Ausgabe 
19.11.1904 Drittes Blatt
 
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33 Mediziner, 32

darunter 10 Theologen, 20 Juristen,

Angehörige der philosophischen

Großherzog haben

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Kriestrnllen der Vedaklian.

pro 1902 03 pro 1903,04 pro 1904/05

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den Oberlandesgerichtsrat August Fabricius und den Oberbürgermeister der Haupt- und Residenzstadt Darmstadt, Adolf Morn eweg, für die Dauer der dermalen von ihnen bekleideten Aemter zu Mitgliedern des Verwaltungsgcrichts- hofS ernannt.

** Aus dem M ilitär Wochenblatt. Koch. Oberlt im Inf. Leib-Rgt. Großherzogin (3. Großh. Hess.) Rr. 117, unter Versetzung in das Inf. Regt. Graf Barfuß (4. Wests.) Nr. 17 zum Hauptmann und Komp. - Chef befördert. Thorbeck, Hauptm. und Mitglied der Gewehr-Prüfungs­kommission, als aggregiert zum 5. Großh. Hess. Inf. Regt. Nr. 168 versetzt. v. Nathusius, Oberlt. der Res. des kombinierten Jäger-Regts. zu Pferde, vom 1. Dezember 1904 ab auf ein Jahr zur Dienstleistung beim 1. Großh. Hess. Trag. Regt. (Garde-Trag. Regt) Nr. 23 kommandiert. Tie Fähnriche: Becker im Großh. Hess. Train - Bat. Nr. 18, Moeller, Kienitz, Koch im Inf. Regt. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116, Sieger im Inf. Leibregt. Groß­herzogin (3. Großh. Hess.) Nr. 117, Stoll im 4. Großh. Hesi. Inf. Regt (Prinz Karl) Nr. 118, zu Leutnants befördert. Dr. Krahn, Oberarzt beim 1. Großh. Hess. Trag. Reg. (Garde - Drag. Regt.) Nr. 23, der Abschied mit der gesetzlichen Pension aus dem aktiven Heere bewilligt; zugleich ist derselbe bei den Sanitätsoffizieren der Landwehr 1. Auf­gebots eingestellt.

** Eine spezielle Prüfung der zweiten Kate­gorie im Finanzsach wird zufolge einer Anordnung des Großh. Ministeriums der Finanzen, Ableitung für Steuer­wesen, durch das Sekretariat am 6. Januar 1905 vorge­nommen werden. Wer sich dieser Prüfung unterziehen will, muß längstens bis zum 20. Dezember l. I. ein Zulassungs­gesuch unter Beobachtung der gesetzlichen Stempelvorschriften bei Großh. Ministerium der Finanzen, Abteilung für Steuer­wesen, cinreichen und den Nachweis erbringen, daß er am Prüfungstage das zwanzigste Lebensjahr zurückgelegt hat. Steueraufseher- und Pfandme isterstellen sind den Militär­anwärtern vorbehalten und Zivilanwärter kommen nur dann zur Verwendung, wenn überhaupt keine geprüften.Militär­anwärter mehr vorhanden sind. Tie Zivilanwärter haben vor der Anstellung ihre vollkommen körperliche Rüstigkeit

vermischtes.

* Solingen, 17. Nov. Gestern hat durch den Unter J suchungsrichter Tr. Graven aus Elberfeld die Ossffnung des Kassenschrankes des seit dem 6. ds. flüchtigen Notars Justizrat Rosenbaum stattgefunden, dessen Inhalt in großer Unordnung vorgefunden wurde. An Geld und Geldes­wert sand mein ca. 3 5 000 Mark, auch einige vermut­lich von Parteien hinterlegte Sparkassenbücher. Dieses Geld reicht jedoch bei weitem nicht hin, um die Ansprüche zu decken, die an den Notar aus dessen Amtsführung von zahl­reichen Personen gestellt werden und Mk. 150 000 über­steigen sollen. Das vorgefundene Geld wurde beschlagnahmt, ebenso Aktien, Bücher usw., alles andere versiegelt. Justizrat Neest hat bezüglich der Hinterlassenschaft des Flüchtigen de n Konkurs angemeldet, während der Staatsanwalt Steckbriefe hinter dem Flüchtigen erließ. Bon diesem fehlt jede Spur. Angesichts der schweren Schädigungen, die viele hiesige Einwohner erleiden, ist die Aufregung sehr groß Rosenbaum war seit 1882 hier Notar.

* Die Heirat der Baronin. Die russische Schwind­lerin und Wucherin, die sich Baronin von Horn nennen ließ und als solche auS Frankreich ausgewiesen wurde, ist durch Eheschließung mit einem französischen Bürger Französin ge­worden, wodurch der Ausweisungsbefehl hinfällig wurde. Sie hat in London ihren bisherigen Diener geheiratet, den sie vor einem Jahre beim Suchen nach ihrem Mopse nachts um die zwölfte Stunde aus dem Pont-Neus auslas, wo er sich eben zur Ruhe legen wollte. Der junge Ehemann

Veterinärmediziner, 90 Fakultät.

Personalien.

ANANne

Aus Stadt und Land.

Gießen, 19. November 1904.

L. U. Landesuniversität. Bis Mittwoch, den 16. November haben sich neu eingeschrieben 185 Studierende,

r. Mainz, 17. Nov. Ter städtische Schul-Bau- und Finanzausschuß beschlossen in ihrer gestrigen Sitzung, aus dem freigewordenen Gelände des reichen Klaraklosters den Neu­bau einer höheren Mädchenschule zu errichten. Die neue Schule ist für 31 Klaffen mit 1100 Kindern berechnet Ohne das Gelände kostet der Bau nach den uorgelegtcn | Kostenvoranschlägen 621 231 Mk

Wetzlar, 17. Nov. Der W. A. erhält folgende Mit­teilung. Der Minister für öffentliche Arbeiten hat der Kgl. Eisenbahndirektion Frankfurt a. M. den Auftrag erteilt, die Vorarbeiten für den Bau einer Eisenbahnlinie von Esingen, Grävenwiesbach d u r ch das Solmsbach - tal nach Wetzlar fertig zu stellen. Die Arbeiten sollen derart beschleunigt werden, daß sie bis zum Juni nächsten Jahres abgeschlossen sind. In Sachen unseres D omba u e s gehen die Dinge nunmehr erfreulich voran. Im Kreishause l)icr hat gestern eine Konferenz über diese Angelegenheit statt­gefunden, zu welcher von Koblenz außer dem Regierungs­präsidenten selbst noch mehrere Mitglieder des Regierungs- 'ollegiums herübergekommen waren. Wie man hört, ist in dieser Konferenz der Beschluß gefaßt worden, mit den Bau­arbeiten im Frühjahr zu beginnen und zwar soll zunächst der Chor in Angriff genommen werden.

Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. In Watzenborn-Steinberg wird ein neues Schulhaus voraussichtlich am 27. Nov. seiner Be­stimmung übergeben werden.

Nebevzeuge« Sie sich, daß in meinem kunstgewerbl. ^nftitutc Ihnen mindestens das Gleiche in Möbeln, Betten Innendekorationen 2c. 2C. geboten wird, als in auswärtigen, mm Nichtfachleuten und mit Niesenspesen betriebenen sogen. Möbel-Fabriken. Ohne Kaufverbindlichkeit ist Besichtigung meiner Fabrikations- u. Lagerräume gern gestattet. Geschäfts- qrundung 1658. Th. Brück, Möbelfabrikant. Gießen, iScfc Sehloßgasse-Kauzleiberg-Brandplatz. 10 Schaufenster. Telephon 373. Cl7/9

(S pcwsucaet

mußte gestern in Nancy seinen Rekrutendienst antreten, wohin die Exbaronin ihm zärtlich folgen will.

Kleine Tageschronik. Im Eifeldorf G r o ß - L a na en- f eld drangen zwei Räuber in die Wohnung des Ackerers Abels, verwundeten ihn tödlich und raubten ihm 900 Jcarf

Graudenz entstand in einem Hause ein Brand, dem z to c t Menschen zum Opfer fielen. Es gelang der Feuerwehr, die Familie des Gerichtsvollziehers Ganiza aus den Flammen zu retten, doch ist die Frau und der erwachsene Sohn ums Leben acfnmmcn. Ter Vater und die beiden ältesten Tochter und s»wer verlebt und wurden in ein Krankenhaus überfuhrt. ,3ci 0) l er ls- wald ereignete sich ein schrecklicher Ilnglücksfall, herbergesuhrt durch den Leichtsinn der Beteiligten. Ein Herr, der mit mehreren Damen am Bahnkörper entlang spazieren ging, versuchte den Bahnkörper mit den Damen zu überschreiten, als sich ein Zug nahte. Während cs den Damen gelang,, über das Gelege zu | gelangen, wurde der Herr vom Zuge erfaßt. Beide Beine wurde; I ihm abgefahren und das Rückgrat gebrochen, ier 4wd trat aus der Steile ein Ter Arzt Dr. Appleby wurde in Wincester (England^ bei einem Zusammenstop seines A u t o m o b 115 mit einem Lastwagen getötet, während der Chauffeur schwer der- letzt wurde. - In Neisse erstickten in Abwewnhert ihrer Eltern drei Kinder des Arbeiters Verde im Alter von -, 4 und 5 Jahren durch Koblenoxydgas. In t e m r r l.stuy- land) wurden der Chef der Fcuer wehr, Brandmeister Cilb vow, und der Oberstleutnant Abramewisich wegen B r an d- ftiftung zu drei- bezw. zweijähriger Zwangsarbeit verurteilt. I Beide wr^rm ^ana und Orden

Schiffsliachnchton.

Norddeutscher Lloyd.

In Gießen vertreten durch Carl Loos, Kirchenplatz.

Bremen, 17. Nov. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Doppelschrauben-Schnellpoltdainplei »Kaper Jiilhclm der aoße , Kapitän 0. Clippers, vom Norddeutschen - oyd ui x vemen, nt am 15. November 12 Uhr nachts wohlbehalten m Newyork an- gekommen. ,

Sport.

Wiesbaden, 17. Nov. Kordon Bennett-Reuuen.) Dem französischen Automobilklub haben sich bei den Vorarbeiten mr das im nächsten Jahre geplante G o rd o nBennett--nenn e io grrfee Schwiengkeiten entgegengeststlt, daß er nut dem deut scheu Automobilklub in Verbindung getreten Jem soll, um uMr du Möglichkeit zu unterhandeln, das n ä ch st i a h r i g e R e n wieder in Deutschland abzuhalten und zwar wieder im Regierungsbezirk Wiesbaden auf der Reu n strecke Som bura-Weilburg usw. In Homburg stehe man dem Propkt mit gemischten Gefühlen gegenüber, doch fei uranuntergewrfien Bedingungen bereit, der Frage naher ru treten, Hom­burger Herr hat sich, wie noch berichtet wird nack Varis be- n-ben. um mit dem sranzönschen Klub zu verhandelw ^er Kaiser soll sich für den Vlan. das Rennen wieder "Deutsch­land stattfinden zu lass-'N. sehr interefjeren "nd einen sehr erb b- lichen Betrag für die Kosten zur Verfügung stellen wollen. (Dir geben die Nachricht mit aller Reserve wieder, sie muß m.anbetracht ber für das Gordon Bennett-Rennen bestehende Bestimmungen mit großer Vorsicht aufaeuommen werden. Red.)

D i e nordischen Spiele. Vom 4. bis 12. Februar n. ^ wird Stockholm der Schauplatz des größten, ttandmavsicknn Wintersportfestes, d-r s^g. Nordischen Sviele, Kin. Außer^ den Wintersvortarten (Schlittschuhlaufen, Segelschlitt^chuhlaufen, Segel­schlittenfahren. 5)ockev, Curling u. a.) werden tne verschiedensten Formen des S ch n e e s ch u h s p o r t s («>kl-^vorts) zu sihen sim, u. a. Skilauf',, mit Renntieren, Sunden, Pferden, ferner^^gb und Steepel-Chase im Schnee, Fechten,Wettlaufen am Renn- l wölsen, und als ganz neue Grergmfie : Segeln nn ^llon, ckum mobilrennen auf kurzer gerader E'.sbabn. Neu i)t ^uch das Schwimmturnier in dem neuen Zentralbad. Daneben und allersir Vergnügungen geptmt: Schlittenparsien, Fachen rm ^-mrgaro, Nationaltänze und Schauturnen. Volkslieder-Konzert, lebende Vil der, Festvorstelluug. Bankette usw.

nachzuweisen. '

4. Friedberg, 17. Nov. In aller Kurze findet die Neuwahl von 6 Stadtverordneten statt. Die aus- scheidendcn Stadtverordneten kandidieren wieder: Busold (Soz.), P. Tietz (Zentr.-, Karl Scriba (Rat.) Bopp und Loth; die beiden letzten W) aus dem cingemeinbctcn Stadtteil Fauer­bach. ^llü ne* Kandidaten jind aufgestcllt: Fcrd. -lomm, Tr. Best und Ed. Lppenhcnner (üb.).

(Bnonhmc Anfragen bleiben unberücksichtigt^

(£. H. P. Im Großherzogtum Hessen sollen nach bezäg- Hdien Sefnnnnad)ungcn im teun^Mott

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