Ausgabe 
20.4.1904 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Neueste Meldungen.

sichtet aus T.<

c

Wetter

Z

April =

am

Wh

Bekanntmachung

LoS II

Los I

3670

Mecum.

Die Besitzer von Tauben werden unter Hinweis (tirf Artikel 79

dcZ FeldstrafgeseheS aufgefordert, ihre Tauben wegen der Saatzeit bis Ende dieses Monats einzubalten.

7.

3'k

2218

1374

6347

707

6300

-S

&

'S?

101.60

90.10

101.70 . 90.25

100.10

April 1904.

+ 17,5c C.

4- 9,2 u C.

Höchste Temperatur Niedrigste

3*4 W/n

Die April

E & <u -Q

W ans nungtn)

hl o e-S

18.-19.

18.19.

* Eine LiebeStragödie liegt vermutlich einem Doppelselbstmord zu gründe, dessen Opfer am Montag von dem Stolper Förster in der Potsdamer Forst bei Moorlake ausgefunden worden sind. Nach Mitteilung des Försters an eine Berliner Firma handelt es sich um ein Frl. Klara Hoppe und einen Herrn Willy Rast. Tas Paar batte sich erschossen.

81 (IN 108 'M

. 183 2 2

. rim

JS17" . 1M

. 192 V! .P97I

Straft die Herstellung der Weganlage in Angriff zu nehmen, sodaß binnen kurzer Zeit bequeme ZugangSwege zu den wunderbar schönen Aussichtspunkten auf das Gesamtbild der Stadt Philipp? des Großmütigen geschaffen sein werden.

103.20

60.20

59.30

Telephonischer Kursbericht

Franktnrt a. u 20. Apnl.

8o/n Mexikaner 4</9Vn Chinesen . Electrie. fichuckert . Nordd Lloyd . - Kredltaktien .

Diskonto-Komwandtt. Danust5dtAr Pank . Droedener Bank . > Berliner Handelie*- Ocßterr. Staatobahn . Lombarden Gotthard bahn . Leurabütte . Bochum .....

Harpen er -

Tendenz:

Rotöheanlelhe do.

Konsole . do . .

Hessen Oberhegsen

Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst

Voraussichtliche Witterung in Oberhessen für Donnerstag, den 21. April 1904. Schwachwindig, meist heiter, bei etwas kälterer Nacht tagsüber wärmer, trocken.

Näheres durch die Gießener Wetterkarte.

4tf|rWech. Monopol-Ant 45.00

4l<. Anssero Artr^aHnnr 42 80

SeMftiaung wieder ausgenommen. Au? Pontar wird berichtet: Ein ernsterZusammenstoß z,n; r . Gendarmen u n d Demonstranten fand hj^ Die Gendarmevie wurde von d?r Meng" ang gr fs n. f-h".' diese von der Waffe Gebrauch machte. Hierbei wurden h? Personen verleßt, davon zwei tödlich. Auch vier yj,, darmen wurden verletzt-

Drucksachen aller Art liefert in jeder gewünschten Aus­stattung, stilrein und preiswert die ßrühPsche Universitäts-Druckerei, Schulstr. 7

(hericktssaal.

-th. Gießen, 20. 9lpril. Gestern standen zwölf Knaben und ein Mädchen, sämtlich aus Gießen, und zwar alle der Schule noch nicht entwachsen, teils vor der Strafkammer, teils vor dem Schöffengericht, um sich wegen Diebstahls zu verantworten. Der Tatbestand, welcher die Anklage zeitigte, ist der folgende: Drei Knaben erbrachen am Güterbahnhof das Lagerhaus eines Terrazzofabrikanlen und ent­wendeten daraus Säcke. Wegen dieses Diebstahls mußte sich mit der Aburteilung die Strafkammer belassen, welche den noch jungen Uebcltätern mildernde Umstände zubilligte und gegen jeden auf eine Gefängnisstrafe von fünf Tagen erkannte. Ebenfalls wegen solcher Sackdiebstähle zum Nachteils des Terrano- fabrikanten, die sich aber nicht als Ginbruchsdiebstähle darstellten, weil die Täter aus dem schon früher erbrochenen Lagerhaus die Säcke geholt haben, standen gleichzeitig gestern zehn Kinder, dar­unter solche in noch recht jugendlichem Alter vor dem Schöffen­gericht. Kriminalschuhmann Peffer als Zeuge vernommen, er­klärte das Folgende: Am Güterbahnhofe würden schon von jeher von Kindern die auf der Erde herumlieqendcn Kohlen cmfgelesen. Die Sache werde der Eisenbahnbehörde mitunter zu arg und daim kämen Klagen an das Polizeiamt mit dem Ersuchen, der Sache ein Ende zu machen. Dieser Fall habe im März Vorgelegen, und drei Schutzleute in Zivil hätten eine ganze Anzabl Kinder, darnnter die Angeklagten, mtf frischer Tat ertappt, und dabei sei man mid) dem Säckediebstahl auf die Spur gekommen. Wegen der onf der Erde aufgelesenen Kohlen sei eine Anklage nicht erhoben worden, weil entschieden wiirde, es handle sich dabei um herrenloses Gut. Wegen der Säcke hätten die Kinder in der Mehrheit erklärt, sie wüßteii, daß sie unrecht gehandelt u,id daß man nicht stehlen dürfe. Die Lehrer der Angeklagteii erklärten, daß diese sämtlich die Erkenntnis der Strafbarkeit ihrer Handlung besessen hätten uiid das; ihnen in der Schule gelehrt worden sei, man dürfe nicht stehlen. Haupt- lehrer K n a u ß bemerkte, daß wohl die Eltern der Kinder in den ineisten Fällen die Schuld trügen, wenn, wie im vorliegeiiden Falle, die Kinder auf Abwege gerieten. Vielfach vernnlassen die Eltern die Kinder, am Bahnhose Kohlen aufzulesen, und da habe es nahegelegen, daß diese auch die offen daliegenden Säcke zum Einsammeln und zum Transport des gesammelten Materials sich angeeignet hätten. In der Schlile seien übrigens die Angeklagten für ihre Tat, soweit dies den Lehrern möglich war, bestraft worden. Von den Angeklagten waren sechs der Tat geständig, sie wurden zu der Strafe des gerichtlichen Verweises üeriirteilt. Tie vier anderen, darunter das kleine Mädchen, bestritten, sich die Säcke selbst angeeignet zu haben, und behaupteten, die Buben hätten ihnen die Beutel gegeben. Demzufolge erkannte das Gericht auf Frei­sprechung.

Leipzig, 19. April. Der Hauptmann Wagner von; 107. Infanterie-Regiment unterhielt Beziehungen zur Frau eines Kaufmanns. Ter Kaufmann schrieb darauf dem Hauptmann einen Brief. Durch diesen Brief fühlte sich der Hauptmann beleidigt und ließ dem Kaufmann eine Duellforderung zugehen. Diese wurde von dem Kaufmann abgelehnt. Das Kriegsgericht hat nunmehr nach derFrankf. Ztg/ den Hauptiuann zu zwei Wochen Fe ft u n g und den Kartellträger zu einem Tage Festung verurteilt.

Meteor oloqisttie Beobachtungen

der Station Gießen.

Bekanntmachung.

Betr.: Das Einhalten der Tauben während der Saatzeit.

Pforzheim, 20. April. Wie dieBad. Pr" hat sich der Bijouterie-Fabrikant Schill mit f Frau vergiftet. Mißliche Vermögensverhältnisse hl" tcn der Grund zur Tat sein.

London, 10. April. Das Unterhaus stimmte . 265 gegen 193 Stimmen in einer Resolution dem ? » zoll, sodann auch dem Tabakzoll zu.

Pa ris, £). April. DerMotin" bericht. UU9 _ terSb.ura, HroMrst Mehinnr hohe gestern über daS Besinnen d'eS Großfürsten E y r i l l erhalten -- ssWv befinde fl* titlet Gefahr. Das Fieber chwunden. K?M»?iV?cki-nen seien nicht eing-trctm die Zarin hävr ft® von t>'cr Aufregung ßb'r die cX stroM von Port Arthur wieder erholt un> die <9/.KJkK Hl <«*»« * f ArTTAW*W'W TTUÄ

Arbetterbewegung.

Budapest, 19. April. Die Bewegung der Eisenbahn-- angestellten gegen die Regierungsvorlage betr. die Gehalts­regelung greift um sich. In den Nachbarstationen Rakos und Palota hielten die Angestellten die Züge auf, welche abends auf dem Westbahnhofe fällig waren, da Gerüchte von Maßregelung der Anführer der Bewegung im Umlauf waren. Seit 8 Uhr abends wurde infolgedessen auch kein Zklg vom Westbahnhof abqe- laffen, obgleich dort das Personal dienstbereit stand. Ter abends 11 Uhr auf dem Westbahnhofe fällige Orient-Expreßzug Ostende- Konstantinopel wurde in Parkanyana aufgehalten. Der in entgegen­gesetzter Richtung gehende Expreßzug wird über den Zcntralbahnho via Bruck abgelassen. Auf dem Zentralbahnhofe ist der Verkehr nicht gestört.

N e w y o r k, 19. April. In der im Kohlenbezirk belegenen Stadt Garrett (Pennsylvanien) ist es zu großen Aus­schreitungen der int Ausstande befindlichen bewaffneten Grubenarbeiter gekommen. Ein großes Polizeiaufgebot ist nach Garrett abgegangen, da man befürchtet, daß es zu einem Kampfe zwischen Ausständigen und Nicht - Gewerklern kommen

41/- Jtalieu. Bento , V xH Porturieser , *wtm^8r-n. . . Ci Tflikon . .

«ÄrWkloee . . . »

ErdatkShub.

Bruchsteinmauerwerk.

BEeinmauerwerk. ,

Gockeloerblendung m Zwischendecken m. DctonaU

U ' Donnerstags 2D - bn

I würde. Bereits Gnd zahlreiche Schüffe gewechselt wordi-n ArbeiterwohnhairS wurde niedergebrannt. Hierbei ist hi-< seines Grubenarbeiters mit ihren fünf Kinder» Leben n etommen.

San Rento, 20. April. Während der interna täi. nalen Segel-Re ga t t a an der Mittelmeerküste brat-» plötzlich einsetzende h e f t i g c B ö e n die ameriranifrfjc W Scat" zum Kentern. Das Fahrzeug ging m > nächsten Nähe des italienischen KriegsschiffesLevei-K- unter. Auch die JachtFram" schlug infolge eines stoßes um.

Petersbur g, 20. April. Tie Untersuchung ibcr lk Explosionim Hotel du Nord hat das Bestellen t?'-. Komplottes zur Ausführung politischer Attenkch » geben. Tie Polizeibehörde hat ern-1e Maßnahmen getrpie und bereits über 200 Personen verhaft et. treLfie an dem Komplott beteiligt sein sollen.

Petersburg, 20. April. In Regierungskmsen oit> versichert, daß die Verhandlungen wegen einer sl-z prozentigen Anleihe glatter verlausen, :> cs den Anschein batte. Man ist der Ansicht, das; die fektioniernng des Vertrages bereits im Laufe dieses Mor: > zustande kommen wird.

Johannesburg, 19. April. Tie landarmer!- « Distrikts Lydenburg verhaftete gestern nach sing- : Verfolgung sieben des Hochverrats beschuldigte ie-- rittene ehemalige Burghers.

2. Newhork, 20. April, lieber den Derrnt b-1 - japanischen Fe 1 d z u g s pl a nes an die Nussei werden derEveuing Post" aus Tokio folgende CiiueldeM gekabelt: Der Hauptgrund für die Langsarism der > paner in der Lcmdkamrcrgne ist die Entdeckung des 3(i tauf § der japanischen Pläne an Rußlnnd d:?- OberstleutnantHanzoku, der sich im japimi^-sm fischen Kriege ausgezeichnet hatte. Der Main d- erfolgte durch Vermittlung des russischen Milikfiir^tec' in Tokio, der mit Hanzoku von der gemeinsamen Zmdien- zeit in Deutschland her befreundet war. Ciurt Hanvbi wurde, nachdem man ihn seiner Schuld überfühtt hatte kriegsgerichtlich abgcurteilt, erschossen und im 9t» lande des kaiserlichen Palastes in Tokio deqmk'm Schicksal wurde der Ocffcntlichkeit verheiM^l Familie wurde mitgeteilt, er sei in lanqmien.i": nach Korea entsandt worden. Der japantztte war nur den sogenannten Alten Staatsmannes un. Generalstab bekannt. Die systematische <6tn(Mmr...r Pläne durch die Russen ließ jedoch Har erkennen .u diesen bekannt sein mußten. Das Kriegsmimnknum ub darauf die Alten Staatsmänner und die Lmuerc^-- - neralstabs scharf überwachen und stellte w Kit wb Oberst Hanzoku jebt ein luxuriöses Leben er 'früher ein Vanserotter Spieler gewesen war 9 Felozugsvlan muffte natürlich geändert werden

4 % Oesterr. Gotdre»fa . . 101 80

Oesterr. Filberrento 100.90 4% Untrar. Goldronte . . 100.10

Eine Taschenuhr geschenkt bekommt Jeder, welcher 400 leere Schachteln bet beheM«^ gem. Kern^eike an den Fabrikanten J-Giotb, Hana

Vergebung von Bauarbe'tcn-

Zur Erbauung einer chirnr^chen "" .tbeim

Klinik zu Gießen sollen die erb- aus Gnmd de§ MinisterialerlaffeS vom 16- -0 lich vergeben werden.

Diese Bekanntmachung findet auf die Militärbrieftauben keine Anwendung.

Gießen, mn 16. AprU 1904. 3646

ei .evwijberrt Meßerr.

Mecum.

Bekanntmachung.

Betr.: Die Vertilgnug der Ranpcnuester.

Tie Garten- und Feldbesitzer der Gemarkung Gießen werden hiermit aufgefordert, biß jitm ZO. Mai d. f). ihre Bäume, Sträucher und Hecken von den Raupennestern zu reinigen. Tieienigen, welche dieser Aufforderung nicht Folge leisten, verfallen in die in 8 868 des ReichSstrafaejetzbuches bestimmte Geld- oder Haitstra^e. Außer­dem wird die Vertagung der vorbandenen Raupennefler auf Kosten des Säumigen angeordnet werden.

Gießen, den 19. April 1904. , 3671

Großherzoglta-r 1 < - meisteret Gießen.

Mecum.

Verdingungsunterlagen ab auf imftrem Amte y-

tmk flnnm dor dort (mit 11 f»n.B i<r «*t, V» f

bezogen werben. . ^ffchrist

mit a,n *'y*n'rnii«a4l U »<n 17. 6*. V

Gießen, den 2. «pril ®l^M

Großh. Danbehörde f. b.

Der Entwurf des Voranschlags der Stadt Gtetzrv für baß Rechnungsjahr 1904 (vom 1. April 19 4 bis Ende März 1905), sowie die Voranschläge deö StadterwctteraugSfonds, des Elektrizitätswerks und des Gas- nnd Waffcrwerks für die­selbe Zeit liegen in Gemäßheit des Artikel 83 der Städteordnllng vom 21. bis 29. April d. I. auf dem Bürgermeisterei-Büreau, 3immer Nr. 15, zur Einsicht der Beteiligten offen.

Gießen, den 20. April 1904.

Großherzvgltche Bürgermeisterei Gießen.

Vermischte».

* Duisburg, 19. April. Hier geriet gestern ein - Handelsmann mit seinem Kostgänger in Streit, in dessen Verlauf er ihm mit einem Beil den Schädel spaltete. Gr stellte sich selbst der Polizei.

Borbeck, 19. April. Neber den schon gemeldeten l Mord an dem hiesigen Lehrer Pothmann wird er- gänzend mitgeteilt, daß das junge Ehepaar Pothmann : von einem Spaziergange kommend, gegen 8 Uhr abends ifeine Wohnung aufsuchte. Beim Betreten fand Frau P., ivährend ihr Mann unten die Haustür abschließen wollte, stiie die Wohnung abschließende Korridortür offen stehen und »sah auch fast gleichzeitig, daß sich zwei fremde Personen in ihren Zimmern befanden. Nachdem sie ihrem Manne laut rufend hiervon Mitteilung gemacht hatte, flüchtete -sie in die zweite Etage und hörte gleich darauf mehrere Schüsse fallen. Frau P. riß ein Fenster auf und rief einen zufällig vorbei geh en den Polizisten um Hilfe an. Kaum war derselbe in das Haus eingedrungen, als auch er mit Schüssen empfangen wurde und ebenfalls »getroffen zusammcubrach. Ten Lehrer Pothmann fand man mit fünf Schüssen in Hals und Rücken entseelt im Hausgange liegen, während der Polizist sich zu einem nahewohnenden Arzt schleppte, der die Kugel, welche in die Seite eingedrungen war, entfernen konnte. Bei dem Beamten soll keine direkte Lebensgefahr vorhanden sein. Der Getötete war erst ein paar Jahre verheiratet. Die Mörder sind leider entkommen, doch entwickelt unsere Kriminalpolizei eine fieberhafte Tätigkeit, welche hoffent­lich zur Ergreifung der Täter führen wird.

* Essen (Ruhr), 19. April. Um die Ursache der Wu rm- krankheit zu stuoieren, wird in den nächsten Tagen eine Kommission, bestehend aus dem Präsidenten des Reichs- aesundheitsamtes und mehreren Räten das Ruhr - Kohl­te n-Gebiet bereisen. Es sollen zunächst einige Zechen uni) sodann auch das Institut für Hygiene und Bakterio­logie, sowie auch das Elisabethen^Krankeuhaus besucht werden.

Zwickau, 19. April. Auf dem hiesigen Kohlenwerk stürzte ein Bergmann 400 Meter tief in einen Schacht. Auf einem anderen Werke wurde ein Arbeiter von einer Transmission erfaßt. Beide Verunglückte wurden zu un­förmigen Massen zerschmettert.

Breslau, 19. April. Zu der Wetterkata- strophe wird noch gemeldet, daß die heftigen Entlad­ungen, soweit bisher bekannt ist, 20 Feuersbrünste veranlaßten. In Kleinhennersdorf bei Landshut wurde der Hausbesitzer Hertrampf Dom Blitzschlag getötet.

Lüttich, 19. April. Der seinerzeit DomFigaro" als Spion erklärte Ingenieur Ermel hat eine Brems- Dorrichtung erfunden, welche es ermöglicht, beim Reißen des Förderseils in Bergwerken das 5Ainabstürzen des Förderkorbes zu Derhindern.

Paris, 19. April. Im Departement Vaucluse wurde ein professionsloser, 40jähriger Franzose Dequidit Der- haftet, dem ein großes Küchenmesser angenommen wurde, ebenso Aufzeichnungen, aus denen hervorgeht, daß er Loubets jüngstem Äussluge nach Montelimar be­sondere Aufmerksamkeit widmete.

2 orient, 19. April. In Meslau kam es zu einer Schlägerei zwischen den zum Militär Ausgeho­benen Derschiedener Gemeinden. Die Gendarmerie wurde angegriffen und mußte Waffengewalt anwenden. Ein Wehrpflichtiger wurde getötet, einige schwer und andere leicht Derletzt.

Mailand, 19. April. Die über einem Kanal er­baute große Hanfspinnerei Trombini u. Castellini in Melegnano ist gestern eingestürzt. Glücklicherweise konnten die Arbeiter rechtzeitig flüchten. Zwei Verwundete wurden aus dem Kanal gezogen. Tausend Arbeiter sind brotlos.

* Budapest, 19. April. In der Nähe Don KoDaosi sind 19 Mädchen im Alter Don 15 bis 17 Jahren beim Heb ersetz en mittels eines Bootes über den Gran-Fluß er- tr unken.

* Konstantinopel, 19. April. In Smara am Euphrat ist die Cholera ausgebrochen.

* Daß größte Dorf. Die ersten 50,000 Einwohner hat Wilmersdorf bei Berlin nicht nur erreicht, sondern diese Zahl überschritten. Es ist damit eigentlich in die Reihe der mittleren Stabte* getreten. Die genaue Ziffer ist 50,268. Es ist dadurch tatsächlich das größte Dorf Preußens ge­worden, denn es hat Lichtenberg, das bisher das größte Dor war, hinsichtlich der Einwohnerzahl bedeutend überholt.

* Der Hofzug des Königs Don England, der soeben aus Kopenhagen in London eingetroffen ist, ent­gleiste zweimal zwischen Korsor und Nyborg. Tadurch wurden Attentats-Gerüchte herDorgerufen, die jedoch Döllig grundlos sind. Die llnsälle sind ausschließlich dem Umstande zuzuschreiben, daß die großen englischen Hof­wagen für die dänischen schmäleren Gleise nicht passen. Arbeitsnachweis der Stadt Gießen Garteustratze 2 (Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 14.

Der Arbeitsnachweis hat die Aufgabe, zwischen Arbeitgebern und Arbeünehmern (Arbeitern jeglicher Art, Dienstboten und Lehrlingen) unentgeltlich Arbeit zu oermitteln.

An den Werktagen von 8 bis I Uhr und von 8 bli 6 Uhr geöffnet.

Es können eingestellt werden: 3655

1 Spengler, 2 Holzbildhauer, 2 Schreiner, mehrere Arbeiter, 1 Fahrburfche, 8 Dienstmädchen, 2 Lauffrauen.

Lehrlinge:

2 Installateure, 2 Schlosser, 1 Elektrotechniker, 1 Buchbinder, 1 Tapezier, 2 Schreiner, 1 Drechsler, 1 Lackierer, 1 Schuhmacher, 3 Bäcker, 1 Metzger, 1 Schneider, 2 Friseure, 1 Kaufmann, 1 Kellner.

ES suchen Arbeit:

1 Steinhauer, 1 Schlosser, 1 Installateur, 2 Schreiner, 1 Eisen- üreher, 1 Flickerin, 1 Packer, 1 Buchhalter, 1 Kassierer, 1 Büreau- diener, 3 Büreaugehilfen, 1 Wochenpflegerin.

19.

2«

746,4

+ 17,5

7,4

60

NE.

2

Sonnenschein

19.

9"

746,7

+ 11,6

5,6

55

E.

2

Heller Himmel

20.

7ji

746,1

+ 8,7

o,4

64

N.

2

Somrenschein

§.hikurgt^k

Äugen-

Klinik

Klinik

1750

cbm

960

3585

M

554

qm (

2740

r