Ne. 16
Zweites Blatt.
154. Jahrgang
Mittwoch 20. Januar 1904
«rldjcini täglich mit Ausnahme des Sonntag«.
Dt- „Lietzener Famtltenblätter- werden dem Anzeiger viermal wöchentlich betgdegL Der -^istsche Landwirt" erscheint monatlich einmal.
Gietzener Anzeiger
verantwortlich für den eBgereetcei T«Sz P. ÖUtle; tüt den Änaetytnistii veL
Rotationsdruck und vertag der vrü httche»
UawersttütSdruckeret (Pietsch Gietzea»
General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen.
Are Heutige Aurumer umfaßt 12 Seiten.
afrika voransficWich am Mittwoch früh ein und werden während eines halbMndigen Aufenthaltes auf Hamburger
Einem Privatbr'iefe aus'Südwestafrika, der
Zu dem gestern
Patronat und Theologie.
geworden. Am Ende der 26. Woche arbeiteten bereits wieder 2624 Leute, darunter 470 von auswärts Zugezogene (75 aus Bayern, 42 aus Galizien, 68 aus Böhmen und 1 auS Rußland), das war gegen die Vorwoche eine Zunahme von ca. 300. Das Streikkomitee suchte mdes noch in den allerletzten Tagen die Streikflüchtigeu dadurch zurückzuhalten, daß es die bisher an sie gezahlten Streikunterstützungen zurückforderte. Die Scheine, durch welche sich die Ausständigen zur Zurückzahlung für den Fall des Streikbruchs verpflichtet hatten, sind indessen nach § 152 der Gewerbeordnung ungiltig.
Bemerkenswert ist, mit welchen bombastischen Phrasen
Aus uni KuuS.
Gießen, den 20. Januar 1904.
Keer und Atolle.
— Dem Inspekteur der Verkehrstruppen sind versuchsweise, soweit es sich um die Garnisonanstatten der Truppen und Verwaltungsbehörden seines Geschäfts- bereichs in Berlin und dessen Vororten handelt, auch in Garnisonverwaltungsaugelegenheiten die Befugnisse eines kommandierendenGenerals erteilt worden. Ferner soll ec in den Angelegenheiten des Zahlmeisterpersonals und bei der Pensionierung der Unterbeamten fernes samtbereichs anstatt der territorialen Generalkommandos zuständig sein. Tie Intendantur der Verkehrstruppen erhalt auf den ihr zugewiesenen Verwaltrmgsgebreten die Be- fugnisse einer^d^Psiurendantur^^EE,,^„
Aer Ausstand der Kereros.
LLWWKNM in Mptaunb angetanste
Labicht 75 Mann und einige SMeWeucr-Geschü^ lau- bete die in das Aufstands gebiet nach K a r i b i o aügingen. Ätt BeabWiSt gewesene Mob.lmack-
ung eines Seebataillons ist als zwecklos auf- gegeben worden, da das Bataillon sich für einen Feldzug in Südweftafrika nicht eignen würde.
Ter Lloyddampfer ^Darmstadt" wird am 2L Januar vormittags in Wilhelmshaven eintresfen und von dort voraussichtliche um 3 Uhr .achmittags in See gehen.
Zum Oberbefehlshaber des Marine-Exp.'ditionK- korps sirr Südwestafrika wurde Oberst Dürr bestimmt.
Zu dem Marineinsanteriebataillon des Marineexpeditionskorps treten Major v. Glasenapp als Kommandeur und gleichzeitig als Führer des Marineexpeditionskorps; ferner die Hauptleute Häring, Fischel, Jeder und Schering als Kompagniechefs. Zur Ma- schiinenkanonenabteilung des Expeditionskorps tritt Oberleutnant zur See Maus holt als Führer. Dem Transport nach Südwestafrika wird ein von der Ostseestation gestelltes Ersatzlandungskorps für das Kanonenboot ,^Habicht" beigegeben werden.
Führer für die Sanitätskolounen sind die Marmestabs-
litten £ ich auf Grund falscher Nachrichten von dem Aufstande der Bon de lzwarts empört haben. Was ^lemenmrften ^er’befi erilngeu ihres Lebens verweigert. Er zeigt, die Ausrüstung der neu hin aus gesandten Truppen anbe- roie Behörden des Staates durch schroffste Handhabung langt, wird daraus aufmerksam gemacht, daß der Krieg reaktionärster Gejetzesbestünmungen das Veremigungsrecht der. in Südwestafrika in ganz hervorragendem Maße die Ber- Arbeiter zu nichts machen und die Voraussetzung jeder friedlichen Wendung berittener Truppen erfordere und daß man Arbeüerkoalition aufbeben 1 Die ganze Epoche der kapitalistischen iwuvttiiy _________,___ __inionoU Rrk in hiot.m Shih«» heA her 0 ts ch LN
Nachrichten. Die Buren seien inzwischen zurückgekommen, nahmen zwei Häuptlinge gefangen und Mangen diese, die Mädchen auszuliefern. Man brachte m- des en leider nur ein Mädchen wieder. Dem andern war es gelungen, zu entfliehen, es war aber dann von den BuMeuten nieder gemacht worden. Oberleutnant Vollmann ist wieder nach Okavango aufgebrochen.
mangel. Bei der Forderung von 300 000 Mk. erste Rate 1 für die Herstellung einer Telegraphenlinie im Innern von Deuts ch-Ostasrika von Tabera nach lljiji führte Staatssekretär Krätke aus, es handle sich bei der Herstellung dieser Linie um den Llufschlutz dec Gegend und den Zusammenhang des Binnenlandes mit dec Küste. Tie Vorgänge in Südwestafrika zeigten, wie wichtig ein solcher Zusammenhang sei. Ter Referent beantragt Annahme, der Korreferent Streichung^ Tie Forderung wird abgelehnt.
— In dem dem Abgeordnetenhause heute zugegangenen Entwürfe des preußischen Staatshaushaltsetats für 1904 werden die Einnahmen auf 2 800 805 050 Mark, die ordentlichen Ausgaben aus 2 626 260668 Mk., die außerordentlichen auf 174 544 382 veranschlagt. Gegenüber den Veranschlagungen für das lausende Jahr zeigt, wenn die zur Balanzierung des letzteren angesetzte außerordentliche Einnahme von 70 976 935 außer Betracht bleibt, die für 1904 angesetzte Einnahme ein Mehr von 191 687 318 Mk., das sich mit 170138908 Mk. auf die Betriebsverwaltungen, mit 10509 701 Mk. auf die Dotationen imb die allgemeine Finanzverwaltung und mit 11038 709 Mk. auf die Staatsverwaltungseinuahmen verteilt. Bei den ordentlichen Ausgaben tritt dagegen ein Mehr von 104 086 798 hervor, wovon 71388491 Mk. aus die Betriebsverwaltungen, 10 271927 Mk. auf die Dota- tvonen und die allgemeine Finanzverwaltung, 22 426 380 auf die Staaisverwaltungsausgaben entfallen. Das Extra- vrdinarium ist um 16623585 Höher angesetzt. — Von den Mehr Überschüssen entfallen 82 787 743 Mk. auf die Eisenbahn verw altuu g, deren Einnahmen um Mk. 138 418 483 höher veranschlagt sind, davon 29 990 000 Mark beim Personenverkehr, 109 260 000 Mk. beim Güterverkehr während 55 630471 Mk. dauernde Ausgaben mehr <mo£W sind. Bei der Verwaltung der direkten Steuern ist der Mehrüberschutz aus 4 613 700 ML veranschlagt, indem die Einnahmen aus den Einkommensteuern um 5 000 000 Mk. höher, diejenigen aus den Eisenbahn- abaaben um 304 000 Mk. niedriger angesetzt sind. Im Eta! desF-inanzministeriums find 4 751 464 Mk. Mehrausgaben vorgesehen, darunter 500 000 Mk. zur Verstärkung des Tis- vosllionsfonds der Oberpräsidenten zur Förderung und Be- sestigung des Deutschtums in den Ostmarken, 100 000 Mk. behufs Erhöhung der Fonds zu widerruflichen, nicht pensionsfähigen Gehaltszulagen an in der Provinz Posen und in den gemischtsprachigen Kreisen der Provinz Westvreunen angestelllen mittleren, Kanzlei- und Unterbeamten. Im Extraordinarium sind 1 0 00 000 Mk. zur Herstellung eines königlichen Resrdenzschllosses in Posen als erste Rate vorgesehen, 150 000 Mk. ms Beihilfe für den Neubau eines Stadttheaters tn Thorn. Bei der allgemeinen Bauverwaltung werden u. a. 854 420 Mk. zur Unterhaltung von Seehäfen, Binnenhafen und Kanälen, bei der Hmidels- und Gewerbeverwaltung u. a. 854 961 für das gewerbliche Unterrichtswesen. Bei der Justizverwaltung sind, abgesehen von dem Mehrbedarf anläßlich der Verwandlung von 17 Amtsrichterstellen in Stellen für Amtsgecichtsdrrektoreu und echs Staatsanwaltschaftsstellen für erste StacUsaMva te n a Mehr vorgesehen die Gehälter für neue Stellen für 150 Richter und Staatsanwälte. Bei der landwirtschaftlichen Verwaltung sind 1381686 an dauernden Mehraus- aaben eingestellt. V^m den einmaligen und außerordent- llche^ Ausgaben entfallen auf die Betriebsverwaltung Mk. 114026 340; barimter Mk. 101320 350 aus die Eifenbahn-
KaUamentarisHes.
L.. L. Darmstadt, 19. Jan. Dec Sonderausschuß der zweiten Kammer für die Beratung der Wahlrechts- Vorlage, der heute zum Zweck eines neuen Verständigungs- Versuchs über die Hauptstreitpunkte zusammen kommen sollte, hat wegen Behinderung seines Vorsitzenden Geh. Rat Haas, keine Sitzung abgehalten. Geh. Rat Haas ist auf im bestimmte Zeit zur Teilnahme an den Reichstagssitzungen nach Berlin abgereist.
Berlin, 19. Jan. Tie Budget ko mmission des Reichstages setzte die Beratung des Postetats bei Kavitel 4: Einmalige Ausgaben im ordentlichen Etat, fort und genehmigte Titel 1 bis 47: Mittel für die Herstellung von Postdienstgebäuden, Erwerbung von Bauplätzen, Umbauten und EOveiterungsbariten. ELenso Titel 48: Erwerbung e'ines Bauplatzes für ein neues Tienstgebäude am Potsdamer Bahnhöfe in Berlin, erste Rate, uno eine Reihe von ferneren Titeln, darunter auch 800 000 Mk. für Errichtung und Llnkauf von Wohngebäuden für llnterbeamte und geringer besoldete Beamte an Orten mit Wvhnungs-
v ____________ ____ . ArbeüerkoaUtion auftzeben! Die ganze Epoche
hptt SSprprnä mrr durch ausaiebiae Verwendung von Reitern Bruialllät spiegelt sich in diesem Bilde des . .
in
unsere Schutz truppe zum großen ^erl unter dem Zwange ber Aufopserungeil durch die Herrschgewall
der .Verhältnisse als berittene ^nsant erre ausge- ber Uiuernehmerklaff e und durch das Eingreifen der Behörden verbildet worden. Tie hinauszusendenden Truppen — das hi^rt wird, selbst nur geringe Kullurwrderungen zu verroirklichen l SeebataiUou kann hierbei nicht in Frage kommen — werden Der letzte Arbeiter edennt, daß in diesen 5Uas>enstaat und in diese daher um so wirflamer auftreten können, wenn sie be- verblendete Kapitalistenklasse feüterlei schwaches Hoffen gesetzt nbtat sind den Dienst auch zu Pferde zu versehen. Zur werden kann. Der sozialdemokratische Kamps in der Gesetzgebung MuSbüimng üt diesem Sinne ist natürlich keine Zeit vor- und ,ur B-I-itigung des Uni°rnchm°rft°a-es ist du-u,^g- Zu- landen Man betont daher, daß mindestens ein erheblicher fluch: aller Ärbeuer, aller derer, ine Unterdrückt sind und das Licht jeil der Trappen unseren KaVallerie-Re gimcnte rn ^hrt aus Dresden: Das End- beS
valleri§^'sü?^das Jnsanteriegesecht weniger ausgebildet Streiks m Crimmitschau wird nameEch auf das starke eien wrrv vavurch hinfällig, daß sie es mit einem Gegner Anwachsen von Arbeitswilligen zuruckgesuhrt. Auch m tun haben, dem gegenüber auch eine kavalleristische Aus- die Unterstü tzun gs geld er sollen knapper geworden bildung für das Feuergefecht genügen wird. Jedenfalls sein, als man zugab. Die sächsische Presse erwartet, daß die muß man sogleich dafür Sorge tragen, daß ein ausreichen- Unternehmer versöhnlich handeln werden.
des Pferdematerial, das in Südwestafrika nicht zu echalten - ist, so rasch, als möglich dahingeschafft wird.
^Äu einzelnen sei aus dem Eis en 6 ahne tat folgendes Artoäimt; Zur Herstellung eines verstärkten llcberbaues für die Lahnei;enbayiibrücke bei Wetzlar werden verlangt 50000 L' (von 149000 ML), zur Erwerter«^ ber Haltestelle Gro ßen-Lind en je 100 0oo n.
922000 bezw. 695000 ML), die Kosten sirr die in veu Etat eingestellte Verlegung der Haltestelle Lustadt zur Er ,v Gierung d^r
IN ^Bingen, zur Erweiterung der Wagenwerkstatte in sürZÄ sind für ^rarbeits- toilen zu Z'i c«ung des Neubaues emes kon.gl'chen Opernh a u s es 50 000 M ar k ausgeworsem
Aus tznve des ßrtmmitschauer SttelLs.
Wie wir bereits in unserem gestrigen Frühblatt mit- teiüen, ist der Crimmitschauer Streik beendet. Das Ende ist schneller noch als man voraussah eingetreten. Ec hat, wie wir prophezeiten, mit einer Niederlage der Arbeiter geendet. Dec Beschluß dec Streikleckung hangt jedenfalls nut der An- ,
Wesenheit des Leiters dec deutschen Textilarbciterorgamiation -ie ter-Aspirant und Feldwebel im J-nfaillerie-R.giment Nr. in Crimmitschau zusammen. Der Streik hat 27 Wochen ge- U8 Emil Hohmann .Sum GeriGsvollziehcr mit dem dauert Schließlich sind die Herren Arbeiter streikmüde Amtssitze in Grimberg, der Gefangenwartec am Haftlokcck
der Vorwärts dem Streik das Sterbelied singt:
^Die Leiter der Bewegung in Crimmilschau haben durch eigenen Entschluß denKampi abgebrochen. Die gegenwärtige Lage der kämpienden Arbeiter von Crimmitschau war nichts weniger als schwierig oder gar d e r ä ro e 11 e l L Vor inuaci. lut. Vic |Ulv um. allem sind sie auf längere Zeit hinaus durch die Hilfe der ge°
ärite^^r Gavvel. Dr Wuemann, Oberassistent Tr. Tibur- samten deutschen Arbeiterschmt mit Geldmitteln reichlich versehen TnärSr l und nach Erschöpfung der jetzigen Dtittel hatte der Opfermut der
und Afflsten^^ssen. Arbeiterschaft neue Unterstützung gebracht. Wenn dennoch der
In Hanrburg treffen die Hilfsllmppen für Südtveft- Samp^ ;e^t abgebrochen wird, so ist sicher, bag entscheidende afrika voraussuMich am Mittwvck) früh em und werden die zunächst an Ort und Stelle Verantwortlichen dazu be-
während eines halbstündigen Aufenthaltes auf Hamburger stimmt haben. Die Arbeiter in Crimmitschau wußten, daß die Staatskosten bewirtet. materielle Hilfe ihnen auch weiterhin nicht fehlen werde, aber sie
Der „SÜöhL Ztg." wird vom 19. d. M. aus Berlin tele- scheinen zu der Ansicht gelangt zu fein, daß der Kampf nicht m
verzeichnen, daß dre selbitverstandliche Pflicht des Reiches, öon Crimmitschau auf unbestimmte Zeit in die Möglichkeit des den Ausikand zu unterdrücken, von keiner ernsten Selle Mderstandes setzt. Dazu kam, daß die Auslöschung des 23er- bestvitten wird. Mehrfach lvird der Tadel laut, daß man jammlungsrechts durch die sächsischen Behörden schließlich die (Se- über die Veranlassung des Aufstandes keine fahr herbe,führen mußte, daß d,e Waffen der Kämpfenden des Nachrichten erhalten habe und daß sich die örtlichen Be- nötigen Zusammenhalts verlustig gingen, daß die zuStreikbrecher- l/örden von ihm überraschen ließen, doch wird man abzu- bienften herbeigezogenen fremben Arbeüer nicht unterrichtet unb warten haben, bis über diesen Punkt volle Klarheit gebracht für dm Kampf gewonnen werben konmen. Die Lohnkommrsimn iff An verfcküedene Bl älter richten Kenner des Landes Zu- unb Fabrik-Verlrauensmanner haben geglaubt, es sei if , i L AU »er 1 ajfieoene miauet riujacu jvvnuci. vc» wuui» oaniDf ahxubreciien, als ibn ins Ungerad e fortzmuhren unb ber chriften, in denen sie chre Anschauungen über die. jüngsten tzbulschen Arbeiterschaft raeiterhin auberorbentliche Opfer aufzu- Ereignisse nieberlcgen. Ta auch sie aus Vermutungen an- er( Als ein helbenhafter Abschnitt in ber Ge- geNiesen sind, so verlieren diese Mitteilungen teilweise ihren schichte ber beutschenArbeiterberaegung wirb bieser Wert. Immerhin ist es bedenklich, wenn alte Asiikaner Kampf in Crinnnilschau bauernd denkwürdig bleiben. Er zeigt die die Ueberzeugung aussprechen, daß nicht alle Stationen Größe der Arbeitedlasse: den tapferen Mut der armen Arbeiler- im stände aewesen seien, den Ansturm der Hereros auszu- schäft der Textilindustrie, die um ein roeiug kultureUere Arbeits- Halten unb mehrere bereits gefallen sein dürften. In amt- bebmgungen nngt, den gewaltigen Omersinn derelterma >en ■ - ös-püpti hprrfrlW hie Ansicht vor daü die Hereros im ganzen Reiche, die von chrer Kargheit den Kämpfenden reich
Krersen yerrlcht die ^An.icyc vor, oatz oie H e •» Spenden geben. Er zeigt alle Gewiffeusverhartung und
.a^riryren vv u uciii @7lftegengc ^es Unternehmertums, das den Arbeitern brutal die r ts empor t haben. 23as elemenlaÄten Verbefferunaen ihres Lebens ,
Aus Kcimmitschau wrnd noch gemeldet, daß die Wiedereinstellung sämtlicher Stteikenden ausgeschlossen sei. Zunächst bleiben voraussichtlich 2C00 Arbeiter ausgesperrt. ________________ . , , Tie Textll-FabrikanlLn beschlosst, di.j.nigen Strei* uns aus unserem Lestzrkrerse gütigst zur Verfügung gestellt xenden dauernd aus zu sperr en, die bei dem Auswurde, entnehmen wir folgendes: stand eine leitende Stellung eingenommen haben.
Ein Oberleutnant V o l k m a n n ist jetzt in Grvotfontein und hat dort viel mit den Leuten in Okavmigo zu tun. Um die beiden Töchter der ermordeten tzändler- amilie Paasch zu retten, die die Eingeborenen als Gefangene entführten, wurden 10 junge Buren ausge- --------- , - -
andt. Eduard Hälbich, der jetzt von einer Geschäfts- üon uns abgedruckten Artikel der ^Hesi. Volksbl." erhalten reise aus dem Norden wiederkam, brachte die neuesten lDic Don hochgeschätzter Seite nachstehende Zuschrift: ~ m....... r"?™ „Inwieweit aus dem Besitze des Patronates em Recht folgt,
die Besetzung theologischer Lehrstühle zu beeinflussen, kann hier nicht erörtert werben. Wäre es ber Fall, so würde bas übrigens zu medroürbigen Konsequenzen führen, haben wir boch auch katholische Patrone evangelischer Pfarreien. Wichtiger M, zu bemerken, baß auch bieser maßvoll unb anflänbig gehaltene Artikel, nicht bamit rechnet, baß auch biemoberneTheologie ben Namen „liberal" lehnt sie ab — beansprucht, em pofi- tives, biblisch begrün betes Christentum zu bieten, wie sie ja recht eigentlich Folge eines d e r t i eJ t e n -o t b e l- stubiums ist. Gerade bie moberne Theologie betont bie Jtot» roenbigfeit, nicht Formeln irgenb einer Theologie, sonbern christlichen, biblisch begrünbeten Glauben in Kirche unb ecnule zu oerfünben. Tarin befinbet sie sich in erfreulicher Ueberetnfttmm- utin mit ben Bebürfnissen unb Wünschen unserer Gemeinden m Stabt unb üanb. Richtig ist, baß jetzt bie Eeiahr besteht, bag sich unsere evangelische Kirche in Sehen auflojen rann.
Gefahr geht aber wesentlich von ben Seiten aus, bie gegenüber der Vertiefung unserer theologischen Erlenntnis r u d |t q n b t g unb in ber Betrachtung ber Bibel auf bem Slanbpunkl beS 16. Jahrhunberts flehen geblieben finb. Unb weil größere Verluste droheii u n j e r e r ft i r d) c, well weite Kreise ihr entfremdet sind, well zwischen ihrem Denken und der Schullheologie des 16. Jahrhunderts tem Zusammenhang besteht. Tiefe Gefahr kann nur überwunden werden, wenn in unserer Kirche Theologen und Geistliche die Führung geromnen, bte christlichen Glauben unb modernes Denken zu versöhnen wissen. Es wird vergebens fern, eine Beseitigung ber schwierigen 8aqe von theologischen Schulen zu erwarten, deren iheologifd)es Rüstzeug schon gegenüber dem Ansturm des 17. und 18. Jahrhiinderts stck) als unzulänglich erroiejen hat."
** Personalien. Ernannt luuroe der Gerichtsvoll«


