Ausgabe 
19.12.1904 Erstes Blatt
 
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plinute. Der Kriegsminisber hat sich über das Ergebnis der Schießversuche außerordentlich befriedigt ausgesprochen und den Erfinder des Geschützes, Artilleriehauptmann Tournier auf das wärmste beglückwünscht. Ein Bericht­erstatter bemerkt, man könne auf Grund der Schießversuche ruhig erklären, daß kein feindliches Geschwader es jemals wagen würde, sich dem Feuer dieser Batterie auszusetzen. Frau Shveton erklärt heute in einem nationalistischen Blatte, daß die Mitteilung in der gestrigen Nummer des ,/Matin" über die Aussagen, welche sie über den Tod ihres Gatten vor dem Untersuchungsrichter abgegeben haben soll, unrichtig ist. DerMalin" hät jedoch heute seine Nach­richt vollständig aufrecht und fügt hinzu:Der Hausarzt der Familie Shveton, Dr. Tholmer, habe dem Untersuch­ungsrichter bestätigt, daß sich Shveton in der von seiner Witwe angegebenen Weise entleibt habe. Wenn sich Frau Shveton zu einem neuerlichen Dementi herbeigelassen habe, so sei dies ans Drohungen der Nationalisten zurück- zusühren.

Paris, 19. Dez. Die unter ihrem Schriftstellernamen Gyst bekannte Gräfin Martell erzählte, daß Syveton unmittelbar nach seinem Angriff gegen den Kriegsminister Andre in ihrem Hause Zuflucht gesucht hatte, weil er sich in

seiner Wohnung nicht sicher fühlte. Bei diesem Anlaß habe sie Syveton in seine Familiengeschichte eingeweiht. Er er­wähnte, daß er von Menard tätlich gehaßt werde, weil er dessen unglücklicher Gattin geraten habe, sich von ihm scheiden zu lassen.

Bom Kriege.

London, 19. Dez.Daily Telegraph" berichtet ans Tschifu von gestern: Ein japanischer Bote von der Belagerungsarmee überbringt Einzelheiten über die Angriffe der Ja­vaner am 3. Dezember bei den Itschan- und Bordi- Forts. Das Fort Bordi war von dm Russen mit einem 600 Fuß langen und 30 Fuß breiten Graben umgeben worden. Der Graben war mehrere Fuß mit Kerosjnöl gefüllt, und dieses war mit Holz und Stroh überdeckt. Als die japanischen Sturmkolonnen in den Graben eindrangen, setzten die Russen den Graben in Brand. Biele Hunderte I a p a n e r v e r br a nn t e n dabei vollständig. Das Feuer dauerte eine Nacht und den folgenden Tag über an. Erft in der zweiten Nacht war der Graben aus­gebrannt. und die Japaner griffen nun in kleinen Abteilungen an, wobei sie sich hinter kleinen Holzschilden deckten. Es kam zum Gefecht. Im Bajonettkampf nahmen die Japaner die «neue Stellung und machten 150 Gefangene. Neben der japanischen Flagge wurde auf unaufgellärte Weise auch 1 eine chinesische Flagge gehißt. Einem japanischen Gene-

Val riß eine japanische Granate einen Arm unb etn Bein weg. Bon Dalny nach Palitschwang haben die Japaner zum Transvort von Geschützen eine Schmalspurbahn angelegt.Daily Telegraph" meldet ferner aus Tschifu von gestern: Em Teil der j a p a n i s ch e n F l o t t e ist nach S i n g a- bo.re m -Lee gegangen. Am 15. Dezember waren 25 Kriegs- M)üsc bei Dalny zusammenae-ogen. Tie japanischen Transport- dampfer sind jetzt mit Geschützen versehen. Eine Anzahl von .uaunahrteischissen bat leichte Bewaffnung erhalten um den Blocmdedwnst zu übernehmen.

,-,?okio 18. Dez. /Reuter 1 Der amerikanische Mi­litär a t t a ch e e bei der dritten Armee ist wieder zur Be- nm, tote cs HE, Z c u g e von dem Fall^Port Arthurs zu sein.

,, " O h a i 18. Dez. (Reuter.) Ter Kapitän des russi­

schen TorvedobootszerWrersRastoropny" ist mit seiner Mann- styatt an Bord des englychen DampfersNigraeia" nach 23 (a bkf^° 3wncr iinb °uf der Suche nach

^nTni«0U 19/ -erStandart" berichtet aus Tokio: Qaa. x ein-ncomr' uen Nachrichten lassen erkennen, daß die Lage der Garnison von Port Arthur verzweifelt ist Tie Be- lagmmgsarbciten gegen die M-rdostforts sind jetzt soweit vor­geschritten daß die Javaner nur noch 12 Meter vor den russi- ichcn Stellungen liegen. Man empfindet in Japcni immer mehr den Eindruck dap es für die baltische Flotte gefährlich ist, sich den dortigen Gewasiern zu nähern.

Statt jeder besonderen Anzeige

Frau Margarethe Hein

ob. Asch

trau 031 Hmtsr blieb ©neu

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Christbäume GfiStbSlIMC

Gießen, ben 19. Tezeuiber 1904.

Gießen, den 19. Dezember 1904.

Großhcrzoglicvc ^ir^e, meisterei Gießen. Mecum.

Todes-Anzeige.

Verwandten, Freunden und Bekannten hierdurch die schmerzliche Nachricht, daß es Gott dem Allmächtigeii ge­fallen bat, meinen einzig geliebten Gatten, Miseren heben, guten Vater, Schwiegersohn, Schwager und Onkel

Herrn Hermimn K8otz9 Spengler nach langem, mit großer Geduld getragenem Leiden int Alter von 24 Jahren zu sich zu rufen. 8883

Um stille Teilnahme bitten

Die lrauer-dcn Kir?ter0kle0enen: Familien Klotz, Klingelmeier und Rau.

Gießen (Wolkengasse 16), den 17. Dezember 1904.

Die Beerdigung findet Dienstag den 20. d.Mts., nachmittags 2 Ubr, von der Kapelle des neuen Friedhofs ans statt.

Gestern Abend 6 Uhr entschlief sanft nach kurzem, aber schweren Leiden unsere innigstgeliebte Schwester, Schwägerin uud Tante

Danksagung.

Für die uns anläßlich des Todes des

in großer Auswahl täglich frische Sendung, zu haben bei 3. Bückncr, Seltersweg 75 und Westanlage 7. " 07493

frische Sendung heute rinne troffen bei Dienstmann Ferber bei der alten Kaserne, Ecke Senckenbergstraße. 07499

Iie titftrmimckn Hiiitttblicbeiic»

I. d. N.:

Johanna Eireuter«

Die Beerdigung findet Mittwoch den 21. d. Mts, Friedhofs aus statt.

Bekanntmachung.

Unter Bezugnahme au? meine Bekanntmachung vom 2. v. Mts., betreffend Einführung des 8 Nhr-Ladcnfchlusses für die Buch- handlrtngen, Papier-, Schreibmaterialien- und Lederwaren- handlnngcn, iordere ich die beteiligten Geschäftsinhaber auf, ihre Aeußerung zu dem ''Antrag in der Zeit vom 19. bis 31. d. Mts. aus dein Bürgermeisterei-Bureau, Zimmer Nr. 15, während der üblichen Geschästsstunden schriftlich oder zu Protokoll abzugeben.

Ausgenommen von dem 8 Uhr-Ladenschluß sollen sein:

1. die Samstage,

2. die Tage vor Feiertagen,

3. der Monat Dezember.

Bei der Feststellung der für die Abänderung der Ladenschluß­zeit erforderlichen Mehrheit von % werden nur diejenigen Geschäfs- inhaber gezählt, welche eine bestimmte "Aeußerung für oder gegey die Aenderung innerhalb der gesetzten Frist abgegeben haben.

Gießen, den 14. Dezember 1904. B19/1

Der von Großh. Kreisamt bestellte Kommissar:

C u r s ch in a n n, Beigeordneter.

Bekanntmachung.

Dienstag den 20. b. Mts., vormittags von 8 Uhr ab, werden im Hofe des Bürgcrmcistereigebändes Christbäumchen im Preise von 2050 Pfg. das Stück, so lange der Vorrat reicht,' abgegeben.

achmittags 3^ Uhr, von der Kapelle des alten

nio/ia

Hem Ludwig Kreider

Maschinenmeister

so zahlreich gewordene Teilnahme, insbesondere seinen Kollegen von den Firmen Friedel & Asprion, Aktien- Brauerei, Brauerei Georg Bichler und Heyligenstädt & Co. sagen tiefgefühltesten Dank

Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, unsere Mit- glieder von dem Ableben unseres lieben Kameraden

Hermann Hlota | geziemend in Kenntnis zu setzen.

Wir ersuche»» um allseitige Beteiligung an der Diens- M tag den 20. d. Mts., nachmittags 2 Uhr, stattfindenden Kj Beerdigung. , v19/*/ K

Zusammenkm ft l*/4 Uhr in derStadt Marburg . M

DaS Kommando

der F. G. F. der G. F» F-

Sauer. Wigandt. '

......

B e ka u ntm n cstu rr g.

Der Voranschlag derGemeinde Neinhardshain für das Rech­nungsjahr 1905/00 liegt vom 20. d. Mts. an acht Tage lang auf hiesiger Bürgermeisterei zur Einsicht der Interessenten offen.

Neinhardshain, den 18. Dezember 1904.

Großherzogliche Bürgermeisterei Neinhardshain.

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