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NK 92 Zweites Blatt.
154. Jahrgang
Mittwoch 20.April 1904
tSyllch mit Ausnahme des Sonntags.
9 ifc ..Siebener ZamilienblStter" werden dem , Inklgei viermal wöchentlich betgclegL Der „ Landwirt erscheint monallich einmal.
Giestener Anzeiger
Rotationsdruck und Verlag der Brühl'fchen UniversttätSdruckerei. R. Lange. Gießen.
Redaktion, Expedition u.Druckerei: Schulst*. V.
Del. Nr. 51. Telegr.-Adr.: Anzeiger Gießen.
Eeneral-Anzeiger. Amt;- und Anzeigeblatt für Len Kreis Eietzen.
}lt! heutige Wummer umfaßt 10 Seiteu-
^VNgreß für crpelimcntelle Psychologie,
<S,!^niß derNachmittagSsitzung des ersten TageS.)
Gießen, 20. April.
Hols. EbbinghauS-DreSlau berichtete: Ueber b i I I ge.o metrisch-optisch en Täuschungen.
fa luebt hervor, daß in den letzten 10 bis 20 Jahren eine gripde friillc von Arbeiten über die optischen Täuschungen ersMnea seien, unb daß es Verwunderung erwecken könne, baji^mt :e Männer sich mit solchem Eifer scheinbaren klein- lickWLlpielereien widmeten. Jndesseil vermögen oft gerade ineüdnlc judjungen dieser scheinbar so unbedeutenoen Pyä- no Hirne überraschende Einblicke in unser seelisches Erleben zu mo:ihren. Man hat die Ursachen für die optischen Wiua:ngcn in drei Gebieten unseres psychophysiologiichen L r üMisunus gesucht: 1) im percipiercnoen Organ (Auge), 2) ,'iibctn subkortikalen Zentren, in dem reflektorische Voi> gäiiiiiijt twn bestimmendem Cänfluß sein sollten, 3) im Groß- i-;num dessen komplizierten psychischen Funktionen, in* de. ns du Bedeutung der gemachten Erfahrungen für die eiii'.^jilnei: neuen Wahrnehmungen hervorgehoben wurde. UiwniüitiMert dieser ein>elnen Ansichten zu prüfen, wurden bei.M.it: Versuchsbedin^ungen für optische Täuschungen herpMlllt.
üiUrns (Bedeutung des Sinnesorgans für die Täusch- ur. i lun.rbe die Uebertragung optischer Täuschungen aus bei iiiiijj jinn versucht.
giutnlen8 wurden die Muster der Täuschungen zer- fpajahn ;inb stereoskopisch zu vereinigen gesucht, die ein- j ci;.n eile hatten nichts Täuschendes; untersucht sollte we:sttiii.sie Erscheinung bei binocularer Verschmelzung.
ücknens wurden die Phänomene bei starrer Fixation UN. 2l!i Ausschluß von Bewcgungstendenzen der Augen sest- zuWllei» gestrebt.
tie l Versuche über die Uebertragung der Täuschungen in o ttn Tastsinn wurden an Blindgeborenen angestellt, für wel.st. .i ic Muster in Zinkblech eingedrückt oder Draht* moiiiblii1 : aitgefertigt wurden, oder Pappstücke in bestimmter GrDexnkli'mbination, deren Rand abgetastet wurde.
)iir die binoculare Vereinigung geteilter Muster zu eiw:M tauschenden Bild wurden bekannte Täuschungen in mo lachst vereinfachter Form verwendet, ebenso für die startn! ss-rxation.
ll- iResultate ergaben sich: die Uebertragung auf den TasHiim gelang vollständig. Die betreffende Täuschung st ' tls .„Kontrast"* oder „Einstellungs" täuschung auhu- ifl am, f r die Auffassung der Grüßen spielen die früher iiennniljtcii Erfahrungen eine wesentliche Rolle. Bei haplvs- iistzii Betrachtung und starrer Fixation traten bei den D.'tjipbcnen Mustern verschiedene Resultate hervor. In Dar ÄiciDLer Weise sind für Erklärung dieser Eraebnisse die ^ntmch^ngen in den veripheren Organen, die BewcgunaS- . jujirncicn durch die subkortikalen Zentren, und die unten eelischeu Funktionen heranzuziehen.
fiof A Tschermak-Halle: Neue Untersuch- un t,::n.iber Tiefenwahrnehmung mit b.sondercr Rüc>L.: auf deren angeborene Grundlage.
gernüber der „empiristischen" Lehre, daß wir unsere Em:p: nmgen auf Grund von Erfahrungen im Raume in bcst 'i titr Weise ordnen, verficht Tsch. die nativistische Tl>e :.'ir:.!, daß die Eindrücke vermittels den einzelnen Netz. hau.Mlchien angeborenerweise zukommenden Lokal^eichen in 'jcftiämtc® Ordnung in den Raum projeciert werden. Innere bt.ie sinnesphysiologische Betrachtungen sollen diese ml fiüVen. Zu erwähnen sind die Beobachtungen an iietlin: mit weit abstehenden Augen, bei denen sich auch viel' !-!in:ge in beiden Augen zugleich abbilden. Das Huhn
Kopf beim Picken zurück, damit es das Korn mit beib Engen sehen kann.
i>4 Hofrat Prof. Exner-Wienr Ueber die AiLmtmig mehrfacher Operationen an der Hi rMi ritt) e des Hundes.
: .;-:.tioTten am Großhirn eines Hundes zeigten die ul) -'i gl feit des Sehens von gewissen Hirnsteilen, anderer- ieils.--:: Möglichkeit des Ersatzes verletzter Hirnteile durch an de nt intakte; sogar die andere Großhirnhemisphäre hei ■: üit die verletzte eintreten zu können.
ff. Schumann-Berlin: Die Erkennung non Buchstaben und Worten bei momentaner Bel:!l.L|tun g.
i : Vortragende hat einen Apparat zur momentanen ete «:?Lmg von Buchstaben und Wortkomplexen (Spiegel- 7ach^.:j^op) konstruiert und durch Selbstbeobachtungen der fers V. :»:rfonen festzustellen gesucht, wie sich die einzelnen Pers ü gegenüber momentanen Einwirkungen verhalten. 03 Id [sich ein akustischer pnd ein disueller Typus von D Lob x.ieint feststellen, die eine Gruppe hat klare Gesichtsvorst M^zen der Buchstaben oder Worte, bei der andern öermSEir Lautbilder die Auffassung.
Zweiter Tag.
' f^.-a-tdozent Dr. Wreschner-Züricyt Experi* men i llfes über Assoziation von Vorstell- un giviL
i £ Windelt sich um Zeitmessungen bei Assotziations- tzersuwi:-: unter spezieller Berücksichtigung der Art der ange'?»^tt'.en Reizworte (Adjektiva, Concreta, Abstracto, Verb toi unb des Einflusses von Alter, Bildungsgrad und Gefchipft.. Am längsten ist die Reaktionszeit bei allen Pcrsl K-; auf abiwatte Reizworte. Ungebildete und Kinder habe: - Hwigere AssoziationSzeiten als Gebildete, Frauen lünghäuUS Wanner.
• S. bt;tr Diskussion beteiligten sich MbinghauS, Sommer, : ürche, Stern.
4 ft/ Dr. G. «L Müllen Bericht über Unter- suchls ug.zen an einem ungewöhnlichen Ge- d ä ch^:::8j (nebst Demonstrationen^
\ ^/ - Müller stellt Herrn Dr. R. auS ft. als mit einem ganz 1 chfnwrdentlichen GedLchtniS begabt vor, der ohne bejor ir./i:Einübung und Mnemotechnik, die Leitungen aller bekanWÄ i Gedächtnis- und Rechenkünstler weit "übertrifft
ES folgen Demonstrationen. 5 Reiben von je 5 Zahlen werden von Dr. R. in 19 Sekunden erlernt, in ihrer richtigen Reihenfolge heracsagt, dann rückwärts, dann die senkrechi untereinanberftenenben Zahlen, bann die in einer Spirale befindlichen, schließlich die schräg untereinander stel-enden 204 Ziffern lernt Dr. R. in 13 Minuten auswendig und sagt sie in richtiger und umgekehrter Reihenfolge her, ferner werden ihm lü Zahlen vorgefagt und zugleich eine vierstellige Zahl zur Erhebung ins Quadrat angegeben. Er sagt sofort die Zahlen richtig her und das richtige Resultat der Quadrierung. — Prof. Müller gibt noch einige Darlegungen der speziellen Art dieses Gedächtnisses und der „Hilfen", die Dr. R. für das schnelle Behalten benützt.
Frl. Kate Go r d o n-Wü r z b u r g: Ueber das Gedächtnis für affektiv bestimmte Eind rücke.
Frl. G. hat versucht, festzustellcn, ob bei Kombination farbiger Eindrücke das Gefallen ober Mißfallen an ben Zusammenstellungen einen Einfluß auf das Gedächtnis für bie speziellen Zusammenstellungen hätte. Ein solcher Einfluß ließ sich nid)t nachweifen. Tw. M. I.
tzin schwerer ä-zlltcher ^unstseyler.
(Nachdruck verboten.)
R. S. Leipzig, 18. April.
Der praktische Arzt Dr. med. Julius Br. von H. im Vogelsberge wurde am 28. Juli v. I. von der Fericnstraf- kammer des Landgerichts Gießen wegen fahrlässiger Körperverletzung zu einer Geldstrafe von 300 Mark verurteilt, weil er, zu einer Entbindung hiuzu- gezogen, es unterlassen hatte, rcchizcitig eine Wendung des Kindes vorzunehmen und dadurch d.e Schmelzen der Gebärenden um zwölf Stunden mindestens verlängert habe. Die Frau, die ihrer vierten Niederlunft entgegen sah, wurde von Wehen überrascht; als auch bald darauf das linke Aermchen des Kindes bis zum Ellenbogen zum Vorschein kam, ließ die Hebamme sofort instruktionsgemäß einen Arzt holen. Nach einer flüchtigen Untersuchung schob Dr. B., der geholt worden war, ohne die Temperatur zu messen, das Aermchen wieder hinein und stopfte 12 Wattetampons nach, um die starke Blutung zu stillen. Dr. B. stellte zwar die Querlage des Kindes fest, nahm indes feine Wendung vor, ba er des Glaubens war, bei ben Wehen werbe sich das Kind von selbst in die richtige Lage drehen. Am Abend erschien Dr. B. nochmals bei der Wöchnerin, diesmal ungerufen, jedoch anscheinend auae- trunken, und erkundigte sich danach, wie es stehe. Als die Wöchnerin ihm klagte, sie könne es vor Schmerzen nicht mehr aushalten, schalt er sie, meinte, es sei noch gar nicht so weit und könne noch drei bis vier Tage dauern; was sie als Wehen ansehe, feien blos sogenannte Plaggeister. Eine Wendung sei nichr nötig, das richte sich von selbst ein; das fei seine Methode, da braucht man keinen Professor Walther. Da die Frau sichtlich schwächer wurde, auch die Wehen nachließen, drang die Hebamme auf Hinzuziehung eines zweiten Arztes, zumal die Wöchnerin allgemach einen fauligen Geruch um sich verbreitete. Ohne Die Temperatur zu messen, ohne nochmalige Untersuchung ober Vornahme der Wendung entfernte er sich alsdann wieder. Da die Schmerzen der Wöchnerin immer stärker wurden, holte am nächsten Morgen der Ehemann auf Drängen her Hebamme ben Kreisarzt Dr. Nebel von Lauterbach. Dieser kam auch sofort, jedoch nur unter der Bedingung, daß Dr. B. benachrichtigt unb herbeigeholt werde. Der Kreisarzt stellte alsdann folgenden Befund fest: Die Wöchnerin war sehr schwach, hatte keine Wehen mehr, aber Memnot und Beklommenheit und hochgradiges Lieber. Ein jaucheartiger Geruch ging von ihr aus, das heraushängende Aermchen, das unförmig geschwollen war, wies darauf hin, ldwß eine verschleppte Querlage in Betracht komme. Der Kreisarzt bedeutete deshalb dem Dr. B., daß eine Zerstückelung des Kindes in der Narkose geboten sei und nahm diese auch trotz des Widerstrebens des Dr. B. vor, da Gefahr im Verzüge war. Ter Kreisarzt, der inzwischen telegraphisch nach Lauterbach zurückgerufen wurde, zu einer anderen Gebärenden, überwachte noch die sorgfältigen Ausspülungen der Wöchnerin unb verabredete für den nächsten Tag ein Zusammentreffen mit Dr. B am Krankenbett, nachbem er sich noch überzeugt hatte, daß die Nachgeburt leicht und ohne Komplikation abgehen werde. Der Tod des Kindes war seiner Rechnung nach 12 bis 14 Stunden vorher eingetreten. Als der Kreisarzt Tags darauf wieder kam, — Dr. B. erschien nicht — fand er das Befinden der Wöchnerin etwas besser, doch hatte sie immer noch jaucheartigcn Ausfluß, auch kam noch ein starkes Geschwür am Gesäß hinzu, das die Verbringung der Wöchnerin in das Krankenhaus nötig machte. Der Kreisarzt erfuhr, daß Dr. B fein Eingreifen, durch das zweifellos das Leben der Mutter gerettet wurde, abfällig kritisiert hatte.
Der Gerichtshof stellte fest, daß der Angeklagte grobe Verstöße gegen die Fundamentalsätze der Geburtshilfe begangen habe, denn jeder Arzt wisse und müsse wissen, daß bei dem Hervortreten eines Aermchens Querlage vorliege unb eine Wendung unerläßlich sei. Jedes Warten, wie es der Angeklagte für angebracht hielt, [ei zwecklos gewesen, da baburch vaS Leben der Mutter au|ß äußerste gefährdet wäre. Als weiterer Fehler wurde der Kunstfehler angesehen, das Aermchen einfach wieder »urückznschieben. Endlich wurde als dritter Fehler bezeichnet, daß er die Tampons länger im Körper gelassen hatte, als ^lässig war; sie durften nicht länger al8 12 Stunden im Körper verbleiben, da sich sonst die Watte zersetzt. Die von der Wöchnerin unnötig erduldeten Schmerzen find caufal aus das schuldhafte verhalten de» Angeklagten zurück^usühren. Gleichwohl mußte nach der subjektiven Seite bin angenommen werden, daß der Angeklagte gutgläubig handelte, wenn er auch [eine objektiv irrige wüsenschaftlich unhaltbare Ansicht durch kein Beispiel belegen konnte. Er Härte die Pflicht gehabt, durch £e)o in wissenschaftlichen Bücherti ober Befragen ortsansässiger Kollegen 'feiner ihm bewußten Unkenntnis unb Uillicyerheit in der Behandlung des Falles abzuhelfen; er kannte bie großen Lücken feines Mssens ober hätte sie kennen rnüfsen, und durfte sich jedenfalls nicht in die
Behandlung des untergebenen Falles ein lassen, ohne einen Kollegen hinzuzuziehen.
In feiner Revision gegen das Urteil, die sich auf die Rüge materieller Rechtsveiletzung stützte, sich aber nur auf das Vorbringen tatsächlicher, in der Revisionsinstanz unbeachtlicher Angriffe auf bie Beweiswürdigung beschränkte, bestritt er das Bewußtsein des Mangels seiner medizinischen Ausbildung unb behauptete an feine Tüchtigkeit geglaubt zuyaben. Ter Reichsanwalt ging auf bie einzige diskutable Beschwerde ein, daß man durch eine Unterlassung leine Körperverletzung begehen könne, indem er ausführte, baß eine Unterlassung allerbings auch caufal für eine Körperverletzung zu hanbeln vorlag.
Der erste Strafsenat erkannte nach dem Anträge und ben Ausführungen des Reichsanwalts auf kostenpflichtige Verwerfung ber Revision des Angeklagten.
gandel und Uciirehr. Volliüwirlschast.
— Neue russische Anleihe. Gerüanweije uerlauict, daß bie Verhandlungen über eine neue russische Anleihe bereits dem Abschlüsse sehr nabe genickt seien. An der Börse sind sogar schow Details über die bevorstehende Transaktion verbreitet worden.', Insbesondere wird gemelbet, daß Rußland von den jetzt so in Alode gekommenen Schat;scheinen eine Aiilliarde ausgeben werde. Es ist ja möglich, daß auch diese Gerüchte wieder ihr Dementi finden, aber Tatsachen lassen sich nicht mehr abstreiten. ES Ist ausgerechnet morden, daß der Krieg Rußland täglich 1'/, Mill. Rubel kostet, eine Schätzung, die eher zu niedrig als zu hoch ge- grissen ist. Tie Abstriche, die Rußland im Extraordlnarium machen will, dürften ca. 140 Mill. Rbl. ausmachen; mit diesem Notbehelfe kann Rußland aber nur kurze Zeit auskommen. Tie Goldreserve der Reichsbank tür Kriegszwecke anzugreisen, ist auch nicht gut möglich, höchstens könnten nur geringe Beträge entnommen werden; eine dauernde Verringerung des Aletallbestandes dürste Rußlands Kredit schiver schädigen. Also bleibt nur der Weg der Anleihe und ivenn ost genug bemeiitiert worden ist, wird man ganz unerwartet Bestimmtes über bie Höhe und Art der Atüeihe zu hören bekommen.
Mannheim, 19. April. Wie die ^Neue Bad. LandeszeltungE meldet, erhielt der Vorstand der Alannheimer Produktenbörse ein Telegramm vom Präsidenten des Odessaer Börsenkomitees, wonach die Delegiertenoersammlung in Odessa sich dem Alannheimer Vorschlag zur Einsetzung einer neuen Konlerenz gegen SJlitte Mai anjchlleßt, die Giltigkeit des asten Kontraktes bis dahin vorausgesetzt.
— Vom Geldmarkt. Der Privatdiskont hat am Montag ivjeder aus 3 Prozent angezogen und ist gestern auf 3>/, Prozent gestiegen. Ta die Reichsbank am Riontag weitere 20 Millionen Mark Reichsschatzscheine begeben hat und gestern nochmals 10 Millionen Alk., von denen die eine Hälfte am 17. Juni und die andere am 5. Juli fällig ist. Tie Geldgeber zeigen wieder größere Zurückhaltung. Es wurden größere Kündigungen in täglichem Gelbe vorgenommen, sodaß auch hier der Satz auf 3 Proz. anzog. Ursache der Geldversleiiung soll ferner fein, daß dieser Tage die Resteinzahlung auf bie kurz vor Ausbruch des Krieges von einer Anzahl Berliner Firmen übernommenen 70 Millionen preußischer Konsuls zu leiften ift
Märkte.
tb. Gießen, 20. April. Der gestrige Rindolehmarkt hatte einen Vorrat von ca. 900—1000 Stück Milch- unb Fettvieh unb etwa 250 Kälber. Zahlreiche Kunbschaft war an ben Markt gekommen unb zeigte auch große Kauflust. Ein Großhändler aus Thüringen, dec gekommen war, um Milchvieh, sogenannte hessische Landrasse, zu kaufen, erwarb davon einen ganzen Posten. Ueber- haupt war ber Handel, bejonders in Milchkühen, recht flott Die Preise zeigten eine steigende Tendenz, wohl erklärlich durch die aulen Futteraussichten und weil am Wiarkt die Nachfrage das Angebot überstieg. Ter Handel in Fettvieh war gestern, trotz der nicht mitgehenden Preise an den mitteldeutschen großen Fleifch- märkten. ebenfalls bei steigenden Preisen für Rinder sehr gut, während fette Kühe im Preise nicht anzogen, aber dabei flotten Absatz fanden. Der Kälberhandel zeigte bis zur Mitte deS Marktes ein flaues Gesicht, da griffen Gießener Metzger in das Geschäft ein, und der Handel auch in dieser Ware kam dadurch flott in Gang, wenn auch die sehr hohen Preise des Marktes vor Ostern für Kälber nicht erzielt wurden, so wurden die Tiere immerhin noch teuer bezahlt. Es wurden gehandelt Kühe frischmelkend und tragend: 1. Sorte 440—500 'Ulf. (einzelne Tiere bis 525 Mk.), 2. Sorte 860-420 9JIL, 3. Sorte 280—840 Ulf. Abmelkfühe (die schwer unlerzubringen waren) 200—280 Mf. Bezahlt wurden pro Zentner Schlachtgewicht: Fette Rinder 1. Qual. 68—70 Ulf., 2. Qualität 65—67 Ult, fette Kühe 1. Quast 53—55 Ult, 2. Quast 49—51 Ult, Kälber 1. Sorte (über 50 Pfund schwer) 70—74 Mf., 2. Sorte (zwischen 40—50 Psd. wiegend) 66—68 Ult, 8. Sorte (leichtere Tiere) 58—62 Ulf. Der Markt wurde so ziemlich geräumt. Nur wenige Stück geringes Vieh blieben überstandig.
Lebenslängliche Eisenbahn- unb Tampsschiff-Unglück- Bersichernng.
Für die Sicherheit des Verkehrs nut Eisen- unb Straßenbahnen sowie mit Tampsschifsen geschieht bas Menschenmöglicke. Aber so sehr auch bie Vorsicht geschärft wirb unb so fehr bie Technik verbreiten mag, bie Eisenbahn- und Dampfschiff-Unglücke bleiben unvermeidbar, ja ihre Zahl und ihre Folgen wachsen, well der Verkehr immer gewaltigere Dimensionen annimmt und immer weitere Kreise ersaßt. Eisenbahn-Unglücke bilden eine ständige Rubrik der Zeitungen; Jeberlnann, ob arm ober reich, alt ober jung, ist ihnen' ausgesetzt. Es ift baher nur naturgemäß, daß auch die Versicherung gegen bie körperlichen Folgen eines Eisenbahn- oder Tampf- schiff-Unglücks eine steigende Verbreitung findet, zumal bie Prämie auf bie Woche berechnet nur Pfennige ausmacht. Tie Victoria gewährt biefe Versicherung gegen eine einzige Jahresprämie auf die ganze Lebenszeit. Ihre Versicherung gilt für alle Eisenbahn^» der ganzen Erde unb für Dampifchlfie unb Motorboote auf europät-' schen Binnengewässern. Zu den Eisenbahnen werden gerechnet Straßenbahnen jeder Art, Zahnrad- unb Drahtseilbahnen, Hoch-, Untergrunb- unb Schivebebahnen. Die eine Jahresprämte kann in Wochenraten entrichtet werben, ober kann mit einem Mal, in 2 ober 4 Raten bezahlt werden. Bei einer besonderen Form wirb bie Prämie in einem bestimmten Lebensalter ober beim Tode stets in voller Höhe zurückgewätzrt, sodaß also die Versicheruna nut gegen die geringen Zinsen der Prämie geleistet wird. Wie bei anderen Versicherunasartcn, so hat auch hierin die Victoria von allen deutschen Gescllschasten den größten Derstcherungsbestanb, nämlich über 100 000 Pollzert. Ihre Zahl wuchs im Jahre 1908 um mehr als 10 000 1 8660
RÄyrr^iolln-äieiife
unübertroffene Schönheit«- und Gesundheits-Seife. viel tausendfach bewährt Aentllch empfohlene Kiodcr-Sclk. einii? in ihrer Art, Stftek 80 Pf. Erhältlich in Apotheken. UrwetrLn und Parfümerien wie auch das nicht fettende Myrrholin-OlFcerin. Eriolgi Weisse, zarte Hände, reiner, schöner Teint
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