldverschreibungen

läge zu bessern geeignet seien, muß als recht fraglich bezeichnet

seiner B e zicbung

Alko Holismus in

Hierauf sprach ein

ungsfrage.

werden/

Wirkt Geh. Oberjustizrat Dr. EcciuS, Präsident des Kasseler Oberlandcsgerichts, ist zum Präsidenten der

nichts verlautet, trotzhent schon morgen daS letzte Drittel des MonatS beginnt und, wie ich bestimmt erfahre, binnen wenig mehr als vier Wochen bereits die Vorlage des neuen Staatshaushaltsetats für 1905 erfolgen wird. Am eingehendsten beschäftigte sich gestern und heute der Finanzausschuß mit dem Gesetzentwurf betr. die Neuforder­ungen für Bad-Nauheim. Die gestrige Beratrmg dar­über ergab, daß gegen den von der Regierung vorgelegten Generalplan für dre allmähliche Ausdehnung und Verbesser­ung der Badeanlagen re. in: allgemeinen im Finanzaus­schuß keine Einwendungen erhoben werden. Zur u vtv heutigen Sitzung waren auch die Negierrmgsvertreter, Fi-

Den Binnenschiff- nanzminister Dr. Gnautl), Geheimrat Wilbrand, Ministerial- . 1 - - ...i-

genug; die Vorstellung war beendet.

** Aus dem Bureau des Stadtth e aterS. Es wird unsere Theaterfreunde interessieren, zu erfahren, daß die Direktion Oskar Vlunienthalß neues WerkDer tote Löw e" zur Aufführung erworben hat. Das Stück wurde bekanntlich in Berlin verboten, da eS zu nahe Zeitereignisie berühre. Es behandelt bekanntlich einen Konflikt, der dem­jenigen zwischen Bismarck und dem jungen Kaiser Wilhelm ähnlich ist. Bei der Erstaufführung in Hamburg in den letzten Tagen war ein glänzender Erfolg zu verzeichnen. 3«

Ans Stadt und Fand.

Gießen, den 20. Oktober 1904.

** Aus dem Militärwochenblatt. Geppert»

«arlamenlarisches.

R B Darmstadt, 19. Okt. An zwei sehr arbeite

Tagtuh7t'gestern und heute deu Fin ans-1 °ge.

schu r, der zweiten Kammer eine Anzahl Vorlagen erledigt ^^n von einer Familie, zehn Personen, erzählte, die in einem und br nut neues Beratungsmaterial für dre Kammer |clb)t I cinüflen Zimmer wohnen, in dem nur zwei Betten stehen. Unsäg- über Heren Einberufung bis letzt noch, immerflich leidet bei solchen Zuständen das Familienleben. Dem Ar­

beiter ist die FamiNe alle»'. D«er Wohlhabende hat noch anders Hilfvmrellen der Erholung und Erquickung. Bietet dem Arbeiter die Familie nichts, dann verkommt er. Der Redner sprach von dem Schlafgängerwesen, von der Last und Gefahr für die Familie, dem Aergeriüs für die Kinder.

Tie elfte Stunde war herangerückt, als Friedrich Naumann zum Worte kam. Auch er spricht über dieFamilie" und meint, die Familie sei aus einer friiheren Festung zu einer dekorativen Ruine im Nationalleben geworden. Wie anders war es in den alten Zeiten! Damals Ivar die Familie der Inbegriff aller ge­meinsamen Arbeit, heute ist sie nur ein Zwergbetrieb, früher war sie ein Wesen, jetzt ist sie ein Massen- und Nummernb-egriff: in den Häusern Familie auf Familie gehäuft, erste, zweite,, dritte, vierte Trevpe usw. Sollen wir mut diesen Zwergbetrieb in dem Zeitalter des Grosbetriebs ausrecht erhalten? Sicherlich, damit wir nicht ein geschichtloses Volk werden. Im letzten Grund muß es heißen: Kind und Volkswachstum und Kindererziehung. Zwar ist die Familie klein geworden, aber sie darf nicht sterben. Zum Leben aber braucht sie Platz. Gebt Raum und abermals. Raum ür die Familie und für die Kinder! Geschieht dies nicht, so tötet die Kultur sich selbst, indem sie ihren eigenen Nachwuchs aufzehrt. Tiefer Wohnungskongreß wird hoffentlich in ,der Wohn- rage gute Früchte tragen. Tank gebührt allen, die ihn ein­berufen, und wir wollen hoffen, daß ihm bald andere Kongresse olgen werden. (Stürmischer Beifall.)

Heute gab sich doch schon einige Kongreßmüdigkeit kund. Tie Sitzung war, als sie vom Vorsitzenden CH. Hallgarten er­öffnet nmrde, nur von etwa dreißig Herren besucht. Sie galt der Diskussion über die Vorträge, die sich mit dem ThemaWohn­ungserstellung und Kapitalbeschaffung" befaßten. Prinz Schön­aich - C a r o l a t h stellt in feiner Schlußrede fest, daß die Kon­greßtage entschieden einen erheblichen Schritt nach vorwärts be­deuten. Nach den üblichen TanHagungen an Behörden und Pri­vate wurde gegen 12. Uhr mittags der Erste Allgemeine Teutsche Wohnungs?ongreß geschlossen.

Frankfurt, 20. Oktober.

In einer öffentlichen Versanimlung im Saalbau wurde vor­gestern abend das ThemaWohnungsfrage und Volks­wohl" von fünf Rednern behandelt. Der Saal war dicht besetzt.

Zwei Referenten sprachen über Wohnungsfrage und Volks­krankheiten, zunächst Tr. Franz Oppenheimer-Berlin, dann Prof. N ei ss er-Frankfurt, der an interessanten Beispielen den ursächlichen Zusammenhang zwischen Wohnung und Krankheit be­handelte. Ter Generalsekretär G o n s e r - Berlin, vom Deutschen Verein gegen den Mißbrauch geistiger (Wc tränte, sprach über den - - - - " izichung zur Wohn­

katholischer Priester, Pater

Justiz-Prüfungskommission in Berlin ernannt worden.

Major Freiherr von Reitzenstein, der bekannte Herrenreiter, hat unter Verleihung des EharalterL als Oberst­leutnant den Abschied erhalten. Frhr. v. Reitzenstcin will angeblich sich intensiv dem Sport widmen.

Die ,Fr. Dtsche. Pr." schreibt: Abg. Eugen Richter, der sich nach seiner Kur in Nauheim sonst des besten Wohlseins erfreut, hat zur Zeit unter einem Augen- u b e l zu leiden, das ihm das Lesen und Schreiben erschwert. Um dieses Hebet zu beseitigen, hat Abg. Richter sich einer Kur unterzogen, die ihm bald wieder den vollen Gebrailch seiner Augen zu ermöglichen verspricht.

Tie zu morgen angesetzt gewesene regelmäßige Sitzung des Bundesrates ist auf Samstag verschoben worden. Zur Zeit finden Verhandlungen statt zwischen bem | Reichskanzler und den anwesenden Ministern der Bundes­staaten über die lippische Frage. Auch der bayerische Ministerpräsident Frhr. v. Podewiks hat dem Grafen Bülow einen Besuch abgestattet. Man wird auch nicht sehlgehen in der Annahme, daß in der gestrigen Unterredung des Kaisers mit dem Reichskanzler die lippische Frage ebenfalls berührt worden ist.

Detmold, 19. Okt. Staatsminister Gevekot, der seit Freitag in Berlin weilt, wurde am 17. ds. vom Kaiser zu der gestern aus Anlaß der Einweihung des Kaiser Friedrich-Denkmals stattgefundenen Hoftasel eingeladen. Diese Einladung wird hier als ein gutes Zeichen der sich bessernden Beziehungen zwischen Berlin und Detmold aufgefaßt.

Hamburg, 19. Okt. Der Großherzog vonHessen ist hier eingetroffen. Er gedenkt am Sonntag einem Auko- mobilrennen in Bahrenfeld beizuwohnen.

streht wird. ES liegt nach verläßlichen Informationen il a. tn der Ansicht der preußischen Liberalen, eine klipg" und klirre Auükunjt über die Pläne der preußischen Regierung bezüglich der Einführung von S ch i f f a b r 13 a b g a b c n auf den Strömen zu erlangen. Daß der schwer heimgesnch- ten Flußsäuffahrt eine neue Belastung in Gestalt dieser Abgaben noch zugedacht sein könnte, das anzunehmen, fallt ^war schwer. Doch die vom preußischen Landtag teilweise schon beratenen wasserwirtschaftlichen Vorlagen bedingen umfangreiche Korrektions- und Regulierungsarbeiten an den Strömen, und nach fiskalischer Auslegung wird durch solche eine natürliche Wasserstraße zur künstlichen, die ^Einführung von Schiffahrtsabgaben rechfertigenden. Den Binnenschiff-, fahrtSinteressentcn muß jetzt die zweifellose Gewißheit wer- rat Frhr. v. Die geleben, sowie Oberbaurate Schnuck und dcu, baß die Möglichkeit einer Belastung durch solche M- rotb erschienen. Es kam nach eingehender Diskusston gaben ausgeschlossen ist Soviel mindestens dürsen sie von zwischen Regierung und Ausschuß eine Einigung dahm ber preußischen Regierung verlangen. Auf etnent anberat zu staube, daß der Letztere sich entschloß, dem Kaminer- Aatt steht die Unterstiitzung ber Flußschisfahrt auf dem Plenum die Bc wi lli gun g der in der R c g i erun gs- Rieae der Tariivolitik ' vorlageerhobenenForderungenfuri904und

"CflC t,r . 11905 zu empfehlen. Für 1904 sind angefordert: für

-r.rvedowaffe die einheitliche Maschinenanlage lFernhcizwcrk und Elek-

mw t h ef anderer Scite sirizitütswcrN 954 400 Mr., Eisfabrik 29 000 Mk., Bade-

R-N, dem Urteil bal der M^mstaatzsekraär v Tir. I haLs VIII mit 76 Zellen im Rohbau 302 000 Mk, Verwalt.

w «ntintfr in der ^üdactkommission des Reichs- ungsgebäude im Rohbau 198000 Mk, Freitreppe und Stutz.

"^ber di, boȀSTw komms die mauer an diesem 30000 Mk, Musiktempel auf der Kurhaus-

hnn t^r beäb icktiaten Berm e h ru n a d e r terrassc mit angebauten Flügeln nach dem Park und der

tn a M e i un a cn tibm4toent> ^bnüril D Tir. Terrassentreppe 123200 Mk, Renverrohriing von Sprudel

»ih bcrÖ ii»bGebiete de« Torpedowesens Ber- XII 21000 Mk. und Entwässerung des Gebiets am Goldstein dieser Wafsc nur Vorzug«. 31 000 Mk, in Summa 1688 600 Mk. Für das zweite Bau- ^irrt -u und der Verlauf deS Seekriege« jahr, also 1905, iverden ftir die Errichttmg einer 5)ampf« 7kn l m de7n StL« ekret^^^^ üiwfersi recht gegeben, Waschanstalt 260 000 Mk. silr inneren Ausbmi des Bade- als die Torpedoboote dort'eine hervorragende Rolle nicht Hauses Vlll inkl. Installation, Heizung imd Mobiliar 403000 aVsJptt 'S.! Wttn alcicbwobl die Ausgestaltung der Mark, für den inneren Ausbau der Verwaltungsgebäude hfa'TSnXiMta?» mbltmt'»tat» «onrnfi 102000 ffl«, den neuen Badeabwasserkanal 193 000 Mk, 2i ?vezwNer Gmnd ^"gen E? dürfte zu suchen sein den Umbau der Sprudel 146 000 Mk. re, im ganzen für 1905 L d« das Amte der^ewehr auf 1239 500 Mk. verlangt. Der Ausschuß will beantragen,

Pina fireircre Grm"dlaae ui stellen nnb in dem Bestreben daß diese Summen von ber Kammer bewilligt werden, nach Dezentralisation innerhalb dieses Gebäudes. Daraus dieselbe sich jedoch bezüglich der weiteren Anforderungen zurückzuführen ist die Errichtung besonderer Inspektionen der Regierung freie Hand vorbehält. ^er FmanzauL-schuv iür dir Schiffs-, die Küstenartillerie und bas Mincnwescn, gcnchnilgte Wetter noch die Ge etzentwrirsc, betr. die Rach- ferner bic Neuorganisation des Jngenieurpcrsonals, die Weisung über Cnnnahmen und s^lusgabcn rm Domania^ und - - - - - ...... 1 Staatsvcrmogeu, den StaatSvertrag nut Preußen wegen

J-eststellung der Landesgreuze zwischen Attwiedermus und § litten gefäß (cd handelt sich hier um gegenseitigen Gelände­austausch zwecks Llbrundung). Dann den Vorschlag auf 'Ab­änderung resp. anderwcite iDcrwcndung der unter Kap. 38/29 vorgesehenen Beträge von 5000 Mk. Diese Summe soll anstatt für Lehrkurse für Beihilfen an Lehrer höherer Lehranstalten behufs sprachlicher Ausbildung int Auslande verwendet werden. Dann wurde vom Ausschuß noch die

Oberstl. u. Bais.-Kouunandeur im 4. Großh. Hess. Znf.-Regt. (Prinz Karl) Nr. 118, mit Pension zur Disp. gestellt und gleichzeitig als Brigadier der 2. Gren. Brig. wiederangestellt. 1- v. Hiddessen, Major aggr. dem 2. Nassau. Inf.-Rgt. Nr. 88, als Bats.-Kommandeur in das 4. Großh. Hess. Inf.- Rgt. Nr. 118 versetzt. Hed emann, Lt. im 4. Großh. Hess. Jnf.-Nat. Nr. 118 zum Oberlt. befördert. v. Ort- losf, Lt. im 9. Bad. Jnf.-Regt. Nr. 170, zum 2. Großh. Hess. Trag.-Ngt. (Leib.-Drag.-Ngt.) Nr. 24 auf ein Jahr i ur Dienstleistung kommandiert. Gutberlet, Hauptm. im 4. Großh. Hess. Inf.-Rgt. Nr. 118, als Mitglied zum Be­kleidungsamte des XI. Armeekorps, Schmitt, Hauptm. im 5. Großh. Inf.-Rgt. Nr. 168, als Mitglied zum Bekleidungs­amte des XVI. Armeekorps versetzt. v. Wachter, Fäh- nerich im Großh. Hess. Ins. (Leib-Garde) Regt. Nr. 115, zum Lt., die Unteroffiziere Lindemann, Heymann im Jnf.-Regt. Kaiser Wilhelm (2. Groß. Hess.) Nr. 116, zu Fähnerichen befördert. Zimmermann, Lt. im Inf. Lcib-Rgt. Großherzogin (3. Großh. Hess.) Nr. 117, auf sein Gesuch zu den Offizieren der Landw.-Jnf. 1. Aufgebots über­geführt. Wolff, Unterarzt beim Inf.-Rgt. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hesi.) Nr. 116, zum Assist.-Arzt, Dr. Neben- tich, Oberarzt der Landm. 1. Aufgebots (Darmstadt), zum Stabsarzt, Eckes, Unterarzt der Reserve (Mainz), zum Assist.-Arzt befördert. Dr. Mayer, Oberarzt der Land­wehr 2. Aufgebots (I. Darmstadt), der Abschied bewilligt. Kade, Lt. der Res. des Jnf.-Ngts. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hcff.) Nr. 116 (I Berlin), zu den Nes.-Offizieren des 1. Großh. Hess. Jnf.-(Leibgarde-)Rgt§. Nr. 115 versetzt. Die Vizewachtmeister Sauber (Elberfeld), Dauber (Barmen) zu Lts. der Res. deS 1. Großh. Hesi. Feldart.- Rgts. Nr. 25, Vizefeldwebel Detlefs en (Worms) zuui Lt. d. Res. des Jnf.-Ngts. Herzog von Holstein Nr. 85, Orb (SBSormS) zum Lt. d. Res. bc8 Großh. Hess. Train-Bats. Nr. 18 befördert. Frhr. v. Starck, Lt. b. Landw.-Kav. 2. Aufgeb. (I Darmstadt), Hardt (Wetzlar), Hauptm. der Landw.-Jnf. 1. Ausgcb., diesem mit Erlaubnis zum Tragen seiner bisherigen Uniform der Abschied bewilligt.

Zauberkünste und Sch la stanz. Die ^or» stcllung deS Stuart W. Cumberland und desUniversal. MediumS' Madeleine gestern abend im Neuei, Saa bau war in ihrem ersten Teil recht unterhaltend. Cumberland war auch im vorigen Jahr hier, und obgleich an n » spiritistcnvorstellungen» hier nie Mangel war, hatten doch viele der gestrigen Darbietungen den Vorzug der Rcuhc, . 3 Gedächtniskunst waren der Zauberkünstler und seine Geh n in der Tat bewundernswert. Niedlich und erheiternd war die Samnilung der Talerstücke die der finger ertige Hexen- meister mit verblüffender Sicherheit dem Publikum aus Taschen, Kleidern, ja sogar aus den Kopsen und den Haaren klingciid in seinen Hut entlockte. Rach solchen net en, liebens­würdigen Kunststückchen war es um so überraschender, m O Teil des Programms, der wohl die Mehrheit der recht mhlrcichen Zuschauer herbeigelockt hatte, so bitter enttäuscht ... werden. Dasselbe Medium Madeleine, das vorher tn ber Geisterkammer so munter die Piff-Pasf-Puffgeister hatte lebendig werden lassen, wurde von ihrem Herrn Genosien (Gemahl?) angehaucht, mit der Hand ein wenig berührt, und oersank sofort gehorsam in denkataleptischen Schlaf". Mstr. Stuart spielte darauf auf einer Zither, und die Zuschauer hatten das zweifelhafte Vergnügen, einen höchst jämmerlichen Bärentanz mit anzusehen, der keinen Zweifel über den Zu­stand der Tänzerin aufkommen ließ. Ob der andere, kataleptlsche" Zustand minder freiwillig oder unfrciroifiig war, darüber blieb man nicht im Ungewissen, als der die Traumtänzerin" untersuchende Arzt lächelnd wieder von der Bühne herunter stieg. Bei einer abermaligen einfachen Be­rührung des Künstlers Stiiart schlug die rätselhafte Frau, die wohl über eine beträchtliche Willenskraft verfügen mag (sonst würde sie das Nadelstechen und die hochnotpeinlichen ärztlichen Untersuchilngen nicht so empfindungslos ertragen), : wieder die blauen Augen onf. Darauf hatten die Zuschauer-

zösische Generalstabschef und zahlreiche höhere Offiziere zu­gegen. Nach dem Gottesdienst wurde ein Glückwunsch-Tele­gramm an den Zaren abgesandt.

Madrid, 19. Okt. Stürmische Szenen bei der Leichenaufbahrung der Prinzessin von Asturien ereigneten sich im Schlosse und aus dem Schloßplatze. Eine ungeheure Menschenmenge hielt gestern abend den Schloßplatz und die inneren Höfe besetzt, um an der Leiche vorbeizuziehen. Die Menge rannte die Wachtposten um und stürmte die Treppen hinauf, einen entsetzlichen Knäuel bildend, dabei Hilferufe, Flüche und Proteste ausstoßend, und Frauen und Kinder niederreißend. Zahlreiche Verwundete und Ohnmächtige wurden vom Gesindel der Schmucksachen, Brief­taschen und des Geldes beraubt. Vielen Damen wurden gewaltsam die Ohrringe ausgerissen. Berittene Schutzleute hieben mit blanker Waffe ein und nahmen mehrere Ver­haftungen vor.

Schanghai, 19. Okt. (Reuter.) Nach Mitteilungen ! von gut unterrichteten Chinesen schließen sichWeife^ ge­nannte Räuberbanden in Westkwantung in der Absicht zu­sammen, in der Provinz Canton einen Auf st and zu erregen. Man glaubt, daß sie sich mit Piraten vom Westflllß verbunden haben. ________

Der erste deutsche Woynungskongreß.

in.

Gliederung des Maschinenpersonals der Werftdivisionen, die Erweiterung der Schiffsjungenabteilung zur Division, die Bildung des großen Admiralstabs usw. Die Linien fir; den Ausbau der Marine <inb also nach allen Seiten hin er­kennbar. Beim Torpcdowesen mag noch mitsprechen, daß die kleinen eigentlichen Torpedoboote mehr und mehr durch die größeren Torpedobootszerstörer verdrängt tverden, für die seitens der englischen Marinevcrwaltung ein neuer Typ konstruiert worden ist, der sich bet den Herbstmanövern be­währte, während mit den Repräsentanten früherer auf ----- . ... .. - -

enorme Geschwindigkeit abzielender Tops üble Erfahrungen und die s^orderung von 40 000 iL jur biß ^bstaurterung qemacht wurden. Admiral v. Tirpitz als Spezialist für die des Isenburger Schlosses genehmigt. In einem Vertrag Torp^owaffe wird ja dem Reichstag hierüber Aufschluß mit der Stadt Offenbach verpflichtet flch die Regierung erteilen, wie auch über die Frage der ^Verwendung von zur Zahlung dieser Summe, wahrend die Stadt die Raum- Turbinenmaschinen für Torpcdofahrzeuge. Tas rein see- lichkeiten auf zehn Jahre für einen Jah^es^u^. hvn 2o0( männische Element hat bei der Kriegsmarine eigentlich nur Mark mietet. , Die Vorstellungen des Milttartnvaltden noch Bedeutung für die Navigierung und Steuerung, sowie Schäfer in Lich, der Geometer-Witwe Eller in Alzey für die Ausbildungskurse auf den Schulschiffen. Der In- und der Schaffner i. P. Metzler und Deister in Mainz um ^enieur und der Artillerist stehen im Vordergrund. Pensionserhöhung re. wurden in dem Sinne erledigt, dag

, . ----die Regierung sich zur Zahlung einer erhöhten Unterstützung

Deutsches Reich. bereit erklärte. Der Ausschuß setzt morgen seine Berat-

Berlin, 19. Okt. Zu der Enthüllung deS Stand- lungen fort.

bild es Friedrichs des Großen in Washington, die Ausland

am ,19.^N°°emb-r ftatifinbet, begeben °»f Besebl deS 19. Okt. $>iet zirkuliert daS (wenig glaubhafte)

noch den ersten Spatenstich nuttun". Tie ^Deutsche -r-ages- . * 9 0 7

°tg.' ist durch diese Aeußerung sehr unangenehm berührt, ^an^ortdamprer e^e

Sie meint, daß eine solche Aeußerung »emigermatzen unvor- 7-Ä Aphurts

sichtig' sei. ES sei ftir einen Politiker, auch für einen, der der ,ur den nächsten Sonntag anlatzsich deS 6 0. GeburtS- an leitender Stelle steht, recht mifilich, zu prophezeien. t°ges des Burgerme.Ners Dr. Lueger von den Chrtztl.ch.

.Tieies angebliche ^anzlerwort wird bei der Beratung bev Sojtalen geplante große Fackelzug ,m Hinblick aus die von Kaualvorlage nicht unbeachtet bleiben können. Tie Abgeordi^eten I den Sozialdemokraten m Aussicht gestellte Gegeukundgedung werden daraus entnehmen müssen, daß mit den Kanälen, über bic ÜOn der Polizeidirektion au8 Rücksichten auf die öffentliche sie jeyt zu beschließen haben, die Sache noch nicht abgetan ist, fon- rrhnima verboten worden Lern daß noch andere Projekte in der Lust liegen und einer recht ^^ung verooren woroen

baldigen Ausnihrung entgegengcstihrt werden sollein Ob diese Er- Paris, 19. Okt. Gestern fand auj Anlaß de wägüngen die Aussichten für das Zustandekomnlen der Kanalvor- Namenstages des russlschen Thronfolgers m der hiesigen russischen Kirche ein feierliches Teheum statt. Das gesamte BotschastSpersonal, sowie die Gesandten Bulgariens und Serbiens wohnten der Feier bei, ebenso waren der fran-